Minäon vom 5. Juni
Märtyrer Dorotheos, Bischof von Tyros 
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: Sie, deine Martyrer, o Herr )
Als Tafel des göttlichen Geistes * hast du dich erwiesen, gottseligster Vater, * der du in gotterfüllter Erkenntnis eingeschrieben * trugest die göttlichen Lehren. * Durch ihre Verbreitung hast du erleuchtet * jene, die durch Unkenntnis waren gefährdet. * Darum erflehe uns allen * durch deine Bitten das große Erbarmen.
Mit des Blutes göttlichem Strömen * hattest du gefärbt das Kleid, Dorotheos, * deines Priestertums und zogest voll Freude ein * in den himmlischen Tempel, * um nun vor unserem Gott zu erscheinen, * der verleiht die Kränze des Sieges im Kampfe. * An ihn richte dein Flehen, * allen zu schenken das große Erbarmen.
Engelgleich war dein Leben, * glänzend aber dein Zeugnis, * durch welches du wurdest gewürdigt zu tanzen * mit den Engeln in Freude, * da du erleuchtest mit göttlichen Wundern * und Lehren die Erde, Vater Dorotheos. * So flehe durch deine Bitten, * dass alle erlangen das große Erbarmen.
( nach: Sie, deine Martyrer, o Herr )
Jetzt, Theotokion: Ich bin, du ganz ohne Tadel, * der fruchtlose Baum, von dem redet Gottes Wort, * der keinerlei Früchte des Heiles trägt, * und fürchte, umgehauen zu werden * und ins unauslöschliche Feuer geworfen zu sein. * So bitt ich dich: Diesem Geschick mich entreiße * und stelle mich vor als einen, der Früchte trägt, * o Makellose, deinem Sohn durch deine Vermittlung.
Weihe der Palmen und Weiden
Der Priester weihräuchert die Palmen- und Weidenzweige.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
Ch: Herr, erbarme Dich.
P: O Herr, unser Gott, der Du thronest auf den Cherubim, Du hast wieder aufgerichtet Deine Herrschaft und hast Deinen Sohn gesandt, damit Er durch Sein Kreuz, Sein Grab und Seine Auferstehung die Welt erlöse. Als Er nun heute zu Seinem freiwilligen Leiden in Jerusalem einzog, ging Ihm das Volk, das in der Dunkelheit und im Schatten des Todes saß, entgegen, und als Sinnbilder des Sieges trug es Zweige von Bäumen und Palmen, um im Voraus die Auferstehung zu verkünden. Du Selbst, o Gebieter, bewahre und erhalte uns, die wir, ihrem Beispiel folgend, am Vorabend dieses Festes Palmen und Zweige in unseren Händen tragen, und wie die Volksmenge und die Kinder Dir „Hosanna“ zurufen. So mögen wir unter Hymnen und geistlichen Liedern gelangen zur lebenspendenen Auferstehung am dritten Tag: durch unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen guten und lebenspendenen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Dann besprengt der Priester die Palmen mit Weihwasser, wobei er dreimal spricht:
P: Diese Palmen werden gesegnet durch die Besprengung mit diesem hl. Wasser: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Nach der Satzung wird die Weihe durch das Weihrächern und das Gebet vollzogen. In der Praxis werden die Zweige jedoch auch mit Weihwasser besprengt.
Bei der anschließenden Ölsalbung verteilt der Priester die Zweige an alle Anwesenden.
- Zur Liturgie -
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen:
verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum:
www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.