Minäon vom 11. September
Nachfeier von Mariä Geburt 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Wenn auch durch göttlichen Willen * unfruchtbare Frauen haben hervorgebracht * berühmte Kinder, * so überstrahlt doch Maria alle, die so wurden geboren * auf herrliche Weise. * Denn von einer unfruchtbaren Mutter unfassbar geboren * gebar sie selber übernatürlich im Fleische * den Gott aller aus unbesätem Schoße. * Sie ist die einzige Pforte * des einziggezeugten Sohnes Gottes, * und wiewohl er sie durchschritten, * so hat er sie doch verschlossen bewahrt. * Und da er alles weise hat angeordnet, * wie er nur selber es vermochte, * hat er allen Menschen bereitet das Heil.
Stichiren zur Stichovna
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Es feiern Ioachim und Anna, * denn sie haben hervorgebracht die Erstlingsfrucht unserer Erlösung, * die alleinige Gottesgebärerin; * wir aber begehen heute das Fest mit ihnen * und sie aus der Wurzel Jesse * preisen wir selig, die reine Jungfrau.
Höre, Tochter, sieh * und neige dein Ohr. (Ps 44,11)
Die Jungfrau, die Gott hat Raum gegeben, * die reine Gottesgebärerin, der Ruhm der Propheten, * Davids Tochter, heut wird sie geboren * aus Ioachim und der besonnenen Anna, * und des Adam Verfluchung, die gegen uns sich richtet, * wendet sie in ihrer Geburt.
Dein Angesicht werden flehend suchen * die Reichen des Volkes. (Ps 44,13)
Das vormals unfruchtbare Feld gebiert fruchtbare Erde, * und bringt aus fruchtlosem Schoße * heilige Frucht hervor und zieht mit Milch sie auf. * O des schauervollen Wunder! Die Amme unseres Lebens, * die das Himmelsbrot in ihrem Leib hat empfangen, * wird gestillt an der Mutterbrust.
Ton 8. ( von Sergios Agiopolites )
Jetzt, Theotokion: Am strahlenden Tage unseres Festes * wollen wir Klänge entlocken der geistlichen Harfe. * Denn aus dem Samen Davids * wird heute geboren * die Mutter des Lebens, * die vertreibt das Dunkel, * sie, die Neubildung des Adam * und die Zurückrufung der Eva, * die Quelle der Unvergänglichkeit * und die Befreiung aus dem Verderben, * durch die wir wurden vergöttlicht * und befreit vom Tode. * Ihr wollen wir rufen mit Gabriel, ihr Gläubigen: * Sei gegrüßt, du Begnadete; der Herr ist mit dir, * der uns durch dich gewährt das große Erbarmen.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
Vers: Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr.
Vers: Dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl, Unbekannter Übersetzer und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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