Minäon vom 21. November
Einzug der Gottesmutter Maria in den Tempel 
Kleine Vesper
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1.
Joachim und Anna empfingen die von Gott verheißene Frucht, * die Mutter Gottes, * und bringen sie heute als wohlgefälliges Opfer * in den heiligen Tempel. * Der Hohepriester Zacharias * empfing und segnete sie.
Als gottgefälliges Opfer * wurde die Allerheilige würdig eingeführt, * im Heiligtum zu leben. * Die mit Tugenden herrlich geschmückte Jungfrau * ward lichttragend zum Herren gebracht * als ein heiligstes Gefäß.
Öffnen mögen sich die Pforten des gottgefälligen Tempels: * Der tempel und Thron des Allherrschers * wird heute mit Herrlichkeit in das Heiligtum aufgenommen. * Joachim weiht dem Herren * die von Ihm zur eigenen Mutter Erkorene * und bringt sie als Opfer dar.
Ton 8.
Jetzt, Theotokion: Dich, Allreine, verkündete David, * denn er schaute voraus die Heiligung * deiner Einführung in den tempel, * in welchem nun alle Enden der Welt dich preisen und feiern, Allbesungene: * Du bist die Mutter des lebendigen Wortes, * du warst vor deinem Gebären Jungfrau * und erwiesest dich auch danach der Verwesung fremd. * Heute jubelt Zacharias im Tempel, denn dich darf er empfangen, gebieterin. * Das Allerheiligste frohlockt, * denn dich, die Quelle unseres Lebens, darf es empfangen. * So wollen auch wir mit Psalmen dich preisen: * Flehe zu deinem Sohn und unserem Gott, * dass Er uns große Gnade spenden möge.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2.
Himlische Pforten, * empfangt die Jungfrau * im Allerheiligsten, * sie ist das himmlische Zelt * des allerhaltenden Gottes.
Man führt sie in gestickten Kleidern zum König; Jungfrauen folgen ihr, ihre Gespielinnen führt man zu dir.
Ihr Chöre der Jungfräulichen, * empfangt die reine Jungfrau, * die nun strahlend * als Braut Gottes, des Allherrschers, * in das Heiligtum einzieht.
Man führt sie hin mit Freude und Jubel, sie ziehen ein in des Königs Palast.
Aus den Händen des göttlichen Engels * wird das geistige Brot, * das Brautgemach des göttlichen Wortes * aufgenommen und beginnt * im Heiligtum zu leben.
Jetzt, Theotokion: Das dreifach strahlende Licht * hat dich, Gottesgebärerin, entzündet * und sendet dir im Tempel der herrlichkeit * dich verherrlichend himmlische Nahrung.
Vesper
Anmerkungen
Von diesem Tag an bis zur Festabgabe der Geburt Christi wird an allen Tagen, an denen der Satzung nach eine große Doxologie gesungen werden soll, im Kanon des Orthros die Katavasie „Christus wird geboren“ gesungen. Ausnahme: 5. Dezember, Gedächtnis des Hl. Savvas des Geheiligten. An diesem Tag wird die Katavasie des zweiten Weihnachtskanons gesungen.
Beim Essen ist Fisch erlaubt.
Das Nachfest dauert vom 22. bis zum 24. November.
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
Tanzen lasst uns heut, ihr Gläubigen, * und singen dem Herren * in Psalmen und Hymnen. * Lasst uns ehren sein geheiligtes Zelt, * sie, die beseelte Lade, * die umfasst den unfassbaren Logos. * denn sie wird wunderbar zu Gott gebracht, * wiewohl ein Kind noch dem Fleische nach. * Und es nimmt sie voll Freude auf * der Hohepriester, * der große Zacharias, * als Gottes Wohnstatt.
In den Tempel des Gesetzes * wird heute hineingeführt * der beseelte Tempel * der heiligen Herrlichkeit Christi, unseres Gottes, * die allein unter den Frauen * gebenedeite Reine, * um zu wohnen im Heiligtum. * Mit ihr freuen sich Ioachim und Anna im Geiste. * Jungfräuliche Chöre * singen dem Herren * im Schalle von Psalmen * und ehren seine Mutter.
Du bist der Propheten Kunde, * der Apostel Ehre, * der Martyrer Rühmen * und aller Erstgeborenen Erneuerung, * Jungfrau, Mutter Gottes. * Denn durch dich wurden wir mit Gott versöhnt. * So ehren wir deinen Einzug in den Tempel des Herrn * und rufen alle mit den Engeln * im Psalmenschall das "Sei gegrüßt", * dir, der Allerhabenen, * die Rettung wir finden * auf deine Fürbitte.
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Ins Allerheiligste hält Einzug * im Heiligen Geiste * die Heilige ohne Tadel * und sie wird durch einen Engel genährt, * sie, der heiligste Tempel * unseres Heiligen Gottes in Wahrheit, * der alles durch ihre Einwohnung hat geheiligt * und die Natur der Sterblichen * hat vergöttlicht, die war gestrauchelt.
Heute freuen sich die Mädchen, * nehmen Fackeln in die Hände * und schreiten voran der geistigen Fackel, * geleiten sie fromm in das Allerheiligste * und geben kund im vorhinein, * dass der künftige unaussprechliche Glanz * aus ihr wird aufscheinen und leuchten * im Geiste denen, * die sitzen im Dunkel der Unwissenheit.
Voll Freude rief die allgerühmte Anna: * Nimm sie entgegen, Zacharias, * die verkündet haben Gottes Propheten im Geiste, * und führe sie ein in den heiligen Tempel, * damit sie auf heilige Weise * werde aufgezogen, auf dass sie werde * zum göttlichen Thron des Gebieters über alles, * sein Palast und sein Lager * und seine Wohnstatt, die leuchtet von Licht.
Ton 8.
Jetzt, Theotokion: Nachdem du geboren warst, Gottesbraut Gebieterin, * stelltest du dich ein im Tempel des Herrn, * um aufgezogen zu werden * im Allerheiligsten als Geheiligte. * Da ward Gabriel entsandt * zu dir, die ganz ihne Tadel, * um Nahrung dir zu bringen. * Die Himmlischen alle gerieten außer sich, * als sie sahen den Heiligen Geist, * da er in dir Wohnung nahm. * Deshalb, o Tadellose Unbefleckte, * die gepriesen ist im Himmel und auf Erden, * rette, Mutter Gottes, unser Geschlecht.
Parimien
Lesung aus dem Buch Exodus
Es sprach der Herr zu Moses und sagte: Am ersten Tag des ersten Monats sollst du aufstellen das Zelt des Zeugnisses. Und du sollst hineinstellen die Lade des Zeugnisses und sie abdecken mit dem Vorhang. Und du sollst hineinbringen den Tisch und den Leuchter und aufstellen den Opferaltar aus Gold zum Rauchopfer vor der Lade des Zeugnisses. Hänge auch den Vorhang auf an der Türe des Zeltes des Zeugnisses. Nimm das Öl der Salbung und salbe das Zelt und alles, was darin ist, und heilige es und all sein Gerät, und es wird heilig sein. Heilige auch den Opferaltar und es wird sein der Opferaltar das Heilige des Heiligen.
Und es tat Moses alles, was der Herr ihm aufgetragen hatte. So tat er es. Und es verhüllte die Wolke das Zelt des Zeugnisses, und das Zelt wurde erfüllt von der Herrlichkeit des Herrn. Moses aber konnte nicht eintreten in das Zelt des Zeugnisses, denn die Wolke beschattete es, und es ward erfüllt das Zelt von der Herrlichkeit des Herrn. (Ex 40,1-5.9-10.16.34-35)
Stichiren zur Litia
Ton 1. ( von Georgios von Nikomedien )
Jubeln soll heute der Himmel von oben * und Freude mö-gen regnen lassen die Wolken * ob der so unfassbaren Großtaten Gottes. * Denn siehe, die Pforte, die schaut nach Osten, * die aus der Unfruchtbaren ward geboren * nach der Verheißung und Gott ward zur Wohnstatt geweiht, * heute ward sie in den Tempel gebracht * als Opfergabe ohne Makel. * Jubeln soll David und schlagen die Harfe. * Zugeführt werden, so sagt es, * dem König Jungfrauen hinter ihr drein: * die ihr nahestehn, werden zugeführt * in Gottes Zelt hinein zu seinem Gnadenthron, * um aufgezogen zu werden * zur Wohnstatt dessen, der vor den Äonen * ward unsagbar gezeugt aus dem Vater, * zur Rettung unserer Seelen.
Ton 4.
Heute wird dargebracht in des Herren Tempel * der gottumfassende Tempel, die Gottesgebärerin, * und Zacharias nimmt sie entgegen. * Heute prangt im Schmuck das Allerheiligste, * und der Chor der Engel feiert auf geheimnishafte Weise. * Mit ihnen halten heut auch wir ein Fest * und rufen aus mit Gabriel: * Sei gegrüßt, du Begnadete, * der Herr ist mit dir, er, der bereithält das große Erbarmen.
Kommet, all ihr Völker, * die einzig Tadellose lasset uns rühmen, * die von den Propheten ward vorherverkündet * und in den Tempel eingeführt, * die vor den Äonen vorherbestimmte Mutter * und in den letzten Zeiten erzeigte Gottesgebärerin. * O Herr, auf ihre Bitten, * gewähre uns deinen Frieden * und das große Erbarmen.
Ton 5. ( von Leon Maistor )
Jetzt, Theotokion: Aufgeleuchtet ist ein Tag der Freude * und ein Fest würdig allen Ruhmes. * Denn heute wird in den heiligen Tempel gebracht * die Jungfrau vor dem Gebären, * die auch nach dem Gebären ist Jungfrau geblieben. * Es freut sich der greise Zacharias, * der Vater des Vorläufers, und ruft voll Freude: * Genaht hat sich die Hilfe der Betrübten * dem heiligen Tempel als die Heilige, * um sich weihen zu lassen zur Behausung des Allherrschers. * Es freue sich der Vorvater Ioachim, und Anna juble, * denn sie haben Gott dargebracht als dreijährige Färse * die Gebieterin ganz ohne Tadel. * Ihr Mütter, tanzet. * Denn geöffnet hat uns das Reich der Himmel * die vorherbestimmte Fürstin über alles. * Freut euch, ihr Völker, und jubelt.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5. ( nach: Sei gegrüßt )
Es freuen sich Himmel und Erde, * da den geistigen Himmel sie schauen, * wie er kommt zum Hause des Herren, * um erhaben aufzuwachsen, * die Untadelige und Jungfrau allein. * Über sie geriet außer sich und rief Zacharias: * Du Pforte des Herrn, dir öffne ich die Pforten * des Tempels; in ihm tanze voll Freude. * Denn ich erkenne und ich glaube, * dass nunmehr die Erlösung * Israels wird kommen * offenbar und geboren werden * aus dir wird Gott, der Logos, * der da schenkt der Welt das große Erbarmen.
Es werden zugeführt werden dem König Jungfrauen hinter ihr drein; * die ihr nahestehn, werden dir zugeführt werden. (Ps 44,15)
Anna, der gotterfüllte Liebreiz fürwahr, * trägt die stete Jungfrau voll der Gnade, * die reine, unter Freuden * hinein in den Tempel Gottes, * und sie ruft zu sich die Mädchen, * dass voraus sie gehen mit Lampen in Händen * und spricht: Geh hin, o Kind, zum Geber und werde * zum Weihgeschenk und wohlduftenden Weihrauch. * In das Unzugängliche gehe ein * und erkenne die Mysterien. * Bereite dich, zu werden * zur Wohnstätte Jesu, * der genehmen voll Anmut dessen, * der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Sie werden zugeführt werden in Freude und Frohlocken, * sie werden zugeführt werden in den Tempel des Königs. (Ps 44,16)
Hinein in den Tempel Gottes * wird getragen der gottfassende Tempel, * die Jungfrau, die allheilige. * Voraus nunmehr die Mädchen * ihr schreiten mit Lampen in Händen. * Das Paar, es hüpft hochedel der Eltern * Joachim und Anna im Tanze. * Denn hervorgebracht haben sie jene, die den Schöpfer soll gebären. * Und im Tanzschritt sie sich selber bewegt * in den göttlichen Gezelten, * und sie, die Allmakellose, * wird genährt von der Hand eines Engels * und wird offenbar als Mutter Christi, * der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Ton 6. ( von Sergios Agiopolites )
Jetzt, Theotokion: Heute wollen wir uns versammeln, * ihr Scharen der Gläubigen, * und feiern ein Fest im Geiste. * Die Gottesmagd wollen fromm wir preisen, * die Jungfrau und Gottesgebärerin, * die eingeführt wird in den Tempel des Herrn. * Denn im voraus ward sie erkoren * aus allen Geschlechtern * als Wohnstatt Christi, des Herrschers und Gottes über alles. * ihr Jungfrauen schreitet voran * mit Lampen in den Händen * und ehret das heilige Kommen der steten Jungfrau. * Ihr Mütter, legt ab alle Trauer, * folget auch ihr mit Jubel * und besingt sie, die Gottes Mutter ist geworden * und geboren hat die Freude der Welt. * Alle lasst uns nun ausrufen in Freude * das "Sei gegrüßt" mit dem Engel * ihr, der Begnadeten, die allzeit bittet * für unsere Seelen.
Sedalen 1
Ton 1.
Der Gerechten Frucht, * des Joachim und der Anna, * wird dargebracht dem Gott im Tempel, im heiligen, * dem Fleische nach noch ein spielendes Kind, * sie ist die Ernährerin unseres Lebens, * sie segnet der Priester Zacharias, * und wir alle preisen sie als des Herren Mutter glückselig.
Der Gerechten Frucht, * des Joachim und der Anna, * wird dargebracht dem Gott im Tempel, im heiligen, * dem Fleische nach noch ein spielendes Kind, * sie ist die Ernährerin unseres Lebens, * sie segnet der Priester Zacharias, * und wir alle preisen sie als des Herren Mutter glückselig.
Sedalen 2
Ton 4.
Vor deiner Empfängnis, o Reine, * warst du schon Gott geweiht, * und nach deiner Geburt in dieser Welt * wirst du Ihm nun als Gabe dargebracht, wie deine Eltern versprochen haben. * Im heiligen Tempel, wohin du, o wahrer göttlicher Tempel, die du seit Kindheit rein bist, von brennenden Fackeln begleitet, getragen wurdest, erschienst du als Behältnis des unzugänglichen göttlichen Lichts. Erhaben ist warlich dein Weg, * die du allein Gottes Gemahlin und immerwährende Jungfrau bist.
Vor deiner Empfängnis, o Reine, * warst du schon Gott geweiht, * und nach deiner Geburt in dieser Welt * wirst du Ihm nun als Gabe dargebracht, wie deine Eltern versprochen haben. * Im heiligen Tempel, wohin du, o wahrer göttlicher Tempel, die du seit Kindheit rein bist, von brennenden Fackeln begleitet, getragen wurdest, erschienst du als Behältnis des unzugänglichen göttlichen Lichts. Erhaben ist warlich dein Weg, * die du allein Gottes Gemahlin und immerwährende Jungfrau bist.
Hochpreisung
Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / von Gott erwählte Magd, // und verehren deine Einführung in den Tempel des Herren.
Ton 8.
Es jubelt David, der Hymnendichter * und es tanzt Reigen Joachim und Anna, * denn ihr heiliges Kind, das aus ihnen entspross, * Maria, die hellstrahlende göttliche Leuchte * freudig tritt ein in den Tempel, * sie schauend segnet sie der Sohn des Barachios * und ruft freudig aus: * Dreude dir, du Wunder für die ganze Welt.
Es jubelt David, der Hymnendichter * und es tanzt Reigen Joachim und Anna, * denn ihr heiliges Kind, das aus ihnen entspross, * Maria, die hellstrahlende göttliche Leuchte * freudig tritt ein in den Tempel, * sie schauend segnet sie der Sohn des Barachios * und ruft freudig aus: * Dreude dir, du Wunder für die ganze Welt.
Prokimenon des Orthros
Ton 4.
Höre, Tochter, siehe / und neige dein Ohr.
Vers: Mein Herz dichtet ein feines Lied, einem Könige will ich es singen.
Evangelium des Orthros
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Maria aber stand auf in diesen Tagen und ging eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas; und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabet. Und es geschah, sowie Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kindlein in ihrem Schoße; und Elisabet ward mit ‹dem› Heiligen Geist erfüllt, sie rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet ‹bist› du unter ‹den› Frauen, und gesegnet ‹ist› die Frucht deines Schoßes. Und woher ‹wird› mir dies ‹zuteil›, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kindlein mit Frohlocken in meinem Schoße. Und selig, die geglaubt hat, dass zur Erfüllung kommen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward. Und Maria sprach: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter. Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großtaten hat an mir gewirkt der Mächtige, und heilig ‹ist› sein Name;
Maria blieb aber ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück.
(Lk 1, 39-49, 56)*
Verse zum Fest
Heute tritt der beseelte Tempel * des großen Herrschers * in das Haus Gottes, * ihm die göttliche Wohnstätte zu bereiten. * Freut euch, ihr Völker.
Heute tritt der beseelte Tempel * des großen Herrschers * in das Haus Gottes, * ihm die göttliche Wohnstätte zu bereiten. * Freut euch, ihr Völker.
Stichire des Fests
Ton 4. ( Idiomelon. Dichtung des Georgios von Nikomidien )
Heute wird der Gott umfassende Tempel, * die Gottesgebärerin, * in den Tempel des Herrn eingeführt, und Zacharias empfängt sie. * Heut freut sich das Allerheiligste, * und die Schar der Engel feiert geheimnisvoll. * Mit ihnen das heutige Fest begehend, wollen wir mit Gabriel ausrufen: * Freue dich, Gnadenerfüllte, * der Herr ist mit dir, * der da hat große Gnade!
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Dichtung des Herrn Georgios
Irmos: Öffnen will ich meinen Mund, * dass er des Geistes voll werde. * Mein Lobgesang verherrliche * die Mutter des Königs, * und man wird mich sehen, * mit Freuden besingen * ihren Einzug.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dich, Allreine, bekennen wir als Schatz der Weisheit, als Quelle des ewig strömenden Wissens, der die Gnade entströmt. Dich, Gebieterin, bitten wir: Spende uns, die wir ohne Unterlass dich besingen, den netzenden Regen deiner Barmherzigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Über alle Himmel warst du erhaben, Allreine, ein Tempel und ein Zelt. In den Tempel Gottes wurdest du eingeführt, dich für Ihn und ein Nahen zur göttlichen Wohnstätte zu bereiten.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als das Licht der Gnade erstrahlte die Gottesgebärerin und erleuchtete das All. Nahet euch und eilet zu ihr, gemeinsam in Liedern ihr helles Fest zu schmücken.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die unserem Sinnen unfassbare, herrliche Pforte, der sich die Türen des göttlichen Tempels öffneten, ruft uns, die wir hier zusammenkommen, auf, an ihren göttlichen Wundern teilzuhaben.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Dichtung des Basilios
Irmos: Ein Siegeslied lasset uns Gott singen, der herrliche Wunder mit erhobener Rechten wirkte und Israel errettete, denn Er hat Sich verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Heute versammeln wir uns, die Gottesgebärerin in Liedern zu verehren und den geistigen Feiertag zu begehen: Die Gabe wird Gott im Tempel dargebracht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Mit Gesängen wollen wir die Einführung der Gottesgebärerin besingen: Der göttliche, von den Propheten verkündete unschätzbare Tempel wird heute in den Tempel Gottes geführt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es freut sich die untadelige Anna, denn als Mutter bringt sie im Tempel Gott die teuerwerte Gabe dar. Mit ihr freut sich jauchzend Joachim.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst besang dich dein Ahn David, Jungfrau und Gottesbraut. Er nannte dich Tochter des Herrschers Christus, den du wahrhaftig gebarst und als Mutter mit Milch nährtest.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Dreijährige wird die Gottesgebärerin zum Herren gebracht. Zacharias, der Priester des Gottes, empfing sie und führte sie jubelnd ein in den Tempel.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kerzentragende Jungfraun, freuet euch. Mütter, stimmt heute mit ein: Lobsinget der Herrscherin und Mutter, die einzieht in den Tempel Christi, des Herrschers.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Einwesentliche Dreifaltigkeit: Vater und Sohn und Heiliger Geist, Dich verherrlichen wir gläubig als Schöpfer des Alls, und rufen gottesfürchtig zu Dir: Errette uns, o Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit Purpur bekleidete sich aus deinem dunklen Blute, Allreine, der König und Gott. Dich durchschritt Er und erneuerte in Seiner Barmherzigkeit das ganze Menschengeschlecht.
Katavasie: Christus wird geboren - rühmet (Ihn)! Christus aus den Himmeln - gehet (Ihm) entgegen! Chrisus auf Erden - erhebet euch! Singet dem Herrn, die ganze Erde, und in Fröhlichkeit lobsinget (Ihm), ihr Völker, denn Er ward verherrlicht.
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, * du lebendige und unerschöpfliche Quelle, * die eine Festversammlung abhaltenden * kräftige geistlich, * und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens * der Kronen der Herrlichkeit!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
In bräutlichem Schmucke zeigt sich heute / der Jungfrau lieblicher Tempel, / der Hochzeitssaal, der aufnimmt die beseele Kammer Gottes, / die untadelige und reine, / die überstrahlt alle Schöpfung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
David führte an den Chor, du Unversehrte, / er springt und tanzt mit uns im Reigen. / Er nennt dich Königin, o Allreine. / die steht in reichem Schmucke / bei dem König und Gott im Tempel.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus der einstens für das Geschlecht der Sterblichen / ihren Anfang genommen hat die Übertretung, / aus ihr ist aufgegangen wie eine Blüte / die Wiederaufrichtung und Unvergänglichkeit, / die Gottesgebärerin, heute dargebracht im Hause Gottes.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es jubeln die Heerscharen der Engel und die Versammlung aller Menschen, Allreine, denn vor deinem Angesicht schreiten die Lichttragenden voran und verkünden im Hause Gottes deine Größe.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Irmos: Stark werden möge meinHerz in deinem Wollen, Christus, o Gott, der Du wieder den Himmel über den Wassern befestigtest und auf den Wassern die Erde gründetest, Allmächtiger.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Alle, die ihr zu feiern versteht, lasst uns jubeln und im Geiste freuen an diesem heiligen Festtage ob der Tochter des Herrschers, der Mutter unseres Gottes.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Freue dich heute, Joachim, und feiere im Geiste, Anna, denn im dritten Jahre ihres Lebens bringt ihr die von euch geborene, rine und untadlige Tochter dem Herrn dar.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin Maria, die Wohnstätte Gottes, wird heute in den heiligen Tempel geführt, da sie dreijährig ist. Jungfrauen schreiten ihr voran und leuchten ihr den Weg.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das reine Lamm Gottes, die untadlige Tauge, das Gott umfassende Zelt. das Strahlen der Herrlichkeit wurde auserkoren, im heiligen Zelte zu wohnen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dreijährig war sie hier auf erden, doch im Geiste von Ewigkei her, die Gottesbraut, die umfassender denn die Himmel und erhabener denn alle himmlischen Mächte ist, sie wollen wir in Liedern hochpreisen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wollen auch wir uns mit den Jungfrauen dem Tempel nähern, die Kerzen in ihren Händen halten und heute freudig und verständig die Einführung der Gottesgebärerin in das Allerheiligste feiern.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Priester Gottes, umkleidet euch durch die Gnade mit Gerechtigkeit und empfanget und öffnet strahlend die Türen, denn in das Heiligtum zieht ein die Tochter Gottes, des Herrschers.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Licht ist der Vater, Licht ist sein Sohn, und Licht ist der der Geist, der Tröster. Die Heilige Dreifaltigkeit strahlt gleich der einen Sonne und erleuchtet und bewahrt göttlich unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dich, Reine, verkündeten die Propheten als die heilige Lade, das goldene Weihrauchgefäß, den Leuchter und den Altar. Wir besingen dich, das Gott umfassende Zelt.
Katavasie: Den vor Ewigkeiten ohne Ausfluss aus dem Vater gezeugten Sohn und in den letzten Zeiten ohne Samen aus der Jungfrau Fleisch gewordenen Christus Gott lasst uns zurufen: "Der Du unser Horn erhöht hast, heilig bist Du, o Herr."
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der da sitzet in Herrlichkeit * auf dem Throne der Gottheit, * Jesus der Hochgöttliche, * kam in leichter Wolke * auf unbedeckter Hand * und erlöste * diejenigen, welche rufen: * Ehre sei, Christus, deiner Kraft!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das haus Gottes empfängt heute die verschlossene Pforte. Es endete das Dieen dem Gesetz, denn laut erklang der Ruf: Wahrhaftig ist den Menschen auf Erden die Wahrheit erschienen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst schaute Habakuk den wolkenumhangenen Berg und kündete, dass er Wohnung nehmen werde im Innersten des Tempels, die Tugenden wachsen zu lassen und alle Welt zu bedecken.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Alle Welt erblickte herrliche, ungeahnte und verwunderliche Dinge: Die Jungfrau empfängt vom Engel die Nahrung und trägt die Bilder der Vorsehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die allreine Gottesbraut des Herrschers, der Tempel und das Zelt, der beseelte Himmel ist heute in den Tempel des Gesetzes eingeführt worden, von ihm behütet zu werden.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Irmos: Im geiste erschaute der prophet Habakuk die Menschwerdung des Wortes, verkündete sie und sang: Lass es kund werden mitten in den Jahren, lass dein Werk lebendig werden mitten in den Jahren, Ehre sei, o Herr, deiner Kraft.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Weissage uns, Prophet Isaias: Wer ist die Jungfrau, die in ihrem Schoße empfangen und gebären soll den, der aus der Wurzel Juda erblüht, aus dem Hause Davids, dem heiligen Geschlecht, die gepriesene Frucht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Hebt an, ihr Jungfrauen, und singt eure Hymnen, tragt in den Händen die Kerzen und preist das Nahen der reinen Gottesgebärerin, denn nun erscheint sie im Tempel Gottes. Mit uns sollt ihr feiern.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Joachim und Anna, freut euch nun, denn die aus euch Geborene, das dreijährige Lamm, das erwählt ist, die reine Mutter Christi, des Gottes und Allherrschers zu werden, wird nun in den Tempel des Herren eingeführt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du, Reine, bist die Allheiligste. Du geruhtest, im Tempel Wohnung zu nehmen. Mit den Engeln hieltest du Zwiesprache, Jungfrau, und empfingst wunderbar aus den Himmeln die Speise, Nährerin des Lebens.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jenseits aller Hoffnung wurde die allreine Jungfrau geboren. Gottesfürchtig versprachen die Eltern Joachim und Anna und hielten ihr Wort, das aus ihnen geborene Kind, als Opfer Gott darzubringen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst erblühte der Stab Aarons und wurde zum Bilde der göttlichen Geburt der Reinen, denn ohne Samen sollte sie gebären und auch nach der Geburt Jungfrau bleiben, die den Gott des Alls als Kind mit Milch nähren durfte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kommt alle zusammen, lässt uns gemeinsam ehren die Geborene: Die Jungfrauen feiern die Jungfrau, die Mütter die Mutter, das untadelige Opfer, welches geboren wurde, für Gott die Furcht zu tragen. Sie verherrlichen wir alle mit Jubel.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Die Personen der Dreifaltigkeit feiern wir würdig als die Einheit, den einen wahren Gott, den die Chöre der Engel und Erzengel besingen, und den alle Menschen gläubig als den Gebieter aller Schöpfung anbeten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Flehe unablässig zu deinem Sohn und Gott, den du geboren hast, Reine und Allheilige, dass er all deine Diener aus den vielgestaltigen Netzen des Teufels und allen Versuchungen befreie.
Katavasie: Als Stab und als Blüte aus der Wurzel Jesses bist Du aus der Jungfrau hervorgesprosst, Christus. Aus dem schattenreichen, waldigen Berg bist Du gekommen, Gepriesener, Fleisch geworden aus der Mannesunerfahrenen, Du Stoffloser und Gott. Ehre Deiner Macht, o Herr.
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Außer sich war das All ob deines ruhmreichen Eingangs; denn du, vom Gatten unberuhrte Jungfrau, bist eigetreten in das Innere des Tempels Gottes, du selbst der reinste Tempel, hattest im Schoße den Gott über Alles, und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, die du allen dich Lobpreisenden den Frieden zuerteilst!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als gepriesenes Heiligtum und geweihte Opfergabe wurde heute die reine Jungfrau im Tempel Gottes dargebracht unserm Allherrscher. Behütet wird sie für den einzigen Gott zur Wohnstätte, die Er Sich erwählte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Schöhnheit deiner Seele schaute einst Zacharias und rief gläubig aus: Du bist die Errettung, du bist die Freude des Alls, durch dich werden wir zurückgerufen, in dir wird umgrenzt der Unfassbare sichtbar.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deine Wunder sind über alles Verstehen erhaben, Allreine. Geheimnisvoll ist deine Geburt, geheimnisvoll ist dein Heranwachsen, geheimnisvoll und herrlich ist alles an dir und den Menschen unfassbar, Gottesbraut.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesbraut, du bist der hellstrahlende leuchter, der heute im Hause des Herrn aufleuchtet, und der uns, Reine, durch das geschenk deiner ehrwürdigen Wunder erleuchtet, allbesungene Gottesgebärerin.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Irmos: Lass uns das ewigseiende helle Licht erstrahlen, menschenliebender Gebieter, die wir in der Frühe wachen, deine Gebote zu lernen, Christus, unser Gott.
Katavasie: Gott des Friedens, Vater der Erbarmungen, Deines großen Ratschlusses Engel hast Du uns entsandt. So zum Lichte der Gotteserkenntnis geführt, erheben wir uns frühmorgens von der Nacht und lobpreisen Dich, Menschenliebender.
Ode 6
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Indem wir dieses göttliche und allgeehrte Fest * der Gottesmutter feiern, * kommt, ihr Gottseligen, lasst uns in die Hände klatschen, * den von ihr geborenen Gott rühmen!
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Katavasie: Aus den Eingeweiden hat ausgespien gleich einer Leibesfrucht Jonas das Meertier, wie es ihn empfangen hatte; in die Jungfrau aber hat Wohnung und Fleisch genommen das Wort. Es ging durch sie hindurch, sie unversehrt bewahrend; denn da Es kein Ausfließen erlitten, hat es die Gebärende unverletzt erhalten.
Ode 7
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Nicht dienten * der Schöpfung die Gottseligen * neben dem Schöpfer, * sondern des Feuers Drohung * mannhaft verachtend, * jubelten sie singend: * Hochgepriesener, * der Väter Herr * und Gott, gelobt bist Du!
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Katavasie: Die mit der Gottesfurcht auferzogenen Jünglinge missachteten den gottlosen Befehl und ließen sich durch die Drohung mit dem Feuer nicht einschüchtern, sondern sangen, mitten in den Flammen stehend: Gott der Väter, gepriesen bist Du.
Ode 8
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Höre, Jungfrau, du reine Magd,*So kündete Gabriel.*Den Ratschluß des Höchsten, uralt und getreu,* Sei zum Empfange Gottes bereit!* Denn der Unfassbare wendet sich wieder* Durch dich den Sterblichen zu.* Drum rufe ich freudig:* Lobpreiset den Herrn,* Alle Werke des Herrn!
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Ein Vorbild des übernatürlichen Wunders stellt der tauspendende Feuerofen dar; denn die Jünglinge, die er aufgenommen, hat er nicht verbrannt, noch das Feuer der Gottheit den Schoß der Jungfrau, in den es eingetaucht. So lasst uns in Hymnen singen: Es preise die ganze Schöpfung den Herrn und erhebe Ihn in alle Ewigkeit.
Ausruf zu "Hochpreise"
Der Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Wie den beseelten Tempel, die Gotteslade,* Soll sie niemals die Hand der Ungeweihten berühren,* Die Lippen der Gläubigen aber sollen ohne zu schweigen* Des Engels Gesang* Der Gottesgebärerin anstimmen* Und in Frohlocken rufen:* Führwahr,* erhöht über alle bist du,* hehre Jungfrau!
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste!
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Katavasie: Geheimniss, fremdartiges und unfassbares, das ich sehe! Als Himmel - die Höhle, als cherubischen Thron - die Jungfrau, die Krippe als Raum, in welchem liegt der von keinem Raum umgrenzte Christus, der Gott, den wir lobsingend erheben!
Stichiren zum Lob
Ton 1.
Lichttragende Jungfrau, * strahlend geleitet ihr die immerwährende Jungfrau * und kündet wahrhaftig das Nahende: * Die Wohnstätte Gottes, die Gottesgebärerin, * wird in aller Herrlichkeit des unberührten Kindseins * in den Tempel eingeführt.
Himmlisches Brot war deine Nahrung * im Tempel des Herrn. * Der Welt gebarst du in Wahrheit das Brot des Lebens: das Wort. * Zum auserwählten und makellosen Tempel des Herrn * wurdest du durch den Geist geheimnisvoll vorherbestimmt, * und so Gott, dem Vater verlobt.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Heute wird die unberührte Jungfrau * in den Tempel eingeführt, * in die Wohnstätte des Allherrschers, * der einzig unser Leben erhält. * Heute zieht das reiste Heiligtum * als dreijähriges Kind * in das Heiligtum ein. * Ihr singen wir mit dem Gruß des Engels: * Freue dich, * du einzig unter den Frauen Gesegnete.
- Zur Liturgie -
Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
Vers: Denn hingeblickt hat Er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die HabräerHebr 9,1-7 ( Stelle lesen: Hebr 9,1-7 ) Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr.
Vers: Dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau, mit Namen Martha, nahm ihn auf in ihr Haus. Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die sich auch zu Jesu Füßen setzte und sein Wort hörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit der vielen Bedienung; und sie trat hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich zurückgelassen hat, allein zu dienen? Sage ihr also, dass sie mir mitbeistehe. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eines aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt, welcher nicht von ihr genommen werden wird.
Es geschah aber: Als er dies redete, erhob eine Frau aus der Menge die Stimme und sagte zu ihm: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.
(Lk 10, 38-42; 11, 27-28)*
Anstelle des "Wahrhaft würdig"
Ton 4.
Als die Engel sahen den Einzug der Allheiligen, da gerieten sie darüber in Erstaunen, wie die Jungfrau eintrat in das Allerheiligste.
Dass die beseelte Lade Gottes keine Hand der Uneingeweihten je berühre! Die Lippen der Gläubigen aber sollen singen der Gottegebärerin den Gruß des Engels, ohne zu verstummen, und im Jubel sollen sie rufen: Über alles bist du wahrlich erhoben, reine Jungfrau.
Im Anschluss der Liturgie
Ordnung der Orthodoxie
Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Sonntag der Orthodoxie, feiert die Kirche Christi die Erneuerung der heiligen und ehrwürdigen Ikonen, die unter Michael und Theodora, der heiligen und überaus seligen Kaiserin, und dem heiligen Methodios, dem Patriarchen von Konstantinopel, erfolgte.
Nach der Liturgie kommen, während der Bischof an seinem gewöhnlichen Platz eingekleidet steht, aus dem Altar die Archimandriten, Äbte, Priester und Diakone: Die Priester tragen dabei die Ikonen des Erlösers und der Gottesgebärerin heraus und legen sie inmitten der Kirche auf Pulte.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet unser Gott allezeit, jetzt und immerdar, und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen. Und ebenfalls:
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
L: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 74
Wir wollen Dich bekennen, o Gott, wir wollen Dich bekennen und anrufen Deinen Namen. Erzählen will ich all Deine Wundertaten. "Wann Ich die rechte Zeit nehme, werde Ich in Aufrichtigkeit richten. Die Erde schmolz und alle, die auf ihr wohnen; Ich aber habe ihre Säulen befestigt." Ich sagte den gesetzwidrig Handelnden: "Handelt nicht gesetzwidrig.", und denen, die sündigen: "Erhöhet kein Horn. Erhebet nicht euer Horn in die Höhe, und redet nicht Ungerechtigkeit wider Gott. Denn nicht kommt es von den Ausgängen, noch von den Untergängen oder den wüsten Bergen; denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt und jenen erhöht Er; denn in der Hand des Herrn ist ein Kelch ungemischten Weines und einer voll der Mischung. Und Er goss ihn aus diesem in jenen Kelch, nur sein Bodensatz wurde nicht ausgeleert, trinken werden ihn alle Sünder der Erde." Ich aber will frohlocken auf ewig, will singen dem Gott Jakobs. Und alle Hörner der Sünder werde ich zermalmen, doch das Horn des Gerechten wird erhöht werden.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
Ch: Herr, erbarme Dich. Bei jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Auf dass Er mit barmherzigem Auge auf Seine heilige Kirche herabsehe und sie ohne Schaden und unbesiegt von den Häresien und Aberglauben bewahre, und sie mit seinem Frieden umgebe, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass Er ihre Zerreißung stille, und durch die Kraft des Heiligen Geistes alle Abgewichenen zur Erkenntnis der Wahrheit zurückwende und sie Seiner auserwählten Herde hinzuzähle, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass er die durch Unglauben verfinsterten Gedanken durch das Licht Seiner Gotteserkenntnis erleuchte, Seine Gläubigen aber stärke und ohne Wanken im rechten Glauben bewahre, lasst uns zum Herrn beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn, Gefahr und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
Ch: Dir, o Herr.
Ausrufung: P: Denn Dir gebührt alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Und: Gott ist der Herr, Ton 4. Der Diakon ruft die Verse aus.
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
Ch: Gott ist der Herr... Der Chor antwortet zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropar, Ton 4:
Ch: Als Deine dankenden, unwürdigen Knechte preisen wir Dich, lobsingend für Deine großen an uns geschehenen Wohltaten. Wir loben, danken, besingen und preisen Deine Güte und rufen mit der Liebe der Knechte zu Dir: Wohltäter, unser Erretter, Ehre Dir.
Ehre, Ton 3:
Da wir Deiner Wohltaten und Gaben grundlos als unnütze Knechte gewürdigt wurden, Gebieter, streben wir von Herzen zu Dir, bringen Dir Dankbarkeit nach Kräften dar und preisen Dich als den Wohltäter und Schöpfer, indem wir singen: Ehre Dir, über alles freigiebiger Gott.
Jetzt, Ton 4.
Da Du die Pracht der hohen Feste und die niedere Schönheit der Wohnstatt Deiner Herrlichkeit gezeigt hast, Herr, festige sie in alle Ewigkeit und nimm unsere in ihr unaufhörlich dargebrachten Gebete durch die Gottesgebärerin an, Du Leben und Auferstehung aller.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Friede allen.
Ch: Und deinem Geiste.
Leser, Prokimenon, Ton 4:
Gepflanzt im Hause des Herrn / blühen sie auf in unseres Gottes Höfen.
Vers: Der Gerechte jubelt im Herrn und hofft auf Ihn.
D: Weisheit.
L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasst uns aufmerken.
Apostel (Röm 16, 17 - 20):
L: Brüder, ich bitte Euch, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen. Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.
P: Friede dir.
L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Der Priester segnet das Volk.
Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Evangelium nach Matthäus (Mt 18, 10 - 20):
P: Der Herr sprach: sehet zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, dass ihre Engel in ‹den› Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters erblicken, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu erretten. Was dünkt euch? Wenn einem Menschen hundert Schafe zuteil wurden und eines von ihnen sich verirrte, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, amen, ich sage euch: er freut sich mehr über dasselbe, als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist es nicht ‹der› Wille vor eurem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›, dass eines dieser Kleinen verloren gehe. Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, ‹so› gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, ‹so› hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit durch ‹den› Mund zweier oder dreier Zeugen jedes Wort stehe. Wenn er sie aber überhört, ‹so› sage ‹es› der Kirche‹ngemeinde›; wenn er aber auch die Kirche‹ngemeinde› überhört, ‹so› sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Amen, ich sage euch: Was immer ihr bindet auf Erden, wird gebunden sein im Himmel, und was immer ihr löset auf Erden, wird gelöst sein im Himmel. Wiederum, amen, sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinstimmen in jedweder Sache, die sie erflehen, ‹so› wird es ihnen ‹zuteil› werden von meinem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Dann die inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes des Vorstehers und der Gemeindeglieder dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
D: Der Du nicht den Tod der Sünder willst, sondern ihre Umkehr und Reue erwartest, bekehre alle Abgewichenen zu Deiner Heiligen Kirche, wir beten zu Dir barmherziger Herr, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du diese Welt zu Deiner Ehre eingerichtet hast, bewirke, dass auch die Deinem Worte sich Widersetzenden umkehren und Dich, unseren Gott, zusammen mit allen Gläubigen in dem wahren Glauben und der wahren Frömmigkeit preisen, wir beten zu Dir, Allmächtiger Schöpfer, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du uns Dein Gebot gabst, dass wir Dich, unseren Gott, und unseren Nächsten lieben sollen, bewirke, dass Haß, Feindschaft, Groll und die übrigen Gesetzlosigkeiten aufhören, dass aber die wahre Liebe in unseren Herzen herrschen möge, wir beten zu Dir, unserem Erretter, erhöre uns und erbarme Dich in Güte.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
Ch: Herr, erbarme Dich.
Gebet:
P: Allerhöchster Gott, Gebieter und Schöpfer aller Schöpfung, der Du alles mit Deiner Pracht erfüllst und durch Deine Kraft zusammenhältst, Dir dem alles gebenden Herrn bringen wir Unwürdige Danksagung dar, dafür dass Du uns nicht um unserer Gesetzlosigkeiten verstößt, sondern uns vielmehr mit Deiner Gnade zuvorkommst. Du sandtest zu unserer Erlösung Deinen eingeborenen Sohn und wohlverkündetest Deine maßlose Herablassung zum Menschengeschlecht: denn mit Willen willst Du und wartest darauf, dass wir uns zu Dir bekehren und gerettet werden: Du stärkst uns herabkommend zur Schwäche unserer Natur durch die allmächtige Gnade Deines Heiligen Geistes, Du tröstest uns durch den rettenden Glauben und die vollkommene Hoffnung der ewigen Güter und, indem Du Deine Auserwählten auf das hohe Zion führst, behütest Du sie wie den Augapfel. Wir bekennen, Herr, Deine große und beispiellose Menschenliebe und Barmherzigkeit. Da wir aber viele Ärgernisse sehen, beten wir eifrig zu Dir, Allgütiger Herr: Blicke auf Deine Kirche und sieh, wie wir Deine rettende Frohbotschaft zwar freudig aufnahmen, aber die Dornen der Eitelkeit und die Leidenschaften machen sie bei einigen wenig fruchtbar, bei anderen ganz fruchtlos, und indem sie sich durch die Vermehrung der Gesetzlosigkeiten, teils durch Häresien, teils durch Abspaltung und Unglauben Deiner evangelischen Wahrheit widersetzen, weichen sie von Deinem Erbe ab. Sie lehnen Deine Gnade ab und unterwerfen sich dem Gericht Deines Allheiligen Wortes. Allbarmherziger und Allmächtiger, nicht bis zum Ende zürnender Herr. Sei milde, betet zu Dir Deine Kirche, indem sie Dir den Beginner und Vollender unseres Heils, Jesus Christus, vorstellt, Sei uns gnädig, festige uns im rechten Glauben durch Deine Kraft, den Irrenden aber erleuchte die Verstandesaugen durch Dein göttliches Licht, auf dass sie Seine Wahrheit erkennen: Erweiche ihre Verhärtung und öffne das Gehör, auf dass sie Deine Stimme erkennen und sich zu Dir, unserem Heiland, zurückwenden. Bessere, o Herr, die Verkehrtheit anderer und das mit der christlichen Frömmigkeit nicht übereinstimmende Leben. Mache, dass alle heilig und unbefleckt leben: So wird der rettende Glauben einwurzeln und in unseren Herzen fruchtbringend werden. Wende Dein Antlitz nicht von uns ab, o Herr. Verleihe uns die Freude Deines Heils: Gib, o Herr, auch den Hirten Deiner Kirche heiligen Eifer. Und erfülle ihre Sorge um die Rettung und Bekehrung der Verirrten mit dem Geist des Evangeliums: auf dass wir so geführt dorthin gelangen, wo die Vollendung des Glaubens, die Erfüllung der Hoffnung und wahre Liebe ist; und auf dass wir dort mit den Chören der makellosen himmlischen Mächte Dich unseren Herrn, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist verherrlichen in alle Ewigkeit.
Ch: Amen.
Dann ruft der Diakon (oder der Priester) aus (der Chor wiederholt er nicht):
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Dann mit erhobener Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Und wieder mit allerhöchster Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Der Diakon fährt also fort:
D: Da wir, orthodoxe Menschen, den Tag der Orthodoxie feiern, lasst uns wiederum den Urheber aller Güter, Gott, preisen, der gepriesen ist in Ewigkeit. Dieser ist unser Gott, Der Sein geliebtes Erbe, die Heilige Kirche, erhält und festigt, Der die durch die Übertretung der Vorväter Gefallenen durch Sein untrügliches Wort tröstet, da Er ihr Fundament im Paradies legte: dieser ist unser Gott, Der mit der Hand zu dieser rettenden Verheißung führte, ließ sich nicht unbezeugt, sondern, da Er wollte, dass Rettung sei, vorherverkündigte Er zuerst durch Vorväter und Propheten und schrieb lebendig auf verschiedene Arten: Dieser ist unser Gott, Der vielmalig und vielartig einst zu den Vätern in den Propheten sprach, und am Ende dieser Tage zu uns im Sohn, durch Den Er auch die Ewigkeiten schuf, sprach. Jener verkündigte das Väterliche Wohlwollen über uns, öffnete die himmlischen Geheimnisse, überzeugte durch die Kraft des Heiligen Geistes von der Wahrheit der Frohbotschaft, sandte die Apostel in alle Welt, um die Frohbotschaft des Reiches zu predigen, Er bekräftigte jene durch verschiedene Kräfte und Wunder. Dieser rettenden Offenbarung folgend und diese Frohbotschaft bewahrend.
Glauben wir an den Einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes Einziggeborenen Sohn, der vom Vater gezeugt ist vor allen Zeiten, Licht vom Licht, den wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht erschaffen, gleichen Wesens mit dem Vater, durch Den alles erschaffen ist; Der um uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabgekommen und Fleisch geworden ist vom Heiligen Geiste und Maria, der Jungfrau, und Mensch geworden ist; Der für uns gekreuzigt worden ist unter Pontius Pilatus, gelitten hat und begraben worden ist und am dritten Tage auferstanden ist gemäß den Schriften, Der aufgefahren ist in die Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters; Der wiederkommen wird mit Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; Dessen Herrschaft kein Ende haben wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, Den Lebenschaffenden, Der vom Vater ausgeht, Der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, Der durch die Propheten gesprochen hat. An die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden, ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Zeit. Amen.
Dies ist der apostolische Glaube, dies ist der väterliche Glaube, dies ist der orthodoxe Glaube, dieser Glaube hat die Welt befestigt.
Also nehmen wir die Konzile der heiligen Väter und ihre Überlieferungen und Schriften, die mit der Göttlichen Offenbarung übereinstimmen, an und bekräftigen sie.
Allen aber denjenigen, die sich in Worten, Schriften, Lehren, Leiden und Gottgefälligem Leben um die Orthodoxie mühten, sowie ihren Schützern und Förderern jubelt die Kirche Christi, indem sie ihr jährliches Gedächtnis vollzieht, zu:
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, viele Jahre.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem heiligen und apostelgleichen Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem rechtgläubigen Großfürsten Wladimir und der rechtgläubigen Großfürstin Olga, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Den gelittenen und getöteten für den orthodoxen Glauben und das Vaterland, den Anführern und Kriegern, und allen orthodoxen Christen, die im wahren Glauben und Frömmigkeit und Hoffnung auf die Auferstehung verstorben sind, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Da die Orthodoxe Kirche Christi feierlich derjenigen gedenkt, die sich in der Frömmigkeit mühten, und dieses allen ihren den Namen Christi tragenden Kindern zur Nacheiferung vorstellt, hat sie auch die Pflicht, die Mühen derer zu loben, die sich jetzt durch den rettenden Glauben und die Tugenden zur ewigen Seligkeit vorbereiten und die Orthodoxie festigen.
Unserem großen Herrn und Vater Kyrill, dem Heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Vorstehern, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem Herrn, dem hochgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den hochgeweihten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen und dem ganzen geheiligten Klerus, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschützen, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthodoxen Christen, die den errettenden Glauben recht behalten und der Kirche Christi untertan sind, gibt, Herr, Frieden, langes Leben, Fülle der irdischen Güter und viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
P: Heilige Dreiheit, verherrliche diese und stärke sie ganz bis zum Ende in der Rechtgläubigkeit. Diejenigen aber, die sich von dem heiligen und errettendem orthodoxen Glauben und der Kirche Christi abwenden, kehre um und mache, dass alle zur Erkenntnis Deiner ewigen Wahrheit kommen, durch die Gebete unserer Allreinen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria und aller Heiligen.
Ch: Amen.
P: Ehre Dir, o Gott, unserem Wohltäter in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Loblied des hl. Ambrosius:
Ch: Dich, Gott, loben wir, Dich, den Herrn, bekennen wir; Dich, den urewigen Vater, rühmt die ganze Erde. Dir rufen alle Engel, die Himmel und alle Kräfte, Dir rufen die Cherubim und Seraphim mit unaufhörlicher Stimme zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von der Herrlichkeit Deiner Majestät. Es preist Dich der Apostel ruhmreicher Chor, der Propheten gepriesene Zahl, der Märtyrer strahlendes Heer. Auf dem ganzen Erdkreis bekennt Dich die Heilige Kirche, Dich, den Vater von unerforschlicher Größe, Deinen angebeteten, wahren und einzigen Sohn, und den Tröster, den Heiligen Geist. Du, Christus, König der Herrlichkeit, bist des Vaters ewiger Sohn. Uns zu erlösen hast Du den Schoß der Jungfrau nicht verschmäht und Gestalt des Menschen angenommen. Du hast den Stachel des Todes überwunden und den Gläubigen das Himmelreich erschlossen. Du thronst zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters. Als Richter wirst Du wiederkommen - das glauben wir. So bitten wir Dich: Hilf Deinen Dienern, die Du mit Deinem kostbaren Blut erkauft hast. Lass uns in Deiner ewigen Herrlichkeit mit Deinen Heiligen herrschen. Rette Dein Volk, o Herr, und segne Dein Erbe, leite und erhöhe es in Ewigkeit. Alle Tage preisen wir Dich und loben Deinen Namen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Herr, gewähre uns, dass wir heute vor jeglicher Sünde bewahrt werden. Erbarme Dich unser, Herr, erbarme Dich unser. Deine Gnade walte über uns, die wir auf Dich hoffen. Auf Dich, Herr, hoffen wir; lass uns nicht zuschanden werden in Ewigkeit. Amen.
Während des Gesangs küssen alle die Heiligen Ikonen auf den Pulten, wonach die Entlassung gesprochen wird.
P: Ehre Dir Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
Der Priester spricht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Ch: Amen.
Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Russland, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottgeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte sie, o Herr, auf viele Jahre.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD, Unbekannter Übersetzer und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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