Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 26. September

Hl. Bekenner Tichon, Patriarch von Moskau und ganz Rus' polyleos

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Ruhm hat erworben das Pskover Land, / da im kleinen Dorf Klin / aus einer frommen Wurzel eine wunderbare Frucht aufging, / Vasilij, ein sittsames Kind, / dem großen Hierarchen namensgleich, / groß ihm diesem Namen nach, wie ein Königlicher, // was ihm den Weg vorzeichnete.
Der fromme Priester Ioann, / dein Vater, heiliger Bischof, / ward gewürdigt einer würdigen Offenbarung, / da seine entschlafene Mutter / ihm im Traum erschien / und dich, als du noch ein Kind warst, / als einen von drei Brüdern // schon den Großen genannt.
Von Kindheit an hast du geliebt die Kirche Gottes, / und nach Frömmigkeit gestrebt / im geistlichen Weinberg, / im Göttlichen Wort, / in den Schriften der Väter und Frommen // begonnen zu lernen.
Was immer ich schaffe, / mit welchem Bild meines Lebens / ich Dir, dem Gebieter und Gott, auch gut diene, / mit welchen Tugenden ich mit Dir wirke, / meine Seele von Sünden reinige, / im Maße des Alters wuchs, / riefst du unter Tränen zum Herrn, // seliger Tichon.
Ton 8.
Ehre: Den Weg der Jungfräulichkeit, der Armut, / der Entsagung vom eigenen Willen / hast du gewählt, Seliger, / die monastische Tonsur empfangen, / in der du mit dem Namen Tichon genannt wurdest, // auf dass du wandelst auf dem Wege der Frömmigkeit des heiligen Bischofs Tichon von Zadonsk.
Jetzt, Theotokion: Der König der Himmel / ist aus Menschenliebe erschienen auf Erden / und hat mit den Menschen gelebt. / Denn aus der reinen Jungfrau / hat Er Fleisch angenommen / und ist aus ihr hervorgegangen. / Mit der Annahme des Fleisches ist Er der eine Sohn, / zweifach in der Natur, / doch nicht in der Person. / So verkünden wir Ihn in Wahrheit / als vollkommenen Gott und vollkommenen Menschen / und bekennen Ihn als Christus, unsern Gott. / Ihn bitte, jungfräuliche Mutter, // dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch der Sprüche
Das Gedenken des Gerechten geschieht unter Lobreden, und der Segen des Herrn kommt über sein Haupt. Selig der Mensch, der gefunden hat die Weisheit, und der Sterbliche, der kennt die Einsicht. Denn es ist besser, sie zu erwerben als Schätze von Gold und Silber. Denn sie ist kostbarer als wertvolle Steine. Nichts Schlechtes kann sich ihr entgegenstellen. Wohl bekannt ist sie allen, die sich ihr nähern. Nichts Kostbares wiegt sie auf. Aus ihrem Munde kommt hervor Gerechtigkeit, Gesetz und Erbarmen trägt sie auf der Zunge. Hört mich also, ihr Kinder, denn Erhabenes künde ich, und selig der Mensch, der achtet auf meine Wege. Denn meine Tore sind Tore des Lebens, und man verschafft sich Wohlgefallen vom Herrn. So rufe ich euch auf und lasse meine Stimme ergehen an die Menschensöhne: Ich, die Weisheit, habe ins Werk gesetzt den Ratschluss; die Erkenntnis und die Einsicht, ich habe sie zu mir gerufen. Mein ist der Ratschluss und die Gewissheit, mein die Einsicht und mein der Starkmut. Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, werden finden die Gnade. Seid bedacht auf Klugheit, ihr ohne Falsch, ihr Einfältigen, fasst euch ein Herz! Höret mich, und wiederum: Erhabenes künde ich, und ich eröffne von meinen Lippen her, was recht ist. Denn um die Wahrheit müht sich meine Kehle, und abscheulich sind vor mir lügnerische Lippen. Gerechtigkeit tragen in sich alle Worte meines Mundes. Nichts an ihnen ist tückisch und nichts gewunden. Alle sind sie recht den Einsichtigen und richtig denen, die finden Erkenntnis. Denn ich lehre euch Wahres, auf dass eure Hoffnung im Herrn sich gründet, und ihr werdet erfüllt sein vom Geiste. (Spr 10,7 ff)
Stichiren zur Litia
Ton 3.
In der Stadt Toropec, in der Kirche Gottes, / wo dein Vater diente, / wurdest in Frömmigkeit in jungen Jahren / du unterwiesen, heiliger Bischof.
Ruhig im Sinnen, / demütig und bescheiden von Herzen / hast du dich wahrlich vor Gott und den Menschen erwiesen, / hast das Joch Christi durch das ganze Leben wohl getragen. / Da du ruhst in den himmlischen Wohnstätten, Seliger, / bitte jetzt auch für uns, / dass wir gut leben auf Erden // und gewürdigt werden, Erben zu sein des Königtums Gottes.
Ton 8.
Ehre: Gott hat dich groß gemacht, heiliger Bischof, Vater Tichon, / zum Ersthierarchen seiner Kirche eingesetzt; / du hast das Los*** dieses Dienstes / als Seinen guten Willen angenommen, / in deinem ersthirtlichen Dienst / hast immer du geeifert zur Ehre / des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, // der Einwesentlichen und Untrennbaren Dreiheit.
Jetzt, Theotokion: Zu dir, o Gottesmutter, / rufen wir alle jetzt unter Tränen: / achte auf den Beistand des heiligen Bischofs Tichon für uns / und bringe die Gebete deinem Sohn // für die Rettung unserer Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2.
Wie eine Kerze auf dem Leuchter allen leuchtet, / so hast du mit Frömmigkeit gestrahlt, Seliger, / da du vom Herrn eingesetzt zum Bischof des Cholmer Landes, / dass du durch das Licht der Lehre Christi // erleuchtest die Menschen, die in ihm leben.
Mein Mund kündet Weisheit, / der Eifer meines Herzens Einsicht.
Gott segne und heilige dich, amerikanische Erde, durch deine orthodoxen Menschen, / die im Schutz der russländischen Kirche sind, / denen gegeben der selige Tichon als Bischof, / der mit vielen Gotteshäusern dein Aussehen geschmückt, / und als gottweiser Hierarch // seine Herde zu Christus geführt.
Verkündet habe ich die Wahrheit, / in der großen Gemeinde.
All ihr Heiligen des Jaroslaver Landes, / begrüßt den guten Hirten, / der ja – wie auch ihr - viele Mühen dort getragen / und jetzt immerdar zusammen mit euch Christus Gott bittet // unsere Seelen zu retten.
Ton 4.
Ehre: Das litauische Land wird gerühmt / ob deiner Ankunft, Seliger, / denn die orthodoxen Menschen, die in ihm sind, / haben als Leuchte des Glaubens und der Frömmigkeit dich empfangen, / und wurden in der Verehrung des Dreieinen Gottes durch dich gefestigt, / da dein bischöfliches Omophor // als hoffnungsvoller Schutz und Verteidigung vor bösen Widrigkeiten sich erwies.
Jetzt, Theotokion: Neige dich zu den Bitten / deiner Diener, du ganz ohne Tadel, / setz ein Ende den Erhebungen unserer Nöte / und befreie uns aus aller Bedrängnis. / Denn dich allein besitzen wir / als sicheren und zuverlässigen Anker, / und wir haben deinen Beistand. / Mögen wir nicht zuschanden werden, Gebieterin, / wenn wir uns an dich wenden: / Eile, für jene zu flehen, / die voll Vertrauen zu dir rufen: / „Sei gegrüßt, Gebieterin, / du aller Hilfe, Freude und Schutz // und du Rettung unserer Seelen.
Hochpreisung
Wir hochpreisen Dich, heiliger Vater Tichon, und wir ehren dein heiliges Gedächtnis, denn du betest für uns zu Christus unserem Gott.
Stichiren zum Lob
Ton 8.
Ehre: Mit dem Blut der heiligen Martyrer / ward von alters gefestigt die Kirche Christi. / So auch in deinen Tagen, heiliger Bischof Tichon, / da in unserem Vaterland wie Wasserströme / ausgegossen das Blut der heiligen Martyrer. / Doch durch die Göttliche Vorsehung / ist dieser Samen aufgegangen, / aus dem hervorging der vielblätterige Baum // der orthodoxen Rus’.
Jetzt, Theotokion: Allreine Jungfrau Mutter, / gewährt hast du dem heiligen Bischof Tichon / am Tage deiner Verkündigung durch den Erzengel Gabriel / die Zeit seines irdischen Weges zu vollenden, / und als dein Erwählter / in den himmlischen Gemächern zu wohnen. / Daher, o Gottesmutter, / trage die Gebete des heiligen Bischofs Tichon / für das leidende russische Land und seine Menschen / zu deinem Sohn und Gott / und rette unsere Seelen.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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