Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 23. September

Empfängnis des ehrwürdigen ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes doxologie

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du vom Höchsten berufen wardst )
Als beim Priesterdienst * der gotterfüllte Zacharias * sich im Innern des göttlichen Tempels befand * und die Bitten des Volkes * dem Wohltäter vortrug, dem Allbarmherzigen, * da erblickte er einen hochheiligen Engel, der sagte zu ihm: * Dein Gebet und deine Bitte * ward erhört. Sei getrost, o Greis, und misstraue mir nicht! * Denn einen Sohn wirst du haben, den göttlichen Vorläufer, * der überragt alle von Frauen Geborenen, * der da in der Kraft des Elias * soll vorauseilen Christus.
Du scheinst mir sonderbar * im Anblick und im Wesen, * auch sonderbar in deinen Worten und Offenbarungen. * So entgegnete Zacharias. * Denn ich kam, um des Volkes Heil zu erflehn, * nicht um, wie du vorgibst, einen Sohn zu erhalten. * Im Widerspruche finde ich dich * zu den Bitten und fürchte, * dass du nicht redest die Wahrheit. * Denn wie soll, was du sagst, sich erweisen * als zuverlässig? Denn Elisabet * ist unfruchtbar, und ich selber bin * wie du weißt, schon hochbetagt.
Warum glaubst du nicht * meinen Worten, Zacharias, * und sagst, ich brächte falsche Botschaft? * Ein Erzengel Gottes bin ich. * Was mir aufgetragen, sag ich, da ich bei dir stehe. * Doch da du nicht glaubtest und dich nicht ließest überzeugen, * wirst du stumm sein und ohne Sprache, * bis du schaust meiner Worte göttliche Erfüllung. * Wenn aber Elisabet dir hat geboren * den großen Vorläufer, die Stimme des Logos, * dann wird wieder dir gelöst die Zunge * und du wirst den Gott Israels preisen.
Ton 6. ( von Byzantios )
Ehre: Aus unfruchtbarem Mutterschoß * ist heute aufgesprossen * die Frucht des Gebetes, der Vorläufer Ioannes. * Juble, du Wüste, und tanze, du Menschheit! * Denn siehe, der Verkünder der Buße * beginnt Fleisch anzunehmen im Mutterleib. * Kommt, die ihr liebet das Fest, * wir wollen frohlocken * ob seiner gepriesenen Empfängnis. * Wir wollen im Reigen tanzen und rufen: * Der du bist größer * als alle von Frauen Geborenen, * lass nicht ab zu bitten * für jene, die ehren im Glauben * deine gotterfüllte Empfängnis, * auf dass wir finden Vergebung der Sünden * und das große Erbarmen.
Jetzt, Theotokion: Wer wird dich nicht selig preisen, * allheilige Jungfrau, * wer nicht besingen dein wehenloses Gebären? * Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, * der einziggezeugte Sohn, * er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, * menschgeworden auf unsagbare Weise, * der da ist Gott der Natur nach * und der Natur nach Mensch geworden * um unsertwillen, * nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, * sondern kundgetan unvermischt in der Zweiheit der Naturen. * Ihn bitte, hehre Allseligste, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Ganz und gar gesetzt )
Als eintrat der Priester * heilig ins Allerheiligste, * der Prophet und Heilige, da trat zu ihm, wie geschrieben steht, * der heilige Engel. * Der sprach ihn an und sagte: * Erhört ward deine Bitte. * Nun hat die Unfruchtbarkeit der Elisabet ein Ende. * Sie wird, o Greis, dir gebären * einen Sohn, den Vorläufer Ioannes, * den Leuchter der Sonne, * den Propheten des Höchsten, die Stimme des Logos, * der aufgeht aus der Jungfrau und Gottesmagd.
Und du, o Kind, * wirst Prophet des Höchsten heißen. (Lk 1,76)
Sag mir aufs klarste, * woran ich dies erkennen soll! * So erwiderte dem Engel der seligste Greis. * Denn wie du doch kannst sehen, * bin ich schon hochbetagt. * Elisabet ist unfruchtbar. * Die Natur übersteigt, was du mir sagst, und setzt mich in Erstaunen. * Nun beschleicht mich gar ein Argwohn, o Mensch, * dass du die Wahrheit gar nicht redest. * Heb dich hinweg, denn ich bitte * um das Heil des Volkes, nicht darum, zu erhalten * einen Sohn, was ein Unding doch wäre.
Ihm zu dienen in Frömmigkeit und Gerechtigkeit * vor seinem Angesichte all unsre Tage. (Lk 1,75)
Ein Erzengel Gottes * bin ich, des Allherrschers * mit Namen Gabriel. So sprach der Körperlose zum Greis. * Stumm sollst du dies bewahren * und Schweigen sollst du üben, * weil du misstraut hast meinen Worten. * Doch wenn deine Gattin geboren hat die Posaune des Logos, * dann wird der Geist dir wieder lösen * die Zunge, und laut wirst du dann rufen: * Ein Prophet des Höchsten * wirst du heißen, o Kind, und ihm bereiten * in Gnade die Pfade nach seinem Gefallen.
Ehre: Als Bote gingst du hervor, * o Täufer, aus unfruchtbarem Mutterschoß, * bewohntest von Kindheit an die Wüste * und erzeigtest dich als Siegel aller Propheten. * Denn ihn, den jene haben geschaut * auf vielerlei Weise * und rätselhaft vorherverkündet, * ihn zu taufen im Jordan * wurdest du gewürdigt. * Die Stimme des Vaters * vernahmest du vom Himmel her, * die bezeugte seine Sohnschaft. * Und den Geist sahest du in Gestalt einer Taube, * der die Stimme herabzog auf den Getauften. * Da du also größer bist als alle Propheten, * lass nicht ab zu bitten * für uns, die wir gläubig begehen * dein Gedächtnis.
Jetzt, Theotokion: Gottesgebärerin, * du bist der wahre Weinstock, * der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. * Dich flehen wir an: Bitte, Gebieterin, * mit den Aposteln und allen Heiligen, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Sedalen 1
Ton 5.
Elisabeth wird erlöst von der Unfruchtbarkeit, * die Jungfrau aber bleibt wieder Jungfrau, * da sie im Schoße empfangen * durch die Stimme Gariels. * Aber im Schoße hüpfet froh * der im jungfräulichen Schoße * vorhergekannt den Gebieter und Gott, der Vorläufer Johannes, * den Fleischgewordenen zu unserem Heil.
Freue dich, heiliger Gottesberg. * Freue dich, brennender und unverbrannter Busch. * Freue dich, der Welt einzige Brücke zu Gott, die uns Sterbliche hinüberführt * in das ewige Leben. * Freue dich, makellose Magd, * die du ohne Mann geboren * das Heil unserer Seelen.
nach 9. Ode
Die ehrwürdige Empfängnis des Vorläufers kündet voraus * den König, Der da kommet * zur Geburt aus der Jungfrau. * Er, die frucht aus Elisabeth, der unfruchtbaren Base * und des greisen Priesters Zacharias zumal. * Auf deren Fürbitten, * der Gottesgebärerin und Johannes Deines Täufers, o Herr, * rette barmherzig uns alle.
Jetzt, Theotokion: Befreit vom einstigen Fluch * durch dein göttliches Gebären, * Allheilige, * in Gnade und Freude * grüßen wir dich mit dem Gruß des Engels:* Freue dich, heilige Jungfrau, * Erlösung von Adam und Eva, * Freue dich, unsere Befreiung vom Tode * unsere Leiter zum Königtum der Himmel.
Stichiren zum Lob
Ton 1.
Es freut sich die Schöpfung ob deiner Empfängnis, * Vorläufer und Prophet, Täufer Johannes. * Deine gottgeweihte Frucht * weiset uns hin * auf die Geburt des Gebieters. * Deshalb auf Erden wir nach Kräften * einhellig dich rühmen.
Die Empfängnis der Unfruchtbaren * findet der Engel * als wunderbares Zeugnis, * das er Maria zur Beglaubigung geben konnte. * Darum denn auch wir * Elisabeth, die vorher kinderlos, * und ihren Gemahl Zacharias * froh verehren.
Die gottbergende Leuchte des anfanglosen Lichtes, * der Freund des Bräutigams, * der große Morgenstern, der vorausgeht der Sonne der Gerechtigkeit, * die lebendige Stimme des Wortes Gottes, * des Herren Erscheinen Vorläufer * wird nun empfangen bei der Stimme des Engels.
Ton 8.
Jetzt, Theotokion: Elisabeth empfängt den Vorläufer der Gnade, * die Jungfrau den Herren der Herrlichkeit. * Es grüßten einander * die beiden Mütter, * und das Kindlein hüpfte froh. * Im Innern ja kannte der Knecht den Gebieter. * Die Mutter des Vorläufers wunderte sich * und hob an zu sprechen: * Woher wird mir dieses, * dass die Mutter meines Herren kommt zu mir? * Sein verlorenes Volk rettet der Herr, * Dem eigen ist das große Erbarmen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Frohgemut wird sein der Gerechte im Herrn, // und er wird hoffen auf ihn.
Vers: Erhöre, o Gott, meine Stimme, wenn ich zu dir flehe.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 4,22-31 ( Stelle lesen: Gal 4,22-31 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
Der› Gerechte wird blühen wie eine Palme, und wie eine Zeder auf dem Libanon wird er sich vermehren.
Vers: Gepflanzt im Hause des Herrn, werden sie aufblühen in den Höfen unseres Gottes.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, war ein gewisser Priester mit Namen Zacharias, aus der Wochenschicht des Abia; und seine Frau war aus den Töchtern Aarons und ihr Name Elisabet. Beide aber waren gerecht vor den Augen Gottes, da sie in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig wandelten. Und sie hatten kein Kind, weil Elisabet unfruchtbar war; und beide waren vorgerückt an Tagen. Es geschah aber, als er in der Ordnung seiner Wochenschicht den Priesterdienst vor Gott verrichtete, wurde er gemäß dem Brauch der Priesterschaft durch Los bestimmt, in den Tempel des Herrn zu gehen, um zu weihräuchern. Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Weihrauchopfers. Es erschien ihm aber ein Engel des Herrn, der zur Rechten des Weihrauchaltares stand. Und Zacharias wurde aufgewühlt, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias; denn dein Gebet wurde erhört, und deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes heißen. Und du wirst Freude und Frohlocken haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; und Wein und berauschendes Getränk wird er keineswegs trinken, und mit dem Heiligen Geist wird er erfüllt werden schon vom Schoße seiner Mutter an, und viele der Söhne Israëls wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden. Und er wird vor ihm vorangehen im Geist und in der Kraft des Elias, um die Herzen der Väter hinzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich dies erkennen? Denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist vorgerückt an Tagen. Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriël, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir dies zu verkündigen. Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschieht, dafür, dass du meinen Worten nicht geglaubt hast, welche sich erfüllen werden zu ihrer Zeit. Und das Volk wartete auf Zacharias, und sie wunderten sich, dass er so lange Zeit im Tempel verweilte. Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden, und sie erkannten, dass er im Tempel eine Erscheinung geschaut hatte. Und er winkte ihnen zu und blieb stumm. Und es geschah: Als die Tage seines Gottesdienstes erfüllt waren, ging er heim in sein Haus.
Nach diesen Tagen aber empfing Elisabet, seine Frau, und sie hielt sich fünf Monate verborgen und sprach: So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er hergeschaut hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen. (Lk 1, 5-25)*
Im Anschluss der Liturgie

Ordnung der Orthodoxie

Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Sonntag der Orthodoxie, feiert die Kirche Christi die Erneuerung der heiligen und ehrwürdigen Ikonen, die unter Michael und Theodora, der heiligen und überaus seligen Kaiserin, und dem heiligen Methodios, dem Patriarchen von Konstantinopel, erfolgte.
Nach der Liturgie kommen, während der Bischof an seinem gewöhnlichen Platz eingekleidet steht, aus dem Altar die Archimandriten, Äbte, Priester und Diakone: Die Priester tragen dabei die Ikonen des Erlösers und der Gottesgebärerin heraus und legen sie inmitten der Kirche auf Pulte.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet unser Gott allezeit, jetzt und immerdar, und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Und ebenfalls:
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
     L: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 74
Wir wollen Dich bekennen, o Gott, wir wollen Dich bekennen und anrufen Deinen Namen. Erzählen will ich all Deine Wundertaten. "Wann Ich die rechte Zeit nehme, werde Ich in Aufrichtigkeit richten. Die Erde schmolz und alle, die auf ihr wohnen; Ich aber habe ihre Säulen befestigt." Ich sagte den gesetzwidrig Handelnden: "Handelt nicht gesetzwidrig.", und denen, die sündigen: "Erhöhet kein Horn. Erhebet nicht euer Horn in die Höhe, und redet nicht Ungerechtigkeit wider Gott. Denn nicht kommt es von den Ausgängen, noch von den Untergängen oder den wüsten Bergen; denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt und jenen erhöht Er; denn in der Hand des Herrn ist ein Kelch ungemischten Weines und einer voll der Mischung. Und Er goss ihn aus diesem in jenen Kelch, nur sein Bodensatz wurde nicht ausgeleert, trinken werden ihn alle Sünder der Erde." Ich aber will frohlocken auf ewig, will singen dem Gott Jakobs. Und alle Hörner der Sünder werde ich zermalmen, doch das Horn des Gerechten wird erhöht werden.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Bei jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Auf dass Er mit barmherzigem Auge auf Seine heilige Kirche herabsehe und sie ohne Schaden und unbesiegt von den Häresien und Aberglauben bewahre, und sie mit seinem Frieden umgebe, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass Er ihre Zerreißung stille, und durch die Kraft des Heiligen Geistes alle Abgewichenen zur Erkenntnis der Wahrheit zurückwende und sie Seiner auserwählten Herde hinzuzähle, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass er die durch Unglauben verfinsterten Gedanken durch das Licht Seiner Gotteserkenntnis erleuchte, Seine Gläubigen aber stärke und ohne Wanken im rechten Glauben bewahre, lasst uns zum Herrn beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn, Gefahr und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
Ausrufung: P: Denn Dir gebührt alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Und: Gott ist der Herr, Ton 4. Der Diakon ruft die Verse aus.
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr... Der Chor antwortet zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropar, Ton 4:
Ch: Als Deine dankenden, unwürdigen Knechte preisen wir Dich, lobsingend für Deine großen an uns geschehenen Wohltaten. Wir loben, danken, besingen und preisen Deine Güte und rufen mit der Liebe der Knechte zu Dir: Wohltäter, unser Erretter, Ehre Dir.
Ehre, Ton 3:
Da wir Deiner Wohltaten und Gaben grundlos als unnütze Knechte gewürdigt wurden, Gebieter, streben wir von Herzen zu Dir, bringen Dir Dankbarkeit nach Kräften dar und preisen Dich als den Wohltäter und Schöpfer, indem wir singen: Ehre Dir, über alles freigiebiger Gott.
Jetzt, Ton 4.
Da Du die Pracht der hohen Feste und die niedere Schönheit der Wohnstatt Deiner Herrlichkeit gezeigt hast, Herr, festige sie in alle Ewigkeit und nimm unsere in ihr unaufhörlich dargebrachten Gebete durch die Gottesgebärerin an, Du Leben und Auferstehung aller.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
Leser, Prokimenon, Ton 4:
Gepflanzt im Hause des Herrn / blühen sie auf in unseres Gottes Höfen.
Vers: Der Gerechte jubelt im Herrn und hofft auf Ihn.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasst uns aufmerken.
Apostel (Röm 16, 17 - 20):
     L: Brüder, ich bitte Euch, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen. Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Der Priester segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Evangelium nach Matthäus (Mt 18, 10 - 20):
P: Der Herr sprach: sehet zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, dass ihre Engel in ‹den› Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters erblicken, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu erretten. Was dünkt euch? Wenn einem Menschen hundert Schafe zuteil wurden und eines von ihnen sich verirrte, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, amen, ich sage euch: er freut sich mehr über dasselbe, als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist es nicht ‹der› Wille vor eurem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›, dass eines dieser Kleinen verloren gehe. Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, ‹so› gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, ‹so› hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit durch ‹den› Mund zweier oder dreier Zeugen jedes Wort stehe. Wenn er sie aber überhört, ‹so› sage ‹es› der Kirche‹ngemeinde›; wenn er aber auch die Kirche‹ngemeinde› überhört, ‹so› sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Amen, ich sage euch: Was immer ihr bindet auf Erden, wird gebunden sein im Himmel, und was immer ihr löset auf Erden, wird gelöst sein im Himmel. Wiederum, amen, sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinstimmen in jedweder Sache, die sie erflehen, ‹so› wird es ihnen ‹zuteil› werden von meinem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Dann die inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes des Vorstehers und der Gemeindeglieder dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
D: Der Du nicht den Tod der Sünder willst, sondern ihre Umkehr und Reue erwartest, bekehre alle Abgewichenen zu Deiner Heiligen Kirche, wir beten zu Dir barmherziger Herr, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du diese Welt zu Deiner Ehre eingerichtet hast, bewirke, dass auch die Deinem Worte sich Widersetzenden umkehren und Dich, unseren Gott, zusammen mit allen Gläubigen in dem wahren Glauben und der wahren Frömmigkeit preisen, wir beten zu Dir, Allmächtiger Schöpfer, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du uns Dein Gebot gabst, dass wir Dich, unseren Gott, und unseren Nächsten lieben sollen, bewirke, dass Haß, Feindschaft, Groll und die übrigen Gesetzlosigkeiten aufhören, dass aber die wahre Liebe in unseren Herzen herrschen möge, wir beten zu Dir, unserem Erretter, erhöre uns und erbarme Dich in Güte.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Gebet:
P: Allerhöchster Gott, Gebieter und Schöpfer aller Schöpfung, der Du alles mit Deiner Pracht erfüllst und durch Deine Kraft zusammenhältst, Dir dem alles gebenden Herrn bringen wir Unwürdige Danksagung dar, dafür dass Du uns nicht um unserer Gesetzlosigkeiten verstößt, sondern uns vielmehr mit Deiner Gnade zuvorkommst. Du sandtest zu unserer Erlösung Deinen eingeborenen Sohn und wohlverkündetest Deine maßlose Herablassung zum Menschengeschlecht: denn mit Willen willst Du und wartest darauf, dass wir uns zu Dir bekehren und gerettet werden: Du stärkst uns herabkommend zur Schwäche unserer Natur durch die allmächtige Gnade Deines Heiligen Geistes, Du tröstest uns durch den rettenden Glauben und die vollkommene Hoffnung der ewigen Güter und, indem Du Deine Auserwählten auf das hohe Zion führst, behütest Du sie wie den Augapfel. Wir bekennen, Herr, Deine große und beispiellose Menschenliebe und Barmherzigkeit. Da wir aber viele Ärgernisse sehen, beten wir eifrig zu Dir, Allgütiger Herr: Blicke auf Deine Kirche und sieh, wie wir Deine rettende Frohbotschaft zwar freudig aufnahmen, aber die Dornen der Eitelkeit und die Leidenschaften machen sie bei einigen wenig fruchtbar, bei anderen ganz fruchtlos, und indem sie sich durch die Vermehrung der Gesetzlosigkeiten, teils durch Häresien, teils durch Abspaltung und Unglauben Deiner evangelischen Wahrheit widersetzen, weichen sie von Deinem Erbe ab. Sie lehnen Deine Gnade ab und unterwerfen sich dem Gericht Deines Allheiligen Wortes. Allbarmherziger und Allmächtiger, nicht bis zum Ende zürnender Herr. Sei milde, betet zu Dir Deine Kirche, indem sie Dir den Beginner und Vollender unseres Heils, Jesus Christus, vorstellt, Sei uns gnädig, festige uns im rechten Glauben durch Deine Kraft, den Irrenden aber erleuchte die Verstandesaugen durch Dein göttliches Licht, auf dass sie Seine Wahrheit erkennen: Erweiche ihre Verhärtung und öffne das Gehör, auf dass sie Deine Stimme erkennen und sich zu Dir, unserem Heiland, zurückwenden. Bessere, o Herr, die Verkehrtheit anderer und das mit der christlichen Frömmigkeit nicht übereinstimmende Leben. Mache, dass alle heilig und unbefleckt leben: So wird der rettende Glauben einwurzeln und in unseren Herzen fruchtbringend werden. Wende Dein Antlitz nicht von uns ab, o Herr. Verleihe uns die Freude Deines Heils: Gib, o Herr, auch den Hirten Deiner Kirche heiligen Eifer. Und erfülle ihre Sorge um die Rettung und Bekehrung der Verirrten mit dem Geist des Evangeliums: auf dass wir so geführt dorthin gelangen, wo die Vollendung des Glaubens, die Erfüllung der Hoffnung und wahre Liebe ist; und auf dass wir dort mit den Chören der makellosen himmlischen Mächte Dich unseren Herrn, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist verherrlichen in alle Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Dann ruft der Diakon (oder der Priester) aus (der Chor wiederholt er nicht):
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Dann mit erhobener Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Und wieder mit allerhöchster Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Der Diakon fährt also fort:
D: Da wir, orthodoxe Menschen, den Tag der Orthodoxie feiern, lasst uns wiederum den Urheber aller Güter, Gott, preisen, der gepriesen ist in Ewigkeit. Dieser ist unser Gott, Der Sein geliebtes Erbe, die Heilige Kirche, erhält und festigt, Der die durch die Übertretung der Vorväter Gefallenen durch Sein untrügliches Wort tröstet, da Er ihr Fundament im Paradies legte: dieser ist unser Gott, Der mit der Hand zu dieser rettenden Verheißung führte, ließ sich nicht unbezeugt, sondern, da Er wollte, dass Rettung sei, vorherverkündigte Er zuerst durch Vorväter und Propheten und schrieb lebendig auf verschiedene Arten: Dieser ist unser Gott, Der vielmalig und vielartig einst zu den Vätern in den Propheten sprach, und am Ende dieser Tage zu uns im Sohn, durch Den Er auch die Ewigkeiten schuf, sprach. Jener verkündigte das Väterliche Wohlwollen über uns, öffnete die himmlischen Geheimnisse, überzeugte durch die Kraft des Heiligen Geistes von der Wahrheit der Frohbotschaft, sandte die Apostel in alle Welt, um die Frohbotschaft des Reiches zu predigen, Er bekräftigte jene durch verschiedene Kräfte und Wunder. Dieser rettenden Offenbarung folgend und diese Frohbotschaft bewahrend.
Glauben wir an den Einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes Einziggeborenen Sohn, der vom Vater gezeugt ist vor allen Zeiten, Licht vom Licht, den wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht erschaffen, gleichen Wesens mit dem Vater, durch Den alles erschaffen ist; Der um uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabgekommen und Fleisch geworden ist vom Heiligen Geiste und Maria, der Jungfrau, und Mensch geworden ist; Der für uns gekreuzigt worden ist unter Pontius Pilatus, gelitten hat und begraben worden ist und am dritten Tage auferstanden ist gemäß den Schriften, Der aufgefahren ist in die Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters; Der wiederkommen wird mit Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; Dessen Herrschaft kein Ende haben wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, Den Lebenschaffenden, Der vom Vater ausgeht, Der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, Der durch die Propheten gesprochen hat. An die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden, ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Zeit. Amen.
Dies ist der apostolische Glaube, dies ist der väterliche Glaube, dies ist der orthodoxe Glaube, dieser Glaube hat die Welt befestigt.
Also nehmen wir die Konzile der heiligen Väter und ihre Überlieferungen und Schriften, die mit der Göttlichen Offenbarung übereinstimmen, an und bekräftigen sie.
Allen aber denjenigen, die sich in Worten, Schriften, Lehren, Leiden und Gottgefälligem Leben um die Orthodoxie mühten, sowie ihren Schützern und Förderern jubelt die Kirche Christi, indem sie ihr jährliches Gedächtnis vollzieht, zu:
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, viele Jahre.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem heiligen und apostelgleichen Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem rechtgläubigen Großfürsten Wladimir und der rechtgläubigen Großfürstin Olga, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Den gelittenen und getöteten für den orthodoxen Glauben und das Vaterland, den Anführern und Kriegern, und allen orthodoxen Christen, die im wahren Glauben und Frömmigkeit und Hoffnung auf die Auferstehung verstorben sind, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Da die Orthodoxe Kirche Christi feierlich derjenigen gedenkt, die sich in der Frömmigkeit mühten, und dieses allen ihren den Namen Christi tragenden Kindern zur Nacheiferung vorstellt, hat sie auch die Pflicht, die Mühen derer zu loben, die sich jetzt durch den rettenden Glauben und die Tugenden zur ewigen Seligkeit vorbereiten und die Orthodoxie festigen.
Unserem großen Herrn und Vater Kyrill, dem Heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Vorstehern, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem Herrn, dem hochgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den hochgeweihten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen und dem ganzen geheiligten Klerus, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschützen, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthodoxen Christen, die den errettenden Glauben recht behalten und der Kirche Christi untertan sind, gibt, Herr, Frieden, langes Leben, Fülle der irdischen Güter und viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
P: Heilige Dreiheit, verherrliche diese und stärke sie ganz bis zum Ende in der Rechtgläubigkeit. Diejenigen aber, die sich von dem heiligen und errettendem orthodoxen Glauben und der Kirche Christi abwenden, kehre um und mache, dass alle zur Erkenntnis Deiner ewigen Wahrheit kommen, durch die Gebete unserer Allreinen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria und aller Heiligen.
Ch: Amen.
P: Ehre Dir, o Gott, unserem Wohltäter in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Loblied des hl. Ambrosius:
Ch: Dich, Gott, loben wir, Dich, den Herrn, bekennen wir; Dich, den urewigen Vater, rühmt die ganze Erde. Dir rufen alle Engel, die Himmel und alle Kräfte, Dir rufen die Cherubim und Seraphim mit unaufhörlicher Stimme zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von der Herrlichkeit Deiner Majestät. Es preist Dich der Apostel ruhmreicher Chor, der Propheten gepriesene Zahl, der Märtyrer strahlendes Heer. Auf dem ganzen Erdkreis bekennt Dich die Heilige Kirche, Dich, den Vater von unerforschlicher Größe, Deinen angebeteten, wahren und einzigen Sohn, und den Tröster, den Heiligen Geist. Du, Christus, König der Herrlichkeit, bist des Vaters ewiger Sohn. Uns zu erlösen hast Du den Schoß der Jungfrau nicht verschmäht und Gestalt des Menschen angenommen. Du hast den Stachel des Todes überwunden und den Gläubigen das Himmelreich erschlossen. Du thronst zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters. Als Richter wirst Du wiederkommen - das glauben wir. So bitten wir Dich: Hilf Deinen Dienern, die Du mit Deinem kostbaren Blut erkauft hast. Lass uns in Deiner ewigen Herrlichkeit mit Deinen Heiligen herrschen. Rette Dein Volk, o Herr, und segne Dein Erbe, leite und erhöhe es in Ewigkeit. Alle Tage preisen wir Dich und loben Deinen Namen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Herr, gewähre uns, dass wir heute vor jeglicher Sünde bewahrt werden. Erbarme Dich unser, Herr, erbarme Dich unser. Deine Gnade walte über uns, die wir auf Dich hoffen. Auf Dich, Herr, hoffen wir; lass uns nicht zuschanden werden in Ewigkeit. Amen.
Während des Gesangs küssen alle die Heiligen Ikonen auf den Pulten, wonach die Entlassung gesprochen wird.
P: Ehre Dir Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
Der Priester spricht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Russland, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottgeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte sie, o Herr, auf viele Jahre.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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