Minäon vom 9. August
Nachfeier der Verklärung 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Der allheiligen gepriesenen Umgestaltung * Festesfeier wir begehen * an diesem Tage und verehren Christus, * der unsre Natur mit dem Feuer der Gottheit * hat neugestaltet und sie wie ehedem * hat erstrahlen lassen in Unvergänglichkeit.
Den heiligen Berg, kommt lasst uns ihn besteigen * und schauen im Glauben * des Herren alles überstrahlende Umgestaltung * und darob gläubig ausrufen und sprechen: * Du bist unser Gott allein, der du bist Fleisch geworden * und vergöttlicht hast das Menschengeschlecht.
Dies ist der Tag, der allgerühmte, * an welchem ward Christus * umgestaltet im Beisein des Moses und des Elias * und seiner Jünger auf dem Berge Thabor. * Und es erging eine göttliche Stimme: * Dieser ist wahrhaftig mein erwählter Sohn.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Durch dein Licht hast du den ganzen Erdkreis geheiligt, * als auf dem hohen Berg deine Gestalt sich wandelte, o Guter, * und erzeigtest deinen Jüngern deine Macht, zu erlösen * die Welt von der Übertretung. * Deshalb rufen wir dir: * Barmherziger Herr, errette unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Ihr Engelmächte )
Du erstrahltes über dem Verstehn * aus der allheiligen Jungfrau, * o Logos Gottes, * tragend den ganzen Adam. * Die ganze Natur erhelltest du, * die vormals ward verdunkelt, * durch die göttliche Veränderung deiner Gestalt, * als du, Gebieter, wurdest verwandelt * auf dem Berge Thabor * vor deinem kostbaren Kreuze, * Christus, unser Gott.
Dein sind die Himmel, die Erde ist dein; den Erdkreis und was ihn erfüllt, * du hast ihn begründet.
Der Berg, der einstens * finster und rauchverhangen, * ehrwürdig, siehe, * ist er nun und heilig. * Denn der einst, wie geschrieben steht, * Israel geführt des Weges * durch eine Feuersäule und durch eine Wolke, * ergänzte heute unsagbar * mehr als die Sonne, * er, Christus, und erhellte so * als Gott das All.
Thabor und Hermon, * sie werden jubeln in deinem Namen.
Als nun mit dem Gebieter * Kephas sah sprechen * die zwei Männer auf dem Thabor, * wie sich's ziemt für Knechte, * da rief er: Gut ist's, hier zu sei. * Wir wollen bauen * drei Zelte, wenn du willst, jedem eines, * dir, Christus, und deinen Dienern * Moses und Elias!, * nicht wissend, was er sagte. * Denn ergriffen war er von Schrecken.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Der du auf dem Berge Thabor * wurdest verwandelt in Herrlichkeit, Christus, o Gott, * und zeigtest deinen Jüngern * die Herrlichkeit deiner Gottheit, * erleuchte auch uns * mit dem Lichte deiner Erkenntnis * und führe uns auf dem Wege deiner Gebote * als der Gute allein und Menschenliebende.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde.
Vers: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist du gar sehr.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde.
Vers: Selig das Volk, das Jubelruf kennt.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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