Minäon vom 18. September
Nachfeier der Kreuzerhöhung 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Das erhobene Holz unseres Heiles, * an welchem Christus, das Leben aller, die Hände * ließ annageln aus freiem Willen, * es ruft herbei die Gläubigen alle, um in Liedern * mit dem Schalle der Feiernden es zu verehren * als seinen göttlichen Schemel.
Das Kirchweihgedächtnis der Auferstehung, * durch die denen im Dunkel das große Licht ist aufgeleuchtet * des Lebens und der Unvergänglichkeit, * auf, ihr Gläubigen, wir wollen es begehen und erheben * das Leben spendende Holz des Kreuzes * und anbeten Christus, den Erretter.
Moses, der große, der einst auf dem Berge Sinai * kreuzförmig die Hände hat ausgestreckt in die Höhe, * dein heute erhöhtes Kreuz * hat er, o Christus Gott, vorabgebildet, * welches heiligt alle auf Erden, * die an ihm dich anbeten im Glauben.
Ton 4.
Jetzt, Theotokion: Die Wirkmacht deines kostbaren Kreuzes, o Christus, * hat vorabgebildet Moses, * da in die Flucht er schlug das gegnerische Amalek * in der Wüste Sinai. * Denn als er ausbreitete die Hände * und so machte ein Abbild des Kreuzes, * da erstarkte das Volk. * Nun aber hat sich an uns erfüllt * der Ausgang der Dinge: * Heute wird das Kreuz erhöht * und es werden verjagt die Dämonen. * Heute wird die ganze Schöpfung aus der Verderbnis befreit. * Denn alle Gnadengaben * leuchten durch das Kreuz uns auf. * Deshalb sind wir alle mit Freude erfüllt, * fallen vor dir nieder und rufen: * Wie groß sind deine Werke, Herr, Ehre sei dir.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Am dritten Tage )
Schläge hast du erduldet * und, Langmütiger, die Kreuzigung * und die Schmähungen wollend, dass alle * würden frei von des Truges Gewalt, * du alleiniger Lebenspender, * Allbarmherziger und Menschenliebender.
Erhebet den Herrn, unsern Gott, * und fallet nieder am Schemel seiner Füße, denn heilig ist er. (Ps 98,5)
Ich verehre dein Kreuz, o Guter, * die Nägel, die Lanze, o Retter, * durch die alle du hast vom Verderben erlöst * als der Lebenspender allein * und als Wohltäter aller, * allein Menschenliebender, unser Retter.
Gott ist unser König vor der Weltzeit, * er hat Heil gewirkt mitten auf Erden. (Ps 73,12)
Um meinetwillen ans Kreuz genagelt, * mein Retter überaus gut, * du wurdest geschlagen, misshandelt * und, Erlöser, mit Essig getränkt. * Durchbohrt wurdest du mit der Lanze * und alles trägst du, o Sündeloser.
Jetzt, Theotokion: Heute ist das Holz erschienen, * heute kommt der Glaube ans Licht. * Zwar ist Adam durch das Holz gefallen, * doch wiederum gerieten in Schrecken * durch das Holz die Dämonen. * Allmächtiger Herr, Ehre sei dir.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Erhöhet den Herrn, unseren Gott, // und huldigt dem Schemel seiner Füße; denn heilig ist er.
Vers: Der Herr ward König – ‹es› sollen erzürnen die Völker.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Gedenke deiner Versammlung, die du dir erworben hast von Anbeginn.
Vers: Gott ist unser König vor aller Zeit; er hat Errettung gewirkt inmitten der Erde.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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