Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 29. Mai

Märtyrerin Theodosia ohne

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
Strahlend im Glanze der Jungfräulichkeit, * Theodosia, du Hehre, * wurdest du gehüllt, Allweise, * in den Purpur, herrlich gefärbt im Blute * des Martyriums, und hast Wohnung genommen * in dem überirdischen Hochzeitssaale Christi, * o Jungfrau ganz ohne Tadel, und tanzest * mit den Scharen der Engel den Tanz, der wahrhaftig * nie endet, Gepriesene.
Martyrerin-Jungfrau Theodosia, * du hast Christus, Allgerühmte, * ersehnt aus ganzem Herzen * und so standhaft die Schläge der Foltern ertragen, * verstümmelt wegen der Liebe zu ihm * und zerfleischt an den Seiten mit Geißeln. * O deiner Kämpfe in entschlossenem Widerstand * durch die du wahrlich zu Boden * hast gezwungen den Stolzen.
In dem herrlichen Schmucke * der Schönheit der Seele und des Leibes * hast du dich Christus dargebracht, * wurdest mit dem Kranz der Herrlichkeit von ihm umwunden, * allgerühmte Martyrerin Theodosia, * und hast offenkundig das Diadem des Reiches, * das kostbare, wahrlich zurecht empfangen * in deiner Hoheit, bist als Braut ohne Makel * erschienen, Allweise.
( nach: O des unfassbaren Wunders )
Jetzt, Theotokion: Da ich ständig Unstatthaftes tue, * erzürne ich Elender gar sehr Gott, meinen Schöpfer, * und ängstige mich, Allreine, * vor der ewigen Strafe, * vor der unauslöschlichen Flamme des Feuers * und vor der Grausamkeit der Würmer. * Diesen entreiße mich, allbesungene Herrin, * indem du bestürmst deinen Sohn, den Logos, * den Menschenliebenden.
( nach: O des unfassbaren Wunders )
Jetzt, Stavrotheotokion: Was für ein Schauspiel ist da zu sehen * und tritt mir vor Augen, o Gebieterin? * Der du die ganze Schöpfung hältst in Händen, * wirst aufgehängt am Holze * und leidest den Tod, der du allen gewährst das Leben! * So rief die Gottesgebärerin unter Klagen, * als sie ihn sah hängen am Kreuze, * der unsagbar war aus ihr aufgeleuchtet, * den Gott und Menschen.
Tropar
Ton 4.
Dein Lämmchen Theodosia schreit, o Jesus, mit lauter Stimme: / Nach dir, mein Bräutigam, sehne ich mich / und dich suchend kämpfe ich, / werde mitgekreuzigt und mitbegraben durch deine Taufe, / ich leide um deinetwillen, um mit dir Königin zu sein, / ich sterbe für dich, um in dir zu leben. / So nimm denn als makelloses Opfer an, / die mit Sehnsucht dir geopfert wurde. // Auf ihre Fürbitten, als Erbarmungsreicher, errette unsere Seelen.
Die Tugend hast du wohlgefällig ergriffen, o Märtyrerin, / und bist zum reinen Gefäß Christi und zur geliebten Wohnstatt des Heiligen Geistes geworden. / Daher hast du beschämt den Feind, der wider das menschliche Geschlecht streitet. / Gut hast du gekämpft, den Kopronymos mit dem Schwert des Glaubens geschlagen, Theodosia, / und bist freudig zum himmlischen Brautgemach hinüber-gegangen. / Denen, die dich im Glauben ehren, // erbitte immerdar das große Erbarmen.

- Zum Orthros -

Kondak
Ton 2. ( nach: Nach dem, was oben ist, strebend )
Durch Mühsal hast du das Leben ohne Mühsal erlost, / in deinem Blut hast du den Kopronymos, den ruchlosen Feind der Kirche Christi, ertränkt, / allgerühmte Theodosia, / und mit den Heeren oben freuest du dich, // beschützend die, so dein Gedächtnis ehren.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Hypodiakon Nikolaj Thon, Unbekannter Übersetzer und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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