Minäon vom 1. Februar
Vorfeier der Begegnung des Herrn 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Bereit macht sich aufzunehmen * die erhabene Kirche * den Herrn, der kommt als Kind, um sich niederzulassen * in ihr und erstrahlen lässt in Gnaden * auf geistige Weise * ihre gläubige und Gott liebende Versammlung. * Ihm ruft sie: Du bist Ruhm und Ehre und Schmuck * meiner Fülle, o Logos, * Kind geworden im Fleisch um meinetwillen.
Das lichterfüllte Brautgemach, * die Wohnstatt hocherhaben, * der Tempel so heilig und geräumig, * sie trägt hinein in den Hochzeitssaal * des Tempels den Herren, * um ihn seiner heiligen Kirche zu verloben, * und bittet, dass aus Verderben und Gefahren werden errettet, * die fürwahr als Gottesgebärerin * sie ohne Unterlass lobpreisen.
Wohlan, hochheiliger Symeon, * die Hoffnung, die du besitzest, * mache dich auf sie zu schauen, den Christus, * im Tempel und ihn zu empfangen * auf den Armen und rufe: * Nun entlass mich, o Retter, von der Erde, deinen Diener! * Ruf auch Anna herbei, die Prophetin, dass sie preise * mit dir zusammen den Wohltäter, * der schauererregend ein Kind ist geworden.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Heute nimmt Symeon in die Arme * den Herrn der Herrlichkeit, * ihn, den im Dunkel einst Moses hat gesehen * auf dem Berge Sinai, * als er ihm gab die Tafeln. * Dieser ist es, der in den Propheten hat gesprochen * und der das Gesetz hat gegeben. * Dieser ist es, den David hat angekündigt, * der furchtbar ist für alle, * der hat das große und reiche Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Deine Auferstehung, Christus Erretter )
Das dreisonnige Licht, das ist glänzend * aufgeleuchtet aus der Jungfrau in ungekannter Weise, * hat erhellt durch die Strahlen der Gottheit, * die alles Licht übersteigt, * unsagbar die ganze Erde.
Nun entlässest du, o Herr, deinen Diener nach deinem Wort in Frieden; * denn meine Augen haben dein Heil gesehn. (Lk 2,29)
Um den Sterblichen vom Sturz aufzuhelfen, * der sie hat getroffen aus dem Fehltritt des Adam, * ist Christus erschienen und ein Kind geworden * aus der Jungfrau, * ohne sich zu verändern.
Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden * und zur Verherrlichung deines Volkes Israel. (Lk 2,32)
Um das Gesetz in der Schrift zu erfüllen, * lässt der Herr und Geber des Gesetzes * in den Tempel des Gesetzes nun sich bringen * von der Jungfrau-Mutter * als göttliches Kindlein.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Den Heiligen brachte die heilige Jungfrau * ins Heiligtum zum Priester. * Symeon aber streckte aus die Arme, * empfing ihn unter Jubel und rief: * Nun entlässest du deinen Diener, o Gebieter, * nach deinem Wort in Frieden, o Herr.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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