Minäon vom 29. Januar
Erhebung der Gebeine des hl. Märtyrerbischofs Ignatios des Gottesträgers 
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Zum Nachfolger bist du geworden * der Oberhäupter der Theologen, * indem du gefolgt bist ihren Spuren, * dich aufgemacht hast aus dem Osten, * erschienen bist im Westen * und Licht hast verbreitet durch die Strahlen der göttlichen Botschaft. * Sodann bist du, Allweiser, von der Welt untergegangen, * doch bei Gott aufgegangen, * umstrahlt vom Glanze der Gnade.
Zurück wurden heilig gegeben * deiner Stadt, o Gottesträger, * deine Reliquien, die, Allweiser, waren geheiligt * durch den Kampf überaus herrlich. * Und glänzend in Gnade * sind sie zum Anlass uns geworden durch ihre Rückkehr * einer Feier und erfüllen mit gottbegeisterter Freude * und mit Herzenswonne jene, * die dich ehren in Frömmigkeit.
Der Sonne gleich aufgeleuchtet * durch die Strahlen des Geistes * hast du mit Helligkeit erfüllt der Erde Enden * durch den Glanz deiner Kämpfe, der du voll Eifer * hattest vorgestanden * und die Lehren wahrhaftig der Frömmigkeit niedergeschrieben. * Und so bist du geworden zur Nahrung dem Gebieter, * welcher alles nährt, Allseliger, * durch unablässige Güte.
Als Morgenstern, Ignatios, * bist du vormals aus dem Morgenlande * im Abendlande aufgestrahlt überaus glänzend. * Nun aber hast du durch die Rückkehr * deiner heiligen Reliquien * glänzende Strahlen vom Westen über die Erde hin gebreitet. * So bitte, dass erlöst werden aus Verderben und Gefahren, * die im Glauben begehen * dein stets erhabenes Gedächtnis.
Ton 8.
Ehre: Gottesträger Ignatios, * du hast empfangen * deinen Eros, Christus, * und als Lohn erhalten * für deinen heiligen Dienst * am Evangelium Christi * die Vollendung im Blute. * So bist du geworden zum Weizen * des unsterblichen Ackersmannes. * Zermahlen wurdest du durch die Zähne wilder Tiere, * und ihm als süßes Brot erwiesen. * Bitte für uns, du seliger Kämpfer.
( nach: O des unfassbaren Wunders )
Jetzt, Theotokion: Rette mich, allreine Gebieterin, * die du Christus, den Erretter, * unsagbar hast geboren. * Denn dich allein hab ich als Beistand und Mauer * unzerstörbar, als Schutz und Frohlocken * und als göttliche Tröstung meiner Seele. * Du also erlöse mich von dem Wurm, der niemals schläft, * und von dem Feuer, das brennt auf ewig, * Mutter Christi Gottes.
Stichiren zur Stichovna
Ton 1. ( von Studites )
Ehre: O deiner starken und unerschütterlichen Seele, * wahrhaft seligster Ignatios! * Denn du trugest ein unentwegtes Verlangen * nach deinem wahren Freunde. * Du sprachest: Nicht ist in mir ein Feuer, * welches liebte das Stoffliche; * vielmehr ist in mir lebendiges und redendes Wasser, * das von innen spricht zu mir: Auf zum Vater! * So hast du, entflammt vom göttlichen Geiste, * die Bestien gereizt, dass schneller aus der Welt du schiedest * und zu Christus, dem Ersehnten, gelangest. * Ihn bitte, dass unsere Seelen Errettung finden.
Jetzt, Theotokion: Die du entgegennimmst der Sünder Bitten * und nicht verachtest die Seufzer der Bedrängten, * bitte ihn, der entsprossen ist deinem reinen Leibe, * dass wir werden errettet, * allheilige Jungfrau.
- Zur Liturgie -
Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Frohgemut wird sein der Gerechte im Herrn, // und er wird hoffen auf ihn.
Vers: Erhöre, o Gott, meine Stimme, wenn ich zu dir flehe.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die HabräerHebr 4,14 - 5,6 ( Stelle lesen: Hebr 4,14 - 5,6 ( Stelle lesen: Hebr 4,14 bis Hebr 5,6 ) ) Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
‹Der› Gerechte wird blühen wie eine Palme, und wie eine Zeder auf dem Libanon wird er sich vermehren.
Vers: Gepflanzt im Hause des Herrn, werden sie aufblühen in den Höfen unseres Gottes.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Und er kam nach Kaperna’um. Und im Haus angekommen, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg unter euch überlegt? Sie aber schwiegen; denn sie hatten sich auf dem Wege untereinander besprochen, wer ‹von ihnen› größer ‹sei›. Und er setzte sich, rief die Zwölf, und er spricht zu ihnen: Wenn einer Erster sein will, soll er Letzter von allen und Diener aller sein. Und er nahm ein Kind, stellte es in ihre Mitte und, als er es in die Arme genommen hatte, sprach er zu ihnen: Wer auch immer eines solcher Kinder aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf; und wer auch immer mich aufnehmen wird, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. Johannes aber antwortete ihm: Lehrer, wir sahen einen, der uns nicht nachfolgt, Dämonen austreiben in deinem Namen; und wir hinderten ihn, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: Hindert ihn nicht; denn es gibt keinen, der einen Machterweis in meinem Namen tut und mich alsbald schlechtzureden vermögen wird; denn wer nicht wider euch ist, ist für euch. Denn wer auch immer euch mit einem Becher Wasser tränken wird in meinem Namen, weil ihr dem Christus angehört, amen, ich sage euch: Er wird keineswegs um seinen Lohn kommen.
(Mk 9, 33-41)*
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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