Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 3. Januar

Vorfeier der Theophanie sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( von Ioannes Monachos )
Jetzt, Theotokion: O des unfassbaren Wunders! * Der da tauft im heiligen Geiste und im Feuer, * kommt zum Jordan, um sich taufen zu lassen von Ioannes. * Nicht bloßer Gott ist er und nicht nackter Mensch, * sondern in den beiden Naturen * ein und derselbe einziggezeugte Sohn. * Er verlangt die Taufe * als Mensch von einem Sterblichen, * nimmt aber als Gott hinweg die Sünde der Welt * und gewährt allen das große Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Am dritten Tage )
Siehe der Gläubigen Erleuchtung, * siehe unsere Versöhnung * will in die Ströme des Flusses steigen, * um vom Schmutze der Bosheit * die Menschen rein zu machen * und uns Zerschlagne neu zu bilden.
Darum will ich deiner gedenken * vom Jordanland und vom Hermon. (Ps 41,7)
Als, o Herr, der Vorläufer * dich sah kommen und bitten, * von ihm getauft zu werden, * da rief in Furcht er aus: * Mein Gott, mein Bildner, wie soll ich dich * taufen, den Unbefleckten?
Es sahen dich die Wasser, o Gott, * es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht. (Ps 76,17)
Wir wollen im Geiste, ihr Gläubigen * uns versammeln am Jordanstrom, * um das große Wunder wahrhaft zu schaun; * denn der Schöpfer von allem * ist sichtbar nun erschienen * und hat sich eingestellt zur Taufe.
Ton 5.
Jetzt, Theotokion: Im Flusse Jordan schreitet Christus, unser Gott, zur Taufe, * da er uns will reinigen durch sein Erscheinen * von unseren Verfehlungen * als der einzig Gute und Menschenliebende.

Weihe der Palmen und Weiden

Der Priester weihräuchert die Palmen- und Weidenzweige.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: O Herr, unser Gott, der Du thronest auf den Cherubim, Du hast wieder aufgerichtet Deine Herrschaft und hast Deinen Sohn gesandt, damit Er durch Sein Kreuz, Sein Grab und Seine Auferstehung die Welt erlöse. Als Er nun heute zu Seinem freiwilligen Leiden in Jerusalem einzog, ging Ihm das Volk, das in der Dunkelheit und im Schatten des Todes saß, entgegen, und als Sinnbilder des Sieges trug es Zweige von Bäumen und Palmen, um im Voraus die Auferstehung zu verkünden. Du Selbst, o Gebieter, bewahre und erhalte uns, die wir, ihrem Beispiel folgend, am Vorabend dieses Festes Palmen und Zweige in unseren Händen tragen, und wie die Volksmenge und die Kinder Dir „Hosanna“ zurufen. So mögen wir unter Hymnen und geistlichen Liedern gelangen zur lebenspendenen Auferstehung am dritten Tag: durch unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen guten und lebenspendenen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Dann besprengt der Priester die Palmen mit Weihwasser, wobei er dreimal spricht:
P: Diese Palmen werden gesegnet durch die Besprengung mit diesem hl. Wasser: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Nach der Satzung wird die Weihe durch das Weihrächern und das Gebet vollzogen. In der Praxis werden die Zweige jedoch auch mit Weihwasser besprengt.
Bei der anschließenden Ölsalbung verteilt der Priester die Zweige an alle Anwesenden.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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