Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 23. Dezember

Vorfeier der Geburt Christi sechs

- Zur Vesper -

Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
     Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du vom Höchsten )
In Erfüllung * der Ruf des Isaïas nun geht. * Denn siehe, die Jungfrau trägt den Unbegreiflichen * als dem Leibe nach Umgrenzten * im Schoße und schickt sich an, ihn unfassbar zu gebären. * Du gottempfangende Höhle, rüste dich! * Und mache dich bereit, o Bethlehem! * Denn der König hat dich zur Wohnstatt erwählt. * Empfange, du Krippe, in Windeln gewickelt * Christus als Säugling, der da lösen soll * die Stricke der Missetaten * der Menschen in seiner Güte.
Die beseelte * und lichterfüllte Wolke, * die in sich trägt den himmlischen Regen, * schickt sich nun an, ihn herabzuträufeln * auf die Erde, auf dass ihr Antlitz er benetze. * Die geistige Schwalbe, die hat den Frühling * der Gnade in ihrem Inneren, * gebiert ihn auf unsagbare Weise, * ihn, der vertreibt den Winter der Gottlosigkeit. * Der Palast, so rein und unbefleckt, * führt ein in die Höhle den König, * der einen Leib hat angenommen.
Aufgezeichnet * mit den Knechten wardst du, Gebieter, * der du wolltest, dass der Schuldbrief werde zerrissen * und dass alle würden eingetragen * ins Buch der Lebenden, die tot waren durch den Trug der Schlange. * Die Jungfrau aber trug dich, der alles trägt, * der sich hat angetan mit dem sterblichen Fleische * und einkehren wollte in der Höhle. * Sobald du geboren bist, werden von oben * die Engelscharen dich besingen * mit den gotterfüllten Hirten, * fassungslos ob deiner Macht und Gewalt.
Ton 2. ( von Kyprianos )
Jetzt, Theotokion: Bethlehem, Land Juda, * als Lebensraum im Fleische * richte glänzend her die göttliche Höhle, * in welcher Gott geboren wird im Fleische * aus der heiligen Jungfrau, die vom Manne nicht weiß, * um zu erretten unser Geschlecht.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( nach: Am dritten Tage )
Gottes grenzenlose Weisheit * hat ein Haus über allem Verstehn * sich erbaut aus der Jungfrau, er, Christus, * und kommt geboren zu werden * in der Höhle und Krippe der Tiere * im Fleische jenseits des Begreifens.
Gott kommt vom Theman, * der Heilige aus dem Berge beschattet vom Walde. (Hab 3,3)
Du erschienst den Propheten, o Christus, * wie's dich, den Schöpfer, war möglich zu sehn. * doch ließest du dich schauen * von allen Menschen * in den letzten Zeiten, geworden * ein Säugling in der Stadt Bethlehem.
Herr, ich vernahm die Kunde von dir und geriet in Furcht; * Herr, ich nahm wahr deine Werke und geriet außer mir. (Hab 3,2)
Ein wandernder Stern, er zeigte an * Christus, die Sonne der Herrlichkeit, * den Sterndeutern in der Stadt Bethlehem; * und die Engel künden nun * den Hirten die frohe Botschaft. * Lasst sie gottsinnend uns begleiten.
( von Anatolios )
Jetzt, Theotokion: Rüste dich Bethlehem; denn geöffnet ist Eden! * Bereite dich, Ephratha; denn erneuert wird Adam und Eva mit ihm! * Denn gelöst ward der Fluch; die Rettung erblühte der Welt. * Die Seelen der Gerechten sich rüsten * und bringen als Gabe dar anstelle der Myrrhe den Hymnus, * da sie erwerben die Rettung der Seele und die Unvergänglichkeit. * Denn siehe, er, der liegt in der Krippe, * ermuntert jene, anzustimmen den geistlichen Hymnengesang, * die unaufhörlich rufen: Ehre sei dir, o Herr!
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.

- Zur Liturgie -

D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Beginn der Liturgie in der Osterzeit

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
     Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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