Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 22. Dezember

Großmärtyrerin Anastasia die Fessellöserin ohne

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Allgerühmte Martyrer )
Wie wunderbar erstrahlen, * Martyrerin, deine Siege! * Wie hochgerühmt sind deine Kämpfe! * Wie wird allzumal dein Bekenntnis gepriesen! * Wie viele sind der Wunder, * wie zahllos die göttlichen Zeichen! * Durch sie verherrlicht dich * auf ewig, den du hast verherrlicht * durch deinen hehren Leib im Kampfe.
Weil den Ruhm du liebtest, * Erhabene, der Kämpfer, * eiltest du, nachzuahmen ihren Eifer. * So unterzogest du dich heftigsten Qualen. * Nun aber vertreibest du * alle Qual durch göttliche Gnade, Allgerühmte, * aus unsern Seelen * und Leibern, die wir ehren * deine Kämpfe und Siegestaten.
Wahrhaft heller als die Sonne * erglänzest du, Gepriesene, * als deinen Kampf du hattest vollendet. * Durch die Strahlen deiner vielen Wunder * du aller Gedanken * erleuchtest, die zu deinem heiligen Schreine * voll Glauben eilen, * da aus ihm quellen gotterfüllte Ströme, * Anastasía, Zeugin großen Namens.
Ton 2.
Ehre: Der Auferstehung Geschenk hast du empfangen, * allgerühmte Anastasía, * da du den Sieg im Stadion hast errungen. * Denn die Menge der Dämonen * hast du völlig vernichtet * und sie dem Meere überliefert, * siegreiche Martyrerin, du Bewundernswerte.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4.
Ehre: Benannt nach der lebentragenden Auferstehung Christi * entsprachest du in deinem Wandel * deinem Namen, o Erhabene. * Nachdem du Kraft in deiner Natur hattest gewonnen * und Stärke im Sinne, * wobest du dir ein Purpurgewand * mit dem Purpur deines Blutes. * Und wie ein königliches Szepter * hältst du das Kreuz in Händen * und herrschest mit Gott, dem Retter, * allerseligste Anastasía. * Ihn bitte, dass auch wir werden erleuchtet * von seiner göttlichen Herrlichkeit.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 3,23-29 ( Stelle lesen: Gal 3,23-29 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Geduldig harrte ich des Herrn, und er hatte acht auf mich.
Vers: Er stellte auf einen Fels meinen Fuß und machte gerade meine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Und siehe, da war eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers zu Tische liege, brachte sie ein Alabasterfläschchen mit Balsam, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und sie wischte sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, küsste seine Füße und salbte sie mit dem Balsam. Als es aber der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich. Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es gnädig beiden. Wer nun von ihnen, sprich, wird ihn mehr lieben? Simon aber antwortete und sprach: Ich nehme an, der, dem er das Mehrere gnädig geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes abgewischt. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem sie hereinkam, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt; diese aber hat mit Balsam meine Füße gesalbt. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. Und die mit zu Tische Liegenden fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; ziehe hin in Frieden. (Lk 7, 36-50)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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