Minäon vom Dezember.
Vorfeier der Geburt Christi 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Allgerühmte Martyrer )
Jungfrau völlig ohne Tadel, * als beseelter Gottespalast hast du in dir Raum gegeben * ihm, den nicht fassen die Himmel. * Du solltest ihn in der Höhle gebären, * dem Verstehen enthoben, * da er in Armut ist Fleisch geworden, * auf dass er mich vergöttlichte * und reich mich mache, der ich bin arm geworden, * da ich hab bitterster Speise mich nicht enthalten.
Da du wurdest eingeschrieben * durch die Knechte, o Christus, * auf Anordnung des Kaisers, * da kamst du aus Barmherzigkeit, um zu gewähren * die Freiheit, das Leben * und, o Langmütiger, die Erlösung * den unverständigen Dienern, * die deine Heils-Geburt verehren, * da du kommst zu retten unsere Seelen.
Das unbegreifliche Gebären, * das die Ordnung der Natur erneuert, * nahm wahr die unbefleckte Allheilige * und sie rief zum Sohne: Ich bin bestürzt, o geliebtestes Kind, * über das große Mysterium. * Auf welche Weise hab ich geboren * und bin doch Jungfrau geblieben * durch deine Macht, der du wirkest * alles nach deinem Willen.
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Höhle, bereite dich, * denn es kommt das Mutterlamm, * das trägt im Leibe Christus. * Du aber, Krippe, empfange * ihn, der durch das Wort erlöste * uns Erdgeborene vom Widersinn. * Ihr Hirten auf dem Felde, * bezeuget, * das furchteinflößende Wunder. * Ihr persischen Magier, * bringet dar dem König * Gold, Weihrauch und Myrrhe. * Denn der Herr ist erschienen * aus der Jungfrau-Mutter. * Vor ihm neigt sich als Dienerin die Mutter und betet ihn an. * Zu ihm, den sie trägt auf ihren Armen, sagt sie: * Wie wurdest du mir eingesät * oder wie mir eingepflanzt, * mein Erlöser und Gott?
Stichiren zur Stichovna
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Siehe, genaht hat sich die Zeit unserer Erlösung. * Höhle, halte dich bereit; * die Jungfrau naht sich, um zu gebären. * Freu dich und frohlocke, Bethlehem, Land Juda, * denn aus dir ist hervorgegangen unser Herr. * Höret, ihr Berge und Hügel, * und du, Judäas Umgebung, * denn es kommt Christus, * um zu retten den Menschen, den er hat gebildet, * als der Menschenliebende.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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