Minäon vom 22. November
Nachfeier der Einführung der Gottesmutter in den Tempel 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
O des unfassbaren Wunders! * Im voraus wird hingedeutet * auf das unsagbare Künftige, * das Geistige heute in sichtbaren Zeichen. * Denn die soll erstrahlen lassen der Welt das göttliche Licht * wird wie eine Braut eingeführt in den gotterfüllten Tempel. * Sie lasst uns lobpreisen als den Tempel der Gottheit, * den wunderbaren, heiligen, lichtvoll auf immer * Christi, des Spenders des Lichtes.
Die Erstlingsfrucht wahrhaft wohlgefällig * bringt Joachim, der Weise, * zusammen dar mit Anna * dem. der geruhte, ihnen diese göttliche Frucht zu schenken, * die Gottesmagd und Jungfrau Maria fürwahr, * durch deren Leid die Schuld wird hinweggenommen. * Sie lasst uns besingen fromm in Freude, * da sie zur Ursache der Freude * der ganzen Welt ist geworden.
Auf, wir wollen mystisch uns versammeln * und uns nun in Bewegung setzen, * die Lampen des Glaubens in Händen, * um Glanz dem Einherschreiten der Jungfrau zu geben. * Denn es zieht ein in den Tempel Gottes in Herrlichkeit, * die da verlobt ist in Wahrheit dem Geiste. * Ihre liebliche Feier lasst uns begehen * gottwürdig, da unsere Freude wir finden * an ihrem Einzug.
Ton 1.
Jetzt, Theotokion: Jubeln soll heute der Himmel von oben * und Freude mögen regnen lassen die Wolken * ob der so unfassbaren Großtaten Gottes. * Denn siehe, die Pforte, die schaut nach Osten, * die aus der Unfruchtbaren ward geboren * nach der Verheißung und Gott ward zur Wohnstatt geweiht, * heute ward sie in den Tempel gebracht * als Opfergabe ohne Makel. * Jubeln soll David und schlagen die Harfe. * Zugeführt werden, so sagt er, * dem König Jungfrauen hinter ihr drein; * die ihr nahestehn, werden zugeführt * in Gottes Zelt hinein zu seinem Gnadenthron, * um aufgezogen zu werden * zur Wohnstatt dessen, der vor den Äonen * ward unsagbar gezeugt aus dem Vater, * zur Rettung unserer Seeelen.
Parimien
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an PhilemonPhlm 1,1-7 ( Stelle lesen: Phlm 1,1-7 ) Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( nach: Haus Ephratha )
Heute entzünden * die Scharen der Jungfrau * Lampen unter Psalmengesang, * um glanzvoll den Weg zu bahnen * der Allmakellosen allein.
Es werden zugeführt werden dem König Jungfrauen hinter ihr drein; * die ihr nahestehn, werden dir zugeführt werden. (Ps 44,15)
Den Berg in geistigem Sinne, * die gotterfüllte Tafel, * den Krug, die Brücke, * du Prophet, empfange, * die einzig Allmakellose.
Sie werden zugeführt werden in Freude und Frohlocken, * sie werden zugeführt werden in den Tempel des Königs. (Ps 44,16)
Die Pforten des Heiligtums * erhebe, Zacharias, * du Prophet, und empfange * die göttliche Pforte Gottes, * die alleinige stete Jungfrau.
( nach: Haus Ephratha )
Jetzt, Theotokion: Heute wird zum Tempel gebracht * die allmakellose Jungfrau, * in die Wohnstatt Gottes, des Allherrschers, * der da nährt unser ganzes Leben. * Heute wird das allerreinste Heiligtum * als ein Mädchen von drei Jahren * in das Allerheiligste eingeführt. * Ihr lasst uns ausrufen wie der Engel: * Sei gegrüßt, du alleine * unter den Frauen Gepriesene.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
Vers: Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr.
Vers: Dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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