Oktoich
Ton 4. Sonntag.
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Dein lebenschaffendes Kreuz verehren wir, / Christus Gott, unaufhörlich / und preisen deine Auferstehung am dritten Tage; / denn durch sie hast du erneuert / die verdorbene Natur der Menschen / und uns gezeigt, Allmächtiger, / den Aufstieg in die Himmel // als der einzig Gute und Menschenliebende.
Aufgehoben hast du die Strafe / für das Holz des Ungehorsams, Erretter, / ans Holz des Kreuzes genagelt aus freiem Willen. / Und in den Hades hinabgestiegen, o Mächtiger, / hast du als Gott zerrissen die Fesseln des Todes. / So verehren wir deine Auferstehung von den Toten / und rufen unter Frohlocken: // „Allmächtiger Herr, Ehre sei dir.“
Die Pforten des Hades / hast du, o Herr, zertrümmert / und durch deinen Tod des Todes Reich vernichtet. / Das Menschengeschlecht aber hast du vom Verderben befreit, / Leben der Welt geschenkt und Unverweslichkeit // und das große Erbarmen.
Kommt, ihr Völker, wir wollen besingen / die Auferweckung des Erretters am dritten Tage. / Durch sie wurden wir erlöst von den unlösbaren Fesseln des Hades / und haben alle erlangt / Unverweslichkeit und Leben. / Und so rufen wir: / „Der du wurdest gekreuzigt und begraben / und bist auferstanden, / rette uns durch deine Auferstehung, // allein Menschenliebender.“
Engel und Menschen, o Erretter, / besingen deine Auferweckung am dritten Tage. / Durch sie wurden erleuchtet des Erdkreises Enden, / und wir wurden alle erlöst / von der Knechtschaft des Feindes. / Und so rufen wir: / „Lebenschaffender Erretter, / du Allmächtiger, / rette uns durch deine Auferstehung, // du allein Menschenliebender.“
Die ehernen Pforten hast du zertrümmert, / die Riegel, Christus Gott, zerschmettert / und hast aufgerichtet das gefallene Menschengeschlecht. / So lasst uns einhellig rufen: / „Der du bist auferstanden von den Toten, // Herr, Ehre sei dir.“
Herr, deine Zeugung aus dem Vater / ist zeitlos und ewig, / die Fleischwerdung aber aus der Jungfrau / für Menschen unsagbar und unerklärlich / und der Hinabstieg in den Hades / dem Teufel und seinen Engeln fürchterlich. / Denn den Tod hast du zertreten, / als du auferstandest am dritten Tage, / und hast Unverweslichkeit gewährt den Menschen // und das große Erbarmen.
Ton 4. ( Gottesmutterstichiren des Paulus von Amorium )
Dich hat den Gläubigen als Schutz erwiesen / Er, Der ist Gott über alles, / da Er ist fleischgeworden aus deinem Blute, / Gottesgeberärin, Allreine, / als Patronin und Vorkämpferin für jene / in Bedrängnissen und Nöten / und als stillen Hafen im Sturme. / So rette, du unter deinen gotterfüllten Schutz sich flüchten // aus aller Trübsal und Trauer.
Preisen will ich und verehren, / will ehren und besingen, / will allzeit rühmen deinen erhabenen Namen, / allselige Gebieterin. / Verlaß mich nicht den Feinden zur Freude, / unter deinen Schutz ich mich habe geflüchtet, / sondern bewahre mich vor allen Versuchungen / unter den Flügeln deiner Bitten, // du allzeit Unversehrte.
Sei gegrüßt, Gottesmutter, du Reine. / Sei gegrüßt, du Hoffnung der Gläubigen. / Sei gegrüßt, du Reinigung der Welt. / Sei gegrüßt, die du aller Trübsal entreißest deine Diener. / Sei gegrüßt, du Trost der Menschen. / Sei gegrüßt, du Hilfe, die trägt das Leben. / Sei gegrüßt, du Bollwerk derer, die zu dir rufen. / Sei gegrüßt, Gottes göttliche Wohnstatt // und du heiliger Berg.
Ton 4. ( Dogmatikon )
Jetzt, Dogmatikon: Der Prophet David, / durch dich Gottesahne, / er meinte dich in seinem Liede, / da er im voraus zurief jenem, / der an dir hat Großes getan: / „Es steht die Königin zu deiner Rechten.“ / Denn dich hat als Mutter erwiesen, / die hervorbringt das Leben, / Gott, dem es hat gefallen, / ohne Vater aus dir Mensch zu werden, / um sein eigenes Bild wiederherzustellen, / das durch die Leidenschaften war verdorben, / um das verirrte Schaf zu finden, / das sich verlaufen hatte in den Bergen, / es auf seine Schultern zu nehmen, / es zum Vater hinzutragen / und es den himmlischen Mächten beizufügen / durch seinen eigenen Willen / und, Gottesgebärerin, die Welt zu retten, // er, Christus, der da hat das große und reiche Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Als du, Herr, das Kreuz hast bestiegen, / da hast du ausgelöscht der Voreltern Verfluchung; / und hinabgestiegen in den Hades, / hast du befreit die von jeher Gefesselten / und die Unverweslichkeit geschenkt dem Geschlechte der Menschen. / So besingen und lobpreisen wir // deine lebenschaffende und heilbringende Erweckung.
Ans Holz geheftet, einzig Mächtiger, / hast du ins Wanken gebracht die ganze Schöpfung. / Ins Grab gelegt aber ließest du auferstehn, / die da wohnten in den Gräbern, / und schenktest dem Geschlechte der Menschen / Unverweslichkeit und Leben. / So besingen und lobpreisen wir // deine Erweckung am dritten Tage.
Das gesetzwidrige Volk, o Christus, / hat dich ausgeliefert dem Pilatus / und verurteilt zur Kreuzigung. / So zeigte sich seine Verblendung / gegen den, der ihm hatte wohlgetan. / Du aber nahmest das Grab auf dich / aus freien Stücken, / erstandest in eigener Macht / als Gott am dritten Tage / und schenktest uns Leben ohne Ende // und das große Erbarmen.
In Tränen suchten nach dir die Frauen, / die gekommen waren zum Grabe. / Da sie dich nicht fanden, wehklagten sie, / brachen in Weinen aus und riefen: / „Wehe, unser Erretter, / du König über alles, / wie nur wurdest du beiseite geschafft?“ / Ein Engel aber antwortete ihnen und sagte: / „Weinet nicht, sondern gehet hin und kündet, / dass der Herr ist erstanden / und uns gewährt das Frohlocken // als der einzig Barmherzige.“
Jetzt, Theotokion: Neige dich zu den Bitten / deiner Diener, du ganz ohne Tadel, / setz ein Ende den Erhebungen unserer Nöte / und befreie uns aus aller Bedrängnis. / Denn dich allein besitzen wir / als sicheren und zuverlässigen Anker, / und wir haben deinen Beistand. / Mögen wir nicht zuschanden werden, Gebieterin, / wenn wir uns an dich wenden: / Eile, für jene zu flehen, / die voll Vertrauen zu dir rufen: / „Sei gegrüßt, Gebieterin, / du aller Hilfe, Freude und Schutz / und du Rettung unserer Seelen.“
Sedalen 1
Als sie erblickten den Eingang zum Grabe, / doch nicht ertrugen den Feuerglanz des Engels, / da gerieten die Myrrhenträgerinnen außer sich und riefen: / Ist etwa entwendet worden, der dem Räuber das Paradies hat geöffnet? / Ist etwa auferweckt worden, der schon vor dem Leiden hat verkündet die Erweckung? / Wahrhaftig! Christus Gott ist auferstanden // und denen im Hades gewährt er Leben und Auferstehung.
Steh auf, Herr mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Aus freiem Willen hast du das Kreuz erduldet, Erretter, / und in ein neues Grab legten sterbliche Menschen / jenen, der durch ein Wort hat die Enden zusammengefügt. / So ward der feindliche Tod gebunden und gar sehr geplündert. / Und alle im Hades riefen deiner lebenbringenden Erweckung: / Christus ist auferstanden, // der Lebenspender, der da bleibt in Ewigkeit.
Erschüttert ward Joseph, als er das Übernatürliche schaute, / und er rief sich ins Gedächtnis den Regen auf geschorener Wolle / bei deiner samenlosen Empfängnis, Gottesgebärerin, / den Dornbusch, der im Feuer nicht verbrannte, den sprießenden Stab des Aaron. / Und er, dein Verlobter und Beschützer, bezeugte den Priestern und rief: / Die Jungfrau gebiert und auch nach der Geburt // bleibt sie wiederum Jungfrau.
Sedalen 2
Erstanden als Unsterblicher aus dem Hades / hast du mitauferweckt, Erretter, / deine Welt, unser Gott, durch deine Auferstehung. / Gebrochen hast du in Stärke die Macht des Todes, / hast allen erzeigt, o Barmherziger, die Auferstehung. / Darum lobpreisen wir dich, // du einzig Menschenliebender.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Aus den Höhen oben stieg Gabriel hernieder / und fand sich ein bei dem Felsen, / der barg den Fels des Lebens. / Weißgekleidet rief den weinenden Frauen er zu: / Laßt ab vom Wehgeschrei, die allzeit das Mitleid ihr habet. / Denn er, den unter Tränen ihr suchet, / - seid getrost!- er ward auf erweckt in Wahrheit. / Tut darum kund den Aposteln, // daß der Herr ist erstanden.
Es erstaunten vor dem schauererregenden Mysterium / deiner Mutterschaft alle Engelchöre, o Reine: / Wie läßt er, der durch seinen Wink allein hält alles zusammen, / sich als Sterblicher halten auf deinen Armen? / Wie nimmt einen Anfang, der ist vor den Äonen? / Wie wird mit Milch gestillt, der allen Odem nährt in unsagbarer Güte? // Und als Gottes wahrhafte Mutter sie dich rühmen und preisen.
Ipakoi
Die Myrrhenträgerinnen liefen zu den Aposteln / und verkündeten ihnen die Botschaft / von deiner unfaßbaren Erweckung, / daß du, Christus, als Gott bist erstanden // und gewährst der Welt das große Erbarmen.
Stepenny
Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Zweite Antiphon.
Ich ruf zu dir, o Herr, inbrünstig aus der Tiefe meiner Seele. Neige mir auch zur Erhörung dein göttliches Ohr.
Jeder, der Hoffnung hat auf den Herrn, ist allem Schaden enthoben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.Durch den Heiligen Geist quellen die Ströme der Gnade und bewässern alle Schöpfung zur Hervorbringung von Leben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.Durch den Heiligen Geist quellen die Ströme der Gnade und bewässern alle Schöpfung zur Hervorbringung von Leben.
Dritte Antiphon.
Mein Herz soll zu dir sich, o Logos, erheben; und keine Lust der Welt wird mich verleiten zu dumpfer Erdhaftigkeit.
Wie einer hat Zuneigung zu seiner Mutter, so schulden dem Herrn wir noch heißere Liebe.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.Durch den Heiligen Geist wird der Reichtum der Gotteserkenntnis, der Schau und der Weisheit zuteil. Denn all die Lehren des Vaters der Logos in ihm offenbart.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.Durch den Heiligen Geist wird der Reichtum der Gotteserkenntnis, der Schau und der Weisheit zuteil. Denn all die Lehren des Vaters der Logos in ihm offenbart.
Prokimenon des Orthros
Stehe auf, o Herr, hilf uns / und erlöse uns um der Ehre Deines Namens willen.
Vers: Gott, mit unseren Ohren haben wir es vernommen.
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 4.
Von Johannes von Damaskus.
Irmos: Als des Meeres rote Fluten trockenen Fußes / durchschritten hatte das alte Israel, / da warf es zurück durch die kreuzförmig erhobenen Hände des Moses // Amaleks Macht in der Wüste.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Erhöhen ließest du dich, um unserem Falle wiederaufzuhelfen, / auf das reine Holz des Kreuzes / und hast so, Gebieter, abgeholfen // der Verderbnis im Holze als der Gute und Allgewaltige.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Im Grabe leiblich, im Hades aber als Gött mit der Seele, / im Paradiese mit dem Räuber / und auf dem Throne warst du, o Christus, // mit dem Vater und dem Geist, Unumschreibbarer, alles erfüllend.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Nach dem Willen des Vaters hast du samenlos vom göttlichen Geiste / den Gottessohn empfangen / und hast im Fleische ihn geboren, // den aus dem Vater Mutterlosen und Vaterlosen aus der Mutter.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Öffnen will ich meinen Mund, und er wird voll werden des Geistes, und eine Rede will ich künden der königlichen Mutter, und man wird mich sehen fröhlich feiernd, und ich will freudig ihre Geburt singen!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Du heiltest die Zermalmung der Menschheit, Herr, durch dein göttliches Blut neu bildend dieselbe, und zermalmtest den Starken in Kraft, der früher zermalmt hatte dein Geschöpf!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Der Toten Auferstehung bist du durch deinen Tod geworden; denn die Stärke des Todes wurde getilgt, als er zusammenkam mit dem ewigen Leben, dem Alles beherrschenden, fleischgewordenen Gott!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Erhaben über die himmlischen Kräfte wurde dein schönes, göttliches, beseeltes Haus, die du, Jungfrau, trugst in deinem Mutterschoße den heiligen Berg unseres Gottes!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Akrostichon: Das vierte Lied der allreinen Maid.
Irmos: Die dreifach aufgestellten gewaltigen Kriegsleute, die Dreiheit der Seelenkräfte, versenke, du aus der Jungfrau Geborener, in den Meeresabgrund der Leidenschaftslosigkeit. Ich flehe, auf dass ich dir, wie auf einer Pauke, durch Abtötung des Leibes das Siegeslied singe!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus Furcht vor deinem Gebären erbebten die Völker, erschraken die Heiden, sanken dahin die mächtigen Reiche! Denn es kam mein König, nahm den Tyrannen gefangen und befreite die Welt vom Verderben!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Seine Wohnstätte hat der in den Höhen wohnende, zu den Sterblichen niedergestiegene Christus geweiht und unerschütterlich erwiesen; denn sie, die den Schöpfer gebar, blieb allein auch nach dem Gebären das Juwel der Jungfräulichkeit!
dreiheitskanon, Ton 4.
Die urgöttliche Dreiheit in den Personen lasset uns preisen, der drei Personen eine Natur gleicher Ewigkeit, gleichen Thrones. Zu ihr flehend, sprechen wir: Rette die, welche gläubig dich preisen.
Es ward vom Vater durch den Geist mit des Frohlockens göttlichem Öle gesalbt der Sohn, in welchem er die Fleischwerdung annahm, und der einen Gottheit Dreipersönlichkeit hat er gelehrt.
Deiner unzugänglichen Herrlichkeit Zier, dreisonnige Einheit, nicht ertragen die Seraphim es, sie zu schauen. Mit Schwingen verhüllen sie sich und in dreiheiligen Liedern singen sie ohne Ende dir Preis.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Unsagbar hast du den Bildner des Alls, Allreine, geboren, der vom alten Fluch die Sterblichen löset und vom Tod der Verwesung. Und durch dich erkannten wir, dass Einer ist der dreipersönliche Gott.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es erbebten die Völker. Es gerieten in Aufruhr die Heiden. Es wankten gewaltige Reiche, o Reine, aus Schrecken vor deinem Sohn. Denn mein König kam und vernichtete den Tyrannen und erlöste vom Verderben die Welt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sein Gezelt hat Christus geheiligt, der wohnet in Höhen und niederstieg zu den Sterblichen. Nicht ließ er zu, dass es wankte. Denn als Einzige verharrte nach dem Gebären als der Jungfräulichkeit Kleinod sie, die den Schöpfer gebar.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Es freut sich an dir deine Kirche und ruft, o Christus: / Du bist meine Kraft, o Herr, // meine Zuflucht und meine Stärke.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das Holz des Lebens, der geistige und wahre Weinstock, / er hängt am Kreuze // und läßt allen quellen Unsterblichkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der als Großer und Furchtbarer hat niedergerissen den Hochmut des Hades, / ist auch als unsterblicher Gott // nun leiblich auferstanden.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du allein bist denen auf Erden zur Ausspenderin der übernatürlichen Güter, / o Mutter Gottes, geworden. // Darum bringen wir dir das "Sei gegrüßt".
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Die dir Lobsingenden, Gottesgebärerin, du lebendige und unerschöpfliche Quelle, die eine Festversammlung Abhaltenden kräftige geistlich und würdige sie bei deinem göttlichen Ruhm der Kronen der Herrlichkeit!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Die Schlange bohrte mir, Erlöser, die gifterfüllten Zähne ein, welche du, allmächtiger Gebieter, mit den Nägeln deiner Hände zermalmtest: denn nicht ist ein Heiliger der Heiligen, außer dir, Menschenliebender!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Gesehen wurdest du, Menschenliebender, im Grabe als lebendigmachender Toter, und du öffnetest die Pforten des Hades den seit der Urzeit dort befindlichen Seelen; denn nicht ist ein Heiliger der Heiligen außer dir, Menschenliebender!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als unbeackertes Feld bist du erschienen, die du geboren hast die Ehre des Lebens, den, der allen Teilnehmenden der Unsterblichkeit Spender ist, den Heiligen, der in den Heiligen heilig ruht!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Von der Höhe herab kamst du deinem Willen gemäß zur Erde, der du erhaben bist über jede Fürstenmacht, und erhobest die sterbliche Natur aus dem tiefsten Hades; denn nicht ist ein Heiliger außer dir, Menschenliebender!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Immer Jungfrau, Allunschuldige, gereinigt wird die Natur der Sterblichen durch dich wie ein in der Asche gebackenes Brot verbunden mit dem unerträglichen göttlichen Feuer, welches auch dich unversehrt bewahrte!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erhaben über allen Schaaren der Engel, wer ist sie, die fürwahr Gott am Nächsten ist? Sie, die allein in der Schönheit der- Jungfräulichkeit als Mutter des Alleinherrschers strahlt?
dreiheitskanon, Ton 4.
Als du einst Kraft aus der Höhe deinen heiligen Aposteln sandtest, o Christus, vom Vater den Tröster, ließest erstrahlen du das eine, dreisonnige Wesen.
Als dem Patriarchen Abraham du erschienest in Mannesgestalt, dreifältige Einheit, hast du deiner Güte und Herrschaft unveränderliches Wesen gezeigt.
Der du im Glauben bekannt wirst als ein Gott in drei Personen, sichtbar unbegrenzt, unausdenkbar für alle, errette unsere Seelen aus jeglicher Trübsal.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Durch deines Sohnes weise Worte belehrt, sagen wir Preis der einen und dreifalt strahlenden Urgottheit und preisen dich, die stets Jungfräuliche, selig.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es wird geläutert die Natur der Sterblichen, da sie durch dich begegnet ist dem schreckbaren göttlichen Feuer wie ein unter heißer Asche gebackenes Brot, geröstet von dem, der auch dich unversehrt hat bewahrt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wer ist diese, die in Wahrheit Gott steht so nah, da sie übertrifft alle Heere der Engel? Sie, die allein in der Jungfräulichkeit Zierde erstrahlt als des Allherrschers Mutter.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Als erhoben dich sah die Kirche am Kreuze, die Sonne der Gerechtigkeit, / da stand sie an ihrem Platze / und rief aus, wie es sich geziemte: // Ehre sei deiner Macht, o Herr.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Hinaufgestiegen bist du ans Kreuz, um meine Leiden zu heilen durch das Leiden deines reinen Leibes, / den freiwillig du trugest. / Deswegen wir dir rufen: // Ehre sei deiner Macht, o Herr.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als der Tod deinen sündlosen und lebenschaffenden Leib hatte gekostet, o Gebieter, / da ward er mit Recht getötet. / Wir aber zu dir rufen: // Ehre sei deiner Macht, o Herr.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du hast unbegattet, o Jungfrau, geboren und bist auch nach der Geburt wiederum jungfräulich erschienen. / Mit Liedern, die nicht verstummen, / wir dir deshalb das "Sei gegrüßt", o Gebieterin, rufen // im Glauben, den erschüttert kein Zweifel.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Den unerforschlichen Ratschluss Gottes über deine Fleischwerdung aus der Jungfrau, Höchster, sehend, rief der Prophet Habakuk: Ehre sei deiner Kraft, Herr!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Israel, obwohl mit dem Gesetz begabt, erkannte dich, Christus, den Gesetzgeber, nicht als Gott an, sondern heftete widergesetzlich dich als Gesetzesübertreter an das Kreuz, indem es unwert war des Gesetzes!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Deine mit der Gottheit verbundene Seele hat, Erlöser, die Schatzkammern des Hades beraubend, die seit der Urzeit dort befindlichen Seelen mit auferweckt. Der Leben bringende Leib aber ließ Allen Unsterblichkeit hervorquellen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Immer Jungfrau und wahre Gottesgebärerin verherrlichen wir Alle, dich, die dem Gottschauer Mose vorbildete, Allunschuldige, der, ohne zu verbrennen, vom Feuer berührte Dornbusch!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Ruhmreich sitzend in Herrlichkeit auf dem Thron der Gottheit, kam Jesus der Hochgöttliche, in leichter Wolke durch die unbefleckte Vermittlung und erlöste diejenigen, welche rufen: Ehre sei deiner Kraft, Herr!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tatsächlich erstrahlte den Menschen sichtbar der Unsichtbare, der da ist in der Gestalt der unfassbaren Gottheit. Und gestaltet aus dir, Mägdlein, in fremder (Gestalt), erlöst er die, welche dich kennen, die unschuldige Gottesmutter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Empfangen hat im Stoff die Jungfrau den Unstofflichen, der in Teilnahme am Stoffe ein Kind wurde aus ihr. Deshalb wird er erkannt als Einer in zwei Naturen, als fleischtragender Gott und überwesentlicher Mensch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lobwürdige, nach dem Gebären bewahrte dich als Jungfrau der Logos und Gott, der in dir, Jungfrau, wohnte und ohne Samen geboren ward und auch beim Gebären dich als Jungfrau bewahrt hatte, als Gebieter und Urheber der ganzen Schöpfung!
dreiheitskanon, Ton 4.
Dich überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit und dich Urherrschaft preisen wir mit den Seraphim als unteilbar im Wesen, als unvermischbar, gleich an Herrlichkeit, unbegreiflicher Gott.
Als die eine Gottheit, die unsagbar in den Personen zugegen und trotzdem gleich ist, zugleich in einer Herrschaft, als allein unbegrenzte, unumzirkte, preisen in Hymnen wir dich, den Bildner jeglicher Schöpfung.
Der anfanglose Ratschluss hat das Wort auf unsagbare Weise gezeugt und lässt hervorgehen auch den gleichmächtigen, göttlichen Geist. Und deshalb als wesensgleiche Dreiheit verkünden wir den Herrn, den Gott des Alls.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Geschaut von den Alten, hat im Bilde er, das Wort, vorherverkündet, o Jungfrau, die Menschwerdung aus dir. Doch später, als er den Menschen in Wahrheit erschien, offenbarte er die eine dreipersönliche Herrschaft.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Sichtbar hat der Unsichtbare mit den Menschen verkehrt in der unfassbaren Gottheit Gestalt. Und fremde Gestalt, Braut, empfangend aus dir, rettet er die, welche dich als reine Gottesmutter erkennen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In ihrem Körper hat die Jungfrau den Körperlosen empfangen, ihn, der in körperlicher Verknüpfung Kind ward aus ihr. Darum wird in zwei Wesenheiten als Einer erkannt der in Fleisch sich hüllende Gott und der Mensch, der sich über alle Wesen erhebt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als Herr und Bildner jeglicher Schöpfung hat Gott, das Wort, dich in der Geburt als Jungfrau behütet und nach dem Gebären hat dich, der in dir wohnte und jungfräulich geboren wurde, jungfräulich bewahrt.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Du, Herr, mein Licht, bist in die Welt gekommen / als heiliges Licht, das führt zur Abkehr / von der Unwissenheit voller Finsternis // jene, die dich im Glauben besingen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du, Herr, bist zur Erde aus Mitleid herabgestiegen. / Erhöht hast du das Wesen / der Menschen, das war gefallen, // als du hingest am Holze.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du hast aufgehoben, o Christus, die Schuld meiner Vergehen. / Du hast gelöst die Schmerzen / des Todes, o Barmherziger, // durch deine göttliche Auferstehung. (Apg 2,24)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dich stellen wir als unzerstörbare Waffe den Feinden entgegen. / Dich besitzen wir, o Gottesbraut, / als Anker und als Hoffnung // unseres Heiles.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Außer sich war das All ob deines göttlichen Ruhmes; denn du, vom Gatten unberührte Jungfrau, hattest im Schoße den Gott über Alles, und hast geboren den über ’die Zeit erhabenen Sohn, die du allen dich Lobpreisenden den Frieden zuerteilst!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Es empfing dich gänzlich der unvernünftige Hades mit dem Munde; denn, als er dich am Holze hangen sah, von der Lanze durchbohrt, ohne Äthern, den lebendigen Gott, hielt er dich für einen einfachen Sterblichen; er kannte aber, von dir berührt, die Kraft der Gottheit.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Den zerstörten Tempel deines Leibes, Menschenliebender, teilten das Grab und der Hades, und von beiden wurden gegen ihren Willen die Forderungen eingetrieben, indem der Eine die Seelen der Heiligen, das andere die Körper herausgab, Unsterblicher!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Siehe, nun ist erfüllt des Propheten Weissagung! Denn du, gattenlose Jungfrau, hattest im Mutterschoße den Gott über Alle, und gebärest den über die Zeit erhabenen Sohn, der Allen dich Besingenden den Frieden schenkt!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Ich werde jetzt auferstehen, sprach Gott weissagend, jetzt werde ich mich verherrlichen, jetzt mich erheben, den Gefallenen annehmend aus der Jungfrau und zum geistigen Lichte meiner Gottheit erhebend!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erwiesen hat dich uns als Haus der Herrlichkeit, als heiligen Berg Gottes, als. reine Braut, als Prachtsaal, als Tempel der Heiligung der Sohn Gottes, der in dir wohnte und als Paradies der ewigen Wonne!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du nahmst, Christus, Fleisch an aus jungfräulichem Blut, das samenlose, unbefleckte und enhypostatische, das mit Vernunft und Geist und Seele versehene, wirkende, wollende, Selbstbestimmung und Gewalt über sich selbst habende!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das Sinnen der Tyrannen machte der jungfräuliche Schoß zu Schanden. Denn das Kind untersuchte die seelenverderbliche Wunde der Schlange mit der Hand, fing den stolzen Empörer und legte ihn zu den Füssen der Gläubigen.
dreiheitskanon, Ton 4.
Durch Glauben verständig geworden, verehren wir der allwirkenden Gottheit einzige, unnahbare Natur, doch drei Personen, Leben schaffende, wesensgleiche: Vater und Sohn und den Heiligen Geist, das gleichewige Wesen.
Das Licht deines wesenhaften Glanzes lasse mir leuchten, Dreisonniger, einfache Gottheit, ungeschaffene Natur und allen lichtgebenden Strahls lichtspendende Quelle, dass deine unsagbare Schönheit ich schaue im Spiegel.
Als den einzigen Schöpfer des Alls, als in Wahrheit seinen allweisen Erhalter und Lenker, als den Fürsten des Lebens erkennen wir dich. So lasst denn gläubig uns rufen: Dreisonniger Herr, schirme, die Hymnen dir singen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Um zu vergöttlichen den einst geschändeten Menschen, ist der, welcher aus Güte ihn formte und zum Bilde machte des göttlichen Wesens, o Jungfrau, Mensch geworden aus dir und hat die eine, dreifältige Urgottheit verkündet.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Zum Hause der Herrlichkeit, zu Gottes heiligem Berge, o Reine, zum Brautgemache und zu der Heiligung Tempel, hat Gottes Sohn, der da wohnte in dir, dich uns bestellt, zum Paradiese ewiger Wonne.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Christus, du nahmst nicht aus Mannesgeblüte, vielmehr aus jungfräulichem Blute gezeugtes Fleisch, makelloses, in sich bestehendes, mit Geist und Sinn begabtes, beseeltes, wirkendes, wollendes, selbstherrliches, selbstmächtiges.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Das Sinnen des Höllentyrannen machte zuschanden jungfräulicher Schoß. Denn das Kind erprobt mit der Hand der Nattern tödliches Schlupfloch und den Abtrünnigen und Betrüger vernichtete es, unterwarf ihn den Füßen der Gläubigen.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Dir will ich opfern, Herr, mit der Stimme des Lobes, / so ruft dir zu die Kirche / gereinigt vom Unrat der Dämonen // durch dein Blut, das ist geflossen aus Erbarmen aus deiner Seite.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Bestiegen hast du das Kreuz, mit Herrschermacht gegürtet, / hast gerungen mit dem Tyrannen / und als Gott ihn aus der Höhe hinabgestoßen, // den Adam aber mit unüberwindlicher Hand wiederaufgerichtet.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Erstanden bist du in strahlender Schönheit aus dem Grabe, o Christus, / hast all die Feinde / in göttlicher Herrschermacht vernichtet // und alle als Gott mit Freude erfüllt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: O Wunder unerhörter als alle Wunder! / Denn ohne Kenntnis vom Manne / hat im Mutterschoße die Jungfrau / ihn, der alles umfaßt, empfangen, // ohne ihn zu beengen.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Es versenkte mich, der ich in die Tiefe des Meeres gekommen war. der Sturm vieler Sünden: doch als Gott führe empor aus der Tiefe mein Leben, Erbarmungsvoller!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Der Hades öffnete seinen Schlund und verschlang mich, und der Unvernünftige blähte sich auf in der Seele: doch Christus stieg hinunter und führte empor mein Leben als Menschenliebender!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Überwunden wurde der Tod durch den Tod: denn der Gestorbene erstand auf, Unsterblichkeit mir schenkend! Erschienen den Weibern, verkündet der Unsterbliche die Freude!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dein reiner Schoß, Gottesgebärerin, erschien als Gefäß der nicht zu ertragenden Gottheit, zu der ohne Furcht die Heerschaaren der Himmel nicht emporzublicken wagen!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Es versenkte mich, der ich in die Tiefe des Meeres gekommen war, der Sturm vieler Sünden: doch als Gott führe empor aus der Tiefe mein Leben, Erbarmungsvoller!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reine, einst hat mich die Schlange überlistet und getötet durch meine Urmutter Eva: jetzt aber hat durch dich, Unschuldige, er, der mich schuf, mich aus dem Verderben zurückgerufen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Allreine Maid, der Abgrund der Barmherzigkeit erwies dich als auserwählten Abgrund der Wunder; denn aus dir leuchtete hervor mit dem Blitz der Gottheit Christus, die Perle!
dreiheitskanon, Ton 4.
Es erschien, kündend die Sohnschaft, der Vater, und der Geist, der bei der Taufe Christus sich zeigte. Darum sagen der einen und dreifältigen Urgottheit wir Preis.
Als Isaias dich schaute, wie du gepriesen wardst in dreimal heiligen Hymnengesängen und auf erhabenem Throne du saßest, da erkannte er der einen Urgottheit dreifältiges Wesen.
Erhöhe, erhabener, dreipersönlicher König, auch unser Herz, das Herz deiner Knechte, dass strahlend wir schauen deiner Herrlichkeit Glanz.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Es ließ sich herab, sichtbar aus der Jungfrau in unserer Gestalt zu erscheinen als Menschenfreund Gottes Wort, und die Menschen machte er der göttlichen Herrlichkeit teilhaft.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Einst hat mich die Schlange betört und getötet in meiner Stammmutter Eva. Jetzt aber, du Reine, hat durch dich mein Bildner aus dem Verderben mich zu sich gerufen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Er, der Abgrund, machte dich unsagbar, o Braut, zu der Wunder der Erbarmung auserkorenem Abgrund. Denn aus dir strahlte auf Christus, die Perle, im Blitzen der Gottheit.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Die Jünglinge aus Abrahams Stamm in dem persischen Ofen / wurden vielmehr durch die Glut der Frömmigkeit / als durch das Feuer entflammt und riefen: // Gepriesen bist du, Herr, im Tempel deiner Herrlichkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Zur Unvergänglichkeit wurde die Menschheit wiederberufen / und im göttlichen Blute Christi / gewaschen ruft sie voll Dankbarkeit: // Gepriesen bist du, Herr, im Tempel deiner Herrlichkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als lebenbergend, als herrlicher wahrhaftig / als das Paradies und leuchtender / als jedes königliche Gemach hat sich erwiesen // dein Grab, o Christus, die Quelle unserer Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Sei gegrüßt, o geheiligte, gotterfüllte Behausung / des Höchsten, denn durch dich, Gottesgebärerin, / ward die Freude denen gegeben, die da rufen: // Gebenedeit bist du unter den Frauen, Allmakellose.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Nicht dienten der Schöpfung die Gottseligen neben dem Schöpfer, sondern des Feuers Drohung mannhaft verachtend, jubelten sie singend: Hochgepriesener Herr und Gott der Väter, gelobt bist du!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Auf das Holz erhöhet, hast du das stolze Auge gedemütigt und den hochfahrenden Sinn zur Erde niedergeworfen, erlösend den Menschen, hochgepriesener Herr und. Gott der Väter, gelobt bist du!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Durch deine Kraft erhöhe unser Horn, die wir dienen dir. Auferstandener von den Toten. der du erschöpft hast den vormals an Menschen reichen Schatz des Hades, Gebieter. Der Väter Herr und Gott, gelobt bist du!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den göttlichen Worten folgend, verherrlichen wir die Eine Gottheit, wie in drei Lampen, das unvermischte, unzertrennliche, abendlose Licht, welches erleuchtet die ganze Schöpfung, die da singt: O Gott, du bist gelobt!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Lobwürdig betrachteten die drei Jünglinge in Babylon als Torheit den Befehl des Tyrannen, indem sie mitten in den Flammen riefen: Gelobt bist du, Herr, Gott unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lind zieht mich zum Gesange das im Herzen glühende Feuer der jungfräulichen Liebe, zu rufen zur Mutter und Jungfrau: Gesegnete, der Herr der Kräfte ist mit dir!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reine, erhaben über die Geschöpfe erschienest du, da du gebärest den Schöpfer und Herrn! Deshalb rufe ich zu dir, Gottesgebärerin: Gesegnete, der Herr der Heerschaaren ist mit dir!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Ehrend dich, die Eine Herrschaft in drei Weihungen, besinge ich dich, unteilbare, dreipersönliche Natur, rufend zu dir: Gelobt bist du, Lenkerin des Alls!
dreiheitskanon, Ton 4.
Die geordneten Himmelswesen und Geisterheere ahmen wir Erdgeborenen alle rechtgläubig nach, und so sagen der einen Gottheit in drei gleichwirkenden Personen wir Preis.
Die Sprüche heiliger Seher offenbarten dich einst im Voraus im Bilde als den einen unsagbaren Schöpfer aller Äonen, als Gott und Herrn in drei urgöttlichen Personen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Obwohl nach dem Wesen unschaubar, erschien das Wort, der Allwerker, aus der reinen Gottesmutter den Menschen als Mensch, zur Teilnahme an der Gottheit ladend den Menschen.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es rafft mich auf zu Hymnengesang die Herzensglut der jungfräulichen Liebe, zu singen der Jungfrau und Mutter: Gepriesene, der Herr der Mächte ist mit dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als Gebieterin der Geschöpfe bist du erschienen, da du ihren Bildner geboren und Herrn. Darum, Gottesgebärerin, singe ich dir: Gepriesene, der Herr der Mächte ist mit dir.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Mit ausgebreiteten Händen schloß Daniel die Rachen der Löwen in der Grube. / Des Feuers Macht aber löschten aus, / die da umgürtet waren mit der Tugend, / die Jünglinge, die liebten die Frömmigkeit und riefen: // Preiset, all ihr Werke des Herren, den Herrn.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mit ausgebreiteten Händen am Kreuze hast du alle Völker versammelt / und sie zur einen Kirche gemacht, / welche, o Herr, dir singt in Hymnen / einträchtig mit allem, was dich lobt auf Erden und im Himmel: // Preiset, all ihr Werke des Herren, den Herrn.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Weißgewandet erschien den Frauen der in unzugänglichem Lichte / der Auferstehung strahlende Engel. / Was sucht ihr den Lebenden, so rief er, / im Grabe als Toten? Wahrhaft erstanden ist Christus. // Ihn laßt uns rufen: All ihr Werke, singet dem Herrn.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du allein wardst in allen Geschlechtern, reine Jungfrau, als Mutter Gottes erwiesen. / Denn du bist geworden zur Wohnstatt / der Gottheit, du ganz ohne Tadel, / ohne zu verbrennen im Feuer des unzugänglichen Lichtes. // Darum preisen wir dich alle, Maria, du Gottesbraut.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Die schuldlosen Jünglinge im Flammenofen hat der Spross der Gottesgebärerin errettet; damals vorbildlich, nun in der Tat, erweckt er die ganze Welt, dir zu singen: Den Herrn lobpreiset ihr Werke, und erhebet hoch in alle Ewigkeiten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Deine ungerechte Schlachtung sehend, wehklagte trauernd die Schöpfung. Denn, während die Erde erschrak, umkleidete sich die Sonne mit Dunkel, wie mit einem schwarzen Gewände. Wir aber besingen dich unaufhörlich, und erheben dich hoch, Christus, in alle Ewigkeiten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Nachdem du hinabgestiegen warst zu mir, sogar bis zum Hades, und Allen den Weg zur Auferstehung bereitet hattest, bist du wieder aufgestiegen, tragend mich auf deinen Schultern, und hast mich zum Vater hingeführt! Deshalb rufe ich zu dir: Den Herrn besinget, ihr Werke, und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die erste Vernunft und die Ursache aller Dinge, den allein ursachlosen Vater verherrlichen wir, und das anfanglose Wort, den Geist, den Tröster, den Einen Gott und Herrn und Schöpfer des Alls, die zusammengewachsene Dreifaltigkeit anbetend und hoch erhebend in alle Ewigkeiten!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: In die Mitte der Flammen, Erlöser Aller, Allmächtiger, hinabgekommen, hast du die Frommen betaut und singen gelehrt: Alle Werke, lobet, besinget den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nun wird der, welcher aus Adams Rippe dich erschuf, aus deiner Jungfräulichkeit Fleisch, der Herr des Alls. Ihn besingend, rufen wir: Alle Werke, lobet den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es erblickte im Zelte Abraham das Geheimnis in dir, Gottesgebärerin; denn deinen unfleischlichen Sohn nahm er auf, singend: Alle Werke, lobet, besinget den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nie Vermählte, das Vorbild deiner Jungfräulichkeit rettete die an Zahl der Dreifaltigkeit Gleichen. Denn in jungfräulichen Körpern traten sie die Flamme nieder, Maid, indem sie riefen: Lobet, besinget den Herrn!
dreiheitskanon, Ton 4.
Einziges und dreifalt strahlendes Licht, anfanglose Natur, unwiderstehliche Schönheit, wohne in meinem Herzen und mache mich zu deiner Gottheit leuchtendem, lauterem Tempel, und lasse mich rufen: Preiset, alle Werke des Herren, den Herrn.
Von den Leidenschaften mannigfaltiger Art, unteilbare Dreiheit, unvermischbare Einheit, und vom Dunkel der Sünden mache mich frei und leuchte mit deinen göttlich machenden Strahlen, dass ich deine Herrlichkeit schaue und dich in Hymnen besinge, der Herrlichkeit Herrn.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Ratschluss, ungezeugter Vater, und gleichwesentlich Wort, und gleichthronender Geist, Wesen, Macht, Sein, überwesentliche, unaussprechliche, prächtige Dreiheit, Einheit, deine Herde behüte auf der Gottesgebärerin Bitten als Menschenfreund von Natur.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Der dich aus Adams Seite gebildet, ist aus deiner Jungfräulichkeit im Fleische erschienen, der Gebieter des Alls, dem Hymnen wir singen und rufen: All ihr Werke, sagt Preis, singt Hymnen dem Herrn.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Abraham sah im Gezelt das Geheimnis, das in dir sich vollzog, Gebärerin Gottes. Denn deinen körperlosen Sohn nahm er auf, da er sang: All ihr Werke, sagt Preis, singt Hymnen dem Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die gleich der Dreiheit an Zahl, hat errettet deiner Jungfräulichkeit Vorbild. Denn in jungfräulichen Körpern zertraten die Flamme sie, Braut, da sie riefen: Sagt Preis, singt Hymnen dem Herrn.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 4.
Irmos: Der nicht von Hand gelöste Stein als Eckstein sich aus dir löste / o Jungfrau, dem unbehauenen Berge, / Christus, der vereinte die getrennten Naturen. // So preisen wir dich in Freude, Gottesgebärerin hoch.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Ganzen hast du mich angenommen als Ganzer in unvermischter Einung / und mir als Ganzem gegeben, mein Gott, / die Rettung durch dein Leiden, / das du am Kreuz im Leibe hast erduldet aus großem Erbarmen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als deine Jünger sahen dein Grab geöffnet / und die gottbergenden Tücher verlassen durch deine Auferstehung, / da riefen sie mit dem Engel: // Wahrhaftig erweckt ist der Herr.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Einheit der göttlichen Wesenheit, doch die Dreiheit der Personen / verehren wir Gläubigen alle, / welche in unvermischten Hypostasen // ist gleich an Kraft und Ehre, die hoch wir fromm erheben.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 4.
Irmos: Jeder Erdgeborene tanze, im Geiste Fackeln tragend, es feiere aber die Natur der übersinnlichen Vernunftwesen, ehrend die heilige Festfeier der Gottesmutter, und rufe: Freue dich, Allerseligste, hehre Gottesgebärerin, Immer jungfräuliche.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Mit List herankriechend, nahm die Schlange von Eden mich gefangen; doch auf dem gewaltigen Felsen der Schädelstätte vernichtete dieselbe, gleichwie einen Säugling, der Herr, der Allherrscher; er eröffnete mir aber wieder den Eingang zur Wonne durch das Holz des Kreuzes!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Du legtest nieder die starken Festungen des Feindes zur Verwüstung: mit allmächtiger Hand aber seinen Reichtum raubend, hast du aus den Wohnstätten des Hades mich mitauferweckt, Christus, und den ehedem maßlos Prahlenden erwiesest du als mit Gelächter Verspotteten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Komm, deines armen Volkes Misshandlung heimsuchend: mit mitleidiger und starker Hand kräftige den das Kreuz tragenden König gegen die Feinde, welche lästern, zu vertilgen dein auserwähltes Erbe, Christus, Menschenliebender.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 4.
Irmos: Maria, das verborgene, göttliche, unaussprechliche Geheimnis wird in dir vollzogen, allreine Jungfrau; denn Gott nimmt aus dir Fleisch an aus Barmherzigkeit. Deswegen preisen wir dich als Gottesgebärerin hoch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Lilie sehen wir dich, Reine, bekleidet mit dem Purpur des göttlichen Geistes, inmitten der Dornen aufleuchten und mit Wohlgeruch erfüllen die, welche dich gebührend hochpreisen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Indem die vergängliche menschliche Natur annahm, Allunbefleckte, aus deinem Schoße der Unsterbliche, erwies er sie in sich als unsterblich aus Barmherzigkeit: deshalb preisen wir dich als Gottesgebärerin hoch.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die du herrschest über alles Geschaffene, schenke deinem Volke des Sieges Trophäen, den Feind überwunden vor die Kirche legend, auf dass wir dich als Gottesgebärerin hochpreisen!
dreiheitskanon, Ton 4.
Mein ganzes Herz und den Sinn und alle Neigungen der Seele, wie die des Körpers, bewege jetzt ich zu dir, meinem Bildner und Retter, dreifalt strahlender, unumschränkter Gebieter, und rufe dir zu: Rette mich, deinen Knecht, aus Gefahren und Trübsalen jeglicher Art.
Unseren Geist und Sinn, erhöhe zu dir sie, dem Höchsten. Leuchte mit deinen lauteren Strahlen, Vater, Wort, Tröster, der du bewohnest der Herrlichkeit unzugängliches Licht, lichtbeherrschende Sonne, dass stets wir dich preisen, den unumschränkt herrschenden dreipersönlichen Gott.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Rette, die glauben an dich, Herr, und das anfanglose, ewige, einzige Wesen und die drei urgöttlichen, wesensgleichen Personen deiner Herrschaft verkünden, und der göttlichen Herrlichkeit würdige sie auf der reinen Gottesgebärerin Bitten.
gottesmutterSonntag, Ton 4.
Wir schauen als Lilie dich, die in den Meerpurpur des Gottesgeistes, Makellose, getaucht ist: inmitten von Dornen erglänzt sie, mit Wohlgerüchen erfüllt sie, die dich aufrichtig erheben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Natur, die stirbt und vergeht, nahm der Unsterbliche an aus deinem Schoß, über allen Tadel Erhabene, und in sich hat er sie aus Erbarmen unvergänglich gemacht. Darum erheben wir dich als Gebärerin Gottes.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der du über alle Gebilde gebietest, deinem Volke schenke die Zeichen des Sieges und unterwirf / der Kirche den Feind, dass wir dich als Gebärerin Gottes erheben.
Stichiren zum Lob
Kreuz und Tod hast du erduldet / und bist auferstanden / von den Toten, du allmächtiger Herr. // So preisen wir deine Auferstehung.
In deinem Kreuz, o Christus, / hast du uns befreit vom alten Fluche, / in deinem Tode den Teufel zunichte gemacht, / der gewaltsam unsere Natur beherrschte, / und in deiner Erweckung / alles, was ist, mit Freude erfüllt. / Deshalb rufen wir: / Der du bist auferstanden von den Toten, // Herr, Ehre sei dir.
Durch dein Kreuz, o Christus Erretter, / weise uns den Weg zu deiner Wahrheit / und befreie uns von den Schlingen des Feindes. / Du Auferstandener von den Toten, / streck aus deine Hand und laß uns auferstehn, / die wir gefallen sind durch die Sünde, / o du menschenliebender Herr, // auf die Fürsprache deiner Heiligen.
Nicht entferntest du dich von der Brust des Vaters, / einziggezeugter Logos Gottes, / als du auf die Erde kamest aus Menschenliebe, / Mensch geworden unabänderlich, / und Kreuz und Tod erlittest im Fleische, / der du bist leidlos der Gottheit nach. / Auferstanden aber von den Toten / gewährtest du Unsterblichkeit / dem Geschlechte der Menschen // als der einzig Allmächtige.
Den Tod hast du angenommen im Fleische / und uns Unsterblichkeit verschafft, Erretter. / Im Grabe hast du Wohnung genommen, / um uns aus dem Hades zu befreien / und mit dir auferstehen zu lassen. / Denn zwar hast du als Mensch gelitten, / doch bist du als Gott auferstanden. / Deshalb rufen wir: Ehre sei dir, // Lebenspender, Herr, einzig Menschenliebender.
Felsen spalteten sich, Erretter, / als auf der Schädelstätte / dein Kreuz ward aufgerichtet. / Die Torwächter des Hades erschraken, / als du würdest bestattet / wie ein Sterblicher im Grabmal. / Denn du brachest die Stärke des Todes / und gewährtest allen Verstorbenen, Erretter, / Unvergänglichkeit durch deine Auferstehung. // Lebenspender, Herr, Ehre sei dir.
Die Frauen begehrten zu schauen, / Christus Gott, deine Auferstehung. / Es eilte voraus Maria Magdalena, / fand den Stein vom Grabmal beiseitegewälzt / und den Engel dasitzen, der sagte: / Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? // Auferstanden ist er als Gott, um alles zu retten.
Wo ist Jesus, den ihr wolltet bewachen? / So sagt es, ihr Juden! / Wo ist er, den ihr habt ins Grabmal gelegt, / nicht ohne den Stein zu versiegeln? / Gebt heraus den Toten, / die ihr verleugnet das Leben! / Weiset vor den Begrabenen / oder glaubet an den Auferstandenen! / Doch wenn ihr auch schweiget, so rufen aus / die Steine die Erweckung des Herrn, / vor allem jener, / der ward weggewälzt vom Grabe. / Groß ist dein Erbarmen! / Groß ist deines Heilswerkes Mysterium! // Unser Erretter, Ehre sei dir.
- Zur Liturgie -
Im Anschluss der Liturgie
Ordnung der Orthodoxie
Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Sonntag der Orthodoxie, feiert die Kirche Christi die Erneuerung der heiligen und ehrwürdigen Ikonen, die unter Michael und Theodora, der heiligen und überaus seligen Kaiserin, und dem heiligen Methodios, dem Patriarchen von Konstantinopel, erfolgte.
Nach der Liturgie kommen, während der Bischof an seinem gewöhnlichen Platz eingekleidet steht, aus dem Altar die Archimandriten, Äbte, Priester und Diakone: Die Priester tragen dabei die Ikonen des Erlösers und der Gottesgebärerin heraus und legen sie inmitten der Kirche auf Pulte.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet unser Gott allezeit, jetzt und immerdar, und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen. Und ebenfalls:
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
L: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 74
Wir wollen Dich bekennen, o Gott, wir wollen Dich bekennen und anrufen Deinen Namen. Erzählen will ich all Deine Wundertaten. "Wann Ich die rechte Zeit nehme, werde Ich in Aufrichtigkeit richten. Die Erde schmolz und alle, die auf ihr wohnen; Ich aber habe ihre Säulen befestigt." Ich sagte den gesetzwidrig Handelnden: "Handelt nicht gesetzwidrig.", und denen, die sündigen: "Erhöhet kein Horn. Erhebet nicht euer Horn in die Höhe, und redet nicht Ungerechtigkeit wider Gott. Denn nicht kommt es von den Ausgängen, noch von den Untergängen oder den wüsten Bergen; denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt und jenen erhöht Er; denn in der Hand des Herrn ist ein Kelch ungemischten Weines und einer voll der Mischung. Und Er goss ihn aus diesem in jenen Kelch, nur sein Bodensatz wurde nicht ausgeleert, trinken werden ihn alle Sünder der Erde." Ich aber will frohlocken auf ewig, will singen dem Gott Jakobs. Und alle Hörner der Sünder werde ich zermalmen, doch das Horn des Gerechten wird erhöht werden.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
Ch: Herr, erbarme Dich. Bei jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Auf dass Er mit barmherzigem Auge auf Seine heilige Kirche herabsehe und sie ohne Schaden und unbesiegt von den Häresien und Aberglauben bewahre, und sie mit seinem Frieden umgebe, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass Er ihre Zerreißung stille, und durch die Kraft des Heiligen Geistes alle Abgewichenen zur Erkenntnis der Wahrheit zurückwende und sie Seiner auserwählten Herde hinzuzähle, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass er die durch Unglauben verfinsterten Gedanken durch das Licht Seiner Gotteserkenntnis erleuchte, Seine Gläubigen aber stärke und ohne Wanken im rechten Glauben bewahre, lasst uns zum Herrn beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn, Gefahr und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
Ch: Dir, o Herr.
Ausrufung: P: Denn Dir gebührt alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Und: Gott ist der Herr, Ton 4. Der Diakon ruft die Verse aus.
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
Ch: Gott ist der Herr... Der Chor antwortet zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropar, Ton 4:
Ch: Als Deine dankenden, unwürdigen Knechte preisen wir Dich, lobsingend für Deine großen an uns geschehenen Wohltaten. Wir loben, danken, besingen und preisen Deine Güte und rufen mit der Liebe der Knechte zu Dir: Wohltäter, unser Erretter, Ehre Dir.
Ehre, Ton 3:
Da wir Deiner Wohltaten und Gaben grundlos als unnütze Knechte gewürdigt wurden, Gebieter, streben wir von Herzen zu Dir, bringen Dir Dankbarkeit nach Kräften dar und preisen Dich als den Wohltäter und Schöpfer, indem wir singen: Ehre Dir, über alles freigiebiger Gott.
Jetzt, Ton 4.
Da Du die Pracht der hohen Feste und die niedere Schönheit der Wohnstatt Deiner Herrlichkeit gezeigt hast, Herr, festige sie in alle Ewigkeit und nimm unsere in ihr unaufhörlich dargebrachten Gebete durch die Gottesgebärerin an, Du Leben und Auferstehung aller.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Friede allen.
Ch: Und deinem Geiste.
Leser, Prokimenon, Ton 4:
Gepflanzt im Hause des Herrn / blühen sie auf in unseres Gottes Höfen.
Vers: Der Gerechte jubelt im Herrn und hofft auf Ihn.
D: Weisheit.
L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasst uns aufmerken.
Apostel (Röm 16, 17 - 20):
L: Brüder, ich bitte Euch, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen. Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.
P: Friede dir.
L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Der Priester segnet das Volk.
Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Evangelium nach Matthäus (Mt 18, 10 - 20):
P: Der Herr sprach: sehet zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, dass ihre Engel in ‹den› Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters erblicken, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu erretten. Was dünkt euch? Wenn einem Menschen hundert Schafe zuteil wurden und eines von ihnen sich verirrte, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, amen, ich sage euch: er freut sich mehr über dasselbe, als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist es nicht ‹der› Wille vor eurem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›, dass eines dieser Kleinen verloren gehe. Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, ‹so› gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, ‹so› hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit durch ‹den› Mund zweier oder dreier Zeugen jedes Wort stehe. Wenn er sie aber überhört, ‹so› sage ‹es› der Kirche‹ngemeinde›; wenn er aber auch die Kirche‹ngemeinde› überhört, ‹so› sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Amen, ich sage euch: Was immer ihr bindet auf Erden, wird gebunden sein im Himmel, und was immer ihr löset auf Erden, wird gelöst sein im Himmel. Wiederum, amen, sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinstimmen in jedweder Sache, die sie erflehen, ‹so› wird es ihnen ‹zuteil› werden von meinem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Dann die inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes des Vorstehers und der Gemeindeglieder dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
D: Der Du nicht den Tod der Sünder willst, sondern ihre Umkehr und Reue erwartest, bekehre alle Abgewichenen zu Deiner Heiligen Kirche, wir beten zu Dir barmherziger Herr, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du diese Welt zu Deiner Ehre eingerichtet hast, bewirke, dass auch die Deinem Worte sich Widersetzenden umkehren und Dich, unseren Gott, zusammen mit allen Gläubigen in dem wahren Glauben und der wahren Frömmigkeit preisen, wir beten zu Dir, Allmächtiger Schöpfer, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du uns Dein Gebot gabst, dass wir Dich, unseren Gott, und unseren Nächsten lieben sollen, bewirke, dass Haß, Feindschaft, Groll und die übrigen Gesetzlosigkeiten aufhören, dass aber die wahre Liebe in unseren Herzen herrschen möge, wir beten zu Dir, unserem Erretter, erhöre uns und erbarme Dich in Güte.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
Ch: Herr, erbarme Dich.
Gebet:
P: Allerhöchster Gott, Gebieter und Schöpfer aller Schöpfung, der Du alles mit Deiner Pracht erfüllst und durch Deine Kraft zusammenhältst, Dir dem alles gebenden Herrn bringen wir Unwürdige Danksagung dar, dafür dass Du uns nicht um unserer Gesetzlosigkeiten verstößt, sondern uns vielmehr mit Deiner Gnade zuvorkommst. Du sandtest zu unserer Erlösung Deinen eingeborenen Sohn und wohlverkündetest Deine maßlose Herablassung zum Menschengeschlecht: denn mit Willen willst Du und wartest darauf, dass wir uns zu Dir bekehren und gerettet werden: Du stärkst uns herabkommend zur Schwäche unserer Natur durch die allmächtige Gnade Deines Heiligen Geistes, Du tröstest uns durch den rettenden Glauben und die vollkommene Hoffnung der ewigen Güter und, indem Du Deine Auserwählten auf das hohe Zion führst, behütest Du sie wie den Augapfel. Wir bekennen, Herr, Deine große und beispiellose Menschenliebe und Barmherzigkeit. Da wir aber viele Ärgernisse sehen, beten wir eifrig zu Dir, Allgütiger Herr: Blicke auf Deine Kirche und sieh, wie wir Deine rettende Frohbotschaft zwar freudig aufnahmen, aber die Dornen der Eitelkeit und die Leidenschaften machen sie bei einigen wenig fruchtbar, bei anderen ganz fruchtlos, und indem sie sich durch die Vermehrung der Gesetzlosigkeiten, teils durch Häresien, teils durch Abspaltung und Unglauben Deiner evangelischen Wahrheit widersetzen, weichen sie von Deinem Erbe ab. Sie lehnen Deine Gnade ab und unterwerfen sich dem Gericht Deines Allheiligen Wortes. Allbarmherziger und Allmächtiger, nicht bis zum Ende zürnender Herr. Sei milde, betet zu Dir Deine Kirche, indem sie Dir den Beginner und Vollender unseres Heils, Jesus Christus, vorstellt, Sei uns gnädig, festige uns im rechten Glauben durch Deine Kraft, den Irrenden aber erleuchte die Verstandesaugen durch Dein göttliches Licht, auf dass sie Seine Wahrheit erkennen: Erweiche ihre Verhärtung und öffne das Gehör, auf dass sie Deine Stimme erkennen und sich zu Dir, unserem Heiland, zurückwenden. Bessere, o Herr, die Verkehrtheit anderer und das mit der christlichen Frömmigkeit nicht übereinstimmende Leben. Mache, dass alle heilig und unbefleckt leben: So wird der rettende Glauben einwurzeln und in unseren Herzen fruchtbringend werden. Wende Dein Antlitz nicht von uns ab, o Herr. Verleihe uns die Freude Deines Heils: Gib, o Herr, auch den Hirten Deiner Kirche heiligen Eifer. Und erfülle ihre Sorge um die Rettung und Bekehrung der Verirrten mit dem Geist des Evangeliums: auf dass wir so geführt dorthin gelangen, wo die Vollendung des Glaubens, die Erfüllung der Hoffnung und wahre Liebe ist; und auf dass wir dort mit den Chören der makellosen himmlischen Mächte Dich unseren Herrn, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist verherrlichen in alle Ewigkeit.
Ch: Amen.
Dann ruft der Diakon (oder der Priester) aus (der Chor wiederholt er nicht):
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Dann mit erhobener Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Und wieder mit allerhöchster Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Der Diakon fährt also fort:
D: Da wir, orthodoxe Menschen, den Tag der Orthodoxie feiern, lasst uns wiederum den Urheber aller Güter, Gott, preisen, der gepriesen ist in Ewigkeit. Dieser ist unser Gott, Der Sein geliebtes Erbe, die Heilige Kirche, erhält und festigt, Der die durch die Übertretung der Vorväter Gefallenen durch Sein untrügliches Wort tröstet, da Er ihr Fundament im Paradies legte: dieser ist unser Gott, Der mit der Hand zu dieser rettenden Verheißung führte, ließ sich nicht unbezeugt, sondern, da Er wollte, dass Rettung sei, vorherverkündigte Er zuerst durch Vorväter und Propheten und schrieb lebendig auf verschiedene Arten: Dieser ist unser Gott, Der vielmalig und vielartig einst zu den Vätern in den Propheten sprach, und am Ende dieser Tage zu uns im Sohn, durch Den Er auch die Ewigkeiten schuf, sprach. Jener verkündigte das Väterliche Wohlwollen über uns, öffnete die himmlischen Geheimnisse, überzeugte durch die Kraft des Heiligen Geistes von der Wahrheit der Frohbotschaft, sandte die Apostel in alle Welt, um die Frohbotschaft des Reiches zu predigen, Er bekräftigte jene durch verschiedene Kräfte und Wunder. Dieser rettenden Offenbarung folgend und diese Frohbotschaft bewahrend.
Glauben wir an den Einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes Einziggeborenen Sohn, der vom Vater gezeugt ist vor allen Zeiten, Licht vom Licht, den wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht erschaffen, gleichen Wesens mit dem Vater, durch Den alles erschaffen ist; Der um uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabgekommen und Fleisch geworden ist vom Heiligen Geiste und Maria, der Jungfrau, und Mensch geworden ist; Der für uns gekreuzigt worden ist unter Pontius Pilatus, gelitten hat und begraben worden ist und am dritten Tage auferstanden ist gemäß den Schriften, Der aufgefahren ist in die Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters; Der wiederkommen wird mit Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; Dessen Herrschaft kein Ende haben wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, Den Lebenschaffenden, Der vom Vater ausgeht, Der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, Der durch die Propheten gesprochen hat. An die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden, ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Zeit. Amen.
Dies ist der apostolische Glaube, dies ist der väterliche Glaube, dies ist der orthodoxe Glaube, dieser Glaube hat die Welt befestigt.
Also nehmen wir die Konzile der heiligen Väter und ihre Überlieferungen und Schriften, die mit der Göttlichen Offenbarung übereinstimmen, an und bekräftigen sie.
Allen aber denjenigen, die sich in Worten, Schriften, Lehren, Leiden und Gottgefälligem Leben um die Orthodoxie mühten, sowie ihren Schützern und Förderern jubelt die Kirche Christi, indem sie ihr jährliches Gedächtnis vollzieht, zu:
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, viele Jahre.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem heiligen und apostelgleichen Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem rechtgläubigen Großfürsten Wladimir und der rechtgläubigen Großfürstin Olga, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Den gelittenen und getöteten für den orthodoxen Glauben und das Vaterland, den Anführern und Kriegern, und allen orthodoxen Christen, die im wahren Glauben und Frömmigkeit und Hoffnung auf die Auferstehung verstorben sind, ewiges Gedächtnis.
Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Da die Orthodoxe Kirche Christi feierlich derjenigen gedenkt, die sich in der Frömmigkeit mühten, und dieses allen ihren den Namen Christi tragenden Kindern zur Nacheiferung vorstellt, hat sie auch die Pflicht, die Mühen derer zu loben, die sich jetzt durch den rettenden Glauben und die Tugenden zur ewigen Seligkeit vorbereiten und die Orthodoxie festigen.
Unserem großen Herrn und Vater Kyrill, dem Heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Vorstehern, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem Herrn, dem hochgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den hochgeweihten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen und dem ganzen geheiligten Klerus, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschützen, viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthodoxen Christen, die den errettenden Glauben recht behalten und der Kirche Christi untertan sind, gibt, Herr, Frieden, langes Leben, Fülle der irdischen Güter und viele Jahre.
Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
P: Heilige Dreiheit, verherrliche diese und stärke sie ganz bis zum Ende in der Rechtgläubigkeit. Diejenigen aber, die sich von dem heiligen und errettendem orthodoxen Glauben und der Kirche Christi abwenden, kehre um und mache, dass alle zur Erkenntnis Deiner ewigen Wahrheit kommen, durch die Gebete unserer Allreinen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria und aller Heiligen.
Ch: Amen.
P: Ehre Dir, o Gott, unserem Wohltäter in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Loblied des hl. Ambrosius:
Ch: Dich, Gott, loben wir, Dich, den Herrn, bekennen wir; Dich, den urewigen Vater, rühmt die ganze Erde. Dir rufen alle Engel, die Himmel und alle Kräfte, Dir rufen die Cherubim und Seraphim mit unaufhörlicher Stimme zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von der Herrlichkeit Deiner Majestät. Es preist Dich der Apostel ruhmreicher Chor, der Propheten gepriesene Zahl, der Märtyrer strahlendes Heer. Auf dem ganzen Erdkreis bekennt Dich die Heilige Kirche, Dich, den Vater von unerforschlicher Größe, Deinen angebeteten, wahren und einzigen Sohn, und den Tröster, den Heiligen Geist. Du, Christus, König der Herrlichkeit, bist des Vaters ewiger Sohn. Uns zu erlösen hast Du den Schoß der Jungfrau nicht verschmäht und Gestalt des Menschen angenommen. Du hast den Stachel des Todes überwunden und den Gläubigen das Himmelreich erschlossen. Du thronst zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters. Als Richter wirst Du wiederkommen - das glauben wir. So bitten wir Dich: Hilf Deinen Dienern, die Du mit Deinem kostbaren Blut erkauft hast. Lass uns in Deiner ewigen Herrlichkeit mit Deinen Heiligen herrschen. Rette Dein Volk, o Herr, und segne Dein Erbe, leite und erhöhe es in Ewigkeit. Alle Tage preisen wir Dich und loben Deinen Namen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Herr, gewähre uns, dass wir heute vor jeglicher Sünde bewahrt werden. Erbarme Dich unser, Herr, erbarme Dich unser. Deine Gnade walte über uns, die wir auf Dich hoffen. Auf Dich, Herr, hoffen wir; lass uns nicht zuschanden werden in Ewigkeit. Amen.
Während des Gesangs küssen alle die Heiligen Ikonen auf den Pulten, wonach die Entlassung gesprochen wird.
P: Ehre Dir Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
Der Priester spricht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Ch: Amen.
Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Russland, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottgeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte sie, o Herr, auf viele Jahre.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen:
verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum:
www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.