Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Freitag, dem 05. Januar 2024
(23. Dezember 2023 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

31. Woche nach Pfingsten. Ton 5.
Vorfeier der Geburt Christi. sechs Zehn Märtyrer von Kreta. ohne
Länge:

Inhaltsangabe

Große Vesper
Orthros
Königliche Stunden
Erste Stunde
Dritte Stunde
Sechste Stunde
Neunte Stunde
Typika

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 4

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Ton 4. Stichiren der Vorfeier. (nach: Der du vom Höchsten)
In Erfüllung / der Ruf des Isaïas nun geht. / Denn siehe, die Jungfrau trägt den Unbegreiflichen / als dem Leibe nach Umgrenzten / im Schoße und schickt sich an, ihn unfassbar zu gebären. / Du gottempfangende Höhle, rüste dich! / Und mache dich bereit, o Bethlehem! / Denn der König hat dich zur Wohnstatt erwählt. / Empfange, du Krippe, in Windeln gewickelt / Christus als Säugling, der da lösen soll / die Stricke der Missetaten / der Menschen in seiner Güte.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Die beseelte / und lichterfüllte Wolke, / die in sich trägt den himmlischen Regen, / schickt sich nun an, ihn herabzuträufeln / auf die Erde, auf dass ihr Antlitz er benetze. / Die geistige Schwalbe, die hat den Frühling / der Gnade in ihrem Inneren, / gebiert ihn auf unsagbare Weise, / ihn, der vertreibt den Winter der Gottlosigkeit. / Der Palast, so rein und unbefleckt, / führt ein in die Höhle den König, / der einen Leib hat angenommen.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Aufgezeichnet / mit den Knechten wardst du, Gebieter, / der du wolltest, dass der Schuldbrief werde zerrissen / und dass alle würden eingetragen / ins Buch der Lebenden, die tot waren durch den Trug der Schlange. / Die Jungfrau aber trug dich, der alles trägt, / der sich hat angetan mit dem sterblichen Fleische / und einkehren wollte in der Höhle. / Sobald du geboren bist, werden von oben / die Engelscharen dich besingen / mit den gotterfüllten Hirten, / fassungslos ob deiner Macht und Gewalt.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Stichiren der Märtyrer. (nach: Als Edlen unter den Martyrern)
Die gotterfüllte Zehnschaft, / die zehnflammige Leuchte, / die durch göttliche Erhellungen erleuchtet / das Gesamt der Kirche, / sie, die Säulen unerschütterlich, / die hellen Gestirne, die zum Himmel machen die Erde / durch den Glanz der größten Kämpfe, sie sollen heute / weithin schallend gepriesen sein / mit heiligen Liedern des Lobes.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Gerühmt soll sein Theódulos, / auch Sótikos und Pómpios, / Vasilídes, Agathópus auch und Évropos, / Satornínos und Gelásios / und der göttliche Evárestos / samt Evnikianós, ihnen sei Ehre nun in Liedern, / den ruhigen Häfen derer im Sturme, / die den Trug haben angeprangert / und erworben den Kranz des Sieges.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Sie, die Sprossen Kretas, / die Bollwerke der Kirche / und die Zierde der Gläubigen unverwelklich, / die herrlich duftenden Blüten / des Paradieses voll Kostbarkeit, / Christi wohlgenehmes Opfer, ihm zur Freude, / die Weihegaben des himmlischen Tempels, / die Zehnschaft der Heiligen Dreifalt, / lasst ihnen, den Siegern, uns singen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 2. (von Kyprianos)
Kreta feiert heute voraus / das Fest der Christgeburt / im Gedenken der siegreichen Kämpfer. / Darum errette, o Herr, / auf ihre Bitten unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion der Vorfeier.
Bethlehem, Land Juda, / als Lebensraum im Fleische / richte glänzend her die göttliche Höhle, / in welcher Gott geboren wird im Fleische / aus der heiligen Jungfrau, die vom Manne nicht weiß, / um zu erretten unser Geschlecht.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken. Prokimenon im ... Ton.
Prokimenon am Donnerstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Meine Hilfe kommt vom Herrn, / Der geschaffen den Himmel und die Erde.
     Ch: Meine Hilfe kommt vom Herrn, / Der geschaffen den Himmel und die Erde.

Vers: Ich erhob meine Augen zu den Bergen, woher meine Hilfe kommen wird.
     Ch: Meine Hilfe kommt vom Herrn, / Der geschaffen den Himmel und die Erde.

D: Meine Hilfe kommt vom Herrn.
     Ch: Der geschaffen den Himmel und die Erde.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Würdige uns, Herr“

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bitt-Ektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 6. Stichiren der Vorfeier. (nach: Am dritten Tage)
Gottes grenzenlose Weisheit / hat ein Haus über allem Verstehn / sich erbaut aus der Jungfrau, er, Christus, / und kommt geboren zu werden / in der Höhle und Krippe der Tiere / im Fleische jenseits des Begreifens.
Gott kommt vom Theman, * der Heilige aus dem Berge beschattet vom Walde. (Hab 3,3)
Du erschienst den Propheten, o Christus, / wie's dich, den Schöpfer, war möglich zu sehn. / doch ließest du dich schauen / von allen Menschen / in den letzten Zeiten, geworden / ein Säugling in der Stadt Bethlehem.
Herr, ich vernahm die Kunde von dir und geriet in Furcht; * Herr, ich nahm wahr deine Werke und geriet außer mir. (Hab 3,2)
Ein wandernder Stern, er zeigte an / Christus, die Sonne der Herrlichkeit, / den Sterndeutern in der Stadt Bethlehem; / und die Engel künden nun / den Hirten die frohe Botschaft. / Lasst sie gottsinnend uns begleiten.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Stichire der Märtyrer.
Heute ist das Martyrerfest vor dem Feste, / das uns anzeigt der Geburtsfeier Tag im vorhinein / und verkündet die Sonne aus der Sonne, / Gott erscheinend aus der Jungfrau. / Die Zehnschaft der kretischen Martyrer hat empfangen / nach standhaftem Kampfe die Siegeskränze vom Himmel. / Zu ihnen lasst uns rufen: Ihr heiligen Martyrer, / bittet Christus, ihr heilig auserwählter Chor, / für jene, die im Glauben begehen / euer allerhabenes Gedächtnis.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion der Vorfeier. (von Anatolios)
Rüste dich Bethlehem; denn geöffnet ist Eden! / Bereite dich, Ephratha; denn erneuert wird Adam und Eva mit ihm! / Denn gelöst ward der Fluch; die Rettung erblühte der Welt. / Die Seelen der Gerechten sich rüsten / und bringen als Gabe dar anstelle der Myrrhe den Hymnus, / da sie erwerben die Rettung der Seele und die Unvergänglichkeit. / Denn siehe, er, der liegt in der Krippe, / ermuntert jene, anzustimmen den geistlichen Hymnengesang, / die unaufhörlich rufen: Ehre sei dir, o Herr!

Gebet des gerechten Symeon, des Gottesempfängers

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 3. Tropar der Märtyrer.
Das vielbewunderte Kreta lasst uns ehren, / aus dem erblühten die köstlichen Blumen, / die Perlen Christi, der Martyrer Gipfel. / Denn zehn waren an Zahl die Seligen / und machten die zehntausendfache Macht der Dämonen zunichte. / Darum empfingen sie auch die Kränze, / die Martyrer Christi mit den starken Seelen.
Ton 4. Tropar der Vorfeier.
Bereite dich, Bethlehem, / Eden ist allen offen: / Rüste dich, Ephrata; / denn das Holz des Lebens ist in der Höhle aus der Jungfrau aufgeblüht. / Denn ihr Mutterleib ist als geistiges Paradies erschienen, / in dem die göttliche Pflanze war: / wenn von ihr wir essen, werden wir leben und nicht wie Adam sterben. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 4

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 4. Tropar der Vorfeier.
Bereite dich, Bethlehem, / Eden ist allen offen: / Rüste dich, Ephrata; / denn das Holz des Lebens ist in der Höhle aus der Jungfrau aufgeblüht. / Denn ihr Mutterleib ist als geistiges Paradies erschienen, / in dem die göttliche Pflanze war: / wenn von ihr wir essen, werden wir leben und nicht wie Adam sterben. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Bereite dich, Bethlehem, / Eden ist allen offen: / Rüste dich, Ephrata; / denn das Holz des Lebens ist in der Höhle aus der Jungfrau aufgeblüht. / Denn ihr Mutterleib ist als geistiges Paradies erschienen, / in dem die göttliche Pflanze war: / wenn von ihr wir essen, werden wir leben und nicht wie Adam sterben. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Tropar der Märtyrer.
Das vielbewunderte Kreta lasst uns ehren, / aus dem erblühten die köstlichen Blumen, / die Perlen Christi, der Martyrer Gipfel. / Denn zehn waren an Zahl die Seligen / und machten die zehntausendfache Macht der Dämonen zunichte. / Darum empfingen sie auch die Kränze, / die Martyrer Christi mit den starken Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Tropar der Vorfeier.
Bereite dich, Bethlehem, / Eden ist allen offen: / Rüste dich, Ephrata; / denn das Holz des Lebens ist in der Höhle aus der Jungfrau aufgeblüht. / Denn ihr Mutterleib ist als geistiges Paradies erschienen, / in dem die göttliche Pflanze war: / wenn von ihr wir essen, werden wir leben und nicht wie Adam sterben. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Es wird das neunzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 134 bis 142, nach westlicher Nummerierung 135 bis 143. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es wird das zwanzigste Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 143 bis 150, nach westlicher Nummerierung 144 bis 150. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
KANON

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Kondak der Vorfeier. (nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau)
Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak der Märtyrer. (nach: Heut’ bist du erschienen)
Als Morgenstern erstrahlte der hehre Kampf der Märtyrer, / der uns im voraus beleuchtete den in der Höhle Verborgenen, // den die Jungfrau samenlos gebar.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Lobpsalmen im 8. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 3. Tropar der Märtyrer.
Das vielbewunderte Kreta lasst uns ehren, / aus dem erblühten die köstlichen Blumen, / die Perlen Christi, der Martyrer Gipfel. / Denn zehn waren an Zahl die Seligen / und machten die zehntausendfache Macht der Dämonen zunichte. / Darum empfingen sie auch die Kränze, / die Martyrer Christi mit den starken Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Tropar der Vorfeier.
Bereite dich, Bethlehem, / Eden ist allen offen: / Rüste dich, Ephrata; / denn das Holz des Lebens ist in der Höhle aus der Jungfrau aufgeblüht. / Denn ihr Mutterleib ist als geistiges Paradies erschienen, / in dem die göttliche Pflanze war: / wenn von ihr wir essen, werden wir leben und nicht wie Adam sterben. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bitt-Ektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, durch die Kraft des kostbaren und lebenspendenden Kreuzes, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Zehn Märtyrer von Kreta; ]), der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

KÖNIGLICHE STUNDEN

Die Königlichen Stunden werden am Heiligabend vor der Geburt Christi, vor der Theophanie sowie am Karfreitag gelesen.

ERSTE STUNDE

Wenn der Heilige Abend auf einen Samstag oder Sonntag fällt, werden die Königlichen Stunden bereits am Freitag gelesen.
Die Königlichen Stunden werden mit geöffneten Heiligen Türen zelebriert. Der Priester bekleidet sich mit dem Epitrachilion, dem Phelonion und, traditionsgemäß, mit den Epimanikien. Er geht mit dem Evangeliar in den Händen aus dem Altar durch die Heiligen Türen in die Mitte der Kirche, wo gegenüber den Heiligen Türen ein Analogion steht. Im gehen der Kerzenträger und der Diakon voran, welcher das Weihrauchfass und eine Kerze trägt. Der Kerzenträger geht um das Analogion herum und stellt die Kerze davor auf. Der Priester legt das Evangeliar auf das Analogion und sprich den Segen zur ersten Stunde:
P: Gesegnet unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen. Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.

Trishagion bis Vater unser:

L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Mit dem Beginn der Psalmenlesung weihräuchert der Priester die Kirche. Im geht der Diakon mit der Kerze voran. Der Priester weihräuchert: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) den Altarraum, 3) die Ikonostase, 4) das Volk, 5) die gesamte Kirche, 6) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter), 7) wieder das Analogion mit dem Evangeliar von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 5: Nimm zu Ohren, Herr, meine Worte, habe acht auf mein Schreien. Merke auf die Stimme meines Flehens, mein König und mein Gott; denn zu Dir will ich beten, Herr. In der Frühe wollest Du meine Stimme hören, in der Frühe will ich hinzutreten zu Dir, und Du wollest auf mich schauen; denn Du bist kein Gott, der Gesetzlosigkeit will. Keiner, der Böses tut, wird wohnen bei Dir, und Gesetzesübertreter werden keinen Bestand haben vor Deinen Augen. Du hassest alle, die Gesetzlosigkeit wirken; vernichten wirst Du alle, die Lüge reden. Einen Mann des Blutes und einen Betrüger verabscheut der Herr. Ich aber will eintreten in Dein Haus in der Fülle Deines Erbarmens, will anbeten in Deiner Furcht zu Deinem heiligen Tempel hin. Herr, leite mich in Deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen, mache gerade vor Dir meinen Weg. Denn in ihrem Mund ist keine Wahrheit, ihr Herz ist eitel. Ein geöffnetes Grab ist ihr Schlund, mit ihren Zungen redeten sie trügerisch. Richte sie, o Gott. Scheitern sollen sie ob ihrer Pläne. Nach der Fülle ihrer Freveltaten stoße sie hinaus; denn erbittert haben sie Dich, o Herr. Doch frohgemut seien alle, die auf Dich hoffen, auf ewig sollen sie frohlocken; Du wirst in ihnen wohnen, und in Dir werden sich alle rühmen, die Deinen Namen lieben. Denn Du wirst segnen den Gerechten; Herr, wie mit einer Rüstung des Wohlgefallens hast Du uns umkränzt.
Psalm 44: Sprudeln ließ mein Herz ein gutes Wort, ich erzähle meine Werke dem König; meine Zunge ist das Rohr eines schnellen Schreibers. Anmutig ‹bist du› in Schönheit mehr als die Menschenkinder. Gnade ward ausgegossen auf deine Lippen; deshalb hat dich Gott gesegnet auf ewig. Gürte dein Schwert um deine Hüfte, o Mächtiger, in deiner Anmut und deiner Schönheit. Spanne ‹den Bogen›, schreite gut voran und sei König um der Wahrheit, Sanftmut und Gerechtigkeit willen; und wunderbar wird dich führen deine Rechte. Deine Pfeile sind geschärft, o Mächtiger, ? Völker werden unter dich fallen ? im Herzen der Feinde des Königs. Dein Thron, o Gott, ‹währet› auf immer und ewig; ein Stab der Aufrichtigkeit ist der Stab deines Königtums. Geliebt hast du Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit gehasst. Deshalb hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit dem Öl des Frohlockens, mehr als deine Gefährten. Myrrhe, Balsam und Kassia ‹duften› aus deinen Gewändern, aus elfenbeinernen Palästen, aus denen dich frohgemut machten Königstöchter in deiner Ehre. ‹Es› steht die Königin zu deiner Rechten, mit goldgewirktem Gewand bekleidet und mannigfach geschmückt. Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr, vergiss dein Volk und das Haus deines Vaters. Und begehren wird der König nach deiner Schönheit; denn er ist dein Herr, und du sollst ihm huldigen. Und huldigen sollen ihm alle Töchter von Tyrus mit Gaben; dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen. All die Herrlichkeit der Königstochter ist von innen her, mit goldenen Quasten ist sie bekleidet ‹und› mannigfach geschmückt. Gebracht werden sollen dem König Jungfrauen, ihr hinterher; die ihr Nahestehenden sollen dir gebracht werden. Gebracht werden sollen sie in Frohmut und Frohlocken, sie sollen geführt werden in den Tempel des Königs. Anstelle deiner Väter sind dir Söhne geworden; einsetzen wirst du sie als Fürsten über die ganze Erde. Gedenken werde ich deines Namens von Geschlecht zu Geschlecht. Deshalb werden dich die Völker bekennen auf ewig, und auf immer und ewig.
Psalm 45: Unser Gott ist Zuflucht und Kraft, ein Helfer in den Bedrängnissen, die uns getroffen haben gar sehr. Deshalb werden wir uns nicht fürchten, wenn die Erde aufgewühlt wird und die Berge versetzt werden in die Herzen der Meere. ‹Es› brausten und wurden aufgewühlt ihre Wasser, aufgewühlt wurden die Berge durch seine Macht. Des Flusses Strömungen machen frohgemut die Stadt Gottes. Geheiligt hat sein Zelt der Höchste. Gott ist in ihrer Mitte, und sie wird nicht wanken: Gott wird ihr helfen in frühster Morgenfrühe. Nationen wurden aufgewühlt, Königreiche sanken, der Höchste gab seine Stimme, ‹es› wankte die Erde. Der Herr der Mächte ist mit uns, unser Beistand ist der Gott Jakobs. Kommt und sehet die Werke Gottes, die Zeichen, die er auf Erden gesetzt. Er nimmt hinweg die Kriege bis an die Enden der Erde, den Bogen wird er zerbrechen, die Rüstung zerschmettern und die Schilde im Feuer verbrennen. „Kommt zur Ruhe und erkennet, dass ich Gott bin. Ich werde erhöht sein unter den Nationen, ich werde erhöht sein auf der Erde.“ Der Herr der Mächte ist mit uns, unser Beistand ist der Gott Jakobs.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Maria, die schwanger war mit der samenlosen Schwangerschaft, / ward einst in Bethlehem eingetragen, / zusammen mit dem greisen Joseph, / weil er aus dem Samen Davids war. / Es nahte sich die Zeit der Geburt, / und zur Herberge gab es keinen Ort; / doch als lieblicher Palast zeigte sich der Königin die Höhle. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wie sollen wir dich nennen, Begnadete? Himmel? Denn du ließest uns aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit. Paradies? Denn du ließest uns sprießen die Blume der Unverweslichkeit. Jungfrau? Denn unversehrt bist du geblieben. Reine Mutter? Denn du hieltest in deinen Armen den Sohn, den Gott aller. Ihn bitte flehentlich, dass errettet werden unsere Seelen.
Tropare, Ton 8. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Bethlehem, rüste dich, bereite die Krippe, die Höhle empfange, / die Wahrheit ist gekommen, der Schatten gewichen / und Gott ist den Menschen aus der Jungfrau erschienen. / Er wurde uns gleich und vergöttlichte so den Leib. / Deshalb ist Adam erneuert mit Eva und sie rufen: / Auf Erden ist erschienen Dein Wohlgefallen, // zu erretten unser Geschlecht. Zweimal.
L: Gott kommt vom Thermon her, der Heilige von den Bergen, die vom Wald beschattet sind.
Tropar, Ton 3:
Ch: Jetzt vollzieht sich geheimnisvoll das Prophetenwort: / „Und du, Bethlehem, im Lande Juda / bist mitnichten die geringste unter den Städten Judas, / du, die du im Voraus bereitest jene Höhle, / denn von dir wird kommen im Fleische der Herr der Völker, / geboren aus einer Jungfrau: / Christus, Gott, der sein Volk weidet, das neue Israel.“ // Ihn lasst uns verherrlichen.
L: Herr, ich habe vernommen Deine Kunde und bin erschrocken. Herr, ich habe verstanden Deine Werke und bin außer mir.
Ch: Jetzt vollzieht sich geheimnisvoll das Prophetenwort: / „Und du, Bethlehem, im Lande Juda / bist mitnichten die geringste unter den Städten Judas, / du, die du im Voraus bereitest jene Höhle, / denn von dir wird kommen im Fleische der Herr der Völker, / geboren aus einer Jungfrau: / Christus, Gott, der sein Volk weidet, das neue Israel.“ // Ihn lasst uns verherrlichen.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar, Ton 8:
Ch: So sprach Josef zur Jungfrau: / „Maria, welches Schauspiel nehme ich an dir wahr? / Nichts verstehend bin ich von Staunen ergriffen / und mein Geist ist bestürzt. / Entferne dich von mir im Geheimen, in das Feld. / Welches Schauspiel nehme ich an dir wahr? / Anstelle der Ehre hast du mir Schande gebracht, / anstelle der Freude Qual; / anstelle des Lobes Scham. / Ich vermag nicht länger die Missbilligung der Menschen zu ertragen, / denn ich habe dich von den Priestern des Tempels empfangen / als eine, die vor dem Herrn ohne Tadel ist. //Was sehe ich nun?“
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: So sprach Josef zur Jungfrau: / „Maria, welches Schauspiel nehme ich an dir wahr? / Nichts verstehend bin ich von Staunen ergriffen / und mein Geist ist bestürzt. / Entferne dich von mir im Geheimen, in das Feld. / Welches Schauspiel nehme ich an dir wahr? / Anstelle der Ehre hast du mir Schande gebracht, / anstelle der Freude Qual; / anstelle des Lobes Scham. / Ich vermag nicht länger die Missbilligung der Menschen zu ertragen, / denn ich habe dich von den Priestern des Tempels empfangen / als eine, die vor dem Herrn ohne Tadel ist. //Was sehe ich nun?“

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. Der Herr sprach zu mir: „Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt.“
     Ch: Der Herr sprach zu mir: „Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt.“
Vers: Erbitte von mir, und ich werde dir die Nationen geben zu deinem Erbe und zu deinem Besitz die Enden der Erde.
     Ch: Der Herr sprach zu mir: „Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt.“
L: Der Herr sprach zu mir: „Mein Sohn bist du.
     Ch: Ich habe dich heute gezeugt.“

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Micha.
D: Lasset uns aufmerken.
L: So spricht der Herr: Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Darum wird er sie dahingeben bis zur Zeit, da eine Gebärende geboren hat und der Rest seiner Brüder zu den Söhnen Israel zurückkehrt. Und er wird auftreten und seine Herde weiden in der Kraft des Herrn, in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes. Und sie werden in Sicherheit wohnen. Ja, jetzt wird er groß sein bis an die Enden der Erde. (Mi 5,2-4)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Mit der Geburt Jesu Christi war <es> so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, fand <es> sich, noch ehe sie zusammengekommen waren, dass sie schwanger war vom Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, weil er gerecht war und sie nicht öffentlich bloßstellen wollte, beschloss, sie heimlich zu entlassen.
Als er aber dieses erwog, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: „Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.” Dies Ganze aber ist geschehen, damit erfüllt werde, was vom Herrn gesagt ist durch den Propheten, welcher spricht: «Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Emmanuël geben», was übersetzt bedeutet: «Mit uns ist Gott. »
Als Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn aufgetragen hatte, und nahm seine Frau zu sich, und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus. (Mt 1, 18-25)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Verse der Stunde

L: Meine Schritte richte aus nach Deinem Spruch, und keinerlei Gesetzlosigkeit soll über mich herrschen. Erlöse mich von der Verleumdung der Menschen, auf dass ich Deine Gebote bewahre. Lass Dein Angesicht erscheinen über Deinem Knecht, und lehre mich Deine Ordnungen.
Erfüllt sei mein Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass ich besinge Deine Herrlichkeit, den ganzen Tag Deine Erhabenheit.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum... Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 3. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Gott, übe Mitleid mit uns und segne uns, Er lasse Sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme Sich unser.
Wir: Amen.
Der Priester lies folgendes Gebet: O Christus, wahres Licht, das erleuchtet und heiligt jeden Menschen, der in die Welt kommt; gezeichnet werde das Licht Deines Angesichtes auf uns, damit wir darin schauen das unzugängliche Licht, und lenke unsere Schritte zur Vollführung Deiner Gebote, auf die Fürbitten Deiner allreinen Mutter und aller Deiner Heiligen. Amen.

DRITTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Während der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine kleine Weihräucherung der Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) die Ikonostase, 3) den Vorsteher 4) das Volk, 5) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter) 6) das Analogion mit dem Evangelium von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 66: Gott übe Mitleid mit uns und segne uns, er lasse sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme sich unser, damit wir auf Erden deinen Weg erkennen, unter allen Nationen deine Errettung. Bekennen sollen dich die Völker, o Gott; bekennen sollen dich die Völker alle. Frohgemut sein und frohlocken sollen die Nationen; denn du wirst richten die Völker in Aufrichtigkeit, und die Nationen auf Erden wirst du leiten. Bekennen sollen dich die Völker, o Gott; bekennen sollen dich die Völker alle. Die Erde hat ihre Frucht gegeben. Es segne uns Gott, unser Gott. Es segne uns Gott; und fürchten sollen ihn alle Enden der Erde.
Psalm 86: Seine Grundfesten sind auf den heiligen Bergen. ‹Es› liebt der Herr die Tore Sions mehr als alle Zelte Jakobs. Herrliches wurde über dich gesagt, Stadt Gottes. „Gedenken werde ich Rahabs und Babylons vor denen, die mich kennen. Und siehe, die Fremdstämmigen und Tyrus und das Volk der Äthiopier: diese wurden dort geboren.” „Mutter Sion” wird ‹der› Mensch sagen, und: „ein Mensch ward in ihr geboren”, und: „der Höchste selbst hat sie gegründet”. Der Herr wird ‹es› erzählen in der Niederschrift der Völker und dieser Fürsten, die gewesen sind in ihr. Denn aller Frohgemuten Wohnstatt ‹ist› in dir.
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Maria, die schwanger war mit der samenlosen Schwangerschaft, / ward einst in Bethlehem eingetragen, / zusammen mit dem greisen Joseph, / weil er aus dem Samen Davids war. / Es nahte sich die Zeit der Geburt, / und zur Herberge gab es keinen Ort; / doch als lieblicher Palast zeigte sich der Königin die Höhle. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gottesgebärerin, du bist der wahre Weinstock, der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. Dich bitten wir flehentlich: Lege Fürbitte ein, Gebieterin, zusammen mit den Aposteln und allen Heiligen, dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Tropare, Ton 6. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Er ist unser Gott und es ist kein anderer neben ihm. / Er ist geboren von der Jungfrau / und hat unter uns Menschen gelebt. / In einer armen Krippe liegend / zeigt sich der eingeborene Sohn, wie ein Sterblicher / und der Herr des Ruhmes ist eingewickelt in Windeln. / Ein Stern gibt den Magiern das Zeichen, / hinzugehen und ihn anzubeten; / wir aber singen: // Heilige Dreiheit, errette unsere Seelen. Zweimal.
L: Gott kommt vom Thermon her, der Heilige von den Bergen, die vom Wald beschattet sind.
Tropar, Ton 8:
Ch: Vor deiner Geburt, o Herr, / waren die geistigen Heere, / die mit Furcht dieses Wunder sahen, / darob von Bestürzung befallen. / Du hast geruht, ein kleines Kind zu werden, / du, der du den Himmel mit Sternen geschmückt hast. / Und du liegst in einer Krippe mit den Tieren, / du, der du in deiner Hand alle Enden der Erde hältst. / Hierin offenbart sich dein Mitleid, o Christe, // dein großes Erbarmen. Ehre Dir.
L: Herr, ich habe vernommen Deine Kunde und bin erschrocken. Herr, ich habe verstanden Deine Werke und bin außer mir.
Ch: Vor deiner Geburt, o Herr, / waren die geistigen Heere, / die mit Furcht dieses Wunder sahen, / darob von Bestürzung befallen. / Du hast geruht, ein kleines Kind zu werden, / du, der du den Himmel mit Sternen geschmückt hast. / Und du liegst in einer Krippe mit den Tieren, / du, der du in deiner Hand alle Enden der Erde hältst. / Hierin offenbart sich dein Mitleid, o Christe, // dein großes Erbarmen. Ehre Dir.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar, Ton 3:
Ch: Sage uns, Josef, wie führst du die Jungfrau nach Bethlehem, / die du an den Pforten des Heiligtums empfangen hast, / da sie Mutter werden soll. / Nachdem ich die Propheten erforscht habe / und durch einen Engel belehrt wurde, / glaube ich, dass Maria auf unerklärliche Weise Gott zur Welt bringen wird / und dass die Magier von Osten kommen werden, ihn anzubeten / und dass sie ihm ihre Schuldigkeit erweisen werden // mit herrlichen Geschenken.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: Sage uns, Josef, wie führst du die Jungfrau nach Bethlehem, / die du an den Pforten des Heiligtums empfangen hast, / da sie Mutter werden soll. / Nachdem ich die Propheten erforscht habe / und durch einen Engel belehrt wurde, / glaube ich, dass Maria auf unerklärliche Weise Gott zur Welt bringen wird / und dass die Magier von Osten kommen werden, ihn anzubeten / und dass sie ihm ihre Schuldigkeit erweisen werden // mit herrlichen Geschenken.

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
     Ch: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Vers: Und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.
     Ch: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
L: Denn ein Kind ist uns geboren.
     Ch: Ein Sohn ist uns geschenkt.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Baruch.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Das ist unser Gott, und keiner ist Ihm zu vergleichen. Der hat die Weisheit gefunden und hat sie gegeben Jakob, Seinem Diener, und Israel, Seinem Geliebten. Danach ist sie erschienen auf Erden und hat unter den Menschen gewohnt. Diese Weisheit ist das Buch von den Geboten Gottes und das Gesetz, das ewig ist. Alle, die fest an ihr halten, werden leben; die sie aber verlassen, werden sterben. Kehre dich wieder zu ihr, Jakob, und nimm sie an; wandle solchem Licht nach, das dir voranleuchtet. Übergib nicht deine Ehre einem anderen und deinen Schatz einem fremden Volk. O, selig sind wir, Israel, denn Gott hat uns Seinen Willen offenbart. (Bar 3,36 - 4,4)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jenen Tagen ging ein Beschluss vom Kaiser Augustus aus, den ganzen Erdkreis <in Steuerlisten> einzuschreiben. Diese Einschreibung war die erste, während Quirinius Statthalter von Syrien war. Und alle zogen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch hinauf Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazaret, nach Judäa, in die Stadt Davids, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, der ihm anverlobten Frau, welche schwanger war. Und es geschah: Während sie dort waren, erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte; und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
Und es waren Hirten in selbiger Gegend, die auf freiem Felde weilten und in Nachtwachen über ihre Herde wachten. Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Denn euch ward heute ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet einen Säugling finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.” Und plötzlich war mit dem Engel eine Menge der himmlischen Heerschar zugegen, welche Gott lobten und sprachen: „Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen.”
Und es geschah: Als die Engel von ihnen hinweg gen Himmel fuhren, dass die Menschen, die Hirten, zueinander sprachen: „Lasset uns doch hinübergehen nach Bethlehem und das Geschehene sehen, diese Rede, die der Herr uns kundgetan.” Und sie kamen eilends und fanden sowohl Maria als auch Joseph, und den Säugling in der Krippe liegend. Als sie es aber gesehen hatten, gaben sie genaue Kunde von der Rede, die zu ihnen über dieses Kindlein gesprochen worden war. Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was von den Hirten zu ihnen gesagt worden war. Maria aber bewahrte alle diese Worte und brachte sie zusammen in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten zurück, wobei sie Gott verherrlichten und lobten für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es zu ihnen gesagt worden war. (Lk 2, 1-20)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Vers der Stunde

Gesegnet der Herr, unser Gott; gesegnet der Herr Tag für Tag. Möge uns glücklich geleiten der Gott unserer Errettung. Unser Gott ist der Gott des Errettens.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum... Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 3. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
Wir: Amen.
Im Anschluss an die Verbeugungen lesen wir das Gebet des Heiligen Mardarios:
Gebieter, Gott Vater, Allherrscher, Herr einziggezeugter Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist, eine Gottheit, eine Macht, erbarme dich meiner, des Sünders, und nach Deinen Dir wohlbekannten Urteilen errette mich, Deinen unwürdigen Knecht. Denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

SECHSTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Während der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine kleine Weihräucherung der Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) die Ikonostase, 3) den Vorsteher 4) das Volk, 5) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter) 6) das Analogion mit dem Evangelium von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 71: O Gott, gib dein Gericht dem König, und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, um zu richten dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen nach Recht. Aufnehmen sollen die Berge Frieden für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit. Richten wird er die Armen des Volkes und die Söhne der Bedürftigen erretten, doch den Verleumder wird er erniedrigen. Verweilen wird er mit der Sonne und vor dem Mond für alle Geschlechter. Er wird herabsteigen wie Regen auf das Vlies und wie ein Tropfen, der auf die Erde tropft. Aufgehen wird in seinen Tagen Gerechtigkeit und Fülle des Friedens, bis hinweggenommen wird der Mond. Er wird Herr sein von Meer zu Meer und von den Flüssen bis zu den Enden des Erdkreises. Vor ihm werden die Äthiopier niederfallen, und seine Feinde werden Staub lecken. Die Könige von Tharsis und die Inseln werden Gaben darbringen, die Könige der Araber und Saba werden Gaben herbeiführen. Und huldigen werden ihm alle Könige der Erde, alle Nationen werden ihm dienen. Denn er hat den Armen vom Mächtigen erlöst und den Bedürftigen, für den es keinen Helfer gab. Schonen wird er des Armen und des Bedürftigen, und die Seelen der Bedürftigen wird er erretten. Von Wucher und Ungerechtigkeit wird er ihre Seelen befreien, und sein Name ist geehrt vor ihnen. Er wird leben, und vom Golde Arabiens wird ihm gegeben werden; und stets werden sie seinetwegen beten; den ganzen Tag lang werden sie ihn segnen. Eine Stütze wird im Lande sein auf den Gipfeln der Berge; ihre Frucht wird emporsteigen über den Libanon, und aufblühen werden sie aus der Stadt wie das Gras der Erde. Sein Name wird gesegnet sein in Ewigkeit; vor der Sonne hat sein Name Bestand; und in ihm werden gesegnet sein alle Stämme der Erde, alle Nationen werden ihn seligpreisen. Gesegnet der Herr, der Gott Israëls, der da Wundertaten übt allein. Und gesegnet der Name seiner Herrlichkeit auf ewig, ja auf immer und ewig. Und erfüllt werde die ganze Erde von seiner Herrlichkeit. So sei es, so sei es.
Psalm 131: Gedenke, Herr, Davids und all seiner Sanftmut, wie er geschworen hat dem Herrn, gelobt hat dem Gott Jakobs: Nicht will ich eingehen in das Zelt meines Hauses, noch auf das Lager meines Bettes steigen, nicht will ich Schlaf geben meinen Augen, nicht Schlummer meinen Lidern, noch meinen Schläfen Ruhe, bis ich einen Ort gefunden habe für den Herrn, ein Zelt für den Gott Jakobs. Siehe, wir haben gehört von ihr in Ephrata, wir haben sie gefunden in den Gefilden des Waldes. Wir werden eingehen in seine Zelte, huldigen dem Ort, wo seine Füße gestanden. Stehe auf, Herr, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Heiligung. Deine Priester werden sich kleiden in Gerechtigkeit, und deine Gottseligen werden frohlocken. Um Davids willen, deines Knechtes, wende nicht ab das Angesicht deines Gesalbten. Der Herr schwor David ‹die› Wahrheit, und er wird sie gewiss nicht aufheben: Von der Frucht deines Schoßes will ich einsetzen auf deinem Thron. Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren und diese meine Zeugnisse, die ich sie lehren werde, dann werden auch ihre Söhne bis in Ewigkeit sitzen auf deinem Thron. Denn der Herr hat den Sion erwählt und ihn sich zur Wohnstatt erkoren. „Dies ist meine Ruhestatt auf immer und ewig, hier will ich wohnen; denn ich habe sie erkoren. Ihr Tor will ich reichlich segnen, ihre Armen sättigen mit Brot, ihre Priester will ich kleiden mit Heil, und ihre Gottseligen werden mit Jubel frohlocken. Dort werde ich David aufgehen lassen ein Horn, bereitet habe ich einen Leuchter meinem Gesalbten. Seine Feinde werde ich kleiden mit Schande, doch über ihm wird aufblühen meine Heiligung.“
Psalm 90: Wer in des Höchsten Hilfe wohnt, wird lagern im Schutz des Gottes des Himmels. Er wird sagen zum Herrn: „Mein Beistand bist Du und meine Zuflucht, mein Gott.“, und: „Ich will hoffen auf Ihn.“ Denn Er wird Dich erlösen aus der Schlinge der Jäger und vom aufwühlenden Wort. Mit Seinen Schultern wird Er dich überschatten, und unter Seinen Flügeln wirst du hoffen; mit einer Rüstung wird Seine Wahrheit dich rings umgeben. Nicht wirst du dich fürchten vor nächtlicher Furcht, vor einem Pfeil, der bei Tage fliegt, vor dem Ding, das im Finstern umgeht, vor einem Unglück und dem Dämon des Mittags. Fallen werden Tausend zu deiner Seite und Zehntausend zu deiner Rechten, dir aber wird es sich nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du es wahrnehmen und die Vergeltung für die Sünder sehen. Denn Du, Herr, bist meine Hoffnung; den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gesetzt. Nichts Übles wird dir zustoßen, und keine Plage sich nahen deinem Zelt. Denn Seinen Engeln wird Er deinethalben befehlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen. Auf Händen werden sie dich erheben, damit du niemals deinen Fuß an einen Stein stoßen wirst. Über Viper und Basilisk wirst du schreiten und niedertreten Löwe und Drache. „Denn auf Mich hat er gehofft, und Ich will ihn erlösen; Ich will ihn beschützen; denn Meinen Namen hat er erkannt. Schreien wird er zu Mir, und Ich will ihn erhören; in der Bedrängnis bin Ich bei ihm, will ihn entreißen und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage will Ich ihn sättigen und ihm zeigen Mein Heil.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Maria, die schwanger war mit der samenlosen Schwangerschaft, / ward einst in Bethlehem eingetragen, / zusammen mit dem greisen Joseph, / weil er aus dem Samen Davids war. / Es nahte sich die Zeit der Geburt, / und zur Herberge gab es keinen Ort; / doch als lieblicher Palast zeigte sich der Königin die Höhle. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Da wir keinen Freimut haben wegen unserer vielen Sünden, bestürme du den aus dir Geborenen, Gottesgebärerin Jungfrau, denn viel vermag die Bitte der Mutter zum Wohlwollen des Gebieters. Sieh nicht hinweg über die flehentlichen Bitten der Sünder, Allehrwürdige, denn erbarmungsreich ist und mächtig zu erretten, der auch zu leiden für uns auf sich nahm.
Tropare, Ton 1. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Kommet, ihr Gläubigen, lasset uns gottbegeistert erheben und betrachten die göttliche Herabkunft / von oben nach Bethlehem zu uns offenbar / und mit gereinigtem Sinne lasset uns im Leben darbringen Tugenden anstatt des Myron, / gläubig schmückend die Eingänge des Geburtsfestes an den seelischen Schatzkammern. / Rufend: „Ehre in der Höhe dem Gott in der Dreiheit.“ / Sein Wohlgefallen wird nun den Menschen offenbart. / In Seiner Liebe zur Menschheit // lässt Er Adam vom Erbfluch los. Zweimal.
L: Gott kommt vom Thermon her, der Heilige von den Bergen, die vom Wald beschattet sind.
Tropar, Ton 4:
Ch: Höre, o Himmel und merke auf, Erde, / erbebet, ihr Grundfesten / und Zittern ergreife die Unterwelt. / Denn Gott, der Schöpfer, bekleidet sich mit einem Gebilde von Fleisch / und mit starker Hand eines Geschöpfes. / O Tiefe des Reichtums und der Weisheit / und der Erkenntnis Gottes. / Wie unbegreiflich sind seine Gerichte // und unerforschlich seine Wege.
L: Herr, ich habe vernommen Deine Kunde und bin erschrocken. Herr, ich habe verstanden Deine Werke und bin außer mir.
Ch: Höre, o Himmel und merke auf, Erde, / erbebet, ihr Grundfesten / und Zittern ergreife die Unterwelt. / Denn Gott, der Schöpfer, bekleidet sich mit einem Gebilde von Fleisch / und mit starker Hand eines Geschöpfes. / O Tiefe des Reichtums und der Weisheit / und der Erkenntnis Gottes. / Wie unbegreiflich sind seine Gerichte // und unerforschlich seine Wege.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar, Ton 5:
Ch: Kommet, ihr Christus tragenden Völker, / lasset uns schauen das Wunder, / welches alle Vernunft in Staunen setzt und gefangen hält / und fromm anbetend lasset uns gläubig singen. / Heut kommt nach Bethlehem / die im Schoße tragende Jungfrau, / um den Herrn zu gebären; / Scharen der Engel laufen voran. / Und dieses sehend ruft Josef, der Verlobte: / Was für ein seltsames Geheimnis ist in dir, o Jungfrau, / und wie kommst du dazu, zu gebären, / die du bist wie eine junges Kalb, // das noch kein Joch getragen hat?
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: Kommet, ihr Christus tragenden Völker, / lasset uns schauen das Wunder, / welches alle Vernunft in Staunen setzt und gefangen hält / und fromm anbetend lasset uns gläubig singen. / Heut kommt nach Bethlehem / die im Schoße tragende Jungfrau, / um den Herrn zu gebären; / Scharen der Engel laufen voran. / Und dieses sehend ruft Josef, der Verlobte: / Was für ein seltsames Geheimnis ist in dir, o Jungfrau, / und wie kommst du dazu, zu gebären, / die du bist wie eine junges Kalb, // das noch kein Joch getragen hat?

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. Aus dem Schoß habe ich dich vor dem Morgenstern gezeugt. Es schwor der Herr, und er wird nicht bereuen.
     Ch: Aus dem Schoß habe ich dich vor dem Morgenstern gezeugt. Es schwor der Herr, und er wird nicht bereuen.
Vers: Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Sitze zu meiner Rechten.
     Ch: Aus dem Schoß habe ich dich vor dem Morgenstern gezeugt. Es schwor der Herr, und er wird nicht bereuen.
L: Aus dem Schoß habe ich dich vor dem Morgenstern gezeugt.
     Ch: Es schwor der Herr, und er wird nicht bereuen.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben. Er wird Butter und Honig essen bis zu der Zeit, in der er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. Der Herr sagte zu mir: Nimm eine große Tafel, und schreib darauf mit einem gewöhnlichen Griffel: Maher-Schalal-Hasch-Bas (Schnelle Beute - Rascher Raub). Und ich nahm mir zuverlässige Zeugen, den Priester Urija und Secharja, den Sohn Jeberechjas. Dann ging ich zu der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte der Herr zu mir: Gib ihm den Namen Maher- Schalal-Hasch-Bas! Denn noch bevor der Knabe «Vater» und «Mutter» sagen lernt, wird man den Reichtum von Damaskus und die Beute von Samaria dem König von Assur vorantragen. Gott ist mit uns. Tobt, ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch zerschmettert. Rüstet! Ihr werdet zerschmettert. Macht nur Pläne! Sie werden vereitelt. Was ihr auch sagt, es kommt nicht zustande, denn «Gott ist mit uns». (Jes 7,10-16; 8,1-4.8-10)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Als Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Magier aus dem Osten nach Jerusalem herbei und sprachen: „Wo ist der geborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern aufsteigen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.” Als aber der König Herodes es hörte, war er aufgewühlt und ganz Jerusalem mit ihm. Und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten ihm: „Zu Bethlehem in Judäa; denn so ist es geschrieben durch den Propheten: «Und du, Bethlehem, Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der mein Volk Israël weiden wird.»” Dann rief Herodes heimlich die Magier und erkundete von ihnen genau die Zeit des Erscheinens des Sterns. Er sandte sie nach Bethlehem und sprach: „Ziehet hin und forschet genau nach dem Kindlein; sobald ihr es aber gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.”
Als sie aber dem König zugehört hatten, zogen sie hin, und siehe, der Stern, den sie aufsteigen gesehen hatten, ging ihnen voran, bis er kam und oben über dem Ort stehen blieb, wo das Kindlein war. Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit überaus großer Freude. Sie kamen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm; sie öffneten ihre Schätze und brachten ihm Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und weil sie im Traum Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, entwichen sie auf einem anderen Weg in ihr Gebiet. (Mt 2, 1-12)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Vers der Stunde

Eilends komme uns Dein Mitleid zuvor, Herr, denn arm sind wir geworden gar sehr. Hilf uns, Gott, unser Erretter, um der Herrlichkeit Deines Namens willen. Erlöse uns, Herr, und sei gnädig ob unserer Sünden um Deines Namens willen.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum… Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 3. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
Wir: Amen.
Gebet des Heiligen Basileios des Großen:
Gott und Herr der Mächte, Bildner aller Schöpfung, der Du wegen der Barmherzigkeit Deines unvergleichlichen Erbarmens Deinen einziggezeugten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, herabgesandt hast zur Errettung unseres Geschlechtes, durch Sein kostbares Kreuz den Schuldschein unserer Sünden zerrissen und an ihm triumphiert hast über die Fürsten und Gewalten der Finsternis: Du selbst, menschenliebender Gebieter, nimm auch von uns Sündern diese Danksagungen und flehentlichen Bitten an und erlöse uns von jeder verderblichen und finsteren Verfehlung und von allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden, die uns zu schaden trachten. Nagle fest unser Fleisch durch Deine Furcht und neige unsere Herzen nicht zu Worten oder Überlegungen der Bosheit, sondern verwunde unsere Seelen mit der Sehnsucht nach Dir, damit wir, allezeit auf Dich blickend und durch Dein Licht geführt, Dich, das unzugängliche und ewige Licht schauen, Dir unaufhörlich das Bekenntnis und die Danksagung emporsenden, dem anfanglosen Vater, samt Deinem einziggezeugten Sohne und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

NEUNTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Mit dem Beginn der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine große Weihräucherung die Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) den Altarraum, 3) die Ikonostase, 4) das Volk, 5) die gesamte Kirche, 6) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter), 7) wieder das Analogion mit dem Evangeliar von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 109: ‹Es› sprach der Herr zu meinem Herrn: Sitze zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße. ‹Den› Stab der Macht wird der Herr dir entsenden vom Sion; und du herrsche inmitten deiner Feinde. Mit dir ‹ist› die Herrschaft am Tage deiner Macht, im Glanz deiner Heiligen. Aus dem Schoß habe ich dich vor dem Morgenstern gezeugt. ‹Es› schwor der Herr, und er wird nicht bereuen: Du ‹bist› Priester auf ewig, nach der Ordnung des Melchisedek. Der Herr zu deiner Rechten zermalmte Könige am Tage seines Zorns. Er wird richten unter den Nationen, Stürze vollenden, und die Häupter vieler auf Erden zermalmen. Aus dem Gießbach am Weg wird er trinken, deshalb wird er erheben das Haupt.
Psalm 110: Ich will dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, im Rat und in der Versammlung der Aufrichtigen: Groß ‹sind› die Werke des Herrn, ausgesucht entsprechend seinem ganzen Willen. Bekenntnis und Erhabenheit ‹sind› sein Werk, und seine Gerechtigkeit währet auf immer und ewig. Gestiftet hat er ein Gedächtnis an seine Wundertaten; erbarmungsreich und mitleidvoll ‹ist› der Herr. Speise gab er denen, die ihn fürchten; auf ewig wird er seines Bundes gedenken. Die Stärke seiner Werke hat er seinem Volk verkündet, um ihnen zu geben das Erbe der Nationen. Werke seiner Hände ‹sind› Wahrheit und Gericht; zuverlässig ‹sind› all seine Gebote, feststehend auf immer und ewig, gestiftet in Wahrheit und Aufrichtigkeit. Erlösung sandte der Herr seinem Volk; er gebot auf ewig seinen Bund; heilig und furchterregend ist sein Name. Anfang der Weisheit ‹ist die› Furcht des Herrn, und allen, die sie üben, wird gute Einsicht zuteil. Sein Lob währet auf immer und ewig.
Psalm 85: Neige, Herr, Dein Ohr, und erhöre mich; denn arm und bedürftig bin ich. Bewahre meine Seele; denn ich bin gottselig. Errette, mein Gott, Deinen Knecht, der auf Dich hofft. Erbarme Dich meiner, Herr; denn zu Dir werde ich schreien den ganzen Tag. Mache frohgemut die Seele Deines Knechtes; denn zu Dir habe ich meine Seele erhoben. Denn Du, Herr, bist gütig, milde und vielerbarmend gegenüber allen, die Dich anrufen. Nimm zu Ohren, Herr, mein Gebet, und merke auf die Stimme meines Flehens. Am Tage meiner Bedrängnis schrie ich zu Dir; denn Du hast mich erhört. Keiner ist Dir gleich unter den Göttern, Herr, und nichts ist gemäß Deinen Werken. Alle Nationen, die Du gemacht, werden kommen und anbeten vor Dir, Herr, und sie werden Deinen Namen verherrlichen. Denn groß bist Du und einer, der Wundertaten wirkt. Du bist Gott allein. Leite mich, Herr, auf Deinem Weg, und ich will wandeln in Deiner Wahrheit; frohgemut sei mein Herz, dass es fürchte Deinen Namen. Ich will Dich bekennen, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen und Deinen Namen verherrlichen auf ewig. Denn groß ist Dein Erbarmen gegen mich; ja, Du hast erlöst meine Seele aus dem untersten Hades. O Gott, Gesetzwidrige standen auf wider mich, eine Versammlung von Mächtigen trachtete nach meiner Seele, und Dich haben sie nicht vor ihre Augen gestellt. Doch Du, Herr, mein Gott, bist mitleidvoll und erbarmungsreich, langmütig und vielerbarmend und wahrhaftig. Blicke her auf mich und erbarme Dich meiner. Gib Deine Kraft Deinem Knecht, und errette den Sohn Deiner Magd. Tue an mir ein Zeichen zum Guten, und sehen sollen es und beschämt werden, die mich hassen; denn Du, Herr, hast mir geholfen und mich getröstet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Maria, die schwanger war mit der samenlosen Schwangerschaft, / ward einst in Bethlehem eingetragen, / zusammen mit dem greisen Joseph, / weil er aus dem Samen Davids war. / Es nahte sich die Zeit der Geburt, / und zur Herberge gab es keinen Ort; / doch als lieblicher Palast zeigte sich der Königin die Höhle. / Christus wird geboren, // um das einst gefallene Abbild aufzurichten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion:Der Du um unseretwillen geboren wurdest aus einer Jungfrau und die Kreuzigung erduldet hast, o Guter, der Du durch den Tod den Tod beraubt und die Auferweckung gezeigt als Gott, sieh' nicht hinweg über die, welche Du gebildet hast mit Deiner Hand; erzeige Deine Menschenliebe, Erbarmungsreicher, nimm an die Gottesgebärerin, die Dich gebar, da sie Fürbitte für uns einlegt, und errette, unser Erretter, ein verzweifeltes Volk.
Tropare, Ton 7. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Als Herodes die Frömmigkeit der Weisen sah, staunte er / und von Zorn ergriffen, erforschte er die Zeit der Geburt. / Mütter wurden kinderlos und die Unmündigen bitterlich wie eine Ernte abgemäht. / Die Brüste der Mütter vertrockneten, / die Quellen der Milch versiegten; / groß und unerträglich war der Schmerz. / Gläubige, lasst uns nun ehrfurchtsvoll zusammenkommen // und die Geburt Christi preisen. Zweimal.
L: Gott kommt vom Thermon her, der Heilige von den Bergen, die vom Wald beschattet sind.
Tropar, Ton 2:
Ch: Als Joseph auf dem Wege nach Bethlehem von Trauer ergriffen war, / sprach die Jungfrau zu ihm: Weshalb blickst du mich so betrübt an? / Da ich im Schoße trage, bist du bestürzt / und erkennst nicht das sich in mir vollziehende, ehrfurchtgebietende Mysterium. / Lege alle Furcht ab, erkenne das Wunderbare, / denn aus Gnade wird Gott heute in meinen Schoß auf die Erde herabkommen und einen Leib annehmen. / Und wenn er geboren ist, wirst du ihm, von Freude erfüllt, als deinem Schöpfer huldigen, / ihm, den die Engel unaufhörlich besingen und preisen // mit dem Vater und dem Heiligen Geiste.
L: Herr, ich habe vernommen Deine Kunde und bin erschrocken. Herr, ich habe verstanden Deine Werke und bin außer mir.
Ch: Als Joseph auf dem Wege nach Bethlehem von Trauer ergriffen war, / sprach die Jungfrau zu ihm: Weshalb blickst du mich so betrübt an? / Da ich im Schoße trage, bist du bestürzt / und erkennst nicht das sich in mir vollziehende, ehrfurchtgebietende Mysterium. / Lege alle Furcht ab, erkenne das Wunderbare, / denn aus Gnade wird Gott heute in meinen Schoß auf die Erde herabkommen und einen Leib annehmen. / Und wenn er geboren ist, wirst du ihm, von Freude erfüllt, als deinem Schöpfer huldigen, / ihm, den die Engel unaufhörlich besingen und preisen // mit dem Vater und dem Heiligen Geiste.
Vor dem Analogion in der Mitte wird laut die ganze Stichire gelesen, Ton 6:
Diakon oder Leser: Heute wird aus der Jungfrau geboren, / der die ganze Schöpfung in Seiner Hand hält. / Mit Windeln wie ein Sterblicher wird umwickelt, / der seinem Wesen nach der unberührbare Gott ist. / In der Wiege liegt, / der die Himmel durch sein Wort von Urbeginn an befestigte. / Aus der Brust wird mit Milch genährt, / der in der Wüste dem Volk das Manna regnen ließ. / Der Bräutigam der Kirche ruft herbei die sternkundigen Weisen, / Ihre Gaben nimmt entgegen der Sohn der Jungfrau. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Zeige uns auch dein göttliches Erscheinen.
D: Unserem großen Herrn und Vater, dem heiligsten Patriarchen von (Titel) N., der geweihten Synode, den hochgeweihten Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, und unserem Herrn, dem höchstgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihtem Bischof) von (Titel), dem Vorsteher dieser heiligen Kirche, und der ganzen geweihten Versammlung, unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschütze, auf viele Jahre!
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthooxen Christen, gib, Herr, Ruhe und langes Leben und reichen Ertrag der Früchte der Erde und viele Jahre!
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Stichire, Ton 6:
Ch: Heute wird aus der Jungfrau geboren, / der die ganze Schöpfung in Seiner Hand hält. / Mit Windeln wie ein Sterblicher wird umwickelt, / der seinem Wesen nach der unberührbare Gott ist. / In der Wiege liegt, / der die Himmel durch sein Wort von Urbeginn an befestigte. / Aus der Brust wird mit Milch genährt, / der in der Wüste dem Volk das Manna regnen ließ. / Der Bräutigam der Kirche ruft herbei die sternkundigen Weisen, / Ihre Gaben nimmt entgegen der Sohn der Jungfrau. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Deine Geburt verehren wir, Christus. / Zeige uns auch dein göttliches Erscheinen.

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. „Mutter Sion” wird der Mensch sagen, und: „ein Mensch ward in ihr geboren”.
     Ch: „Mutter Sion” wird der Mensch sagen, und: „ein Mensch ward in ihr geboren”.
Vers: Seine Grundfesten sind auf den heiligen Bergen.
     Ch: „Mutter Sion” wird der Mensch sagen, und: „ein Mensch ward in ihr geboren”.
L: „Mutter Sion” wird der Mensch sagen.
     Ch: Und: „ein Mensch ward in ihr geboren”.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt; die Herrschaft ruht auf seinen Schultern. Man nennt seinen Namen: Wunderrat, starker Gott, Ewigvater, Friedensfürst. Groß ist die Herrschaft und endlos der Friede für Davids Thron und sein Königreich, das er aufrichtet und festigt in Recht und Gerechtigkeit. Von nun an bis in Ewigkeit wird die eifersüchtige Liebe des Herrn Zebaoth solches tun. (Jes 9,6-7)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Als die Magier entwichen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten, und bleibe dort, bis ich <es> dir sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es zugrunde zu richten. Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts mit sich und entwich nach Ägypten. Und er blieb dort bis zum Ende des Herodes, damit erfüllt würde, was vom Herrn gesagt ist durch den Propheten, welcher spricht: «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»
Als Herodes hierauf sah, dass er von den Magiern hintergangen worden war, ergrimmte er sehr; er sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in allen seinen Grenzen waren, vom Zweijährigen an und darunter, gemäß der Zeit, die er von den Magiern genau erkundet hatte. Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremias, welcher spricht: «Eine Stimme ist in Rama gehört worden, viel Klagen, Weinen und Wehgeschrei: Rachel beweinte ihre Kinder, und sie wollte sich nicht trösten lassen; denn sie sind dahin.»
Als es aber mit Herodes zu Ende gegangen war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum und spricht: „Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und ziehe in das Land Israël. Denn gestorben sind, die dem Kind nach der Seele trachteten.” Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich, und kam in das Land Israël. Als er aber hörte, dass Archela’us anstelle seines Vaters Herodes König über Judäa sei, fürchtete er sich, dorthin zu gehen; und weil er im Traum Weisung empfangen hatte, entwich er in die Landesteile von Galiläa; und er kam und nahm Wohnung in einer Stadt, genannt Nazaret, damit erfüllt würde, was durch die Propheten gesprochen ist: «Er wird Nazoräer genannt werden.» (Mt 2, 13-23)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Priester küsst das Evangeliar. Dann trägt er es unter Vorantritt des Altardieners mit dem Vortrageleuchter vor die Ikonostase, segnet mit ihm unter der königlichen Tür die Gläubigen, tritt in den Altar und legt es auf den Altartisch. Der Diakon schließt die königlichen Türen. Der Vorhang bleibt bis zum Ende der Typika geöffnet.

Vers der Stunde

Gib uns doch nicht preis bis ans Ende, um Deines heiligen Namens willen, löse nicht auf Deinen Bund und entferne nicht Dein Erbarmen von uns, um Abrahams willen, des von Dir Geliebten, und um Isaaks willen, Deines Knechtes, und Israëls, Deines Heiligen.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum… Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 3. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Gott, übe Mitleid mit uns und segne uns, Er lasse Sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme Sich unser.
Wir: Amen.
Danach das Gebet des Hl. Basileios des Großen:
Gebieter, Herr Jesus Christus, unser Gott, der Du langmütig warst gegen unsere Verfehlungen und uns bis zur gegenwärtigen Stunde geführt hast, in der Du, am lebenspendenden Holze hangend, dem einsichtigen Räuber den Eintritt ins Paradies gebahnt und durch den Tod den Tod vernichtet hast, sei uns, Deinen sündigen und unwürdigen Knechten und Mägden, gnädig. Denn wir haben gesündigt und gesetzlos gehandelt und sind nicht würdig, unsere Augen zu erheben und zur Höhe des Himmels zu blicken, weil wir den Weg Deiner Gerechtigkeit verlassen haben und gewandelt sind nach dem Willen unserer Herzen. Wir flehen aber zu Deiner unvergleichlichen Güte: Schone uns, Herr, nach der Fülle Deines Erbarmens und errette uns um Deines heiligen Namens willen; denn unsere Tage sind in Eitelkeit vergangen. Entreiße uns der Hand des Widersachers, vergib uns die Sünden und töte unsere fleischliche Gesinnung, damit wir den alten Menschen ablegen, den neuen anziehen und Dir, unserem Gebieter und Fürsorger, leben und so – Deinen Anordnungen nachfolgend – zur ewigen Ruhe gelangen, wo da ist die Wohnung aller Frohgemuten. Denn Du bist wahrhaftig die wahre Freude und das wahre Frohlocken derer, die Dich lieben, Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Typika

Wird die Typika vor den königlichen Stunden an einem Tag gelesen, an dem eine Liturgie zelebriert wird, sprechen der Priester mit dem Diakon die Eingangsgebete traditionsgemäß während der königlichen Stunden auf dem Ambo. Im Anschluss bitten sie einander und das Volk um Vergebung, ziehen im Altar die Priestergewänder an und beginnen die Proskomidie. Doch die Eingangsgebete und die Proskomidie können auch vor den Königlichen Stunden vollzogen werden.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiss nicht all seine Vergeltungen. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. ‹Es› übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat er dem Moses seine Wege, den Söhnen Israëls seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ‹ist› der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr sein Erbarmen stark gemacht über denen, die ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid übt mit den Söhnen, so hat der Herr Mitleid geübt mit denen, die ihn fürchten. Denn er kennt ja unser Gebilde, er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblüh’n. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die ihn fürchten. Und seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie zu erfüllen. Der Herr hat seinen Thron im Himmel bereitet, und sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr sein Wort vollbringt, sobald ihr hört den Ruf seiner Worte. Segnet den Herrn, all seine Mächte, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all seine Werke; an jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Psalm 145: Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tage werden all seine Pläne zunichte. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott, der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen, der schützet die Wahrheit auf ewig, der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, der Speise gibt den Hungernden. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden, der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, ohne Veränderung bist Du Mensch geworden und hast als Gekreuzigter, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.

Seligpreisungen

In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort lügnerisch wider euch reden um meinetwillen.
Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Gedenke unser, o Gebieter, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Gedenke unser, o Heiliger, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Der himmlische Chor besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Kommt zu Ihm und werdet erleuchtet und euer Angesicht wird nicht beschämt.
Der himmlische Chor besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Chor der heiligen Engel und Erzengel, mit allen himmlischen Mächten, besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird nur dann gelesen, wenn an diesem Tag keine Göttliche Liturgie gefeiert wird. Z. B. wenn sie an einem Freitag nach den königlichen Stunden gelesen werden.
[ Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen. ]
Erlass, vergib und verzeihe, o Gott, unsere Verfehlungen, die absichtlichen und unabsichtlichen, die in Werk und Wort, die bewussten und unbewussten, die in der Nacht und am Tage, die der Geistkraft und dem Verstande nach, sie alle verzeihe uns als Guter und Menschenliebender.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen.
Kondak des Vorfests. Ton 3. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: Heut‘ erscheint die Jungfrau, um in einer Höhle unsagbar zu gebären / jenes Wort, das da vor aller Zeit ist. / Tanze freudig nun, o Erdkreis, da du es hörtest; / mit den Engeln und den Hirten singe den Lobpreis / ihm, der uns erscheinen wollte / als kleines Kindlein, // dem wahren Gott vor den Äonen.
Herr, erbarme Dich, vierzigmal.

Gebet

Allheilige Dreiheit, wesenseine Herrschaft, unteilbares Königtum, Ursache alles Guten, habe doch Wohlgefallen auch an mir, dem Sünder: Mache fest und verständig mein Herz und nimm hinweg meine ganze Ruchlosigkeit, erleuchte meinen Verstand, damit ich stets verherrliche, in Hymnen singe, anbete und sage: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Nur dann, wenn an diesem Tag keine Göttliche Liturgie zelebriert wird, wird dreimal Gesegnet sei der Name des Herren sowie der Psalm 33 gelesen.
[ Gesegnet sei der Name des Herren, von nun an bis in Ewigkeit. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Psalm 33: Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, stets ‹ist› sein Lob in meinem Munde. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, hören sollen ‹es› die Sanftmütigen und frohgemut sein. Hochpreiset den Herrn mit mir, und lasset uns gemeinsam seinen Namen erhöhen. Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört, und aus all meinen Bedrängnissen hat er mich erlöst. Kommet zu ihm und werdet erleuchtet, und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, und aus all seinen Bedrängnissen hat er ihn errettet. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die ihn fürchten, und er wird sie erlösen. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; selig der Mann, der da hofft auf ihn. Fürchtet den Herrn, ihr all seine Heiligen; denn keinen Mangel gibt es für jene, die ihn fürchten. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. Kommt, ihr Kinder, höret mich, die Furcht des Herrn will ich euch lehren. Wer ist ein Mensch, der ‹das› Leben will, der ‹es› liebt, gute Tage zu sehen? Halte zurück deine Zunge vom Bösen und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; suche den Frieden und jage ihm nach. Die Augen des Herrn ‹achten› auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. ‹Es› schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, aus all ihren Bedrängnissen hat er sie erlöst. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, und die Demütigen im Geiste wird er erretten. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. Der Tod der Sünder ist übel, und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. Erlösen wird der Herr die Seelen seiner Knechte, und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf ihn. ]
D: Weisheit.
     Ch: Würdig ist es in Wahrheit, dich seligzupreisen, die Gottesgebärerin, die Immerseliggepriesene und Allmakellose und Mutter unseres Gottes.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
P: Ehre Dir, Christus, unser Gott, Ehre Dir.
     Ch: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr erbarme Dich, dreimal. Segne.
Die Entlassung auf dem Ambo, vor geschlossenen königlichen Türen:
P: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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