Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Montag, dem 21. Juni 2021
(08. Juni nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

1. Woche nach Pfingsten Ton 7. Fastenfreie Woche
Übertragung der Gebeine des Hl. Großmärtyrers Theodor Stratilates. sechs
Länge:

Die Große Vesper mit der 9. Stunde wird meistens im Anschluss an die Sonntagsliturgie zelebriert. Am Ende der 9. Stunde wird der Vorhang geöffnet. Es gehört sich so, wie vor einem Hochfest zu Leuten.
Die Vesper wird mit Einzug und großem Prokimenon zelebriert. Einzug mit dem Rauchfass, bei Anwesenheit eines Bischofs mit dem Evangeliar.

GROßE VESPER

P: Gesegnet unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Diakon ruft festlich aus:
D: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Die Gemeinde singt zusammen:
Volk: Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
L: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.

Psalm 103, Eingangspsalm

     L: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr. Mit Bekenntnis und Erhabenheit hast Du Dich bekleidet, hast Dich mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand, ausgespannt den Himmel wie ein Zelttuch. Der Seine Obergemächer in Wassern birgt, Der Wolken zu Seiner Steige setzt, wandelt auf den Flügeln der Winde. Der Seine Engel zu Geistern erschafft und Seine Diener zu feuriger Flamme. Der die Erde auf ihren festen Stand gegründet, nicht wird sie sich neigen auf immer und ewig. Der Abgrund ist Sein Umhang wie ein Gewand, auf den Bergen werden stehen die Wasser. Sie werden fliehen vor Seiner Schelte, zagen vor der Stimme Deines Donners. Sie steigen Berge empor und Ebenen hinab an den Ort, den Du ihnen begründet. Eine Grenze hast Du gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, noch sich wenden, die Erde zu bedecken. Der Quellen entsendet in Klüften, zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser. Sie werden tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel werden empfangen für ihren Durst. An ihnen werden sich die Vögel des Himmels niederlassen, aus den Felsen heraus ihre Stimme geben. Der die Berge tränkt aus Seinen Obergemächern: von der Frucht Deiner Werke wird gesättigt werden die Erde. Der Gras aufgehen lässt dem Vieh und frisches Grün den Menschen zum Dienst, um Brot hervorzubringen aus der Erde – und Wein erfreut das Herz des Menschen –, das Angesicht heiter zu machen mit Öl; und Brot stützt des Menschen Herz. Gesättigt werden die Hölzer der Ebene, die Zedern des Libanon, die Du gepflanzt. Dort werden die Sperlinge nisten; die Wohnstatt des Reihers führt sie an. Die hohen Berge sind den Hirschen und der Fels den Hasen eine Zuflucht. Er schuf den Mond für die Zeiten; die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht, in ihr werden umherschweifen alle Tiere des Waldes, junge Löwen, die brüllen, um zu reißen und von Gott ihre Nahrung zu suchen. Die Sonne ging auf, und sie sammelten sich und werden sich niederlegen auf ihren Lagern. Der Mensch wird ausgehen zu seinem Werk und zu seinem Wirken bis zum Abend. Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen; erfüllt ward die Erde von Deiner Schöpfung. Da ist das große und weite Meer, dort sind Kriechtiere ohne Zahl, kleine Lebewesen samt großen. Dort fahren Schiffe einher; da ist dieser Drache, den Du gebildet, darin zu spielen. Alle warten auf Dich, dass Du ihre Speise gebest zur rechten Zeit. Gibst Du ihnen, werden sie sammeln. Öffnest Du Deine Hand, werden sie allesamt erfüllt sein von Güte. Doch wendest Du ab Dein Angesicht, werden sie aufgewühlt sein; Du wirst hinwegnehmen ihren Geist, und sie werden dahinschwinden und zurückkehren zu ihrem Staub. Du wirst aussenden Deinen Geist, und sie werden erschaffen werden, und Du wirst erneuern das Angesicht der Erde. Es sei die Herrlichkeit des Herrn auf ewig; erfreuen wird sich der Herr Seiner Werke, Der auf die Erde blickt und sie zittern lässt, Der die Berge anrührt, und sie rauchen. Singen will ich dem Herrn in meinem Leben, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Süß sei Ihm meine Zwiesprache, ich aber will mich des Herrn erfreuen. Dahinschwinden mögen die Sünder von der Erde und die Gesetzlosen, so dass sie nicht mehr sind. Segne meine Seele den Herrn.
Die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Großes Prokimenon, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? / Du allein bist der Gott, der Wunder tut.
     Ch: Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? / Du allein bist der Gott, der Wunder tut.

Vers: Du hast deine Macht den Völkern kundgetan.
     Ch: Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? / Du allein bist der Gott, der Wunder tut.

Vers: Da sagte ich mir: „Das ist mein Schmerz, dass die Rechte des Höchsten so anders handelt.“
     Ch: Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? / Du allein bist der Gott, der Wunder tut.

Vers: Ich denke an die Taten des Herrn, ich will denken an Deine früheren Wunder.
     Ch: Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? / Du allein bist der Gott, der Wunder tut.

L: Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott?
     Ch: Du allein bist der Gott, der Wunder tut.
D: Wieder und wieder, die Knie beugend, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
Alle knien sich hin.
Die Kniebeugungsgebete liest der Priester in den Königlichen Türen kniend gen Volk. Üblicherweise hält er dabei einen Strauß Blumen in der Hand.

Erstes Kniebeugungsgebet

P: Allreiner, makelloser, anfangloser, unsichtbarer, unbegreiflicher, unerforschlicher, unveränderlicher, unüberwindlicher, unermesslicher, langmütiger Herr, der Du allein Unsterblichkeit besitzest und im unzugänglichen Lichte wohnst. Du hast den Himmel geschaffen und die Erde und das Meer und alle Geschöpfe in ihnen. Du gewährst allen die Bitten bevor Du noch gebeten wirst. Dich bitten wir und Dich flehen wir an, menschenliebender Gebieter, Dich, den Vater unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, der für uns Mensch geworden ist und zu unserem Heile vom Himmel herabgekommen ist und Fleisch angenommen hat aus dem Heiligen Geiste und der Immerjungfrau Maria, der ruhmreichen Gottesgebärerin. Er belehrte uns zuerst durch Worte, später unterwies Er aber auch durch Taten, als Er das heilbringende Leiden erduldete. Er gab uns, Deinen niedrigen und unwürdigen Knechten, ein Vorbild, Dir Gebete darzubringen, indem wir Nacken und Knie beugen wegen unserer Sünden und den unwissentlichen Vergehen des Volkes.
Du selbst, gnadenreicher und menschenliebender Gott, erhöre uns, an welchem Tage auch immer wir Dich anrufen, besonders aber an diesem Tage des Pfingstfestes, an welchem unser Herr Jesus Christus, da Er zum Himmel aufgefahren ist, und sich zu Deiner, des Gottes und Vaters Rechten gesetzt hat, den Heiligen Geist auf Seine heiligen Jünger und Apostel herabgesandt hat; der ließ sich auch auf einen jeden von ihnen nieder und sie wurden alle erfüllt mit seiner unerschöpflichen Gnade und verkündeten in fremden Zungen Deine Großtaten und weissagten.
Nun also erhöre uns, die wir Dich bitten und gedenke unser, die wir niedrig sind und verdammt, und hebe auf die Gefangenschaft unserer Seelen, der Du Erbarmen hast für uns. Nimm uns an, die wir vor Dir niederfallen und rufen: „Wir haben gesündigt.“ Zu Dir kommen wir vom Mutterschoße an, denn vom Mutterschoße an bist Du unser Gott. Doch unsere Tage sind verflossen in Eitelkeit. Wir sind Deiner Hilfe verlustig gegangen und haben jede Rechtfertigung verloren; dennoch rufen wir voll Zuversicht auf Dein Erbarmen: „Der Sünden unserer Jugend und unseres Unverstandes gedenke nicht, und reinige uns von unseren verborgenen Sünden; verwirf uns nicht im Alter, wenn unsere Kräfte schwinden, verlasse uns nicht ehe wir in die Erde zurückkehren, mache uns würdig der Umkehr zu Dir, und sei uns geneigt in Huld und Gnade; lege an unsere Sünden den Maßstab Deiner Erbarmungen und stelle den Abgrund Deiner Erbarmungen der Menge unserer Sünden entgegen. Blicke herab, o Herr, von Deiner heiligen Höhe auf Dein vor Dir stehendes Volk, welches reichliche Gnade von Dir erwartet. Komm zu uns mit Deiner Gnade, entreiße uns der Gewalt des Teufels; stärke unser Leben durch Deine heiligen und göttlichen Gebote; einem treuen Schutzengel vertraue Dein Volk an; versammle uns alle in Deinem Reich; gewähre Verzeihung denen, die auf Dich hoffen; vergib ihnen und uns die Sünden; reinige uns durch die Wirksamkeit Deines Heiligen Geistes und vernichte die gegen uns gerichteten Ränke des Feindes.“
Das folgende Gebet wird angefügt:
Gepriesen bist Du, Herr, Gebieter, Allherrscher, der Du den Tag durch das Strahlen der Sonne erleuchtest und die Nacht erhellt hast mit Feuerglanz. Du hast uns gewährt, den Lauf des Tages zu durcheilen und uns zu nähern dem Beginn der Nacht; erhöre unsere Bitten und die Deines ganzen Volkes; vergib uns all die absichtlichen und unabsichtlichen Sünden; nimm an unsere abendlichen Gebete, und sende über Dein Erbe die Fülle Deiner Gnade und Deiner Erbarmungen. Umschirme uns mit Deinen heiligen Engeln, wappne uns mit den Waffen Deiner Gerechtigkeit; umgib uns mit der Bastion Deiner Wahrheit; bewahre uns mit Deiner Macht, errette uns von jeder Drangsal und von jedem Anschlag des Widersachers, verleihe uns auch, dass der gegenwärtige Abend und die folgende Nacht vollkommen, heilig und ohne Sünde sei, frei von Kummer und Anfechtung, sowie alle Tage unseres Lebens: Auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von Ewigkeit an wohlgefallen haben.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich, richte uns auf und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist es, Dich zu erbarmen und zu erretten, Herr, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Wieder und wieder, die Knie beugend, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
Alle knien sich hin.

Zweites Kniebeugungsgebet

P: Herr Jesus Christus, unser Gott, Deinen Frieden hast Du den Menschen gegeben, und die auch uns noch im Leben gegenwärtige Gabe des Allheiligen Geistes den Gläubigen auf immer als unveräußerliches Erbe gewährt. Du hast Deinen Jüngern und Aposteln heute diese Gnade sichtbar herabgesandt und ihre Lippen durch Feuerzungen gestärkt. Durch diese empfing das ganze Menschengeschlecht die Erkenntnis Gottes, die ein jeder in seiner Sprache vernahm. Mit dem Lichte des Geistes wurden wir erleuchtet und dem Irrtum, gleich einer Finsternis, entzogen. Durch die Austeilung der, mit unseren Sinnen wahrnehmbaren und feurigen Zungen, und das übernatürliche Wirken, haben wir den Glauben an Dich erlernt. Wir wurden dadurch angespornt, Dich mit dem Vater und dem heiligen Geiste als Gott in der einen Gottheit und Kraft und Macht zu bekennen.
Du nun, Abglanz des Vaters, Seines Wesens und Seiner Natur unveränderliches und beständiges Ebenbild, Quelle der Erlösung und der Gnade, öffne auch mir Sünder die Lippen und lehre mich, wie und wofür ich beten soll: Denn Du kennst die große Zahl meiner Sünden, Deine Barmherzigkeit aber wird ihr Übermaß besiegen. Siehe, in Furcht stehe ich vor Dir, hinab in das Meer Deines Erbarmens werfe ich die Verzweiflung meiner Seele. Leite mein Leben, der Du durch das Wort jedes Geschöpf mit der Macht der unaussprechlichen Weisheit leitest, o stiller Hafen der vom Sturm Bedrängten, und weise mir den Weg, den ich wandeln soll. Meinen Gedanken schenke den Geist Deiner Wahrheit; den Geist des Verstandes schenke meiner Unvernunft; beschirme meine Werke mit dem Geiste der Ehrfurcht vor Dir; erneuere auch den rechten Geist in meinem Innern, und durch die Führung durch Deinen Geist lenke meine ausschweifenden Gedanken, damit wir jeden Tag durch Deinen guten Geist zu dem geführt werden, was uns nützt, und so würdig werden, Deine Gebote zu erfüllen und ewig Deiner herrlichen Wiederkunft zu gedenken, die Rechenschaft über unsere Taten fordert. Lass mich nicht verleitet werden von den vergänglichen Schönheiten dieser Welt, sondern stärke mich im Streben nach dem Erwerb der künftigen Güter. Denn Du hast ja gesagt, o Gebieter: was ein jeder in Deinem Namen erbittet, das empfängt er gewiss von Deinem mitewigen Gott und Vater. Darum flehe auch ich Sünder am Tage der Herabkunft Deines Heiligen Geistes Deine Güte an, dass alles, was ich erbitte, mir zum Heile gewährt werde. Ja, Herr, Du alle Wohltat reichlich gebender guter Spender, der Du über alles Maß gibst, was wir erbitten, Du bist der Mitleidige, der Erbarmer, der Du sündlos teilgenommen hast an unserem Fleische und der Du Dich mildherzig zu denen hernieder beugst, die ihr Knie vor Dir beugen, der Du auch zur Sühnung geworden bist für unsere Sünden: so schenke denn, o Herr, Deinem Volke Deine Erbarmungen, erhöre uns aus Deinem heiligen Himmel; heilige uns mit der Kraft Deiner erlösenden Rechten; beschirme uns im Schutz Deiner Flügel; verschmähe nicht die Werke Deiner Hände. Dir allein sündigen wir, doch Dir allein dienen wir auch; wir können keinen fremden Gott anbeten, noch einem andern Gott, o Gebieter, unsere Hände entgegenstrecken. Vergib uns die Übertretungen und nimm unsere kniefälligen Bitten an, reiche uns allen Deine helfende Hand. Nimm an das Gebet aller, wie wohlgefälligen Weihrauch, der zu Deinem allgütigen Throne emporsteigt.
Das folgend Gebet des hl. Basilius des Großen wird angefügt:
Herr, Herr, der Du uns rettest vor jedem Pfeil, der am Tage dahinfliegt, rette uns auch vor jedem Ding, das im Finstern schleicht. Nimm an das abendliche Opfer, das Erheben unserer Hände. Mache uns auch würdig, den Verlauf der Nacht ohne Makel zurückzulegen, ohne die Versuchung des Bösen, und bewahre uns von aller Unruhe und Angst, die vom Teufel zu uns kommt. Verleihe unseren Seelen Demut und unseren Gedanken Sorge ob der Prüfung in Deinem furchtbaren und gerechten Gericht. Bestärke unsere sterbliche Hülle in der Ehrfurcht zu Dir und töte ab, was uns an die Welt bindet, auf dass wir auch in der Ruhe des Schlafes erleuchtet werden durch die Schau Deines Gerichtes. Halte auch fern von uns jedes unziemliche Gesicht und jede schädliche Begierde. Wecke uns zur Zeit des Gebetes, gestärkt im Glauben und vorangekommen in Deinen Geboten.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich, richte uns auf und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Wohlwollen und die Gnade Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gepriesen wirst samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Wieder und wieder, die Knie beugend, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
Alle knien sich hin.

Drittes Kniebeugungsgebet

P: Du ewig strömender Quell des Lebens und des Lichtes, Du gleichewige Schöpferkraft des Vaters, der Du die ganze Heilsordnung zur Erlösung der Sterblichen so herrlich erfüllt hast, Christus, unser Gott. Der Du die unlösbaren Bande des Todes und die Riegel des Hades zersprengt und die Menge der bösen Geister niedergetreten hast, der Du Dich selbst als makelloses Schlachtopfer für uns dargebracht hast, Deinen reinen, von aller Sünde unberührten und ihr unzugänglichen Leib zum Opfer hingebend und durch diesen furchtbaren und unaussprechlichen Priesterdienst uns das ewige Leben geschenkt hast, der Du zum Hades hinuntergestiegen bist, die ewigen Riegel zertrümmert und den in der Tiefe Sitzenden den Aufgang gewiesen, den urbösen Drachen des Abgrundes aber mit göttlicher Weisheit geködert und gefangen genommen, mit den Ketten der Finsternis im Tartarus gebunden und im unauslöschlichen Feuer und tiefster Dunkelheit durch Deine unüberwindliche Kraft gefesselt hast. Du Weisheit des Vaters, deren Name groß ist, der Du Dich den Bedrängten als großer Helfer erweisest, und erleuchtest diejenigen, die im Dunkel sitzen und im Schatten des Todes; o Du Herr der ewigen Herrlichkeit und des höchsten Vaters geliebter Sohn. Ewiges Licht vom ewigen Lichte, Sonne der Gerechtigkeit, erhöre uns, die wir Dich bitten und lasse ruhen die Seelen Deiner Diener, unserer schon entschlafenen Väter und Brüder, und der übrigen Verwandten, ja aller mit denen wir im Glauben vereint sind und deren Gedächtnis wir jetzt begehen; denn Du hast Gewalt über alles, und hältst in Deiner Hand alle Enden der Erde.
Allgebieter, Allherrscher, Gott unserer Väter und Herr des Erbarmens, Schöpfer des sterblichen und des unsterblichen Geschlechtes und aller menschlichen Natur, des entstehenden und wieder vergehenden Lebens, des Daseins, des Sterbens und des Übergangs in das Jenseits. Der Du die Jahre den Lebenden bemisst und die Zeit des Todes bestimmst, in den Hades hineinführst und wieder heraus, der Du bindest in der Schwäche und lösest in Kraft das Gegenwärtige, das Du zum Nutzen einrichtest und das Zukünftige, das Du zuträglich anordnest, der Du die mit dem Stachel des Todes Verwundeten durch die Hoffnung der Auferstehung belebtest, o Du Gebieter des Alls, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller Enden der Erde und derer, die weit draußen auf dem Meere sind, der Du auch an diesem letzten und großen und heilbringenden Tage des Pfingstfestes uns das Geheimnis der heiligen und gleichewigen und unteilbaren und unvermischbaren Dreiheit eines Wesens offenbart hast und das Daherfahren und die Ankunft Deines heiligen und lebendigmachenden Geistes in Gestalt feuriger Zungen über Deine Apostel gegossen, und sie zu Freudenboten unseres frommen Glaubens eingesetzt, und als Bekenner und Verkünder der wahren Gotteslehre erwiesen hast; der Du auch an Deinem hocherhabenen und heilbringenden Feste das Flehen um Versöhnung für die, so im Hades gehalten werden, anzunehmen geruhtest und die große Hoffnung gewährst, den von ihren Qualen Umfangenen, Nachlass und Tröstung von Dir herabzusenden: Erhöre uns Niedrige und Elende, die wir zu Dir flehen und lass die Seelen Deiner entschlafenen Diener ruhen am Ort des Lichtes, am Ort des Ergrünens, am Ort der Erquickung, wo hinwegflieht aller Schmerz, alle Trauer und Klage. Lass ihre Seelen in den Wohnungen der Gerechten weilen, und gewähre ihnen Frieden und Nachlass; denn nicht die Toten werden Dich preisen, o Herr, noch werden die es wagen Dir Dank zu sagen, die im Hades weilen; wir aber, die wir leben, preisen Dich und beten Dich an und bringen Dir dar sühnende Gebete und Opfer für ihre Seelen.
Das folgende Gebet wird angefügt:
O Gott, Du großer und Ewiger, Heiliger und Menschenliebender, der Du uns gewürdigt hast, auch in dieser Stunde zu stehen vor Deiner unnahbaren Herrlichkeit zum Besingen und zum Lobe Deiner Wunder, versöhne Dich uns, Deinen unwürdigen Dienern und verleihe uns die Gnade, zerknirschten Herzens und ohne Hochmut Dir den dreimal heiligen Lobgesang und die Danksagung darzubringen für Deine großen Wohltaten, die Du an uns getan hast und immerfort an uns noch tust. Gedenke, o Herr, unserer Schwachheit, und vertilge uns nicht in unseren Sünden, sondern übe große Gnade, nach unserer Demut, damit wir, der Finsternis Sünden entronnen, im Tage der Gerechtigkeit wandeln mögen und angetan mit der Rüstung des Lichts unangefochten verbleiben von jeglicher Arglist des Bösen, und Dich, den einzigen, wahren und menschenliebenden Gott für alles voll Zuversicht preisen. Denn Dein ist das wahrhaft und wirklich große Geheimnis, o Gebieter und Schöpfer des Alls, sowohl die zeitliche Auflösung Deiner Geschöpfe, als auch die spätere Wiederherstellung und die Ruhe in Ewigkeit. Wir sagen Dir Dank für Alles, für unsern Eingang in die Welt und für unsern Ausgang, welcher uns verheißt die Hoffnung auf die Auferstehung und auf das unsterbliche Leben nach Deiner untrüglichen Offenbarung, welches wir erlangen werden bei Deiner zweiten, einstigen Ankunft. Denn Du bist sowohl der Urheber unserer Auferstehung, als auch der unbestechliche und menschenliebende Richter derer, die gelebt haben, und der Vergeltung Gebieter und Herr. Da Du auch in höchster Herablassung in unseres Fleisches und Blutes verwandtschaftliche Gemeinschaft getreten bist, und unsere unvermeidlichen Leiden, indem Du sie freiwillig erduldetest, aus innerstem Erbarmen angenommen hast, so bist Du uns in dem, was Du selbst versuchend erlitten, ein erfahrener Helfer geworden, wenn wir in Versuchung geraten. Deshalb hast Du uns auch in Deine Freiheit vom Leiden mit eingeführt. Nimm denn nun an unsere Bitten und unser Flehen, o Gebieter, und lass ruhen alle Väter eines jeden, und Mütter und Kinder und Brüder und Schwestern und sonstige Verwandten, auch alle Seelen, die in der Hoffnung Deiner Auferstehung zu ewigem Leben vordem entschlafen sind, und versetze ihre Geister und Namen in das Buch des Lebens, in den Schoß Abrahams, Isaaks und Jakobs, in das Land der Lebendigen, in das Himmelreich, in das Paradies der Wonne; führe sie alle durch Deine Lichtengel in Deine heiligen Wohnungen; und erwecke auch unsere Leiber an dem Tage, den Du bestimmt hast nach Deinen heiligen und untrüglichen Verheißungen. So ist das nun, o Herr, kein Tod für Deine Diener, wenn wir aus dem Leibe ausgehen und zu Dir, unserm Gott, eingehen, sondern ein Hinübergesetztwerden von trübseligen zu besseren und fröhlicheren Zuständen, zu Friede und Freude. Und so wir auch in etwas gesündigt haben, sei gnädig sowohl uns als auch ihnen; denn niemand ist rein von Befleckung vor Dir, auch nicht an einem Tage seines Lebens, als Du allein, der Du ohne Sünde auf Erden erschienen, unser Herr Jesus Christus, durch den wir alle die Gnade und die Vergebung der Sünden zu erlangen hoffen. Darum erlasse und vergib und verzeihe uns und ihnen, als der gütige und menschenliebende Gott, unsere Übertretungen, die vorsätzlichen und unvorsätzlichen, die bewussten und unbewussten, die offenbaren und die geheimen, welche wir in Werken und in Gedanken und in Worten und in allen Lebensäußerungen und Bewegungen begangen haben. Denen nun, die vorangegangen, schenke Du die Befreiung und Erquickung, uns aber, die wir noch in dieser Welt sind, segne; gib uns ein gutes und friedliches Ende, sowohl uns wie auch Deinem ganzen Volk; öffne uns auch den Schoß Deiner Barmherzigkeit und Menschenliebe an dem schrecklichen und furchtbaren Tage Deiner Wiederkunft und mache uns würdig Deines Reiches.
Das folgende Gebet wird angefügt:
O Gott, Großer und Allerhöchster, der Du allein Unsterblichkeit hast und wohnest im unzugänglichen Lichte, der Du die ganze Schöpfung in Weisheit erschaffen, das Licht von der Finsternis geschieden und gesetzt hast die Sonne zur Herrschaft über den Tag, den Mond aber und die Sterne zur Herrschaft über die Nacht; der Du uns Sünder gewürdigt hast, auch am gegenwärtigen Tage mit Bekenntnis vor Dein Angesicht zu treten und Dir die Abendverehrung darzubringen, Du, menschenliebender Gott, lass unser Gebet vor Dich kommen wie Weihrauch und nimm es an als duftenden Wohlgeruch. Lass uns die gegenwärtige Abendzeit und die kommende Nacht in Frieden verbringen; bekleide uns mit der Rüstung des Lichts; bewahre uns vor dem nächtlichen Grauen und vor jedem Ungemach, das im Finstern schleicht; und gib uns den Schlaf, den Du zur Erholung unserer Schwachheit geschenkt hast, frei von allen teuflischen Träumen. Ja, Du Gebieter des Alls, Spender des Guten, auf dass wir auch auf unseren Schlafstätten Reue fühlen, auch bei Nacht Deines allheiligen Namens gedenken und durch die Beachtung Deiner Gebote erleuchtet, in der Freude unserer Seelen zur Lobpreisung Deiner Huld aufstehen, und Gebete und Flehen Deiner Barmherzigkeit darbringen mögen für unsere eigenen Sünden und für all Dein Volk, welches Du um der Fürbitten willen der heiligen Gottesgebärerin heimsuchen mögest mit Gnade.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich, richte uns auf und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.