Triodion. 1. Woche der Großen Fastenzeit. Montag.
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 2. ( Josephs )
Jegliche Sünde habe ich vollbracht, alle in der Ausschweifung überragt. / Wenn ich meinen Sinn ändern will, finde ich keine Tränen. / Wenn ich jetzt auch gemächlich lebe, bin ich doch den Qualen verfallen. / Doch mach mich neu, o Gott, // Du allein Guter, und erbarme Dich meiner.
Ströme von Tränen, / Christus, biete mir dar an der Fasten lieblichem Tag, / dass ich die Befleckung der Lüste beklage, / abtrage und rein Dir erscheine, / wenn Du als Richter vom Himmel her kommst, o Herr, / die Sterblichen zu richten, // als Richter und allein Gerechter.
Ton 5. ( Theodors )
Kommt mit Freuden herbei. / Der Fasten starke Waffe lasst uns tragen als Schild, / jegliche List der Tücke des Feindes lasst uns verjagen, Gläubige. / Wir wollen uns nicht verlocken lassen durch Lüste der Leidenschaft, / vor dem Feuer der Prüfungen lasst uns nicht zagen, / für die der Menschenfreund Christus mit den Kampfpreisen der Geduld uns bekränzen will. / Darum lasst uns vertrauensvoll bitten, / niederfallen und rufen, / für die Welt Frieden erflehen, // für unsere Seelen das große Erbarmen.
Prokimenon zur Vesper
Ton 6.
Beim Herrn ist die Hilfe, / Dein Segen über Dein Volk.
Vers: Ach Herr, wie sind meiner Feinde so viel.
Parimien
Lesung aus dem Buch GenesisGen 1, 1 – 13 ( Stelle lesen: Gen 1, 1 – 13 ) Zeites Prokimenon zur Vesper
Ton 5.
Der Herr erhört mich, / wenn ich zu Ihm rufe
Vers: Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit.
Stichiren zur Stichovna
Ton 3. ( Idiomelon )
Ein annehmbares Fasten lasst uns halten, / das dem Herrn wohlgefällig ist. / Das wahre Fasten ist die Flucht vor den Sünden, / ist der Zunge Beherrschung, die Enthaltung vom Zorn, / die Abwehr von Begierden, von übler Nachrede, Lüge und Meineid. / Die Enthaltung von diesem // ist wahrhaftes, wohlgefälliges Fasten.
( Idiomelon )
Ein annehmbares Fasten lasst uns halten, / das dem Herrn wohlgefällig ist. / Das wahre Fasten ist die Flucht vor den Sünden, / ist der Zunge Beherrschung, die Enthaltung vom Zorn, / die Abwehr von Begierden, von übler Nachrede, Lüge und Meineid. / Die Enthaltung von diesem // ist wahrhaftes, wohlgefälliges Fasten.
( Idiomelon )
Groß ist, Christus, deiner Märtyrer Macht. / Zwar liegen sie in den Gräbern, doch verjagen sie die Geister und vernichten des Feindes Macht, // indem sie im Glauben an die Dreiheit für die Frömmigkeit streiten.
Jetzt, Theotokion: Gottesmutter, aller Bittenden Beistand, / wir bauen auf dich. / Wir schauen mit Zuversicht auf dich. / In dir liegt all unser Hoffen begründet./ Leg Fürbitte ein bei dem, den du geboren, // für deine untauglichen Knechte.
Sedalen 1
Ton 2. ( Josephs, nach dem 2. Psalmkathisma )
Der Fasten heiligen Anfang lasst uns nehmen durch Reue der Seele. Lasst uns ausrufen: Herr, Christus, wir bitten, nimm auf unser Gebet wie erlesenes Rauchwerk und errette uns vor dem eklen Verderben, vor der schaurigen Strafe. Denn Du allein bist leicht zur Versöhnung bereit.
( Josephs, nach "Ehre..." )
Der Fasten heiligen Anfang lasst uns nehmen durch Reue der Seele. Lasst uns ausrufen: Herr, Christus, wir bitten, nimm auf unser Gebet wie erlesenes Rauchwerk und errette uns vor dem eklen Verderben, vor der schaurigen Strafe. Denn Du allein bist leicht zur Versöhnung bereit.
( Nach "Jetzt...", Kreuztheotokion )
Da des Erbarmens Quelle du bist, würdige uns deines Mitleids, Gottesgebärerin. Schau auf das Volk da in Sünde, erweise wie stets deine Macht; denn auf dich hoffend, rufen wir: »Freue dich«, wie Gabriel einst, der Körperfreien Heerführer.
Sedalen 2
Ton 2. ( Theodors, nach dem 3. Psalmkathisma )
Die allheiligen Fasten lasst uns freudig beginnen, Christi, Gottes heiliger Satzungen Glanz ausstrahlend. Der Liebe Licht, des Flehens Strahl, der Reinheit Leuchten, der Tapferkeit Macht. Wie Träger des Lichts lasst uns eilen zur heiligen Auferstehung am dritten Tag, die die Welt mit Unsterblichkeit verklärt.
( Theodors, nach "Ehre..." )
Die allheiligen Fasten lasst uns freudig beginnen, Christi, Gottes heiliger Satzungen Glanz ausstrahlend. Der Liebe Licht, des Flehens Strahl, der Reinheit Leuchten, der Tapferkeit Macht. Wie Träger des Lichts lasst uns eilen zur heiligen Auferstehung am dritten Tag, die die Welt mit Unsterblichkeit verklärt.
( Nach "Jetzt..." )
Wenn ich deiner unbesiegbaren Fürbitte sicher bin in Gefahren, werde ich wunderbar wider die Hoffnung von meinen Bedrängern erlöst, Mutter Gottes. Denn du kommst immer denen zuvor, die treulich dich bitten, der vielen Sünden Dunkel vertreibend. So rufen wir dankbar dir zu: Nimm an, Herrin du, meinen geringen Dank, weil du in allem mir Schirmerin bist.
Ode 1
Triodion Josephs, Ton 2.
Wie werde ich nun meine Blöße beweinen? Wie will ich, der ich liederlich lebte, mit meiner Rettung beginnen? Erbarmer, errette mich in den Gerichten, die dir bekannt sind.
Siehe, nun ist die Zeit, nun ist der Tag des Heils, der Fasten Beginn. Seele, sei wachsam und halte die Zugänge zu den Leidenschaften verschlossen und schaue unverwandt auf den Herrn.
Der stürmische Wogenberg der Sünden zieht mich hinab in die Meerestiefe der Verzweiflung. Doch ich stürme heran zu dem Meere deines Erbarmens. Rette mich, Herr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ich allein ließ durch die Sünde mich knechten. Ich allein öffnete den Leidenschaften das Tor, versöhnliches Wort. Bekehre mich, rette mich durch dein Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Sündenlosigkeit Born hast du geboren. Mich, der durch Leidenschaften verwundet, heile, Jungfrau. Entreiße mich dem ewigen Feuer, die du allein von Gott begnadet bist.
Ode 8
Mich, den durch Lüste Verbrannten und am Auge der Seele Geschwächten, erneuere durch das Feuer Deiner Furcht, o Christus, und erleuchte mich mit dem Lichte des Heiles, damit ich Dich preise in alle Ewigkeit.
Den Ekel der Leidenschaften verachte und weide dich an der Labe des Edlen, erfreue dich vielmehr an der Wonne der Fasten durch Verzicht auf die Bitterkeiten der Lüste, meine Seele, du arme, und lebe in Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Ist die Seele verhärtet und durch den Rausch der Leidenschaften verfinstert, nimmer blicke ich dann zu Dir hin, dem alleinigen Gott. Darum erbarme Dich meiner und erleuchte mich und öffne mir heimlich die Tore zur Umkehr.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Unser erdhaftes, verderbliches Wesen hast du zum Himmel erhoben, o Reine. So lass durch dein glühendes Gebet unsere Bitten, unsere Gebete hindringen zu deinem und aller König und Gott.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
An der Fasten Tag entsage der Sünde, Seele. Gott neige dich zu, Ihm eigne dich zu, damit du den Gründen der Sünde entfliehst, allein dich sehnst nach den Wegen, die führen zur Ruhe in Ihm.
Durch Gedanken bin ich gefallen, habe wider den Leib mich vergangen. Darum klage ich, seufze und rufe: errette mich, Herr, errette mich. Denn Du allein bist voll Langmut. Und verdamme mich nicht zu jener Gehenna Glut, wenn ich auch die Verdammung verdiene.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Bekleiden wollen wir uns mit der Fasten lichtem Gewand und ablegen des Rausches dunkles und drückendes Kleid. Und durch heilige Tugenden leuchtend geworden, werden gläubig wir schauen des Erretters lichtstrahlendes Leiden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Meine Seele, die arme, ist kraftlos geworden von all den Angriffen der bösen Dämonen. Heile sie, heilige Herrin, die du Christus, den Heiland, geboren, der uns erlöst hat, die wir, o Braut, als unversehrte Jungfrau dich kennen.
Ordnung der Vergebung
Nach der Entlassung der Vesper wird traditionsgemäß die Ordnung der Vergebung vollzogen.
Vor der Soleas werden auf Pulten das Altarkreuz sowie Ikonen des Erlösers und der Gottesmutter ausgelegt. Der Vorsteher verbeugt sich vor diesen bis zum Boden und küsst sie. Danach wendet er sich an die Anwesenden mit einer Belehrung, die Fastenzeit auf christliche Weise zu verbringen und bittet den Klerus und das Volk um Vergebung, in dem er spricht:
P: Segnet mich, heilige Väter, Brüder und Schwestern, und verzeiht mir, sündigem, was ich an diesem Tag und an allen Tagen meines Lebens gesündigt habe, in Wort, Werk, Gedanken und mit allen meinen Sinnen.
Danach verbeugt sich der Vorsteher vor dem Volk bis zum Boden. Alle antworten ihm ebenso mit einer Verbeugung und sprechen:
Volk: Gott verzeihe dir, heiliger Vater. Verzeihe auch uns, sündigen, und segne uns.
Daraufhin antwortet der Zelebrant (in Klöstern der Abt):
P: Gott vergebe und erbarme Sich unser durch Seine Gnade.
Nun nimmt der Vorsteher das Altarkreuz. Alle Geistlichen verehren die Ikonen nacheinander gemäß ihrem Rang, treten an den Vorsteher heran, küssen das Kreuz, den Vorsteher und einander in die Schultern und beten einander um Vergebung. Nach ihnen gehen die Laien, küssen das Kreuz und die Ikonen, die normalerweise von den Geistlichen gehalten werden und bitten die Kleriker und einander um Vergebung. Während der Ordnung ist es üblich, Gesänge wie „Der Buße Pforten öffne mir“, „An den Flüssen Babylons“ und andere zu singen.
- Zur Liturgie -
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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