Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Triodion. Butterwoche. Freitag.

- Zur Vesper -

Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( Idiomelon )
Das Kreuz des Herrn ist denen, die es unbeugsam verehren, für alle Lust ein Zaum und zur Enthaltung ein Gebot. Denn, die ohne Ende schauen auf den, der an ihm hängt, die kreuzigen ihr Fleisch samt ihren Leidenschaften und Begierden. Von ihnen wollen auch wir uns befreien durch reines Fasten, befreundet werden dem, der uns im Leid als Menschenfreund erwarb, der Anteil uns gewährte an seiner eigenen Natur, die keine Leidenschaften kennt, der hinhält das große Erbarmen.
( Idiomelon )
Das Kreuz des Herrn ist denen, die es unbeugsam verehren, für alle Lust ein Zaum und zur Enthaltung ein Gebot. Denn, die ohne Ende schauen auf den, der an ihm hängt, die kreuzigen ihr Fleisch samt ihren Leidenschaften und Begierden. Von ihnen wollen auch wir uns befreien durch reines Fasten, befreundet werden dem, der uns im Leid als Menschenfreund erwarb, der Anteil uns gewährte an seiner eigenen Natur, die keine Leidenschaften kennt, der hinhält das große Erbarmen.
( Märtyrer-Troparion )
Nicht haben die Sieggekrönten nach Erdengenüssen verlangt. So wurden sie der himmlischen Seligkeiten für würdig erachtet und sind Gefährten der Engel geworden. Auf ihre Bitten, o Herr, erbarme dich und sende uns Rettung.
( Theotokion )
Jetzt, Theotokion: Als du die reife Traube, die du, o Reine, ohne Bestellung in deinem Schoße getragen, am Kreuzesbaume hängen sahst, da hast du unter Wehklagen geschrien und gerufen: Kind, lass rinnen den Most, durch den aller Rausch der Leidenschaften verschwindet, gnädiger Herr, auf meine, deiner Mutter, heilige Bitten, Erbarmer.
Sedalen 2
Ton 7. ( Kathisma nach dem zweiten Abschnitt der Psalmodie )
Erhebe der Kirchen Haupt, hehres Kreuz. Wirf nieder durch deine Macht der Irrlehrer Nacht. Lass jubeln der Rechtgläubigen Reigen. Halt wert uns alle, die dir in feierlichem Zuge entgegenziehen, vor dir, dem Schemel Christi, niederzuknien. Denn du bist unser Ruhm, gesegnetes Holz.
( Theotokion )
Du hast Mitleid mit unserem Elend und schaust die Erdenbewohner. So erbarme dich denn des fromm dich umgebenden Volkes, Gottesmutter, gepriesen. Fahr fort, für uns zu bitten, dass wir nicht elend verloren gehen. Fleh an, du Reine, den leicht zu versöhnenden Gott, unsere Seelen zu retten, allheilige Jungfrau.
Ode 1
Kanon des Joseph, Ton 8.
Der Enthaltsamkeit heilige Zeit lässt strahlen allen der Reue Licht, nimmt weg der Sünden Finsternis. Mit frohem Herzen lasst sie uns erwarten.
Schau der Reue Zier. Die Seelen bildet um der Eingang der Fasten. So lasst mit ihr uns nüchtern eintreten und von den Sünden, Gläubige, Verzeihung erhalten.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Fürstentümer und Gewalten, Cherubim und alle Mächte, fleht für uns, dass wir der Fasten Zeit in Reue vollenden, in aller Heiligkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Heilige Jungfrau, der Gläubigen Hilfe allein, deine hilfsbereite Fürbitte lege ein für alle in der Zeit der Fasten, die dich als heilige Gottesmutter erkennen.
Ode 3
Kanon des Joseph, Ton 8.
Irmos: Du der Himmelskuppel Bedacher, du der Kirchen Erbauer, mache mich stark in deiner Liebe, du der Gebieter Gewalt, der Gläubigen Halt, du einziger Menschenfreund.
Den verderblichen Leidenschaften der Seele lasst uns entsagen durch Geduld im Fasten, und der Reue Früchte lasst uns zeigen, die wir früher durch Sünden den erbarmenden Gott zum Zorne gereizt.
Die Lichter lasst uns alle mit dem Öl guter Werke jetzt eilig zu entzünden bestrebt sein, dass wir mit den klugen Jungfrauen jubelnd in das lichte Brautgemach treten.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ihr von Gott kündenden Propheten, ihr gottähnlichen Märtyrer, des Heilandes heilige Jünger, wir beten, fleht zu ihm, dass wir alle herrlich beginnen und wohlgefällig vollenden die Rennbahn der Fasten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als die Ursache alles Guten, o Herrin, flehen wir alle mit ausgebreiteten Armen dich an, dass wir miteintreten dürfen durch deine Vermittlung in den Wettkampf der Fasten und am Ende das Heil erlangen.
Ode 4
Kanon des Joseph, Ton 8.
Irmos: Vernommen habe ich, Herr, deiner Heilsordnung Mysterium. Betrachtet habe ich deine Werke. Gepriesen habe ich deine Gottheit.
Wie wenn der Tag anbricht, so schüttet uns hin die Gnade der Fasten die Zeit der Reue, die der Schulden Dunkel verscheucht.
Lasst uns ernähren die Armen. Lasst uns durch Erbarmen Erbarmen gewinnen. Durch der Fasten heiliges Wasser lasst uns abwaschen die Makel der Seele.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ihr himmlischen Engel, erweicht den Spender des Guten durch Bitten, unsere mitleiderregende Reue aufzunehmen in unendlich großem Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du reine Sühne der Sünder, heilige Herrin, durch deine Vermittlung zerreiße die Schuldschrift meiner Vergehen.
Ode 5
Kanon des Joseph, Ton 8.
Warum hast du mich fortgestoßen von deinem Angesicht, du unzugängliches Licht? Warum hat des Feindes Finsternis mich Armen bedeckt? Wohlan, lass mich umkehren und lenke, ich bitte, meine Wege zu deiner Satzungen Licht.
Den gegenwärtigen Tag lasst uns zu eines heiligen Lebens Anbeginn machen. Lasst freudig uns, Gläubige, uns für die Kämpfe bereiten. Mit des Fleisches Mühen, der Seele Reichtum an Früchten lasst zum Gebieter aller uns gehen.
Den Moses machte das Fasten heiliger Gottesschau teilhaft. Ihn, meine Seele, ahme nach, nimm auf dich das Fasten, bereite in dir einen heiligen Aufstieg, dass du Gottes Pracht schauen kannst.
Wir bitten, Jesus voll Huld, würdige uns durch die Bitten der heiligen Apostel, der Märtyrer mit heiligen Namen, die Fastenzeit zu vollenden in Reue, in jeglicher Enthaltung von Schuld.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Nun, da wir eintreten wollen durch die Pforte der Fasten, flehen wir, Gottespforte, zu dir, dass wir mit den Deinen eintreten dürfen, o Herrin, dass wir ganz weit machen unsere Gedanken und Sinne, um die Gebote des Heils zu erfüllen.
zweites anonymes Triodion, Ton 8.
Dein Kreuz verehre ich, Herr, du Menschenfreund, durch das du mich errettet hast. Und in Hymnen besinge ich die heilsamen, heiligen Leiden, o Herr, durch die ich von meinen schmerzlichen Leidenschaften erlöst wurde, Herr, zurückkehrend zu leidlosem Leben.
Auf das Kreuz vertrauend, vertreiben wir der Feinde Trug. Hängend an ihm, ihr Gläubigen, werden wir erkannt und anerkannt von Gott als neugeborene, auserkorene Schafe, und erhalten die unverfälschte Milch zum Trank.
Wir alle preisen den Vater, das Wort und den Heiligen Geist in einer Natur, indem wir die weithin strahlende Erkenntnis verkünden, verehrend sie alle, sie scheidend nach den Personen, unvermischt und unerschütterlich ehrend.
Deines geraden Weges, o Herr, lass gerade gehen alle deine Knechte, die dich in Liebe ehren, auf der Rennbahn der Fasten. Stärke uns und durch Antriebe zum Besseren mach uns würdig deines heiligen Reiches.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der Weltenden Hoffnung und deiner Knechte Wonne bist du, Jungfrau, du Reine. Behüte, Allreine, die in Liebe dein Bildnis verehren. Und durch deine Bitten befreie uns alle vom Feinde, voll Liebe zu uns.
Triodion des Joseph, Ton 6.
Ans Kreuz ließest du heften die Hände, mit der Lanze durchbohren die Seite. So hast du die Schuldschrift, Menschenfreund, des gefallenen Adam zerrissen. Darum, Spender des Lebens, rühmen in Hymnen wir dich.
Schlau hat einst die Schlange, die schlimme, in mich der Seele Leidenschaften gesenkt und mich so aus dem Paradiese verbannt. Du aber hast deine Hände ans Kreuz anheften lassen und zogst mich, Heiland, zu der Unsterblichkeit Höhe empor.
Der Fasten heilige Zeit, die reinigt die Leidenschaften der Seele, die Wunden der Seele wäscht, sie brach herein. Nun ist sie da. Wir wollen uns versammeln, Gläubige, und sie freudig begrüßen.
Die heilsame Zeit ist erschienen, die jedes Antlitz einhüllt in der Seele heilige Wonne. Wohlan, lasst sie froh uns aufnehmen, uns reinigend vorher durch Fasten und Flehen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Fasten, Tränen, Gebete und demütigen Sinn wollen wir dem bringen, der demütig ward aus Liebe zu uns, damit er uns an dem Tag der Enthaltung der Vergehen Vergebung gewähre.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Durch deine lichtbringenden Blitze, gute Herrin der Welt, verscheuche mir das Dunkel der Seele und die Nacht meiner Sünde, dass freudig ich singe, glückselig dich preise.
Ode 6
Kanon des Joseph, Ton 8.
Irmos: Vergib mir, o Heiland. Denn meiner Vergehen sind viele. Und aus den Gründen der Sünde führe mich bitte herauf. Denn nach dir habe ich gerufen. Und höre auf mich, Gott meines Heils.
In seinem Fasten hat der Heiland die beginnende Zeit uns bestimmt, die von der Seele Makel uns freimacht. Mit heißem Herzen lasst uns, Gläubige, laufen, damit wir Verzeihung erkaufen.
Des Zöllners Seufzer, Heiland, nahmst du an. Ließest dir darbringen der Sünderin Zähren, die von der Seele ihr kamen. Nimm, Menschenfreund, unsere Bitten an und schenke uns Vergebung.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Auf deiner Herolde und Propheten, deiner Märtyrer, deiner Apostel, deiner Heiligen, Hierarchien und aller deiner Gerechten Fürbitten, Christus, sende hernieder auf unsere Seelen der Sünden Vergebung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du allein hast der Krankheit des menschlichen Wesens Kraft eingeflößt durch dein göttliches Kind, o du Reine. Als Helferin mir erscheine, der ich eintrete in der Fasten heilige Rennbahn.
Ode 7
Kanon des Joseph, Ton 8.
Irmos: Die Jünglinge der Hebräer verachteten furchtlos die Flammen und in Tau verwandelten sie die Glut, da sie riefen: Gepriesen bist du, Herr, o Gott, in die Äonen.
Einst ward Elias im feurigen Wagen hinaufgetragen, leuchtend durch Fasten. O Seele, ihn ahme nach, des Fleisches Gelüste durch Enthaltung ertöte.
Siehe, die Zeit der Enthaltung kündigt dir an des Heiles Licht. Sei nicht sorglos, o Seele, weil Gott Nachsicht übt, nein, eifrig rufe: Hab Erbarmen mit mir, o Guter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das Fasten hat die Jünglinge gestählt und sie vor der Glut bewahrt, dass sie nicht verbrannten. Jesus, auf ihre Bitten bewahre mich vor der ewigen Glut in deinem reichen Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du allein bist der Menschen Hilfe. In der Zeit der Enthaltung wolle uns, deinen Knechten, Helferin sein, damit wir in Reue Gnade finden und das himmlische Reich erlangen.
Ode 8
Kanon des Joseph, Ton 8.
Siebenfach hat die Glut der Tyrann der Chaldäer wider die Gottesverehrer wütend entfacht, als er sie gerettet sah durch stärkere Kraft. Den Schöpfer und Heiland, rief er, rühmt, Jünglinge. Singt in Hymnen ihm, Priester. Volk, erhebe ihn in alle Äonen.
Der Reue Glut lasst uns eifrig entzünden. In ihr lasst uns alle Lüste des Leibes versengen. Und dass wir des kommenden Feuers Strafe entrinnen, lasst uns ihn bitten, der reich im Erbarmen. Lasst uns rufen: Rühmt ihn, Priester. Volk, erhebe ihn in alle Äonen.
Der Fasten beginnende Zeit wird uns Grund sein, alle Sünde zu fliehen. So lasst uns denn nicht abwärts uns neigen. Lasst uns nicht leichtfertig laufen, damit wir in kurzen, wenigen Tagen von vieler Jahre Makel in Herzenszerknirschung uns reinwaschen, in Hymnen besingend ihn, der allein unser Gott ist.
Die Heere der Engel, die Gemeinschaft der Märtyrer, der Gottesapostel heiliger Chor, der Seligen Schar, der Hierarchen, Propheten, sie beten zu dir, o Gütiger, Allerbarmer. Rechte Reue verleihe deinen Knechten in der Zeit der Enthaltung, die nun beginnt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gottesmutter, Allreine, zu dir fliehen wir. Hab Mitleid mit uns durch deine gütige Fürbitte und gib, dass huldvoll dein Sohn und Herr uns allen sei in der Zeit der Fasten, die nun beginnt zu der Gläubigen Heil, die dich in Hymnen rühmen in alle Äonen.
zweites anonymes Triodion, Ton 8.
Als die Welt der Geschöpfe deinen Leib mit Nägeln ans Kreuz angeheftet sah, Erbarmer, verwandelte das Licht des Tages sich in Finsternis, die Erde bebte, und das All ward erschüttert.
In des Kreuzes Höhe hast du die Natur der Menschen miterhöht, und aus deiner heiligen Seite ließest du quellen den Reichtum des Heils denen, die gläubig, Heiland, dein schuldloses Leiden verehren.
Ein Gott ist die Dreiheit. Nicht tritt der Vater hervor als Sohn. Nicht wandelt der Sohn sich zum ausgehenden Geist. Nein, jeden und beide preis ich als Licht, preise als Gott die drei in die Äonen.
Wie hast du jenen geboren, o sprich, der in Ewigkeit aus dem Vater hervorstrahlt, den wir mit dem Heiligen Geist in Hymnen preisen? Es weiß es in die Äonen der Einzige nur, der sich entschloss, aus dir geboren zu werden.
Unsere Reue nimm an, der du von Natur gut bist. Und befreie uns, Herr, von den Schlingen des Feindes, dass wir im Glauben, in der Liebe jetzt deine heilige Herrschaft besingen.
Ihr Engel, ihr Himmel, ihn, der auf dem Throne der Herrlichkeit sitzt und ohne Ende als Gott verherrlicht wird, rühmt, besingt in Hymnen, erhebt in alle Äonen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Ein Gott ist die Dreiheit. Nicht tritt der Vater hervor als Sohn. Nicht wandelt der Sohn sich zum ausgehenden Geist. Nein, jeden und beide preis ich als Licht, preise als Gott die drei in die Äonen.
Triodion des Joseph, Ton 6.
Da wir das väterliche Erbe nicht bewahrten, wurden wir dem Gesetz der Sünde untertan. Doch du hast deine Hände am heiligen Kreuz ausgestreckt, und an ihm hast du allen Freiheit geschenkt. Wir tragen es gläubig zu dir in heiligen Tagen. Erbarme dich unser, Erbarmer, die dich erheben in alle Äonen.
An deinem Kreuz hast du die Feindschaft und der Mauer Scheidewand niedergerissen und reichen Frieden hast du an den äußersten Grenzen erneuert. Verleih uns, dass wir, o Christus, in friedlichem Sinn die bald aufleuchtenden Fasten durchlaufen, ohne Ende preisend den Herrn, ihn erhebend in alle Äonen.
Die Gnade der Fasten streut heute allen Sonnenstrahlen hin und reinigt uns von der Sünde Dunkelheit. Bedrängt von mannigfachen Leidenschaften, lasst uns freudig ihr entgegenziehen und das Geschenk gerne empfangen, rufend: In Hymnen besingt den Herrn, erhebt ihn in alle Äonen.
Bitter bekam der erste Mensch im Paradies einst der Sünde Speise zu kosten: Er wurde verworfen und als Verdammter aus der Wonne verbannt. Doch mit Nägeln ans Kreuz geheftet, hast du seiner Sünde furchtbaren Schuldbrief angenagelt. Darum rühmen in Hymnen wir dein reiches Erbarmen in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Das Gesetz der Fasten verachteten wir, sind so in der Sünde Abgrund geglitten. Und wir bedurften der Fasten, die nun beginnen. Diese Gnade, Erbarmer, sende uns, die wir die Fasten vollenden, vom Himmel hernieder und deinen reichen Frieden denen, die rufen: Rühmt in Hymnen den Herrn, erhebt ihn in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du bist der Stürzenden Rettung, der Sünder Mittlerin, der Fremden Erquickung, der Trauernden Trost, allheilige Jungfrau. Zerstreu meiner Seele Trauer, o Reine, und dass vom Himmel her, von Gott, mir Tröstung erscheine, flehe für den, der jubelnd in Liedern dich preist, dich erhebt in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Kanon des Joseph, Ton 8.
Irmos: Es erstaunte seinetwegen der Himmel, und der Erde Enden gerieten in Angst, weil Gott den Menschen in Leibesgestalt erschien. Und dein Schoß bot mehr Raum als die Himmel. Darum, Gottesmutter, erheben dich die Chöre der Engel, der Menschen.
Siehe, es ist gekommen die lichtbringende Zeit, aufgestrahlt ist der Tag. Deine finsteren Leidenschaften fliehe, o Seele. Fang auf die Strahlen, die dich zum Licht führen. Erfreue dich, als Wein trinkend die Reue, und hasse der Leidenschaft Rausch.
Wie ganz trefflich fürwahr ist die Zeit der Fasten, o Christus, die du allen Gläubigen gabst zur Abkehr von ihren Sünden, zu heilsamer Sühnung, zum Empfang der Gnaden. In ihr flehen wir zu dir: Mach teilhaft, Heiland, uns alle an deiner Seligkeit.
Du bist es gewohnt, dein reiches Erbarmen auf uns herabzuträufeln, o Erbarmer. So gib uns denn Tränen, die abwaschen die Makel, und gib uns Gedanken der Sehnsucht nach dir, Glauben und lautere Liebe, reichliche Reue. Mach uns gänzlich zu deinem Besitz, der du allein reich im Erbarmen bist.
Du aller Engel heiliges Heer und ihr, der Seligen bewunderungswürdigen Chöre, fleht den Guten mit ausgespannten Armen jetzt an, dass er uns die Kraft gebe, diese heilige Rennbahn der kommenden Fasten ungestört zu durchlaufen, dass er den Sieg uns verschafft.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die du, o Jungfrau, aus Liebe zum Guten den Heiland, den Guten, geboren, gut mache uns alle, die wir durch zahllose Leidenschaften und Pläne schlecht geworden sind, o Herrin, beschwert von den Sünden drückenden Lasten, damit wir geziemend als Gottesmutter dich preisen.
Triodion des Joseph, Ton 6.
Nicht die Natur der Sterblichen, nicht die der Engel ist imstande, dir für dein Erbarmen zu danken, gnädiger Herr, weil du freiwillig uns zuliebe einen Leib annahmst, zum Bettler und am Kreuz für uns ausgespannt wurdest, zum Fluch geworden, um die Menschheit von dem früheren Fluch zu befreien.
Der Enthaltung strahlender Tag hat sich genaht. Wohlan, meine Seele, mit strahlendem Antlitz lasst uns dem Herrn entgegenziehen. Lasst uns bitten, dass Gnade aus der Höhe uns niedergesandt werde und dass wir für die zahlreichen Fehler Vergebung finden, damit wir nicht dort des schaurigen Feuers Strafe erleben.
Denen, die in der Sünden Finsternis schmachten, haben sich jetzt der Reue heilige Hallen genaht, die allen die Seele mit Licht erhellen. Darum, meine Seele, entweiche dem Dunkel der ekelbringenden Lüste. Eile, dass du dort teilhaft werdest der ewigen Wonne.
Am Kreuz hast du die Hände freiwillig ausgespannt. Alles Getrennte hast du vereint. Spender des Lebens, mit der Lanze ließest du geduldig deine Seite durchbohren, hast so die Niederlage, die uns aus der Rippe erwuchs, uns wieder gesühnt. Darum danken wir dir und besingen dein Erbarmen in Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das lichtbringende Fasten, das nun wiederkehrt, grüßt uns, lässt uns auftischen das Mahl der Kämpfe. Darum wollen wir alle nüchternen Sinnes ihren heiligen Mischkrug der sühnenden Tränen uns reichen lassen, ihr Gläubigen, dass wir dort der Strafe der nie zu heilenden Tränen entweichen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Helferin aller, die auf dich vertrauen, die du bist die wachsame Beschützerin in Bedrängnis, Gottesmutter, bewahre uns vor der ewigen Hölle und vor den drohenden bitteren Strafen, damit wir geziemend deine Großtaten in Hymnen besingen.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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