Parimien
1 Kön 17,8-23
Es erging das Wort des Herrn an Elias: Mach dich auf und gehe nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleibe daselbst; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, daß sie dich speise. Und er machte sich auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, siehe, da war dort gerade eine Witwe am Holzlesen. Er rief sie an und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Kruge, daß ich trinke! Wie sie nun hinging, es zu holen, rief er ihr nach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit! Aber sie sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur noch eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Nun lese ich da ein paar Stücke Holz zusammen, dann gehe ich heim und bereite es für mich und meinen Sohn zu, und wenn wir es aufgegessen haben, müssen wir halt sterben. Elias sprach zu ihr: Sei ohne Sorge! Geh heim und tue, wie du gesagt hast; doch mache mir davon zuerst ein Brötchen und bring es mir heraus; für dich und deinen Sohn magst du hernach etwas machen. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl im Topfe soll nicht ausgehen, und das Öl im Kruge soll nicht versiegen, bis zu dem Tage, da der Herr dem Lande Regen spendet. Da ging sie hin und tat, wie Elias gesagt hatte. Und sie hatten zu essen, sie und er und der Knabe, Tag für Tag. Das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Krug versiegte nicht, nach dem Wort, das der Herr durch Elias geredet hatte.
Danach begab es sich, daß der Sohn der Frau, der das Haus gehörte, krank ward, und seine Krankheit wurde so heftig, daß kein Lebensodem mehr in ihm blieb. Da sprach sie zu Elias: Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist ja nur zu mir gekommen, daß meiner Schuld gedacht werde und mein Sohn sterbe. Er antwortete ihr: Gib mir deinen Sohn. Und er nahm ihn aus ihren Armen, trug ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett. Dann rief er den Herrn an und sprach: O Herr, mein Gott, solltest du wirklich auch über die Witwe, bei der ich zu Gast bin, Unheil beschlossen haben, daß du ihren Sohn sterben lassest ? Und er streckte sich dreimal über den Knaben hin, rief den Herrn an und sprach: O Herr, mein Gott, laß doch die Seele dieses Knaben wieder in ihm zurückkehren! Und der Herr erhörte das Gebet des Elias: Die Seele des Knaben kehrte in ihm zurück, und er wurde wieder lebendig. Nun nahm Elias das Kind, trug es vom Obergemach in das Haus hinab und gab es seiner Mutter. Und Elias sprach: Sieh da, dein Sohn lebt. Da sprach die Frau zu Elias: Jetzt weiß ich, daß du ein Gottesmann bist und daß das Wort des Herrn in deinem Munde Wahrheit ist.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Zürcher Bibel und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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