Orthodoxe Gottesdienste
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Oktoich

Ton 8. Donnerstag.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Herr, durch des Trösters Strahl hast du die Apostel erleuchtet und hingesetzt sie als Sterne, die mit deiner Erkenntnis geistigem Lichte, o Herr, erhellen die Welt. Darum beten deine große Güte wir an.
Herr, mit der Apostel Fürbitten ummauerst du deine Herde und bewahrst sie in Treuen trotz des Dräuens der Feinde. Sie hast durch dein kostbares Blut du dir, Retter, erkauft und aus der Knechtschaft des Feinds sie als Erbarmer befreit.
Im Diadem der Kirche Christi erschient ihr als kostbare, strahlende Steine, die in hellem Scheine das Licht der Gotteserkenntnis aufleuchten lassen der Welt, Apostel, Selige ihr, die am Thron der Dreiheit ihr stehet und unserer Seelen Fürsprecher seid.
Stichiren zur Stichovna
Herr, da die Apostel dich aufrichtig liebten auf Erden, erachteten sie alles wie Kehricht, um dich allein zu gewinnen. Und für dich gaben sie ihre Körper Misshandlungen preis. Darum verherrlicht, legen für unsere Seelen sie Fürbitte ein.
Herr, du hast der Apostel Gedächtnis auf Erden erhoben. Denn da wir alle zu ihm versammelt uns haben, preisen wir dich. Denn du gewährst durch sie die Heilungen uns und auf ihre Bitten der Welt den Frieden und das große Erbarmen.
Jetzt, Theotokion: Als jungfräuliche Braut der Würde des Vaters und seiner Gottheit, als Mutter des Wortes Gottes, o Braut, und als Wohnung des Heiligen Geistes taten jene dich kund, die gewürdigt wurden, Gott leibhaftig zu schauen. Denn in dir hat die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig gewohnt, da erfüllt von Gnade du bist.
Sedalen 1
Als Lichtgestirne der Welt und als Wegweiser lasst uns die Erstlingsgaben unserer Erlösung, unseres Gottes heilige Jünger, lobpreisen. Denn aufgehen ließen sie uns, die in Finsternis saßen, das Licht. Und die Sonne der Herrlichkeit taten allen sie kund. Darum haben sie auch den Irrwahn der Götzen vernichtet, in einer Gottheit verkündend die Dreiheit. Zu ihnen also lasset uns rufen: Christi, Gottes Apostel, der Sünden Vergebung denen erflehet, die euer heilig Gedächtnis in Liebe begehen.
Eilend bis an alle Grenzen der Welt, hat eure weise Botschaft in Wahrheit, Allgepriesene ihr, des Herren Apostel, deutlich die Gotteserkenntnis allen verkündet und der Völker Unkenntnis in Kenntnis gewandelt. Darum auch das Dunkel der Götzen verjagend, ließ sie denen erstrahlen das Licht der Erkenntnis, die in Finsternis saßen. Darum bitten wir: Fleht zu Christus, zu Gott, dass denen der Sünden Vergebung der schenke, die euer heilig Gedächtnis in Liebe begehen.
Von aller Drohung und Bosheit der Menschen errette uns, allheilige Jungfrau, denn in dir haben alle eine Schirmerin und warmherzige Helferin wir. Und vor dem, der geboren wurde aus dir, fallen, vertrauend auf dich, wir stets nieder. Flehe zu ihm, dass der uns aus aller Drangsal errette.
Sedalen 2
Als glänzende Lichtgestirne, Christi Augenzeugen, seid ihr erschienen, da stets ihr die ganze Erde erleuchtet und das Dunkel der Vielgötterei durch das Licht der Lehren des Glaubens verscheuchet. Drum mich, der ohne Scheu in der Lüste Finsternis wandelt, durch das Licht eurer heiligen Gebete erleuchtet, Apostel, Gottragende ihr.
Nachdem des Herren Verheißungen sie wie einen bereichernden Schatz in ihrer Seele gläubig empfangen, sind als Wohltäter allen die Apostel erschienen, der Dämonen Armut verscheuchend und mit Gottes Reichtum bereichernd alle. Zu ihnen lasst rufen uns alle: Bereichert auch uns, bitten wir, die an guten Werken jetzt Armen.
Meine niedrige Seele, o Jungfrau, die im Gewoge der Versuchungen des Lebens jetzt ohne Steurer versinket ins Meer, über allen Tadel Erhabene, und von der Sünden Fracht überwältigt erscheint und in Gefahr schwebt, in den Abgrund des Hades zu stürzen, komm, Gottesmutter, und durch deine warmherzige Fürbitte rette, mir den sturmfreien Hafen gewährend, damit ich gläubig rufe zu dir: Flehe zu Christus, zu Gott, dass er der Sünden Vergebung mir schenke. Denn als Hoffnung habe dich ich, dein Knecht.
Sedalen 3
Mit dem Netz der göttlichen Worte lebend fangend gleichsam die geistigen Fische, brachtet als Erstlingsgeschenk ihr sie dar unserem Gott. Und verlangend, mit den Wundmalen Christi euch zu bekleiden, seid ihr als Nachahmer seiner Leiden erschienen. Darum haben versammelt wir uns und ehren geziemend Apostel, Ruhmreiche, jetzt euer Fest und einstimmig rufen wir: Flehet zu Christus, zu Gott, dass denen der Sünden Vergebung er schenke, die euer heilig Gedächtnis in Liebe begehen.
Du unseres Lebens geistiges Tor, makellose Gebärerin Gottes, die gläubig zu dir eilen, von Gefahren befreie, damit wir preisen deinen allheiligen Sohn zu unserer Seelen Errettung.
Ode 1
Kanon des Joseph auf die Apostel, Ton 8.
Irmos: Da die Flut wie trockenen Grund es durchschritten und der Fron Ägyptens entflohen, rief Israel: Lasst uns singen unserem Gott und Erretter.
Du der Apostel lichtheller Chor, da bei dem großen Lichte du stehst, erleuchte mein finsteres Herz und führe es die Pfade des Heiles.
Ihr echten Liebhaber des Retters, errettet von der Liebe zur Leidenschaft mich, der irregeführt wird durch viele Trugbilder des Lebens und den der Unwissenheit Dunkel bedeckt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Da des Mächtigen Pfeile ihr seid, Gottes Apostel, die vom Schwerte des Bösen Verwundeten heilet, die unter euren Schutz gläubig sich flüchten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der als Gott reich ist, wird arm. Und Fleisch tragend, geht, reine Mutter, aus deinem Schoß er hervor, in Barmherzigkeit rettend, die der Schlange Bosheit betörte.
Ode 3
Irmos: Du bist die Kraft der zu dir Eilenden, Herr Du bist der im Dunkel Wandelnden Licht. Und dich preist in Hymnen mein Geist.
Umgürtet mit Kraft mein durch Leidenschaften und Lüste kraftlos gewordenes Herz, Apostel des Retters. Verkündend Gottes einziges dreifalt strahlendes Licht, haben die Jünger der Vielgötterei Dunkel getilgt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Meines Herzens schlimme Geschwüre als Ärzte durch göttliche Heilkunst bringet zum Stehen, Apostel des Retters.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Errette mich, die du in Wundern, reine Herrin, geboren aller Befreier und Herrscher und Retter und Herrn.
Ode 4
Irmos: Vernommen habe ich, Herr, deiner Heilsordnung Mysterium, bedacht deine Werke, deine Gottheit gerühmt.
Geschmückt ward, Ruhmreiche, ihr, mit göttlichem Glanze Gezierte, in den Strahlen dessen aufleuchtend, der zu Gestirnen euch machte.
Die aller Steurer ihr seid, Gottes Apostel, von allem Sturme jenen befreiet, der auf dem Meere der Leiden des Lebens in Gefahr und Schwanken gerät.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die ihr aufrührt die Meere der Vielgötterei, von Gott erkorene Rosse, durch euere Fürbitten meiner Sünden Abgrund verschließet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Das Wort, das die gleichen Werke tut wie der Vater, ließest aus deinem Schoße in Körpergestalt du hervorgehen. Darum erschienst du, Braut, Herrin, erhabener als alle Gebilde.
Ode 5
Irmos: Frühmorgens rufen zu dir wir, o Herr: Sei unser Retter. Denn du bist unser Gott. Außer dir keinen anderen wir kennen.
Den von vielen Sünden Bedrängten zu des Heiles weiter Ebene als Steurer lenket, Apostel. Mich, der eure allgeehrte Schar ehrt, Gottschauende ihr, von aller unehrbaren Tat, so flehe ich, befreiet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Da des Retters Leiden ihr nachahmt, Apostel, alle Wollust aus meiner Seele verjaget.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Meine kranke Seele, allreine Gebieterin heile, die den du geboren, der aller Krankheiten heilt.
Ode 6
Irmos: Das Flehen gieße aus ich beim Herrn. Ihm künde meine Bedrängnisse ich. Denn von Sünden ist meine Seele erfüllt. Und dem Hades hat sich mein Leben genaht. Und ich flehe wie Jonas: Aus dem Verderben, o Gott, führe mich empor.
Erschüttert und umgestürzt durch den Ruf euerer Gebete habt, Mysten Christi, ihr die Tempel der Götzen Wohlan, so flehe ich, durch den Glauben meiner Seele Götzenbilder zerschmettert und zum Tempel Gottes den vielen Sünden Unterworfenen machet.
Die ihr wie auserwählte Steine auf den unzerbrechlichen Felsen erbaut seid, Gottschauende ihr, rettet mich, der töricht auf Sand ich erbaute mein Herz Denn zusammenfluten der Versuchungen Ströme und furchtbar umtosen sie mich.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Von der betörenden Liebe zum Fleisch mich befreiet, des Wortes Liebhaber ihr. Und den, der ob der Menge der Sünden verabscheuungswürdig erschienen, der Liebe dessen vereint, der es liebt, ob der Fülle seines Erbarmens Vergebung zu schenken.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wie eine Rose, wie eine reine Lilie, wie eine wohlduftende Narde, o Braut, hat dich der Bildner erwählt aus den Tälern der Welt und bewohnt deinen Schoß. Und nachdem er im Fleische erschienen, hat mit Wohlgerüchen erfüllt er die Welt.
Ode 7
Irmos: Der Hebräer Jünglinge traten kühn nieder im Ofen die Glut und wandelten das Feuer in Tau und sie riefen: Herr, Gott, gepriesen bist du in die Äonen.
Des Leichtsinns Nacht hält mich gefangen, und es bedeckt mich das Dunkel der Sünde. Die als Licht der Welt ihr, weise Apostel, erschienet, so eilet jetzt, zu erleuchten mein finsteres Herz.
Da als neues Firmament ihr erschienen, unsres Gottes Ehre verkündend, von der Unehre der Leidenschaften jene befreiet, die gläubig unter euern starken Schutz sich begeben, Gottredende ihr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Da ihr als feurige Kehlen erschienen, entzündet am Feuer des Trösters, allen Wald unserer Bosheit verbrennet und von dem unauslöschlichen Feuer befreiet uns in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Daniel sah voraus dich als Berg, aus dem gehauen ward der nicht handgehauene Stein. Darum meiner durch bittere Wollust versteinerte und verhärtete Seele, o Herrin, schenke Zerknirschung.
Ode 8
Irmos: : Siebenfach entfachte den Gottesverehrern die Glut in Wut der Tyrann der Chaldäer. Doch von stärkerer Macht sie sehend errettet, rief er: Den Werker und Retter, Jünglinge, preiset, Priester, singet ihm Hymnen, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Stützet meine durch Leidenschaften wankend gewordene Seele, ihr der Kirche unzerbrechliche Felsen, unerschütterte Säulen, Trutzfesten der Gläubigen, Fischer derer, die da liegen in Untergangs Tiefen, sturmfreie Häfen, die immer ihr singet: Volk, Christus über alles erhebe in die Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Den, der da liegt in den Grüften finsterer Verzweiflung und in der Tiefe, in welche die Lüste ihn stürzten, führet erbarmend durch eure Gebete empor, die sichtbar gewürdigt ihr wurdet, Jünger des Retters, Apostel, Gottschauende ihr, in der Flut der Erbarmung des Meisters zu schwimmen in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Weil du strahlend in der Tugenden Schönheit erschienen, Allreine, umfasstest in deinem Mutterschoß du des Bildners in Schönheit prangende Zier. Mit ausgebreiteten Armen flehe zu ihm, dass er meine von den Leidenschaften der Sünden gefangene und die frühere Schönheit suchende Seele, o Reine, herrlich lasse erglänzen in die Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Es entsetzte darob sich der Himmel, und die Enden der Erde erschraken, dass Gott im Leibe den Menschen erschienen und dein Schoß weiträumiger ward als die Himmel. Darum, Gottesgebärerin, erheben dich die Ordnungen der Engel und Menschen.
Die durch Gottes Kraft ihr die Rachen der seelentötenden Löwen zermalmtet, Apostel, wurdet von Christus ihr nach den Psalmen zu Fürsten über die Erde gesetzt, da ihr sie fromm unterwerfet dem Geist. Darum meines Herzens ungeordnete Regungen dem Gottesgesetz unterwerfet.
Schön zieren euch hurtige Füße, da ihr des Wortes Herolde wart, das schöner als alle Söhne der Sterblichen, Allweise, erschienen, als Frohboten des Friedens, des Lebens. Darum meine durch Leidenschaften aufgewühlte Seele befriedet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Indem eure Glieder auf Erden töten ihr ließet, bekleidetet mit dem Leben gänzlich ihr euch, durch Leiden darstellend das heilige Leiden. Darum mich, der getötet wurde vom Pfeile der Bosheit des Bösen, durch das Heilmittel echter Buße belebet, Apostel, Gottseligste ihr.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Meine an furchtbarer Leidenschaft krankende Seele, die du Gott, den Überguten, Makellose, geboren, heile und befreie erbarmend von den Feinden, die stets mich misshandeln und narren, damit ich, gerettet, dich freudig erhebe, die erhoben unser Geschlecht.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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