Orthodoxe Gottesdienste
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Oktoich

Ton 7. Freitag.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Damit zum Gott den Menschen du machtest, wardst ein Sterblicher du, Überguter, und wurdest gekreuzigt. Ruhm sei deinem Ruhm.
Als dich, Wort, zum Kreuze verdammte das Volk der Hebräer, erbebte die Erde, und das Licht der Sonne verbarg sich.
Die Sonne verfinsterte sich, als du gekreuzigt wurdest. Erbarmer, und die Schöpfung ward erschüttert und rief: Ehre sei dir.
Ton 7.
Jetzt, Dogmatikon: Einst vernahm ich ob meines Gebärens, o Kind, freudebringende Worte, die erwarten mich ließen, dass ich von Freude würde erfüllt und bedrängten Seelen Freude ich brächte. Doch zu Trauer wandten bei deiner Kreuzigung sichtbar sich diese Dinge. Denn Trauer verzehrt mich und zu sterben wünsche ich mir, da Trauer erfüllet mein Herz.
Stichiren zur Stichovna
Nicht mehr werden abgewehrt wir vom Baume des Lebens, da wir deines Kreuzes Hoffnung besitzen. Herr, Ehre sei dir.
Hängend am Baum, du Unsterblicher, hast du besiegt die Schlingen des Teufels. Herr, Ehre sei dir.
Jetzt, Theotokion: Verwundet bin ich vom Schwerte der Trauer, da ich am Kreuze dich schaue, der auf Wasser gründet die Erde und wie ein Vließ ausspannt den Himmel. Denn geschlachtet sehe ich dich in Blöße da hängen. Und zu sterben, mein Sohn, wünsche ich mir jetzt, über alles Geliebter. Erstarre, Erde, erbebe, sprach die Allreine weinend.
Sedalen 1
Der um meinetwillen die Annagelung ans Kreuz du erduldet, nimm auf mein wachsames Lob, Christus, Gott, als Menschenfreund.
Du, der über die körperlosen Mächte regieret und meiner Seele Leichtsinn erkennt, durch dein Kreuz, Christus, Gott, errette mich als Menschenfreund.
Gottesgebärerin, stets Jungfräuliche, als du am Kreuze hängen sahst deinen Sohn, da sagtest du weinend als Mutter seiner furchtbaren Herablassung Preis, jungfräuliche Herrin.
Sedalen 2
Leuchtender als Feuer und deutlicher als Flammen hast, du, o Christus, das Holz deines Kreuzes gemacht, das die Sünden der Kranken verbrennt und die Herzen derer erhellt, die deine freiwillige Kreuzigung in Hymnen besingen. Christus, Gott, Ehre sei dir.
Der du die freiwillige Kreuzigung unseretwegen erduldet, zermalme die Feinde, die nicht als wahren Gott dich erkennen. Und sei unser Retter.
Als du freiwillig angenagelt und an deinem Kreuze erhöht wardst, sagte die Gottesmutter, die dabei stand: Herr, Herr, keinem Weibe ist zugestoßen mein Schmerz. Als Gott an den Wundern erkenne ich dich. Und siehe: Dich schaue ich als Toten hängend am Holz. Wohlan, stehe auf, wie du gesagt, damit ich frohlockend dir rufe: Ehre sei dir.
Sedalen 3
Der du Adams Verdammnis am Holze des Kreuzes geheilt hast, unserer Herzen Wunde du heile und sei unser Retter.
Jungfräulich hast du, Jungfrau, Gottesgebärerin, in deinem Schoß den empfangen, den du am Kreuz hängen sahst. Unaufhörlich also flehe für unsere Seelen.
Ode 1
Kreuz-Kanon des Joseph, Ton 7.
Irmos: Gott, der ins Rote Meer den Pharao stieß, lasst uns ein Siegeslied singen. Denn herrlich tat er sich kund.
Christus hat, am Kreuze erhöht, alle Gläubigen an sich gezogen. Und nieder riss er den Feind, der alle brachte zu Fall.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Einen Strom des Lebens hast du mir, Jesus, aus deiner lebenbringenden Seite ergossen. Und getötet hast du den Feind, Herr, indem du wurdest getötet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als du den, der aus dir hervorging, im Übermaß des Erbarmens siehest am Kreuze, da wehklagend, Herrin, preisest du ihn.
Ode 3
Irmos: Die Kirche Christi ward stark durch den Glauben. Denn ohne Ende ruft sie, Hymnen singend: Heilig bist du, o Herr, und dich preist in Hymnen mein Geist.
Der du leidlos bist von Natur, wie nahmest auf dich du Leid? Der du das Leben mir einhauchst, wie stirbst du am Holz? Groß ist dein Erbarmen und groß deine Langmut.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Am Kreuz wardst in der Räuber Mitte, o Wort, ungerecht du erhöht und hast gerechtfertigt den, der dich im Glauben als den Schöpfer der ganzen Schöpfung erkannte, der freiwillig litt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Lösung von unseren Schulden gib, Jungfrau, o Reine, durch deine mütterlichen Fürbitten uns, die Gott du, das Wort, das geheftet ans Kreuz ward und ein Mensch ward, geboren.
Ode 4
Irmos: Kund ward mir deine Kunde, und ich erschrak. Ich erwog deine Werke und ich entsetzte mich, Herr.
Herrlich wie eine Traube wardst am Kreuz du erhöht, den Most der Freude, Herr, Menschenfreund, träufelnd.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die schmerzhaften Leidenschaften der Menschen hast, Wort, du beendet, freiwilliges Leid in deinem Fleische auf dich nehmend, o Herr.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jungfräulich gebärest du, Jungfrau, das Wort, das durch das Kreuz aus Güte die Verwesung getilgt.
Ode 5
Irmos: Es erwacht mein Geist zu dir, Gott. Denn Licht bist du, und deine Gebote wurden zum Heil, Menschenfreund, deinen Knechten.
Erhöht, Herr, am Holze im Fleisch, rissest die ganze Schöpfung du aus den schlimmen Gründen der Unwissenheit, Menschenfreund, zu deiner Erkenntnis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es begehrte das ruchlose Volk, dass du auf der Schädelstätte wurdest gekreuzigt, o Jesus, du, der das verderbenbringende Haupt der Schlange zermalmt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Es heiligte Gott deinen Schoß, du Heilige, Erlauchte, indem er wohnte in ihm. Und am Kreuze erhöht, hat miterhöht er die Schöpfung.
Ode 6
Irmos: Jonas rief aus dem Schoße des Hades: Führe empor aus dem Untergange mein Leben. Wir aber rufen zu dir: Allmächtiger Retter, erbarme dich unser.
Der Menschen kranke Natur hast du gezeigt in der Güte deiner Erbarmung, Arzt du der Kranken, und durch dein Kreuz und Leid sie geheilt.
Durch das Holz ward einst Adam verdammt. Doch durch das Holz des Kreuzes wird jetzt gerechtfertigt er, indem er den Eingang zum Paradiese erlangt und der Wonne Genuss.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dir, dem am Kreuze Erhöhten, singen wir Hymnen. Dir, dem von Dornen Gekrönten, bringen wir Preis, ihm, der mit Herrlichkeit krönet die Menschen, übergütiger König.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du preisest in Hymnen den, der Fleisch nahm aus dir. Und du weinst, da du ihn am Kreuze erhöht siehst, Mutter-Jungfrau, o Reine, über allen Tadel Erhabene.
Ode 7
Irmos: Taufrisch machten die Jünglinge einst den feuerflammenden Ofen, indem einen einzigen Gott sie in Hymnen besangen und sprachen: Du der Väter über alles erhöhter, über alles verherrlichter Gott.
Erleichternd die Last meiner Frevel, bist du inmitten von Frevlern erhöhet am Kreuz, übergütiger Jesus, du der Väter über alles erhöhter, über alles gütiger Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Von einer Lanze wurde durchbohrt deine göttliche Seite. Und der Seitenrippe Vergehen hast du wieder geheilt. Und dem flammenden Schwerte, mir stets zu gewähren zum Paradiese den Eingang, befiehlst du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als die Allheilige das allheilige Wort, das aus ihr hervorging, am heiligen Kreuze erhöht und die Menschen heiligen sah, da wehklagte sie.
Ode 8
Irmos: Den einzigen, anfanglosen König der Herrlichkeit, den preisen die Mächte der Himmel, vor dem erbeben die Scharen der Engel, besinget in Hymnen, ihr Priester, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Es tötete mich der Baum der Erkenntnis. Du aber, mein Christus, hast, getötet am Holz, mich belebt und erleuchtet, zu singen: In Hymnen preiset ihn, Priester, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Mit Dornen hat dich, König, gekrönt das ruchlose Volk, der du mit der Wurzel ausreißest den Dorn des Ungehorsams des erstgeschaffenen Adam. Und erhöhet am Kreuz hat es den, der alle der Tiefe des Irrwahns entriss.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Dich, der mit Weisheit ausspannt die Himmel, dich breitet aus auf dem Holze das unerkenntliche Volk, der unsere Sünden durch dein Leiden du heilest, Erretter, und stillst unsere Schmerzen durch die von den Nägeln kommenden Schmerzen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Heiligen Scharen flehen, Braut, zum Herrn, der aus deinem Schoße hervorkam und am Kreuz ihnen zeigte den Weg ihres Wettkampfes, Reine, und dir als der Königin aller sagen sie Preis.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: In Hymnen Allgefeierte, die du höher bist als die Himmel, die du das anfanglose Wort jungfräulich empfangen und den fleischgewordenen Gott den Menschen geboren, in Liedern sagen wir Gläubigen alle dir Preis.
Als dich an einem Pfahle erhöht sah die Sonne, König des Alls, da erlosch sie, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei, allgewaltiger Jesus.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es durchbohrten deine Hände und Füße die Frevler und sie durchstießen mit der Lanze die lebenbringende Seite. Mit Galle und Essig tränkten sie dich, o Erbarmer, des Alls Süßigkeit, unseren Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du Freundin des Guten, die du heiliger als die Cherubim bist, die du Gottes göttliches Wort im Fleische gebarst, den freiwillig am Kreuze im Fleische Erhöhten, für alle mit ausgebreiteten Armen flehe zu ihm.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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