Orthodoxe Gottesdienste
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Oktoich

Ton 7. Montag.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Erhebe deinen Blick, meine Seele, und schaue auf Gottes Heilsplan und sein Erbarmen, wie er, die Himmel neigend, kam auf die Erde, um dich emporzuheben aus dem Elend deiner Leidenschaften und dich zu stellen auf den Felsen des Glaubens. O des schreckenerregenden Wunders. Ehre sei deiner Entäußerung, o Menschenfreund.
Schaue auf deine Freveltaten, meine Seele, und staune, wie die Erde dich trägt und dich nicht versenget der Blitz. Wie die wilden Tiere dich nicht verzehren. Und wie auch die Sonne, die nie versinkende, unaufhörlich immer dir leuchtet. Stehe auf, tue Buße, rufe zum Herrn: Ich habe gesündigt dir, ich habe gesündigt, erbarme dich meiner.
Indem wir auf dich unsre Hoffnungen richten, allmächtiger Herr, flehen zu dir wir, von aller Art Gefahren und dem Sturm der Leidenschaften uns zu befreien, damit wir unser Leben in Frieden verbringen und lebend in Reinheit am Tag des Gerichtes dich finden als huldreichen und gnädigen Herrn.
Ton 7.
Jetzt, Dogmatikon: Dir, der Mutter Gottes, ruft mit dem Engel das „Freude dir“ zu der Erdgeborenen gesamte Natur, da du durch dein Gebären, Gottesgebärerin, die Bringerin ihres Heiles geworden.
Stichiren zur Stichovna
Wie der verlorene Sohn komme auch ich, o Erbarmer. Nimm mich, der vor dir hinfällt, wie einen deiner Tagelöhner an, o Gott, und erbarme dich meiner.
Wie jener, der fiel unter die Räuber und verwundet wurde von ihnen, so bin auch ich durch meine Sünden gefallen. Und verwundet ist meine Seele. Zu wem soll, um geheilt zu werden, ich Schuldbeladener fliehen, wenn nicht zu dir, dem Erbarmer, dem Arzte der Seelen? Gieße aus auf mich, Gott, dein großes Erbarmen.
Jetzt, Theotokion: Du überragtest die Heere der Engel, da du Gott einen Leib gabst. Doch ich, der alle überraget an Sünden, wehe mir, fürchte mich und erzittere. Darum wage durchaus ich nicht, dich zu Hilfe zu rufen, Gottesgebärerin, Herrin. Du also verachte mich nicht, nein, eile, rette mich, auf geraden Weg du mich führe.
Sedalen 1
Da du, meine Seele, der Buße Heilmittel hast, so eile zum Arzte der Seelen und Leiber, falle nieder und seufzend rufe zu ihm: Befreie mich, Menschenfreund, von meinen Vergehen. Geselle der Buhlerin mich, dem Räuber, dem Zöllner und schenke mir, Gott, meiner Frevel Vergebung und sei mein Erretter.
Nach des Zöllners Buße strebte ich nicht. Und der Buhlerin Tränen habe ich nicht. Denn ob meiner Verhärtung fehlt solche Besserung mir. Wohlan, in deinem Erbarmen, Christus, Gott, als Menschenfreund sei mir Retter.
Gottesgebärerin, Jungfrau, Fleckenlose, deinen Sohn flehe an mit den himmlischen Mächten, Vergebung der Sünden uns Gläubigen vor dem Ende zu schenken, die dir darbringen Preis.
Sedalen 2
Der du des Petrus Verleugnung ob seiner Tränen abwuschest und dem Zöllner die Sünden verziehest ob seines Seufzens, menschenfreundlicher Herr, erbarme dich meiner.
Mach dich bereit, meine Seele, in deinem Leben für das kommende Leben, damit du nicht in Schrecken werdest versetzt. Denn dort wird niemand sein, der da hilft, nicht Reichtum, noch Macht, noch Freunde, noch Fürsten, sondern nur der Erweis der Werke und die Menschenfreundlichkeit Gottes.
Geehrter als die herrlichen Cherubim bist du, allheilige Jungfrau. Denn da jene den göttlichen Glanz nicht ertragen, vollziehen sie, das Antlitz mit Schwingen verhüllend, den Dienst Du selbst aber trägst, mit eigenen Augen es sehend, das fleischgewordene Wort. Unaufhörlich flehe für unsre Seelen zu ihm.
Sedalen 3
Der des Petrus Tränen du annahmst und den Zöllner, der aus der Tiefe seufzte, gerechtfertigt hast, auch meiner, der in Buße sich hinwirft, erbarme dich, Retter, und sei mein Erretter.
Überragt hast du die Mächte der Himmel, weil du erwiesen wardst als Gottes Tempel, gepriesene Gottesgebärerin, da du Christus gebarst, unserer Seelen Erretter.
Ode 1
Bußkanon des Joseph, Ton 7.
Irmos: Dem Gott, der Moses in Ägypten half, hinauszuführen Israel, einzig ihn lasst uns singen. Denn herrlich tat er sich kund.
Da ich ins Meer der Sünden gefallen, rufe zu dir ich. Deine Hand strecke, Erbarmer, mir zu. Und wie den Petrus mich, Menschenfreund, rette.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Mich, den Büßenden, Christus, wie die Buhlerin von allen Sünden wasch rein durch das Neigen deines Erbarmens, damit ich gläubig dich preise.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du der Gläubigen Schutz, du der Sünder Bekehrung zu Gott, über allen Tadel erhabene Jungfrau, durch deine Fürbitte sei Retterin mir.
Ode 3
Irmos: Der du befestigt durch dein Wort hast die Welt, die nicht wird wanken, befestige auch unsern Sinn zu der Furcht vor dir, Herr.
Von der Nacht ungeziemender Sünden ward ich umfangen. Im Lichte der Buße lass jetzt mich erstrahlen, Lebenspender, o Menschenfreund, damit ich gläubig dich preise.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Pfade, die ich im Leben gewandelt, haben mich in die Gründe der Lüste gestürzt. O Jesus, zeige mir der Buße göttliche Pfade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die du allein hast geboren den himmlischen Herrscher, o Jungfrau, die in mir herrschende Sünde wirf nieder und erbarmend sei Retterin mir.
Ode 4
Irmos: Es hat bedecket die Himmel, Christus, o Gott, in deinem Heilsplan, o Menschenfreund, der Glanz deiner unsagbaren Weisheit.
Der du willst, o Erbarmer, dass alle werden errettet, rette mich, der deine Gebote übertreten ich habe, o, Wort, und vernichte mich nicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Gebeugt den unvernünftigen Leidenschaften habe ich mich und dem Vieh ward Armer ich ähnlich. Erbarmer, Wort Gottes, habe Mitleid.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jungfrau, o Reine, Gottbegnadete, begnade meinen Sinn und von der Nacht der Unwissenheit mich völlig befreie.
Ode 5
Irmos: Am frühen Morgen erwachend, o Wort, zu deinem Preis und Lob, besingen wir ohne Ende in Hymnen das Bild deines Kreuzes, das du zur Hilfe uns gabst als Wehr.
In Leichtsinn habe ich mein Leben vergeudet und ich erbebe vor deinem untrüglichen Richterstuhl, auf dem ich Verlorener werde gerichtet werden. Erbarme dich meiner, o Herr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der du die Augen, o Wort, der Blinden erleuchtet, meiner Seele Augen, die schlimm verdunkelten, öffne, dass ich schaue deiner Satzungen Licht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gott, der durch dich, Allheilige, Großes getan, nahm unsagbar einen Leib an aus dir. Zu ihm denn mit ausgebreiteten Armen flehe für alle.
Ode 6
Irmos: Jonas rief aus dem Schoße des Hades: Führe empor aus dem Verderben mein Leben. Wir aber rufen zu dir: Allmächtiger Retter, erbarme dich unser.
Der Vergehen Abgrund schloss rings mich ein. Hinab stieg ich in die Tiefe der Sünde. Führe mich, Wort, wie einst den Jonas aus dem Verderben zum Leben empor.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Gedanken Brandung umtost mich. Zum Hafen wahrer Buße, Erbarmer, mich lenke, in Stille bewahrend mein Herz.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wir besingen in Hymnen dich, in Hymnen über alles gefeierte Braut, die du geboren das in Hymnen über alles gefeierte Wort, das alle Mächte der Himmel mit lauten Stimmen besingen in Hymnen.
Ode 7
Irmos: Den ledernden Ofen besprengtest mit Tau du, Erretter. Und gerettet hast du die Jünglinge, die Hymnen sangen und sagten: Gepriesen in die Äonen bist du, o Gott unserer Väter.
Opfere, Seele, ein Lobopfer Gott, eile du, büße. Solange währet der Markt des Lebens, kaufe dir jetzt den Zuwachs der Tugend.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es nahet, o Seele, die Sichel des Todes. Bringe würdige Früchte, damit du nicht wie der Baum, der unfruchtbare, geworfen werdest in die Glut der Gehenna und vergebens weinest.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der nicht verbrennende Dornbusch hat dich vorgebildet, o Reine. Denn du hast das unerträgliche Feuer geboren, o Jungfrau. Darum rufe zu dir ich: Meine fleischlichen Leidenschaften verbrenne.
Ode 8
Irmos: Die Jünglinge im Feuerofen nachahmend, rufen gläubig wir, die den Tau des Geistes empfingen: Preiset, des Herren Werke, den Herrn.
Die Vernunft habe ich als strahlende Leuchte empfangen. Doch wie ein Unvernünftiger habe ich Armer mich den unvernünftigen Leidenschaften gebeugt. Und im Dunkel der Sünde wandle ich stets.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Der Herr ist nah, wie wir glauben. Sei, meine Seele, besorgt und nicht schlafe. Schlummere nicht, wachend rufe: Erbarmer, Menschenfreund, sei mein Erretter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Erlöset vom Fluche ward durch dein Gebären, o Jungfrau, der Menschen Geschlecht. Denn den Allgesegneten, der mit Segen das All ziert, hast du geboren.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Sie, welche die Natur überragend ist Mutter und Jungfrau, ist nach der Natur, die einzig Gesegnete unter den Frauen, lasst, Gläubige, uns in mystischen Liedern erheben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Sieh, das Gericht naht. Und der Verdammnis Werke besitzend, verzweifle ich an mir selbst. Gerechter Richter, Christus, Gott, verdamme mich nicht. Wie die gläubige Kanaanäerin rufe zu dir ich: Erbarme dich meiner. Wie einst die Gekrümmte, so richte mich auf, dass auf deinen Pfaden, Menschenfreund, aufrecht ich wandle.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit den leuchtenden Flammenzeichen des Wortes, das hervorging aus dir, Jungfrau, o Reine, erleuchte du mich, den von der Sünden und Leidenschaften Dunkel Verhüllten.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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