Orthodoxe Gottesdienste
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Oktoich

Ton 6. Freitag.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Langmütiger, Menschenfreund, mein erbarmungsreicher und mitleidiger Gott, wie ertrugest du Schlachtung und Tötung am Baum für der Menschen Geschlecht? Deinem Erbarmen sagen wir Preis.
Backenstreiche ertrugst du und die Kreuzigung, Langmütiger, und Schmach, da alle aus der Hand des Betrügers befreien du wolltest, einziger Lebenspender. Und alles, Übergütiger, trägst du.
Du bestiegst, Hirt, das Kreuz und breitetest aus deine Hände und riefst: Kommet zu mir. Und erleuchtet werdet ihr, Sterbliche, werden, ihr, die ihr verfinstert vom Trug seid. Denn ich bin das Licht. Ehre sei dir, einziger Spender des Lichts.
Ton 6.
Jetzt, Dogmatikon: Als die Allreine sah, wie ans Holz genagelt du wurdest, da rief sie: O mein Sohn und Gott, wie überraschend und seltsam hört sich das an, was du aus vielem Mitleid erträgst.
Stichiren zur Stichovna
Dein Kreuz, Herr, ist Leben und Hilfe deinem Volk. Wenn auf das Kreuz wir vertrauen, preisen in Hymnen wir dich, unsern im Fleische gekreuzigten Gott. Erbarme dich unser.
Dein Kreuz, Herr, hat das Paradies geöffnet dem Menschengeschlecht. Und vom Verderben befreit, preisen in Hymnen wir dich, unseren im Fleische gekreuzigten Gott. Erbarme dich unser.
Jetzt, Theotokion: Es stand einst am Kreuz zu der Kreuzigung Zeit die Jungfrau mit dem jungfräulichen Jünger, und weinend rief sie: Wehe mir, wie leidest du, Christus, der die Leidlosigkeit aller du bist?
Sedalen 1
Heute ist erfüllet des Propheten Wort. Denn schau, in Ehrfurcht küssen wir den Ort, wo deine Füße, Herr, gestanden. Und kostend von dem Baum des Heiles, erlangten wir, von der Sünde Leidenschaften auf der Gottesmutter Bitte frei zu sein, du einziger Menschenfreund.
Kaum stand, o Christus, fest deines Kreuzes Baum, da wurden erschüttert Herr, die Schlünde des Todes: Den gierig der Hades verschlang, den gab er zitternd zurück Du zeigtest dein Heil, o Heiliger, uns. Dir sagen wir Preis. Sohn Gottes, erbarme dich unser.
Du allein untadliges Lamm. Gottesgebärerin, Jungfrau Als du den, der aus deinem heiligen Blute sein Fleisch nahm, freiwillig am Kreuz hangen sahst, hast du, Braut, unter bitteren Tränen gerufen: Mein geduldiger Sohn, deinem ganzen schaudererregenden Heilsplan sage in Hymnen ich Preis.
Sedalen 2
Dein Kreuz, o Herr, ist geheiligt. Denn Heilung wird in ihm denen, die krank sind an Sünden. In ihm verehren wir dich. Erbarme dich unser.
Herr, es verurteilten dich, das Leben aller, die Juden zum Tod. Die mit Hilfe der Rute das Rote Meer zu Fuß durchzogen, haben dich angenagelt ans Kreuz. Und die aus dem Felsen Honig getrunken, reichten dir Galle. Doch willig hast du es getragen, um uns zu befreien von der Knechtschaft des Feindes. Herr, Ehre sei dir.
Als die Jungfrau und Mutter dessen, der ohne Leid unbegreiflich Fleisch ward aus ihr, neben dem Kreuz stand, rief sie, mütterlich weinend; Nicht ertrage ich es, dich als Toten da hängen zu sehen, der du Odem den Erdenbewohnern schenkest, mein Sohn und mein Gott.
Sedalen 3
Kreuz, der Dämonen Verjager, Arzt du der Kranken, Kraft und Wächter der Gläubigen, der Könige Sieg, der Rechtgläubigen Rühmen in Wahrheit, du Stütze der Kirche Christi, sei Sicherheit uns und Mauer und Wächter, gesegnetes Holz.
Allheilige Gottesgebärerin, für die Zeit meines Lebens verlasse mich nicht. Menschlicher Hilfe vertraue mich nicht an. Nein, du selber nimm meiner dich an und erbarme dich meiner.
Ode 1
Kreuz-Kanon des Joseph, Ton 6.
Irmos: Den, der einst unter Meereswogen den verfolgenden Tyrannen begrub, haben der Geretteten Kinder unter der Erde begraben. Doch wir wollen wie die Jungfrauen singen dem Herrn. Denn herrlich tat er sich kund.
Durch dein kostbares Leid hast die verunehrte Menschennatur du geehrt. Darum dich ehrend in Furcht, erheben wir deine Macht und singen gläubig ihr Preis. Denn herrlich tat sie sich kund.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch dein Blut, Wort, hast du abgewehrt unschuldigen Blutes Vergießung und vom Schmutze der Sünde die Natur der Menschen gereinigt, Allmächtiger. Darum sagen, gerettet, deiner Macht wir jetzt Preis.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als den in Schönheit Prangenden, obwohl du in deinem Leiden weder Schönheit hast noch Gestalt, hat die Braut, der Gläubigen Zier dich erkannt. Und mütterlich wehklagte sie und sagte in Liebe dir Preis.
Ode 3
Irmos: Als dich, der auf Gewässern mit gewaltiger Kraft schweben lässt die ganze Erde, die Schöpfung auf der Schädelstätte hängen sah, da ward sie vor Schrecken erschüttert und rief: Keiner ist heilig, o Herr, außer dir.
Als dich, der auf Gewässern mit gewaltiger Kraft schweben lässt die ganze Erde, die Sonne am Baume erhöht sah und deine Seite durchbohrt, da ward sie verfinstert, da sie als aller Licht dich erkannte.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Verwundet, Langmütiger, ist durch deine Nägel der Böse, der einst im Paradiese den Adam verwundet, und nachdem er verwundet war, blieb er unheilbar in Ewigkeit. Doch wir Gläubigen haben aller Wunden Heilung gefunden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als den aus dir Geborenen von einer Lanze verwundet du sahest, wardst du im Herzen verwundet, Überheilige, ganz Untadlige, und in Schrecken versetzt sagtest du: Wie hat, Kind, dir vergolten das ruchlose Volk?
Ode 4
Irmos: Da Habakuk deine göttliche Selbstentäußerung am Kreuze voraussah, erstaunte und rief er: Zerschmettert, o Guter, hast die Macht du der Herrscher, Allmächtiger, unter den Hadesbewohnern hast du geweilt.
Beendend das Trachten der Hand, Herr, die ausgestreckt war vom Baume zu kosten, ließest du, da die Toten retten du wolltest, am Baume dich töten. Und aus deiner Seite lassest Vergebung du den Gefesselten quellen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Zu leiden, ertrugst du, damit du uns von der Torheit Leidenschaften befreitest. Galle kostetest du, indem du göttliche Süße quellen mir ließest. Getötet wardst du, Leben mir schenkend, o Herr.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dich habe ich ohne Leiden geboren, und wie schau ich dich jetzt mit dem Leiden vermählt? Wie trägst du dies, Sohn, Anfangloser, rief die Jungfrau. Deiner Langmut sage ich Preis.
Ode 5
Irmos: Frühmorgens erwache zu dir ich, der du aus Erbarmen für den, der gefallen, ohne Wandel dich selbst hast entäußert und bis zu den Leiden leidlos, Gottes Wort, nieder dich beugtest. Den Frieden mir, Menschenfreund, schenke.
Als Toter wirst du auf der Schädelstätte geschaut, der du getötet den Hades durch das Leid deines Fleisches.
Und weder Gestalt noch Schönheit hattest du. Christus, als du da hingst, weil du als Menschenfreund mit Schönheit zieren mich wolltest.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Da des ersten Adam leidenschaftliche Triebe du ausreißen willst, wirst du angeheftet mit Nägeln. Und von einer Lanze verwundet, hemmst du, Christus, das flammende Schwert, damit es nicht hemme deinen Knechten den Zugang.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus Jesses Wurzel, Braut, sprossest du auf und bringst hervor den Gärtner der Welt, der welken lässt die wilden Triebe durch den Baum des heiligen Kreuzes, das im Fleische er auf sich nahm als Erbarmer.
Ode 6
Irmos: Gefangengehalten, doch nicht festgehalten ward Jonas im Bauche des Hais. Denn darstellend dein Bild, der du littest und übergeben wurdest dem Grabe, sprang, wie aus einem Gemache, er aus dem Tiere hervor und sagte zur Wache: Ilir Wächter, vergeblich und eitel hieltet bei euch ihr das Erbarmen. Ihr ließet fahren die Gnade.
Kreuzend die Hände, hat Jakob einst vorgebildet das Kreuz, segnend die Söhne. Darum lösest du, Höchster, besteigend das Kreuz, vom einstigen Fluche die Menschheit und lässest denen Benedeiung jetzt quellen, die dich benedeien, allein Benedeiter und Schöpfer und Überguter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dein Leiden vorbildend, erhöhte der große Moses, Wort, einst die eherne Schlange, welche die sie Anschauenden errettete vom Giftbiss der Schlangen. Denn als gekreuzigt du wurdest, Gebieter, wurden wir Gläubigen alle vom Unheil der gottverhassten Schlange erlöst.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als den, der aller Hirt ist und Herr, sie, das Lamm, am Holze erhöht sah, da hat sie mütterlich weinend gerufen: Was für ein seltsam Geheimnis ist dies, o Kind? Wie konntest du, der doch unsterblich ist von Natur, auf dich nehmen den Tod, da die Sterblichen vom Verderben erlösen du wolltest?
Ode 7
Irmos: Ein unsagbares Wunder. Der im Feuerofen die heiligen Jünglinge vor der Flamme gerettet, wird tot, ohne Odem, in die Gruft gelegt zu unserem Heil, und wir singen: Befreier, Gott, gepriesen bist du.
Als dich zum Kreuze verdammte das Volk der Hebräer, da, als sie es schaute, erstarrte die Erde, und die Sonne ließ nicht mehr leuchten ihr Licht. Und die in Finsternis wohnten, die schauten das Licht und sie sangen: Befreier, Gott, gepriesen bist du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Misshandlung ertrugest du. Retter, mit dem Rohre geschlagen und mit Dornen als König freiwillig gekrönt, Christus, Gott, zu unserem Heil, die wir singen: Befreier, Gott, gepriesen bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Freiwillig wirst du gekreuzigt, rief die Gottesgebärerin. Und indem ich es schaue, wird jetzt meine Seele in Trauer getaucht. Du stirbst, Leben schenkend denen, die singen: Befreier, Gott, gepriesen bist du.
Ode 8
Irmos: Erstarre, entsetze dich, Himmel. Und wanken sollen die Grundfesten der Erde Denn siehe: unter die Toten wird gezählt, der in den Höhen sein Zelt hat, und in engem Grabe wird er beherbergt. Ihr Jünglinge, preiset ihn, ihr Priester, rühmt ihn in Hymnen, Völker, erhebet ihn über alles in alle Äonen.
Du trinkst, Christus, den Becher, nach dem du verlangtest, durch das Leiden des Kreuzes. Aus der lebenbringenden Seite ergießest der Vergebung Ströme du mir, der durch die Seitenrippe wurde getötet. Darum singe Hymnen ich dir: Preist ihn, ihr Priester, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Als das frevelhafte Volk dich verdammte, inmitten von Frevlern gekreuzigt zu werden, o Jesus, Lebenspender, o Herr, da erbebte die Erde, und alle sangen in Furcht: Ihr Jünglinge, preist ihn, ihr Priester, rühmt ihn in Hymnen, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Höchster, anfangloser Sohn, Bespeiungen und Unbilden ertrugst du und das Kreuz, mit einem Rohre zum Spotte geschlagen, rief die Gottesgebärerin. Deiner Langmut sage ich Preis. Ihn preisen die Jünglinge, ihn besingen in Hymnen die Priester, ihn erheben die Völker in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Wehklage mir nicht, Mutter, die du im Grabe den Sohn schaust, den du jungfräulich empfangen im Schoß. Denn ich werde auferstehen und werde verherrlicht werden. Und in Herrlichkeit ohne Ende werde als Gott ich jene erhöhen, die in Glaube, die in Liebe dich preisen.
Damit du den, der durch die ergötzliche Speise vom Baum ins Verderben gesunken, einziger Retter, als Guter vom Verderben erlöstest, nahmst du es auf dich, gekreuzigt und getötet zu werden im Fleisch. Ohne Ende, o Jesus, preisen dein reiches Erbarmen und deine Macht wir in Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Weh, wie ertrugst du die Schmerzen, am Kreuz ausgebreitet, mich den schlimmen Schmerzen entreißend, Erretter? Wie hast du, mit Dornen gekrönt, alle Dornen der Leidenschaften entfernt? Wie mischtest du, mit Essig getränkt, uns den Mischkrug der Freude?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du trägst den, der das All trägt, und hältst als Kind den in den Händen, der uns der Hand des feindseligen Widersachers entwand, reine Herrin. Und du siehst den auf das Holz des Kreuzes erhöht, der uns aus dem Abgrund der Bosheit erlöste.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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