Oktoich
Ton 5. Dienstag.
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Löse meines Herzens, Erretter, Verhärtung, die von den Dämonen mir kam, und gib mir Tränenströme der Buße, damit ich meine vielen Vergehen beweine und von jedem Gedanken gereinigt werde, der mich befleckt, und von der Finsternis der Vergessenheit werde erlöst und erhoben werde zu Schauen des Schönen. Habe acht und höre auf mich, sei gnädig, o Herr, und meine elende Seele von den tyrannischen Leidenschaften befreie, damit in dir Ruhe ich finde und deinen Willen erfülle.
Mit besudelten Lippen und schmutzigen Händen komme ich zu dir, Überguter, und mit einem Herzen, das verschüttet ist von bösen Gedanken. Und mit blinden Augen trage ganz Armer ich meine Seele umher, die durch die Leidenschaften wurde verdunkelt. Und von ungehörigen Lüsten werde ich ganz Unreiner bedeckt und kann nicht schauen empor. Strecke aus deine reinen Hände, o Menschenfreund. Rette mich, Retter, rufe zu dir ich. Und von dem Makel reinige mich vieler Vergehen und Sünden, die über mich kommen, als reicher Erbarmer.
Trockne aus die schlammigen Fluten, o Jesus, und lass weichen die reißenden Ströme. Und den Regen vieler Tränen in Zerknirschung der Seele, o Guter, biete dar meinem Herzen. Siehe, ich wandte weit ab mich von dir wie der verlorene Sohn und ließ ganz freiwillig mich deiner Güte berauben, reicherbarmender Herr. Ich habe gesündigt, verachte mich nicht. Nicht soll ganz und gar mich wie einen Schuldigen ergreifen der Prahler, der erzböse Feind. Nein, schnell mich, Herr, von seiner Herrschaft befreie.
Ton 5.
Jetzt, Dogmatikon: Die Ströme der Leidenschaften bringe zum Stehen. Und das Meer meiner Sünde trockne aus durch deiner Fürbitte Strom und lass einlaufen mich in den Hafen von Gottes heiligem Willen. Die Feinde, die täglich meine Seele bedrängen und durch ungeziemende Lüste verwirren, in des Verderbens Schlünde versenke. Erfülle mit Frohsinn und Freude mein Herz. Zerstreue, rufe zu dir ich, das Dunkel meiner Verzagtheit, Allreine, indem zu Christus du flehst, der darreicht der Welt das große Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Herr, das Sündigen will kein Ende nehmen bei mir. Der Menschenfreundlichkeit werde gewürdigt ich und ich erkenne es nicht. Besiege du meine Verhärtung, einzig Gütiger, und erbarme dich meiner.
Herr, deinen Zorn fürchte ich nicht und höre nicht auf, das Böse zu tun. Wer nicht fürchtet im Gerichte den Richter? Oder wer, der geheilt werden will, erzürnt den Arzt gleichwie ich? Langmütiger Herr, habe Mitleid ob meiner Schwachheit und erbarme dich meiner.
Jetzt, Theotokion: Selig preisen wir dich, Gottesgebärerin, Jungfrau. Und geziemend sagen wir Gläubigen Preis dir, der Stadt, die unerschütterlich ist, der unzerstörbaren Mauer, dem unüberwindlichen Beistand, der Zuflucht unserer Seelen.
Sedalen 1
Wenn der Richter da sitzt und die Engel da stehen, wenn ertönt die Posaune und auflodert die Glut, was wirst du tun, meine Seele, wenn du abgeführt wirst zum Gericht? Denn dann treten die Sünden zur Seite dir, und deine geheimen Frevel werden geprüft. Darum vor dem Ende rufe zum Richter: Gott, sei mir gnädig, sei mein Erretter.
Seele, was hier ist, vergeht. Was dort ist, ewig besteht. Ich schau den Gerichtshof und auf dem Throne den Richter und ich erzittere vor dem Urteil. Kehre eilig jetzt um. Unversöhnlich ist das Gericht.
Du Wurzel, die sprossen ließ die göttliche Blume, du Lade und Leuchter, du Gefäß ganz aus Gold, du heilige Tafel, die Christus trägt, das Brot des Lebens. Als zu deinem Sohne und Gott mit dem heiligen Vorläufer flehe zu ihm, dass er sich erbarme und jene errette, die dich als Gottesmutter bekennen.
Sedalen 2
Beweine, meine Seele, deine Sorglosigkeit. Sei fürder willens, vor dem Ende dich zu bekehren. Stehe ab vom Trubel des Lebens. Dem guten Gott hange an. Und als einziger Menschenfreund wird er dich retten.
Auf die Stimme des Herrn, des obersten Hirten (1 Petr 5,4) lasst uns, die gesündigt, allein hören. Denn um unsertwillen ist er auf. Erden im Fleische erschienen, zur Buße rufend Sünder wie Johannes: Seid guten Muts und fürchtet euch nicht (Mt 25,6; Mk 13,7). Denn klein ist die Mühe, doch süß ist der Lohn.
Das überraschende Wunder deines Empfangens und die unsagbare Art deiner Mutterschaft ward in Wahrheit in dir erkannt, stets Jungfräuliche. Meinen Geist erschreckt und meinen Sinn verwirrt deine Herrlichkeit, Gottesgebärerin, die sich über alle entfaltet zu unserer Seelen Errettung.
Sedalen 3
Elisabeth ward befreit von Unfruchtbarkeit. Die Jungfrau hinwieder ist Jungfrau geblieben, als sie durch Gabriels Stimme in ihrem Schoße empfing. Doch im Mutterleibe hüpft auf, da er Gott den Herrn im Jungfrauenschoße vorher erkennt, der Vorläufer Johannes, ihn, der Fleisch ward zu unsrer Errettung.
Mutter Gottes, Allheilige, du Mauer der Christen, eile, zu retten dein Volk, das gewohnt ist, mit ausgebreiteten Armen zu rufen zu dir: Stell dich entgegen den schmutzigen und stolzen Gedanken, damit wir rufen zu dir: Stets Jungfräuliche, Freude sei dir.
Ode 1
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Ein Land, über das sie nicht strahlte, ward nie von der Sonne geschaut. Einen Abgrund, den nicht das Himmelsgewölbe schaute entblößt, unbenetzt durchschritt ihn Israel, Herr. Und du führtest es zu deiner Heiligung Berg, wie es sang und erschallen ein Siegeslied ließ.
Sühnung mir schenke für das, was ich tat, o Erretter, und verzeihe mir, ehe denn ich scheide von hier. Reinige mich von vieler Fäulnis, o Herr, der die Aussätzigen gereinigt du hast. Und geruhe, dass auch ich ohne Tadel stehe vor dir, wenn du kommen wirst, über die Lebenden und die Toten zu halten Gericht.
Von dem Eiter, der meiner Seelen Augen umgibt und der mich hindert, deine Strahlen zu schauen, die du, als du erschienst, über uns breitetest, nie sinkende Sonne, von ihm reinige mich, o Erretter, und gibt mir im Spiegel zu schauen, erbarmender Herr, das Licht deiner Gnaden.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Von böser Gewohnheit mich, reine Jungfrau, befreie. Stelle fest auf den Fels der Gebote, o Herrin, mich durch die Ränke des alten Betrügers Verführten. Und geruhe, dass auch ich Christus herrlich gefalle, der ich singe, ein Siegeslied lasse erschallen.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Ein reines und überirdisches Leben tatest, Prophet, in deinem irdischen Leibe du kund. Darum flehen zu dir wir, zu deinen Nachahmern zu machen, die gläubig selig dich preisen.
Der du Christus, das Meer der Erbarmung, getaucht hast in flutende Ströme, zu ihm, Vorläufer, flehe, ich bitte, dass er austrockne das Meer meiner Sünden und dass er mir erleuchte den Sinn.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Vorläufer des Retters, du hast mir die Mahnung zur Buße gegeben. Zu dir flehe ich, dass du den Menschenfreund bittest, dass er Zerknirschung mir schenke, die mich reinwäscht vom Unrat der Sünde.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du gebärest unsagbar den ohne Wehen, den der Vater vor den Äonen ohne Wandel gezeugt, in Hymnen allgefeierte Herrin. Ihn flehe an, dass von allem Schaden werden errettet, die eilen zu dir.
Ode 3
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Mein auf den Wogen des Lebens, Herr, schaukelndes Herz mache stark, als Gott es führe zu ruhigem Hafen.
Buße zu tun, dir, Gott, ich verspreche. Und wieder sündige ich. Was soll aus mir werden? Wie soll vor dir ich erscheinen, wenn du richtest die Erde?
Weil ich in Kenntnis und Unkenntnis habe gesündigt, komme zu dir ich, der alles erkennt, und ich rufe zu dir: Nimm mich auf wie den verlorenen Sohn.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der Buße Tore jetzt mir eröffne, Tor des Lichtes, o Jungfrau, und den Zugang zu meiner armen Seele den Leidenschaften verschließe.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Der du stets den zu deinem Hause gläubig Wallenden, wunderbarer Prophet, lassest Heilungen quellen, die Leidenschaften meines Herzens, die unselig aus Unachtsamkeit mir erwuchsen, Allseliger, flehe ich, heile.
Deines unbestechlichen Richterstuhles gedenkend, seufze ich und werde von Weinen erfasst, du einzig gerechtester Richter. Auf jenem auf des Täufers Fürbitten bewahre mich vor der Verdammnis, Herr du, mein Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der des Neuen und des Alten Bundes Mittler du warst, durch heilige Vermittlungen, ruhmreicher Vorläufer, rufe zu dir ich, mich, den durch viele Sünden Gealterten, durch die Buße erneue, damit ich dich in Lobgesängen erhebe.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Heilige Jungfrau-Mutter, einzige in Hymnen Allgefeierte, von dem Makel unserer Vergehen mache uns frei, unseren Sinn erleuchte und heilige unser Herz und von der ewigen Verdammnis, bitten wir, errette uns alle.
Ode 4
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Kund, Herr, ward mir deine Kunde, und ich geriet in Furcht. Erwogen habe ich deine Heilsordnung und dich gepriesen, einziger Menschenfreund.
Deine lichtbringenden Worte, o Herr, verachte ich und vollbrachte der Finsternis Werke. Und ich fürchte im Jenseits dein großes Gericht.
Mit dem Segel göttlicher Furcht lasst uns den Nachen der Seele beschwingen und zu der Buße Hafen uns eilen, der Sünde Wogen entrinnend.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die allreine Herrin, der Beistand der Sünder, der Strauchelnden heilige Aufrichterin, wird als die, welche Gott geboren, gepriesen.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Bewohnend die himmlischen Reiche als wahrer Krieger Christi, des Königs, o Täufer, flehe unaufhörlich zu ihm, dass er sich des Volkes erbarme, das dich verehrt.
Es hat dich schon im Mutterschoße geheiligt der Herr, da er deines Herzens Adel, Ruhmreicher, voraussah. Zu ihm, so bitten wir, flehe, dass er uns heilige alle.
Den Toten hast du die Ankunft dessen verkündet, der um uns ward getötet. Zu ihm, Vorläufer, flehe, auch mich, den durch die Sünden Getöteten, zu beleben, zu retten.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der du Fesseln und Kerker um Christi willen ertrügest, o Seliger, meiner Sünden Fesseln du löse und gib mir Kraft, flehe ich, dass die heiligen Gebote ich halte.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Erbarme dich meiner, einzige in Hymnen Allgefeierte, die du den im Übermaß der Güte erbarmenden Gott auf unerforschliche Art hast geboren, und errette mich vor der ewigen Pein.
Ode 5
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Meiner elenden Seele, da sie bei Nacht mit der Leidenschaften Finsternis kämpft, erbarme zuvorkommend dich. Und taghelle Strahlen, o geistige Sonne, lass leuchten in mir, damit das Licht erhelle die Nacht.
Aus meinen Werken erwächst mir kein Heil, Denn viel habe ich Armer auf Erden gesündigt. Und ich erzittere vor deinem schauerlichen Gericht, wenn du richten wirst, Gott, die Übertreter deiner Gebote.
Wir töricht war ich? Wie ward ich verfinstert, als das Böse ich tat? Wie wenig habe die Furcht vor dir ich begriffen. Doch zur Erde beugte ich mich und ward ähnlich vielen unvernünftigen Tieren. Bekehre mich, Gott du des Alls.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Auf ein unsagbares Wort hin, Jungfrau-Mutter, hast du Gott uns geboren, der allen, die in viele Sünden gefallen, Buße verleiht durch deine gute Vermittlung, du der Gläubigen Zuflucht und Hafen.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Ein Schoß, der unfruchtbar war, gebar, Vorläufer, dich, der du die Herzen, die an Tugenden unfruchtbar waren, durch deine fruchtbaren Worte mit der Tugenden Kindern beglücktest. Darum preisen selig wir dich.
Erblüht wie eine wohlriechende Lilie, Gerühmter, bist du in der Wüste. Darum ruf ich zu dir: Verscheuche, Vorläufer, von meiner Seele aller Sünde Gestank.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Mitten zwischen Gesetz und Gnade standest du, Weiser. Darum schreie zu dir ich: Dass er meiner, der besiegt ward durch der Sünde Gesetz, sich erbarme, Vorläufer, flehe zum Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Herrlichkeit undurchschreitbare Pforte, Makellose, öffne mir die Pforten der Buße, die mir den göttlichen Eingang gewähren und die dortige Ruhe.
Ode 6
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Wie du den Propheten aus dem Tiere errettet hast, Herr, so führe auch mich aus meiner unbeherrschten Leidenschaften Abgrund empor, flehe ich, lass mich hinzufügen, damit du einen Blick auf mich werfen kannst, zu deinem heiligen Tempel.
Siehe, die Zeit der Umkehr ist da. Und immer liege ich auf dem Rücken, von vieler Unempfindlichkeit stets beherrschet, o Wort. Die Verhärtung meines Herzens du löse und erbarme dich meiner.
Meiner, der seufzet, wie einst des Zöllners erbarme dich, erbarmender Christus, und lass mich wie die Buhlerin heiße Tränen vergießen, damit auch ich abwaschen möge den Schlamm meiner vielen Vergehen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gottbegnadetes Zelt, der Heiligung heilige Lade, Leuchter göttlichen Lichts, Tafel des Brotes des Lebens, des Wortes beseelter Palast, zur Wohnung des Geistes mich mache.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Leuchtend in unsagbarem Glanze, Vorläufer Christi, durch deine wirksame Fürbitte die Herzen derer erleuchte, die fromm dich in Hymnen besingen.
Mich, der von des Leichtsinnes Schlafe umfangen, Vorläufer Christi, wecke auf, mich durch Gnade erleuchtend, dass freudig ich tue den göttlichen Willen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Vor aller widrigen Drangsal befreie uns, die so reich sind, dich als heiligen Beschützer zu haben, o Seliger, und als Fürsprecher beim Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Sturm der Sünde, Makellose, Reine, umtost mich. Eile, mich ihm zu entreißen und führe mich in die Häfen der Buße, über allen Tadel Erhabene.
Ode 7
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Ausgelöscht hat das Feuer der Jünglinge Flehen. Das mit Tau besprengende Feuer ist Herold des Wunders, da es nicht entzündet und nicht verbrennt die, welche Hymnen singen dem Gott unserer Väter.
Meine Gesetzlosigkeiten, meine Ungerechtigkeiten, Erretter, meine maßlosen Fehler, o Christus, verzeihe. Und von der kommenden Strafe erlöse mich ob der Fülle deiner Erbarmungen, Gott.
Wie der verlorene Sohn habe ich jetzt vergeudet den Reichtum, den ich empfangen. Und ich vergehe vor Hunger, da ich entbehre göttlicher Speise. Mich, der sich bekehret, Retter, nimm auf und sei mein Erretter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als rettender Hafen wurdest du allen gezeiget, o Reine. Der Leidenschaften Wogenschlag sänftige, führend zur Ruhe der Buße, Erlauchte, alle auf Erden Demütigen.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
In Worten flehen zu dir, des Wortes Vorläufer, wir: Der du des Vaters Zunge löstest durch deine Geburt, so löse du die Schlingen unserer Sünden.
Hell leuchtende Sonne, lass mir erstrahlen die rettenden Strahlen der Buße. Und befreie von der Leidenschaften Dunkelheit mich, die belästigen mein finsteres Herz.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Unfruchtbar ist meine Seele, und kinderlos ist mein Herz. Du der Unfruchtbaren heiliger Spross, Vorläufer Christi, flehe ohne Ende, dass die Früchte der Buße ich trage.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als kleines Kind, über allen Tadel Erhabene, hast du Christus geboren, der unsere Neuschaffung wirkte, die wir durch den uralten Fehltritt waren gealtert.
Ode 8
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Du Heer der Engel, du Versammlung der Menschen, den König und Schöpfer des Alls besinget in Hymnen, ihr Priester, rühmet, Leviten, Volk, erhebe ihn über alles in alle Äonen.
Siehe, es riechen und faulen meiner Seele Wunden, o Christus, und von Qualen ward ich gänzlich niedergebeugt. Mit dem Heilmittel der Buße, Reiter, mich heile.
Listig hat mich die erzböse Schlange beraubt und mit Bosheit erfüllt, und seufzend ich schreie: Nicht verstoße mich, Wort, mich, den Verdammten, Verdemütigten.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du der Engel Ruhm, der Sterblichen Rettung, sei meine Bürgin, Gottes Mutter, auf dass ich bekehre mich und die Vergebung der früheren in Kenntnis und Unkenntnis begangenen Sünden erlange.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Du waschest das Volk in den Strömen des Jordan, predigend Buße, größter Vorläufer du. Darum rufe zu dir ich: Trockne aus meiner Leidenschaften Ströme, der Tränen Quellen mir sendend.
Ganz, Seele, erzittere, wenn du erwägest des Allherrschers Gericht, und rufe: Erbarmer, durch deines Täufers Vermittlung erbarme dich meiner, errette mich und mich von den Qualen erlöse.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Befleckte Lippen und einen unreinen Mund bewege ich, um zu flehen zu dir, heiliger Vorläufer. Eile alsbald und hilf mir, der ich durch mannigfaltige Anstürme des Listigen ohne Ende beunruhigt werde.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: In deinem erhabenen Gebären hast du erhoben uns. Gottbegnadete, aus den Abgründen, in die wir gestürzt sind. Darum singen mit Stimmen des Dankes gläubig, Braut, wir dir Hymnen in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Bußkanon des Joseph, Ton 5.
Irmos: Weil Großes dir der Mächtige tat, da er als reine Jungfrau dich nach dem Gebären erwies, wie du jungfräulich deinen Bildner geboren, darum Gottes Mutter, preisen wir dich.
Damit deine Langmut ich, Mächtiger, preise, habe noch Langmut mit mir und fälle mich nicht wie den unfruchtbaren Feigenbaum, Wort, so rufe zu dir ich, auf dass ich dir bringe Früchte der Buße.
Wie furchtbar, einzig Starker und Mächtiger, bist du. Und wer wird widerstehen, o Christus, deinem furchtbaren Drohen, wenn du selbst dich niedersetzen wirst zum Gericht? In ihm bewahre mich vor der Verdammnis.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als lichthelle Wolke, die dem neuen Volke in Wahrheit voranzieht ins Land der Verheißung, wardst, Gottbegnadete, du erwiesen und als Tor, das hinführt zum Leben. Darum, Gottesmutter, preisen wir dich.
Kanon des Joseph auf den Vorläufer, Ton 5.
Schau, Vorläufer Christi, die Zier deines Hauses wird als ein Himmel auf Erden erkannt. Seit du in ihm bist erschienen, erleuchtest du mit heiligen Strahlen, die täglich jetzt dich selig preisen in ihm. Da der echte Freund des Herren, Täufer, du bist, gib mir ein Herz, dass ich geraden und unwankbaren Sinnes ihn liebe und die verderbenbringenden Leidenschaften verachte, die zum Untergang führen.
Nicht warst du den feindlichen Geistern, o Weiser, ein schwankendes Rohr, nein, du bist unserer Kirche heiliger Halt und unerschütterte Säule. Sie durch deine Bitten unwankbar erhalte, allen Anstoß beendend.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Des Schöpfers Kommen steht vor der Tür. Was also beweinest du dich nicht selbst, unglückliche Seele, da du sorglos dahinlebst? Werde nüchtern wieder, rufe zum Herrn: Auf des Vorläufers Fürbitten als Menschenfreund schone meiner, Erretter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als leuchtender Wagen der Sonne bist du in Wahrheit erschienen, die, Makellose, o Reine, aus deinem Schoße erstrahlte und des Truges dichtes Dunkel durchbrach. Darum gläubig, wie es sich ziemet, erheben wir dich.
- Zur Liturgie -
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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