Minäon vom 11. Oktober
Apostel Philipp von den Siebzig, einer der sieben Diakone 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du berufen wardst )
Du wurdest berufen * als einer der sieben Diakone, * voll der Weisheit und göttlichen Gnade, * seliger Philippus, * und wurdest gesalbt zusammen mit Stephanus, * um zu dienen den Bedürfnissen der Heiligen. * Als du ihn sahest hinweggenommen, * da eiltest du nach Samaria, * um auf göttliche Anordnung zu künden * den Logos Gottes, du Gepriesener, * und zu erleuchten, Allweiser, die zuvor waren im Dunkel. * Sie machtest du durch Gottes Geist zu Kindern des Tages.
Göttliche Zeichen * sahen wirken deine Hand die Scharen, * als Blinde erlangten das Augenlicht, * Lahme wurden aufgerichtet * und unreine Geister wurden vertrieben * von dort, wo sie sich hatten eingenistet. * Da gerieten die Menschen außer sich und drängten * weg vom Unglauben, Philippus, * hin zur heilbringenden Reinigung * und erwiesen sich sogleich als Gläubige. * Das vernahm der göttliche Apostelchor und freute sich, * weil Samarias Menge Gott ward zugeführt.
Selber ein Wagen * des Logos, du Gotteskünder, * sahst du einherfahren auf einem Wagen * den Würdenträger der Kandake, * den Bewundernswerten, wie er Nachforschungen stellte an, * geselltest dich ihm zu und zeigtest ihm auf * die klare Offenbarung dessen, * was er ersehnte, und bewogest ihn * zu verlangen, o Seliger, nach der göttliche Reinigung. * Da er ihrer war teilhaftig geworden, * machte Gott, der alles wirkt, ihn zum göttlichen Künder * und zum Erstling der Martyrer für ganz Äthiopien.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 8.
In die ganze Erde ging aus ihr Ruf / und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
Vers: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und Seiner Hände Werk kündet das Firmament.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus der ApostelgeschichteApg 8,26-39 ( Stelle lesen: Apg 8,26-39 ) Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Bekennen werden die Himmel Deine Wundertaten, Herr, und Deine Wahrheit in der Gemeinde der Heiligen.
Vers: Gott ist verherrlicht im Rate der Heiligen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Danach aber erzeigte der Herr auch siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und ‹jeden› Ort, wohin er selbst kommen wollte. Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte zwar ‹ist› groß, die Arbeiter aber ‹sind› wenige. Bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter ausschicke in seine Ernte. Gehet hin. Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. Traget weder Geldbeutel noch Reisetasche noch Sandalen, und grüßet keinen auf dem Weg. In welches Haus auch immer ihr aber eintretet, saget zuerst: Friede diesem Hause. Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber eben nicht, wird er zu euch zurückkehren. In diesem Haus aber bleibet, und esset und trinket, was von ihnen ‹kommt›; denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Wechselt nicht von Haus zu Haus. Und in welche Stadt auch immer ihr kommt, und sie nehmen euch auf, esset, was euch vorgesetzt wird, und heilet <die in ihr Kranken> und saget ihnen: Genaht hat sich euch das Königtum Gottes. In welche Stadt auch immer ihr kommt, und sie nehmen euch nicht auf, gehet hinaus auf ihre Straßen und saget: Auch den Staub, der uns von eurer Stadt an unseren Füßen hängt, wischen wir euch ab. Indes dieses wisset: Genaht hat sich zu euch das Königtum Gottes. Ich sage euch aber: Sodom wird ‹es› an jenem Tag erträglicher ergehen als jener Stadt. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaïda! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Machterweise geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie, in Sack und Asche sitzend, umgegeistet. Indes Tyrus und Sidon wird ‹es› erträglicher ergehen im Gericht als euch. Und du, Kaperna’um, die du bis zum Himmel erhöht wurdest, bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden.
(Lk 10, 1-15)*
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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