Minäon vom 11. Mai
Gedächtnis unserer Väter unter den Heiligen, der Apostelgleichen Methodius und Kyrillus, der Lehrer der Slaven 
- Zur Vesper -
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 2.
Mit welchen Ruhmeskränzen / sollen wir umwinden die gottweisen Lehrer? / Die Stimmen der Weisheit, / welche erklingen inmitten der Wolken der Finsternis / und erleuchten die im Schatten des Todes sitzenden mit dem Lichte des Evangeliums, / die großen Prediger der unteilbaren Dreiheit, / welche die unfruchtbaren Glaubenslosen als Zweige veredeln / am fruchtbaren Baum der Orthodoxen Kirche, / damit sie von Christus, unserem Gott, erhalten Frieden // und das große Erbarmen.
Mit welchen Lobliedern / sollen wir preisen die gottweisen Lehrer? / Methodios, den Liebhaber der Einsamkeit, / der in der Stille empfing die Früchte des Geistes, / und Kyrill, den Goldmund, / welcher die Höhen der Weisheit erreichte in seinen Predigten,/ demütigend den heftigen Stolz der törichten Hagarener-Philosophen; / o Christus, unser Gott, // durch ihre Gebete gewähre auch uns das große Erbarmen.
Ton 6.
Ehre: Die mystischen Posaunen des Geistes, / die Gott tragenden Väter, lasset heute uns preisen, / sie, die inmitten der Kirche / der Gotteslehre harmonisches Lied erklingen ließen, / die eine Dreiheit, unverändert in Wesen und Gottheit, / sie, des Arius Vernichter, / die Vorkämpfer der Rechtgläubigen, / die stets flehen zum Herrn, // dass Er sich unserer Seelen erbarme.
Parimien
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Seht, ich habe vor euch dies Land übergeben. Zieht hinein und nehmet zum Erbe das Land, von dem zugeschworen hat der Herr euren Vätern, dem Abraham, dem Isaak und dem Jakob, dass er es ihnen geben werde und ihrem Samen nach ihnen. Und ich redete zu euch zu jener Zeit, da ich sprach: Ich kann euch nicht alleine tragen. Gott, der Herr, hat euch vermehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels. Der Herr, der Gott eurer Väter, möge euch verleihen, dass ihr das Tausendfache seid, und er segne euch, wie er euch gesagt hat.
Und ich nahm aus euch weise, verständige und einsichtsvolle Männer und setzte sie ein, dass sie Anführer bei euch seien, über je Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn, und zu Schriftführern für eure Richter. Und ich gebot euren Richtern zu jener Zeit also: Stellt Verhöre an unter euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm. Schau im Gericht nicht auf die Person. Du sitzest zu Gericht über den Kleinen wie über den Großen. Weiche nicht zurück vor der Person eines Menschen. Denn das Gericht ist Gottes. (Deut 1,8-11.15-17)
Stichiren zur Stichovna
Ehre: Das jährliche Gedächtnis der Gott tragenden Väter, / die aus der ganzen Welt in Nikäa, jener glänzenden Stadt, sich versammelt hatten, / wollen wir heute, der Rechtgläubigen Lehren verehrend, / im Glauben festlich begehen. / Denn jene haben die gottlose Lehre / des schlimmen Arius in gläubigem Sinne vernichtet / und diesen, zur Synode vereint, aus der katholischen Kirche verbannt. / Deutlich unterwiesen sie alle, / den Sohn Gottes als Gleichwesentlichen und Gleichewigen, / der vor den Äonen ist, zu bekennen, / indem sie in ihrem Bekenntnis des Glaubens es genau und gläubig darlegten. / Darum folgen auch wir ihren göttlichen Lehren, / und in sicherem Glauben verehren wir mit dem Vater den Sohn und
den allheiligen Geist, // die wesensgleiche Dreiheit in einer einzigen Gottheit.
- Zur Liturgie -
Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Kostbar vor dem Herrn // ‹ist› der Tod seiner Gottseligen.
Vers: Was soll ich dem Herrn vergelten für alles, was er mir vergolten?
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die HabräerHebr 7,26 - 8,2 ( Stelle lesen: Hebr 7,26 - 8,2 ( Stelle lesen: Hebr 7,26 bis Hebr 8,2 ) ) Alleluïa zur Liturgie
Ton 2.
Deine Priester werden sich kleiden in Gerechtigkeit, und deine Gottseligen werden frohlocken.
Vers: Selig der Mann, der da fürchtet den Herrn, an seinen Geboten wird er Wohlwollen haben gar sehr.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann sich nicht verbergen. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. Auf diese Weise soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ‹ist›, verherrlichen. Meinet nicht, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn amen, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, wird keineswegs ein Jota oder ein Häkchen vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und die Menschen so lehrt, wird der Geringste heißen im Königtum der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird ein Großer heißen im Königtum der Himmel.
(Mt 5, 14-19)*
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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