Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 5. Juli

Großfürstin, fromme Mutter und Märtyrerin Elisabeth Fjodorovna und Nonne Barbara polyleos

Anmerkungen
Der Gottesdienst hat im Typikon kein Zeichen. Wegen der großen Verehrung der Heiligen in Deutschland ist hier das Zeichen auf Polyleos hochgesetzt.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Gottweise Elisabeth, die du Gehör bei Gott gefunden, bitte für uns, deine sündigen Knechte, dass unser unwürdiger Mund geöffnet werde, dir das Loblied zu singen.
Von Jugend an hast du geliebt den himmlischen Schöpfer, warst gewürdigt unterwiesen zu werden im Gebet und in der Gottesbetrachtung, obwohl du noch nicht kanntest den wahren orthodoxen Glauben, und erzogen durch deine Verwandten in der heterodoxen Lehre, hast du doch deine Seele reich gefüllt mit dem Wort Gottes und bliebst Christus Gott treu bis zum Ende.
Die leiblichen Augen hast du geöffnet im deutschen Lande, wurdest erzogen im nicht rechten Glauben, das geistliche Fühlen aber hat dich mit deinem Gemahl in die orthodoxe Rus´ geführt, wo dir die geistlichen Augen geöffnet wurden und du somit den wahren Glauben gefunden.
Ton 1. ( nach: der himmlischen Ordnungen )
In der Rus´ hast du die kostbare Perle gefunden, / Nonnenmartyrerin Elisabeth, / den reinen orthodoxen Glauben, / den du angenommen mit deinem ganzen Herzen und Geist, / jetzt stehend vor Gott in den Himmeln, / bitte ihn für uns unnütze Sünder.
Von Jugend an hat der Glaube an den allmächtigen Gott / dich bereitet zum Dienst der Liebe und Barmherzigkeit, / darum hast du verziehen deines Mannes Mörder / und dich hingegeben dem monastischen Leben.
Wir verehren deine Tugendtat, gottgesinnte Elisabeth, / und deine mitleidende Barmherzigkeit, preisend deine Standhaftigkeit vor den Schergen / und deine innige Liebe zu den Nächsten, // sogar mitten im Leiden.
Ton 3. ( nach: die Größe des Kreuzes )
Kommt, die ihr Feste liebt, Lobpreis bringen wir der Nonnenmartyrerin Elisabeth in ihrer Vaterstadt Darmstadt, besingen sie in der Kirche der heiligen Maria Magdalena, der Apostelgleichen, dort bringt eine kleine Herde orthodoxer Christen dir dar das Siegeslied.
Heute bereut die Stadt Moskau, in der dein heiliges Kloster ist, weil sie dessen Zerstörung nicht verhindert. Martha und auch Maria freuen sich in den Himmeln, da sie gefunden dich mit der dir treuen Nonne Varvara als inständige Mitbeterinnen.
Ton 2. ( Eigenmelodie )
Ehre: Wie kostbares Myron hast du dein Blut dargebracht deinem Bräutigam Christus, Leidendulderin, heilige Elisabeth, hast als Lohn empfangen von ihm die unvergängliche Krone, du Wunderbare, bitte, dass gerettet werden unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Den Tafeln des Gesetzes ging die Gnade voraus, denn nicht verbrannte der brennende Dornbusch. So gebar Dich die Jungfrau und blieb auch Jungfrau danach. Anstelle der Feuersäule ging die wahre Sonne auf; anstelle des Moses leuchtet nun Christus, die Rettung unserer Seelen.
Parimien
Lesung aus der Prophetie von Jesaias
So spricht der Herr: All die Völker versammeln sich, und es werden versammelt werden die Fürsten aus ihnen. Wer wird dies bei ihnen vermelden? Oder die Dinge von Anfang an, wer wird sie euch zu Gehör bringen; sie sollen herbeibringen ihre Zeugen und sie sollen gerechtfertigt werden. Sie sollen hören und sagen, was wahr ist. Ihr sollt mir Zeugen werden, und ich, Gott, der Herr, bin Zeuge, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt, dass ich bin. Vor mir war kein anderer Gott und nach mir wird keiner sein. Ich bin Gott, und keiner ist der Rettende außer mir. Ich habe angekündigt, und ich habe gerettet. Ich habe gescholten, und es war kein fremder Gott mehr bei euch. Ihr seid meine Zeugen, und ich bin Zeuge, spricht Gott, der Herr. Schon von jeher bin ich, und es gibt keinen, der meinen Händen entrissen wird. Ich werde es tun, und wer könnte es rückgängig machen? So spricht Gott, der Herr, der uns erlöst, der Heilige Israels. (Jes 43,9-14)
Stichiren zur Litia
Ton 8.
Gottweise Elisabeth, in deinem Herzen hast du angenommen das untrügliche Wort: Liebet eure Feinde, Gutes tut denen, die euch hassen. So hast du im Gefängnis den Mörder deines Gatten besucht und ihm verziehen die Sünde des Fürstenmordes durch vollkommenes Verzeihen.
In der Jugend hast du dein Land verlassen und liebgewonnen das russische Land, wo du gefunden hast die Perle der Kirche, der einen, apostolischen, orthodoxen: Da du des irdischen Bräutigams beraubt, hast du die russischen Menschen nicht im Stich gelassen, sondern das Kreuz Christi angenommen, und bist den schmalen Pfad zum Heil gegangen.
In den kaiserlichen Gemächern hat das vergängliche Licht dich nicht verlockt durch seine vergängliche Pracht, sondern du hast alles aufgegeben und hieltest es für Unrat, bist nachgefolgt Abraham, dem Vorvater: Fortgegangen von deinem Vaterhaus und deinem deutschen Land bist du gekommen in das russische Land und hast gefunden das untrügliche Licht Christi.
Ton 6.
Ehre: Deine Nonnenmartyrerin Elisabeth, Herr, die Du der Vernichtung des irdischen Lebens anheim gegeben und körperlichen Leiden unterworfen um des zukünftigen Lebens willen, hast Du erwiesen als dessen Erbin, daher freut sie sich mit den Engeln: Auf ihre Gebete schenke uns das große Erbarmen.
Jetzt, Theotokion: Mein Schöpfer und Erlöser, / Christus, der Herr, / der hervorging, Allreine, aus deinem Schoße, / bekleidet mit meiner Natur, er hat befreit den Adam / vom Fluche der Vorzeit. / So rufen wir dir, Allreine, als der Mutter Gottes und wahrhaftigen Jungfrau, / ohne zu verstummen, / das „Sei gegrüßt“ des Engels, / sei gegrüßt, Gebieterin, Schutz, Schirm und Errettung // unserer Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8. ( nach: O des allgerühmten Wunders )
O des allgerühmten Wunders! / Wie ein Stern aus dem Westen, / Nonnenmartyrerin Elisabeth, / bist du uns aufgestrahlt, / hast angenommen das monastische Leben, / warst eine Richtschnur für die Wohltätigen und der Mönche und Nonnen Festigung, der Fastenden Zierde. Darum ehren wir dein Gedenken, Wunderbare.
Wunderbar ist Gott in seinen Heiligen, / der Gott Israels.
Elisabeth, du allgerühmte Fürstin, / die du Christus geliebt, / hast ihm gedient und deinen Nächsten, / hast abgelegt das weltliche Gewand / und das Engelkleid angenommen, / hast geführt die Gottliebenden Frauen / in die Gemächer deines himmlischen Bräutigams, // daher besingen wir dein Gedenken, du Lobwürdige.
In den Kirchen segnet Gott, / den Herrn von den Quellen Israels.
Die Martyrerkrone schmückt die Großfürstin / und gute Anführerin der Nonnen, / die die Schandtat verziehen und dieser Welt entsagt. / Wir schmücken sie mit der vielklingenden Krone / unserer Lieder und Hymnen, / und sie nachahmend bringen wir Erbarmen und Dienst dar // als Gabe Christus, dem Grund unseres Dienstes.
Ehre: Als Lehrerin derer im monastischen Stand wie der im Weltlichen Lebenden verehren wir dich, Nonnenmartyrerin Elisabeth, denn durch dein Beispiel haben wir recht zu wandeln gelernt. Martha und Maria nachzuahmen hast du uns gelehrt, nämlich zu wandeln mit Liebe zu Gott und Mildherzigkeit zum Nächsten. Da du vollendet deinen Lauf, unterweise darin auch uns durch deinen himmlischen Beistand.
Jetzt, Theotokion: Unvermählte Jungfrau, / die du Gott unsagbar empfangen im Fleische, / Mutter Gottes des Höchsten, / nimm an, du ganz ohne Tadel, die Bitten deiner Diener. / Allen erwirkest du Reinigung / von den Vergehen. / Nimm jetzt unser Flehenm an und bitte, // dass wir all Errettung finden.
Sedalen 1
Ton 8.
Von Jugend an liebtest Du Gott und hast die irdische Heimat verlassen. Du brachtest Dich dem lebendigen Gott als Opfer dar, Elisabeth, heilige Märtyrerin. Deshalb rufen wir zu Dir: Bete zu Christus Gott, die Vergebung der Sünden denen zu gewähren, die in Liebe Dein Gedenken ehren.
Herrscherin, allheilige Gottesgebärerin, bitte Deinen Sohn und Schöpfer, daß Er um der Buße über die Verfehlungen willen das Gebet unseres Geschlechtes annehme, denn gütig ist Er.
Sedalen 2
Ton 4.
Die Du die fleischlichen Leidenschaften beherrschtest, unterwarfst Dich der lebenschaffenden Leiden, und Dein Blut, Ehrwürdige, rötete die unverwesliche Kleidung, Elisabeth: Auf diese Weise offenbarte als Braut Dich der Allherrscher. Die Du nun Freimut im Himmel erlangt hast, bitte um Vergebung der Sünden für jene, die Dein heiliges Gedenken preisen.
Du hast durch Deine göttliche Geburt, Reine, das in todbringenden Leidenschaften verdorbene Geschlecht der Erdgeborenen erneuert und uns vom Tode zum Leben aufgerichtet. Daher gebührt es uns, Dich zu verherrlichen, unbefleckte Jungfrau.
Hochpreisung
Wir hochpreisen Dich, Leidensdulderin, heilige Großfürstin Elisabeth, und verehren Dein heiliges Gedenken: Denn Du betest für uns zu Christus, unserem Gott.
Ton 4.
Die Du im Erwachen der Liebe zu Christus, dem Allherrscher, alle Leidenschaften begrubest, heilige Märtyrerin Elisabeth, empfingst unendliches Leben durch einen grausamen Tod aus der Hand der Gottlosen: Daher feiert heute die Kirche Christi Dein bewundernswertes Gedenken.
Führe uns, die wir bösen Taten zugeneigt sind, auf den Weg der Reue, unvermählte hochgepriesene Jungfrau, Zuflucht aller, die zu Dir flehen.
Prokimenon des Orthros
Ton 4.
Wunderbar ist Gott in Seinen Heiligen, der Gott Israels.
Vers: In den Tempeln segnet Gott, den Herrn aus den Quellen Israels.
Stichire des Fests
Ton 6.
Großen Glauben und göttliche Liebe zu den Feinden erlangtest Du, heilige Märtyrerin Elisabeth, die Du in den Prüfungen auf Gott hofftest und in den Leiden die Peiniger nicht verurteiltest und Deinen Nächsten halfest. Daher bitte auch für uns den allgütigen Gott, daß Er uns die Vergebung der Sünden gewähren möge und das große Erbarmen.
Ode 1
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Ein Werk Marks.
Irmos: Kommt ihr Völker, laßt uns Christus ein Lied bringen, der das Meer geteilt und das Volk, aus der ägyptischen Knechtschaft befreit, hindurchgeführt hat, denn Er hat sich verherrlicht.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Öffne mir, Christus, die Lippen, damit ich die Großtaten Deiner Auserwählten besinge, der heiligen Märtyrerin Elisabeth, auf daß durch ihre Gebete die Wolke meiner Unwissenheit zergehe.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Du hast Gott aus Deiner ganzen Seele geliebt und Ihm deshalb von Jugend an und alle Jahre Deines Lebens gedient, heilige Märtyrerin. Daher wurdest Du auch verherrlicht: denn Gott verherrlicht jene, die Ihn verherrlichen.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Die Du nun zusammen mit den Propheten und Aposteln, Märtyrern und Heiligen im Licht der heiligen Dreiheit wohnst, heilige Märtyrerin Elisabeth, gedenke Deiner Kinder, die mit Glauben Dein Gedenken begehen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du hast das Wort des Vaters geboren, das sich mit dem Fleisch aus Dir vereinte, doch die göttliche Hypostase nicht verließ, reine Mutter: Du aber, heilige Elisabeth, erlangtest den Ruhm des Martyriums um dessentwillen, den Du ersehntest.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Des Roten Meeres Tiefe durchquerte trockenen Fußes das alte Israel. Es schlug in der Wüste mit den kreuzweise emporgehobenen Händen des Moses Amaleks Macht in die Flucht.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Durch gute Hoffnungen im Geist befestigt und zu Gott aus dem Kurzlebigen entrückt, verweiltest Du im Gebet und in Mühen in Deinem Kloster.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Durch Deine Gebete errette mich, der ich mich mit Liebe Dir nahe, heilige ehrwürdige Märtyrerin, aus der irdischen Eitelkeit und stille den Aufruhr meiner Leidenschaften.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch Weisheit und Gnade wurde Dein Geist erleuchtet, und Du fürchtetest die Drohungen der Peiniger nicht, heilige Märtyrerin, durch göttliche Kraft gestärkt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Den aus Dir Leibgewordenen, gepriesene Gottesbraut, der Kreuz und Tod auf Sich nahm, erkennen wir als Herrn und singen Ihm, denn Er hat unser Geschlecht erlöst.
Ode 3
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Du hast durch Deine Stärke den Bogen der Mächtigen zerbrochen, Christus, und die Ohnmächtigen mit Kraft umkleidet.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Den Beginn Deines irdischen Lebens hast Du in Darmstadt verbracht. Dieser Stadt vermachte der gottesfürchtiger Märtyrerzar die Kirche der heiligen apostelgleichen Maria Magdalena.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Ewige Ruhe hast Du in jenem heiligen Kloster in der heiligen Stadt Jerusalem gefunden, nahe der Kirche des Entschlafens der Gottesmutter, die Du aus ganzem Herzen geliebt hast.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Dort nun werden Deine heiligen Reliquien im Kloster von Gethsemane bewahrt, vor denen wir uns, Deine unwürdigen und unnützen Knechte, mit Gottesfurcht verneigen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den einen, von keinem Ort umgrenzten Gott hast Du in Deinem Schoß empfangen, allreine Gottesgebärerin. Deshalb verherrlichen wir Gläubigen alle Dich mit Preisgesängen.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Es erfreut sich Deine Kirche in Dir, Christus, und ruft: Du bist meine Stärke, Herr, meine Zuflucht und Festung.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Die Welt und fleischliche Weisheit verwarfst Du und erlangtest Christus in Mildtätigkeit und den Mühen des Gebets im Kloster der Martha und Maria, zusammen mit den Schwestern, den Dir von Gott anvertrauten.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Wie eine unerschütterliche Säule verharrtest Du inmitten schwieriger Bedingungen. Dem Mörder vergabst Du und für die Peiniger hast Du gebetet, seligste Großfürstin.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Weder Feuer noch Schwert noch Verachtung, weder die schaurige Grube noch die Grausamkeit der Peiniger konnten Dich trennen von der Liebe Gottes.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Durch den Geist zuvor geläutert, gebarst Du das Wort des Vaters, o Reine, zur Rettung unseres verlorenen Geschlechts.
Ode 4
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Dir, Herr, bin ich in heiliger Schau begegnet und verherrliche Deine unbegreifliche Kraft, Du Menschenliebender.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Nachdem Du Deine Füße auf den reinen Fels des orthodoxen Glaubens gestellt hattest, bliebest Du unerschütterlich in den Prüfungen und Ränken Deiner gottlosen Verfolger.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Witwe geworden, liebtest Du es, im Hause des Herrn zu verweilen und gründetest das Kloster in Moskau, der herrschaftlichen Stadt, zum Dienst an den Nächsten.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Du hast Dich von dieser eitlen Welt in das heilige Martha und Maria Kloster zurückgezogen, in dem durch die unablässigen Gesänge und Gebete alle körperlichen Leiden verschwanden, und gut dientest Du Gott und den Nächsten im Verbund mit den Dir gleichgesinnten Frauen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dich, unvermählte Gottesgebärerin, verherrlichen die Gläubigen, denn Du bist Fürsprecherin und Zuflucht der Christen. Bitte Deinen Sohn auch für uns, die unter Deinen Schutz fliehen.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Als Dich die Kirche am Kreuz erhöht sah, der Gerechtigkeit Sonne, da trat sie in ihre Bestimmung ein und rief geziemend: Ehre sei, Herr, Deiner Macht.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Von der Kraft Gottes behütet, hast Du Ihm gedient, durch Fasten und Durst Deinen Leib gedemütigt, durch das reine Gebet aber die Seele erhellt.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Wie eine kostbare Perle liegen Deine Reliquien vor uns und bewirken bei jenen, die sich ihnen gläubig und betend nahen, verschiedenartige Heilungen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In der Stunde der Finsternis, die über Rußland kam, berief Gott Dich zur Heldentat des Martyriums, der treu Du bliebest bis zum Ende.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Unbefleckte, Fehlerlose, mein durch Gedanken des Kleinglaubens und der Trägheit besudeltes Herz richte durch Deine Gebete auf zum Gebet und zur Buße.
Ode 5
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Spender des Lichtes und Schöpfer der Zeiten, Herr, leite uns im Licht Deiner Gebote: Denn außer Dir kennen wir keinen anderen Gott.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Mit lichtesten Kronen bekränzt, stehst Du vor dem Thron des Herrschers aller: Ihn aber bitte für jene, heilige Märtyrerin Elisabeth, die mit Glauben und Liebe Dein heiliges Gedenken feiern.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Dem göttlichen Gesetz unterwarfest Du Dich, vom Gesetz der Sünde wandtest du Dich ab bis zum Ende, und alle zeitliche Schönheit hast Du für Unrat erachtet, um Christi Gestalt ähnlich zu werden: Deswegen hast Du Dich auf rechte Weise gemüht, hochgerühmte, himmlisch Bekränzte.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Geist und Herz hast Du für die Einwohnung der Gnade geöffnet, den einzigen Herrn empfingst Du und eine unvergängliche Krone hast Du erlangt, erstrahlend in hellem Lichtschein und reich an Gaben.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dich, reine Gottesgebärerin, kennen wir als unbesiegbare Waffe im Kampf; Dich besitzen wir als Festung und Hoffnung unserer Rettung.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Du kamst, mein Herr, als Licht in die Welt. Als heiliges Licht, das aus der Unkenntnis Dunkel herausführt, die Dich gläubig besingen in Hymnen.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Prachtvoll war wahrlich Dein Leben, lieblich erschien es Menschen und Engeln, unnahbar aber erwies es sich den Dienern des satanischen Aufruhrs.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Auf Erden mühtest Du Dich, Allreiche, mit Deinen Schwestern im Herrn, die zeitlichen Krankheiten ertrugst Du. Jetzt erhältst Du Deinen Lohn im Himmel in der Gemeinschaft mit den Engeln, unbesiegbare Märtyrerin.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nachdem Du der Pracht dieser Welt entsagt hattest, erwiesest Du Dich als Führerin der Verirrten und als verläßliche Zuflucht der Geretteten. Mit Deinem Blut aber wurde der kostbare Purpur gewebt, mit dem bekleidet Du nun vor dem Bräutigam stehst.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gott über allem Sein hast Du im Fleisch geboren, Jungfrau, wie Er selbst es gewollt hat. Daher bitten wir Dich, uns durch Deine Geburt von den ewigen Qualen zu befreien.
Ode 6
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Erhöre die Stimme des Flehens meiner kranken Seele, Herr, und befreie mich aus den Schrecknissen: Du allein bist der Urheber unserer Rettung.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Als Du körperliche Wunden von den gottlosen Mördern empfingest, hast Du dem Feind durch Deine demütige Weisheit eine schwere, todbringende Wunde zugefügt.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Als Du zur Schlachtung zusammen mit der Dir treuen Nonne Varvara und den Großfürsten geführt wurdest, bewahrtest Du geistliche Stärke und verleugnetest Christus Gott nicht, dem Du wahrhaftig gedient hast.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Die Du in der Grube von Alapajevsk das Stöhnen der Verwundeten gehört und mit Liebe ihre leiblichen Wunden verbunden hast, komm auch uns zu Hilfe, die wir durch Stolz und Hoffahrt verwundet sind, und verbinde die grausamen Schwären unserer Seelen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Bitte immerdar den für uns aus Dir Fleischgewordenen, Jungfrau Mutter, die Dich fromm Verehrenden aus der Not und den seelenverderbenden Leidenschaften und den ewigen Qualen zu erretten.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Opfern will ich Dir mit lobpreisender Stimme, o Herr. So ruft Dir die Kirche zu, vom dämonischen Blut erlöst durch das in Erbarmung aus Deiner Seite vergossene Blut.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Als ehrbares Gefäß des göttlichen Geistes hast Du Dich erwiesen und trugst im Herzen göttliche Düfte. Du erquickst die Herzen derer, die treu Dein Andenken feiern.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Die Kraft der Kiefer der geistigen Wölfe hast Du zerbrochen, heilige Märtyrerin Elisabeth, vom abendlosen Glanz umflort. Führe auch uns auf den Stufen der unerschütterlichen Liebe Gottes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch ganz Sibirien reiste Dein sterblicher Leib, Deine Reliquien besuchten entfernte Länder und gelangten in die heilige Stadt, in das Kloster, das Du von Anfang an geliebt hast.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die göttlichen Worte wurden Dir gesandt, allreine Gottesmutter, und das vorewige Wort gebarst Du im Fleisch, das uns, die Stummen gerettet hat.
Ode 7
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Als das goldene Bildnis auf dem Felde Deir angebetet wurde, haben sich Deine drei Jünglinge nicht dem gottlosen Befehl gebeugt. In das Feuer geworfen, hoben sie an zu singen: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Zum abendlosen Licht stiegest Du auf und vollbrachtest die Werke des Lichtes, wie die Sonne hast Du die Welt beschienen: Daher erleuchte auch uns Unwürdige, die wir nun rufen: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Dem einzigen Gott weihtest Du Seele und Gedanken, den schmalen Pfad bist Du gegangen: Daher empfingest Du die Wonne des himmlischen Reiches und rufst nun: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Leuchtend im Licht der Gnade, heilige Märtyrerin Elisabeth, erbitte die Vergebung der Sünden auch für uns, die wir Deinen lichtvollen Festtag begehen und singen: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Freue Dich, rufen wir Dir, Allreine, zusammen mit Gabriel zu, bitte Deinen Sohn, Hochgesegnete, Er möge durch Deine Gebete unsere Seelen erretten.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Im persischen Feuer erglühten die Abrahamsjünglinge mehr in der Liebe des Glaubens als in den Flammen und riefen: Gepriesen bist Du, o Herr, in Deiner Herrlichkeit Tempel.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Das unzugängliche Licht hat würdig Deine Seele erleuchtet, heilige Märtyrerin Elisabeth, und leuchtend im österlichen Glanz hast Du gesungen: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Den dornigen Weg des irdischen Lebens bist Du gegangen, heilige Mutter, und erlangtest die himmlische Wonne. Zusammen mit den Chören der Engel bringst Du nun den Lobpreis dar: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Christus hast Du aus ganzem Herzen geliebt, in das lichteste Gemach des himmlischen Bräutigams bist Du eingetreten, Gottgesegnete, und wie die unbesiegbaren Märtyrer rufst Du: Gott unserer Väter, gepriesen bist Du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du bist der geweihte Tempel, ganz Unbefleckte, den im Heiligtum wohnenden allheiligen Gott hast Du geboren, der alles weiht und vor dem Bösen errettet.
Ode 8
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: Besinget Gott den Herrn, ihr Werke, der zu den hebräischen Jünglingen in den feurigen Ofen hinabstieg und die Flammen in Tau verwandelte, und erhebet Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Der heutige Tag erglänzt in Deinem lichten Gedenken, heilige Märtyrerin Großfürstin Elisabeth, die Du uns zum Fest versammelst, um Deine Geduld zu verehren, in der Du Dich zusammen mit den anderen Märtyrern im Schacht von Alapajevsk bewährtest, und zu Christus zu rufen: Alle Werke des Herrn, lobet den Herrn.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Wie ein Licht aufscheint in der Finsternis der grausamen Gottlosigkeit, so erstrahlt Dein Festtag, neuerschienene heilige Märtyrerin. Du aber erleuchte mit dem Licht Deiner Liebe auch uns, die wir rufen: Alle Werke des Herrn, lobet den Herrn.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Nachdem Du das königliche Gemach verlassen hattest, erlangtest Du das himmlische Gemach. Zuvor wurdest Du auf Christus, den von Dir geliebten Bräutigam, vorbereitet. Ihn erblickend, riefst Du aus: Alle Werke des Herrn, lobet den Herrn.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Durch Dich, allreine Gottesbraut, hörte die Trauer auf, und wahrhaftig schwand der Fluch, und Segen erleuchtet die Gläubigen in Ewigkeit.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Durch Ausbreiten der Hände hat Daniel in der Grube die Schlünde der Löwen verschlossen. Und des Feuers Macht löschten die Jünglinge aus, mit Tugend umgürtet, die Freunde der Frömmigkeit, und riefen: Preiset alle Werke des Herrn den Herrn.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Als das Meer der Bedrängnisse und Qualen toste und die aufständischen Gottlosen den christlichen Gauben verfolgten, bist Du unbeirrt gesegelt und hast den Hafen des Paradieses erreicht. Da riefest Du: Singet, ihr Priester, Volk, hochpreise in alle Ewigkeit.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Leuchtend als Fackel der Wahrheit, vertriebst Du die Finsternis der Gottlosigkeit, gottweise Elisabeth, und zu Christus führtest Du eine Schar gottliebender Frauen, welche riefen: Singet, ihr Priester, Volk, hochpreise in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Ruhmvoll wurdest Du verherrlicht durch die göttliche Gnade, Großfürstin Elisabeth, zusammen mit der Nonne Varvara und vielen anderen Neumärtyrern, und licht habt ihr zu singen gelehrt: Singet, ihr Priester, Volk, hochpreise in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der göttliche Tau, aus Dir geboren, hat die Welt erleuchtet, jungfräuliche Gottesgebärerin, ergieße über mich den Tau des Erbarmens, der unsere Seelen und Gedanken erhellt.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Erster Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 2.
Irmos: as ganze Verlangen, ganz Süße, Wort Gottes, Sohn der Jungfrau, Gott der Götter, Herr, Heiligster der Heiligen: Deshalb verehren alle Dich und Sie, die Dich gebar.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Ganz hast Du nach dem himmlischen Jerusalem gestrebt, heilige Märtyrerin Elisabeth, doch Deine Reliquien blieben im irdischen Gethsemane. An diesem Ort wird von Deinen Schwestern, gottesfürchtigen Nonnen, stets Gott verherrlicht, der Dich verherrlicht hat.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Das ewige Leben hast Du, Märtyrerin Christi, eifrig angestrebt, die Du weithin durch Dein Märtyrerblut erstrahlst, daher rufen wir Dich zu Deinem Fest an, Vorsteherin der klösterlich Lebenden, heilige Elisabeth.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Durch Deine Gebete, auserwählte Braut Christ, zerreiße mir die Fesseln der Sünden, und das Dunkel meiner Leidenschaften zerstreue.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Laß helles Licht durch Dein Gebären aufstrahlen und erleuchte alle unter der Sonne. Den Fürsprecher der Finsternis vernichte, allreine Gottesgebärerin, die Du von allen mit unaufhörlicher Stimme verherrlicht wirst.
Zweiter Kanon an die Heilige Elisabeth, Ton 4.
Irmos: Als nicht handgeschnittener Stein ward aus Dir, dem Berge, aus dem kein Stein ward gebrochen, als Eckstein Christus geschnitten, der die getrennten Naturen verband. Im Jubel darüber erheben wir Dich, Gottesgebärerin.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Mit vielen Tugenden geschmückt, hast Du die List des Menschenhassers vernichtet, in Liebe hast Du Dich an Christus geheftet und eine Gemeinschaft von Gottliebenden zu Gott geführt.
Heilige Märtyrerin Elisabeth, bitte zu Gott für uns.
Vereinigt mit den körperlosen Kräften, Gepriesene, und der Versammlung der Leidensdulder, bete zu Christus Gott auch für die von Ihm Abgewichenen und die Ihn Hassenden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch verschiedene Länder bist Du in Deinem zeitlichen Leben gereist, und jetzt erleuchtest Du uns mit geistlichem Glanz in den vielen Städten und Klöstern, wo Du gepriesen wirst.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die Stimme aller Engel ruft zu Dir, Jungfrau, den Palast und Thron Gottes: Freue Dich, durch die das Himmlische Reich gewährt wird, die Aufhebung des alten Verderbens und die ursprüngliche Schönheit der in der Unvernunft Vernichteten.
nach 9. Ode
Gestärkt durch das Kreuz Christi, heilige Märtyrerin Elisabeth, hast Du den Stolz der Henker zunichte gemacht, hast tapfer gelitten und empfingest von Christus den Ehrenkranz. Für uns betest Du, die wir Dich in Liebe verehren.
Jetzt, Theotokion: Es umgeben Dich gottweise Jungfrauen, Gottesgebärerin Maria, denn Du bist die Königin unseres Geschlechts, die Du Deinen Sohn herbeigeführt hast, Allreine, den Allkönig: zu Ihm, Mutter Jungfrau, bete für uns.
Stichiren zum Lob
Ton 8.
uf dem festen Fels des Bekenntnisses Gottes gegründet, hast Du, heilige Elisabeth, zusammen mit Varvara im Schacht von Alapajevsk gelitten, dadurch hast Du den inneren Feind, den Mörder, in den Abgrund versenkt und den Siegeskranz würdig empfangen.
Wir begehen Dein heiliges Gedenken, denn Du hast die Liebe Christi empfangen, und dessen Gebot, von den Propheten verkündet, heilige Märtyrerin, ist die Rettung der Seelen. Deshalb küssen wir gläubig die Stätte Deiner Reliquien, die reichlich Gnade ausströmt für die mit Glauben und Liebe Herbeiströmenden.
Gesegnet ist die heilige Stadt und das Kloster von Gethsemane, in dessen Kirche, heilige Märtyrerin Elisabeth und Nonne Varvara, Eure Leiber gelangten, denn Ihr seid mit königlichen Kronen geschmückt: Gottgefällige Schützerinnen, die Ihr die Feinde erschreckt und sie weit von Eurer Stadt und dem Kloster vertreibt, betet für die Rettung unserer Seelen.
In der fürstlichen Stadt Darmstadt begann Dein Weg, in die königliche Stadt Moskau bist Du gelangt, im Herzen und Geist aber schautest Du zum Jerusalem in der Höhe und hast das Martha und Maria Kloster gegründet. Dein sterblicher Leib aber nahm einen anderen Weg durch Sibirien und Kitaj, denn Deine Reliquien wurden ins ferne Jerusalem gebracht und im Kloster der heiligen Maria Magdalena niedergelegt, o Ruhm der Märtyrer und Lobpreis, Elisabeth ewigen Gedenkens.
Ehre: Heute kommt die Versammlung derer zusammen, die die Feste lieben, mit freudigem Antlitz und reinem Herzen, zu geistlich gebildetem Reigen, um Christus unseren Gott zu verherrlichen und seine Leidensdulder zu preisen: Großfürstin Elisabeth und die Nonne Varvara, die bewunderungswürdigen heiligen Märtyrerinnen, denn sie trugen ihr Blut wie kostbares Myron zu ihrem Bräutigam Christus und empfingen als Lohn von Ihm die unvergänglichen Kronen.
Jetzt, Theotokion: Ohne Samen empfingest Du aus dem Heiligen Geist, und wir besingen Dich mit Lobpreis: Freue Dich, allheilige Jungfrau.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Um Deinetwillen, Herr, / werden wir getötet den ganzen Tag.
Vers: Wir werden wie Schafe zum Schlachten erachtet.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer
Röm 8,28-39 ( Stelle lesen: Röm 8,28-39 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Gott ist unsere Zuflucht und Kraft, die Hilfe in den Nöten, die uns mächtig umfangen.
Vers: Herr, rette den König und erhöre uns am Tag, an dem wir zu Dir rufen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Wenn die Welt euch hasst, wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr aus der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieben; weil ihr aber nicht aus der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenket des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort bewahrt haben, werden sie auch das eure bewahren. Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie gesehen und sowohl mich gehasst als auch meinen Vater. Aber dies geschieht, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: «Sie haben mich grundlos gehasst.» Wenn aber der Tröster kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird jener für mich Zeugnis geben. Aber auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Dies habe ich euch gesagt, damit ihr kein Ärgernis nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt indessen eine Stunde, dass jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen. Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater erkannt haben noch mich. (Joh 15, 18 - 16, 3)*
Im Anschluss der Liturgie

Ordnung der Orthodoxie

Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Sonntag der Orthodoxie, feiert die Kirche Christi die Erneuerung der heiligen und ehrwürdigen Ikonen, die unter Michael und Theodora, der heiligen und überaus seligen Kaiserin, und dem heiligen Methodios, dem Patriarchen von Konstantinopel, erfolgte.
Nach der Liturgie kommen, während der Bischof an seinem gewöhnlichen Platz eingekleidet steht, aus dem Altar die Archimandriten, Äbte, Priester und Diakone: Die Priester tragen dabei die Ikonen des Erlösers und der Gottesgebärerin heraus und legen sie inmitten der Kirche auf Pulte.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet unser Gott allezeit, jetzt und immerdar, und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Und ebenfalls:
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
     L: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 74
Wir wollen Dich bekennen, o Gott, wir wollen Dich bekennen und anrufen Deinen Namen. Erzählen will ich all Deine Wundertaten. "Wann Ich die rechte Zeit nehme, werde Ich in Aufrichtigkeit richten. Die Erde schmolz und alle, die auf ihr wohnen; Ich aber habe ihre Säulen befestigt." Ich sagte den gesetzwidrig Handelnden: "Handelt nicht gesetzwidrig.", und denen, die sündigen: "Erhöhet kein Horn. Erhebet nicht euer Horn in die Höhe, und redet nicht Ungerechtigkeit wider Gott. Denn nicht kommt es von den Ausgängen, noch von den Untergängen oder den wüsten Bergen; denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt und jenen erhöht Er; denn in der Hand des Herrn ist ein Kelch ungemischten Weines und einer voll der Mischung. Und Er goss ihn aus diesem in jenen Kelch, nur sein Bodensatz wurde nicht ausgeleert, trinken werden ihn alle Sünder der Erde." Ich aber will frohlocken auf ewig, will singen dem Gott Jakobs. Und alle Hörner der Sünder werde ich zermalmen, doch das Horn des Gerechten wird erhöht werden.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Bei jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Auf dass Er mit barmherzigem Auge auf Seine heilige Kirche herabsehe und sie ohne Schaden und unbesiegt von den Häresien und Aberglauben bewahre, und sie mit seinem Frieden umgebe, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass Er ihre Zerreißung stille, und durch die Kraft des Heiligen Geistes alle Abgewichenen zur Erkenntnis der Wahrheit zurückwende und sie Seiner auserwählten Herde hinzuzähle, lasst uns zum Herrn beten.
D: Auf dass er die durch Unglauben verfinsterten Gedanken durch das Licht Seiner Gotteserkenntnis erleuchte, Seine Gläubigen aber stärke und ohne Wanken im rechten Glauben bewahre, lasst uns zum Herrn beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn, Gefahr und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
Ausrufung: P: Denn Dir gebührt alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Und: Gott ist der Herr, Ton 4. Der Diakon ruft die Verse aus.
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr... Der Chor antwortet zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropar, Ton 4:
Ch: Als Deine dankenden, unwürdigen Knechte preisen wir Dich, lobsingend für Deine großen an uns geschehenen Wohltaten. Wir loben, danken, besingen und preisen Deine Güte und rufen mit der Liebe der Knechte zu Dir: Wohltäter, unser Erretter, Ehre Dir.
Ehre, Ton 3:
Da wir Deiner Wohltaten und Gaben grundlos als unnütze Knechte gewürdigt wurden, Gebieter, streben wir von Herzen zu Dir, bringen Dir Dankbarkeit nach Kräften dar und preisen Dich als den Wohltäter und Schöpfer, indem wir singen: Ehre Dir, über alles freigiebiger Gott.
Jetzt, Ton 4.
Da Du die Pracht der hohen Feste und die niedere Schönheit der Wohnstatt Deiner Herrlichkeit gezeigt hast, Herr, festige sie in alle Ewigkeit und nimm unsere in ihr unaufhörlich dargebrachten Gebete durch die Gottesgebärerin an, Du Leben und Auferstehung aller.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
Leser, Prokimenon, Ton 4:
Gepflanzt im Hause des Herrn / blühen sie auf in unseres Gottes Höfen.
Vers: Der Gerechte jubelt im Herrn und hofft auf Ihn.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasst uns aufmerken.
Apostel (Röm 16, 17 - 20):
     L: Brüder, ich bitte Euch, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen. Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Der Priester segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Evangelium nach Matthäus (Mt 18, 10 - 20):
P: Der Herr sprach: sehet zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, dass ihre Engel in ‹den› Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters erblicken, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu erretten. Was dünkt euch? Wenn einem Menschen hundert Schafe zuteil wurden und eines von ihnen sich verirrte, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, amen, ich sage euch: er freut sich mehr über dasselbe, als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist es nicht ‹der› Wille vor eurem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›, dass eines dieser Kleinen verloren gehe. Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, ‹so› gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, ‹so› hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit durch ‹den› Mund zweier oder dreier Zeugen jedes Wort stehe. Wenn er sie aber überhört, ‹so› sage ‹es› der Kirche‹ngemeinde›; wenn er aber auch die Kirche‹ngemeinde› überhört, ‹so› sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Amen, ich sage euch: Was immer ihr bindet auf Erden, wird gebunden sein im Himmel, und was immer ihr löset auf Erden, wird gelöst sein im Himmel. Wiederum, amen, sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinstimmen in jedweder Sache, die sie erflehen, ‹so› wird es ihnen ‹zuteil› werden von meinem Vater, der in ‹den› Himmeln ‹ist›. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Dann die inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes des Vorstehers und der Gemeindeglieder dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
D: Der Du nicht den Tod der Sünder willst, sondern ihre Umkehr und Reue erwartest, bekehre alle Abgewichenen zu Deiner Heiligen Kirche, wir beten zu Dir barmherziger Herr, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du diese Welt zu Deiner Ehre eingerichtet hast, bewirke, dass auch die Deinem Worte sich Widersetzenden umkehren und Dich, unseren Gott, zusammen mit allen Gläubigen in dem wahren Glauben und der wahren Frömmigkeit preisen, wir beten zu Dir, Allmächtiger Schöpfer, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Der Du uns Dein Gebot gabst, dass wir Dich, unseren Gott, und unseren Nächsten lieben sollen, bewirke, dass Haß, Feindschaft, Groll und die übrigen Gesetzlosigkeiten aufhören, dass aber die wahre Liebe in unseren Herzen herrschen möge, wir beten zu Dir, unserem Erretter, erhöre uns und erbarme Dich in Güte.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Gebet:
P: Allerhöchster Gott, Gebieter und Schöpfer aller Schöpfung, der Du alles mit Deiner Pracht erfüllst und durch Deine Kraft zusammenhältst, Dir dem alles gebenden Herrn bringen wir Unwürdige Danksagung dar, dafür dass Du uns nicht um unserer Gesetzlosigkeiten verstößt, sondern uns vielmehr mit Deiner Gnade zuvorkommst. Du sandtest zu unserer Erlösung Deinen eingeborenen Sohn und wohlverkündetest Deine maßlose Herablassung zum Menschengeschlecht: denn mit Willen willst Du und wartest darauf, dass wir uns zu Dir bekehren und gerettet werden: Du stärkst uns herabkommend zur Schwäche unserer Natur durch die allmächtige Gnade Deines Heiligen Geistes, Du tröstest uns durch den rettenden Glauben und die vollkommene Hoffnung der ewigen Güter und, indem Du Deine Auserwählten auf das hohe Zion führst, behütest Du sie wie den Augapfel. Wir bekennen, Herr, Deine große und beispiellose Menschenliebe und Barmherzigkeit. Da wir aber viele Ärgernisse sehen, beten wir eifrig zu Dir, Allgütiger Herr: Blicke auf Deine Kirche und sieh, wie wir Deine rettende Frohbotschaft zwar freudig aufnahmen, aber die Dornen der Eitelkeit und die Leidenschaften machen sie bei einigen wenig fruchtbar, bei anderen ganz fruchtlos, und indem sie sich durch die Vermehrung der Gesetzlosigkeiten, teils durch Häresien, teils durch Abspaltung und Unglauben Deiner evangelischen Wahrheit widersetzen, weichen sie von Deinem Erbe ab. Sie lehnen Deine Gnade ab und unterwerfen sich dem Gericht Deines Allheiligen Wortes. Allbarmherziger und Allmächtiger, nicht bis zum Ende zürnender Herr. Sei milde, betet zu Dir Deine Kirche, indem sie Dir den Beginner und Vollender unseres Heils, Jesus Christus, vorstellt, Sei uns gnädig, festige uns im rechten Glauben durch Deine Kraft, den Irrenden aber erleuchte die Verstandesaugen durch Dein göttliches Licht, auf dass sie Seine Wahrheit erkennen: Erweiche ihre Verhärtung und öffne das Gehör, auf dass sie Deine Stimme erkennen und sich zu Dir, unserem Heiland, zurückwenden. Bessere, o Herr, die Verkehrtheit anderer und das mit der christlichen Frömmigkeit nicht übereinstimmende Leben. Mache, dass alle heilig und unbefleckt leben: So wird der rettende Glauben einwurzeln und in unseren Herzen fruchtbringend werden. Wende Dein Antlitz nicht von uns ab, o Herr. Verleihe uns die Freude Deines Heils: Gib, o Herr, auch den Hirten Deiner Kirche heiligen Eifer. Und erfülle ihre Sorge um die Rettung und Bekehrung der Verirrten mit dem Geist des Evangeliums: auf dass wir so geführt dorthin gelangen, wo die Vollendung des Glaubens, die Erfüllung der Hoffnung und wahre Liebe ist; und auf dass wir dort mit den Chören der makellosen himmlischen Mächte Dich unseren Herrn, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist verherrlichen in alle Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Dann ruft der Diakon (oder der Priester) aus (der Chor wiederholt er nicht):
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Dann mit erhobener Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Und wieder mit allerhöchster Stimme:
D: Wer ist ein Gott so groß wie unser Gott? Du bist der einzige Gott, der Wunder tut.
Der Diakon fährt also fort:
D: Da wir, orthodoxe Menschen, den Tag der Orthodoxie feiern, lasst uns wiederum den Urheber aller Güter, Gott, preisen, der gepriesen ist in Ewigkeit. Dieser ist unser Gott, Der Sein geliebtes Erbe, die Heilige Kirche, erhält und festigt, Der die durch die Übertretung der Vorväter Gefallenen durch Sein untrügliches Wort tröstet, da Er ihr Fundament im Paradies legte: dieser ist unser Gott, Der mit der Hand zu dieser rettenden Verheißung führte, ließ sich nicht unbezeugt, sondern, da Er wollte, dass Rettung sei, vorherverkündigte Er zuerst durch Vorväter und Propheten und schrieb lebendig auf verschiedene Arten: Dieser ist unser Gott, Der vielmalig und vielartig einst zu den Vätern in den Propheten sprach, und am Ende dieser Tage zu uns im Sohn, durch Den Er auch die Ewigkeiten schuf, sprach. Jener verkündigte das Väterliche Wohlwollen über uns, öffnete die himmlischen Geheimnisse, überzeugte durch die Kraft des Heiligen Geistes von der Wahrheit der Frohbotschaft, sandte die Apostel in alle Welt, um die Frohbotschaft des Reiches zu predigen, Er bekräftigte jene durch verschiedene Kräfte und Wunder. Dieser rettenden Offenbarung folgend und diese Frohbotschaft bewahrend.
Glauben wir an den Einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes Einziggeborenen Sohn, der vom Vater gezeugt ist vor allen Zeiten, Licht vom Licht, den wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht erschaffen, gleichen Wesens mit dem Vater, durch Den alles erschaffen ist; Der um uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabgekommen und Fleisch geworden ist vom Heiligen Geiste und Maria, der Jungfrau, und Mensch geworden ist; Der für uns gekreuzigt worden ist unter Pontius Pilatus, gelitten hat und begraben worden ist und am dritten Tage auferstanden ist gemäß den Schriften, Der aufgefahren ist in die Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters; Der wiederkommen wird mit Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; Dessen Herrschaft kein Ende haben wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, Den Lebenschaffenden, Der vom Vater ausgeht, Der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, Der durch die Propheten gesprochen hat. An die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden, ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Zeit. Amen.
Dies ist der apostolische Glaube, dies ist der väterliche Glaube, dies ist der orthodoxe Glaube, dieser Glaube hat die Welt befestigt.
Also nehmen wir die Konzile der heiligen Väter und ihre Überlieferungen und Schriften, die mit der Göttlichen Offenbarung übereinstimmen, an und bekräftigen sie.
Allen aber denjenigen, die sich in Worten, Schriften, Lehren, Leiden und Gottgefälligem Leben um die Orthodoxie mühten, sowie ihren Schützern und Förderern jubelt die Kirche Christi, indem sie ihr jährliches Gedächtnis vollzieht, zu:
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, viele Jahre.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem heiligen und apostelgleichen Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Dem rechtgläubigen Großfürsten Wladimir und der rechtgläubigen Großfürstin Olga, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Den gelittenen und getöteten für den orthodoxen Glauben und das Vaterland, den Anführern und Kriegern, und allen orthodoxen Christen, die im wahren Glauben und Frömmigkeit und Hoffnung auf die Auferstehung verstorben sind, ewiges Gedächtnis.
     Ch: Ewiges Gedächtnis, dreimal.
D: Da die Orthodoxe Kirche Christi feierlich derjenigen gedenkt, die sich in der Frömmigkeit mühten, und dieses allen ihren den Namen Christi tragenden Kindern zur Nacheiferung vorstellt, hat sie auch die Pflicht, die Mühen derer zu loben, die sich jetzt durch den rettenden Glauben und die Tugenden zur ewigen Seligkeit vorbereiten und die Orthodoxie festigen.
Unserem großen Herrn und Vater Kyrill, dem Heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den heiligsten orthodoxen Patriarchen, von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem und den übrigen heiligsten orthodoxen Vorstehern, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem Herrn, dem hochgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Den hochgeweihten orthodoxen Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen und dem ganzen geheiligten Klerus, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschützen, viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthodoxen Christen, die den errettenden Glauben recht behalten und der Kirche Christi untertan sind, gibt, Herr, Frieden, langes Leben, Fülle der irdischen Güter und viele Jahre.
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
P: Heilige Dreiheit, verherrliche diese und stärke sie ganz bis zum Ende in der Rechtgläubigkeit. Diejenigen aber, die sich von dem heiligen und errettendem orthodoxen Glauben und der Kirche Christi abwenden, kehre um und mache, dass alle zur Erkenntnis Deiner ewigen Wahrheit kommen, durch die Gebete unserer Allreinen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria und aller Heiligen.
Ch: Amen.
P: Ehre Dir, o Gott, unserem Wohltäter in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Loblied des hl. Ambrosius:
Ch: Dich, Gott, loben wir, Dich, den Herrn, bekennen wir; Dich, den urewigen Vater, rühmt die ganze Erde. Dir rufen alle Engel, die Himmel und alle Kräfte, Dir rufen die Cherubim und Seraphim mit unaufhörlicher Stimme zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von der Herrlichkeit Deiner Majestät. Es preist Dich der Apostel ruhmreicher Chor, der Propheten gepriesene Zahl, der Märtyrer strahlendes Heer. Auf dem ganzen Erdkreis bekennt Dich die Heilige Kirche, Dich, den Vater von unerforschlicher Größe, Deinen angebeteten, wahren und einzigen Sohn, und den Tröster, den Heiligen Geist. Du, Christus, König der Herrlichkeit, bist des Vaters ewiger Sohn. Uns zu erlösen hast Du den Schoß der Jungfrau nicht verschmäht und Gestalt des Menschen angenommen. Du hast den Stachel des Todes überwunden und den Gläubigen das Himmelreich erschlossen. Du thronst zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters. Als Richter wirst Du wiederkommen - das glauben wir. So bitten wir Dich: Hilf Deinen Dienern, die Du mit Deinem kostbaren Blut erkauft hast. Lass uns in Deiner ewigen Herrlichkeit mit Deinen Heiligen herrschen. Rette Dein Volk, o Herr, und segne Dein Erbe, leite und erhöhe es in Ewigkeit. Alle Tage preisen wir Dich und loben Deinen Namen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Herr, gewähre uns, dass wir heute vor jeglicher Sünde bewahrt werden. Erbarme Dich unser, Herr, erbarme Dich unser. Deine Gnade walte über uns, die wir auf Dich hoffen. Auf Dich, Herr, hoffen wir; lass uns nicht zuschanden werden in Ewigkeit. Amen.
Während des Gesangs küssen alle die Heiligen Ikonen auf den Pulten, wonach die Entlassung gesprochen wird.
P: Ehre Dir Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
Der Priester spricht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Russland, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottgeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte sie, o Herr, auf viele Jahre.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Übersetzungskommission der OBKD, Hypodiakon Nikolaj Thon, Unbekannter Übersetzer und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
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