Minäon vom 11. August
Nachfeier der Verklärung 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( nach: Am dritten Tage )
Eine Gestalt hast du, Christus, angenommen * aus Mitleid mit Adam, dem ersten Menschen, * und bist erschienen aus der Jungfrau als zweiter Adam. * Doch auf dem Berge Thabor wardst du, * mein Erretter, umgestaltet * und hast enthüllt deine Gottheit.
Außer sich waren die Auserwählten * der Gnade und des Gesetzes, * als sie deinen Gestaltwandel schauten * auf dem Berge, o Christus. * Mit ihnen beten wir dich an * samt deinem Vater und dem Geiste.
Erleuchtet wird hell die Schöpfung * durch deinen Gestaltwandel, o Christus, * den auf dem Thabor den göttlichen Aposteln * wie dem Moses und dem Elias, * du als Gott, der Seiende, zeigtest * mehr als die Sonne unsagbar glänzend.
Ton 4.
Jetzt, Theotokion: Der Berg, einst dunkel und rauchverhangen, * nun ist er kostbar und heilig, * da deine Füße, o Herr, auf ihm haben gestanden. * Denn als Mysterium, von Ewigkeit verborgen, * ist aufgegangen der schauervolle Wandel deiner Gestalt, * in den letzten Zeiten * dem Petrus, Johannes und Jakobus. * Doch da sie nicht konnten ertragen * das Strahlen deines Angesichts * und das Leuchten deiner Gewänder, * sanken sie nieder * zur Erde auf ihr Angesicht. * Sie gerieten außer sich * und wunderten sich, als sie sahen, * wie mit dir sprachen Moses und Elias, * über das, was sich mit dir sollte ereignen. * Und die Stimme des Vaters * legte Zeugnis ab mit den Worten: * Dieser ist mein Sohn, der geliebte, * an dem ich habe mein Wohlgefallen. * Ihn sollt ihr hören! * Er ist es, der auch schenkt der Welt das große Erbamen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( nach: Haus Ephratha )
Da die Natur aus Adam * du zurück willst, Christus, kaufen, * du den Berg Thabor nun ersteigest, * um zu enthüllen * den Jüngern deine Gottheit.
Dein sind die Himmel, die Erde ist dein; den Erdkreis und was ihn erfüllt, * du hast ihn gegründet.
Der Glanz dreifacher Helligkeit * deiner göttlichen Herrlichkeit, * der erstrahlt ist, Erretter, * unsagbar auf dem Berge Thabor, * hat alles in Licht getaucht.
Thabor und Hermon, * sie werden jubeln in deinem Namen.
Als die Jünger plötzlich schauten * die gleißende Pracht deines Kleides * und deiner ganzen Erscheinung, * da fielen sie nieder * zur Erde, o Logos, auf ihr Angesicht.
Ton 4.
Jetzt, Theotokion: Als auf dem hohen Berge, Erretter, * deine Gestalt wurde verwandelt * und du bei dir hattest die Häupter der Jünger, * da erstrahltest du in Herrlichkeit. * Und so ließest du erkennen, * dass jene, die sich hervortun * durch die Höhe der Tugenden, * auch werden gewürdigt göttlicher Herrlichkeit. * Da aber Moses und Elias * redeten mit Christus, * zeigten sie, dass er herrscht über Lebende und Tote * und dass er als Gott es war, * der einstmals hat gesprochen * durch Gesetz und Propheten. * Für ihn gab auch Zeugnis * die Stimme des Vaters, * als sie sprach aus lichter Wolke: * Auf ihn sollt ihr hören, * der durch das Kreuz den Hades beraubt * und den Toten schenkt das ewige Leben.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde.
Vers: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist du gar sehr.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde.
Vers: Selig das Volk, das Jubelruf kennt.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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