Minäon vom 14. Oktober
Burkardt, erster Bischof von Würzburg 
Anmerkungen
Dieser Gottesdienst wurde vom Erzpriester Peter Plank zur Verehrung lokaler deutscher Heiliger gedichtet und wurde bisher nicht in die offiziellen Menäen der Orthodoxen Kirche aufgenommen.
Die von Erzp. Peter gedichtete Akoluthie auf den hl. Burkard v. Würzburg enthält keine eigenen Stichera auf den Heiligen zum Stichos. Das Sticheron wurde daher aus der Akoluthie übernommen, die Erzp. Peter zum Sonntag aller fränkischen Heiligen gedichtet hat.
Der Hl. Bruno war Bischof von Würzburg von 742 bis 753.
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Wie einstmals die Apostel / hast du in deine Nachfolge gerufen / aus dem Volke der Angelsachsen jene, die du wolltest. / Sie verließen die Fischernetze ihrer Väter, / ließen die Toten ihre Toten begraben / und warfen aus auf dein Geheiß, o Christus, / als Menschenfischer / deine Netze in unserem Lande. / So sind sie unsere Väter im Glauben geworden, / Willibrord, Bonifatius und Burkardt zumal, / den du der Stadt Würzburg hast geschenkt / als ihrer Bischöfe ersten. / So hör auch jetzt auf seine Bitten, / da er bei dir sich freut des seligen Lebens, // und erbarme dich unser. (3x)
Dem heiligen Kilian / und seinen Gefährten, / die du von der grünen Insel uns als Boten gesandt, / ließest du folgen, o Herr, / aus England den heiligen Bischof Burkardt. / In ihm hast du selbst dein Volk aufs Neue heimgesucht / und ihm Erlösung bereitet. / So hör auch jetzt auf seine Bitten, / da er bei dir sich freut des seligen Lebens, // und erbarme dich unser. (3x)
Du bist kein Gott der Unordnung, / sondern der Gott des Friedens. / Deshalb hast du entsandt in deinen Weinberg am Main / deinen frommen Diener Burkardt, / dass er hege und pflege dein Erbe, / es entsteine, bewässere und umfriede. / So hör auch jetzt auf seine Bitten, / da er bei dir sich freut des seligen Lebens, // und erbarme dich unser. (2x)
Ton 2.
Ehre: Burkardt, den heiligen, lasst, Gläubige, uns heute ehren / und feiern das Gedächtnis / der Übertragung seiner Heilung spendenden Gebeine / in seine ẹigene Gründung am Fluss, / da er selbst hat feierlich erhoben und verehrt / die kostbaren Gebeine des Martyrers Kilian und seiner Gefährten. / Denn wie sịe hat er in seinem Leibe / Gott auf Erden verherrlicht. / Und so verherrlicht sich Gott selber im Leibe seines Dieners / und verlẹiht ihm wunderbare Kräfte. / So lasst uns rufen voll Glauben und Vertrauen: // Wunderbar bist du, o Herr, in deinen Heiligen.
Jetzt, Theotokion: Es verging der Schatten des Gesetzes, / als da kam die Gnade. / Denn wie der Dornbusch in Flammen stand, / ohne zu verbrennen, / so gebar die Jungfrau / und ist doch Jungfrau geblieben. / Anstẹlle der Feuersäule / ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, // anstelle des Moses Christus, das Heil unserer Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch der Sprüche
Das Gedenken des Gerechten geschieht unter Lobreden, und der Segen des Herrn kommt über sein Haupt. Selig der Mensch, der gefunden hat die Weisheit, und der Sterbliche, der kennt die Einsicht. Denn es ist besser, sie zu erwerben als Schätze von Gold und Silber. Denn sie ist kostbarer als wertvolle Steine. Nichts Schlechtes kann sich ihr entgegenstellen. Wohl bekannt ist sie allen, die sich ihr nähern. Nichts Kostbares wiegt sie auf. Aus ihrem Munde kommt hervor Gerechtigkeit, Gesetz und Erbarmen trägt sie auf der Zunge. Hört mich also, ihr Kinder, denn Erhabenes künde ich, und selig der Mensch, der achtet auf meine Wege. Denn meine Tore sind Tore des Lebens, und man verschafft sich Wohlgefallen vom Herrn. So rufe ich euch auf und lasse meine Stimme ergehen an die Menschensöhne: Ich, die Weisheit, habe ins Werk gesetzt den Ratschluss; die Erkenntnis und die Einsicht, ich habe sie zu mir gerufen. Mein ist der Ratschluss und die Gewissheit, mein die Einsicht und mein der Starkmut. Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, werden finden die Gnade. Seid bedacht auf Klugheit, ihr ohne Falsch, ihr Einfältigen, fasst euch ein Herz! Höret mich, und wiederum: Erhabenes künde ich, und ich eröffne von meinen Lippen her, was recht ist. Denn um die Wahrheit müht sich meine Kehle, und abscheulich sind vor mir lügnerische Lippen. Gerechtigkeit tragen in sich alle Worte meines Mundes. Nichts an ihnen ist tückisch und nichts gewunden. Alle sind sie recht den Einsichtigen und richtig denen, die finden Erkenntnis. Denn ich lehre euch Wahres, auf dass eure Hoffnung im Herrn sich gründet, und ihr werdet erfüllt sein vom Geiste. (Spr 10,7 ff)
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Ehre: Wie du einst hast gegeben, o Herr, / den Gebeinen des Propheten Elisäus / die Kraft, einen Toten zu beleben, / so verleihst du auch in unserer Zeit / den Reliquien deines Heiligen / Wunderkräfte nach deinem Willen. / So wallen wir zu der Grabstätte deines Zeugen Burkardt, / verehren fromm seine Gebeine / und erflehen Hilfe in unseren Nöten. / Denn nicht der Gott der Toten bist du, / sondern der Gott derer, die leben auf ewig // kraft deiner Auferstehung.
Jetzt, Theotokion: Mein Schöpfer und Erlöser, / Christus, der Herr, / der hervorging, Allreine, aus deinem Schoße, / bekleidet mit meiner Natur, / er hat befreit den Adam / vom Fluche der Vorzeit. / So rufen wir dir, Allreine, / als der Mutter Gottes und wahrhaften Jungfrau, / ohne zu verstummen, / das „Sei gegrüßt“ des Engels: / Sei gegrüßt, Gebieterin, / Schutz, Schirm und Errettung // unserer Seelen.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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