Minäon vom 13. September
Gedächtnis der Einweihung der Auferstehungskirche in Jerusalem 
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Das Tempelweihfest zu begehen, * hält das alte Gesetz zwar für geziemend, * doch mehr noch, das Neue durch ein Weihefest zu feiern. * Denn die Inseln werden Gott geweht, * so sagt Isaïas. * Unter diesen aber sind zu verstehen * die Kirchen aus den Heiden, * die jüngst erst sind entstanden * und haben Festigkeit bekommen, * auf der Gott kann wandeln. * Deshalb feiern auch wir auf geistige Weise * das gegenwärtige Weihefest.
Weihet euch neu, ihr Brüder, * legt ab den alten Menschen * und wandelt in neuer Frische des Lebens. * Legt all dem einen Zügel an, * woraus der Tod erfließt. * Lasst alle Glieder uns bezähmen * und hassen alle schädliche Speise vom Baume * und nur darum gedenken des Alten, * damit wir davor fliehen. * So weiht sich neu der Mensch, * so wird des Weihefestes Tag in Ehren begangen.
( von Anatolios )
Gesetzt hast du als Turm der Stärke * deine Kirche, o Christus, * du urewiger Logos. * Du hast sie gegründet * auf den Felsen des Glaubens. * Deshalb bleibt sie unerschütterlich in Ewigkeit, * und sie besitzt dich, der du bist Mensch geworden * um ihretwillen unveränderlich * in den letzten Zeiten. * Darum danken wir dir * und besingen dich mit den Worten: * Du bist vor den Ewigkeiten und in Ewigkeit. * Du bist auch unser König; Ehre sei dir.
( von Ioannes Monachos )
Ehre: Da wir begehen, o Herr, * der Einweihung Gedächtnis, * verehren wir dich als Spender der Heiligung * und bitten, dass werden geheiligt * die Sinne unserer Seelen * auf die Bitte der gepriesenen Sieger im Kampfe, * du guter Allgewaltiger.
Parimien
Lesung aus dem ersten Buch Samuel
Es stand Salomon vor dem Opferaltar des Herrn, angesichts der ganzen Gemeinde Israel, und streckte seine Hände zum Himmel aus und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott wie du im Himmel oben und auf der Erde unten. Wenn der Himmel des Himmels dir nicht genügt, wie dann dieses Haus, das ich errichtet habe in deinem Namen? Gleichwohl wirst du auf meine Bitte achten, Herr Gott Israels, um zu hören die Bitte und das Gebet, das dein Knecht vor dein Angesicht trägt. Er bringt es heute vor dich, dass deine Augen offen seien auf dieses Haus hin, von dem du gesagt hast, dein Name werde dort wohnen, um zu erhören das Gebet, das dein Diener an diesem Orte darbringt bei Tag und Nacht. Mögest du erhören das Flehen deines Dieners und deines Volkes Israel, das immer Sie darbringen mögen an diesem Ort. Mögest du es erhören an dem Orte deines Wohnens im Himmel, und es tun und ihnen gnädig sein. (1 Sam 8,22-23.27-31)
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( von Anatolios )
Ehre: Da wir das Weihefest begehen * des hochheiligen Tempels deiner Auferstehung, * ehren wir dich, o Herr, der du ihn hast geheiligt * und ihn vollendet durch deine selbstgestaltende Gnade. * Du erfreust dich an den mystischen und heiligen Feiern, * die in ihm als heilige Handlungen die Gläubigen vollziehen. * Du nimmst entgegen aus der Hand deiner Diener * die unblutigen und makellosen Opfer * und schenkst dafür jenen, die sie darbringen in rechter Weise, * die Reinigung von den Sünden * und das große Erbarmen.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
nach 9. Ode
Sie, welche du, о Wort, durch dein kostbares Blut erkauft hast, die heilige Kirche, hoch wunderbar und allgeehrt, erneuere sie durch deinen gütigen Geist; kräftige durch dein hochgöttliches Strahlen die, welche im Lobpreis würdig die Erneuerung deines Tempels verherrlichen.
Stichiren zum Lob
Ton 4.
Heute wird das lichttragende Haus der Auferstehung Christi, das göttliche, heilige und ehrwürdige, strahlend erneuert; und das Grab gibt der Welt göttliches Leben, schenkt die unsterbliche Quelle, lässt fließen Ströme wunderbarer Gnade, lässt reichlich strö-men die Wasser und gewährt Heilung jenen, welche gläubig es besingen.
Ton 1.
Werde neu, werde neu, neues Jerusalem; denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. dies ist das Haus, das der Vater erbaut: dies ist das Haus, das der Sohn befestigt; dies ist das Haus, das der Heilige Geist erneuert hat, zu erleuchten, zu kräftigen und zu heiligen unsere Seelen.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Deinem Hause gebühret Heiligkeit, Herr, / in die Länge der Tage.
Vers: Der Herr ward König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die HabräerHebr 3,1-4 ( Stelle lesen: Hebr 3,1-4 ) Alleluïa zur Liturgie
Ton 2.
Seine Grundfesten sind auf den heiligen Bergen.
Vers: Herrliches wurde über dich gesagt, Stadt Gottes.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Als aber Jesus in die ‹Landes›teile von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Wer sagen die Menschen, dass ich, der Menschensohn, sei? Sie aber sagten: Die einen: Johannes der Täufer; andere aber: Elias; und wieder andere: Jeremias, oder einer der Propheten. Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was saget ihr, wer ich sei? Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Barjona; denn Fleisch und Blut haben ‹es› dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ‹ist›. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, ‹das heißt der Felsblock›, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen. (Mt 16, 13-18)*
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Übersetzungskommission der OBKD, Thomas Brodehl und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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