Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Donnerstag, dem 19. Januar 2023
(06. Januar 2023 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

32. Woche nach Pfingsten. Ton 6.
Vorabend der Theophanie.
Länge:

Inhaltsangabe

Königliche Stunden
Erste Stunde
Dritte Stunde
Sechste Stunde
Neunte Stunde
Typika
Große Vesper
Große Wasserweihe
„Über das heilige Wasser sei allen bekannt, dass diejenigen, die sich vom heiligen Wasser um des Essens willen fernhalten nicht Gutes tun.“ (Gemeint sind Menschen, die das geweihte Wasser am Abend aus der Frömmigkeit heraus nicht trinken, weil sie an dem Tag bereits gegessen haben.) „Denn die Gnade Gottes ward gegeben zur Heiligung der Welt und aller Geschöpfe. Es wird auch an allen Orten besprengt, selbst an schmutzigen, und überall unter unseren Füßen. Wo ist also der Sinn, es nicht zu trinken? Wisse, dass die Unreinheit in uns nicht wegen dem Essen ist, sondern wegen unseren unreinen Taten. Von diesen aber gereinigt trinken wir ohne Zweifel dieses heilige Wasser... Deshalb sollen alle selbst zur Mitternacht dieses Fests das Wasser schöpfen und es in Häuser tragen, und bewahren, und das ganze Jahr über aufbewahren, denn heute werden die Wasser geheiligt. Dazu gibt es ein sichtbares Zeichen, denn dieses Wasser wird über lange Zeit nicht schlecht, auch ein ganzes Jahr, und zwei, und drei, und viele. Das Wasser, das heute geschöpft wird, bleibt ganz und frisch. Selbst nach so langer Zeit ist es ähnlich wie Wasser, das frisch aus einer Quelle geschöpft wird.“ (Typikon vom 6. Januar, 1. Notiz)
Beim Essen fasten wir: „Wir gehen in den Speisesaal und essen mit Öl, und trinken Wein. Doch Käse und ihm ähnliches sowie Fisch wagen wir nicht zu essen, da es in den göttlichen Geboten untersagt ist.“ (Typikon vom 6. Januar)
Diese Regel bezieht sich auf den Abend des 5. Januar, da die Vesper mit der Basileiosliturgie ursprünglich am Abend vor der Theophanie zelebriert wurde. Als Vorbereitung auf die Liturgie und aus Ehrfurcht vor dem Fest hat man an dem Tag bis zum Abend nichts gegessen. Diese fromme Tradition ist in der Kirche bis heute erhalten geblieben: am 5. Januar ist es üblich, bis zum Erscheinen des ersten Sterns am Himmel nichts zu essen.
„Man sollte wissen: Für den Fall, dass der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder Sonntag fällt, gibt es kein Fasten. Die Tropare der Königlichen Stunden mit den Lesungen werden am Samstag und Sonntag nicht gesungen. Stattdessen singen wir die Königlichen Stunden am Freitag so, wie es sonst üblich ist. Wir sprechen das Glaubensbekenntnis, den Psalm 33: Segnen will ich den Herrn… und die Entlassung.“ (Typikon vom 5. Januar, Notiz) „Man sollte wissen: wenn der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder einen Sonntag fällt, gibt es kein Fasten. Es gibt die Chrysostomusliturgie zur üblichen Zeit, wie immer. Nach der Entlassung der Liturgie gehen wir nicht in den Speisesaal, sondern setzen uns im Vorraum der Kirche hin, der Koch gibt jedem entweder ein Stück Brot oder wenig Weizenbrot mit wenigen Feigen und Datteln sowie jedem einen Becher Wein, damit es nicht Fasten genannt wird, da wir auf die Abendversammlung warten. Danach gehen wir in unsere Zimmer und schweigen bis zur Abendzeit. Die Liturgie des Großen Basileios wird am Tag des Fests selbst zelebriert.“ (Typikon vom 6. Januar, 2. Notiz)
Diese Anweisungen des Typikons bedeuten, dass wenn der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder einen Sonntag fällt, man nach der Liturgie bis zur Vesper etwas Essen ohne Öl essen darf. Siehe auch Typikon vom 5. Januar, Notiz: „Nach der Entlassung der Liturgie essen wir Brot und trinken einen Becher Wein. Vollständig essen wir nach der Entlassung der Vesper, mit Öl. Käse und Eier wagen wir an diesem Tag nicht zu uns zu nehmen.“

KÖNIGLICHE STUNDEN

Die Königlichen Stunden werden am Heiligabend vor der Geburt Christi, vor der Theophanie sowie am Karfreitag gelesen.
(Wenn der Heilige Abend vor der Geburt Christi oder vor der Theophanie auf einen Samstag oder Sonntag fällt, werden die Königlichen Stunden bereits am Freitag gelesen.)

ERSTE STUNDE

Die Königlichen Stunden werden mit geöffneten Heiligen Türen zelebriert. Der Priester bekleidet sich mit dem Epitrachilion, dem Phelonion und, traditionsgemäß, mit den Epimanikien. Er geht mit dem Evangeliar in den Händen aus dem Altar durch die Heiligen Türen in die Mitte der Kirche, wo gegenüber den Heiligen Türen ein Analogion steht. Im gehen der Kerzenträger und der Diakon voran, welcher das Weihrauchfass und eine Kerze trägt. Der Kerzenträger geht um das Analogion herum und stellt die Kerze davor auf. Der Priester legt das Evangeliar auf das Analogion und sprich den Segen zur ersten Stunde:
P: Gesegnet unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen. Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.

Trishagion bis Vater unser:

L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Mit dem Beginn der Psalmenlesung weihräuchert der Priester die Kirche. Im geht der Diakon mit der Kerze voran. Der Priester weihräuchert: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) den Altarraum, 3) die Ikonostase, 4) das Volk, 5) die gesamte Kirche, 6) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter), 7) wieder das Analogion mit dem Evangeliar von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 5: Nimm zu Ohren, Herr, meine Worte, habe acht auf mein Schreien. Merke auf die Stimme meines Flehens, mein König und mein Gott; denn zu Dir will ich beten, Herr. In der Frühe wollest Du meine Stimme hören, in der Frühe will ich hinzutreten zu Dir, und Du wollest auf mich schauen; denn Du bist kein Gott, der Gesetzlosigkeit will. Keiner, der Böses tut, wird wohnen bei Dir, und Gesetzesübertreter werden keinen Bestand haben vor Deinen Augen. Du hassest alle, die Gesetzlosigkeit wirken; vernichten wirst Du alle, die Lüge reden. Einen Mann des Blutes und einen Betrüger verabscheut der Herr. Ich aber will eintreten in Dein Haus in der Fülle Deines Erbarmens, will anbeten in Deiner Furcht zu Deinem heiligen Tempel hin. Herr, leite mich in Deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen, mache gerade vor Dir meinen Weg. Denn in ihrem Mund ist keine Wahrheit, ihr Herz ist eitel. Ein geöffnetes Grab ist ihr Schlund, mit ihren Zungen redeten sie trügerisch. Richte sie, o Gott. Scheitern sollen sie ob ihrer Pläne. Nach der Fülle ihrer Freveltaten stoße sie hinaus; denn erbittert haben sie Dich, o Herr. Doch frohgemut seien alle, die auf Dich hoffen, auf ewig sollen sie frohlocken; Du wirst in ihnen wohnen, und in Dir werden sich alle rühmen, die Deinen Namen lieben. Denn Du wirst segnen den Gerechten; Herr, wie mit einer Rüstung des Wohlgefallens hast Du uns umkränzt.
Psalm 22: Der Herr weidet mich, und nichts wird mir mangeln. Am Ort frischen Grases, dort ließ er mich lagern, am Wasser der Erquickung nährte er mich. Er brachte meine Seele zur Umkehr ‹und› leitete mich auf Pfade der Gerechtigkeit, um seines Namens willen. Wenn ich nämlich auch wandele inmitten des Todesschattens, werde ich ‹doch› kein Übel fürchten; denn du bist mit mir. Dein Stock und dein Stab, diese trösteten mich. Bereitet hast du vor mir einen Tisch, ins Angesicht derer, die mich bedrängen. Mein Haupt hast du mit Öl gesalbt, und dein Kelch macht mich trunken wie stärkster Trank. Nachfolgen wird mir dein Erbarmen alle Tage meines Lebens, und dass ich wohne im Hause des Herrn, ‹währt› in die Länge der Tage.
Psalm 26: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist der Beschirmer meines Lebens, vor wem sollte ich zagen? Zur Zeit, da Übeltäter sich wider mich nahten, um mein Fleisch zu fressen, wurden sie schwach und fielen, meine Bedränger und meine Feinde. Wenn sich ein Heerlager wider mich aufstellt, mein Herz wird sich nicht fürchten; wenn sich ein Krieg wider mich erhebt, in ‹meinem Herzen› hoffe ich. Eines habe ich erfleht vom Herrn, dies will ich suchen: zu wohnen im Hause des Herrn, alle Tage meines Lebens, zu schauen die Lieblichkeit des Herrn und zu besuchen seinen heiligen Tempel. Denn er barg mich in seinem Zelt am Tag meiner Übel, er beschützte mich im Verborgenen seines Zeltes, auf einem Felsen erhöhte er mich. Und nun, siehe, er hat mein Haupt erhöht wider meine Feinde. Ich ging ringsum und opferte in seinem Zelt ein Opfer des Lobes und des Jubelrufs: in Liedern und Psalmen will ich singen dem Herrn. Erhöre meine Stimme, Herr, mit der ich schrie: Erbarme dich meiner und erhöre mich. Zu dir sprach mein Herz: Den Herrn will ich suchen. Mein Angesicht hat dich gesucht: dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Wende nicht dein Angesicht von mir ab, und neige dich nicht weg im Zorn von deinem Knecht. Werde mein Helfer, jag mich nicht fort, und verlass mich nicht, o Gott, mein Erretter. Denn mein Vater und meine Mutter haben mich verlassen, der Herr aber nahm mich auf. Gib mir ein Gesetz, Herr, auf deinem Weg, und leite mich auf geradem Pfad, um meiner Feinde willen. Gib mich nicht preis den Seelen derer, die mich bedrängen; denn ungerechte Zeugen standen auf wider mich, und das Unrecht hat sich selbst belogen. Ich glaube, dass ich die Güter des Herrn sehen werde im Lande der Lebenden. Harre des Herrn, handle mannhaft; ja, stark sei dein Herz, und harre des Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Einst wandte sich um der Jordanfluß durch das Schaffell des Elisä'us, / nachdem Elias aufgenommen worden war; / es teilten sich die Wasser zu beiden Seiten / und das Feuchte wurde ihm trockener Weg, / in Wahrheit zum Vorbild der Taufe, / durch welche wir die strömende Furt des Lebens durchschreiten. // Christus ist im Jordan erschienen, die Wasser zu heiligen.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wie sollen wir dich nennen, Begnadete? Himmel? Denn du ließest uns aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit. Paradies? Denn du ließest uns sprießen die Blume der Unverweslichkeit. Jungfrau? Denn unversehrt bist du geblieben. Reine Mutter? Denn du hieltest in deinen Armen den Sohn, den Gott aller. Ihn bitte flehentlich, dass errettet werden unsere Seelen.
Tropare, Ton 8. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Heute wird die Natur der Gewässer geweiht, * und es spaltet sich der Jordan * und hält von der eigenen Strömung die Fluten zurück, * schauend den Gebieter, wie Er getauft wird! Zweimal.
L: Deshalb will ich deiner gedenken aus dem Land des Jordan und Hermon.
Ch: Gleich einem Menschen kamest Du in den Fluss, * Christus, König! * und verlangst, die Taufe der Knechte zu empfangen, o Guter, * von den Händen des Vorläufers, * um unserer Sünden willen, Menschenliebender!
L: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
Ch: Gleich einem Menschen kamest Du in den Fluss, * Christus, König! * und verlangst, die Taufe der Knechte zu empfangen, o Guter, * von den Händen des Vorläufers, * um unserer Sünden willen, Menschenliebender!
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ch: Auf die Stimme des Rufenden in der Wüste: * „Bereite den Weg des Herrn“, * kamst Du, o Herr, * Knechtsgestalt annehmend, * um die Taufe bittend, * der Du doch die Sünde nicht gekannt. * Es sahen Dich die Gewässer und erschraken; * es erzitterte der Vorläufer, * rief aus und sprach: * Wie vermag der Leuchter das Licht zu erleuchten? * Wie soll der Knecht die Hand auflegen dem Gebieter? * Heilige mich * und die Gewässer, o Erlöser, * der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt!
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: Auf die Stimme des Rufenden in der Wüste: * „Bereite den Weg des Herrn“, * kamst Du, o Herr, * Knechtsgestalt annehmend, * um die Taufe bittend, * der Du doch die Sünde nicht gekannt. * Es sahen Dich die Gewässer und erschraken; * es erzitterte der Vorläufer, * rief aus und sprach: * Wie vermag der Leuchter das Licht zu erleuchten? * Wie soll der Knecht die Hand auflegen dem Gebieter? * Heilige mich * und die Gewässer, o Erlöser, * der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt!

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. Es donnerte aus dem Himmel der Herr, und der Höchste gab seine Stimme.
     Ch: Es donnerte aus dem Himmel der Herr, und der Höchste gab seine Stimme.
Vers: Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke. Der Herr ist meine Feste.
     Ch: Es donnerte aus dem Himmel der Herr, und der Höchste gab seine Stimme.
L: Es donnerte aus dem Himmel der Herr.
     Ch: Und der Höchste gab seine Stimme.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Darum spricht der Herr: Freue dich, durstige Wüste, frohlocken soll die Wüste und erblühen wie eine Lilie. Aufblühen, sich freuen und frohlocken soll die Wüste am Jordan. Zuteil wurde ihr die Herrlichkeit des Libanon und der Wert des Karmel. So wird mein Volk die Herrlichkeit des Herren und die Erhabenheit Gottes sehen. Stärkt die erschlafften Hände und die erlahmten Knie. Sprecht Trost zu und sagt den kleinmütig Gesinnten: Seid stark und fürchtet euch nicht. Seht, unser Gott stellt das Recht wieder her und wird vergelten, er selbst wird kommen und uns erlösen. Dann werden geöffnet werden die Augen der Blinden und die Ohren der Tauben werden hören. Dann wird hüpfen der Gelähmte wie ein Hirsch und deutlich wird die Zunge der Stummen, denn hervorgebrochen ist in der Wüste Wasser und im durstigen Land ein Tal. Wasserlosigkeit wird in Auen herrschen und im durstigen Land wird sein eine Wasserquelle. Dort wird es Vogelgezwitscher geben, Unterstände für das Vieh, Getreide und Auen. Und ein reiner Weg wird dort sein, heiliger Weg wird er heißen; kein Unreiner darf dort vorübergehen, noch wird dort ein unreiner Weg sein. Die Zerstreuten aber werden kommen auf ihm und werden sich nicht verirren. Einen Löwen wird es dort nicht geben, noch soll ein gefährliches Tier auf ihm laufen oder dort zu finden sein. Vielmehr sollen auf ihm die Erlösten und vom Herrn Gesammelten kommen. Sie werden umkehren und nach Sion kommen mit Freude und Frohlocken und immerwährender Freude auf ihren Häuptern. Ja, ihnen wird Lob, Frohlocken und Freude auf ihren Häuptern widerfahren; entflohen sind Schmerz, Schmach und Seufzen. (Jes 35,1-10)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit tritt Johannes der Täufer auf und predigt in der Wüste von Judäa und spricht: „Geistet um; denn genaht hat sich das Königtum der Himmel.” Er ist nämlich derjenige, der angesagt worden ist von dem Propheten Isaïas, welcher spricht: «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade.» Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Nahrung aber war Heuschrecken und wilder Honig. Damals ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; und sie ließen sich von ihm im Jordan taufen, wobei sie ihre Sünden bekannten. Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: „Otternbrut! Wer hat euch unterwiesen, vor dem künftigen Zorn zu fliehen? Bringet also Frucht hervor, würdig des Umgeistens, und meinet nicht, bei euch selbst zu sagen: ‚Zum Vater haben wir den Abraham;‘ denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon aber ist auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt: jeder Baum nun, der nicht gute Frucht hervorbringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich zwar taufe euch im Wasser zum Umgeisten; der aber, welcher nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht genug bin; er wird euch taufen im Heiligen Geist und Feuer. (Mt 3, 1-11)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Verse der Stunde

L: Meine Schritte richte aus nach Deinem Spruch, und keinerlei Gesetzlosigkeit soll über mich herrschen. Erlöse mich von der Verleumdung der Menschen, auf dass ich Deine Gebote bewahre. Lass Dein Angesicht erscheinen über Deinem Knecht, und lehre mich Deine Ordnungen.
Erfüllt sei mein Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass ich besinge Deine Herrlichkeit, den ganzen Tag Deine Erhabenheit.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum... Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 4. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: In des Jordans Fluten steht heut’ der Gebieter, / und er ruft Johannes zu: / Mich nun zu taufen, zage nicht; / denn leiblich kam ich in diese Welt, // um ganz zu erretten Adam, den Erstgebildeten.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Gott, übe Mitleid mit uns und segne uns, Er lasse Sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme Sich unser.
Wir: Amen.
Der Priester lies folgendes Gebet: O Christus, wahres Licht, das erleuchtet und heiligt jeden Menschen, der in die Welt kommt; gezeichnet werde das Licht Deines Angesichtes auf uns, damit wir darin schauen das unzugängliche Licht, und lenke unsere Schritte zur Vollführung Deiner Gebote, auf die Fürbitten Deiner allreinen Mutter und aller Deiner Heiligen. Amen.

DRITTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Während der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine kleine Weihräucherung der Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) die Ikonostase, 3) den Vorsteher 4) das Volk, 5) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter) 6) das Analogion mit dem Evangelium von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 28: Bringet dem Herrn, ihr Söhne Gottes, bringet dem Herrn die Söhne von Widdern, bringet dem Herrn Verherrlichung und Ehre. Bringet dem Herrn Verherrlichung - seinem Namen, betet an den Herrn in seinem heiligen Hofe. Die Stimme des Herrn über den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnerte, der Herr über vielen Wassern. Die Stimme des Herrn in Stärke, die Stimme des Herrn in Erhabenheit. Die Stimme des Herrn, der da Zedern zerschmettert, ja, zerschmettern wird der Herr die Zedern des Libanon. Er wird den Libanon zermalmen wie das Kalb, und wie ein Sohn von Einhörnern ‹wird› der Geliebte ‹sein›. Die Stimme des Herrn, der da zerschlägt die Flamme des Feuers. Die Stimme des Herrn, der da erschüttert die Wüste, ja, erschüttern wird der Herr die Wüste von Kades. Die Stimme des Herrn, die Hirsche vollendet, ja, sie wird Wälder entblößen, und in seinem Tempel spricht ein jeder Verherrlichung. Der Herr wird der Sintflut eine Wohnstatt geben, ja, der Herr wird sich niedersetzen als König auf ewig. Der Herr wird Kraft geben seinem Volk, der Herr wird segnen sein Volk mit Frieden.
Psalm 41: Wie sich der Hirsch nach den Quellen der Wasser sehnt, so sehnt sich meine Seele nach dir, o Gott. Meine Seele dürstete nach Gott, dem Starken, dem Lebendigen: Wann werde ich kommen und vor dem Angesicht Gottes erscheinen? Meine Tränen sind mir zum Brot geworden Tag und Nacht, da man mir täglich sagte: Wo ist dein Gott? Dessen gedachte ich, und schüttete in mir meine Seele aus; denn hindurchziehen will ich am Ort des wunderbaren Zeltes - bis zum Hause Gottes - mit dem Ruf des Frohlockens und des Bekenntnisses, des Schalls eines Feiernden. Wozu bist du so sehr betrübt, meine Seele? Und wozu wühlst du mich auf? Hoffe auf Gott; denn bekennen will ich ihn: „Heil meines Angesichts und mein Gott.“ In mir ward aufgewühlt meine Seele. Deshalb will ich deiner gedenken aus dem Land des Jordan und Hermon, vom kleinen Berge. Ein Abgrund ruft dem anderen zu, mit der Stimme deiner Wasserfälle: All deine Aufwallungen und deine Wogen kamen über mich. Des Tages wird der Herr sein Erbarmen gebieten, und des Nachts ‹ist› sein Lied bei mir, ein Gebet zum Gott meines Lebens. Ich will sagen zu Gott: Mein Beistand bist du. Warum hast du mich vergessen? Und wozu wandle ich finsterblickend einher, während mein Feind ‹mich› bedrängt. Als meine Gebeine zerbrochen wurden, schmähten mich meine Feinde, indem sie mir täglich sagten: Wo ist dein Gott? Wozu bist du so sehr betrübt, meine Seele? Und wozu wühlst du mich auf? Hoffe auf Gott; denn bekennen will ich ihn: „Heil meines Angesichts und mein Gott.“
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Einst wandte sich um der Jordanfluß durch das Schaffell des Elisä'us, / nachdem Elias aufgenommen worden war; / es teilten sich die Wasser zu beiden Seiten / und das Feuchte wurde ihm trockener Weg, / in Wahrheit zum Vorbild der Taufe, / durch welche wir die strömende Furt des Lebens durchschreiten. // Christus ist im Jordan erschienen, die Wasser zu heiligen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gottesgebärerin, du bist der wahre Weinstock, der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. Dich bitten wir flehentlich: Lege Fürbitte ein, Gebieterin, zusammen mit den Aposteln und allen Heiligen, dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Tropare, Ton 6. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Die rechte Hand des Vorläufers, Täufers und Propheten, / geehrter als alle Propheten, / wurde von Zittern ergriffen, / als er dich sah, Lamm Gottes, / dass du hinwegnimmst die Sünden der Welt; / und dein Haupt, o Wort, nicht zu berühren; / du selbst, Mitleidvoller, / heilige mich und erleuchte mich, // denn du bist das Leben, das Licht und der Friede der Welt. Zweimal.
L: Deshalb will ich deiner gedenken aus dem Land des Jordan und Hermon.
Ch: An diesem Tage, unser Gott, / hat sich die Dreiheit uns ungeteilt offenbart: / der Vater gab mit lauter Stimme seinem Sohne Zeugnis offenbar; / der Geist in Gestalt einer Taube kam herab vom Himmel; / der Sohn beugte vor dem Vorläufer sein unbeflecktes Haupt, / und die Taufe empfangend löste er die Knechtschaft der Menschheit, // denn er ist menschenfreundlich.
L: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
Ch: An diesem Tage, unser Gott, / hat sich die Dreiheit uns ungeteilt offenbart: / der Vater gab mit lauter Stimme seinem Sohne Zeugnis offenbar; / der Geist in Gestalt einer Taube kam herab vom Himmel; / der Sohn beugte vor dem Vorläufer sein unbeflecktes Haupt, / und die Taufe empfangend löste er die Knechtschaft der Menschheit, // denn er ist menschenfreundlich.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar, Ton 5:
Ch: Als du im Fleische in den Jordan gekommen bist, / um dort in menschlicher Gestalt getauft zu werden, / Herr, Lebenspender, / um uns, die wir im Irrtum waren, zu erleuchten, / denn du bist mitleidvoll, / als du uns erlöstest von aller Täuschung und allen Fallstricken des Drachens, / empfingest du das Zeugnis des Vaters / und der göttliche Geist kam herab auf dich in Gestalt einer Taube. // Nimm doch Wohnung in unseren Seelen, Menschenfreund.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: Als du im Fleische in den Jordan gekommen bist, / um dort in menschlicher Gestalt getauft zu werden, / Herr, Lebenspender, / um uns, die wir im Irrtum waren, zu erleuchten, / denn du bist mitleidvoll, / als du uns erlöstest von aller Täuschung und allen Fallstricken des Drachens, / empfingest du das Zeugnis des Vaters / und der göttliche Geist kam herab auf dich in Gestalt einer Taube. // Nimm doch Wohnung in unseren Seelen, Menschenfreund.

Prokimenon, Ton 6

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im sechsten Ton. Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
     Ch: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
Vers: Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, mit meiner Stimme zu Gott, und er hatte acht auf mich.
     Ch: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
L: Es sahen dich die Wasser, o Gott.
     Ch: Es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Darum spricht der Herr: Wascht euch und erweist euch als Reine! Entfernt aus euren Seelen eure Bosheiten vor meinen Augen! Lasst von euren Bosheiten! Lernt Gutes zu tun, sucht das Recht, schützt den, der Unrecht erleidet, verschafft Recht dem Waisen und verteidigt die Witwe. Kommt doch und widersprecht, spricht der Herr: Waren auch eure Sünden wie Purpur, wie Schnee will ich sie weiß machen. Und waren sie auch wie Scharlach, wie Wolle will ich sie weiß machen. Und wenn ihr willens seid und mir gehorcht, werdet ihr die Güter der Erde genießen. Doch wenn ihr nicht willens seid und mir nicht gehorcht, wird ein Schwert euch zugrunde richten. Das also hat der Mund des Herrn gesprochen. (Jes 1,16-20)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes: Wie geschrieben steht in den Propheten: «Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht, der deinen Weg vor dir bereiten wird.», «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade.», so trat Johannes auf, der in der Wüste taufte und eine Taufe des Umgeistens predigte zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze Land Judäa und die Bewohner von Jerusalem; und sie ließen sich alle von ihm im Jordanfluss taufen, wobei sie ihre Sünden bekannten. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lenden; und er aß Heuschrecken und wilden Honig. Und er predigte: „Nach mir kommt der, welcher stärker ist als ich, dessen Riemen seiner Sandalen <gebückt zu lösen> ich nicht genug bin. Ich zwar habe euch im Wasser getauft, er aber wird euch taufen im Heiligen Geiste.” (Mk 1, 1-8)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Vers der Stunde

Gesegnet der Herr, unser Gott; gesegnet der Herr Tag für Tag. Möge uns glücklich geleiten der Gott unserer Errettung. Unser Gott ist der Gott des Errettens.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum... Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 4. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: In des Jordans Fluten steht heut’ der Gebieter, / und er ruft Johannes zu: / Mich nun zu taufen, zage nicht; / denn leiblich kam ich in diese Welt, // um ganz zu erretten Adam, den Erstgebildeten.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
Wir: Amen.
Im Anschluss an die Verbeugungen lesen wir das Gebet des Heiligen Mardarios:
Gebieter, Gott Vater, Allherrscher, Herr einziggezeugter Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist, eine Gottheit, eine Macht, erbarme dich meiner, des Sünders, und nach Deinen Dir wohlbekannten Urteilen errette mich, Deinen unwürdigen Knecht. Denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

SECHSTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Während der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine kleine Weihräucherung der Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) die Ikonostase, 3) den Vorsteher 4) das Volk, 5) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter) 6) das Analogion mit dem Evangelium von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 73: Wozu, o Gott, hast du verstoßen bis ans Ende, ist dein Zorn ergrimmt über die Schafe deiner Weide? Gedenke deiner Versammlung, die du dir erworben hast von Anbeginn. Erlöst hast du den Stab deines Erbes: diesen Berg Sion, auf dem du Wohnung genommen. Erhebe deine Hände wider ihre hochmütigen Taten bis ans Ende; wie viel Böses hat der Feind getan in deinem Heiligtum. Und die dich hassen, rühmten sich in der Mitte deines Festes. Als Zeichen stellten sie ihre Zeichen auf – und hatten keine Erkenntnis – gleichwie auf den Ausgang hoch oben. Wie in einem Wald von Hölzern zerschlugen sie mit Äxten seine Türen allesamt: mit Beil und Meißel haben sie ihn niedergerissen. Sie steckten mit Feuer dein Heiligtum in Brand, bis in die Erde entweihten sie die Wohnstatt deines Namens. Ihre Verwandten sprachen in ihrem Herzen allesamt: „Kommt, wir wollen alle Feste Gottes aufhören lassen – weg von der Erde. Ihre Zeichen haben wir nicht gesehen; da ist kein Prophet mehr, und er wird uns nicht mehr kennen.“ Wie lange, o Gott, wird der Feind schmähen, wird der Widersacher deinen Namen reizen bis ans Ende? Wozu wendest du ab deine Hand und deine Rechte fort aus der Mitte deines Bausches bis ans Ende? Gott ist unser König vor aller Zeit; er hat Errettung gewirkt inmitten der Erde. Du hast das Meer befestigt in deiner Macht, du hast zerschmettert die Köpfe der Drachen im Wasser. Du hast zermalmt den Kopf des Drachens, gabest ihn den Völkern Äthiopiens zur Speise. Du ließest aufbrechen Quellen und Gießbäche; du ließest vertrocknen die Flüsse Ethams. Dein ist der Tag, und dein ist die Nacht; du hast eingerichtet Licht und Sonne. Du schufest alle Anmut der Erde. Sommer und Frühling: du hast sie gemacht. Gedenke ‹der Erde› ; ein Feind schmähte den Herrn, und ein törichtes Volk hat deinen Namen gereizt. Übergib nicht den wilden Tieren eine Seele, die dich bekennt; vergiss nicht der Seelen deiner Bedürftigen bis ans Ende. Schau auf deinen Bund; denn die verfinsterten ‹Teile› der Erde wurden angefüllt mit Häusern der Gesetzlosigkeit. Nicht werde zurückgewiesen ‹der› Gedemütigte und ‹der› Beschämte; ‹der› Arme und ‹der› Bedürftige sollen loben deinen Namen. Stehe auf, o Gott, halte dein Gericht; gedenke der Schmähungen, die dir von einem Toren zuteil werden den ganzen Tag. Vergiss nicht der Stimme derer, die zu dir flehen; der Hochmut derer, die dich hassen, ist ‹ja› stets emporgestiegen.
Psalm 76: Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, mit meiner Stimme zu Gott, und er hatte acht auf mich. Am Tag meiner Bedrängnis suchte ich Gott, mit meinen Händen des Nachts vor ihm, und ich ward nicht getäuscht; meine Seele wies ‹es› ab, getröstet zu werden. Ich gedachte Gottes und ward frohgemut; ich begann zu überlegen, und kleinmütig ward mein Geist. Meine Augen nahmen die Nachtwachen vorweg; ich ward aufgewühlt und redete nicht. Ich erwog ‹die› alten Tage, gedachte der ewigen Jahre und sann nach. Des Nachts überlegte ich mit meinem Herzen, und ‹es› grübelte mein Geist: Wird der Herr etwa in Ewigkeit verstoßen, und wird er fortfahren, kein Wohlgefallen mehr zu haben? Oder wird er sein Erbarmen abschneiden bis ans Ende? Hat er ‹seine› Rede beendet von Geschlecht zu Geschlecht? Wird Gott etwa vergessen, Mitleid zu üben? Oder wird er sein Mitleid zurückhalten in seinem Zorn? Und ich sprach: „Jetzt habe ich einen Anfang genommen: Dies ist die Veränderung der Rechten des Höchsten.“ Ich gedachte der Werke des Herrn; denn ich will deiner Wundertaten gedenken von Anbeginn. Ich will nachsinnen über all deine Werke und all deine Handlungen bedenken. O Gott, im Heiligen ist dein Weg: Welcher Gott ist groß wie unser Gott? Du bist der Gott, der Wundertaten wirkt. Kundgetan hast du unter den Völkern deine Macht, hast mit deinem Arm dein Volk erlöst, die Söhne Jakobs und Josephs. ‹Es› sahen dich die Wasser, o Gott, ‹es› sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht. Die Abgründe wurden aufgewühlt: ob der Fülle des Rauschens der Wasser. Die Wolken gaben ‹ihre› Stimme; denn ‹es› fliegen ja deine Pfeile hindurch. Die Stimme deines Donners ‹ertönt› im Rad; ‹es› leuchteten deine Blitze dem Erdkreis; ‹es› wankte und geriet ins Beben die Erde. Im Meer ‹sind› deine Wege und deine Pfade in vielen Wassern, und nicht werden deine Spuren erkannt werden. Geführt hast du wie Schafe dein Volk durch die Hand von Moses und Aaron.
Psalm 90: Wer in des Höchsten Hilfe wohnt, wird lagern im Schutz des Gottes des Himmels. Er wird sagen zum Herrn: „Mein Beistand bist Du und meine Zuflucht, mein Gott.“, und: „Ich will hoffen auf Ihn.“ Denn Er wird Dich erlösen aus der Schlinge der Jäger und vom aufwühlenden Wort. Mit Seinen Schultern wird Er dich überschatten, und unter Seinen Flügeln wirst du hoffen; mit einer Rüstung wird Seine Wahrheit dich rings umgeben. Nicht wirst du dich fürchten vor nächtlicher Furcht, vor einem Pfeil, der bei Tage fliegt, vor dem Ding, das im Finstern umgeht, vor einem Unglück und dem Dämon des Mittags. Fallen werden Tausend zu deiner Seite und Zehntausend zu deiner Rechten, dir aber wird es sich nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du es wahrnehmen und die Vergeltung für die Sünder sehen. Denn Du, Herr, bist meine Hoffnung; den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gesetzt. Nichts Übles wird dir zustoßen, und keine Plage sich nahen deinem Zelt. Denn Seinen Engeln wird Er deinethalben befehlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen. Auf Händen werden sie dich erheben, damit du niemals deinen Fuß an einen Stein stoßen wirst. Über Viper und Basilisk wirst du schreiten und niedertreten Löwe und Drache. „Denn auf Mich hat er gehofft, und Ich will ihn erlösen; Ich will ihn beschützen; denn Meinen Namen hat er erkannt. Schreien wird er zu Mir, und Ich will ihn erhören; in der Bedrängnis bin Ich bei ihm, will ihn entreißen und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage will Ich ihn sättigen und ihm zeigen Mein Heil.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Einst wandte sich um der Jordanfluß durch das Schaffell des Elisä'us, / nachdem Elias aufgenommen worden war; / es teilten sich die Wasser zu beiden Seiten / und das Feuchte wurde ihm trockener Weg, / in Wahrheit zum Vorbild der Taufe, / durch welche wir die strömende Furt des Lebens durchschreiten. // Christus ist im Jordan erschienen, die Wasser zu heiligen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Da wir keinen Freimut haben wegen unserer vielen Sünden, bestürme du den aus dir Geborenen, Gottesgebärerin Jungfrau, denn viel vermag die Bitte der Mutter zum Wohlwollen des Gebieters. Sieh nicht hinweg über die flehentlichen Bitten der Sünder, Allehrwürdige, denn erbarmungsreich ist und mächtig zu erretten, der auch zu leiden für uns auf sich nahm.
Tropare, Ton 8. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: So spricht der Herr zu Johannes: / „Nahe dich, Prophet, und taufe mich, / der ich dich erschuf und durch Gnade erleuchtete, / den, der alle von den Sünden befreit. / Berühre mein göttliches Haupt / und hege keinen Zweifel. / Lass nun von allem ab, / denn ich bin gekommen, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. / Nähre keinen Zweifel in dir, / denn den in den Wassern verborgenen Feind, / den Fürsten der Finsternis, will ich überwinden, / die Welt nun aus seinen Netzen befreien // und als der Menschenliebende das ewige Leben zu geben.“ Zweimal.
L: Deshalb will ich deiner gedenken aus dem Land des Jordan und Hermon.
Tropar, Ton 6:
Ch: Heute eilt die Prophetie des Psalters sich zu erfüllen: / Es heißt: Das Meer sah und floh, / der Jordan wandte sich zurück / vor dem Antlitz des Herrn, / vor dem Antlitz des Gottes Jakobs. / Der Herr nahte, von einem Knechte die Taufe zu empfangen, / auf dass auch unsere Seelen, von aller Unreinheit des Götzendienstes befreit, // um seinetwillen erleuchtet werden.
L: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
Ch: Heute eilt die Prophetie des Psalters sich zu erfüllen: / Es heißt: Das Meer sah und floh, / der Jordan wandte sich zurück / vor dem Antlitz des Herrn, / vor dem Antlitz des Gottes Jakobs. / Der Herr nahte, von einem Knechte die Taufe zu empfangen, / auf dass auch unsere Seelen, von aller Unreinheit des Götzendienstes befreit, // um seinetwillen erleuchtet werden.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar, Ton 5:
Ch: Was wendest du deine Fluten zurück, o Jordan, / weshalb hältst du inne in deinem Strömen / und vollendest nicht den dir bestimmten Lauf. / Nicht vermag ich, so sprach er, / das mich versengende Feuer zu ertragen. / Mich erfüllt Entsetzen / und ich staune ob der äußersten Herablassung. / Nicht bin ich gerufen, den Reinen zu reinigen, / nicht ist es mir gegeben, den Sündlosen zu trocknen. / Befleckte Gefäße zu reinigen, / die Dornen der Sünden zu versengen / lehrt mich Christus, der in mir nun getauft wird. / Johannes bezeugt es mir und ruft: / Dieses ist das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt. / Gläubige, ihm wollen wir singen: // Du bist erschienen zu unserer Erlösung, o Gott, Ehre dir./div>
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ch: Was wendest du deine Fluten zurück, o Jordan, / weshalb hältst du inne in deinem Strömen / und vollendest nicht den dir bestimmten Lauf. / Nicht vermag ich, so sprach er, / das mich versengende Feuer zu ertragen. / Mich erfüllt Entsetzen / und ich staune ob der äußersten Herablassung. / Nicht bin ich gerufen, den Reinen zu reinigen, / nicht ist es mir gegeben, den Sündlosen zu trocknen. / Befleckte Gefäße zu reinigen, / die Dornen der Sünden zu versengen / lehrt mich Christus, der in mir nun getauft wird. / Johannes bezeugt es mir und ruft: / Dieses ist das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt. / Gläubige, ihm wollen wir singen: // Du bist erschienen zu unserer Erlösung, o Gott, Ehre dir.

Prokimenon, Ton 4

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im vierten Ton. Im Meer sind deine Wege und deine Pfade in vielen Wassern.
     Ch: Im Meer sind deine Wege und deine Pfade in vielen Wassern.
Vers: Die Stimme deines Donners ertönt im Rad.
     Ch: Im Meer sind deine Wege und deine Pfade in vielen Wassern.
L: Im Meer sind deine Wege.
     Ch: Und deine Pfade in vielen Wassern.

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Darum spricht der Herr: Schöpft mit Freude Wasser aus den Quellen des Heils. Und du wirst sagen an jenem Tage: Singt dem Herrn, ruft an seinen Namen, verkündet unter den Heiden seinen Ruhm, gedenkt, dass hoch erhaben sein Name ist. Singt dem Namen des Herrn, denn Großes hat er vollbracht. Verkündet das auf der ganzen Erde. Frohlockt und freut euch, die ihr Sion bewohnt, denn hoch erhaben ist in seiner Mitte der Heilige Israels. (Jes 12,3-6)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit kam Jesus von ˻Nazaret in Galiläa˼ und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich spalten und den Geist, der wie eine Taube auf ihn herabstieg; und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.” Und sogleich treibt der Geist ihn hinaus in die Wüste. Und er war dort in der Wüste vierzig Tage, vom Satan versucht; und er war mit den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem aber Johannes überliefert worden war, kam Jesus nach Galiläa, predigte das Evangelium vom Königtum Gottes und sprach: „Die Zeit ist erfüllt, und das Königtum Gottes hat sich genaht. Geistet um und glaubt an das Evangelium.” (Mk 1, 9-15)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Vers der Stunde

Eilends komme uns Dein Mitleid zuvor, Herr, denn arm sind wir geworden gar sehr. Hilf uns, Gott, unser Erretter, um der Herrlichkeit Deines Namens willen. Erlöse uns, Herr, und sei gnädig ob unserer Sünden um Deines Namens willen.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum… Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 4. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: In des Jordans Fluten steht heut’ der Gebieter, / und er ruft Johannes zu: / Mich nun zu taufen, zage nicht; / denn leiblich kam ich in diese Welt, // um ganz zu erretten Adam, den Erstgebildeten.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
Wir: Amen.
Gebet des Heiligen Basileios des Großen:
Gott und Herr der Mächte, Bildner aller Schöpfung, der Du wegen der Barmherzigkeit Deines unvergleichlichen Erbarmens Deinen einziggezeugten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, herabgesandt hast zur Errettung unseres Geschlechtes, durch Sein kostbares Kreuz den Schuldschein unserer Sünden zerrissen und an ihm triumphiert hast über die Fürsten und Gewalten der Finsternis: Du selbst, menschenliebender Gebieter, nimm auch von uns Sündern diese Danksagungen und flehentlichen Bitten an und erlöse uns von jeder verderblichen und finsteren Verfehlung und von allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden, die uns zu schaden trachten. Nagle fest unser Fleisch durch Deine Furcht und neige unsere Herzen nicht zu Worten oder Überlegungen der Bosheit, sondern verwunde unsere Seelen mit der Sehnsucht nach Dir, damit wir, allezeit auf Dich blickend und durch Dein Licht geführt, Dich, das unzugängliche und ewige Licht schauen, Dir unaufhörlich das Bekenntnis und die Danksagung emporsenden, dem anfanglosen Vater, samt Deinem einziggezeugten Sohne und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

NEUNTE STUNDE

Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Mit dem Beginn der Psalmenlesung vollzieht der Diakon eine große Weihräucherung die Kirche: 1) das Analogion mit dem Evangeliar einmal von allen Seiten, 2) den Altarraum, 3) die Ikonostase, 4) das Volk, 5) die gesamte Kirche, 6) die Ikonen bei den Heiligen Türen (Christus und Gottesmutter), 7) wieder das Analogion mit dem Evangeliar von vorne. Nach der Räucherung bleiben der Priester mit dem Diakon vor dem Analogion stehen.
Psalm 92: Der Herr ward König, er hat sich mit Hoheit bekleidet; bekleidet hat sich der Herr mit Macht und sich umgürtet. Denn er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken. Bereit ist dein Thron von vormals her, von Ewigkeit her bist du. ‹Es› erhoben die Flüsse, Herr, ‹es› erhoben die Flüsse ihr Tosen. Erheben werden die Flüsse ihr Schwemmgut vom Tosen vieler Wasser. Wunderbar ‹sind› die Aufwallungen der See, wunderbar ‹ist› in den Höhen der Herr. Deine Zeugnisse wurden beglaubigt gar sehr. Deinem Hause gebühret Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Psalm 113: Beim Auszug Israëls aus Ägypten, des Hauses Jakobs aus barbarischem Volk, da ward Judäa sein Heiligtum, Israël sein Herrschaftsbereich. Das Meer sah ‹es› und floh, der Jordan wandte sich zurück. Die Berge hüpften wie Widder, und die Hügel wie Lämmer von Schafen. Was ist dir, Meer, dass du flohest; und dir, Jordan , dass du dich wandtest zurück? Ihr Berge, dass ihr hüpftet wie Widder, und ihr Hügel wie Lämmer von Schafen? Vor dem Angesicht des Herrn wankte die Erde, vor dem Angesicht des Gottes Jakobs, der den Felsen zu Wasserteichen wandelte und den unbehauenen zu Wasserquellen. Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deines Erbarmens und deiner Wahrheit willen. Damit nicht etwa die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Unser Gott aber ‹ist› im Himmel und auf Erden; alles, was er wollte, hat er geschaffen. Die Götzen der Nationen ‹sind› Silber und Gold, Werke von Menschenhänden. Einen Mund haben sie und werden nicht reden; Augen haben sie und werden nicht sehen. Ohren haben sie und werden nicht hören; Nasen haben sie und werden nicht riechen. Hände haben sie und werden nicht tasten; Füße haben sie und werden nicht umhergehen; keinen Laut werden sie geben mit ihrer Kehle. Gleich mögen ihnen werden, die sie machen, und alle, die auf sie vertrauen. Das Haus Israël hoffte auf den Herrn: ihr Helfer und Beschirmer ist er. Das Haus Aaron hoffte auf den Herrn: ihr Helfer und Beschirmer ist er. Die den Herrn fürchten, hofften auf den Herrn: ihr Helfer und Beschirmer ist er. Der Herr gedachte unser und hat uns gesegnet, gesegnet hat er das Haus Israël, gesegnet hat er das Haus Aaron. Gesegnet hat er die, welche den Herrn fürchten, die Kleinen samt den Großen. Möge der Herr zu euch hinzufügen, zu euch und zu euren Kindern . Gesegnete ‹seid› ihr vom Herrn, der geschaffen den Himmel und die Erde. Der Himmel des Himmels ‹gehört› dem Herrn, die Erde aber gab er den Menschenkindern. Nicht die Toten werden dich loben, Herr, noch alle, die zum Hades hinabsteigen. Sondern wir, die Lebenden, werden den Herrn segnen, von nun an bis in Ewigkeit.
Psalm 85: Neige, Herr, Dein Ohr, und erhöre mich; denn arm und bedürftig bin ich. Bewahre meine Seele; denn ich bin gottselig. Errette, mein Gott, Deinen Knecht, der auf Dich hofft. Erbarme Dich meiner, Herr; denn zu Dir werde ich schreien den ganzen Tag. Mache frohgemut die Seele Deines Knechtes; denn zu Dir habe ich meine Seele erhoben. Denn Du, Herr, bist gütig, milde und vielerbarmend gegenüber allen, die Dich anrufen. Nimm zu Ohren, Herr, mein Gebet, und merke auf die Stimme meines Flehens. Am Tage meiner Bedrängnis schrie ich zu Dir; denn Du hast mich erhört. Keiner ist Dir gleich unter den Göttern, Herr, und nichts ist gemäß Deinen Werken. Alle Nationen, die Du gemacht, werden kommen und anbeten vor Dir, Herr, und sie werden Deinen Namen verherrlichen. Denn groß bist Du und einer, der Wundertaten wirkt. Du bist Gott allein. Leite mich, Herr, auf Deinem Weg, und ich will wandeln in Deiner Wahrheit; frohgemut sei mein Herz, dass es fürchte Deinen Namen. Ich will Dich bekennen, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen und Deinen Namen verherrlichen auf ewig. Denn groß ist Dein Erbarmen gegen mich; ja, Du hast erlöst meine Seele aus dem untersten Hades. O Gott, Gesetzwidrige standen auf wider mich, eine Versammlung von Mächtigen trachtete nach meiner Seele, und Dich haben sie nicht vor ihre Augen gestellt. Doch Du, Herr, mein Gott, bist mitleidvoll und erbarmungsreich, langmütig und vielerbarmend und wahrhaftig. Blicke her auf mich und erbarme Dich meiner. Gib Deine Kraft Deinem Knecht, und errette den Sohn Deiner Magd. Tue an mir ein Zeichen zum Guten, und sehen sollen es und beschämt werden, die mich hassen; denn Du, Herr, hast mir geholfen und mich getröstet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.

Tropare

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Tropar des Vorfests. Ton 4. Nach: Erschreckt ward Joseph.
Ch: Einst wandte sich um der Jordanfluß durch das Schaffell des Elisä'us, / nachdem Elias aufgenommen worden war; / es teilten sich die Wasser zu beiden Seiten / und das Feuchte wurde ihm trockener Weg, / in Wahrheit zum Vorbild der Taufe, / durch welche wir die strömende Furt des Lebens durchschreiten. // Christus ist im Jordan erschienen, die Wasser zu heiligen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion:Der Du um unseretwillen geboren wurdest aus einer Jungfrau und die Kreuzigung erduldet hast, o Guter, der Du durch den Tod den Tod beraubt und die Auferweckung gezeigt als Gott, sieh' nicht hinweg über die, welche Du gebildet hast mit Deiner Hand; erzeige Deine Menschenliebe, Erbarmungsreicher, nimm an die Gottesgebärerin, die Dich gebar, da sie Fürbitte für uns einlegt, und errette, unser Erretter, ein verzweifeltes Volk.
Tropare, Ton 7. Dichtung des Sophronios, Patriarchen von Jerusalem. (Die folgenden Tropare werden üblicherweise in Stichiren-Tönen gesungen.)
Ch: Schrecken ergriff die Welt, / da sie den Schöpfer des Himmels und der Erde, / unbekleidet im Jordan stehen sah, / der als Knecht um unserer Erlösung willen / aus der Hand des Knechtes die Taufe empfing. / In Furcht und Freude staunten die Chöre der Engel. / Mit ihnen beten wir dich an und rufen: // Errette uns, o Herr. Zweimal.
L: Deshalb will ich deiner gedenken aus dem Land des Jordan und Hermon.
Tropar, Ton 2:
Ch: Als Joseph auf dem Wege nach Bethlehem von Trauer ergriffen war, / sprach die Jungfrau zu ihm: Weshalb blickst du mich so betrübt an? / Da ich im Schoße trage, bist du bestürzt / und erkennst nicht das sich in mir vollziehende, ehrfurchtgebietende Mysterium. / Lege alle Furcht ab, erkenne das Wunderbare, / denn aus Gnade wird Gott heute in meinen Schoß auf die Erde herabkommen und einen Leib annehmen. / Und wenn er geboren ist, wirst du ihm, von Freude erfüllt, als deinem Schöpfer huldigen, / ihm, den die Engel unaufhörlich besingen und preisen // mit dem Vater und dem Heiligen Geiste.
L: Es sahen dich die Wasser, o Gott, es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht.
Ch: Als Joseph auf dem Wege nach Bethlehem von Trauer ergriffen war, / sprach die Jungfrau zu ihm: Weshalb blickst du mich so betrübt an? / Da ich im Schoße trage, bist du bestürzt / und erkennst nicht das sich in mir vollziehende, ehrfurchtgebietende Mysterium. / Lege alle Furcht ab, erkenne das Wunderbare, / denn aus Gnade wird Gott heute in meinen Schoß auf die Erde herabkommen und einen Leib annehmen. / Und wenn er geboren ist, wirst du ihm, von Freude erfüllt, als deinem Schöpfer huldigen, / ihm, den die Engel unaufhörlich besingen und preisen // mit dem Vater und dem Heiligen Geiste.
Vor dem Analogion in der Mitte wird laut die ganze Stichire gelesen, Ton 5:
Diakon oder Leser: Deine Hand berührte das reine Haupt des Gebieters / und Ihn wiesest du uns mit dem Finger. / Erhebe ihn nun für uns zu Ihm, o Täufer, / denn mächtige Fürsprache ist dir gegeben, / der du der Größte aller Propheten bist. / Der Herr hat dich bezeugt, und deine Augen sahen den allheiligen Geist, / in Gestalt einer Taube herabkommen. / Wende sie zu Ihm, Täufer, und stimme Ihn uns gnädig. / Komm und bleibe bei uns, / Komm und bleibe bei uns, // kräftige unser Singen und öffne uns die Feier.
D: Unserem großen Herrn und Vater, dem heiligsten Patriarchen von (Titel) N., der geweihten Synode, den hochgeweihten Metropoliten, Erzbischöfen und Bischöfen, und unserem Herrn, dem höchstgeweihten N., dem Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihtem Bischof) von (Titel), dem Vorsteher dieser heiligen Kirche, und der ganzen geweihten Versammlung, unserem gottgeschützten Land, allen, die es regieren und beschütze, auf viele Jahre!
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
D: Allen orthooxen Christen, gib, Herr, Ruhe und langes Leben und reichen Ertrag der Früchte der Erde und viele Jahre!
     Ch: Auf viele Jahre, dreimal.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Stichire, Ton 5:
Ch: Deine Hand berührte das reine Haupt des Gebieters / und Ihn wiesest du uns mit dem Finger. / Erhebe ihn nun für uns zu Ihm, o Täufer, / denn mächtige Fürsprache ist dir gegeben, / der du der Größte aller Propheten bist. / Der Herr hat dich bezeugt, und deine Augen sahen den allheiligen Geist, / in Gestalt einer Taube herabkommen. / Wende sie zu Ihm, Täufer, und stimme Ihn uns gnädig. / Komm und bleibe bei uns, / Komm und bleibe bei uns, // kräftige unser Singen und öffne uns die Feier.

Prokimenon, Ton 3

D: Lasst uns aufmerken.
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, wen sollte ich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, wen sollte ich fürchten?
Vers: Seine Grundfesten sind auf den heiligen Bergen.
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, wen sollte ich fürchten?
L: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter.
     Ch: Wen sollte ich fürchten?

Lesung der Parimie

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasset uns aufmerken.
L: So spricht der Herr: Zur Zeit der Huld erhörte ich dich und am Tage der Rettung kam ich dir zu Hilfe. Ich formte dich und gab dich und setzte dich zum Bund der Heidenvölker, um zu erwerben die Erde und um in Besitz zu nehmen als Erbteile die Wüsteneien, indem du sprichst zu denen in Fesseln: Kommet heraus! und zu denen in der Finsternis: Tretet hervor aus der Verborgenheit! An allen Straßen werden sie weiden und an allen Wegen wird ihre Trift sein. Sie werden weder hungern noch dürsten; nicht wird die Hitze sie schlagen und nicht die Sonne. Denn der sich ihrer erbarmt, der wird sie trösten und sie an Wasserquellen führen. Und ich werde jeden Berg zum Weg machen und jeden Pfad zur Weide für sie. Siehe, sie werden von ferne kommen, die einen aus dem Norden und vom Meere, die andern aus dem Lande der Perser. Freuen sollen sich die Himmel und jauchzen soll die Erde. Die Berge sollen ausbrechen in Jubel und die Hügel in Gerechtigkeit. Denn erbarmt hat sich Gott seines Volkes und getröstet hat er die Niedrigen seines Volkes. Sion aber sprach: Verlassen hat mich der Herr; der Herr hat mich vergessen. Wird denn eine Frau ihres Kindes vergessen oder sich zu erbarmen der Sprösslinge ihres Schoßes? Und wenn gar eine Frau ihrer vergäße, so werde doch ich nicht deiner vergessen. So spricht der Herr, der Allmächtige. (Jes 49,8-15)

Lesung des Apostel

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an Titus.
D: Lasset uns aufmerken.
L: Tit 2,11-14; 3,4-7 ( Stelle lesen: Tit 2,11-14 sowie Tit 3,4-7 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden. Johannes aber versuchte, ihn zu hindern, und sprach: „Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?” Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: „Lass es jetzt zu; denn so geziemt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.” Hierauf lässt er ihn zu. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm geöffnet, und er sah den Geist Gottes, der wie eine Taube herabstieg und auf ihn kam. Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.” (Mt 3, 13-17)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Priester küsst das Evangeliar. Dann trägt er es unter Vorantritt des Altardieners mit dem Vortrageleuchter vor die Ikonostase, segnet mit ihm unter der königlichen Tür die Gläubigen, tritt in den Altar und legt es auf den Altartisch. Der Diakon schließt die königlichen Türen. Der Vorhang bleibt bis zum Ende der Typika geöffnet.

Vers der Stunde

Gib uns doch nicht preis bis ans Ende, um Deines heiligen Namens willen, löse nicht auf Deinen Bund und entferne nicht Dein Erbarmen von uns, um Abrahams willen, des von Dir Geliebten, und um Isaaks willen, Deines Knechtes, und Israëls, Deines Heiligen.

Trishagion bis Vater unser

Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist das Königtum… Wir: Amen.

Kondak

Kondak des Vorfests. Ton 4. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: In des Jordans Fluten steht heut’ der Gebieter, / und er ruft Johannes zu: / Mich nun zu taufen, zage nicht; / denn leiblich kam ich in diese Welt, // um ganz zu erretten Adam, den Erstgebildeten.
L: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
Du zu jeder Zeit und zu jeder Stunde im Himmel und auf Erden angebeteter und verherrlichter Christus, Gott, Du Langmütiger, Vielerbarmender, Vielbarmherziger, der Du die Gerechten liebst und Dich der Sünder erbarmst, der Du alle zum Heile rufst durch die Verheißung der künftigen Güter; Du selbst, Herr, nimm auch unsere Gebete in dieser Stunde an und richte unser Leben aus nach Deinen Geboten. Heilige unsere Seelen, reinige die Leiber, berichtige die Überlegungen, läutere die Gedanken und erlöse uns von jeder Bedrängnis, Schlechtigkeit und Qual. Umfriede uns mit Deinen heiligen Engeln, damit wir durch ihr Heer bewacht und geführt zur Einheit des Glaubens gelangen und zur Erkenntnis Deiner unzugänglichen Herrlichkeit, denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich, dreimal. Ehre, jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater, segne.
Priester: Gott, übe Mitleid mit uns und segne uns, Er lasse Sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme Sich unser.
Wir: Amen.
Danach das Gebet des Hl. Basileios des Großen:
Gebieter, Herr Jesus Christus, unser Gott, der Du langmütig warst gegen unsere Verfehlungen und uns bis zur gegenwärtigen Stunde geführt hast, in der Du, am lebenspendenden Holze hangend, dem einsichtigen Räuber den Eintritt ins Paradies gebahnt und durch den Tod den Tod vernichtet hast, sei uns, Deinen sündigen und unwürdigen Knechten und Mägden, gnädig. Denn wir haben gesündigt und gesetzlos gehandelt und sind nicht würdig, unsere Augen zu erheben und zur Höhe des Himmels zu blicken, weil wir den Weg Deiner Gerechtigkeit verlassen haben und gewandelt sind nach dem Willen unserer Herzen. Wir flehen aber zu Deiner unvergleichlichen Güte: Schone uns, Herr, nach der Fülle Deines Erbarmens und errette uns um Deines heiligen Namens willen; denn unsere Tage sind in Eitelkeit vergangen. Entreiße uns der Hand des Widersachers, vergib uns die Sünden und töte unsere fleischliche Gesinnung, damit wir den alten Menschen ablegen, den neuen anziehen und Dir, unserem Gebieter und Fürsorger, leben und so – Deinen Anordnungen nachfolgend – zur ewigen Ruhe gelangen, wo da ist die Wohnung aller Frohgemuten. Denn Du bist wahrhaftig die wahre Freude und das wahre Frohlocken derer, die Dich lieben, Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Typika

Wird die Typika vor den königlichen Stunden an einem Tag gelesen, an dem eine Liturgie zelebriert wird, sprechen der Priester mit dem Diakon die Eingangsgebete traditionsgemäß während der königlichen Stunden auf dem Ambo. Im Anschluss bitten sie einander und das Volk um Vergebung, ziehen im Altar die Priestergewänder an und beginnen die Proskomidie. Doch die Eingangsgebete und die Proskomidie können auch vor den Königlichen Stunden vollzogen werden.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiss nicht all seine Vergeltungen. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. ‹Es› übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat er dem Moses seine Wege, den Söhnen Israëls seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ‹ist› der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr sein Erbarmen stark gemacht über denen, die ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid übt mit den Söhnen, so hat der Herr Mitleid geübt mit denen, die ihn fürchten. Denn er kennt ja unser Gebilde, er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblüh’n. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die ihn fürchten. Und seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie zu erfüllen. Der Herr hat seinen Thron im Himmel bereitet, und sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr sein Wort vollbringt, sobald ihr hört den Ruf seiner Worte. Segnet den Herrn, all seine Mächte, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all seine Werke; an jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Psalm 145: Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tage werden all seine Pläne zunichte. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott, der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen, der schützet die Wahrheit auf ewig, der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, der Speise gibt den Hungernden. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden, der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, ohne Veränderung bist Du Mensch geworden und hast als Gekreuzigter, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.

Seligpreisungen

In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort lügnerisch wider euch reden um meinetwillen.
Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Gedenke unser, o Gebieter, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Gedenke unser, o Heiliger, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Der himmlische Chor besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Kommt zu Ihm und werdet erleuchtet und euer Angesicht wird nicht beschämt.
Der himmlische Chor besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Chor der heiligen Engel und Erzengel, mit allen himmlischen Mächten, besingt Dich in Hymnen und spricht: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth, erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird nur dann gelesen, wenn an diesem Tag keine Göttliche Liturgie gefeiert wird. Z. B. wenn sie an einem Freitag nach den königlichen Stunden gelesen werden.
[ Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen. ]
Erlass, vergib und verzeihe, o Gott, unsere Verfehlungen, die absichtlichen und unabsichtlichen, die in Werk und Wort, die bewussten und unbewussten, die in der Nacht und am Tage, die der Geistkraft und dem Verstande nach, sie alle verzeihe uns als Guter und Menschenliebender.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen.
Kondak des Vorfests. Ton 4. Nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau.
Ch: In des Jordans Fluten steht heut’ der Gebieter, / und er ruft Johannes zu: / Mich nun zu taufen, zage nicht; / denn leiblich kam ich in diese Welt, // um ganz zu erretten Adam, den Erstgebildeten.
Herr, erbarme Dich, vierzigmal.

Gebet

Allheilige Dreiheit, wesenseine Herrschaft, unteilbares Königtum, Ursache alles Guten, habe doch Wohlgefallen auch an mir, dem Sünder: Mache fest und verständig mein Herz und nimm hinweg meine ganze Ruchlosigkeit, erleuchte meinen Verstand, damit ich stets verherrliche, in Hymnen singe, anbete und sage: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Nur dann, wenn an diesem Tag keine Göttliche Liturgie zelebriert wird, wird dreimal Gesegnet sei der Name des Herren sowie der Psalm 33 gelesen.
[ Gesegnet sei der Name des Herren, von nun an bis in Ewigkeit. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Psalm 33: Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, stets ‹ist› sein Lob in meinem Munde. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, hören sollen ‹es› die Sanftmütigen und frohgemut sein. Hochpreiset den Herrn mit mir, und lasset uns gemeinsam seinen Namen erhöhen. Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört, und aus all meinen Bedrängnissen hat er mich erlöst. Kommet zu ihm und werdet erleuchtet, und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, und aus all seinen Bedrängnissen hat er ihn errettet. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die ihn fürchten, und er wird sie erlösen. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; selig der Mann, der da hofft auf ihn. Fürchtet den Herrn, ihr all seine Heiligen; denn keinen Mangel gibt es für jene, die ihn fürchten. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. Kommt, ihr Kinder, höret mich, die Furcht des Herrn will ich euch lehren. Wer ist ein Mensch, der ‹das› Leben will, der ‹es› liebt, gute Tage zu sehen? Halte zurück deine Zunge vom Bösen und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; suche den Frieden und jage ihm nach. Die Augen des Herrn ‹achten› auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. ‹Es› schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, aus all ihren Bedrängnissen hat er sie erlöst. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, und die Demütigen im Geiste wird er erretten. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. Der Tod der Sünder ist übel, und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. Erlösen wird der Herr die Seelen seiner Knechte, und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf ihn. ]
D: Weisheit.
     Ch: Würdig ist es in Wahrheit, dich seligzupreisen, die Gottesgebärerin, die Immerseliggepriesene und Allmakellose und Mutter unseres Gottes.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
P: Ehre Dir, Christus, unser Gott, Ehre Dir.
     Ch: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Herr erbarme Dich, dreimal. Segne.
Die Entlassung auf dem Ambo, vor geschlossenen königlichen Türen:
P: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

GROßE VESPER

zusammen mit der
LITURGIE DES HL. BASILEIOS DES GROßEN

Die Göttliche Liturgie besteht aus einer Vesper, die zum Trishagion in die Liturgie des Hl. Basileios des Großen übergeht.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Trishagion bis Vater unser:

L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     L: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

     L: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr. Mit Bekenntnis und Erhabenheit hast Du Dich bekleidet, hast Dich mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand, ausgespannt den Himmel wie ein Zelttuch. Der Seine Obergemächer in Wassern birgt, Der Wolken zu Seiner Steige setzt, wandelt auf den Flügeln der Winde. Der Seine Engel zu Geistern erschafft und Seine Diener zu feuriger Flamme. Der die Erde auf ihren festen Stand gegründet, nicht wird sie sich neigen auf immer und ewig. Der Abgrund ist Sein Umhang wie ein Gewand, auf den Bergen werden stehen die Wasser. Sie werden fliehen vor Seiner Schelte, zagen vor der Stimme Deines Donners. Sie steigen Berge empor und Ebenen hinab an den Ort, den Du ihnen begründet. Eine Grenze hast Du gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, noch sich wenden, die Erde zu bedecken. Der Quellen entsendet in Klüften, zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser. Sie werden tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel werden empfangen für ihren Durst. An ihnen werden sich die Vögel des Himmels niederlassen, aus den Felsen heraus ihre Stimme geben. Der die Berge tränkt aus Seinen Obergemächern: von der Frucht Deiner Werke wird gesättigt werden die Erde. Der Gras aufgehen lässt dem Vieh und frisches Grün den Menschen zum Dienst, um Brot hervorzubringen aus der Erde – und Wein erfreut das Herz des Menschen –, das Angesicht heiter zu machen mit Öl; und Brot stützt des Menschen Herz. Gesättigt werden die Hölzer der Ebene, die Zedern des Libanon, die Du gepflanzt. Dort werden die Sperlinge nisten; die Wohnstatt des Reihers führt sie an. Die hohen Berge sind den Hirschen und der Fels den Hasen eine Zuflucht. Er schuf den Mond für die Zeiten; die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht, in ihr werden umherschweifen alle Tiere des Waldes, junge Löwen, die brüllen, um zu reißen und von Gott ihre Nahrung zu suchen. Die Sonne ging auf, und sie sammelten sich und werden sich niederlegen auf ihren Lagern. Der Mensch wird ausgehen zu seinem Werk und zu seinem Wirken bis zum Abend. Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen; erfüllt ward die Erde von Deiner Schöpfung. Da ist das große und weite Meer, dort sind Kriechtiere ohne Zahl, kleine Lebewesen samt großen. Dort fahren Schiffe einher; da ist dieser Drache, den Du gebildet, darin zu spielen. Alle warten auf Dich, dass Du ihre Speise gebest zur rechten Zeit. Gibst Du ihnen, werden sie sammeln. Öffnest Du Deine Hand, werden sie allesamt erfüllt sein von Güte. Doch wendest Du ab Dein Angesicht, werden sie aufgewühlt sein; Du wirst hinwegnehmen ihren Geist, und sie werden dahinschwinden und zurückkehren zu ihrem Staub. Du wirst aussenden Deinen Geist, und sie werden erschaffen werden, und Du wirst erneuern das Angesicht der Erde. Es sei die Herrlichkeit des Herrn auf ewig; erfreuen wird sich der Herr Seiner Werke, Der auf die Erde blickt und sie zittern lässt, Der die Berge anrührt, und sie rauchen. Singen will ich dem Herrn in meinem Leben, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Süß sei Ihm meine Zwiesprache, ich aber will mich des Herrn erfreuen. Dahinschwinden mögen die Sünder von der Erde und die Gesetzlosen, so dass sie nicht mehr sind. Segne meine Seele den Herrn.
Die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 2

Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
     L: Setze, Herr, eine Wache meinem Mund und eine Tür zur Hut meiner Lippen. Neige mein Herz nicht zu Worten der Bosheit, sich in Ausflüchte zu flüchten in Sünden, mit Menschen, die Gesetzlosigkeit üben, ja, mit ihren Auserlesenen will ich mich nimmer verbinden. Ein Gerechter wolle mich erziehen in Erbarmen und mich tadeln; das Öl eines Sünders aber soll nicht salben mein Haupt. Denn noch richtet sich ja mein Gebet gegen ihr Wohlgefallen. Verschlungen wurden ihre Richter nahe am Felsen. Hören werden sie meine Worte, denn sie sind süß. Wie ein wuchtiger Erdklumpen barst auf der Erde, so wurden ihre Gebeine zerstreut an den Hades. Denn auf Dich, Herr, o Herr, sind meine Augen gerichtet; auf Dich habe ich gehofft, nimm meine Seele nicht hinweg. Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt, und vor den Fallstricken derer, die Gesetzlosigkeit üben. Die Sünder werden fallen in ihr eigenes Netz; ich aber bin für mich allein, bis ich vorübergehe.
Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, mit meiner Stimme flehte ich zum Herrn. Ich werde vor Ihm mein Flehen ausgießen, meine Bedrängnis vor Ihm kundtun. Während mein Geist aus mir schwand, kanntest doch Du meine Pfade. Auf eben dem Weg, den ich wandelte, haben sie mir eine Schlinge verborgen. Aufmerksam schaute ich zur Rechten und blickte hin, doch keinen gab es, der mich wahrnahm. Mir blieb kein Entrinnen, und keinen gibt es, der meine Seele sucht. Ich schrie zu Dir, Herr, ich sagte: "Du bist meine Hoffnung, mein Anteil im Lande der Lebenden." Merke auf mein Flehen; denn erniedrigt ward ich gar sehr. Erlöse mich von denen, die mich verfolgen; denn zu stark sind sie mir geworden.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 2. Stichiren des Fests. (von Ioannes Monachos)
Unsere Erleuchtung, die jeden Menschen erleuchtet, / sieht der Vorläufer kommen, / um sich taufen zu lassen. / Er freut sich in der Seele, / und es erzittert ihm die Hand. / Er deutet auf ihn und spricht zu den Leuten: / Siehe, der erlösen wird Israel / und uns befreien wird aus dem Verderben. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Unsere Erleuchtung, die jeden Menschen erleuchtet, / sieht der Vorläufer kommen, / um sich taufen zu lassen. / Er freut sich in der Seele, / und es erzittert ihm die Hand. / Er deutet auf ihn und spricht zu den Leuten: / Siehe, der erlösen wird Israel / und uns befreien wird aus dem Verderben. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Als unser Erlöser von dem Knechte sich ließ taufen / und bezeugt wurde durch die Herabkunft des Geistes, / da erschraken die Engelheere, da sie es sahen. / Es erscholl aber vom Himmel die Stimme des Vaters: / Dieser, dem auflegt der Vorläufer die Hand, / ist mein Sohn, der Geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Als unser Erlöser von dem Knechte sich ließ taufen / und bezeugt wurde durch die Herabkunft des Geistes, / da erschraken die Engelheere, da sie es sahen. / Es erscholl aber vom Himmel die Stimme des Vaters: / Dieser, dem auflegt der Vorläufer die Hand, / ist mein Sohn, der Geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Die Ströme des Jordan / nahmen dich auf, die Quelle, / und der Tröster kam herab in Gestalt einer Taube. / Es neigt sein Haupt, der da neigt die Himmel. / Es schreit und ruft der Lehm zu seinem Bildner: / Was trägst du mir auf, das was ist über mir? / Ich habe nötig deine Taufe. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Die Ströme des Jordan / nahmen dich auf, die Quelle, / und der Tröster kam herab in Gestalt einer Taube. / Es neigt sein Haupt, der da neigt die Himmel. / Es schreit und ruft der Lehm zu seinem Bildner: / Was trägst du mir auf, das was ist über mir? / Ich habe nötig deine Taufe. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Weil du retten wolltest den verirrten Menschen, / hast du nicht verschmäht, anzuziehn eines Knechtes Gestalt. / Denn es geziemte sich dir, dem Gebieter und Gott, / anzunehmen das Unsrige um unsertwillen. / Denn selbst getauft im Fleische, Erlöser, / hast du uns der Vergebung gewürdigt. / Deshalb rufen wir, Wohltäter, zu dir: / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Weil du retten wolltest den verirrten Menschen, / hast du nicht verschmäht, anzuziehn eines Knechtes Gestalt. / Denn es geziemte sich dir, dem Gebieter und Gott, / anzunehmen das Unsrige um unsertwillen. / Denn selbst getauft im Fleische, Erlöser, / hast du uns der Vergebung gewürdigt. / Deshalb rufen wir, Wohltäter, zu dir: / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests. (von Byzas)
Du neigtest das Haupt dem Vorläufer, / du zerschmettertest die Häupter der Drachen, / du tratest in die Ströme, / du erleuchtetest alles, / um dich, Erretter, herrlich zu erweisen / als die Erleuchtung unserer Seelen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Evangeliar voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken. Prokimenon im ... Ton.
Prokimenon am Mittwochabend, Ton 5:
D: Prokimenon im fünften Ton. O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

Vers: O Gott, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren die Worte meines Mundes.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

D: O Gott, in Deinem Namen errette mich.
     Ch: Und in Deiner Macht halte mir Gericht.

Erste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Gen 1, 1-13

Zweite Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.

Dritte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Ex 15, 22 - 16, 1 ( Stelle lesen: Ex 15, 22 bis Ex 16, 1 )
Die Königlichen Türen werden geöffnet.
In der Praxis werden nur die letzten Worte des Tropars gesungen. Deshlab werden diese Tropare mit den Versen wie folgt vorgetragen:
Der Leser trägt vor: In der Welt bist du erschienen, / der die Welt du hast geschaffen, / um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Der Leser singt: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Chor im 5. Ton: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme sich unser. Auf dass man erkenne deinen Weg auf Erden, unter den Völkern allen dein Heil. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Preisen sollen dich die Völker, o Gott, preisen sollen dich die Völker alle. Feuen sollen sich und jubeln die Nationen. Denn du wirst richten die Völker in Gerechtigkeit und wirst führen die Nationen auf Erden. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Preisen sollen dich die Völker, o Gott, preisen sollen dich die Völker alle. Die Erde hat ihre Frucht gegeben. Es segne uns Gott, unser Gott, ja, es segne uns Gott, und fürchten sollen ihn alle Enden der Erde. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Der Leser trägt vor: In der Welt bist du erschienen, / der die Welt du hast geschaffen, / um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Die Königlichen Türen werden geschlossen.

Vierte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Josua.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jos 3, 7-8; 15-17 ( Stelle lesen: Jos 3, 7-8 sowie Jos 15-17 )

Fünfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: 2 Kön 2, 6-14

Sechste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: 2 Kön 5, 9-14
Die Königlichen Türen werden geöffnet.
Der Leser trägt vor: Den Sündern und den Zöllnern / bist du erschienen, unser Erretter, / in der Fülle deines Erbarmens / Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Der Leser singt: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Chor im 6. Ton: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Der Herr ist König, mit Hoheit umkleidet. Umkleidet hat Sich der Herr, mit Macht Sich gegürtet. Du hast festgemacht das Weltall, Dein Thron wird nimmermehr wanken. Bereitet ist Dein Thron von Anbeginn. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Einst erhoben die Fluten, o Herr, erhoben die Fluten ihre Stimme. Wieder erheben die Wasserströme ihr Tosen vom Brausen mächtiger Wellen. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Wunderbar ist die Brandung des Meeres; wunderbarer noch ist der Herr in den Höhen. Verlässlich sind Deine Zeugnisse. Deinem Hause ziemet Heiligkeit, Herr, auf ewige Zeiten. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Der Leser trägt vor: Den Sündern und den Zöllnern / bist du erschienen, unser Erretter, / in der Fülle deines Erbarmens. / Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Die Königlichen Türen werden geschlossen.

Siebte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jes 1, 16-20

Achte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Gen 32, 2-11

Neunte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Ex 2, 5-10

Zehnte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Richter.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Ri 6, 36-40

Elfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: 1 Kön 18, 30-39

Zwölfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: 2 Kön 2, 19-22

Dreizehnte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jes 49, 8-15
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung der Epistel

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?

Vers: Der Herr ist der Beschirmer meines Lebens, vor wem sollte ich zagen?
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?

L: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter.
     Ch: Wen sollte ich fürchten?
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     1 Kor 9,19-27
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 6:
L: Alleluïa im sechsten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Sprudeln ließ mein Herz ein gutes Wort.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Anmutig bist Du in Schönheit mehr als die Menschenkinder.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem trachonitischen Gebiet und Lysanias Vierfürst von Abilene, unter den Hohenpriestern Annas und Kaïaphas , erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte eine Taufe des Umgeistens zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Worte des Propheten Isaïas, welcher spricht: «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade; jede Schlucht soll angefüllt werden, und jeder Berg und Hügel sollen erniedrigt werden; das Krumme soll zum geraden Weg, und die holprigen sollen zu ebenen Wegen werden; und alles Fleisch wird die Errettung Gottes sehen.» Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um von ihm getauft zu werden: „Otternbrut! Wer hat euch unterwiesen, vor dem künftigen Zorn zu fliehen? Bringet also Früchte hervor, würdig des Umgeistens, und fanget nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Zum Vater haben wir den Abraham;‘ denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon aber ist auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt: jeder Baum nun, der nicht gute Frucht hervorbringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.” Und die Volksmenge fragte ihn: „Was also sollen wir tun?” Er aber antwortete und spricht zu ihnen: „Wer zwei Leibröcke hat, gebe dem Anteil, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue gleicherweise.” Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: „Lehrer, was sollen wir tun?” Er aber sprach zu ihnen: „Treibet nicht mehr ein, als was euch festgesetzt ist.” Es fragten ihn aber auch Soldaten: „Und wir, was sollen wir tun?” Und er sprach zu ihnen: „Verleumdet niemanden und erpresst nichts und begnügt euch mit eurem Sold.” Als aber das Volk voller Erwartung war, und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob nicht etwa er der Christus sei, antwortete Johannes allen: „Ich zwar taufe euch mit Wasser; es kommt aber der, welcher stärker ist als ich, dessen Riemen seiner Sandalen zu lösen ich nicht genug bin; er wird euch taufen im Heiligen Geiste und Feuer. Seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.” Viele auch andere Dinge nun mahnte er an und verkündigte dem Volk das Evangelium.
(Lk 3,1-18)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.

Anaphora

Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.

Epiklese

P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
An dir, Begnadete, freut sich alle Schöpfung, / der Engel Schar und der Menschen Geschlecht, / du geheiliger Tempel, du geistiges Paradies / und jungfräulicher Ruhm, aus welcher Gott ward Fleisch, / ja, der unser Gott ist vor Ewigkeit, ein Kindlein. / Denn zum Thron machte er deinen Schoß und deinen Mutterleib weiter als die Himmel. / An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung, Ehre sei dir.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.

Bitt-Ektenie

D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:

Gebet des Herrn

Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie. Der Vorhang wird geschlossen und der Kerzenträger stellt eine angezündete Kerze vor den Königlichen Türen auf.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Kommunion der Geistlichen

An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.

Gebet vor der Kommunion

Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.

Kommunion der Gläubigen

Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Dank-Ektenie

Der Diakon beginnt die abschließende Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Gebet hinter dem Ambo

P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Große Wasserweihe

Sofort nach dem Gebet hinter dem Ambo gehen die Geistlichen durch die Königlichen Türen zu einem Wassergefäß hinaus. Der Kerzenträger und der Diakon mit dem Weihrauchfaß und der Diakonskerze gehen vor dem Vorsteher, der das heilige Kreuz hinausträgt und es auf einem geschmückten Pult auslegt. Danach werden allen Zelebranten Kerzen ausgeteilt. Der Vorsteher weihräuchert um das Wasser herum sowie die Ikonen und die Betenden.
Ton 8:
Ch: Die Stimme des Herrn ertönt über den Wassern, sprechend: / Kommet, empfanget alle den Geist der Weisheit, / den Geist der Erkenntnis, den Geist der Furcht Gottes, // des erschienenen Christus. Dreimal.
Heute wird die Natur der Wasser geweiht, / und es spaltet sich der Jordan / und hält von der eigenen Strömung die Fluten zurück, // schauend den Gebieter, wie Er getauft wird. Zweimal.
Gleich einem Menschen kamest Du in den Fluss, Christus, König, / und verlangst, die Taufe der Knechte zu empfangen, o Guter, // von den Händen des Vorläufers, / um unserer Sünden willen, Menschenliebender. Zweimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Stimme des Rufenden in der Wüste: / "Bereite den Weg des Herrn", / kamst Du, o Herr, Knechtsgestalt annehmend, / um die Taufe bittend, der Du doch die Sünde nicht gekannt. / Es sahen Dich die Wasser und erschraken; / es erzitterte der Vorläufer, rief aus und sprach: / Wie vermag der Leuchter das Licht zu erleuchten? / Wie soll der Knecht die Hand auflegen dem Gebieter? / Heilige mich und die Wasser, o Erlöser, // der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt.
Wenn die Wasserweihe von einem Priester ohne Diakon zelebriert wird, kann das Gebet Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn… während der Paremien gelesen werden.

Erste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jes 35, 1-10

Zweite Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jes 55, 1-13

Dritte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jes 12, 3-6

Lesung des Apostels

D: Weißheit.
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Vers: Der Herr ist meines Lebens Zuflucht; vor wem sollte mir grauen?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
L: Der Herr ist meine Licht und mein Heil.
     Ch: Vor wem sollte ich mich fürchten?
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weißheit.
L: Alleluïa, im 4. Ton. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
L: Die Stimme des Herrn über den Wassern. Gott der Herrlichkeit hat gedonnert, der Herr über vielen Wassern.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit kam Jesus von ˻Nazaret in Galiläa˼ und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich spalten und den Geist, der wie eine Taube auf ihn herabstieg; und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.” (Mk 1, 9-11)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Große Ektenie:

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass geheiligt werden möge dieses Wasser durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass herabkommen möge auf dieses Wasser die reinigende Wirksamkeit der überwesentlichen Dreiheit, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass ihnen gegeben werden möge die Gnade der Erlösung, der Segen des Jordan durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Satan unter unsere Füße zerschmettert und jeder gegen uns gerichteter böser Anschlag vereitelt werden möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Herr, unser Gott, uns von jedem Anschlag und jeder Bedrohung des Feindes herausführen und würdig machen möge der verheißenen Güter, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erleuchtet werden mögen mit der Erleuchtung der Erkenntnis und Frömmigkeit durch das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott der Herr den Segen des Jordans herabsenden und dieses Wasser heiligen möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge zum Geschenk der Heiligung, zur Sühnung der Sünden, zur Heilung der Seele und des Leibes und zu jedem erwünschten Nutzen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge ein Wasser, das da aufsprudelt in das ewige Leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es sich wirksam erweise zur Vertreibung eines jeden Anschlags der sichtbaren und unsichtbaren Feinde, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die, die es schöpfen und nehmen zur Weihe der Häuser, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es zur Reinigung der Seelen und Leiber für alle werde, die es im Glauben schöpfen und an ihm teilhaben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir gewürdigt werden mögen, erfüllt zu werden mit Heiligung bei der Teilnahme an diesem Wasser durch die unsichtbare Erscheinung des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und Sich unser erbarme.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
Während der Diakon spricht, betet der Priester leise:
P: Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn, der Du bist im Schoße des Vaters. Wahrer Gott, Quelle des Lebens und der Unsterblichkeit, Licht vom Lichte, der Du in die Welt gekommen bist, um sie zu erleuchten, erleuchte unser Gemüt durch Deinen heiligen Geist, und nimm uns an, die wir Verherrlichung und Danksagung Dir darbringen für Deine wunderbaren und großen Taten von Ewigkeit an, und für Deine Herabkunft zu unserem Heil in den letzten Zeiten, in welchen Du unser schwaches und armseliges Wesen angezogen und zum Knechtsstande Dich erniedrigt hast, von der Hand eines Knechtes im Jordan getauft zu werden, auf dass Du, der Sündlose, die Natur der Gewässer heiligend, uns den Weg zur Wiedergeburt durch Wasser und Geist bereiten und uns in die erste Freiheit zurückversetzen möchtest. Indem wir das Andenken an dieses Dein göttliches Geheimnis feiern, bitten wir Dich, menschenliebender Gebieter, gieße aus über uns, Deine unwürdigen Knechte, nach Deiner göttlichen Verheißung das reinigende Wasser, das Geschenk Deiner Barmherzigkeit, auf dass unsere, der Sünder, über dieses Wasser ausgesprochene Bitte, wohlangenehm werde Deiner Güte, und Dein Segen durch dasselbe uns und all Deinem gläubigen Volke verliehen werden möge zur Verherrlichung Deines heiligen und anbetungswürdigen Namens. Denn Dir gebühret alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Und, nachdem der Priester leise das Amen gesprochen hat, beginnt er, wenn der Diakon bereits die Ektenie vollendet hat, mit lauter Stimme das folgende Gebet:
P: Groß bist Du, Herr, und wunderbar sind Deine Werke, und kein Wort wird genügen zum Lobpreis Deiner Wunder. Dreimal.
Denn Du hast durch Deinen Willen das All aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, durch Deine Macht hältst Du die Schöpfung zusammen, und durch Deine Vorsehung verwaltest Du die Welt. Aus vier Elementen hast Du die Schöpfung gebildet, mit vier Jahreszeiten den Kreis des Jahres gekrönt. Vor Dir erzittern alle geistigen Kräfte, Dich besingt die Sonne, Dich rühmt der Mond, Dir dienen die Sterne, Dir gehorcht das Licht, vor Dir erbeben die Abgründe, Dir dienen die Quellen. Du hast den Himmel ausgebreitet wie ein Zelt, Du hast die Erde befestigt über den Wassern, Du hast das Meer ummauert mit Sand, Du hast die Luft zum Atmen ausgegossen. Die Kräfte der Engel dienen Dir, die Chöre der Erzengel beten Dich an. Die vieläugigen Cherubim und sechsflügligen Seraphim, stehend und fliegend um Dich - aus Furcht vor Deiner unnahbaren Herrlichkeit verhüllen sie sich. Denn Du, der Du bist der unbeschreibliche, anfanglose und unaussprech¬liche Gott, kamst auf die Erde, indem Du Knechtsgestalt annahmest, und gleich wurdest wie ein anderer Mensch. Denn Du ertrugest es wegen der Tiefe Deines Erbarmens nicht, das Menschengeschlecht von dem Teufel unterjocht zu sehen, sondern kamst und erlöstest uns. Wir bekennen Deine Gnade, wir verkünden Dein Erbarmen, wir verhehlen nicht Deine Wohltätigkeit. Du hast die Geschlechter unserer Natur befreit, den jungfräulichen Schoß durch Deine Geburt geheiligt. Die ganze Schöpfung preist Dich, den Erschienenen; denn Du, unser Gott, zeigtest Dich auf Erden, und lebtest mit den Menschen zusammen. Du hast durch die Fluten des Jordan geheiligt, vom Himmel Deinen Heiligen Geist herabgesandt, und die Köpfe der Schlangen, die sich dort eingenistet hatten, zermalmt.
Während der Priester die Worte Du selbst also, menschenliebender König dreimal spricht, segnet er das Wasser mit seiner Hand zu jeder Wiederholung:
Du selbst also, menschenliebender König, komm auch jetzt durch das Überkommen Deines Heiligen Geistes und heilige dieses Wasser. Dreimal.
Und gib ihm die Gnadengabe der Erlösung, den Segen des Jordans. Mache es zur Quelle der Unsterblichkeit, zum Geschenke der Heiligung, zur Lösung der Sünden, zur Heilung der Krankheiten, zum Verderben der Dämonen, den feindlichen Mächten unnahbar, erfüllt mit Engelskraft; auf dass alle, welche davon schöpfen und nehmen, es haben mögen zur Reinigung der Seelen und des Leibes, zur Heilung der Leiden, zur Weihe der Häuser, zu allem Nutzen dienlich. Denn Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Geist unsere durch die Sünde alt gewordene Natur erneuert hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Wasser zur Zeit Noahs die Sünde ertränkt hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Meer befreit hast aus der Knechtschaft des Pharao durch Moses das Geschlecht der Hebräer; Du bist unser Gott, der Du zerspalten hast den Felsen in der Wüste, und es strömten die Wasser, und die Gießbäche strömten über, und Du tränktest Dein dürstendes Volk. Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Feuer durch Elias Israel abgewendet hast vom Truge des Baal.
Du Selbst nun, o Gebieter, heilige dieses Wasser durch Deinen Heiligen Geist. Dreimal.
Gib allen, die es berühren, davon nehmen und sich damit salben, Heiligung, Gesundheit, Reinigung und Segen. Und behüte, o Herr, Deine Knechte.
Gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und des hochgeweihten Bischofs N. von (dessen Gebiet). Und bewahre sie unter Deinem Schutze in Frieden; unterwirf ihnen jeden Feind und Widersacher. Gewähre ihnen alles zum Heil Erbetene und das ewige Leben. Auf dass durch die Elemente und Menschen und durch die Engel und durch das Sichtbare und Unsichtbare verherrlicht werde Dein allheiliger Name, mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Und der Priester betet, sich verbeugend:
P: Neige, o Herr, Dein Ohr und erhöre uns, der Du im Jordan getauft zu werden geruht und die Wasser geheiligt hast, und segne uns alle, die wir durch die Beugung unseres Nackens das Abzeichen der Dienstbarkeit darstellen, und würdige uns, erfüllt zu werden mit Deiner Heiligung durch die Teilnahme an diesem Wasser und die Besprengung mit demselben. Und es gereiche uns, o Herr, zur Gesundheit der Seele und des Leibes.
Ausruf: Denn Du bist unsere Heiligung, und Dir senden wir Lobpreisung, Danksagung und Anbetung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Nach dem Ausruf segnet der Priester das Wasser mit dem heiligen Kreuz, indem er es mit beiden Händen an dem waagerechten Balken hält und senkrecht in das Wasser taucht und darin mit demselben das Kreuzzeichen macht. Dabei singen die Geistlichen den Beginn des Tropars im 1. Ton, und der Chor singt es zu Ende. Dies wird 3 Mal wiederholt:
Geistliche: Als Du, Herr, im Jordan getauft wurdest, /
Ch: Ward offenbar die Anbetung der Dreiheit. / Denn des Erzeugers Stimme gab Dir das Zeugnis, / da Er Dich den geliebten Sohn nannte. / Und der Geist in Gestalt einer Taube / verkündete des Wortes Untrüglichkeit. / Der Du erschienen bist, Christus Gott, // und die Welt erleuchtet hast, Ehre Dir.
Daraufhin hällt der Priester das Kreuz in der linken Hand. Mit der rechten besprängt er kreuzförmig in vier Himmelsrichtungen.
Nach dem Besprengen, während Ehre, jetzt und die Feststichire Lasst uns, ihr Gläubigen gesungen wird, gehen die Geistlichen in den Altar.
     Ch: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6:
Ch: Lasst uns, ihr Gläubigen, preisen die Größe der Fürsorge Gottes gegen uns; / denn Er, ob unserer Übertretungen Mensch geworden, / reinigte unsere Reinigung im Jordan, / der einzig Reine und Unvergängliche, / heiligend mich und die Wasser / und zermalmend die Köpfe der Drachen auf dem Wasser. / So lasset uns nun Wasser schöpfen mit Freude, Brüder. / Denn denen, die es im Glauben schöpfen, / wird in unsichtbarer Weise die Gnadengabe des Heiligen Geistes gegeben von Christus, // unserem Gott und dem Erlöser unserer Seelen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.

Psalm 33

     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. 1. Kommt, ihr Kinder, höret mich, / die Furcht des Herrn will ich euch lehren. 2. Wer ist ein Mensch, der das Leben will, / der es liebt, gute Tage zu sehen? 1. Halte zurück deine Zunge vom Bösen / und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. 2. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; / suche den Frieden und jage ihm nach. 1. Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten / und Seine Ohren auf ihr Flehen. 2. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, / ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. 1. Es schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, / aus all ihren Bedrängnissen hat Er sie erlöst. 2. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, / und die Demütigen im Geiste wird Er erretten. 1. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, / doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. 2. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, / nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. 1. Der Tod der Sünder ist übel, / und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. 2. Erlösen wird der Herr die Seelen Seiner Knechte, / und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf Ihn.

Entlassung

P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Der Vorsteher vollzieht die Entlassung:
P: Der um unserer Errettung willen angenommen hat, im Jordan von Johannnes getauft zu werden, Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Nikolaus, des Erzbischofs von Myra in Lykien, des Wundertäters, unseres Vaters unter den Heiligen Basilius des Großen, des Erzbischofs von Caesarea in Kappadokien, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ ]), und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
Nach der Entlassung der Liturgie wird in der Mitte der Kirche eine Kerze aufgestellt. Die Geistlichen stellen sich davor auf und singen das Tropar des Fests, Ehre, Jetzt, das Kondak des Fests.
Die Hochpreisung wird nicht gesungen.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.