Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 11. April 2021
(29. März nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

4. Woche der Großen Fastenzeit Ton 3.
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 3

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 3. Stichiren des Sonntags.
Durch dein Kreuz, Christus Erretter, / ward die Kraft des Todes gebrochen / und der Trug des Teufels vernichtet. / Das Geschlecht der Menschen aber, durch den Glauben gerettet, // bringt dir an jedem Tage den Hymnus dar.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Das All wurde erleuchtet, / o Herr, durch deine Auferstehung, / und das Paradies ward wieder geöffnet. / Die ganze Schöpfung stimmt dir das Preislied an, // bringt dir an jedem Tage den Hymnus dar.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ich rühme die Macht des Vaters und des Sohnes / und besinge die Gewalt des Heiligen Geistes, / die untrennbare, ungeschaffene Gottheit, / die Dreiheit gleichen Wesens, // die da herrscht in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Dein kostbares Kreuz verehren wir, o Christus, / und deine Auferstehung besingen und preisen wir, // denn durch deine Strieme wurden geheilt wir alle.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Wir besingen den Erretter, / der aus der Jungfrau ist Fleisch geworden. / Denn um unsertwillen wurde er gekreuzigt / und ist auferstanden am dritten Tage // und hat uns so geschenkt das große Erbarmen.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Christus stieg hinab zu denen im Hades / und verkündete ihnen die frohe Botschaft: / „Seid getrost!“, so sprach er zu ihnen, / „den Sieg hab ich nun errungen. / Ich bin die Auferstehung; / ich werde hinauf euch führen, // da ich zerstöre des Todes Pforten.“
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Wir stehen unwürdig in deinem unbefleckten Hause / und lassen den Abendgesang erschallen, / da wir rufen aus den Tiefen: / „Christus Gott, der du die Welt erleuchtest / durch deine Auferstehung am dritten Tage, / entreiße dein Volk der Hand deiner Feinde, // du Menschenliebender.“
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Ton 8. Stichiren des Triodions. (nach: o des unfassbaren Wunders)
Vater Ioannes, du Frommer, / stets hast du wahrlich geführt im Munde / die Erhöhungen Gottes / und dich gemüht, du Allweiser, / um die Worte, vom Gottesgeist eingegeben, / um das Leben nach ihnen zu gestalten. / In reichem Maße hast du empfangen die von dort entspringende Gnade / und die Anschläge all der Ruchlosen überwunden, // da du selig geworden.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Vater Ioannes, Gepriesener, / durch die Tränenströme / wurde dir gereinigt die Seele, / und durch Nachtwachen hast du dir Gott geneigt gemacht, / wurdest beflügelt zu seiner Liebe / und, du Seliger, zu seiner Schönheit. / Diese genießest du jetzt nach Verdienst unaufhörlich / mit deinen Kampfgenossen in Freuden, // du gottsinnender Frommer.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Vater Ioannes, du Frommer, / den Sinn hast du beflügelt / zu Gott hin durch den Glauben, / hast verabscheut die Unrast weltlicher Verwirrung. / Du hast dein Kreuz auf dich genommen / und bist dem nachgefolgt, der überschaut alle Dinge. / Den Leib, der ist schwer zu zügeln, / hast du der Vernunft unterworfen durch asketischen Wandel // in der Kraft des göttlichen Geistes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 5.
Frommer Vater, als du hattest vernommen / den Schall des Evangeliums des Herrn, / da hast du die Welt verlassen, / Reichtum und Ehre aber für nichts erachtet. / So hast du allen zugerufen: / „Liebet Gott, und ihr werdet finden die ewige Gnade! / Schätzet nichts höher als seine Liebe, / auf dass ihr findet die Ruhe, / wenn er kommt in seiner Herrlichkeit mit allen Heiligen. / Auf ihre Fürsprache bewahre, o Christus, // und rette unsere Seelen.“
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 3. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Wie sollen wir nicht bewundern, / Allehrwürdige, dein gottmenschliches Gebären? / Denn ohne vom Manne zu wissen, du ganz ohne Tadel, / hast du geboren den vaterlosen Sohn im Fleische, / ihn, der vor den Äonen / ward mutterlos gezeugt aus dem Vater, / der in keiner Weise hat erlitten / eine Veränderung, Vermischung oder Trennung, / sondern unversehrt bewahrte / die Eigenheit jeder Wesenheit. / So bitt ihn, Mutter-Jungfrau, Gebieterin, / dass errettet werden die Seelen derer, // die dich rechtgläubig als Gottesgebärerin bekennen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet. Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Theotokion des Sonntags vom Stichos nach dem Ton der Stichire der Kirche.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 3. Stichiren des Sonntags.
Durch dein Leiden, o Christus, / hast du in Finsternis gehüllt die Sonne / und durch das Licht deiner Auferstehung / das All getaucht in Helligkeit. / So nimm entgegen, o Menschenliebender, // unsern abendlichen Hymnus.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Deine lebenempfangende Erweckung, o Herr, / hat den ganzen Erdkreis erleuchtet / und zu sich zurückgerufen / das eigene verdorbene Gebilde. / So lasst uns rufen, gelöst vom Fluche des Adam: // „O Herr, Allmächtiger, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Du bist Gott, der ist unveränderlich, / und hast dich doch verändert, da du littest im Fleische. / Als dich die Schöpfung sah hängen, / da konnte sie's nicht ertragen. / Vor Furcht geriet sie in Verwirrung / und besang stöhnend deine Langmut. / Hinabgestiegen bist du in den Hades / und bist doch auferstanden am dritten Tage. / Und so schenktest du der Welt das Leben // und das große Erbarmen.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Auf dass unser Geschlecht du erlösest, / o Christus, aus dem Tode, / hast du den Tod auf dich genommen. / Doch auferstanden von den Toten am dritten Tage / hast du mit dir auferstehen lassen jene, / die als Gott dich erkannten, // und hast, o Herr, die Welt erleuchtet; Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 2. Stichire des Triodions.
Den Engel auf Erden / und Gottesmenschen im Himmel, / den Schmuck der Welt, den Überfluss an Gütern und an Tugenden, / die Zịerde der Asketen, / Ioannes, wir wollen ihn ehren. / Denn eingepflanzt im Hause Gottes / ist er ạufgeblüht als Gerechter, / und wie eine Zeder in der Wüste / ist gewachsen die Herde Christi, / die bestẹht aus vernunftbegabten Schafen, // in Frömmigkeit und Gerechtigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags.
O des unerhörten Wunders / aller Wunder von einst! / Denn wer hat erfahren von einer Mutter, / die ohne Mann hat geboren / und auf den Armen ihn hat getragen, / der da umfasst die ganze Schöpfung? / Gottes Wille ist das Geborene. / Ihn hast als Kind du getragen / auf deinen Armen, o Allreine. / Da du als Mutter kannst frei zu ihm sprechen, / höhre nicht auf zu bitten / für jene, welche dich ehren, / dass er sich erbarme // und unsere Seelen errette.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 3

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 3. Tropar des Sonntags.
Freuen soll sich, was ist im Himmel, / jauchzen, was auf Erden. / Denn der Herr hat Macht gewirkt mit seinem Arme. / Im Tode zertrat er den Tod. / Er war der Erstgeborene der Toten, / hat uns entrissen dem Bauch des Hades // und der Welt gewährt das große Erbarmen.
Freuen soll sich, was ist im Himmel, / jauchzen, was auf Erden. / Denn der Herr hat Macht gewirkt mit seinem Arme. / Im Tode zertrat er den Tod. / Er war der Erstgeborene der Toten, / hat uns entrissen dem Bauch des Hades // und der Welt gewährt das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 1. Tropar des Triodions.
Als Bewohner der Wüste und Engel im Leibe / und als Wundertäter hast du dich erwiesen, Ioannes, unser Vater. / Durch Fasten, Wachen und Beten erlangtest du die himmlischen Gnadengaben, / heilest die Kranken und die Seelen derer, die voll Vertrauen zu dir kommen. / Ehre dem, der dir Kraft gegeben. / Ehre dem, der dich bekränzt. // Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion des Sonntags.
Als Gabriel zu dir sprach das „Sei gegrüßt“, / da wurde Fleisch, o Jungfrau, mit dem Rufe / der Gebieter über alles in dir, der heiligen Lade, / wie es gesagt hatte der gerechte David. / Erzeigt wurdest du weiter als die Himmel, / die du hast hervorsprießen lassen deinen Schöpfer. / Ehre dem, der in dir siegte, / Ehre dem, der aus dir hervorging, // Ehre dem, der uns befreite durch dein Gebären.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Sedalen des Sonntags.
Christus ist erstanden von den Toten / als Erstling der Entschlafenen. / Der Erstgeborene der Schöpfung und Bildner alles Gewordenen / hat die verdorbene Natur unseres Geschlechtes in sich erneuert. / Nicht mehr, o Tod, bist du Herrscher, / denn der Gebieter über alles // hat deine Stärke vernichtet.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende! (Ps 9,33)
Der du im Fleische den Tod, o Herr, verkostet, / hast die Bitternis des Todes ausgemerzt in deiner Erweckung. / Und dem Menschen hast du Kraft wider ihn verliehen, / die Überwindung des alten Fluches ausgerufen. // Du Schützer unseres Lebens, Herr, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Von der blühenden Anmut deiner Jungfräulichkeit / und dem prachtvollen Glanze deiner Reinheit / ganz erstaunt rief dir Gabriel, o Gottesgebärerin: / Welchen Lobpreis soll ich entbieten deiner würdig? / Wie soll ich dich nennen? Rat und Fassung mir fehlen. / So ruf ich dir, wie's mir ist aufgetragen: // Sei gegrüßt, du voll der Gnaden!
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Sedalen des Sonntags.
Vor der Unwandelbarkeit der Gottheit / und der Freiwilligkeit deines Leidens, o Herr, / geriet in Schrecken der Hades und brach aus in Klagen: / Ich erbebe vor dem unzerstörbaren Zustand des Leibes / und erblicke den Unsichtbaren, der mit mir geheimnishaft liegt im Kampfe. / Deshalb rufen auch jene, die in meiner Macht ich halte: // Ehre sei, Christus, deiner Auferstehung!
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Das Unfaßbare der Kreuzigung / und das Unerklärliche der Erweckung / künden wir Gläubige als unsagbares Mysterium Gottes. / Denn heute wurden Tod und Hades beraubt; / und das Menschengeschlecht ward mit Unvergänglichkeit bekleidet. / Darum voll Dankbarkeit wir auch rufen: // Ehre sei, Christus, deiner Auferstehung!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dem Unfaßbaren und Unumschränkten, / der gleichen Wesens ist mit dem Vater und Geiste, / hast in deinem Leibe du geheimnishaft Raum gegeben, Gottesmutter. / Die eine und unvermischte Wirkkraft der Dreiheit wird durch dein Gebären, / so haben wir erkannt, in der Welt verherrlicht. / Darum voll Dankbarkeit wir auch rufen: // Sei gegrüßt, du voll der Gnade.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Ipakoi.
Durch seinen Anblick versetzte in Schrecken, doch spendete Tau durch seine Worte / der blitzerstrahlende Engel, als er sprach zu den Myrrhenträgerinnen: / Den Lebenden, was sucht ihr ihn im Grabe? / Er ist erstanden, hat leer gemacht die Gräber. / Des Verderbens unwandelbaren Wandler erkennet! (Ps 65,3) / Sprechet zu Gott: Wie furchterregend sind deine Werke! // Denn errettet hast du das Geschlecht der Menschen.

Stufengesänge (Stepenny)

Ton 3.
1. Antiphon
Die Gefangenschaft Sions, du hast sie entrissen Babylon. Auch mich zieh aus den Leidenschaften zum Leben, o Logos. Die im Süden säen unter gotterfüllten Tränen, sie werden ernten mit Freuden Ähren des Lebens auf immer.
Erbarme dich unser, die wir straucheln so viel zu jeder Zeit, o mein Christus, und gib mir vor dem Ende den Willen, mich zu bekehren zu dir.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist strahlt auf alle Wohltat zusammen durch den Vater und den Sohn. Denn in ihm alles lebt und sich regt.

2. Antiphon
Wenn nicht der Herr erbaut das Haus der Tugenden, werden wir vergeblich uns mühn. Doch schützt er die Seele, so wird niemandem von uns erstürmt seine Stadt.
Von der Frucht des Leibes, durch den Geist von dir an Kindes Statt angenommen, o Christus, wie vom Vater, das sind die Heiligen allezeit.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist wird alle Heiligkeit und Weisheit geschaut. Er gibt Sein aller Schöpfung. Ihn laßt uns anbeten, denn Gott ist er, wie den Vater und den Logos.

3. Antiphon
Die da fürchten den Herrn, selig sind sie. Die Pfade der Gebote beschreiten sie und werden kosten die Vollfrucht des Lebens.
Rings um deinen Tisch schaust du frohlockend deine Kinder, du Erzhirte, die tragen die Sprosse des rechten Tuns.
Ehre, Jetzt.
Dem Heiligen Geist ist eigen der ganze Reichtum der Herrlichkeit, aus dem Gnade und Leben erfließt aller Schöpfung. Denn mit dem Vater besingen wir ihn und dem Logos.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 3. Prokimenon des Sonntags.
Prokimenon, Ton 3:
D: Sprechet unter den Völkern: Der Herr ist König, / denn Er hat die Welt gegründet, und sie wird nicht wanken.
     Ch: Sprechet unter den Völkern: Der Herr ist König, / denn Er hat die Welt gegründet, und sie wird nicht wanken. Nach jedem Vers.
Vers: Singet dem Herrn ein neues Lied.
D: Sprechet unter den Völkern: Der Herr ist König.
     Ch: Denn Er hat die Welt gegründet, und sie wird nicht wanken.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Elftes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferweckt worden war, und spricht zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Hege meine Lämmer.“ Wiederum spricht er zu ihm zum zweiten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Weide meine Schafe.“ Er spricht zu ihm zum dritten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb?“ Petrus wurde traurig, weil er zu ihm zum dritten Mal sprach: „Hast du mich lieb?“, und sagt zu ihm: „Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.“ Jesus spricht zu ihm: „Hege meine Schafe. Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingest umher, wohin du wolltest. Wann du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ Dies aber sagte er, um zu bezeichnen, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: „Folge mir nach.“ Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“ Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: „Herr, dieser aber – was ist mit ihm?“ Jesus spricht zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Du folge mir nach.“ Dieses Wort nun ging aus unter die Brüder, dass jener Jünger nicht sterbe. Doch Jesus sprach nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?“ Dieser ist der Jünger, der davon zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber auch vieles andere, was Jesus getan hat; wenn dies alles einzeln niedergeschrieben würde, so könnte – meine ich – selbst die Welt die Bücher, die zu schreiben wären, nicht fassen. Amen.
(Joh 21, 15-25)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 8. Verse des Triodions.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Buße Pforten öffne mir, Lebenspender, frühmorgens strebt zu Deinem heiligen Tempel mein Geist, der trägt den ganz befleckten Leibes-Tempel, doch als der Gütige reinige ihn durch Dein wohlwollendes Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Pfade des Heils leite mich, Gottesgebärerin, der ja mit schändlichen Sünden meine Seele ich habe befleckt und mein ganzes Leben im Leichtsinn vergeudet; doch du rette mich durch deine Fürbitten von jeder Unreinheit.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Triodions.
Die Menge der von mir begangenen Missetaten bedenkend, schaudere ich Armseliger vor dem furchterregenden Gerichtstag; aber hoffend auf die Güte Deines Wohlwollens, rufe ich wie David zu Dir: Erbarme Dich meiner, Gott, nach Deinem großen Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Der die Wasser einstens durch seinen göttlichen Willen / an einem einzigen:Sammelort hat vereinigt / und das Meer zerteilt dem israelitischen Volke, / dieser unser Gott ist der Verherrlichte. // Ihm laßt uns singen, denn er hat sich verherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der die Erde hat verflucht, dem Übertreter / als Frucht des Schweißes Dornen zu tragen, / er, unser Gott, hat eine Krone von Dornen / aus gesetzwidriger Hand empfangen im Leibe // und so den Fluch gelöst, denn er hat sich verherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Überwinder des Todes, der bereithält das Siegeszeichen, / hat sich erwiesen, der in den Tod sich hatte begeben. / Denn der das beseelte leidensfähige Fleisch hatte angenommen, / er, unser Gott, und den Tod hatte niedergerungen, // er hat alle mitaufgerichtet, denn er hat sich verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als wahre Gottesgebärerin alle Völker / dich lobpreisen, die du samenlos hast geboren. / Denn eingegangen ist er in deinen geheiligten Mutterschoß, / er, unser Gott, hat so das Unsrige sich angeeignet // und ist als Gott und Mensch aus dir geboren.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Alle Natur der Überhimmlischen beugt das Knie dem aus dir, Jungfrau, Fleischgewordenen, mit den auf Erden Befindlichen auch nach Gebühr die Unterirdischen; denn er ward verherrlicht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Siehe, welche Versöhnung ist in dir! Denn er, der da ist der freigebige Spender des Guten, Gott, der uns den göttlichen Geist gegeben hat, nahm Fleisch aus dir an, Jungfrau; denn er ward verherrlicht!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Ähnlich, Christus, bin ich dem geworden, der in die Hände der Räuber gefallen, dem, der von ihnen, halbtot von Schlägen, liegen gelassen wurde, o Heiland. Denn so bin auch ich von meinen Sünden geschlagen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schau nicht an mir, dem Schwerkranken, vorbei, so schrie unter Klagen, o Heiland, der deinen Reichtum an die Räuber verloren hatte. So fleh denn auch ich: Sei mein Erbarmer, Erretter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Du hast mich geheilt, mich, dessen Sinn von ungerechten Räubern und schlechten Gedanken durch Sündengeißeln zerschlagen. Christus, o Heiland, errette mich, reicher Erbarmer.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Fleckenlose, Christi Mutter, Gott, der Fleisch annahm aus dir und nicht den Schoß des Vaters verließ, flehe an ohne Ende, aus aller Gefahr zu erretten jene, die er gebildet.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Kanon des Ignatios auf den hl. Johannes Klimakos
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Zu stofflosem, geistigem Lichte bist du aus dem Elend der Sinnendinge emporgestiegen. Johannes, du Seliger, durch deine Bitten beim Herrn gib mir Licht.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Der Enthaltsamkeit Süße hast du genossen und der Lüste Bitternis von dir gestoßen. Darum machst du, Vater, über Honig und Honigseim unsere Empfindungen süß.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Tugenden Höhe besteigend und die erdhaften Lüste verachtend, wurdest du, seliger Vater, als des Heiles Süßigkeit deiner Herde gezeigt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die du die Weisheit und das Wort des Vaters unsagbar gebarst, heile meiner Seele gefährliche Wunde, und des Herzens Schmerz mache leicht.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Aus dem Nichtsein hast du alles ins Dasein gebracht, / was geschaffen ward durch den Lo?os, / und vom Geiste ward vollendet, / allmächtiger Gebieter. // Mach mich fest in deiner Liebe.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch dein Kreuz wurde der Ruchlose zuschanden. (Ps 7,16) / Denn eine Grube hat er geschaffen / und ist in sie, die er gegraben, hineingefallen. / Erhöht aber ward, o Christus, // das Horn der Niedrigen in deiner Auferstehung
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Botschaft des wahren Glaubens hat die Meere / der Völker wie Wasser, bedeckt, o Menschenliebender. / Denn auferstanden aus dem Grabe // hast du geoffenbart den Glanz der Dreiheit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Herrliches wurde gesagt von dir, / du beseelte Stadt dessen, / der auf immer herrscht als König. / Denn durch dich, o Gebieterin, // hat sich Gott zugesellt den Erdenbewohnern. (Ps 86,3)
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Rein hat der Zweig aus der Wurzel des Jesaias, die Jungfrau, der Weissagung gemäß hervorblühen lassen als Blume dich, o Christus! Heilig bist du, o Herr!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Indem du die Erdgebornen des Göttlichen teilhaftig machen wolltest, bist du arm geworden, annehmend unser Fleisch aus der Jungfrau! Heilig bist du, o Herr!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Auf dem Wege des Lebens, Christus, bin ich schlecht gewandelt. Durch die Leidenschaften ward ich von Räubern verwundet. Wohlan, ich bitte, hebe mich auf.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Die Räuber haben mir die Besinnung geraubt. In meiner Sünden Wunden ließen sie halbtot mich liegen. Wohlan denn, heile mich, Herr.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Die Leidenschaften haben, Christus, o Heiland, mich deiner Gebote entblößt. So bin ich von Lüsten zerschlagen. Wohlan, gieß nieder auf mich dein Erbarmen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Ohne Ende, o Heilige, flehe zu dem, der aus deinem Schoße hervortrat, dass errettet werden vom Truge des Teufels, die dich als Gottesmutter besingen in Hymnen.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Durch der Tugendübung glühende Kohle, o Herrlicher, hast du die Dornen der Leidenschaften verbrannt und bringst zum Erglühen die Heere der Mönche.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Durch der Tugendübung Gewürze, o Seliger, wurdest du ganz zu der Heiligung Narde, zu einem Dufte des Wohlgeruchs Gottes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In den Gesetzen der Tugend dich übend, hast du die Leidenschaften wie andere Pharaoniten versenkt jetzt im Strom deiner Tränen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Meiner Sinne Unbestand bringe zum Stehen, o Heilige. Setz in Bewegung, Mutter Gottes, die Unruhe zu deinem Sohne und lenke sie.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Kondak des Triodions.
Auf die Höhe der Enthaltsamkeit / hat dich der Herr gestellt / als einen wahrhaften Fixstern, / der den Enden der Erde Licht bringt, // Vater Johannes, unser Lehrer.
Das Haus Gottes, zu dem du dich in Wahrheit machtest, o Vater, hast du mit deinen heiligen Tugenden weise geziert mit Glauben, Hoffnung und wahrhafter Liebe wie mit weithin leuchtendem Golde. Heilige Gesetze verordnend: Durch der Enthaltsamkeit Übung vom Fleische gleichsam erlöset, gewannst du die Klugheit, Tapferkeit, Mäßigung, die Demut, durch die du erhöht wardst. Darum wardst du auch in immerwährendem Flehen erleuchtet und erlangtest die himmlischen Zelte, Wegweiser, unser Vater Johannes.
Ton 5.
In deinem heiligen Kreuz, unser Heiland, besitzen wir des Heiles Waffe, wir rufen in ihm dir zu: Rette uns, der du freiwillig für uns gelitten hast, du aller Gott, reich im Erbarmen!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. (des Hl. Johannes)
In Tugenden aufleuchtend zum Himmel, kehrtest du sichtbar, feststehend, fromm zu des Schauens unermesslicher Tiefe zurück. Indem du jegliche List der Dämonen offenbarst, schirmst du die Menschen vor ihrer Schande, Johannes, der Tugenden Leiter. Und nun flehst du um deiner Knechte Errettung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton.
Der auf dem Thron der Cherubim sitzt und ruhet im Schoße des Vaters, der sitzt wie auf seinem heiligen Throne, о Herrin, auf deinem Schoße als Mensch: Gott, der über alle Völker regieret. Ihn flehe an um deiner Knechte Errettung.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Gelegt hast du auf uns deine machtvolle Liebe, o Herr; / denn deinen einziggezeugten Sohn hast du für uns in den Tod hingegeben. / Deshalb rufen wir dir voll Dankbarkeit: // Ehre sei deiner Macht, o Herr.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wundmale hast du, Christus, voll Mitleid hingenommen und Striemen, / den Frevel der Backenstreiche ausgehalten und langmütig die Bespeiung ertragen. / Durch sie hast du mir die Rettung erwirkt. // Ehre sei deiner Macht, o Herr.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Im sterblichen Leibe, o Leben, stelltest du dich dem Tode anheim / um des Elends der Armen und des Seufzens der Bedürftigen willen. / Vernichtet hast du den Vernichter, // da du, Gepriesener, hast alle mitaufgerichtet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gedenke, o Christus, der Herde, die du erworben durch dein Leiden, / indem du annimmst die mitleidsvollen Bitten deiner gepriesenen Mutter. / Suche sie heim, die übel ist zugerichtet // und durch deine Macht sie rette.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tatkräftiger Gebieter, nachdem du die Berge festgestellt hattest mit der Wage der göttlichen Erkenntnis, bist du als Felsen losgelöst ohne Vermittlung der Hände aus der Jungfrau! Deiner Kraft sei Ehre, o Menschenliebender!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erhabener Gebieter, unsere kranke Natur hast du geheilt, das kräftigste Heilmittel zusammeneinigend in der Jungfrau, o Wort, deine allreine Gottheit!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Loos bist du mir, Herr, und ersehntes Erbe, der du geeint hast mich aus der Jungfrau, o Wort, deiner Person, indem du im Fleische Person warst!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Räuber haben geraubt mir das heilige Bild und ließen mich zurück, von den Schlägen gequält.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Meine unsteten Gedanken haben mich, Heiland, deiner Gebote entblößt. So bin ich von Sünden gegeißelt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Da der Levit mich von den Schlägen verwundet sah, ging er, mein Heiland, vorüber. Wohlan, du musst mich erretten.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Mit Recht preisen wir dich, Gottesgebärerin, Jungfrau, und zu deinem Hafen fliehen wir Gläubige.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Wie eine herrlich duftende Wiese und der Tugenden lebendiges Paradies triebst du hervor die Enthaltung, durch die du alle genähret, die dich verehren.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Den Gesetzgeber der Übung der Tugend und der Mönche gelassenes Vorbild, einen Moses gleichsam und David, besitzen wir in Wahrheit in dir, o Vater, und sagen dir Preis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
An der Enthaltsamkeit Gewässer gepflanzt, bist du erschienen, seliger Vater, als eine üppige Rebe, die der Frömmigkeit Trauben hervorbringt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Ihn, der erschien in der Zeit, der vor der Zeit aus dem Vater hervorstrahlt, hast du uns, o Gottesmutter, geboren. Ihn flehe an, zu erretten, die dich besingen in Hymnen.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Zu dir komm ich am Morgen, du Bildner des Alls, / dem Frieden, der übersteigt alles Begreifen. / Denn Licht sind deine Befehle. // Durch sie den Weg mir weise.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Einem ungerechten Richter durch die Mißgunst der Hebräer ausgeliefert, / der du alles hast im Blick und richtest in Gerechtigkeit / die ganze Erde, hast den Adam befreit // von der Verfluchung von ehedem.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Deinen Frieden deinen Kirchen, o Christus, / durch die unüberwindliche Macht deines Kreuzes / von den Toten erstanden gewähre // und rette unsere Seelen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Gezelte heilig und weiter als die Himmel / wardst du erwiesen, da du Gottes Logos, / den die ganze Schöpfung nicht kann fassen, hast empfangen // allein, o stete Jungfrau.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es hat das Wort Gottes, dein Sohn, o Jungfrau, der Bildner Adams, des Erstgeschaffenen, nicht ein Geschöpf, wenn auch beseeltes Fleisch, sich aus dir gebildet!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der dem Vater gleiche Sohn der Jungfrau, das Wort Gottes, die vollkommene Hypostasis in zwei Naturen, Jesus der Herr, ist vollkommener Gott und Mensch!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schau, Jesus, hin auf meiner Seele Wunden, wie einst auf den, der in der Räuber Hände fiel. Und ich bitte, o Christus, heile meinen Schmerz.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schlimm ward von der Sünde Geißeln, Christus, meine Seele krank. So liege ich nun hier, von heiliger Tugend entblößt. Ich flehe dich an: sei mein Erretter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie mich der Priester sah und der Levit mir offenbar nicht helfen konnte, so gingen sie an mir vorbei. Doch du selber, o Erbarmer, botest mir jetzt dar dein Heil, wardst mein Erretter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Ich bitte dich, Herr, verachte mich Unseligen nicht, dessen Seele schlimm gegeißelt ward von Räubern. Nein, erbarme dich, Heiland, auf deiner Mutter Flehen.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Alle Leidenschaften hast du gelöscht durch den Tau deiner Kämpfe, seliger Vater, hast zahlreich sie in der Glut der Liebe und des Glaubens verbrannt. Der Enthaltsamkeit Leuchte, der Gelassenheit Licht, ein Sohn des Tages wardst du genannt.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Des Glaubens Traube ließest du wachsen in deinem heiligen Weinberg, o Vater, und legtest sie in die Kelter, und presstest sie aus in der Tugendübung Mühe, und fülltest der Enthaltsamkeit geistigen Mischkrug und erfreuest die Herzen der Deinen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du ertrugst als Held die Angriffe und Hiebe der unsichtbaren Feinde und hast dich als der Ausdauer Säule erwiesen; mit deinem heiligen Stabe gibst du deiner Herde Halt, indem du auf der Enthaltsamkeit Triften, an ihrem Wasser sie weidest, Seliger.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wir folgen den Worten deiner Lippen, Allheilige, und preisen dich glückselig. Denn an dir tat in Wahrheit Großes der Herr: er hat dich verherrlicht und, da er aus deinem Schoß geboren ward, hat er dich zu Gottes wirklicher Mutter gemacht.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Der äußerste Abgrund der Sünden / hat mich umschlossen und mein Geist. entschwindet. / So streck aus, o Gebieter, deinen erhobenen Arm // und wie Petrus, o Lenker, mich rette.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Abgrund des Mitleids und der Erbarmungen / hat mich umschlossen durch deinen barmherzigen Herabstieg. / Denn da du Fleisch angenommen, o Gebieter, und die Gestalt eines Knechtes // hast du mich vergöttlicht und mit dir selber verherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Tötung verfiel der Töter / als den Getöteten er sah als Belebten, / diese Wahrzeichen, Christus, deiner Auferstehung // und die Kampfespreise deines reinen Leidens.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: O Allreine, die du zwischen dem Bildner allein / und den Menschen hast vermittelt über dem Begreifen, / deinen Sohn flehe an, huldvoll zu sein und ein Verteidiger // deinen gestrauchelten Dienern.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Indem der des (unseres) Zustandes Untheilhaftige nach Zustand und in der Tat, ohne die Gottheit zu wandeln, Mensch wird, wird gestaltet das gemäß unserer Natur Seiende aus der unbefleckten Maid!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Rette mich, o Allunschuldvolle, vom Abgrunde der Sünden und dem Sturme der Leidenschaften; denn du bist Hafen und Abgrund der Wunder den im Glauben zu dir Fliehenden!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Durch die Leidenschaften hab ich das göttliche Leben aufgezehrt, o Gebieter. Und durch der Sünden Geißeln ganz furchtbar zugerichtet, bin ich zu dir geflohen. Ich bitte, habe Mitleid mit mir.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Die Räuber haben mir den Reichtum geraubt. Durch Leidenschaften haben sie meine Seele gegeißelt, wie einen Toten mich zurückgelassen. Wohlan, erbarme dich, o Herr: sei mein Erretter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie der Levit der Geißelhiebe Marter und die Wunden sah, ertrug er es nicht und ging an mir vorüber. Doch du, Menschenfreund, gossest nieder auf mich dein reiches Erbarmen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dir, dem unverbrennbaren Dornbusch, dem Berge, der lebendigen Leiter, der Pforte des Himmels, sagen geziemend wir Preis, Maria, du Herrliche, der Rechtgläubigen Ruhm.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
In der Seele empfingst du des Geistes göttlichen Reichtum: das rechte Gebet, die Heiligkeit, Ehrbarkeit, strenge Wachsamkeit, der Enthaltsamkeit Mühen, durch die du als Wohnung Gottes erkannt wurdest.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Am Flitter der irdischen Sinnendinge liefst du vorbei, hast in geistigem Flehen die Seele emporgeschwungen, und als Erbe des himmlischen Landes bist du erschienen ob des vollendeten Wandels.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch den Schweiß bei der Übung der Tugend hast du in Wahrheit ausgelöscht die Glut der Feindespfeile. Aufflammend im Feuer des Glaubens, hast du das Wüten der Irrlehren des Unglaubens verbrannt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Es strahlte auf aus Sion die Würde des Höchsten, in unsagbarer Vereinigung sich bedeckend mit der Hülle des Fleisches aus dir, o Jungfräuliche, und hat erleuchtet die Welt.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 3. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du heute aus dem Grabe, Barmherziger, / und hast uns hinausgeführt aus den Pforten des Todes. / Heute tanzt Adam und es freut sich Eva, / die Propheten aber zugleich besingen mit den Patriarchen // unaufhörlich die göttliche Kraft deiner Herrschaft.
Ikos.
Himmel und Erde, heute sollen sie tanzen und Christus als Gott einmütig besingen, weil er die Gefesselten aus den Gräbern hat aufgerichtet. Es freut sich mit die ganze Schöpfung und bietet würdige Gesänge dar dem Schöpfer des Alls, unserm Erlöser. Denn die Sterblichen hat er heut aus dem Hades mitemporgezogen als Lebenspender und miterhöht in die Himmel. Des Feindes Erhebungen aber reißt er nieder und zerschmettert die Pforten des Hades, durch die göttliche Kraft seiner Herrschaft.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Wie einstens du die frommen / drei Jünglinge hast mit Tau erfrischt / in der flammenden Löhe der Chaldäer, / so erleuchte auch uns mit dem Feuer, / dem licht sprühenden der Gottheit, // die wir rufen: Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mittendurch riß der Vorhang, / der prächtige, des Tempels, bei der Kreuzigung des Bildners / und machte so offenbar die Wahrheit, / die in der Schrift ist verborgen, den Gläubigen, // die da rufen: Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als deine Seite ward durchstochen, / da träufelten die gottfließenden Tropfen / deines lebensschaffenden Blutes, o Christus, / nach der Heilsordnung nieder zur Erde / und bildeten neu, die genommen sind von der Erde // und die rufen: Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den Geist, den Guten, laßt uns preisen / gemeinsam mit dem Vater / und dem Sohn, dem Einziggezeugten, indem wir Gläubige eine Herrschaft in den Dreien / und eine einzige Gottheit verehren, // da wir rufen: Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O du Herr des Ruhmes, der du herrschest über die Kräfte dort oben, der du sitzest mit dem Vater, von den jungfräulichen Händen getragen, gelobt bist du, o Herr, Gott unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tollkühn ist der Tod! Doch du hast ihn, als er mit dir zusammentraf, zu Nichte gemacht, aus der Jungfrau, o Gottpersönlicher, Fleisch geworden! Gelobt bist du, o Herr, Gott unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Treu glaubend, erkennen wir Alle dich an als Gottesgebärerin; denn den Einen der Dreifaltigkeit, der Fleisch ward, hast du geboren. Gelobt ist, o Allunschuldvolle. die Frucht deines Leibes!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Räuber sind hergefallen über mich Unseligen. Von Geißelschlägen gleichsam tot und ohne Odem, so ließen sie mich liegen. Darum flehe ich zu dir: Gott, hab mit mir Erbarmen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Die unsteten Gedanken haben mich meiner Sinne beraubt, durch Leidenschaften mich geschlagen, getötet von der Sünden Menge mich zurückgelassen. Wohlan, o Heiland, heile mich.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Als der Levit mich sah, wie ich ob der Schläge Schmerzen litt, konnte er der Wunden Anblick nicht ertragen, da sie unheilbar waren, und ging an mir vorbei, mein Heiland. Du selber sei mein Arzt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du, der Fleisch annahm aus der Jungfrau, wardst mein Erretter, Christus, indem du auf meine Wunden deines Mitleids reiches Erbarmen träufeltest. Darum preise ich dich.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Im Grün deines himmlischen Reiches hast du die Herde, o Vater, geweidet, und mit dem Stabe der Lehren vertriebst du der Irrlehren Tiere und sangest: Gott unserer Väter, gepriesen bist du.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Zu Christi, des Königs, des himmlischen Bräutigams Mahle gingest du ein, bekleidet mit dem Ehrengewande dessen, der dazu ruft. Dort setztest du dich nieder, riefest: Gott unserer Väter, gepriesen bist du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als der Enthaltsamkeit Strom, nicht aufbrausend in Sünden, Vater, wardst du erwiesen, der wegspült die Gedanken, reinigt den Schmutz derer, die rufen im Glauben: Gott unserer Väter, gepriesen bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus deinem Schoß ging hervor, annehmend Fleisch aus der Jungfrau, der aller Gebieter ist. Darum erkennen wir dich rechtgläubig als Gottes Mutter und rufen zu deinem Sohne: Gott unserer Väter, gepriesen bist du!
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: Ins unerträgliche Feuer geworfen / blieben doch unversehrt von der Flamme / die Jünglinge, die sich auszeichneten durch Gottesfurcht / und stimmten an den göttlichen Hymnus: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Niedergerissen wurde die Pracht des Tempels, / als dein Kreuz ward aufgerichtet auf der Schädelstätte. / Die Schöpfung aber geriet in Verwirrung / und hub an voll Schrecken zu singen: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Erstanden bist du, Christus, aus dem Grabe / und hast durch das Holz wieder aufgerichtet / in göttlicher Macht den durch Täuschung / Gefallenen, der da ruft mit den Worten: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Erwiesen hast du dich als Tempel Gottes, / seine beseelte Stätte und Lade, denn den Schöpfer / den Sterblichen du hast, Gottesgebärerin, / versöhnt, Allunversehrte. / Darum geziemend wir, all die Werke, dich besingen // und hoch erheben in alle Ewigkeit.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Sehr über die Engel als Mutter erhobene Jungfrau, die du Gott nahe bist, wir loben, o Gesegnete, deinen Sohn, und erheben ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Maria, eine herrlichere als die natürliche Schönheit zeigtest du, indem du ausstrahltest das Fleisch der Gottheit! Wir loben, o gesegnete Jungfrau, deinen Sohn, und erheben ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie Räuber haben meine Gedanken mein ganzes Leben durch der Sünde Geißeln verdorben. Darum ward ich deines, des menschenfreundlichen Gottes, heiligen Bildes entblößt. Wohlan, hab Erbarmen mit mir.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Du kamst, Heiland, aus den Höhen zur Erde, erbarmtest dich meiner, der durch Geißelhiebe, durch der Sünden Striemen gänzlich verwundet war, Erbarmer, und ausgegossen hast du, Christus, auf mich dein Erbarmen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Leib und Seele hast du, Heiland, Gebieter, als Lösegeld für mich gegeben, hast mich errettet, Erbarmer, der ganz durch unheilbare Striemen, durch viele Sünden verwundet war.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dich, die auf übernatürliche Weise dem gottmenschlichen Worte geboren den Herrn und Jungfrau geblieben, preisen wir, alle Werke, o Jungfrau, und erheben dich in alle Äonen.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
In Wahrheit lebendige Säule der Enthaltsamkeit, ihr Bild besitzen wir in dir, o Vater. Darum verehren alle wir dein Gedächtnis, Johannes.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Es freuen sich die Scharen der Mönche. Der Seligen Volk, der Gerechten, tanzet im Chor. Denn mit Recht hast du mit ihnen den Kranz empfangen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: In der Tugenden Zier gingst du in der unsagbaren Herrlichkeit Brautgemach ein, eine Hymne singend Christus in die Äonen. Verschmähe uns nicht, Jungfrau und Braut, die Hilfe erflehen von dir, die Hymnen dir singen, dich erheben in die Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 3.
Irmos: O des unerhörten und gottwürdigen Wunders! / Denn der Jungfrau verschlossene Pforte / hat der Herr offenkundig durchschritten. / Unverhüllt als Gott ist er eingezogen / und mit einem Leibe angetan beim Auszug erschienen./ Die Pforte aber ist geschlossen geblieben. // Diese unsagbar als Gottesmutter hoch wir preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Schrecklich ist es, dich zu sehen, den Schöpfer, / am Holz erhöht, o Logos, Gottes, / wie du leidest im Fleische / als Gott für die Knechte / und wie du liegst entseelt im Grabe / und die Toten befreist aus dem Hades. // Darum, o Christus, als Allgewaltigen wir hoch dich preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Vom Verderben des Todes hast du errettet, o Christus, / die Vorväter, im Grabe niedergelegt als Toter, / hast aufblühen lassen das Leben / und aufgerichtet die Toten, / hast die sterbliche Natur geführt zum Lichte / und bekleidet mit göttlicher Unvergänglichkeit. // Darum als Quelle des ewigen Lichtes wir hoch dich preisen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Gottes Tempel und Thron bist du erschienen, / auf dem sich hat niedergelassen, der da ist in den Höhen, / geboren jungfräulich, Allreine, / ohne die Pforten deines Leibes / irgend zu öffnen; darum ganz und gar, o Hehre, / unterwirf durch deine unablässigen Bitten // alsbald die Rotten der Dämonen deinen Dienern.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 3.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Immerjungfrau, niemals entsteht den frommen Gläubigen Übersättigung an deinen Lobliedern; denn durch Liebe immer göttliche und geistliche Liebe empfangend, preisen sie dich als Mutter Gottes hoch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du hast uns gegeben eine unbeschämbare Fürbitterin, deine Mutter, o Christus! Auf ihre Gebete gib uns gnädig den zum Guten bewegenden Geist, der aus dem Vater durch dich ausgeht!
Erster Kanon des Triodions, Ton 5.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Deine Gebote, Herr, habe ich nicht beachtet. Auf eigenen Entschluss ließ ich mich von den Leidenschaften berücken. So ward ich der Gnade der Guten entblößt und durch die Schläge nackt hinausgestoßen. Darum, Heiland, bitte ich dich, sei mein Erretter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Nicht vermochte der Levit, meine Wunden zu reinigen. Doch du, Gütiger, tratst mitleidvoll auf mich zu und gossest, Heiland, auf mich aus die Güte deiner Erbarmung. Wie ein gar trefflicher Arzt hast du mich geheilt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Da du erbarmend bist, Christus, hast du voll Mitleid mich gerettet, der durch Geißelschläge grausam, Heiland, von den Räubern gezüchtigt ward: dein Leben, deinen Leib gabst du wie zwei Denare hin als Lösegeld.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Deine Mutterschaft übersteigt den Verstand, Gottesmutter. Denn ohne Hilfe des Mannes hast du empfangen in dir. Jungfräulich hast du geboren. Denn Gott ist das Kind. Wenn wir ihn erheben, so preisen, o Jungfrau, wir dich glückselig.
Zweiter Kanon des Triodions, Ton 8.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Als Arzt derer, die krank sind an Sünden, wurdest du von Gott gezeigt, o Seliger, als der bösen Geister Verjager, Verfolger. Darum preisen wir dich glückselig.
Frommer Vater Johannes, bitte zu Gott für uns.
Die Erde, das Haus der Verwesung, hast du verlassen, o Vater. Und im Lande der Friedfertigen schlägst du dein Zelt auf und frohlockst mit ihnen im Genüsse der göttlichen Wonne.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ein Festtag ist heute. Denn alle Herden der Mönche ruft er herbei zu geistigem Reigen, zur Tafel, zum Mahl des ewigen Lebens.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der in dir, Allreine, sein Zelt aufschlug und den Menschenmörder, der die Stammeltern einst auf schimpfliche Weise betrogen, tötete, wurde ein Kind und hat uns alle errettet.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Nachdem er auferstanden war, / stellte der Herr dem Petrus / dreimal die Frage: Liebst du mich? / und setzte ihn zum Ersten / der Hirten seiner Schafe ein. / Als der nun aber jenen, / den Jesus liebte, folgen sah, / da fragt er den Gebieter: / Was ist mit ihm? Er aber sagt: / Was ficht' s dich an, o Petrus, / wenn ich will, dass er bleiben soll, / bis dass ich wiederkomme?
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
(Exaposteilarion)
Der Lust der Welt wichest du aus, weil sie erbärmlich ist. Und im Hunger ließest du welken das Fleisch. Du schufest, Seliger, die Kraft der Seele uns neu und wurdest an Himmelsherrlichkeit reich, Vielgepriesener. Darum höre, Johannes, nicht auf, für uns zu flehen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Mit Recht bekennen wir dich als Gottesgebärerin, Herrin, die wir durch dich gerettet sind. Denn Gott hast du unsagbar empfangen, der den Tod im Kreuze vernichtet hat und zu sich zieht der Seligen Scharen. Mit ihnen besingen wir dich in Hymnen, o Jungfrau.

Lobpsalmen im 3. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 3. Stichiren des Sonntags.
Auf, all ihr Völker, erkennet, die Macht des schauererregenden Mysteriums! / Denn Christus, unser Erretter, / der Logos im Anfang ließ sich kreuzigen / und begraben aus freiem Willen / und ist erstanden von den Toten, / um alles zu erretten. // Vor ihm laßt uns niederfallen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
All das Wunderbare berichteten / die, o Herr, dich sollten bewachen. / Doch der hohe Rat der Nichtigkeit füllte mit Geschenken / ihre Rechte und glaubte so verbergen zu können, deine Auferstehung, der lobsingt der Kosmos: // Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Alles wurde mit Freude erfüllt, beim Empfang der Kunde von der Auferstehung. / Denn als Maria Magdalena kam zum Grabe, / fand sie den Engel, der saß auf dem Steine / in strahlendem Gewande und sagte: / Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? / Er ist nicht hier, sondern ist erstanden / und geht voraus nach Galiläa, // wie er es hat gesagt.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
In deinem Lichte, o Gebieter, / schauen wir das Licht, du Menschenliebender. / Denn erstanden bist du von den Toten / und hast dem Menschengeschlechte die Rettung geschenkt, / auf daß dich alle Schöpfung lobpreise / als den einzig Sündelosen: // Erbarme dich unser.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Als Morgenlied brachten ihre Tränen dar / die myrrhetragenden Frauen, o Herr. / Mit wohlriechenden Spezereien / trafen sie ein an deinem Grabe, / um deinen reinen Leib zu salben. / Doch ein Engel, der saß auf dem Steine, / verkündete ihnen die frohe Botschaft: / Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? / Den Tod hat er zertreten und ist auferstanden / als Gott, indem er allen gewährte // das große Erbarmen.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ein lichtstrahlender Engel / an dem lebenschaffenden Grabe / sprach zu den myrrhetragenden Frauen: / Der Erlöser hat leer gemacht die Gräber, / hat den Hades beraubt und ist auferstanden / am dritten Tage als der alleinige Gott // und als Allgewaltiger.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Um dich aufzusuchen in deinem Grabmal, / kam am ersten Tag nach dem Sabbat / Maria Magdalena. / Da sie dich nicht finden konnte, wehklagte sie / und rief unter Tränen: Weh mir! Mein Erretter, / wie wurdest du entwendet, du König über alles? / Doch zwei lebentragende Engel / drinnen im Grabe riefen: Was weinst du, o Frau? / Ich weine, sagte sie, weil sie meinen Herrn / haben weggeschafft aus dem Grabe, / und ich nicht weiß, wo sie ihn haben hingelegt. / Als sie sich aber umwandte, da erblickte sie dich, / und sogleich rief sie: Mein Herr und mein Gott, // dir sei die Ehre!
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Die Hebräer schlossen das Leben ein im Grabe. / Der Räuber aber öffnete mit seinem Worte / den Ort der Wonne, als er rief und sagte: / Der mit mir um meinetwillen ward gekreuzigt, und zusammen mit mir hing am Holze, / ist mir erschienen auf dem Throne sitzend mit dem Vater. / Denn er selbst ist Christus, unser Gott, // der da hat das große Erbarmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Ton 1. Stichiren des Triodions. (Idiomelon)
Kommt her, lasst uns wirken im mystischen Weinberg, Früchte der Reue wollen wir tragen in ihm, nicht sättigen uns mit Speise und Trank, nein, Tugend vollbringen durch Fasten und Flehen. Denn daran hat der Herr Gefallen, und er bietet dar des Werkes Denar, durch den er die Seelen erlöst von der Sünde Schuld, er, der allein reich ist an Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton.
Kommt her, lasst uns wirken im mystischen Weinberg, Früchte der Reue wollen wir tragen in ihm, nicht sättigen uns mit Speise und Trank, nein, Tugend vollbringen durch Fasten und Flehen. Denn daran hat der Herr Gefallen, und er bietet dar des Werkes Denar, durch den er die Seelen erlöst von der Sünde Schuld, er, der allein reich ist an Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Ton 8. Stichire zum Sonntagsevangelium. (Idiomelon)
Als du erschienest deinen Jüngern, Erretter, / nach der Auferstehung, / da übertrugst du dem Simon / das Weiden der Schafe / als Vergeltung der Liebe / und fordertest ihn auf, sich zu sorgen / um das Hüten der Herde. / Und darum sprachest du: / Wenn du mich liebst, o Petrus, / so weide meine Lämmer, / weide meine Schafe! / Der aber bewies augenblicklich / sein liebreiches Wesen, / als er stellte die Frage / nach dem anderen Jünger. / Auf ihre Bitten, o Christus, / bewahre deine Herde / vor Wölfen, welche ihr schaden.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

Göttliche Liturgie des heiligen Basileios des Großen

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 3. Seligpreisungen des Sonntags.
Ihn, der dein Gebot missachtete, o Christus, / den Vorvater Adam, / hast du verbannt aus dem Paradiese. / Dem Räuber aber gabest du Wohnung in ihm, / da er, Barmherziger, dich bekannte / am Kreuze mit dem Rufe: / „Gedenke meiner, Erretter, in deinem Reiche.“
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Uns, die da hatten gesündigt, / hast du verurteilt durch den Fluch des Todes, / o Herr und Spender des Lebens. / In deinem Leibe aber, Gebieter, / hast du sündelos gelitten / und belebt uns Sterbliche, die da rufen: / „Gedenke auch unser in deinem Reiche.“
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Auferstanden, o Herr, von den Тoten / hast du uns mitaufge-richtet / von den Leidenschaften und vernichtet / durch deine Auferstehung / alle Macht des Todes, Erretter. / Deshalb rufen wir zu dir im Glauben: / „Gedenke auch unser in deinem Reiche.“
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Drei Tage warst du im Grabe / und hast so lebendig gemacht und mitauferweckt / die Verstorbenen als Gott im Hades, / hast quellen lassen die Unverweslichkeit / als der Gute uns allen, / die allzeit wir rufen im Glauben: / „Gedenke auch unser in deinem Reiche.“
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Den myrrhetragenden Frauen bist du erschienen / als ersten, auferstanden von den Toten. / „Seid gegrüßt“, so riefest du ihnen zu, Erretter. / Durch sie aber tust du kund den Freunden / deine Auferweckung, o Christus. / Deshalb rufen wir im Glauben: / „Gedenke auch unser in deinem Reiche.“
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Als auf dem Berge breitete Moses aus die Hände, / da bildete er ein Vorzeichen des Kreuzes / und vernichtete Amalek. / Wir aber haben es ergriffen im Glauben / als eine machtvolle Waffe wider die Dämonen / und so rufen wir alle: / „Gedenke auch unser in deinem Reiche.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.
Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Ton 3. Tropar des Sonntags.
Freuen soll sich, was ist im Himmel, / jauchzen, was auf Erden. / Denn der Herr hat Macht gewirkt mit seinem Arme. / Im Tode zertrat er den Tod. / Er war der Erstgeborene der Toten, / hat uns entrissen dem Bauch des Hades // und der Welt gewährt das große Erbarmen.
Ton 1. Tropar des Triodions.
Als Bewohner der Wüste und Engel im Leibe / und als Wundertäter hast du dich erwiesen, Ioannes, unser Vater. / Durch Fasten, Wachen und Beten erlangtest du die himmlischen Gnadengaben, / heilest die Kranken und die Seelen derer, die voll Vertrauen zu dir kommen. / Ehre dem, der dir Kraft gegeben. / Ehre dem, der dich bekränzt. // Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Kondak des Triodions.
Auf die Höhe der Enthaltsamkeit / hat dich der Herr gestellt / als einen wahrhaften Fixstern, / der den Enden der Erde Licht bringt, // Vater Johannes, unser Lehrer.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 3. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du heute aus dem Grabe, Barmherziger, / und hast uns hinausgeführt aus den Pforten des Todes. / Heute tanzt Adam und es freut sich Eva, / die Propheten aber zugleich besingen mit den Patriarchen // unaufhörlich die göttliche Kraft deiner Herrschaft.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste. D: Weisheit.
     L: Prokimenon.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus…
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel. Danach:
P: Friede dir. L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten N.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten N. mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach N.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise:
P: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.

Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.
Daraufhin sing der Chor:
An dir, Begnadete, freut sich alle Schöpfung, / der Engel Schar und der Menschen Geschlecht, / du geheiliger Tempel, du geistiges Paradies / und jungfräulicher Ruhm, aus welcher Gott ward Fleisch, / ja, der unser Gott ist vor Ewigkeit, ein Kindlein. / Denn zum Thron machte er deinen Schoß und deinen Mutterleib weiter als die Himmel. / An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung, Ehre sei dir.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geniegt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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