Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 8. Juli

Erscheinen der Gottemutterikone von Kazan polyleos

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
In deinem Schoße, dem herrlichen Zelt des Wortes, * dem lichttragenden Throne, Gottesgebärerin und Gebieterin, * hat das mitthronende Wort des Vaters Wohnung genommen. * Da du das nimmer untergehende Licht gebarst, * ließest du Licht werden unsere Finsternis * und schenktest der Welt das ewige Leben. * Du öffnetest die Pforten des Paradieses * und verliehst dem menschlichen Sein alle Güter. * Königin, erlöse auch jetzt durch deine Fürsprache deine Diener aus allem Leid.
Jetzt, Theotokion: Kommt, lasset uns freuen an der gebietenden Helferin der Menschen, * der Gottesgebärerin und Königin, * eilen wollen wir und anbeten * vor ihrem wundersamen und stillen Bilde, * das die Engel verehren. * Reich schenkt die Gottesmutter den Gläubigen Heilung * durch die nimmer versiegende Quelle ihrer heiligen Ikone, * und schöpft unvergängliche Gnade. * Sie befreit aus der Dunkelheit der Versuchungen und Not, * aus aller Sünde * alle gläubig und Gott wohlgefällig * diese strahlende und Wunder spendende Ikone Verehrenden und Preisenden. * Besingend verherrlichen wir die Erschienene: * Freue dich, barmherzige Helferin aller Welt, * du Erlösung unserer Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch Genesis
Es ging weg Jakob vom Brunnen des Schwures und begab sich nach Charán. Er kam an einen Ort und legte sich dort nieder, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen des Ortes und legte ihn unter sein Haupt. Er schlief ein an jenem Orte und ein Traum kam über ihn. Und siehe, eine Leiter, die feststand auf der Erde, deren Spitze bis in den Himmel reichte. Und die Engel Gottes stiegen auf und nieder an ihr; der Herr aber stützte sich auf sie und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks. Fürchte dich nicht! Das Land, auf welchem du schläfst, dir werde ich es geben und deinem Samen. Und es wird sein dein Same wie der Staub der Erde und er wird sich verbreiten nach dem Meere hin, nach Süden und Norden, und nach dem Osten. Und es werden gesegnet werden in dir alle Stämme der Erde, und in deinem Samen. Und siehe, ich bin mit dir und behüte dich auf jedem Wege, den du beschreitest. Ich werde dich zurückholen in dieses Land, weil ich dich nicht verlasse, bis ich alles getan habe, was ich zu dir gesprochen. Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Der Herr ist an diesem Orte, ich aber wusste es nicht. Und er geriet in Furcht und sprach: Wie furchterregend ist dieser Ort! Nichts anderes ist hier als das Haus Gottes, und dies ist die Pforte des Himmels. (Gen 28,10-17)
Stichiren zur Litia
Ton 6.
Als erster schrieb der Künder des Evangeliums deine Ikone. * Sie wurde dir, der Königin, dargebracht, * dass du sie annehmest und ihr die Kraft verliehest, * zu retten alle sie Verehrenden. * Freude empfandest du als Barmherzige, * unsere Retterin, du schenktest der Ikone Augen und Lippen, * wie du sie bildetest, da du Gott im Schoße empfingst, * und sangst: Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter. * Du schautest sie an und sprachst erbarmend: * Mit diesem Bilde ist meine Gnade und Kraft. * Wir glauben wahrhaftig, Gebieterin, * dass du durch dieses Bild bei uns weilst. * So wollen wir andächtig vor ihm stehen und es verehren. * Suche heim deine Diener * in deiner mütterlichen Liebe.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Alle Geschlechter der Menschen bringen dir * Gaben des Lobes, Gebieterin, * und flehen zu dir, der Königin und Gottesmutter. * Die Propheten verkündeten dich weise, * die Priester verherrlichten dich, * die Apostel und Märtyrer bekannten dich, * Herrscher und Fürsten fallen vor dir nieder, * Erzhirten lehren dein Sein, * Mönche und Laien erfüllt Ehrfurcht vor dir, * die Reichen und die Armen, * die Waisen und Witwen, * jedes Alter und Wissen, * Greise und die Kinder, * alle eilen gläubig unter deinen mächtigen Schutz: * Breite ihn aus und bewahre uns, Gebieterin, * um deiner Fürbitten willen errette aus der Not unsere Seelen.
Mein Herz dichtet ein feines Lied, einem Könige will ich es singen.
Ton 2.
O makellose Jungfrau, * Gott schenkte dir unfassbare Freude. * Welchen Dank bringen wir dir dar. * Durch dein seliges Gebären hast du uns * gleich wie durch ein Aufleuchten * aus der Verwesung zum Leben geführt.
Höre Tochter, und sieh', und neige dein Ohr.
O Jungfrau und Gebieterin, * Mutter des Schöpfers, * über dich freuen sich alle himmlischen Mächte, * du bist die gesegnete Helferin aller Menschen, * bitte, dass errettet werden unsere Seelen.
Ton 5.
Jetzt, Theotokion: Lasset uns mit der Stimme Davids singen * der jungfräulichen Braut Gottes, der Mutter des Herrschers Christus: * Die Königin stund zu deiner Rechten, Gebieter, * herrlich geschmückt mit göttlicher Schönheit * und angetan mit einem goldenen Gewände. * Aus ihr, der unter allen Weibern herrlich Erwählten * und vor aller Welt Auserkorenen * geruhtest du aus großer Barmherzigkeit geboren zu werden. * Sie schenktest du uns Menschen zur Helferin, * uns zu bewahren und zu beschützen vor aller Not * durch deine allmächtige und göttliche Kraft. * Um ihrer Fürbitten willen, Christus о Gott, erbarme dich unser.
Ode 1
Kanon der Gottesmutterikone von Kazan, Ton 4.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Jauchzend und voll Freude bringe ich dir die Lobpreisung dar und singe mit demütiger Stimme, Wegbereiterin: Freue dich, lass mich verstehen, dich recht zu verherrlichen.
Ode 3
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Unerschütterlicher, reiner und beseelter Tempel Christi, des Allherrschers, freue dich, Wegbegleiterin, freue dich, die du unsere Stadt unversehrt bewahrst.
Ode 4
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Freue dich, du größtes aller Wunder, wegbegleitende Gebieterin, freue dich, du Jauchzen aller Städte und Dörfer, Zuflucht aller Christen in jeglicher Not, du Schutz und Überwindung der Feinde.
Ode 5
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist der Abgrund aller Gnade und Barmherzigkeit, freue dich, jungfräuliche Wegbegleiterin, freue dich, denn allen Gläubigen spendest du Freude, freue dich, Beschützerin derer in der Not und Betrübnis.
Ode 6
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Reine, du empfingst Christus, als du, jungfräuliche Wegbereiterin, das "Freue dich" vernahmst. Deshalb hörst du von allen ohne Unterlass: Freue dich, die du Ihn unsagbar geboren hast.
Ode 7
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Freue dich, freue dich, wegbereitende Gottesgebärerin. Zu jeder Zeit lehrst du die Gläubigen an jedem Ort die Wege zur Erlösung. Freue dich, Gebieterin, durch dich werden wir stets von den barbarischen Übeln befreit.
Ode 8
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Freue dich, gebenedeite Maria, in dir umkleidete sich der allgepriesene Gott vollkommen mit mir, dem Menschen und einte ihn in unaussprechlicher Einigung ganz seiner Gottheit. Freue dich, Gepriesene, du Freude der ganzen Welt.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Freue dich, leuchtendes Licht, du trugst das abendlose Licht, überwandest durch dein Gebären die Finsternis der Vielgötterei und bewahrtest die Menschen vor dem Abgrund der Hölle. Freue dich, wegbegleitende Gottesgebärerin, du Spenderin alles Guten.
nach 9. Ode
Geehrt werden soll die allbesungene Gottesmutter, die unser Leben, Jesu Christum geboren hat, der öffnete die Tore des Paradieses, alle Welt reinigte und zum Leben führt. Ihn verkündeten die Propheten, ihn wollen wir anbeten, den Gott und Erlöser unserer Seelen.
Jetzt, Theotokion: Naht euch in Reinheit, ihr Gläubigen, lasst uns hochpreisen die herrliche Ikone der allreinen Mutter unseres Gottes und ihres göttlichen Kindes, Jesu Christi. Als Mutter trug sie ihn auf ihren Armen, hat mütterlichen Zutritt zu ihm, fleht ohne Unterlass für uns und verleiht ihren Dienern große Gnade.
Stichiren zum Lob
Ton 4.
Lasset uns die freudeerfüllte Gottesgebärerin verherrlichen, Gläubige, denn ohne Unterlass verkünden unsere Lippen ihren heiligen und gesegneten Namen. Unablässig eilen wir zu ihrer allreinen und heilspendenden Ikone. Durch sie empfangen wir hier auf Erden alles Gute und Nützliche und werden befreit von den in den Lüften wirkenden Fallstricken der Dämonen, denn die Mutter des Weltenschöpfers befreit aus der Not unsere Seelen.
In Ewigkeit weint der Chor der Böswilligen, die dich in deinem Gebären nicht als unberührte Gottesgebärerin verkündeten und auch nicht niederfielen vor deiner heiligen Ikone. Die Gläubigen bekennen dich als wahrhaftige Jungfrau und Gottesmutter, denn du hast wahrhaftig Christus, unseren Gott, im Körper geboren. Du überwandest die Verwesung Adams und reinigtest die ganze Schöpfung von der Sünde. Ewiges Leben schenktest du und öffnetest den Gläubigen die Tore zum Paradies durch deinen Sohn. Ihn bitte, dass er errette, die gläubig dein Geheimnis besingen.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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