Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 15. Juli

Apostelgleicher Fürst Vladimir vigil

Anmerkungen
In der Taufe Vasilij

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Ein zweiter Konstantin warst du / in Wort und Tat. / Jener wurde in christlicher Zeit geboren, / und blieb doch viele Jahre ein Heide, / während du aus den Warägern geboren wurdest, / doch Christus liebtest, der dich liebte, / zu ihm bist du aufgestiegen, frohlockend. / Höre niemals auf, Ihn zu bitten für die, // die dein Andenken ehren.
Der Berg Sinai freut sich, / leuchtet ewiglich mit Glanz, / geheiligt wurde er durch das Gesetz des Mose / und hat den Unsichtbaren gesehen; / und deine große Stadt, Vasilij, / freut sich und ist froh, / leuchtend mit Glanz, / nicht wie in der Finsternis, / sondern im Geiste schaute sie den Sohn, der mit dem Vater in ihr verherrlicht ist. // Ihn bitte, / dass Er uns rette und unsere Seelen erleuchte.
Geistlich warst du der Vater, / und weltlich warst du der König / des russischen Volkes, Vasilij; / und als ein wahrer Prediger, ein Apostel Christi, / hast du verkündet die heilbringende Taufe: / und strahlend alles damit erleuchtend, / hast du dein Volk geheiligt, / in allen Ländern deines Reiches, // Gesegneter.
Du warst eine Wurzel der Rechtgläubigkeit, Vasilij, / bewässert vom allheiligen Geist, / der für uns göttlich gepflanzte Zweige eingesetzt, / die den süßen Duft von Blumen verströmen: / den wundersamen Boris und Gleb, den Eiferer der Frömmigkeit, / die ausgießen allen Gläubigen die Fülle der Wunder. / Stehe mit ihnen vor Christus, // bete, dass Er unsere Seelen errette und erleuchte.
Ton 8.
Ehre: Kommt, lasst uns alle eilen zu dem verehrten Gedenken des Vaters Russlands, / Vladimir, unseres Lehrers; / denn er war von den Warägern geboren, / kam aber Christus zu lieben, der ihn liebte, / und zu ihm ist er nun mit seiner Großmutter Elena jubelnd aufgestiegen. / Denn er lehrte sein ganzes Volk, / an den einen Gott in der Dreiheit zu glauben und Ihn anzubeten, / er zerstörte die Götzen, / und schenkte uns seine kostbaren Kinder, Roman und David. / Darum ehren wir strahlend ihr Andenken / gläubig jetzt mit Hymnen, / feiern wir mit Liebe, / dass sie für uns zum Herrn beten, / dass Er schenke Siege über die heidnischen Feinde / und der ganzen Welt Frieden bringe, // und rette unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Der König der Himmel / ist aus Menschenliebe erschienen auf Erden / und hat mit den Menschen Umgang gepflogen. / Denn aus der reinen Jungfrau / hat Er Fleisch angenommen / und ist aus ihr hervorgegangen. / Mit der Annahme des Fleisches ist Er der eine Sohn, / zweifach in der Natur, doch nicht in der Person. / So verkünden wir Ihn in Wahrheit / als vollkommenen Gott und vollkommenen Menschen / und bekennen Ihn als Christus, unsern Gott. / Ihn bitte, jungfreuliche Mutter, // dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Parimien
Lesung aus dem ersten Buch der Könige
Hierauf trat Salomon vor den Altar des Herrn im Angesichte der Gemeinde Israel, breitete seine Hände gegen den Himmel aus und sprach: Herr, du Gott Israels! es ist kein Gott, der dir gleich wäre, im Himmel droben und auf Erden unten; der du den Bund und die Barmherzigkeit deinen Dienern bewahrst, welche vor dir mit ganzem Herzen wandeln. Aber ist es zu glauben, dass Gott wahrhaft auf Erden wohne? Denn wenn der Himmel und die Himmel der Himmel dich nicht fassen können, wie viel weniger dieses Haus, das ich erbaut habe? Doch schaue auf das Gebet deines Dieners und auf sein Flehen, Herr, mein Gott! höre den Lobpreis und das Gebet, welches dein Diener heute vor dir verrichtet. Lass deine Augen über diesem Hause offen stehen Tag und Nacht, über dem Hause, von dem du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein, auf dass du das Gebet erhörest, welches dein Diener an dieser Stätte an dich richtet. Höre auf das Gebet deines Dieners und deines Volkes Israel, um was immer sie an dieser Stätte bitten werden, und erhöre es an dem Orte deiner Wohnung im Himmel, und wenn du es erhörst, sei gnädig! Wenn jemand sich wider seinen Nächsten versündigt und ihm ein Eid auferlegt worden ist, der ihn verpflichtet hält, und er kommt des Eides willen vor deinen Altar in das Haus. (3 Kön 8,22-23.27-31)
Stichiren zur Litia
Ton 2.
Heute leuchtet das Gedenken an den frommen Fürsten Vladimir, / ausgegossen wie Myron; / denn er hat Christus geliebt und über die Götzen triumphiert, / hat Kirchen gebaut in seinem Lande dem, / der um unseretwillen gekreuzigt ward, / und hat die Krone und das Reich // in den Himmeln empfangen.
Ton 6.
Ehre: Kommt, lasst uns alle eilen / zu dem verehrten Gedenken des Vaters Russlands, / Vladimirs, unseres Lehrers; / denn er war von den Heiden geboren, / kam aber Christus zu lieben, der ihn liebte, / und zu Ihm ist er nun mit seiner Großmutter Elena jubelnd aufgestiegen. / Darum feiern auch wir mit Liebe, / und bitten ihn für uns zum Herrn zu beten, // dass Er Frieden gebe der Welt und rette unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Mein Schöpfer und Erlöser, / Christus, der Herr, / der hervorging, Allreine, aus deinem Schoße, / bekleidet mit meiner Natur, / Er hat befreit den Adam / vom Fluche der Vorzeit. / So rufen wir dir, Allreine, / als der Mutter Gottes und wahrhaften Jungfrau, / ohne zu verstummen, / das „Sei gegrüßt“ des Engels: Sei gegrüßt, Gebieterin, / Schutz, Schirm und Errettung // unserer Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8. ( nach: O allherrliches Wunder )
O allherrliches Wunder! / Das gepriesene Verstehen ist jetzt tief gefestigt, / und alle Armeen des Bösen klagen, / da sie schauen einen wilden Spross eingepflanzt / und verherrlicht durch die Kraft Gottes, / und von Gott mit Pracht gekrönt: / Vasilij der Große, // unser treuer Lehrer.
Erhoben habe ich den Gesalbten / aus meinem Volke.
Wundersam ist die Tiefe der Wunder! / Denn die, die vorher im Geiste verhärtet waren / und vergeblich wüteten, / freuen sich heute in der ehrwürdigen Kirche / ob der Person Vasilijs; / und Christus, Gott, der herrscht, hat ihn erworben / wie einst Paulus, / und in Seinem Lande hat er ihn als einen treuen Fürsten gesetzt, // der sein Volk in der ehrwürdigen Taufe hat erleuchtet.
Mit meinem heiligen Öl / habe ich ihn gesalbt.
Freue dich, du Ruhmesblatt Russlands! / Freue dich, Steuermann der Gläubigen! / Freue dich, göttlicher Vladimir, unser Führer! / Freue dich, du Bollwerk des Glaubens! / Freue dich, allherrliches Wunder der Wunder, / ruhiger Hafen derer, die zu dir Zuflucht nehmen! / Freue dich, heiligster Fels des Glaubens / und Fürsprecher derer, die dich besingen // und dich im Glauben preisen!
Ehre: Als den Urheber der Frömmigkeit und Prediger des Glaubens, / den Höchsten unter den Fürsten Russlands, / lasst uns preisen, ihr russländischen Versammlungen, / die ihr heute zusammengekommen, / den großen Vladimir, den Apostelgleichen; / und mit Lobpreisungen und geistlichen Hymnen wollen wir ihn krönen und sagen: / Freue dich, du tapferer Kämpfer Christi, / denn du hast den tyrannischen Feind ganz vernichtet / und uns von seinem Betrug befreit, hast uns zum König, Christus, Gott, geführt. / O Allseliger und Allgerühmter, / erbitte Frieden und Gesundheit, Kraft und Sieg über die Heiden // und für unsere Seelen das große Erbarmen.
Jetzt, Theotokion: O Herrin, nimm die Bitten deiner Diener an, // und erlöse uns von aller Not und allem Kummer.
Ode 1
Erster Kanon des Hl. Vladimir, Ton 8.
In der hl. Taufe Basilius
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Mitanfangsloses Wort Gottes, durch, welches einst der Schöpfer die vier Elemente - und durch diese die ganze Welt erschuf, befreie meine in Leidenschaften gefangene Seele, auf dass ich recht zu besingen vermag den gepriesenen Fürsten Basilius.
Ode 3
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als wohltönende Posaune erklang dein geistiges Rufen, Seliger, denn allen Enden der russischen Lande verkündetest du Christi wahre Taufe. Durch diese erleuchtet, ließest du die ganze Welt erstrahlen.
Ode 4
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als ein Pharisäer zog Paulus noch nach Damaskus und wurde durch das Aufblitzen des gewaltigen Lichtes geblendet, durch die Taufe aber erfuhr er die Erleuchtung. Ihm wurdest du ähnlich, Herrlicher, da du nach Korsun' eilend die Blindheit deiner Augen überwandest.
Ode 5
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der strahlende Prophet Jesaja verkündete über Jerusalem: Offenbar wird der Berg des Herren und das Haus auf der Höhe des Berges. Offenkundig erkennen wir die Gnade des Geistes über dir, denn das Haus des Gebieters errichtetest du auf der Höhe des Berges.
Ode 6
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du eifertest nach der Frömmigkeit des verherrlichten Kaisers Konstantin, ? Basilius, der durch die Taufe die Heiden erleuchtete. Durch das Bad der geistigen Wiedergeburt erneuertest du dein Volk in wunderbarer Weise.
Ode 7
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Da Daniel das Gesetz des Mose bewahrte, wurde er der Gottessicht gewürdigt. Du aber überwandest deiner Ahnen Götzen und erblicktest nicht im Schattenbild, sondern in höchster Herrlichkeit verständig Christum mit dem Vater und dem Heiligen Geiste. Durch die Taufe erleuchtet sangst du in Freude: Gelobt sei der Gott unserer Väter.
Ode 8
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wahrhaftig wurde Kiev die Mutter aller Städte deines Reiches, in welcher deiner Ahnin und dir zuerst Christus mit dem Vater und dem Heiligen Geiste erschien und sich verherrlichte, Seliger. Dort nun ruht dein tapferer und besungener Leib in der Kirche der Gebieterin. Wir, dein Volk, besingen und verherrlichen Christum in Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
David war vor dir in Israel der mächtige Herrscher. Sein Volk rettete er, indem er die fremden Götter überwand und im Geiste den Gottessohn verkündete. Du aber erkanntest Gott in der Heiligen Dreifaltigkeit, seliger Basilius, deshalb preisen wir dich.
nach 9. Ode
Ihr glicht flammenden Lichtern, die durch Frömmigkeit und Glauben das Weltall wahrhaftig erleuchteten, gottgekrönter Basilius und deine Ahnin, die besungene Helena. Euch hat Christus in Liebe erkoren, so wollen auch wir den Herrlichen unter den Heiligen besingen.
Stichiren zum Lob
Ton 4.
Als die wahrhaft gewaltige Waffe gabst du, о Herr, unserem Fürsten, dein verehrungswürdiges Kreuz. Durch dieses lebte er auf Erden gerecht und erstrahlte in Frömmigkeit und seine Barmherzigkeit ließ in teilhaben an deinem himmlischen Reich. Wir verherrlichen deine menschenliebende Vorsehung, allmächtiger Jesus, du Erlöser unserer Seelen.
Menschenliebender, du verliehest deinem frommen Erwählten die Weisheit des Salomo, die Demut des David und die Rechtgläubigkeit der Apostel, denn du bist der Herrscher aller Könige und der Herr aller Gebietenden. Deshalb verherrlichen wir deine menschenliebende Vorsehung allmächtiger Jesus, du Erlöser unserer Seelen.
Ton 2.
Ehre: Nicht von Menschen wurdest du berufen, sondern gleich dem wundersamen Paulus, Gepriesener berief dich, Gepriesener, Christus Gott aus der Höhe zum Dienste der Apostel. Mit dem Zeichen des Kreuzes wappnetest du dich, und von ihm umfangen als edelste Beute, erschienst du unüberwindlich allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden. So bitten wir dich, den eifrigen Fürsprecher aller Erdgeborenen, die nach Kräften dein Andenken begehen: Erflehe uns die Erleuchtung, die Reinigung und große Gnade.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Singt unserem Gott, singet; // singt unserem König, singet.
Vers: All ihr Nationen, klatscht in die Hände, jubelt Gott mit dem Ruf des Frohlockens.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 1,11-19 ( Stelle lesen: Gal 1,11-19 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Ich habe erhöht einen Auserwählten aus meinem Volk.
Vers: Denn meine Hand wird ihm zu Hilfe kommen, und mein Arm wird ihn stärken.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Amen, amen, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Hürde der Schafe eingeht, sondern anderswoher hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft die eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. Wenn er die eigenen Schafe alle herausgetrieben hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden aber werden sie keineswegs folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis sprach Jesus zu ihnen; jene aber erkannten nicht, was es war, das er zu ihnen redete. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wenn einer durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird eingehen und ausgehen und Weide finden. (Joh 10, 1-9)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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