Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 31. August

Niederlegung des kostbaren Gürtels der allheiligen Gottesgebärerin doxologie

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Der Schrein, Gottesgebärerin, * der enthält deinen Gürtel, * erweist jeden Tag sich deinen Dienern * als Lade der Heiligung, * als gotterfüllte Befestigung, * als Ruhm und Ehre wie als Quelle von Heilungen. * Darum besingen wir heute fromm versammelt * deine Großtaten reich an Zahl * und das Meer der Wunder.
Die heilige Niederlegung, * o Gottesgebärerin, deines Gürtels * als Feier voll Freude wir begehen. * Denn du wolltest, dass deiner Stadt * zuteil heute werde * eine heilige Umfriedung, ein Bollwerk unerschütterlich, * eine kostbare Gabe, ein unentreißbarer Reichtum von Heilungen, * ein Strom, der da quillt über * an Gnadengeschenken des Geistes.
Siehe, der hochberühmte Ort, * siehe, das Haus allzeit im Lichte, * in dem wird aufbewahrt der Gürtel so kostbar * der Gottesmagd in Gnade. * Kommt herzu, ihr Menschen, * schöpft euch reichlich Erleuchtung und Versöhnung * und rufet dankbaren Herzens: Allheilige, * wir preisen dich, o Jungfrau * gerettet durch dein Gebären.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Gleich einem überaus prächtigen Kranze * hat angelegt die Kirche Gottes * deinen heiligen Gürtel, allunversehrte Gottesgebärerin, * und so erstrahlt sie heute voll Freude, * tanzt mystisch und ruft dir, Gebieterin, aus: * Sei gegrüßt, du kostbare Krone * und du Kranz der göttlichen Herrlichkeit. * Sei gegrüßt, du Ehre aller allein * und ihre ewige Freude. * Sei gegrüßt, du Hafen derer, * welche zu dir eilen, * du unser Beistand und unser Heil.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Gegeben hast du deinen Gürtel * deiner Stadt, überaus Gepriesene, * als allersicherstes Band, * das sie ringsum schützt * vor aller Gefahr durch göttliche Wirkmacht * und sie unangreifbar bewahrt vor den Feinden, * da sie ruft: Mir ist Kraft und Stärke und Frohlocken * so ruhmreich dein Sohn und Herr * * allein, der Menschenliebende.
Geheiligt hat sein Zelt der Höchste; Gott ist in seiner Mitte, * es wird nicht wanken.
Jene, die herrschen in Frömmigkeit, * sind mit deinem Gürtel * glänzend angetan, Allreine, * als einem kostbaren Diademe. * Deiner gotterfüllten Großtaten sie sich rühmen * und erweisen sich allzeit schrecklich den kriegführenden Feinden. * Dir singen sie und rufen ihm, der über dem Verstehn aus dir ist geboren: * O Jesus, Allmächtiger, * rette als Barmherziger alle.
Des Flusses Wogen * erfreuen die Stadt Gottes.
Umgürte uns, o Jungfrau, * mit Kraft durch deinen Gürtel * und stärke uns wider die Feinde; * unterwirf die Leidenschaften, * die unterjochen und reizen zum Kriege, * und Siegespreise uns durch Leidenschaftsiosigkeit verleihe, * um dich rein zu preisen und zu deinem Sohne inständig zu rufen: * O Jesus, Allmächtiger, * rette als Barmherziger alle.
Ton 2.
Jetzt, Theotokion: Reinigen lasst uns Herz und Sinn, * denn auch wir wollen mit den Engeln * die Feier begehn im Glanze, * indem wir anstimmen die Weise des David * ihr, der jungfräulichen Braut * des Königs Christus, unseres Gottes, mit den Worten: * Erhebe dich, Herr, zu deiner Ruhe, * du und die Lade deiner Heiligung. * Denn du hast sie geschmückt wie einen Palast voller Anmut * und sie erwählt, o Gebieter, * deine Stadt zu umgeben und zu schützen * in deiner kraftvollen Macht vor fremden Feinden * durch ihre Bitten.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
Vers: Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer
Hebr 9,1-7 ( Stelle lesen: Hebr 9,1-7 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 8.
Stehe auf, Herr, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Heiligung.
Vers: Der Herr schwor dem David ‹die› Wahrheit, und er wird sie gewiß nicht aufheben.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau, mit Namen Martha, nahm ihn auf in ihr Haus. Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die sich auch zu Jesu Füßen setzte und sein Wort hörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit der vielen Bedienung; und sie trat hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich zurückgelassen hat, allein zu dienen? Sage ihr also, dass sie mir mitbeistehe. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eines aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt, welcher nicht von ihr genommen werden wird.
Es geschah aber: Als er dies redete, erhob eine Frau aus der Menge die Stimme und sagte zu ihm: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren. (Lk 10, 38-42; 11, 27-28)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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