Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 14. August

Vorfeier der Entschlafung der überaus heiligen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Wir wollen ertönen lassen die Zymbeln * und erschallen den Klang der Lieder, * da wir feiern im Vorhinein das Fest des Verscheidens. * Und die Bestattungsgesänge * lasst uns anstimmen wohlgemut. * Denn die Lade ganz aus Gold, die Mutter Gottes, * bereitet sich nun, von der Erde nach oben zu gehn * und hinübergenommen zu werden * zum göttlichen Glanz neuen Lebens.
Ihr Chöre der Apostel, * lasst wunderbar euch versammeln * von den Enden der Erde heute, denn die beseelte Stadt * dessen, der Herr ist über alles, * schickt sich an zu enteilen * zum Besseren, um sich herrlich mit ihrem Sohn zu freun * als Königin; zu ihrer heiligen Bestattung einmütig singet * mit den Heerscharen oben * einen Hymnus zum Verscheiden.
Ihr Versammlung der Priester, * auch Könige und Fürsten, * mit den Scharen der Jungfrauen jetzt eilet herbei; * das ganze Volk auch, strömet zusammen, * um den Gesang zur Bestattung * gemeinsam emporzusenden; denn die Herrscherin über alles, * soll morgen die Seele übergeben in die Hände * ihres Sohnes und hinübergehn * in die ewige Wohnung.
Jetzt, Theotokion: Deine allehrwürdige Entschlafung, * allheilige Jungfrau, du reine, * preisen selig die Engelscharen im Himmel * und wir, das Menschengeschlecht auf Erden, * denn Mutter bist du geworden * Christi Gottes, des Schöpfers von allem. * Lass nicht ab, so bitten wir, * ihn für uns anzuflehen, * die wir auf dich nach Gott * gesetzt haben die Hoffnungen, * Gottesgebärerin allbesungen und unvermählt.
Parimien
Lesung aus der Prophetie von Micha
Wieder sprach ich: Höret, ihr Häupter Jakobs, ihr Führer des Hauses Israel! Ist es nicht eure Sache zu wissen, was recht ist? Die ihr das Gute hasst und das Böse liebt, die ihr den Leuten gewaltsam die Haut abziehet und das Fleisch von ihrem Gebein. Sie verzehren das Fleisch meines Volkes und ziehen ihnen die Haut ab, zermalmen dessen Gebein und zerstücken es, wie den Inhalt eines Kessels und wie Fleisch in dem Topfe. Einst werden sie zu dem Herrn rufen, aber er wird sie nicht erhören und er wird sein Antlitz vor ihnen zu jener Zeit verbergen, wie sie Böses geübt nach ihren Taten. So spricht der Herr wider die Propheten, welche mein Volk verführen; welche mit ihren Zähnen beißen, während sie Frieden verkünden, und dem, der ihnen nichts in den Mund gibt, den Krieg erklären. Darum soll Nacht über euch kommen statt eines Gesichtes und Finsternis statt Wahrsagens, die Sonne soll über den Propheten untergehen und der Tag sich über ihnen verfinstern. Da werden die Seher schamrot werden, die Wahrsager beschämt werden und alle werden ihr Angesicht verhüllen, weil kein Ausspruch von Gott kommt. Ich aber bin mit der Kraft des Geistes vom Herrn erfüllt, erfüllt mit Recht und Stärke, um Jakob seine Missetat zu verkünden und Israel seine Sünden. Höret dies, ihr Fürsten des Hauses Jakob und ihr, Richter des Hauses Israel! die ihr das Recht verabscheut und alles verdreht, was gerade ist, die ihr mit Blutvergießen Sion baut und Jerusalem mit Unrecht! Seine Fürsten sprechen für Geschenke Recht, seine Priester lehren um Lohn, seine Propheten weissagen um Geld und doch verlassen sie sich auf den Herrn und sagen: Ist nicht der Herr in unserer Mitte? Kein Unglück wird über uns kommen! Darum wird eurethalben Sion wie ein Feld umgepflügt und Jerusalem wird zum Trümmerhaufen und der Tempelberg bewaldete Höhen werden. (Mi 3,1-12)
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( nach: Haus Ephratha )
O des unerhörten Wunders! * O des wundersamen Zeichens! * Wie unterliegt dem Tode * die lebentragende Jungfrau * und wird im Grabe geborgen?
Es werden zugeführt werden dem König Jungfrauen hinter ihr drein, * die ihr nahe stehn werden dir zugeführt werden.
Samt und sonders nun tanze * die Natur der Erdgeborenen; * denn siehe, die Jungfrau, * die Tochter des Adam, * zum Himmel hinübergeht.
Geschworen hat der Herr dem David die Wahrheit und er wird sie nicht verwerfen: Von der Frucht deines Leibes * werde ich einen setzen auf deinen Thron.
Ergreife mir im Geiste * die Bahre der Jungfrau, * welche in schönem Schmuck umringen * die Chöre der Apostel, * die singen das Lied zum Scheiden.
Jetzt, Theotokion: Die da höher ist als die Himmel, * ruhmreicher als die Cherubim * und kostbarer als die ganze Schöpfung, * die um der Reinheit willen, die alles Maß übersteigt, * zum Gefäß ist geworden der ewigen Wesenheit, * sie übergibt den Händen des Sohnes * heute die allheilige Seele. * Mit ihr wird alles mit Freude erfüllt, * und uns wird geschenkt das große Erbarmen.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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