Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 26. Juli

Fromme Mutter und Märtyrerin Paraskeva ohne

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
O des unfassbaren Wunders! * Paraskeva, du Weise, * hast heldenhaft dem Wüten des Antoninus * ein Ende gesetzt und dich mutig in den Kampf gestürzt. * Gewürdigt der Berufung nach oben * und der Siegeskränze, du Erhabene, * erinnere allzeit beim Herren * an deine Diener, die vertrauensvoll dich ehren, * dass wir Erbarmen finden.
Martyrerin Christi, Allgepriesene, * du liebtest aus ganzer Seele * Christus, den Gebieter, und ertrugest * überaus standhaft die Qualen der Martern. * Die Seiten riss man dir auf mit Krallen, * doch hieltest du stand allen Misshandlungen * um deines Geliebten willen und erlangtest * von ihm die Siegeskränze, Gottseligste. * Darum wir dich rühmen.
Fromme Martyrerin, du Allgerühmte, * wer vermag zu benennen * die Vergeltungen für deine Mühen * und die Heldentaten deines Martyriums, * die Geduld und die Sanftmut, du Hehre, * die du bewiesen, als ob du fleischlich nicht wärest. * So bist du geworden zur Genossin der Engel, * zur Braut, Paraskeva, des Allherrschers * und zum Gefäß des Geiste.
Ton 6.
Ehre: Jungfrau-Martyrerin, sieggekrönte, * allgepriesene Paraskeva, * flehe, dass aus Versuchung und Trübsal * und vor dem kommenden Gerichte * errettet werden jene, * die deinen Kampf würdig feiern, * Martyrerin allbesungen.
Jetzt, Theotokion: Wer wird dich nicht selig preisen, * allheilige Jungfrau, * wer nicht besingen dein gattenloses Gebären? * Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, * der einziggezeugte Sohn, * er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, * menschgeworden auf unsagbare Weise, * der da ist Gott der Natur nach * und der Natur nach Mensch geworden * um unsertwillen, * nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, * sondern geoffenbart unvermischt in der Zweiheit der Naturen. * Ihn bitte, hehre Allseligste, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Den Foltern reich an Schmerzen * hast du dich unterzogen * aus freiem Antrieb, Allgepriesene, kühnen Sinnes, * hast die Götzen der Hellenen zu Staub zermalmt; * denn in der Kraft des Kreuzes * hast du den Widersacher getötet, der sich rühmte, * sich einen Thron errichtet zu haben über den Sternen. * Denn er zerbarst vor deinen Füßen * wie ein Sperling, mit dem man treibt sein Spiel.
Geduldig harrte ich auf den Herrn, und er kehrte sich mir zu * und er erhörte mein Flehen.
Die Schwere des Steines * hat durch die Vorsorge Gottes * ein Engel alsbald wie Laub erwiesen, * des Feuers Brennen aber wie taubefeuchteten Wind, * wie einst den Knaben * das Erscheinen des Vierten. * Mit ihnen riefest du: Groß ist dein Erbarmen. * So verehre ich voll Freude, * Allerbarmer, deinen allbesungenen Namen.
Auf den Felsen stellte er meine Füße * und er leitet meine Schritte.
Die Reinheit des Leibes * und das Leuchten der Seele hast du erworben * und bist so erschienen allzeit ohne Tadel. * Denn ersehnt hast du den Bräutigam und beschritten * die Spur des geistigen Myron, * ehrwürdige Paraskeva, du Besungene. * Nun bitte den All-Erretter, zu erlösen * von Verschulden jene, * die im Glauben begehn dein Gedächtnis.
Ton 6.
Ehre: Kommt, ihr Enden der Erde, * einen geistlichen Reigen * lasset uns schließen * und die Jungfrau-Martyrerin Christi * wollen wir preisen und rufen: * Sei gegrüßt, Paraskeva, * du Fromme und von Gott Geehrte. * Sei gegrüßt, die du das Martyrium * wunderbar hast auf dich genommen. * Sei gegrüßt, den Martyrern Beigesellte * und Hausgenossin der Frommen. * Mit ihnen bitte * um die Rettung unserer Seelen.
Jetzt, Theotokion: Gottesgebärerin, * du bist der wahre Weinstock, * der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. * Dich flehen wir an: Bitte, Gebieterin, * mit den Aposteln und allen Heiligen, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 3,23-29 ( Stelle lesen: Gal 3,23-29 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Geduldig harrte ich des Herrn, und er hatte acht auf mich.
Vers: Er stellte auf einen Fels meinen Fuß und machte gerade meine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm und bedrängte ihn. Und eine Frau, die zwölf Jahre Blutfluss hatte und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und all das Ihre aufgewandt und keinen Nutzen davon gehabt hatte, sondern vielmehr zum Schlimmeren gekommen war, kam, als sie von Jesus gehört, in der Volksmenge von hinten und berührte sein Gewand; denn sie sprach bei sich: Wenn ich auch nur seine Gewänder berühre, so werde ich gerettet werden. Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie erkannte am Leib, dass sie von der Geißel geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich in der Volksmenge um und sprach: Wer hat meine Gewänder berührt? Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass die Volksmenge dich bedrängt, und du sprichst: Wer hat mich berührt? Und er blickte umher, um die zu sehen, die dieses getan hatte. Die Frau aber, da sie wusste, was bei ihr geschehen war, kam, von Furcht und Zittern ergriffen, fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in Frieden und sei gesund von deiner Geißel. (Mk 5, 24-34)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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