Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 24. Juli

Großmärtyrerin Christina sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Mit göttlichen Erkenntnissen * hat deinen reinen Sinn * der Herr erleuchtet * und dich befreit aus der Unwissenheit * tiefstem Dunkel, er, der ist die Sonne * der wahren Gerechtigkeit, Martyrerin Christina, Gottseligste. * Daher hast du den Kult der Nichtswürdigkeit vernichtet * und geboten von Christi Leiden * ein Abbild starken Mutes.
Du hast ertragen tapferen Sinnes * die Peinen des Fleisches und bist voll Freude * hinübergegangen, Christina, * zur leidlosen Erquickung. * Dorthin gelangt aber wurdest du, Allgerühmte, * geschmückt als auserwählte Braut Christi, des Königs. * So gedenke derer, die im Glauben dein Gedächtnis begehn, * auf dass Erbarmen wir mögen finden * und Erlösung vom Bösen.
Gleich anmutiger Schönheit * hast du bräutlich verhüllt * die Fetzen deines Leibes * und angelegt, o Martyrerin, * den aus dem Blute prächtig gefärbten Purpur. * Im Schmucke göttlicher Pracht stehst du nun bei Christus, * deinem Bräutigam, und genießest voll Freude * mit den Jungfrauen und den Martyrern * die Vergöttlichung allezeit.
Ton 2. ( von Anatolios )
Ehre: Gleich dem Alabastergefäß mit Myron * hast du dargebracht dein Blut, * o Christina, Christus, deinem Bräutigam, * du Martyrerin unbesiegt im Kampfe. * Als Gegengabe aber hast du empfangen * von ihm den unvergänglichen Kranz, o Bewundernswerte. * So hast du durch dein Wort zum Leben erweckt * jenen, der war gestorben * an den Bissen giftiger Schlangen * durch die Anrufung des Allheiligen Geistes. * Darum hat dich auch gewürdigt * der himmlischen Gemächer * Jesus, der Menschenliebende * und Erretter unserer Seelen.
Jetzt, Theotokion: Errette aus Gefahren * deine Diener, Gottesgebärerin; * denn wir alle nehmen nächst Gott zu dir unsre Zuflucht * als unzerstörbarer Mauer und Beistand.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( von Georgios )
Ehre: Du hast gezeigt, dass die Wirklichkeit wahrhaft entsprach * deinem an Christus gemahnenden Namen * durch die jungfräuliche Reinheit, * da du Christus warst anverlobt * durch das Wohlgefallen des Vaters * und durch die Mitwirkung des Geistes. * Durch des Martyriums harte Kämpfe * bist du weit heller erglänzt * als die Strahlen der Sonne. * So hast du dich dargebracht * als reines und makelloses Opfer * auf dem himmlischen Altare * und wirst auf ewig besungen * mit der Jungfrauen und Martyrer Chören. * Mit ihnen bitte, o Christina, * die du zurecht trägst deinen Namen, * dass denen, welche dich ehren, * zuteil werde der Friede * und das große Erbarmen.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Theotokion: Sei gegrüßt, die einstmals schaute * als verschlossene Pforte der Seher im göttlichen Geiste, * die als Einziger hat durchschritten der Urheber von allem. * Sei gegrüßt, du vorzügliche Kunde, * du unfassbares Wunder * Sei gegrüßt, du Krug ganz von Gold, der in sich birgt das Manna. * Schutz und Hilfe, sei gegrüßt, * du aller Christen allein. * du starke Zuflucht deiner Diener.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem zweiten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
2 Kor 6,1-10 ( Stelle lesen: 2 Kor 6,1-10 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Geduldig harrte ich des Herrn, und er hatte acht auf mich.
Vers: Er stellte auf einen Fels meinen Fuß und machte gerade meine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Und siehe, da war eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers zu Tische liege, brachte sie ein Alabasterfläschchen mit Balsam, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und sie wischte sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, küsste seine Füße und salbte sie mit dem Balsam. Als es aber der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich. Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es gnädig beiden. Wer nun von ihnen, sprich, wird ihn mehr lieben? Simon aber antwortete und sprach: Ich nehme an, der, dem er das Mehrere gnädig geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes abgewischt. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem sie hereinkam, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt; diese aber hat mit Balsam meine Füße gesalbt. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. Und die mit zu Tische Liegenden fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; ziehe hin in Frieden. (Lk 7, 36-50)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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