Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 17. Juli

Großmärtyrerin Marina von Antiochia in Pisidien sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
O des unfassbaren Wunders! * Den überheblichen Stolz * dessen, der da sagte, er werde die Erde * und das Meer vernichten, erniedrigte bis zur Erde * die zarte Jungfrau ganz ohne Tadel, * da sie seine Machenschaften besiegte. * O der Macht des Kreuzes und der Gnade! * Sie verleiht all unserer Schwachheit * wahrhaftig Stärke.
Martyrerin Marina, Allgepriesene, * du hast die himmlischen Wohnungen * nach Gebühr bezogen * zusammen mit den Scharen der Jungfrauen und den Heeren der Martyrer. * So rette, die begehen im Glauben * dein Gedächtnis und eilen voll Vertrauen * unter deinen Schutz, durch deine Bitten und Vergebung der Sünden * bei Gott ihnen erflehe und Erlösung * und das große Erbarmen.
Martyrerin Marina, Allbesungene, * weder das Feuer der Foltern * noch des Genusses Üppigkeit, * auch nicht die Reize der Welt und nicht die Anmut der Jugend * konnten dich trennen von der Liebe zu Christus, * denn du trachtetest, zu erlangen * die Schönheit, die übersteigt das Verstehen, * deines erhabenen Bräutigams, du Gottseligste. * Ihrer wardst du gewürdigt.
Ton 2.
Ehre: Im Jubelruf und in Psalmen des Frohlockens * lasst uns besingen * die Martyrerin Marina. * Denn sie hat niedergerissen zur Erde * den Irrwahn der Götzen * und den feindlichen Widersacher zertreten * mutig mit den Füßen. * So wurde sie vollendet * und schwang sich empor in die Himmel. * Ihr Haupt wurde gekrönt und sie rief: * Nach dir, mein Bräutigam, sehne ich mich * und erfüllt von Zuneigung und Liebe * hab meinen Leib ich dem Feuer übergeben. * Und so werde ich wohnen * in deinen ewigen Wohnungen, * wo ist die Behausung derer in Freude.
Jetzt, Theotokion: All meine Hoffnung * setz ich auf dich, Mutter des Lebens; * behüte mich unter deinem Schutz.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Ehre: Zur Rechten des Erretters * tritt heran die Jungfrau, die siegreiche Martyrerin, * angetan mit Unbesiegbarkeit durch die Tugenden, * geschmückt durch das Öl der Reinheit * und durch das Blut des Kampfes. * Und sie ruft ihm zu * in Jubel, die Lampe in Händen: * Dem Duft deiner Narde nach bin ich gelaufen, Christus Gott, * denn verwundet bin ich durch deine Liebe. * O entferne mich nicht, himmlischer Bräutigam! * Auf ihre Bitten sende uns hernieder, * allmächtiger Erretter, deine Erbarmungen.
Jetzt, Theotokion: Gottesgebärerin, * du bist der wahre Weinstock, * der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. * Dich flehen wir an: Bitte, Gebieterin, * mit den Aposteln und allen Heiligen, * dass Erbaren finden unsere Seelen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem zweiten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
2 Kor 6,1-10 ( Stelle lesen: 2 Kor 6,1-10 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Geduldig harrte ich des Herrn, und er hatte acht auf mich.
Vers: Er stellte auf einen Fels meinen Fuß und machte gerade meine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Und siehe, da war eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers zu Tische liege, brachte sie ein Alabasterfläschchen mit Balsam, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und sie wischte sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, küsste seine Füße und salbte sie mit dem Balsam. Als es aber der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich. Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es gnädig beiden. Wer nun von ihnen, sprich, wird ihn mehr lieben? Simon aber antwortete und sprach: Ich nehme an, der, dem er das Mehrere gnädig geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes abgewischt. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem sie hereinkam, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt; diese aber hat mit Balsam meine Füße gesalbt. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. Und die mit zu Tische Liegenden fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; ziehe hin in Frieden. (Lk 7, 36-50)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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