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Orthodoxe Gottesdienste
Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Triodion. Karwoche. Freitag.

Der Hl. und Große Freitag. Karfreitag

Anmerkungen
Die Große Vesper mit der Basileiosliturgie des Kardonnerstags wird am Donnerstagmorgen zelebriert. In ihr erinnern wir uns an das letzte Abendmahl, die Einrichtung des Mysteriums der Eucharistie. Vor der Vesper werden die Stunden und die Typika gelesen.
Der Orthros des Karfreitags, genannt „Lesung der 12 Leidensevangelien“, wird am Donnerstagabend zelebriert. In diesem Gottesdienst werden 12 Abschnitte aus den Evangelien gelesen, die über die Leiden Christi berichten.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 2. ( übersetzt von Erzp. Serius Heitz )
Es versammelt sich schon der Hohe Rat, / den Bildner und Schöpfer des Alls Pilatus zu überliefern. / O die Gesetzlosen! O die Glaubenslosen! / Sie wollen vor Gericht bringen den, / der kommt, zu richten die Lebendigen und die Toten. / Sie bereiten zum Leiden den, der die Leiden heilt. // Langmütiger Herr, groß ist dein Erbarmen, Ehre dir!
Judas, der Gesetzlose, o Herr, der beim Mahl die Hand mit dir in die Schüssel tauchte, / streckte frevelhaft die Hände aus, Geld zu empfangen, / und der den Preis des Myron einschätzte, schreckte nicht davor zurück, / dich, den Unschätzbaren, zu verkaufen. / Der die Füße entblößte, dass der Herr sie ihm wasche, / küsste den Gebieter betrügerisch, um ihn zu verraten an die Gesetzlosen. / Der dem Chor der Apostel zugezählt war / und die dreißig Silberlinge zählte. / Er sah deine Auferstehung nicht. // Durch diese erbarme dich unser.
Judas, der betrügerische Verräter, / mit arglistigem Kuss verriet er den Herrn und Erlöser. / Den Gebieter des Alls verkaufte er wie einen Sklaven den Frevlern, / wie ein Schaf zur Schlachtbank geführt, folgte der Herr. / O Lamm Gottes, o Sohn des Vaters, // einzig Erbarmungsvoller!
Judas, der Sklave und betrügerische Mörder, / der Nachfolger und Nachsteller, der Freund und Verräter, / er offenbarte sich in seinen Werken. / Er folgte dem Meister und sann darauf, ihn zu verraten. / Er sprach bei sich selbst: / „Ich werde ihn verraten und das gesamte Vermögen besitzen.“ / Er suchte auch das Myron zu verkaufen, / und Jesus durch Arglist in seine Gewalt zu bekommen. / Er gab den Kuss und übergab Christus. / Und wie ein Schaf zur Schlachtbank geführt, // folgte Er, der einzig Barmherzige und Menschenliebende.
Das von Isaiah verkündete Lamm / begab sich freiwillig zur Schlachtbank. / Er bot dar den Rücken den Geißelhieben die Schultern den Wunden. / Sein Antlitz wandte Er nicht ab vor der Schande des Bespeiens. / Zum schimpflichen Tod wird Er verurteilt. / Alles nimmt der Sündenlose willig auf sich, // um allen zu schenken die Auferstehung von den Toten.
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Judas ist fürwahr ein Kind der Nattern, die das Manna in der Wüste aßen und wider den Ernährer murrten. Denn noch waren die Speisen in ihrem Munde, da verlästerten die Undankbaren ihren Gott. Und dieser Gottvergessene trug das Himmelsbrot im Munde und verübte wider den Heiland den Verrat. O der unersättlichen Gesinnung, der unmenschlichen Bosheit. Er verkaufte den, der ihn nährte, und den Herrn, den er liebte, übergab er dem Tod. Wahrlich der Gesetzlose ist ein Sohn jener, und mit ihnen erkor er sich das Verderben. Wohlan, Herr, bewahre vor solcher Unmenschlichkeit unsre Seelen, denn du bist allein voll unvergleichlicher Langmut.
Prokimenon zur Vesper
Ton 1.
Entreiße mich, Herr, vom bösen Menschen, / vom ungerechten Mann erlöse mich.
Vers: Alle, die Unrecht im Herzen erwogen den ganzen Tag.
Parimien
Lesung aus dem Buch Exodus
Ex 19,10-19 ( Stelle lesen: Ex 19,10-19 )
Zeites Prokimenon zur Vesper
Ton 7.
Entreiße mich meinen Feinden, o Gott, / und von denen, die wider mich aufstehen, erlöse mich.
Vers: Erlöse mich von denen, die Gesetzlosigkeit wirken.
Während des orthros des Karfreitags werden 12 Leidensevangelien Christi gelesen. Im Typikon heißt der Gottesdienst „Abfolge der Heiligen und errettenden Leiden unseres Herrn Jesus Christus“. Nach der Tradition wird dieser Gottesdienst am Donnertagabend zelebriert. Nach dem Typikon soll er in der zweiten Nachtsunde begonnen werden, nach unserer Zeitrechnung also um 8 Uhr Abends am Kardonnerstag.
Die Satzung gibt vor, die Evangelien der Heiligen Leiden im Altar auf dem Altartisch zu lesen, doch nach der fest verankerten Tradition wird es in der Mitte der Kirche gelesen.
Zum Beginn des Tropargesangs werden die Königlichen Türen geöffnet und der Vorsteher trägt im Philonion das Evangelium in die Mitte der Kirche. An die Geistlichen und die Betenden werden Kerzen verteilt. Die Kerzen werden nach jedem Evangelium ausgemacht und zum Beginn des nächsten wieder angezündet. Während des Tropar langsam gesungen wird, weihräuchert der Vorsteher die ganze Kirche.
Sedalen 1
Ton 7.
Als du beim Mahle die Jünger nährtest / und das Hereinbrechen des Verrates erkanntest, / hast du beim Mahle Judas entlarvt, / da du um seine Unverbesserlichkeit wußtest. / Allen wolltest du zu erkennen geben, daß du dich in freiem Willen verraten ließest, / um die Welt dem Feind zu entreißen. // Langmütiger Herr, Ehre dir.
Als du beim Mahle die Jünger nährtest / und das Hereinbrechen des Verrates erkanntest, / hast du beim Mahle Judas entlarvt, / da du um seine Unverbesserlichkeit wußtest. / Allen wolltest du zu erkennen geben, daß du dich in freiem Willen verraten ließest, / um die Welt dem Feind zu entreißen. // Langmütiger Herr, Ehre dir.
Nach den Antiphonen 3, 6, 9, 12 und 15 folgen kleine Ektenien mit anschließenden Sedalen, die vom Kanonarchen in der Mitte der Kirche gesungen werden. Während dieser Sedalen sitzen wir nicht, sondern singen diese stehend. Der Priester vollzieht jeweils eine kleine Weihräucherung (das Evangelium, die Ikonostase und das Volk). Das Typikon schreibt vor, nur das Evangelium auf dem Altartisch zu beweihräuchern, jedoch wurde das nur dann praktiziert, als das Evangelium vom Altartisch vorgetragen wurde.

Zweites Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das zweite Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, jenseits des Wadi Kedron, wo ein Garten war, in den er hineinging, er und seine Jünger. Aber auch Judas, der ihn überliefern würde, wusste den Ort; denn Jesus versammelte sich ja oft dort mit seinen Jüngern. Als nun Judas die Kohorte und <von den Hohenpriestern und Pharisäern> Diener genommen hatte, kommt er dorthin mit Leuchten und Fackeln und Waffen. Jesus nun, der alles wusste, was auf ihn zukommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin es. Aber auch Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Wiederum nun fragte er sie: Wen suchet ihr? Sie aber sagten: Jesus, den Nazoräer. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt: Ich bin es. Wenn ihr nun mich suchet, so lasset diese gehen, damit das Wort erfüllt würde, das er gesprochen hatte: Von denen, die du mir gegeben, habe ich keinen verloren. Simon Petrus nun, der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb sein rechtes Ohr ab. Der Name des Knechtes aber war Malchus. Jesus sprach nun zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide. Den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, soll ich den etwa nicht trinken?
Die Kohorte nun und der Oberst und die Diener der Juden nahmen Jesus fest und banden ihn; und sie führten ihn zuerst hin zu Annas; denn er war Schwiegervater des Kaïaphas , der in jenem Jahr Hoherpriester war. Kaïaphas aber war es, der den Juden geraten hatte, es sei von Vorteil, dass ein Mensch für das Volk zugrunde gehe.
Simon Petrus und der andere Jünger folgten aber Jesus. Jener Jünger aber war dem Hohenpriester bekannt, und er ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohenpriesters. Petrus aber stand an der Tür draußen. Der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, ging nun hinaus und sprach mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. Die Magd, die Türhüterin, sagt nun zu Petrus: Bist nicht auch du von den Jüngern dieses Menschen? Jener sagt: Ich bin es nicht. Es standen aber die Knechte und die Diener da, nachdem sie ein Kohlenfeuer gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich; Petrus aber stand auch bei ihnen und wärmte sich.
Der Hohepriester nun fragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei heraus zur Welt geredet; ich habe allezeit in der Synagoge und im Heiligtum gelehrt, wo allezeit die Juden zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet. Was fragst du mich? Die es gehört haben, frage, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, diese wissen, was ich gesagt habe. Als er aber dieses sagte, gab einer der Diener, der dabeistand, Jesus eine Ohrfeige und sagte: So antwortest du dem Hohenpriester? Jesus antwortete ihm: Wenn ich falsch geredet habe, gib Zeugnis von dem Falschen; wenn aber richtig, was prügelst du mich?
Annas sandte ihn gebunden zu Kaïaphas , dem Hohenpriester. Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Sie sprachen nun zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen Jüngern? Jener leugnete nun und sprach: Ich bin es nicht. Einer von den Knechten des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Sah ich dich nicht in dem Garten bei ihm? Wiederum nun leugnete Petrus, und sogleich krähte ein Hahn.
Sie führen nun Jesus von Kaïaphas in das Prätorium; es war aber frühmorgens. Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, damit sie nicht befleckt würden, sondern damit sie das Pas’chamahl essen könnten. (Joh 18, 1-28)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Vierte Antiphon, Ton 5

Heute verläßt Judas den Meister und verbindet sich mit dem Teufel. / Es erblindet in der Leidenschaft der Geldgier / und dem Lichte entwindet sich, der die Finsternis findet. / Denn wie konnte der noch sehen, der um dreißig Silberlinge das Licht verkaufte? / Doch uns strahlte auf, der da litt für die Welt. / Zu ihm laßt uns rufen: // Der du littest und Mitleid trugst mit den Menschen, Ehre dir. (Zweimal)
Heute verfälscht Judas die Gottesfurcht und entfremdet sich der Gnade. / Der ein Jünger ist, wird zum Verräter. / In des Freundes Brauch birgt er List. / Töricht zieht er dreißig Silberlinge der Liebe des Herren vor / und wird des gesetzlosen Synedrions Führer. / Wir aber haben in Christus das Heil, // darum laßt uns ihn preisen. (Zweimal)
Ton 1: Die Bruderliebe laßt uns erwerben / als Brüder in Christus. / Wir wollen nicht gegen unseren Nächsten ohne Mitgefühl sein, / damit wir nicht wie der unbarmherzige Knecht ob der Denare verurteilt werden // und wie Judas vergebens Reue empfinden. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Rühmliches ward allerorten von dir verkündet, / weil du den Schöpfer aller im Fleische empfingest, // Gottesmutter Maria, Jungfrau, Allgefeierte in Hymnen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Rühmliches ward allerorten von dir verkündet, / weil du den Schöpfer aller im Fleische empfingest, // Gottesmutter Maria, Jungfrau, Allgefeierte in Hymnen.

Fünfte Antiphon, Ton 6

Der Jünger des Meisters nahm den Preis an, / und er verriet den Herrn für dreißig Silberlinge. / Mit einem Kusse der List übergab er ihn // den Gesetzeslosen zum Tode. (Zweimal)
Heute sagte der Schöpfer des Himmels und der Erde seinen Jüngern: / Die Stunde ist nah, Judas, mein Verräter, ist gekommen. / Keiner möge an mir zweifeln, / wenn er mich am Kreuze sieht inmitten zweier Räuber. / Denn ich leide als ein Mensch und rette als der Menschen Freund, // die an mich glauben. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Du hast unsagbar in der Zeiten Fülle empfangen, / deinen Schöpfer geboren. // So fleh denn zu ihm um unserer Seelen Errettung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du hast unsagbar in der Zeiten Fülle empfangen, / deinen Schöpfer geboren. // So fleh denn zu ihm um unserer Seelen Errettung.

Sechste Antiphon, Ton 7

Heute wacht Judas, den Herrn zu verraten, / den ewigen Erretter der Welt, / der mit fünf Broten den Hunger der Menge gestillt. / Heute stößt von sich der Gesetzlose den Meister. / Der Jünger geworden war, verrät den Gebieter. / Den, der mit Manna den Hunger des Menschen gestillt, // verkauft er um Geld. (Zweimal)
Heute haben die Juden den Herrn ans Kreuz geschlagen, / ihn, der mit einer Rute das Meer teilte und in der Wüste sie führte. / Heute haben sie mit einer Lanze die Seite dessen durchbohrt, / der für sie Ägypten mit Schlägen geißelte. // Galle gaben sie zum Tranke dem, der ihnen regnen ließ die Mannaspeise. (Zweimal)
Als du, o Herr, zum freiwilligen Leiden erschienest, / hast du deinen Jüngern gesagt: Wenn ihr selbst nicht eine Stunde mit mir wachen konntet, / wie konntet ihr versprechen, aus Liebe zu mir zu sterben? / Wenn ihr gar den Judas geschaut, wie er nicht schläft, / nein, er eilt, mich an die Gesetzlosen zu verraten. / Wachet, betet, damit keiner mich verleugne, wenn er mich am Kreuze schaut. // Langmütiger, Ehre dir. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Sei gegrüßt du Gebärerin Gottes, / du hast den Unbegrenzten der Himmel in deinem Schoße begrenzt. / Sei gegrüßt du, o Jungfrau, Botschaft der Propheten, / durch die Emanuel uns erstrahlte. // Christi, Gottes Mutter, sei gegrüßt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt du Gebärerin Gottes, / du hast den Unbegrenzten der Himmel in deinem Schoße begrenzt. / Sei gegrüßt du, o Jungfrau, Botschaft der Propheten, / durch die Emanuel uns erstrahlte. // Christi, Gottes Mutter, sei gegrüßt.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn geheiligt und verherrlicht ist Dein allehrwürdiger und hocherhabener Name, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
     Ch: Amen.
Sedalen 2
Ton 7.
Was hat dich, Judas, zum Verräter des Heilands gemacht? / Hat er dich vom Kreis der Apostel getrennt? / Hat er dich der Heilungen Gnade beraubt? / Hat er dich, mit jenen Gastmahl haltend, von der Tafel verwiesen? / Hat er, die Füße der anderen waschend, die deinen verschmäht? / Weh, wieviel Glück hast du vergessen. / Und deine Undankbarkeit wird an den Pranger gestellt. / Doch seine Langmut ohnegleichen wird laut verkündet, // sein großes Erbarmen.
Was hat dich, Judas, zum Verräter des Heilands gemacht? / Hat er dich vom Kreis der Apostel getrennt? / Hat er dich der Heilungen Gnade beraubt? / Hat er dich, mit jenen Gastmahl haltend, von der Tafel verwiesen? / Hat er, die Füße der anderen waschend, die deinen verschmäht? / Weh, wieviel Glück hast du vergessen. / Und deine Undankbarkeit wird an den Pranger gestellt. / Doch seine Langmut ohnegleichen wird laut verkündet, // sein großes Erbarmen.

Drittes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das dritte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit führten die Soldaten, die Jesus ergriffen hatten, <ihn> weg zu Kaiaphas, dem Hohenpriester, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren. Petrus aber folgte ihm von weitem bis zum Hof des Hohenpriesters, und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um zu sehen, wie es enden würde. Die Hohenpriester aber und die Ältesten und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis wider Jesus, damit sie ihn zum Tode brächten; und sie fanden keines, und obwohl viele falsche Zeugen herbeigekommen waren, fanden sie keines. Zuletzt aber waren zwei falsche Zeugen herbeigekommen und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn binnen drei Tagen errichten. Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen diese wider dich? Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester ergriff das Wort und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagest, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Spricht Jesus zu ihm: Du hast es gesagt. Indes ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert; was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr seine Lästerung gehört. Was dünkt euch? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Dann spien sie in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber ohrfeigten ihn und sagten: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug? Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sagte: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Er aber leugnete vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Als er aber in die Torhalle hinausgegangen war, sah ihn eine andere und sagt zu denen dort: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. Und wiederum leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht. Nach einer kleinen Weile aber traten die Dastehenden herzu und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist von ihnen; denn deine Mundart macht dich ja offenbar. Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und sogleich krähte ein Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der zu ihm gesprochen hatte: Ehe ein Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. (Mt 26, 57-75)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Siebte Antiphon, Ton 8

Den Gesetzlosen, die dich gefangen nahmen, / hast du geduldig zugerufen, o Herr: / Wenn ihr auch den Hirten geschlagen / und die elf Schafe, meine Jünger, zerstreutet, / so hätte ich doch die Macht, mehr denn zwölf Legionen Engel bereitzustellen. / Aber ich bin langmütig, damit die Geheimnisse und Verborgenheiten erfüllet werden, / die ich euch kundtat durch meine Propheten. // Herr, Ehre dir. (Zweimal)
Nach der dritten Verleugnung / begriff Petrus das ihm Gesagte sogleich. / Aber er brachte Tränen der Reue dir dar: // Gott, hab Mitleid mit mir, und sei mein Erretter. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Als der Pforte des Heiles, als dem Paradies der Ergötzung, / als des ewigen Lichtes Wolke // laßt alle uns Hymnen singen und den Gruß zurufen der heiligen Jungfrau.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als der Pforte des Heiles, als dem Paradies der Ergötzung, / als des ewigen Lichtes Wolke // laßt alle uns Hymnen singen und den Gruß zurufen der heiligen Jungfrau.

Achte Antiphon, Ton 2

Gesetzlose, sprechet. / Was habt ihr von unserm Heiland gehört? / Hat er nicht das Gesetz und die Lehren der Propheten ausgelegt? / Wie denn k?nntet ihr beschließen, / dem Pilatus den zu übergeben, der Gott von Gott ist, // das Wort, den Heiland unserer Seelen? (Zweimal)
Ans Kreuz mit ihm. So schrien die, die stets deine Gnaden genossen. / An Stelle dessen, der ihnen Gutes tat, / erbaten sie die Freiheit für einen Übeltäter, / die Mörder der Gerechten. / Du, Christus, schwiegest und ertrugest ihre Bosheit. // Denn leiden wolltest du, in deiner Menschengüte uns erretten. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wir haben keine Zuversicht ob unserer vielen Sünden. / So flehe denn du zu deinem Kinde, Gottesmutter und Jungfrau. / Denn viel vermag die Bitte der Mutter bei der Huld des Herrn. / Verschmähe nicht die Gebete der Sünder, Allheilige. / Denn erbarmend ist und stark zu retten, // der es auf sich nahm, zu leiden für uns.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wir haben keine Zuversicht ob unserer vielen Sünden. / So flehe denn du zu deinem Kinde, Gottesmutter und Jungfrau. / Denn viel vermag die Bitte der Mutter bei der Huld des Herrn. / Verschmähe nicht die Gebete der Sünder, Allheilige. / Denn erbarmend ist und stark zu retten, // der es auf sich nahm, zu leiden für uns.

Neunte Antiphon, Ton 3

Da wogen sie die dreißig Silberlinge dar, / den Preis, den sie bei der Schätzung des Abgeschätzten gefordert hatten von den Söhnen Israels. / Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. // Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Darum wachet. (Zweimal)
Sie gaben zur Speise mir Galle, / gegen meinen Durst reichten sie mir Essig zum Trank. / Du, Herr, erbarme dich meiner, // richte mich auf, und ich werde ihnen vergelten. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wir aus den Völkern besingen dich in Hymnen, / heilige Gottesgebärerin, weil du Christus, unsern Gott, geboren hast, // der durch dich die Menschen vom Fluche befreite.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wir aus den Völkern besingen dich in Hymnen, / heilige Gottesgebärerin, weil du Christus, unsern Gott, geboren hast, // der durch dich die Menschen vom Fluche befreite.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Sedalen 3
Ton 8.
Wehe, wie konnte Judas, der einst dein Jünger war, Verrat ersinnen wider dich? / Voll List hielt das Mahl mit dir der hinterlistige Feind, der Schlechte. / Dann ging er fort und sagte zu den Priestern: / Was gebt ihr mir, und ich will den euch übergeben, / der das Gesetz auflöst und der den Sabbat schändet. // Langmütiger Herr, Ehre dir.
Wehe, wie konnte Judas, der einst dein Jünger war, Verrat ersinnen wider dich? / Voll List hielt das Mahl mit dir der hinterlistige Feind, der Schlechte. / Dann ging er fort und sagte zu den Priestern: / Was gebt ihr mir, und ich will den euch übergeben, / der das Gesetz auflöst und der den Sabbat schändet. // Langmütiger Herr, Ehre dir.

Viertes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das vierte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit führen sie Jesus von Kaiaphas in das Prätorium; <es> war aber frühmorgens. Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, damit sie nicht befleckt würden, sondern damit sie das Pas’cha<mahl> essen <könnten>. Pilatus ging nun zu ihnen hinaus und sagte: Welche Anklage bringet ihr vor wider diesen Menschen? Sie antworteten und sagten zu ihm: Wenn dieser nicht ein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht überliefert. Pilatus nun sagte zu ihnen: Nehmet ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Die Juden sagten nun zu ihm: „Uns ist es nicht erlaubt, jemanden zu töten.“, damit das Wort Jesu erfüllt würde, das er sprach, um zu bezeichnen, durch welchen Tod er sterben sollte.
Pilatus ging nun wiederum in das Prätorium hinein und rief Jesus und sagte zu ihm: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete ihm: Sagst du dies von dir selbst aus, oder haben andere zu dir geredet über mich? Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Deine Nation und die Hohenpriester haben dich mir überliefert; was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt; wenn mein Königtum von dieser Welt wäre, hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert worden wäre; nun aber ist mein Königtum nicht von hier. Pilatus sagte nun zu ihm: Folglich bist du ein König? Jesus antwortete: Du sagst es. Denn ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, damit ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Pilatus sagt zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wiederum zu den Juden hinaus und sagt zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm; Es ist aber Brauch bei euch, dass ich euch einen freigebe am Pas’cha. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden freigebe? Sie schrien nun wiederum alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Barabbas. Barabbas aber war ein Räuber.
Da nun nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. Und die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen und setzten ihn auf sein Haupt und warfen ihm ein Purpurgewand um; und sie sagten: Freue dich, König der Juden; und sie gaben ihm Ohrfeigen. Pilatus ging nun wiederum hinaus und spricht zu ihnen: Siehe, ich führe ihn euch heraus, damit ihr wisset, dass ich keine Schuld an ihm finde. Jesus ging also hinaus ‒ er trug den Dornenkranz und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen: Siehe, der Mensch.
Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie: Kreuzige, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn und kreuziget ihn, denn ich finde an ihm keine Schuld. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat. Als nun Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und er ging wiederum hinein in das Prätorium und spricht zu Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich freizulassen? Jesus antwortete: Du hättest keinerlei Vollmacht gegen mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde. Von da an suchte Pilatus ihn freizulassen. Die Juden aber schrien: Wenn du diesen freilässt, bist du nicht des Kaisers Freund; jeder, der sich selbst zum König macht, widersetzt sich dem Kaiser. Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einem Ort, genannt Steinpflaster, auf hebräisch Gabbatha. Es war aber der Rüsttag des Pas’cha; es war ungefähr die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König. Sie aber schrien: Hinweg, hinweg, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. Da nun überlieferte er ihn an sie, damit er gekreuzigt würde. (Joh 18, 28 - 19, 16)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Zehnte Antiphon, Ton 6

Der mit Licht wie mit einem Gewand sich umkleidet, / nackt trat er hin zum Gerichte. / Schläge erhielt er ins Antlitz von Händen, die er gebildet. / Und das gesetzlose Volk schlug den Herrn der Herrlichkeit ans Kreuze. / Da zerriß des Tempels Vorhang. / Dunkel ward die Sonne: / sie konnte es nicht ertragen, Gott geschändet zu schauen, / vor dem das All erzittert. // Ihn laßt uns verehren. (Zweimal)
Der Jünger verleugnete dich, / der Räuber rief: / In deinem Reiche // gedenke meiner, o Herr. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Befriede die Welt, der du aus der Jungfrau, o Herr, das Fleisch empfangen, / es für die Knechte zu tragen, // damit wir in Eintracht dich preisen, Menschenfreund.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Befriede die Welt, der du aus der Jungfrau, o Herr, das Fleisch empfangen, / es für die Knechte zu tragen, // damit wir in Eintracht dich preisen, Menschenfreund.

Elfte Antiphon, Ton 6

Für das Gute, das du, Christus, / dem Volke der Hebräer erwiesen, / verdammten sie dich zum Tode. / Essig und Galle gaben sie dir zum Tranke. / Wohlan, vergilt ihnen, Herr, nach ihren Werken, // weil sie deine Herablassung nicht erkannt. (Zweimal)
Mit dem Verrate waren, Christus, / die Geschlechter der Hebräer nicht zufrieden. / Nein, sie bewegten ihre Häupter, trieben Hohn und Spott. / Wohlan, vergilt ihnen, Herr, nach ihren Werken, // da sie deine Herablassung nicht erkannt. (Zweimal)
Weder die Erde, als sie erbebte, / noch die Felsen, als sie barsten, / fanden bei den Hebräern Gehör, / noch der Vorhang des Tempels, / noch die Auferstehung der Toten. / Wohlan, gib ihnen, Herr, ihre Strafe, // da sie Eitles wider Dich sannen. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wir haben erkannt, daß Gott Fleisch nahm aus dir, Gottesgebärerin, Jungfrau, / du einzig Heilige, einzig Gesegnete. / Darum besingen wir dich in Hymnen ohne Ende // und wir preisen dich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wir haben erkannt, daß Gott Fleisch nahm aus dir, Gottesgebärerin, Jungfrau, / du einzig Heilige, einzig Gesegnete. / Darum besingen wir dich in Hymnen ohne Ende // und wir preisen dich.

Zwölfte Antiphon, Ton 8

So spricht zu den Juden der Herr: / Mein Volk, was tat ich dir? / oder wie war ich dir zur Last? / Deinen Blinden schenkte ich Licht. / Deine Aussätzigen machte ich rein. / Den Mann auf der Bahre weckte ich auf. / Mein Volk, was tat ich dir? // Und wie vergaltest du mir? / Statt des Manna gabst du mir Galle, / Essig statt Wasser. / Statt mich zu lieben, habt ihr mit Nägeln ans Kreuz mich geheftet. / Ich kann nicht mehr schweigen. / Meine Völker werde ich rufen, / und sie werden mich preisen mit dem Vater und Geiste. // Und ich werde ihnen schenken das ewige Leben. (Zweimal)
Heute zerreißt des Tempels Vorhang / zu der Gesetzlosen Schande. / Und es verhüllt die Sonne ihre Strahlen, // da sie am Kreuze schauet den Herrn. (Zweimal)
Ihr Gesetzgeber Israels, ihr Juden und Pharisäer, / der Apostel Chor ruft euch zu: Schauet den Tempel, den ihr zerstörtet. / Schauet das Lamm, das ihr gekreuzigt, dem Grabe übergabt. / Doch aus eigener Macht ist es erstanden. / Täuschet euch nicht, Juden. / Denn derselbe ist es, der im Meere euer Retter und in der Wüste euer Nährer war. // Er ist das Leben, das Licht und der Friede der Welt. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Sei gegrüßt du, des Königs der Herrlichkeit Pforte, / durch die einzig der Höchste hindurchging // und die er versiegelt wieder verließ zu unserer Seelen Errettung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt du, des Königs der Herrlichkeit Pforte, / durch die einzig der Höchste hindurchging // und die er versiegelt wieder verließ zu unserer Seelen Errettung.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Als du, o Gott, vor Kaiphas standest / und als Verurteilter dem Pilatus übergeben wardst, / da wurden vor Furcht die himmlischen Mächte erschüttert. / Dann wardst du sogar inmitten zweier Räuber am Kreuze erhöht / und Sündern beigezählt, Sündeloser, um den Menschen zu retten. // Geduldiger Herr, Ehre dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als du, o Gott, vor Kaiphas standest / und als Verurteilter dem Pilatus übergeben wardst, / da wurden vor Furcht die himmlischen Mächte erschüttert. / Dann wardst du sogar inmitten zweier Räuber am Kreuze erhöht / und Sündern beigezählt, Sündeloser, um den Menschen zu retten. // Geduldiger Herr, Ehre dir.

Fünftes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das fünfte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit, als Judas, der Jesus überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, weil ich unschuldiges Blut überliefert habe. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Das ist deine Sache. Und er warf die Silberlinge im Tempel hin und entwich, und er ging weg und erhängte sich. Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge und sagten: Es ist nicht erlaubt, sie in den Tempelschatz zu werfen, weil es Blutgeld ist. Sie fassten aber einen Beschluss und kauften davon den Acker des Töpfers zum Begräbnis für die Fremden. Deshalb ist jener Acker Blutacker genannt worden bis zum heutigen Tag. Da wurde das durch den Propheten Jeremias Gesagte erfüllt, welcher spricht: «Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Schätzpreis des Geschätzten, den man geschätzt hatte seitens der Söhne Israëls, und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie mir der Herr angeordnet hatte.»
Jesus aber stand vor dem Statthalter. Und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und während er von den Hohenpriestern und den Ältesten angeklagt wurde, antwortete er nichts. Da spricht Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie vieles sie wider dich bezeugen? Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so dass der Statthalter sich sehr verwunderte. Zum Fest aber war der Statthalter gewohnt, der Volkmenge einen Gefangenen loszugeben, den sie wollten. Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen, genannt Barabbas. Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Wen wollt ihr, dass ich euch losgebe, Barabbas oder Jesus, den man Christus nennt? Denn er wusste, dass man ihn aus Neid überliefert hatte. Während er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Lass ab von jenem Gerechten; denn vieles habe ich heute im Traum gelitten um seinetwillen. Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber zugrunde zu richten. Der Statthalter aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden wollt ihr, dass ich euch losgebe? Sie aber sprachen: Barabbas. Spricht Pilatus zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, den man Christus nennt? Sie sagen ihm alle: Er werde gekreuzigt. Der Statthalter aber sagte: Was hat er denn Übles getan? Sie aber schrien über die Maßen: Er werde gekreuzigt. Als aber Pilatus sah, dass es nichts nütze, sondern noch mehr Tumult entstehe, nahm er Wasser, wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach: Unschuldig bin ich am Blute dieses Gerechten; das ist eure Sache. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder. Dann gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber ließ er geißeln und überlieferte ihn, damit er gekreuzigt werde.
Dann nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit in das Prätorium und versammelten bei ihm die ganze Kohorte. Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen scharlachroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen und legten ihn auf sein Haupt und ein Rohr in seine Rechte; und sie fielen vor ihm auf die Knie, verspotteten ihn und sagten: „Freue dich, König der Juden.“ Da spien sie ihn an, nahmen das Rohr und schlugen auf sein Haupt. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an; und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Als sie aber hinausgingen, fanden sie einen Menschen, einen Kyrenäer, mit Namen Simon; diesen zwangen sie, dass er dessen Kreuz aufnehme. (Mt 27, 3-32)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Dreizehnte Antiphon, Ton 6

Der Juden Schar bat den Pilatus, / dich kreuzigen zu lassen, o Herr. / Denn, obwohl sie keine Schuld bei dir fanden, / befreiten sie Barabbas, den Schuldigen, / und verdammten dich, den Gerechten, / die Blutschuld erwählend für sich. / Wohlan, gib ihnen, Herr, ihre Strafe, // weil sie Eitles wider dich sannen. (Zweimal)
Vor dem alles erschrickt und erbebt, / den jede Zunge preiset in Hymnen, / Christus, Gottes Macht und Gottes Weisheit, / schlugen die Priester und gaben ihm Galle. / Und er nahm es auf sich, alles zu leiden, / um als Menschenfreund uns von unseren Sünden // zu erlösen durch sein eigenes Blut. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Gottesgebärerin, du hast durch das Wort, / unsagbar durch Worte, deinen Schöpfer geboren. // Ihn flehe an, unsere Seelen zu retten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesgebärerin, du hast durch das Wort, / unsagbar durch Worte, deinen Schöpfer geboren. // Ihn flehe an, unsere Seelen zu retten.

Vierzehnte Antiphon, Ton 8

Du hast, Herr, den Räuber als Weggenossen genommen, / ihn, der die Hände mit Blut befleckt hatte. / Geselle zu ihm auch uns. // Denn du bist menschenfreundlich und gut. (Zweimal)
Ein kleines Wort hat am Kreuze der Räuber gesprochen. / Eine große Treue hat er gefunden: / in einem Augenblick ward er errettet. / Und als erster hat er den Weg zum Paradies sich gebahnt, / ging ein durch sein Tor. // Der du seine Reue annahmest, Herr, Ehre dir. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Sei gegrüßt, du hast durch den Engel empfangen die Wonne der Welt. / Sei gegrüßt, den Bildner hast du geboren, den Herrn. // Sei gegrüßt, du wardst gewürdigt, Gottes Mutter zu werden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, du hast durch den Engel empfangen die Wonne der Welt. / Sei gegrüßt, den Bildner hast du geboren, den Herrn. // Sei gegrüßt, du wardst gewürdigt, Gottes Mutter zu werden.

Fünfzehnte Antiphon, Ton 6

Heute hängt am Kreuz, der die Erde auf Wassern schweben lässt. / Heute hängt am Kreuz, der die Erde auf Wassern schweben lässt. / Heute hängt am Kreuz, der die Erde auf Wassern schweben lässt. / Mit einem Kranz aus Dornen wird umwunden der König der Engel. / Zum Spott wird mit einem Purpur umhüllt, / der den Himmel umhüllet mit Wolken. / Schläge erhält, der im Jordan den Adam befreite. / Mit Nägeln ward angeheftet der Kirche Bräutigam. / Mit einer Lanze ward durchbohrt der Sohn der Jungfrau. / Wir verehren, Christus, deine Leiden. / Wir verehren, Christus, deine Leiden. / Wir verehren, Christus, deine Leiden. // Zeige uns auch deine herrliche Auferstehung. (Zweimal)
Laßt uns das Fest nicht feiern wie die Juden. / Denn auch unser osterlamm ward für uns getötet: Christus, Gott. / Wohlan, laßt uns von aller Befleckung uns reinigen, / und in Lauterkeit laßt uns ihn bitten: // Steh auf, o Herr, errette uns als Menschenfreund. (Zweimal)
Dein Kreuz, o Herr, ist Leben und Erlösung deinem Volk. / Und auf das Kreuz vertrauend, preisen wir dich, den Gekreuzigten, / in Hymnen als unseren Gott. // Erbarme dich unser. (Zweimal)
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Als dich, die dich empfangen, o Christus, / am Kreuz hangen sah, da rief sie hinauf: / Was ist das für ein neues Geheimnis, mein Sohn, das ich schaue? / Wie stirbst du, im Fleisch am Kreuze befestigt, // du Meister des Lebens?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als dich, die dich empfangen, o Christus, / am Kreuz hangen sah, da rief sie hinauf: / Was ist das für ein neues Geheimnis, mein Sohn, das ich schaue? / Wie stirbst du, im Fleisch am Kreuze befestigt, // du Meister des Lebens?
Ton 4.
Du hast uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes durch dein kostbares Blut. Ans Kreuz genagelt, von der Lanze durchbohrt, ließest du den Menschen die Unsterblichkeit quellen. Unser Heiland, Ehre sei dir.
Du hast uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes durch dein kostbares Blut. Ans Kreuz genagelt, von der Lanze durchbohrt, ließest du den Menschen die Unsterblichkeit quellen. Unser Heiland, Ehre sei dir.

Sechstes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das sechste Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit führten die Soldaten Jesus weg in den Hof hinein, das ist das Prätorium; und sie rufen die ganze Kohorte zusammen; und sie ziehen ihm einen Purpurmantel an und, nachdem sie einen Dornenkranz geflochten hatten, setzen sie ihm den auf, und sie fingen an, ihn zu grüßen: Freue dich, König der Juden. Und sie schlugen sein Haupt mit einem Rohr und spien ihn an, und sie beugten die Knie und huldigten ihm. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie führen ihn hinaus, damit sie ihn kreuzigen. Und sie zwingen einen Vorübergehenden, Simon, einen Kyrenäer, der vom Felde kam, den Vater Alexanders und Rufus’, dass er dessen Kreuz trage.
Und sie bringen ihn an einen Ort Golgotha, was übersetzt ist Schädelstätte. Und sie gaben ihm mit Myrrhe gewürzten Wein zu trinken; er aber nahm ihn nicht. Und als sie ihn gekreuzigt hatten, verteilen sie seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, wer was nehmen sollte. Es war aber die dritte Stunde, und sie kreuzigten ihn. Und die Aufschrift seiner Schuld war aufgeschrieben: Der König der Juden. Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: «Und er wurde unter Gesetzlose gerechnet». Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten ihre Köpfe und sagten: Ha! Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen erbaust, rette dich selbst und steige herab vom Kreuz. Gleicherweise aber spotteten auch die Hohenpriester untereinander zusammen mit den Schriftgelehrten und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Der Christus, der König Israёls, steige jetzt herab vom Kreuz, damit wir sehen und ihm glauben. (Mk 15, 16-32)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Seligpreisungen, Ton 4

Die Verse der Seligpreisungen und die Tropare sollten gesungen werden. In den Kirchen, wo sich das als schwierig gestaltet, können die Seligpreisungen gesungen und die Tropare gelesen werden. Der Gesang der Seligpreisungen an dieser Stelle ist eine Besonderheit der Gottesdienste des Großen Kanons und des Karfreitags. Daher sollte er nicht ausgelassen werden.
L: In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Durch einen Baum ward Adam aus dem Paradiese verbannt. / Durch den Kreuzesbaum durfte der Räuber das Paradies bewohnen. / Durch Speise hat jener den Auftrag dessen versehrt, der ihn geschaffen. / Doch dieser bekannte den, mit dem er gekreuzigt, den verborgenen Gott. // Gedenke meiner, rief er, in deinem Reich.
Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Den Gesetzgeber haben von einem Jünger die Gesetzesverächter gekauft / und wie einen Gesetzlosen ihn vor den Richterstuhl des Pilatus gestellt und gerufen: / Kreuzige den, der in der Wüste diese mit Manna gespeist. / Uns aber laßt den gerechten Räuber nachahmen, / laßt gläubig uns rufen: // Gedenke in deinem Reiche auch unser.
Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Der Gottesmörder Schwarm, der Juden gesetzloses Volk, / schrie rasend den Pilatus an und rief: / Kreuzige Christus, der frei ist von Schuld. / Und den Barabbas begehrten sie lieber. / Uns aber laßt des edlen Räubers Wort ihm sagen: // Gedenke in deinem Reiche auch unser.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Deine lebenspendende Seite, aufquellend wie der Born aus Eden, / tränkt deine Kirche, o Christus, wie ein geistig Paradies / und ergießet von hier sich wie seit Urbeginn, / in vier Evangelien die Welt bewässernd, / die Schöpfung erfreuend und zuverlässig die Völker belehrend, // deinem Reich sich zu beugen.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Um meinetwillen wardst du gekreuzigt, / um mir die Vergebung zu spenden. / Deine Seite wurde durchbohrt, daß du mir Ströme des Lebens sprudeln lässest. / Angeheftet wardst du mit Nägeln, / damit ich glaubend an die Größe deiner Kraft in deiner Leiden Tiefe zu dir riefe: // Lebenspender, Christus, Ehre deinem Kreuze, deinem Leiden, o Heiland.
Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Als du gekreuzigt wardst, Christus, / hat die ganze Schöpfung gezittert, da sie es sah. / Die Grundfesten der Erde wurden erschüttert aus Schrecken vor deiner Macht. / Die Sterne verhüllten sich. / Und des Tempels Vorhang wurde zerrissen. / Es bebten die Berge. / Und es barsten die Felsen. / Und der gläubige Räuber, o Heiland, ruft mit uns: / gedenke unser in Deinem Reiche.
Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Herr, du hast unsere Schuldschrift am Kreuze zerrissen. / Während man glaubte, dich im Reiche der Toten zu wissen, / hast du dort den Tyrannen gefesselt, / durch deine Auferstehung alle aus des Todes Banden errettet. / Durch sie haben wir Licht empfangen, Christus, o unser Gott, / und wir rufen zu dir: // Gedenke in deinem Reiche auch unser.
Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Der du am Kreuze erhöht wardst / und die Macht des Todes brachest / und als Gott die Schuldschrift auslöschtest, / die wider uns zeugte, / Herr, verleihe auch uns die Reue des Räubers, / du einziger Menschen
freund, / uns, die dich gläubig verehren, Christus, o unser Gott, / und zu dir rufen: // Gedenke in deinem Reiche auch unser.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist / einmütig alle zu preisen, Gläubige, laßt uns würdig bitten, / die göttliche Einheit, in drei Personen bestehend, / doch unvermischt beharrend, einfach, unteilbar, unzugänglich, // durch die wir erlöst werden von der Strafe des Feuers.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Deine Mutter, o Christus, / die im Fleische dich als Jungfrau gebar, / die Jungfrau fürwahr, die selbst nach der Geburt noch Jungfrau blieb, / sie führen wir dir als Mittlerin vor, Herr, reich im Erbarmen, / der Sünden Vergebung ewig denen zu schenken, die zu dir rufen: // Gedenke meiner, o Heiland, in deinem Reich.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich loben alle himmlischen Mächte, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Prokimenon

D: Weisheit. Lasst uns aufmerken. Prokimenon im 4. Ton: Sie verteilten unter sich Meine Kleider, und über Mein Gewand warfen sie das Los.
     Ch: Sie verteilten unter sich Meine Kleider, und über Mein Gewand warfen sie das Los.
D: o Gott, Mein Gott, habe acht auf Mich; wozu hast Du Mich verlassen?
     Ch: Sie verteilten unter sich Meine Kleider, und über Mein Gewand warfen sie das Los.
D: Sie verteilten unter sich Meine Kleider.
     Ch: Und über Mein Gewand warfen sie das Los.

Siebtes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das siebte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit, als die Soldaten an <den> Ort gekommen waren, genannt Golgotha, das ist die sogenannte Schädelstätte, gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken; und als er es geschmeckt hatte, wollte er nicht trinken. Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los warfen. Dann saßen und bewachten sie ihn dort. Und sie brachten oben über seinem Haupt seine Schuld geschrieben an: Dieser ist Jesus, der König der Juden. Dann werden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, schüttelten ihre Köpfe und sagten: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen erbaust, rette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn bist, steige herab vom Kreuz. Gleicherweise aber spotteten auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten, Ältesten und Pharisäern und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Wenn er Israëls König ist, steige er jetzt herab vom Kreuz, und wir werden an ihn glauben. Er hat auf Gott vertraut, der erlöse ihn jetzt, wenn er Wohlwollen an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
Von der sechsten Stunde an aber kam eine Finsternis über die ganze Erde bis zur neunten Stunde. Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, limá sabachthaní? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, wozu hast du mich verlassen? Als aber einige von den dort Stehenden es hörten, sagten sie: Dieser ruft den Elias. Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn. Die übrigen aber sagten: Lass, sehen wir, ob Elias kommt, ihn zu retten. Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und entließ den Geist.
Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Teile, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Grabstätten wurden geöffnet, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt; und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grabstätten und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, <das Erdbeben und das Geschehene sahen>, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn. (Mt 27, 33-54)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.
Ode 5
Irmos: Zu dir erhebe ich mich am frühen Morgen, / zu dir, der aus Erbarmen, unverändert bleibend, / für den Gefallenen sich entäußerte / und bis zum Leiden sich leidlos beugte, Gottes Wort. // Verleihe mir den Frieden, Menschenfreund.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nachdem sie ihren Geist zuvor gereinigt hatten durch Teilnahme am göttlichen Mysterium, o Christus, verließen deine Jünger miteinander Sion, stiegen mit bestaubten Füßen hinauf zum großen Ölberg und priesen dich in Hymnen, Menschenfreund.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Seht, ihr Freunde, sagtest du, laßt euch nicht erschrecken. Denn jetzt ist die Stunde da, daß ich durch der Sünder Hände ergriffen und getötet werde. Ihr alle werdet Anstoß an mir nehmen, mich verlassen. Ich will euch sammeln, daß ihr mich verkündet als den Menschenfreund.
Katavasie: Zu dir erhebe ich mich am frühen Morgen, / zu dir, der aus Erbarmen, unverändert bleibend, / für den Gefallenen sich entäußerte / und bis zum Leiden sich leidlos beugte, Gottes Wort. // Verleihe mir den Frieden, Menschenfreund.
Ode 8
Irmos: Den Beschluß der gottlosen Bosheit / machten die heiligen Jünger zum Gespötte. / Der Gottlosen lärmendes Synedrion beschließt wider Christus Eitles, / sinnt mit der Faust zu töten den Gebieter des Lebens, // den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Schüttelt jetzt den Schlaf von den Lidern, Jünger, so sagtest du, Christus. Wachet und betet, damit ihr nicht der Versuchung erlieget, und Simon zumeist. Denn des Mächtigen Versuchung ist schwerer. Erkenne mich, Petrus, den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ein unheilig Wort will ich nie mehr über meine Lippen lassen, o Herr. Mit dir will ich, wie es sich gehört, sterben, auch wenn alle dich verleugnen, rief Petrus. Nicht Fleisch und nicht Blut, dein Vater tat dich mir kund, den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die Tiefe göttlicher Weisheit und Einsicht hast du nie ganz erforscht. Den Abgrund meiner Gerichte hast du, Mensch, nicht erfaßt, so sagte der Herr. Fleisch also bist du, rühme dich nicht. Denn dreimal wirst du mich verleugnen, den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du streitest ab, Simon Petrus, was du bald glauben wirst, wie es gesagt ist. Und eine Magd wird ebenso schnell, wie sie kommt, in Angst dich versetzen, sagte der Herr. Bitterlich wirst du weinen und gleichwohl huldvoll mich finden, den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Den Beschluß der gottlosen Bosheit / machten die heiligen Jünger zum Gespötte. / Der Gottlosen lärmendes Synedrion beschließt wider Christus Eitles, / sinnt mit der Faust zu töten den Gebieter des Lebens, // den die ganze Schöpfung rühmend preiset in die Äonen.
Ausruf zu "Hochpreise"
Die du geehrter bist als die Cherubim.
Ode 9
Irmos: Als erhabener denn die Cherubim, / als unvergleichlich herrlicher denn die Seraphim erheben wir dich, / die jungfräulich Gott, das Wort, geboren hat, // als Gottesmutter in Wahrheit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Gottlosen unheilvolle Rotte, der Bösen, der Gottesmörder Schar trat, Christus, wider dich auf. Und wie einen Verbrecher schleppten sie fort den Schöpfer aller, ihn, den wir erheben.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unbekannt mit dem Gesetze sannen die Gottlosen vergeblich nach über der Propheten Worte. Und wie ein Lamm schleppten sie dich fort, den Gebieter aller, zu ungerechtem Mord, ihn, den wir erheben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Den Heiden gaben sie das Leben preis. Mit den Schriftgelehrten vereint, haben die Priester, von der Bosheit ihres Neides besiegt, dem Tod übergeben den, der von Natur das Leben spendet, ihn, den wir erheben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gleich vielen Hunden umringten sie dich. Und deine Wangen, Gebieter, schlugen sie mit einer Rute. Sie belästigten dich mit Fragen, bezeugten Lügen wider dich. Und alles hast du getragen, hast alle erlöst.
Katavasie: Als erhabener denn die Cherubim, / als unvergleichlich herrlicher denn die Seraphim erheben wir dich, / die jungfräulich Gott, das Wort, geboren hat, // als Gottesmutter in Wahrheit.
nach 9. Ode
Den Räuber hast Du, am gleichen Tage, / des Paradieses gewürdigt, o Herr. / Erleuchte auch mich durch das Holz Deines Kreuzes // und errette mich.
Ehre: Den Räuber hast Du, am gleichen Tage, / des Paradieses gewürdigt, o Herr. / Erleuchte auch mich durch das Holz Deines Kreuzes // und errette mich.

Neuntes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
In jener Zeit standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, <die Frau> des Klopas, und Maria Magdalene. Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn. Dann spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter. Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift vollendet würde: Mich dürstet. Es stand nun da ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig, steckten ihn auf einen Ysop und brachten ihn an seinen Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Dann neigte er das Haupt und übergab den Geist. Damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuze blieben – denn es war Rüsttag und der Tag jenes Sabbats war groß –, ersuchten die Juden nun den Pilatus, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen nun die Soldaten und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie seine Beine nicht, sondern einer der Soldaten durchbohrte mit der Lanze seine Seite, und sogleich kamen Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und jener weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubet. Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: «Sein Gebein wird nicht zerschlagen werden.» Und wiederum sagt eine andere Schrift: «Sie werden anschauen, den sie durchstoßen haben.» (Joh 19, 25-37)*
Und der Priester liest das neunte Evangelium der Heiligen Leiden:
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.
Stichiren zum Lob
Ton 3.
Zwei schlimme Taten hat Israel vollbracht, mein erstgeborener Sohn. / Verlassen mich, die Quelle lebendigen Wassers, / gegraben sich eine verdorbene Zisterne. / Hat mich ans Kreuz geschlagen, den Barabbas aber begehrt und befreit. / Darob hat sich der Himmel entsetzt, und die Sonne verbarg ihre Strahlen. / Du aber, Israel, schämtest dich nicht, / nein, übergabst mich dem Tode. / Vergib ihnen, heiliger Vater. // Denn sie wissen nicht, was sie getan.
Jedes Glied deines heiligen Leibes trug Schande um uns. / Das Haupt die Dornen. Das Antlitz die Anspeiungen. Die Wangen die Schläge. / Der Mund den Geschmack von Galle mit Essig gemischt. / Die Ohren der Lästerungen Schmach. Die Schultern des Spottes Gewand. / Der Nacken die Geißelung. Und die Hand das Rohr. / Der ganze Körper am Kreuz ausgebreitet. / Die Glieder ertrugen die Nägel, die Seite die Lanze. / Der du für uns gelitten, uns den Leidenschaften entrissen, / in Menschenfreundlichkeit zu uns herabstiegst und uns wieder erhöht hast, // allmächtiger Heiland, erbarme dich unser.
Als du gekreuzigt wardst, Christus, hat die ganze Schöpfung gezittert, da sie es sah. / Die Grundfesten der Erde wurden erschüttert aus Schrecken vor deiner Macht. / Denn heute, da du erhöht wardst, ging zugrunde das Volk der Hebräer. / Des Tempels Vorhang riß in zwei Stücke, / und Gräber öffneten sich, und Tote erhoben sich aus den Grüften. / Der Hauptmann schaute das Wunder und erschauderte. / Deine Mutter stand da, und mütterlich trauernd rief sie: / Wie soll ich nicht klagen? Wie meine Brust nicht zerschlagen, / wenn ich dich entblößt als Verurteilten am Kreuze hangen sehe? // Der du gekreuzigt, bestattet und auferstanden, Herr, Ehre dir.
Ton 6.
Ehre: Sie entblößten mich meiner Kleider / und haben mich umhüllt mit einem Scharlachgewand. / Auf mein Haupt setzten sie eine Krone aus Dornen. / Und ein Rohr gaben sie mir in meine rechte Hand, // sie zu zerschmettern wie Töpfergefäße.

Zehntes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das zehnte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit kam Joseph von Arimathäa, ein edler Ratsherr, der auch selbst das Königtum Gottes erwartete; er wagte <es>, ging zu Pilatus hinein und erbat sich den Leib Jesu. Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sei; und er rief den Hauptmann herbei und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er dem Joseph den Leib. Und er kaufte Linnen, nahm ihn herab, wickelte ihn in das Linnen und legte ihn in eine Grabstatt, die aus einem Felsen herausgehauen war; und er ließ einen Stein vor die Tür der Grabstatt wälzen. Aber Maria Magdalene und Maria, die Mutter des Jose, sahen zu, wo er hingelegt wurde. (Mk 15, 43-47)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.

Elftes Evangelium

D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Deinen Leiden, o Herr.
D: Lasst uns aufmerken.
Und der Priester liest das elfte Evangelium der Heiligen Leiden:
In jener Zeit ersuchte Joseph von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, aber ein verborgener wegen der Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen <dürfe>. Und Pilatus erlaubte <es>. Er kam also und nahm den Leib Jesu ab. Es kam aber auch Nikodemus, der das erste Mal des Nachts zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloë, ungefähr hundert Pfund. Sie nahmen also den Leib Jesu und banden ihn mit den wohlriechenden Ölen in Leinentücher, gleichwie es bei den Juden Sitte ist, zu begraben. Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt worden war, ein Garten und in dem Garten eine neue Grabstatt, in die noch nie jemand gelegt worden war. Dorthin nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Grabstatt nahe war, legten sie Jesus. (Joh 19, 38-42)*
     Ch: Ehre Deiner Langmut, o Herr.
Während die Stichiren zum Stichos gesungen werden (vor dem 12. Evangelium), wird die gesamte Kirche beweihräuchert, so, wie vor dem ersten Evangelium.

- Zur Liturgie -

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet.
Anstatt dem Cherubischen Hymnus wird „Zu Deinem mystischen Mahle“ gesungen.
     Ch: Zu Deinem mystischen Mahle, Gottes Sohn, lade heute mich als Tischgenossen ein. Denn ganz gewiß will ich das Geheimnis Deinen Feinden nicht verraten. Nicht werde ich einen Kuß Dir geben wie Judas, nein, gleich dem Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, wenn Du kommst in Dein Königtum.
Anstelle des "Wahrhaft würdig"
Ton 6.
Kommt, Gläubige, von des Herren Gastmahl und Seiner unsterblichen Tafel lasst uns im Obergemache hohen Sinnes kosten, erkennend aus Seinem Worte das Wort, das mit hinaufstieg und das wir preisen.
Anstatt „Erfüllt sei unser Mund“ wird folgendes Tropar des Kardonnerstags gesungen, Ton 6:
Zu Deinem mystischen Mahle, Gottes Sohn, lade heute mich als Tischgenossen ein. Denn ganz gewiß will ich das Geheimnis Deinen Feinden nicht verraten. Nicht werde ich einen Kuß Dir geben wie Judas, nein, gleich dem Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, wenn Du kommst in Dein Königtum.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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