Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 16. September

Großmärtyrerin Euphemia die Vielgelobte sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
In der Schönheit der Jungfräulichkeit * und im Martyrerblute * hast du zum Leuchten gebracht die Seele, gerühmte Martyrerin. * Und so wardst du anverlobt dem Schöpfer, * der dich bewahrte unversehrt, * und tanzest im Reigen um ihn wahrhaftig in Ewigkeit * mit den Heeren der Erzengel und Engel und den Chören * der Apostel, Allgepriesene, * der Propheten und Martyrer.
Man misshandelte dich mit Rädern, * ließ dich kämpfen mit wilden Tieren, * setzte dich Feuer aus und Wasser, doch ward dir gestärkt * der Verstand im göttlichen Geiste, * so dass du mutig ertränktest * den Herrscher der Finsternis in den Strömen des Blutes * und eiltest in die geistigen Gemächer, um als Mitgift * deinem Bräutigam, o Jungfrau, * den Kampf darzubringen.
Auch nach dem Tode lässt du quellen * den ständigen Fluss deines Blutes * dem Herren, o Martyrerin, zum Lobe, * benetzest und erleuchtest in ihm * mit Erkenntnis die Gläubigen * und ertränkst mit ihm die ungläubigen Feinde. * Darum wurde dir anvertraut der göttliche Tomos, den du bewahrest, * und sicherst in Ewigkeit * die Lehren der Kirche.
Ton 6. ( von Anatolios )
Ehre: Aufgeblüht durch die Tugenden * und erleuchtet im Verstande * hast du Balsam hervorquellen lassen in den Herzen der Gläubigen, * die du bist aufgegangen * aus dem Morgenlande * wie ein leuchtender Stern * und hast eine Versammlung * der gotterfüllten Väter zustandegebracht * durch die Heimsuchung des Heiligen Geistes. * So lass nicht ab, allgepriesene Evphemía, * für uns beim Herrn zu bitten, * dass Errettung finden unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8. ( von Byzantios )
Ehre: Jede Zunge soll sich rühren * zum Lobe der allgerühmten Evphemía. * Jedes Geschlecht und jedes Lebensalter, * Jünglinge und Jungfraun, * mit Preisliedern lasst uns bekränzen * die Martyrer-Jungfrau Christi! * Denn sie hat sich tapfer ermannt, * hat abgelegt des weiblichen Geschlechtes Schwäche * und durch die Peinen des Kampfes * den Feind und Tyrannen niedergeworfen. * Geschmückt durch himmlische und göttliche Kraft * bittet sie den göttlichen Bräutigam, * dass er uns schenke das große Erbarmen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem zweiten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
2 Kor 6,1-10 ( Stelle lesen: 2 Kor 6,1-10 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 6.
Geduldig harrte ich des Herrn, und er hatte acht auf mich.
Vers: Er stellte auf einen Fels meinen Fuß und machte gerade meine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm esse; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Und siehe, da war eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers zu Tische liege, brachte sie ein Alabasterfläschchen mit Balsam, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und sie wischte sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, küsste seine Füße und salbte sie mit dem Balsam. Als es aber der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau es ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich. Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es gnädig beiden. Wer nun von ihnen, sprich, wird ihn mehr lieben? Simon aber antwortete und sprach: Ich nehme an, der, dem er das Mehrere gnädig geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes abgewischt. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem sie hereinkam, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt; diese aber hat mit Balsam meine Füße gesalbt. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. Und die mit zu Tische Liegenden fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; ziehe hin in Frieden. (Lk 7, 36-50)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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