Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 7. Mai

Erscheinung des Erhabenen Kreuzes über Jerusalem sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du berufen wardst )
Heute freut sich * der Gläubigen gotterfüllte Menge. * Denn es erscheint das himmlische Kreuz an den Enden. * Es leuchtet auf das ätherische unzugängliche Licht. * Der Luftraum erstrahlt und das Angesicht der Erde erglänzt. * Die Kirche Christi singt göttliche Lieder. * Sie huldigt dem göttlichen und überaus wunderbaren Kreuze, * das sie von oben her behütet. * Durch dessen Macht sind stark wir geworden, * eilen herzu und rufen zum Gebieter, * dass Frieden der Welt er schenke * und unsere Seelen erleuchte.
Als kostbarste Leiter * ist heute das allverehrte Kreuz erschienen, * die von der Erde hinüberführt zur Himmelswelt * jene, die es verehren * mit einem Glauben, den kein Zweifel erschüttert. * Es freuen sich sehr alle Heiden, * eilen herbei zur Taufe und jubeln, * und die gotterfüllte Gestalt der Kirche legt an ihr Brautgewand. * Denn das Kreuz, das zu verbergen suchten die Juden, * es strahlt ätherisch auf aus der Höhe * und rettet jene, welche voll Vertrauen * herbei zu ihm eilen.
Jubeln und hüpfen * soll die Schöpfung; denn heute ist aufgestrahlt * das Kreuz an den Enden aus dem Himmel und hat erleuchtet * die irdische Welt und das Unvereinbare verbunden. * Heute freuen sich die Sterblichen * gemeinsam mit den Chören der Engel. * Denn die trennende Scheidewand ward durch das Kreuz aufgehoben, * und so hat es alles zusammengeführt zu einem Einzigen in Klarheit. * Darum erstrahlt es heller als die Sonne * und macht licht die ganze Schöpfung in Gnade, * läßt sie erglänzen und errettet jene, * die es im Glauben verehren.
Ton 6.
Ehre: Es verkündeten die Himmel * deine Herrlichkeit, o Herr, * das furchterregende Zeichen deines Kreuzes; * und die ganze Erde * fiel mit Furcht vor ihm nieder. * Wir aber wollen dir dankbar unter Lobpreisungen rufen: * Du bist der leidlose Gott * und hast es doch freiwillig auf dich genommen, * im Fleisch um unsertwillen zu leiden. * Darum rette das Volk, * das du hast erworben * mit dem eigenen Blute.
nach 9. Ode
O Kreuz - Behüter des ganzen Erdkreises; * o Kreuz - Zierde der Kirche; * o Kreuz - Macht der Könige; * o Kreuz - Stütze der Gläubigen; * o Kreuz - Herrlichkeit der Engel * und Verderben der Dämonen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Erhöhet den Herrn, unseren Gott, // und huldigt dem Schemel seiner Füße; denn heilig ist er.
Vers: Der Herr ward König – ‹es› sollen erzürnen die Völker.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
1 Kor 1,18-24 ( Stelle lesen: 1 Kor 1,18-24 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Gedenke deiner Versammlung, die du dir erworben hast von Anbeginn.
Vers: Gott ist unser König vor aller Zeit; er hat Errettung gewirkt inmitten der Erde.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie: Kreuzige, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn und kreuziget ihn, denn ich finde an ihm keine Schuld. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat. Als nun Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und er ging wiederum hinein in das Prätorium und spricht zu Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich freizulassen? Jesus antwortete: Du hättest keinerlei Vollmacht gegen mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde.
Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einem Ort, genannt Steinpflaster, auf hebräisch Gabbatha. Es war aber der Rüsttag des Pas’cha; es war ungefähr die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König. Sie aber schrien: Hinweg, hinweg, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. Da nun überlieferte er ihn an sie, damit er gekreuzigt würde. Sie aber übernahmen Jesus und führten ihn ab. Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus an den Ort, genannt Schädelstätte, der auf hebräisch Golgotha heißt, wo sie ihn kreuzigten, und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber ließ auch eine Aufschrift schreiben und sie auf das Kreuz setzen. Und es war geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden. Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und sie war geschrieben auf hebräisch, griechisch und lateinisch.
Die Soldaten nun haben dies getan. Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalene. Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn. Dann spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter. Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift vollendet würde: Mich dürstet.
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Dann neigte er das Haupt und übergab den Geist. Damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuze blieben – denn es war Rüsttag und der Tag jenes Sabbats war groß –, ersuchten die Juden nun den Pilatus, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen nun die Soldaten und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie seine Beine nicht, sondern einer der Soldaten durchbohrte mit der Lanze seine Seite, und sogleich kamen Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und jener weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubet. (Joh 19, 6-11, 13-20, 25-28, 30-35)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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