Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 28. September

Fromme Mutter Lioba, Äbtissin zu Tauberbischofsheim ohne

Anmerkungen
Dieser Gottesdienst wurde vom Erzpriester Peter Plank zur Verehrung lokaler deutscher Heiliger gedichtet und wurde bisher nicht in die offiziellen Menäen der Orthodoxen Kirche aufgenommen.

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( nach: Ganz und gar gesetzt )
Glauben zu senken / in die Herzen der Menschen / bist du, Lioba, von fern gekommen, / hast dein Volk und Vaterhaus vergessen, / die Hand am Pfluge, nicht zurückgeschaut / und das Land deiner Pilgerschaft / nicht mehr verlassen, / um das Evangelium zu künden, / Gott zu Ehren / und uns zum Heile. / So erfleh auch uns, du heilige Mutter, // die Tauglichkeit für das Gottesreich.
Hoffnung des Volkes / bist du einst, Lioba, geworden, / als du dem mörderischen Wüten / der entfesselten Elemente / hast Einhalt geboten / durch das Zeichen / des Kreuzes / und die Anrufung dessen, / der daran erhöht wollte sterben, / um alles Böse zu bannen. / So erfleh auch uns, du heilige Mutter, // die Befreiung vom Tod und Verderben.
Liebe als Namen / trägst du, von Gott geliebte. / Dein ganzes Sein, o Lioba, strömt Liebe aus, / Liebe zu Gott und zum Nächsten. / Im Handeln mehr noch als im Reden / kündest du Gott, der ist die Liebe, / die auf Ẹrden ist erschienen / als seinen einziggezeugten Sohn / er hat gesandt, / auf dass ạlle durch ihn leben. / So erfleh auch uns, du heilige Mutter, // die erlösende Liebe Gottes.
Weisheit zu lehren, / heute wie ehedem, / hat Gott dir, Lioba, verliehen. / Denn Glaube, Hoffnung und Liebe / lassen spüren als Töchter der wahren Weisheit / einen Hauch der Gotteskraft, / erneuern alles, / wohnen allezeit / in heiligen Seelen ein, / schaffen Gottesfreunde und Propheten. / So erfleh auch uns, du heilige Mutter, // die Weisheit, die löst alle Rätsel.
Ton 2. ( Nach einem Gebet der jugendlichen Lioba für ihren Verwandten Bonifatius )
Ehre: Er, der Schöpfer der Welt wie ihr allmächtiger Richter, / der thront mit dem Vater und dem Geist im Lichte, / Christus, dessen Herrlichkeit uns leuchtet / in ẹwiger Herrschaft, / möge uns nach deinen Worten, / o Lioba, heilige Mutter, // unverletzt in stetem Schutze bewahren.
Jetzt, Theotokion: Einst bat Thekla ihre Verwandte Lioba, / sie möge zu dir flehen, Gottesgebärerin, / um deine Hilfe für das Volk in einem schrecklichen Sturme. / Nun aber, dạ sie beide mit dir stehen / am Throne Christi, deines Sohnes, / ruht unsere Hoffnung auf dir samt ihnen, / dass ihr ụns bei ihm einwirket // die Rettung aus allen Stürmen dieses Lebens.
Parimien
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie eine Flocke, die vom Winde weggeführt wird, und wie leichter Schaum, der vom Sturm zerstreut wird, und wie die Erinnerung an einen vorübergehenden eintägigen Gast. Die Gerechten jedoch leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn, denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden, des Meeres Gewässer werden wider sie wüten und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen. Besser ist Weisheit als Kraft und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an, lernet ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen. (Weish 5,15 - 6,3)
Stichiren zur Stichovna
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
Ehre: Des Bischofs Heimstatt an Tauber, / was wäre sie ohne dich, Mutter Lioba? / Du hast verzichtet auf einen irdischen Bräutigam / und uns so bedeutet, du Selige, / dass Christus die Kirche sich hat zur Braut erworben, / für die er sein Leben hat hingegeben, / um sie zu reinigen im Blut und im Wasser, / das aus seiner Seite ist geflossen, // die ward durchstochen am Holze.

- Zur Liturgie -



ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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