Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 26. Oktober

Erinnerung an das große Erdbeben in Konstantinopel von 740 doxologie

- Zur Vesper -

Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( von Symeon vom Wunderbaren Berg )
Da die Erde ist erschüttert * durch die Furcht vor deinem Zorne, * erbeben Hügel und Berge, o Herr. * Doch mit dem Blicke der Barmherzigkeit * schau auf uns hernieder; * in deinem Grimme uns nicht zürne. * Hab vielmehr Mitleid mit dem Gebilde * deiner Hände und befreie uns * von der schrecklichen Bedrohung des Bebens * als der Gute und Menschenliebende.
Erschüttert hast du die Erde und sie ins Wanken gebracht; * heile ihre Brüche, denn sie erbebt. (Ps 59,4)
Furchtbar bist du, o Herr, * und wer wird standhalten deinem gerechten Zorne? * Wer wird dich anflehen oder wer dich bitten, o Guter, * für das sündhafte und verworfene Volk? * Die Ordnungen des Himmels, * die Engel, Fürstentümer und Mächte, * die Herrschaften und die Throne, * die Cherubim und die Seraphim, sie rufen für uns: * Heilig, heilig, heilig bist du, o Herr; * verachte nicht die Werke * deiner Hände, o Guter. * In deinem mitleidsvollen Erbarmen * rette die Stadt, die in Gefahr sich befindet.
Er, der blickt auf die Erde und lässt sie erbeben, * der die Berge anrührt, und sie rauchen. (Ps 103,32)
Die Niniviten hörten wegen ihrer Verfehlungen * von der drohenden Verschüttung durch das Beben. * Doch in dem vermittelnden Zeichen des Wales * rief die Buße die Aufrichtung durch Jonas hervor. * Wie du also jene in Mitleid hast angenommen * wegen des Schreiens deines Volkes samt Kindern und Tieren, * so verschone auch uns, die wir uns kasteien, * und erbarme dich unser * durch die Auferstehung am dritten Tage.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 6.
Errette, Herr, dein Volk, // und segne dein Erbe.
Vers: Zu dir, Herr, will ich schreien; o mein Gott, sieh nicht schweigend weg von mir.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer
Hebr 12,6-13.25-27 ( Stelle lesen: Hebr 12,6-13.25-27 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
O Gott, du hast uns verstoßen und uns niedergeworfen.
Vers: Du ließest die Erde erbeben und hast sie aufgewühlt.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Und als er in das Boot gestiegen war, folgten ihm seine Jünger. Und siehe, ein großes Beben entstand im See, so dass die Wogen über das Boot hereinbrachen; er aber schlief. Und seine Jünger traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, errette uns, wir gehen zugrunde. Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann richtete er sich auf und schalt die Winde und den See; und es ward eine große Stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und das Meer ihm gehorchen? (Mt 8, 23-27)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Hypodiakon Nikolaj Thon, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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