Orthodoxe Gottesdienste
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Minäon vom 9. Dezember

Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch die Hl. Anna doxologie

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Der du vom Höchsten )
Da hervorbringt als Frucht * die unfruchtbare Anna wider alle Hoffnung * die Jungfrau, die soll Gott gebären im Fleische, * da erstrahlt sie und jubelt. * Sie tanzt voll Freude und ruft mit lauter Stimme: * Freut euch alle mit mir, ihr Stämme Israels. * Denn schwanger geh ich und lege ab * die Schmach der Kinderlosigkeit, * wie es dem Wohltäter hat gefallen, * der hat Erhörung geschenkt meinem Beten * und Heilung meinem wehen Herzen * durch Wehen, die über mich kommen.
Der das Wasser * ließ quellen aus trockenem Felsen, * schenkt, Anna, als Frucht deinem Leibe * die allzeit jungfräuliche Gebieterin. * Aus ihr wird hervorgehen das Wasser des Heiles. * Nicht mehr sollst du wohnen auf Erden wie fruchtlose Erde. * Die Schmach wird von dir genommen. * Denn du wirst sprießen lassen die Erde, die als Leben trägt die Ähre, * welche die Schande aller Sterblichen * hinwegnimmt, da es ihm hat gefallen, * aus mitleidsvollem Erbarmen * anzunehmen einem ihm fremde Gestalt.
Der Propheten * Voraussagen sich erfüllen. * Denn der heilige Berg wird im Mutterleibe begründet. * Gepflanzt wird die göttliche Leiter. * Der große Thron des Königs wird vorbereitet, * die Stätte zugerüstet, die Gott will betreten. * der unverbrannte Dornbusch beginnt * zu keimen, und es quillt über * das Myrongefäß der Heiligung, * das zurückdrängt die Ströme der Unfruchtbarkeit * der gottsinnenden Anna; * die lasst uns selig preisen im Glauben.
Ton 6. ( nach: Ihr Engelmächte, zur Weihe der Auferstehungskirche in Jerusalem )
O Christus, Gebieter, * du unsterbliche Weisheit, * mit deinem Blicke * suche heim aus der Höhe * diese heilige Stätte * und bewahre sie unerschüttert * bis zur Vollendung der Weltzeit. * Die aber gläubig, o Christus, * hierher allzeit eilen, * deines unzugänglichen Lichtes * würdige, Barmherziger.
Als einstens Salomon * den Tempel erbaute, * das Blut von Tieren * er dir zum Opfer brachte dar * zum Vorbild deines Tempels, * den du wolltest, Menschenliebender, * mit dem eigenen Blute erwerben. * Mit ihm auch wir nun bitten * dich, den einzig Barmherzigen, * dass du den rechten Geist * auf ihn wollest senden.
Kommt, lasst uns Brüder, * uns erfreuen am Feste * und lasset uns bilden * einen geistlichen Reigen, * die Leuchte der Seele * mit Öl uns entfachen. * Denn so gebührt's dem Weihefest. * So Lobpreis wird dem Schöpfer, * durch welchen allen Menschen * zur himmlischen Höhe hin * erneuert wird die Seele.
( zur Weihe der Auferstehungskirche in Jerusalem )
Ehre: Da wir begehen, o Herr, * der Einweihung Gedächtnis, * verehren wir dich als Spender der Heiligung * und bitten, * dass werden geheiligt * die Sinne unserer Seelen * auf die Bitte der gepriesenen Sieger im Kampfe, * du guter Allgewaltiger.
Ton 1. ( auf die Empfängnis; von Germanos )
Jetzt, Theotokion: Die Engeln und Menschen unaussprechliche Erhabenheit, * das unfassbare Mysterium, * das war angedeutet von Ewigkeit, * heute wird als Kind es gezeugt * im Leibe der sittenreinen Anna, * sie, die Gottesmagd Maria, * die bereitet ward zur Wohnstatt * des Allkönigs der Äonen * und zur Wiederherstellung unseres Geschlechtes. * Sie lasst uns bitten mit reinem Gewissen * und zu ihr rufen: Flehe zu deinem Sohn und Gott * als unsere, der Christen Patronin, * dass gerettet werden unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5. ( nach: Sei gegrüßt )
Die Gott wohlgefällige Anna * bat einstens um ein Kind, indem sie rief * zu Gott, dem Schöpfer von allem: * Du weißt, Adonai Sabaoth, * um die Schmach der Kinderlosigkeit. * Mach ein Ende der Qual meines Herzens. * Öffne die Pforten meines Schoßes * und lasse Frucht mich Unfruchtbare bringen. * So werden wir als Gabe * dir darbringen das Geborene, * werden lobpreisen und besingen * und gemeinsam eines Sinnes * verherrlichen deine Barmherzigkeit, * in der du schenkst der Welt das große Erbarmen.
Geschworen hat der Herr dem David die Wahrheit, * und er wird sie nicht verwerfen. (Ps 131,11a)
Einstens richtete voll Vertrauen * die weise Anna an Gott ihr Gebet unter Flehen. * Da vernahm sie die Stimme eines Engels, * der die Bestätigung ihr brachte, * dass ihr gewähre Gott das Erbetene, * und es sagte klar und deutlich der Körperlose: * Zum Herrn ist deine Bitte gelangt. * Sei nicht traurig; las ab vom Weinen! * Denn ein wohlfruchtbarer Ölbaum * sollst du sein, der lässt ersprießen * als lieblichen Schössling die Jungfrau, * die Christus lässt erblühen * dem Fleische nach als Blüte, * der da gewährt der Welt das große Erbarmen.
Aus der Frucht deines Leibes * werde ich einen setzen auf deinen Thron. (Ps 131,11b)
Als Frucht nun zeugte das hehre Paar * die heilige Färse, aus der hervor wird gehen * das Kalb im unaussprechlichen Worte, * das gemästete, in Wahrheit, * das für alle Welt wird geopfert. * Darum bringen sie unaufhörlichen Lobpreis * tief ergriffen dem Herrn voll Freude dar * und haben die ganze Welt zum Schuldner. * So wollen wir sie selig preisen * und voll glauben lasst im Reigen uns tanzen * gotterfüllt ob der Empfängnis * der Mutter unseres Gottes, * die aus ihnen ward geboren, * durch die ward reich gegeben das große Erbarmen.
Ton 2. ( auf das Weihefest; von Anatolios )
Ehre: Da wir das Weihefest begehen * des hochheiligen Tempels deiner Auferstehung, * ehren wir dich, o Herr, der du ihn hast geheiligt * und ihn vollendet durch deine selbstgestaltende Gnade. * Du erfreust dich an den mystischen und heiligen Feiern, * die in ihm als heilige Handlungen die Gläubigen vollziehen. * Du nimmst entgegen aus der Hand deiner Diener * die unblutigen und makellosen Opfer * und schenkst dafür jenen, die sie darbringen in rechter Weise, * die Reinigung von den Sünden * und das große Erbarmen.
( auf die Empfängnis )
Jetzt, Theotokion: Heute beginnt aus der Wurzel Davids * der königliche Purpur, * der aus Jesse ist entsprossen, * das mystische Reis hervorzutreiben, * an dem erblüht ist Christus unser Gott, * der errettet unsere Seelen.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ‹ist› Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In ‹den› Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 4,22b-31 ( Stelle lesen: Gal 4,22b-31 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Die Errettung der Gerechten ist vom Herrn, und er ist ihr Beschirmer zur Zeit der Bedrängnis.
Vers: Selig alle, die den Herrn fürchten, die da wandeln auf seinen Wegen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Keiner aber, der eine Leuchte angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht sehen. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden, und nichts geheim, was nicht erkannt werden wird und ins Offenbare kommt. Sehet also zu, wie ihr höret; denn wer hat, dem wird gegeben werden, und wer nicht hat, von dem wird, selbst was er zu haben meint, genommen werden. Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm; und sie konnten nicht mit ihm zusammenkommen wegen der Volksmenge. Und es wurde ihm berichtet, wobei man sagte: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und es vollbringen. (Lk 8, 16-21)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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