Orthodoxe Gottesdienste
Übersetzer Priorisierung:

Minäon vom 12. November

Hl. Johannes der Barmherzige, Patriarch von Alexandria sechs

- Zur Vesper -

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Ausgeteilt hast du und gegeben * dein Brot den Bedürftigen, * bewundernswerter Ioannes, * hast nachgeahmt das Erbarmen, * o Frommer, des mitleidvollsten Gebieters. * Deshalb bleibt wahrhaft auf ewig dein Gedächtnis, o Heiliger. * Die es im Glauben feiern, rette durch deine Bitten * aus Versuchungen und Bedrängnissen, * du Hierarch allglückselig.
Es schaute auf die Reinheit * und die Geradheit deines Sinnes * wie auf deinen gotterfüllten Wandel, * der da sieht das Verborgene, * und führte dich hinauf zu seinem sehr hohen Throne, * salbte mit Myron dich, o Weiser, vollendete dich und vertraute dir an * vor aller Augen die Leitung der Herde, die du führtest * in den Hafen des göttlichen Willens, * Ioannes hocherhoben.
Alle die Bitten * deines Herzens erfüllte * der Herr, o Staunenswerter: * Denn alle Satzungen * erfülltest du, die uns gegeben sind zum Heile, * weil du, Gottseligster, mit allen Kräften Gott und den Nächsten * wie dich selbst liebtest und beistandest den Bedürftigen, * weswegen am heutigen Tage, * wir, Ioannes, dich ehren.
Ton 2. ( von Anatolios )
Ehre: Als Quelle des Erbarmens * für die Bedürftigen strömt über * von mitleidsvollen Erbarmungen * Ioannes, der Nachahmer Christi, * der große Hirte und Stern der Alexandriner. * Kommet, wir wollen uns sättigen * als die Armen im Geiste, * da wir nachahmen seine Milde. * Denn in erbarmungsvoller Liebe * hat er Christus beherbergt in den Bedürftigen * wie einstens Abraham. * So wurde er gewürdigt * der Beseligung * und bittet in Freimut, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Theotokion: Was soll ich Armseliger * dir darbringen, der Welt Gebieterin, außer Quellen von Tränen * und dem Bekenntnis meiner Taten? * Doch mit deinem gnädigen Blicke * schau hernieder, o Jungfrau, * auf die Schwäche meiner verzagten Seele. * Löse auf meiner Leidenschaften Nebel * und befreie von dem lastenden Dunkel, * ich bitte dich, deinen Diener.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5. ( nach: Sei gegrüßt )
Sei gegrüßt, du Gestirn der Kirche, * des Erdkreises Ehre weithin geachtet, * du Ruhm von Alexandrien, * du Grundfeste der Rechtgläubigkeit, * der Enthaltsamkeit Richtschnur und der Askese, * du Hafen der Sturmbedrängten, der Gefährdeten Rettung, * du Bollwerk der Stärke, zuverlässigster Wächter, * du wirksame Verordnung, du Meer der Wohltätigkeit, * du Geber voller Großzügigkeit, * der allen, was ihnen ist nützlich, * reichlich lässt zukommen, Allseligster, * die eilen zu dir voll Vertrauen. * Zu Christus inständig flehe, * dass unsern Seelen geschenkt werde das große Erbarmen.
Kostbar ist vor dem Herrn * der Tod seines Frommen. (Ps 115,6)
Sei gegrüßt, du Nährer der Hungernden, * der Bedürftigen Fürsorger fern aller Missgunst, * du Quelle des Mitleids und Mitgefühls, * du Ergießung der Barmherzigkeit, * du Beistand der Geplagten, * du Schützer der Witwen, du Besucher der Kranken, * der Entblösten sicherer Mantel, * du rascheste Wiederaufrichtung der Gefallenen. * O Vater, von den Himmeln aus, * mit deinem Auge so milde * blick hernieder und erflehe * bei Christus, dass werde herniedergesandt * die Teilnahme an der göttlichen Menschenliebe * für unsere Seelen und das große Erbarmen.
Wie sollen wir dem Herrn vergelten * für alles, was er uns hat getan. (Ps 115,3)
Sei gegrüßt, du Führung der Blinden, * du Erziehung der Jugend, Gepriesener, * o Stütze du des Alters, * du Hirte der in die Irre Gegangenen, * du Zurechtweisung der Sünder, * du wohlduftende Wiese, Balsambehältnis des Geistes, * du allzeit strömender Fluss der Wohltätigkeit, * du erhabene Behausung der Heiligen Dreiheit. * Gedenke derer, die dich besingen, * der den Trübsalen du bist enthoben, * den Gefahren auch und Leiden * sowie der ewigen Strafe, * und bitte inständig Christus, * der da der Welt gewährt das große Erbarmen.
Ode 1
Kanon zum Hl. Johannes, Ton 8.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In Mitleiden erstrahlte dein Geist, Vater, und die Liebe Christi erleuchtete dich. Du leuchtetest durch Barmherzigkeit und wardst gewürdigt, glänzender Tempel des einzig barmherzigen Gottes zu sein, Johannes. Deshalb wollen wir dich verherrlichen.
Ode 3
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottherrlich, gleich einer Jungfrau, trugst du die Krone der Rebe, Gepriesener, und zuteil wurde dir die mitleidende Gnade, die dich hineinführte in die göttliche Barmherzigkeit.
Ode 4
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ehrwürdiger, du erschienst als würdige Wohnstätte der heiligen Dreifaltigkeit, als göttlicher Tempel und Pfeiler der Hierarchen.
Ode 5
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Um der Barmherzigkeit willen starbst du freiwillig allem Vergänglichen, weiser und gepriesener Vater, und littest Kreuzesqualen um der Welt und ihrer Leidenschaften willen. Deshalb wurdest du gewürdigt des himmlischen Lebens.
Ode 6
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du übtest dich im Beten und Fasten. In vielem Wachen flehtest du zu Gott, der dich göttlichen Sehens und heiliger Offenbarung würdigte, Gottweiser und Gepriesener, dich lehrte über alles Verstehen Gott den Weg der Reinheit.
Ode 7
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du kündetest die Werke des Erlösers und wurdest hinzugezählt den Chören der Seligen, denn wahrhaft barmherzig und rein war dein Geist, gottragender Johannes.
Ode 8
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Christus erwies dich als lichtstrahlenden Stern, der auf die Höhe der Kirche erhoben, die dich Besingenden im Glauben erleuchtet und zu singen lehrt: Lobet alle Werke des Herrn den Herrn, und erhebet ihn in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Eingegangen bist du in die Chöre der Erzhirten, der Propheten, Apostel und Märtyrer. Gedenke, Vater, unser, die wir dich besingen.
nach 9. Ode
Gottes Erbarmen eifertest du nach und schenktest den Bedürftigen deinen Reichtum, Johannes. Deshalb empfingst in den Himmeln unerschöpflichen Reichtum. So wollen wir dich nun bitten, flehe unablässig für alle dich Verehrenden.

- Zur Liturgie -

Prokimenon zur Liturgie
Ton 7.
Kostbar vor dem Herrn // ‹ist› der Tod seiner Gottseligen.
Vers: Was soll ich dem Herrn vergelten für alles, was er mir vergolten?
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer
Hebr 4,14 - 5,6 ( Stelle lesen: Hebr 4,14 - 5,6 ( Stelle lesen: Hebr 4,14 bis Hebr 5,6 ) )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 2.
Der Mund eines Gerechten wird sich der Weisheit befleißigen, und seine Zunge wird ‹gerechtes› Urteil sprechen.
Vers: Das Gesetz seines Gottes ‹ist› in seinem Herzen, und nicht werden zu Fall gebracht werden seine Schritte.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Und als er mit ihnen hinabgestiegen war, blieb er an einem ebenen Platz stehen, auch eine Schar seiner Jünger und eine große Menge des Volkes von ganz Judäa und Jerusalem und aus dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden, auch die von unreinen Geistern Geplagten, und sie wurden geheilt. Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn eine Kraft ging von ihm aus und heilte alle. Und er erhob seine Augen zu seinen Jüngern und sprach: Selig ihr Armen, denn euer ist das Königtum Gottes. Selig ihr jetzt Hungernden, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig ihr jetzt Weinenden, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen werden, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als böse verwerfen werden um des Menschensohnes willen. Freuet euch an jenem Tage und hüpfet; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso taten ihre Väter den Propheten. (Lk 6, 17-23)*


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Die aufgeführten Texte wurden von: Erpriester Peter Plank, Pater Kilian Kirchhoff, Erzpriester Sergius Taurit und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
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