Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 02. Oktober 2022
(19. September 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

16. Sonntag nach Pfingsten. Ton 7.
Sonntag nach Kreuzerhöhung.
Nachfeier der Kreuzerhöhung. sechs Märtyrer Trophimos, Sabbatios und Dorymetdontes von Synnada. ohne
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 7

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn, / der gebrochen hat die Macht des Todes / und erleuchtet das Geschlecht der Menschen, / und mit den Körperlosen lasst uns rufen: // „Unser Bildner und Erretter, Ehre sei dir.“
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Das Kreuz hast du auf dich genommen, Erretter, / und das Grab um unsertwillen. / Durch den Tod hast du als Gott den Tod getötet. / So verehren wir deine Auferstehung am dritten Tage. // O Herr, Ehre sei dir.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Als die Apostel schauten die Erweckung des Bildners, / da erstaunten sie und riefen aus den Lobpreis der Engel: / „Dies ist der Ruhm der Kirche, / dies ist der Reichtum des Reiches. // Der du für uns gelitten, Herr, Ehre sei dir.“
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Wenn auch Hand an dich legten, o Christus, gesetzlose Leute, / so bist du doch mein Gott, und ich schäme mich nicht. / Gegeißelt wurde dir der Rücken, ich leugne es nicht. / Ans Kreuz wurdest du genagelt, ich verhehle es nicht. / In deiner Auferweckung aber rühme ich mich. / Denn dein Tod ist mein Leben. // Allmächtiger und menschenliebender Herr, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Ton 8. Stichiren des Fests. (nach: O des unfassbaren Wunders)
O des unfassbaren Wunders! / Der lebentragende Baum, das allheilige Kreuz, / wird in die Höhe erhoben / und offenbar gemacht am heutigen Tage. / Es sagen Preis alle Enden der Erde. / Die Dämonen alle geraten in Schrecken. / O welch ein Geschenk hast du gemacht den Sterblichen! / Durch dieses rette, Christus, unsere Seelen / als der einzig Barmherzige.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
O des unfassbaren Wunders! / Das Kreuz, das trägt den Höchsten / wie eine Traube voller Leben, / wird heute geschaut erhöht von der Erde. / Durch es wurden zu Gott wir alle gezogen / und ward ganz und gar der Tod verschlungen. / O des reinen Holzes, durch das wir genießen / von der unsterblichen Speise in Eden / unter Lobpreis Christi.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
O des unfassbaren Wunders! / Die Breite und Länge des Kreuzes / entspricht den Maßen des Himmels, / denn es heiligt alles durch göttliche Gnade. / In ihm wird alles Barbarische überwunden. / In ihm wird grundgelegt der Glaube. / O der göttlichen Leiter, auf der wir steigen / hinauf in die Himmel, indem wir erheben / Christus, den Herrn, in Gesängen.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Stichiren der Märtyrer. (nach: Sie, deine Märtyrer, o Herr)
Da die unerschöpfliche Wonne / du als Los erstrebtest, Martyrer Tróphimos, / hast du gern ertragen die Qualen des Leibes. / Und so bist du gelangt aus der Verderbnis / hinüber zur Unvergänglichkeit in Jubel, / mit dem Martyrium reich geschmückt. / So erflehe uns, o Seliger, / durch deine Fürbitten das große Erbarmen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Savvátios, der Gepriesene, / der standhaft blieb in vielen Qualen, / feiert nun voll Freude den Sabbat / in den Wohnungen der Himmel. / Er hat erhalten die Ehrengaben der Kämpfe / und ist den Scharen der Engel beigezählt. / Auf seine Fürbitten, o Christus, / schenk deinem Volke das große Erbarmen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Der Gottlosen Ratsversammlung / hat durch gotterfüllte Ratschlüsse abgewehrt / Dorymédon und den Sinn gefestigt. / Er hat sich standhaft unterworfen / den Prüfungen der Foltern. / Er hat erworben die Siegespreise. / Er herrscht zusammen mit Christus / und bittet allezeit für uns alle.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Stichire des Fests.
Wir wollen erschallen lassen heut ein Preislied / und heiteren Angesichts / lasst uns laut rufen mit der Zunge: / Um unsertwillen hast du angenommen / die Verurteilung, o Christus, / auch die Bespeiung und die Geißelung, / hast dir anlegen lassen das Purpurgewand / und das Kreuz bestiegen. / Als dies sahen Sonne und Mond, verbargen sie / ihren Schein und die Erde erbebte in Furcht / und der Tempelvorhang riss mitten entzwei. / Du selbst aber hast nun dein kostbares Kreuz / uns gegeben zum Schutz und zur Wache / und zur Vertreibung der Dämonen, / auf dass wir es alle umfassen und zu ihm rufen: / Rette uns, o Kreuz, durch deine Macht, / heilige uns durch deinen Glanz, du kostbares Kreuz / und gib uns Kraft durch deine Erhöhung. / Denn als Licht wurdest du uns gegeben / und als Rettung unserer Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 7. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Als Mutter wurdest du erkannt, Gottesgebärerin, / über der natürlichen Ordnung, / und doch bist du Jungfrau geblieben / über Verstand und Einsicht. / Das Wunder deines Gebärens / kann keine Zunge erklären. / Denn unfassbar ist das Empfangen, o Reine, / und unbegreiflich die Weise des Gebärens. / Denn wo Gott will, wird die Ordnung der Natur überwunden. / So flehen inständig wir alle, die erkennen, / dass du bist die Mutter Gottes: // Bitte um die Rettung unserer Seelen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 6. Stichiren des Fests. (nach: Am dritten Tage)
Den Ort lasst uns verehren, / an dem standen Christi Füße, / das dreimalkostbare Kreuz hoch erhebend, / an welchem vergossen ward / das Blut des Herren, das lässt quellen / der Welt die Auferstehung.
Ertötend die Leidenschaften des Fleisches / und des Geistes, Gottsinnende, / lasst uns trachten erhoben zu werden / durch des Kreuzes Erhebung / von der Erde zum himmlischen Anteil / mitgekreuzugt mit Christus dem Herrn.
Klar hat die lebenverströmende Quelle / aus des Erlösers göttlicher Seite / sich ergossen und getränkt die Seelen derer, / die sein göttliches Leiden / und sein Kreuz im Glauben verehren / und seine Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Fests.
Die Stimme Deiner Propheten Isaias und David / erfüllte sich, o Gott, denn sie sagt: / Alle Völker werden kommen / und niederfallen vor Dir, o Herr / sieh hier Dein Volk, erfüllt von Deiner Gnade, o Gütiger / in Deinen Höfen von Jerusalem; / der Du das Kreuz für uns erduldet / und durch Deine Auferstehung uns belebest, / behüte und rette uns.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Auferstanden bist du aus dem Grabe, / der Welt Erretter, / und hast mitauferweckt die Menschen / mit deinem Fleische. // O Herr, Ehre sei dir.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Ihn, der ist auferstanden von den Toten / und hat alles erleuchtet, / kommt, wir wollen ihn verehren! / Denn er hat uns befreit von der Gewaltherrschaft des Hades / durch seine Auferweckung am dritten Tage / und uns geschenkt das Leben // und das große Erbarmen.
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Hinab in den Hades bist du gestiegen / und hast den Tod ausgeplündert, o Christus. / Am dritten Tage bist du auferstanden / und hast uns mitauferstehen lassen, die wir preisen / deine allgewaltige Erweckung, // o Herr, du Menschenliebender.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Furchtbar, o Herr, erschienest du, / als du lagest im Grabe als Schlafender. / Doch bist du erstanden am dritten Tage als der Mächtige / und hast mitauferstehen lassen den Adam, / der da ruft: „Ehre deiner Auferstehung, // du allein Menschenliebender.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Die Welt mit ihren vier Enden / wird heute geheiligt, / da erhoben wird, o Christus, unser Gott, / dein Kreuz aus vier Teilen. / Miterhöht wird das Horn der orthodoxen Christen; / die Hörner der Feinde aber werden vernichtet. / Groß bist du, Herr, und wunderbar / in deinen Werken. Ehre sei dir.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 7

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Tropar der Märtyrer.
Der in der Dreiheit gepriesene Gott hat verherrlicht der Märtyrer Dreiheit: / Trophimos, Savvatios und Dorymedon; / denn an ihn haben sie geglaubt und so den Feind niedergeworfen. // Auf ihre Fürbitten, Christus, unser Gott, erbarme dich unser.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Sedalen des Sonntags.
Das Leben lag im Grabe, / und der Stein war versehen mit dem Siegel. / Wie einen schlafenden König Soldaten Christus bewachten, / und Engel ihn als unsterblichen Gott verehrten. / Die Frauen aber riefen: / Der Herr ist auferstanden // und gewährt der Welt das große Erbarmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Durch dein Grab von drei Tagen hast du den Tod um seine Beute gebracht / und den zugrundegegangenen Menschen, durch deine lebenbringende Erweckung, / o Christus Gott, wieder aufgerichtet // als der Menschenliebende; Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den für uns gekreuzigten und auferstandenen Christus, / der die Kraft des Todes als Gott hat vernichtet, / bestürme ohne Unterlaß, / Gottesgebärerin Jungfrau, // daß er rette unsere Seelen.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Sedalen des Sonntags.
Wiewohl das Grabmal war versiegelt / gingest du auf, o Christus Gott, als Leben aus dem Grabe. / Und obwohl die Türen waren verschlossen, / tratest du plötzlich ein bei den Jüngern, / du, die Auferstehung aller, / der du uns den rechten Geist durch sie erneuerst // nach deinem großen Erbarmen.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Zum Grabe liefen die Frauen / unter Tränen und trugen die Myrrhen, / und weil Soldaten dich bewachten, den König über alles, / sprachen sie zueinander: / Wer wird den Stein hinweg uns wälzen? / Da vernahmen sie eine Stimme der Körperlosen: / Erstanden ist des großen Ratschlusses Engel / und hat den Tod zertreten. // Allgewaltiger und unbegreiflicher Herr, dir sei die Ehre.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, o begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / du Hafen und Hilfe des Geschlechtes der Menschen; / denn aus dir ist Fleisch geworden der Erlöser der Welt; / bist du allein doch Mutter und Jungfrau, / allzeit Gepriesene und Verehrte. / Bitte Christus Gott, daß er schenke // den Frieden dem ganzen Erdkreis.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Ipakoi des Sonntags.
Der du unsere Gestalt hast angenommen / und dich unterzogen dem Kreuz im Leibe, / rette mich, o Christus Gott, / durch deine Auferstehung // als der Menschenliebende.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 7.
Die Gefangenschaft Sions hast du aus dem Truge gewendet; so belebe auch mich, o Retter, und der Knechtung durch die Leidenschaften mich entreiße.
Der im Südwind säht der Fasten Mühsale unter Tränen, der wird ernten der Freude Garben, die nähren zum ewigen Leben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist sprudelt die Quelle der göttlichen Schätze; von ihm kommt Weisheit, Einsicht und Furcht; ihm sei Lobpreis, Ruhm, Ehre und Macht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist sprudelt die Quelle der göttlichen Schätze; von ihm kommt Weisheit, Einsicht und Furcht; ihm sei Lobpreis, Ruhm, Ehre und Macht.
Zweite Antiphon.
Baut nicht der Herr das Haus der Seele, mühen wir uns vergeblich. Denn ohne ihn wird die Tat nicht vollbracht noch das Wort.
Die väterlichen Lehren von der Frucht des Leibes, das meint von der Sohnschaft, lassen die Heiligen sprießen vom Geiste bewegt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist hat alles das Sein. Denn für alles ist er Gott ist Herrschaft über alles, unzugängliches Licht und aller Leben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist hat alles das Sein. Denn für alles ist er Gott ist Herrschaft über alles, unzugängliches Licht und aller Leben.
Dritte Antiphon.
Die da fürchten den Herrn, finden die Wege des Lebens; jetzt und auf immer sind sie selig in unbehelligter Ehre.
Rings um deinen Tisch schaust du wie Bäume deine Kinder; so freu dich und frohlocke, du Erzhirte, da du sie hinführst zu Christus.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Dem Heiligen Geist ist eigen der Abgrund der Gnaden, der Reichtum der Herrlichkeit, der Urteile große Tiefe; denn Ehre und Anbetung gebührt ihm mit dem Vater und dem Sohne zugleich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dem Heiligen Geist ist eigen der Abgrund der Gnaden, der Reichtum der Herrlichkeit, der Urteile große Tiefe; denn Ehre und Anbetung gebührt ihm mit dem Vater und dem Sohne zugleich.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Sonntags, Ton 7:
D: Prokimenon im siebten Ton. Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.

Vers: Ich will Dich, o Herr, mit ganzem Herzen bekennen und verkünden alle Deine wunder.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.

D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand.
     Ch: Auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Fünftes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit stand Petrus auf und lief zur Grabstatt; und als er sich vorbückte, sieht er die Leinentücher allein daliegen, und er ging weg nach Hause, verwundert über das Geschehene. Und siehe, zwei von ihnen gingen am selben Tage zu einem Dorf, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt war, namens Emma’us. Und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Ereignisse. Und es geschah: Während sie sich unterhielten und miteinander austauschten, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen; aber ihre Augen wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind dies für Reden, die ihr beim Gehen miteinander wechselt, und blicket finster einher? Der eine aber, namens Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem als Besucher weilt und nicht weiß, was in diesen Tagen darin geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazoräer, der ein Prophet war, mächtig in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; und wie ihn unsere Hohenpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn kreuzigten. Wir aber hofften, dass er es sei, der Israël erlösen werde. Doch mit allem diesem bringt er heute jedenfalls den dritten Tag zu, seitdem dies geschehen ist. Aber auch einige Frauen von uns haben uns außer Fassung gebracht: Als sie frühmorgens bei der Grabstatt waren und seinen Leib nicht fanden, kamen sie und sagten, dass sie sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagten, dass er lebe. Und einige von denen, die mit uns sind, gingen zur Grabstatt und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und Trägen im Herzen, um an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben. Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Moses und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften, was ihn betraf. Und sie nahten sich dem Dorf, wohin sie gingen; und er stellte sich, als wolle er weitergehen. Und sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete es; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Ihre Augen aber wurden geöffnet, und sie erkannten ihn; und er wurde unsichtbar vor ihnen. Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete? Und sie standen zur selben Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf und, die mit ihnen waren, versammelt, die sagten: Der Herr ist wahrlich auferweckt worden und dem Simon erschienen. Und sie berichteten, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt worden war am Brechen des Brotes.
(Lk 24, 12-35)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Auf deinen Befehl nahm erdhafte Festigkeit an, die sonst sich ergießende Natur der Wasser. / So schritt Israel trockenen Fußes // durch sie hindurch und sang dir ein Siegeslied.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Es ward gerichtet, o Herr, die Gewaltherrschaft des Todes / durch deiner ungerechten Tod, zu dem du verurteilt wurdest am Holze. / So wurde zurecht der Herrscher der Finsternis, // der dich nicht bezwingen konnte, vertrieben.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Dem Hades, der gegen dich anstürmte, doch mit seinen Zähnen nicht vermochte, / deinen Leib zu zermalmen, wurden die Kiefer zerschmettert. / So hast du gelöst die Schmerzen des Todes // und bist, Erretter, auferstanden am dritten Tage.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Es ward ein Ende gesetzt den Wehen der Urmutter Eva; / denn ohne Wehen hast du jungfräulich geboren. / Darum klar und deutlich als Gottesgebärerin // wir dich, Allreine, erkennen und alle ehren.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Akrostichon: Das Alphabet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als die, welche den Abgrund der Barmherzigkeit geboren hat, erleuchte, o Jungfrau, meine Seele durch deinen lichtbringenden Glanz, auf dass ich in Liebe besinge den Abgrund deiner Wunder!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Bemerkend uns als von dem Pfeil der Sünde Verwundete, hatte das Wort Mitleid als Wohltäter. Deshalb eint sieh unaussprechlich dem Fleische aus dir, o Allunschuldige, der Hochgöttliche!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gefangen genommen war vom Tode die verderbte und todgeweihte Natur der Menschen, o Allunschuldige: Du aber hast, das Leben empfangend, diese aus der Verwesung zum Leben emporgeführt!
Kanon des Fests, Ton 8.
Dichtung des Herrn Kosmas
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst stellte Moses selbst das Inbild deines allreinen Lebens dar, als Mittler heiliger Gaben. Die gekreuzten Arme erhebend zeichnete er mit ausgestreckten Händen das Siegeszeichen, welches den Sieg über den unversöhnlichen Amalek entschied. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst stellte Moses selbst das Inbild deines allreinen Lebens dar, als Mittler heiliger Gaben. Die gekreuzten Arme erhebend zeichnete er mit ausgestreckten Händen das Siegeszeichen, welches den Sieg über den unversöhnlichen Amalek entschied. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Moses erhob auf einen Pfahl das Heilmittel, welches von den Wirkungen des gefährlichen, verderblichen und giftigen Bisses befreite; in Kreuzesform befestigte er schräg auf dem Holze die Schlange, die zur Erde hing und er triumphierte dadurch über den Schmerz. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Himmel ließ erscheinen das Kreuz als Siegeszeichen dem frommen, gottbegeisterten Kaiser. Durch es wurde der feindselige Hochmut der Feinde besiegt, der Irrtum in die Flucht geschlagen und der göttliche Glaube breitete sich aus bis an die Enden der Erde. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Katavasie, Ton 8: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn er hat sich verherrlicht.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Der zu Anfang du die Himmel durch dein allgewaltiges Wort / hast befestigt, o Herr, Erretter, / und durch den alles bewirkenden und göttlichen Geist, all ihre Kraft und ihre Stärke, / auf dem unerschütterlichen Felsen // des Bekenntnisses zu dir mich bestärke.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du bestiegest das Holz, um für uns zu leiden / aus freiem Willen, barmherziger Erretter, / und trugest die Strieme, die hervorbringt den Frieden / den Gläubigen und die Rettung, / durch die alle wir, Erbarmer, // wurden versöhnt mit deinem Vater.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du hast mich gereinigt von der Strieme, der in der Seele ich war verwundet / durch den Drachenbiß, o Christus, / und hast mir gezeigt das Licht, der einst im Dunkel / und im Verderben ich wohnte. / Denn durch das Kreuz bist du in den Hades // hinabgestiegen und hast mich mitauferweckt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Auf die Fürbitten deiner jungfräulichen Mutter schenke / der Welt den Frieden, o Erretter. / Deinem Volke den Sieg gewähre / über böse Mächte, die es bedrohen? / und deiner unsagbaren Herrlichkeit // würdige jene, die dich ehren.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die aus Edem hervorkriechende Schlange hat mich durch den Wunsch nach Vergöttlichung verlockt und zur Erde gerissen; doch der mitleidige und von Natur barmherzige Gott vergöttlicht mich voll Erbarmen, in deinem Schosse wohnend, und ähnlich geworden mir, o Mutter-Jungfrau!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es ist gesegnet die Frucht deines Leibes, o Jungfrau, Gottesgebärerin, die Freude Aller! Denn du hast der ganzen Welt die Freude geboren, und Frohlocken in Wahrheit, welches zerstreut die Trauer der Sünde, o Gottesbraut!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Zur Freude hast du ewiges Leben und Licht, o Gottesmutter, Jungfrau, und Frieden uns geboren, welcher stillt den alten Kampf der Menschen gegen den Vater und Gott durch Glauben und Bekenntnis der Gnade!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Wasser hervorfließen lassend für das ungehorsame und hartherzige Volk stellte der steile Felsen, mit einer Rute geschlagen, das Geheimnis der auserwählten Kirche Gottes dar, der das Kreuz erblühte zu ihrer Macht und Stärke.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Wasser hervorfließen lassend für das ungehorsame und hartherzige Volk stellte der steile Felsen, mit einer Rute geschlagen, das Geheimnis der auserwählten Kirche Gottes dar, der das Kreuz erblühte zu ihrer Macht und Stärke.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als die allreine Seite von der Lanze durchbort wurde, floss daraus Wasser und Blut, einweihend den Bund des Testamentes und die Sünde abwaschend, denn das Kreuz ist Ruhm für die Gläubigen und (den Königen) Macht und Stärke.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als die allreine Seite von der Lanze durchbort wurde, floss daraus Wasser und Blut, einweihend den Bund des Testamentes und die Sünde abwaschend, denn das Kreuz ist Ruhm für die Gläubigen und (den Königen) Macht und Stärke.
Katavasie, Ton 8: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Kondak der Märtyrer. (nach: Als Erstlinge der Natur)
Als Grundfeste der Kämpfer und Stütze der Frömmigkeit ehrt und preist die Kirche deinen lichtbringenden Kampf, / allbesungener Glückseliger, edelmütiger Kämpfer, herrlicher Trophimos; / mit deinen Mitkämpfern erflehe Versöhnung denen, // die dich in Hymnen besingen, als Unbesiegbarer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Kondak des Fests.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ikos.
Er der bis zum dritten Himmel ins Paradies entrückt ward, er hörte, wie er den Galatern schreibt, unaussprechliche, göttliche Worte, in menschlicher Rede nicht auszudrücken, wie ihr Freunde der Schrift gelesen habt und wisst: Mir - so schreibt er - ziemt es nicht, mich zu rühmen, außer allein im Kreuz des Herrn, an welchem dieser litt und die Leidenschaften erschlug; wir alle halten es gleichfalls sichtbar hoch, das Kreuz des Herrn, unsern Ruhm; denn uns ist dieses rettende Holz des Friedens Schild, unüberwindliches Siegeszeichen.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Der du ohne den Schoß des Vaters zu verlassen / bist herabgestiegen auf die Erde, o Christus Gott, / das Mysterium deines Heilswerkes hab ich vernommen // und dich gepriesen, o Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Seinen Rücken hat dargeboten / der aus der Jungfrau Fleischgewordene den Geißeln. / Es ward mißhandelt der Gebieter, ohne Schuld am Falle des Knechtes zu tragen, // und hat so getilgt meine Vergehen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Stehend als Angeklagter vor dem Tribunale / gesetzloser Richter wurdest du für schuldig befunden / und von einer Hand aus Lehm geschlagen, der du gebildet hast den Menschen // als Gott und richtest gerecht die Erde.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du bist wahrhaftig die Mutter Gottes. / So bitte inständig deinen Schöpfer und Sohn, / daß ich geleitet werde zum rettenden Hafen, Allmakellose, // seines ruhmreichen Willens.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erleuchte, du ganz Auserwählte und Schöne, die du Gott vor der Schöpfung im Lichte erschienen bist, o Allbesungene, durch den Glanz deines Lichtstromes die dich Besingenden!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Teure, Unschuldige, Gott hast du den Menschen geboren, ihn, der Fleisch ward aus deinem unschuldigen Blut, der frei macht von vielen Übertretungen die in Liebe dich Feiernden und Besingenden, o jungfräuliche Mutter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Immer Besungene, es bringt Weihedienst die vernünftige Natur dem aus dir Aufgestrahlten, indem sie das unaussprechliche Geheimnis deines Gebärens jetzt offenbart, o Allseligste!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst wandelte Moses die bitteren Quellen der Wüste durch das Holz, voraussehen lassend wie die Heiden durch Frömmigkeit zum Kreuz geführt werden.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Der Jordan öffnete sich bis zum Grunde und gab dem Holz die schneidende Axt zurück, versinnbildlichend wie der Irrtum durch das Kreuz und die Taufe besiegt wird.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In vier Gruppen geteilt sammelt sich das Volk in heiliger Ordnung, um sich dem sinnbildlichen Gefäß des Bundes zu nahen, herrlich in Kreuzesform.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Geheimnisvoll ausgespannt strahlte das Kreuz, als die Sonne und die Himmel erzählten die Ehre unseres Gottes.
Katavasie, Ton 8: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Lichtlose Nacht ist das Los der Ungläubigen, o Christus, / das der Gläubigen aber Erleuchtung durch die Wonne deiner göttlichen Worte. / Darum eile ich zu dir am frühen Morgen // und besinge deine Gottheit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Für die Knechte läßt du dich verkaufen, o Christus, / erduldest die Backenstreiche, die jenen bringen die Freiheit, / die da singen: Zu dir eile ich am frühen Morgen // und besinge deine Gottheit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
In deiner göttlichen Macht, o Christus, / hast du niedergeworfen durch die Schwachheit des Fleisches den Starken / und mich als Sieger über der Tod, o Retter, // durch die Auferstehung erwiesen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du hast Gott geboren, o reine Mutter, / der ist Fleisch geworden gottwürdig aus dir, Allbesungene. / Denn von eines Mannes Lager du nicht wußtest, // sondern hast empfangen vom Heiligen Geiste.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kund ward dem Jakob, als er die zur Höhe ragende Leiter sah, das Bild deiner Unvermähltheit. Denn durch dich verkehrte Gott mit den Menschen, o allheilige Gebieterin!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lösung auf ewig durch dich, o Jungfrau, jetzt findend, rufen wir gern dir zu: Freue dich, Gottesbraut! Und in deinem Lichte, o Allbesungene, frohlockend, besingen wir dich in Liedern!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Maria, dich allein, Jungfrau, fand der Bräutigam als Lilie mitten unter den Dornen, strahlend im Glanze der Unschuld und im Lichte der Jungfräulichkeit, und nahm dich, o Allunbefleckte, zur Braut!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
O Kreuz, würdig besungen zu werden, auf welchem Christus ausgespannt war, vor dir ward das Schwert, das zum Schutze Edens geschwungen ward, zurückgezogen und der furchbare Cherub zog sich zurück vor Christus, den auf dich Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
O Kreuz, würdig besungen zu werden, auf welchem Christus ausgespannt war, vor dir ward das Schwert, das zum Schutze Edens geschwungen ward, zurückgezogen und der furchbare Cherub zog sich zurück vor Christus, den auf dich Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die dem Kreuze feindlichen, unterirdischen Mächte zitterten beim Anblick des in die Lüfte gezeichneten Zeichens, wo immer sie waren. Aber die Bewohner Himmels und der Erde beugen das Knie vor Christus, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Strahlend von blitzendem Lichte erschien das göttliche Kreuz den in Verirrung und Irrtum verdunkelten Völkern, und - seinen göttlichen Glanz verströmend - zieht sie zu Christus, den darauf Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Katavasie, Ton 8: O dreimalseliger Baum! * An dem Christus ausgestreckt (gehangen), * o König und Herr, * durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, * indem er durch dich getäuscht ward, * als Gott Sich im Leibe anheften ließ, * der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Seekrank vom Sturme der Sorgen des Leben, / ins Meer geschleudert von meinen Schiffsgenossen, den Sünden, / und dem seelenverderbenden Ungeheuer preisgegeben/ ruf ich wie Jonas zu dir, o Christus: // Zieh mich empor aus todbringender Tiefe.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Deiner gedachten die Seelen der Gerechten, / die waren ohnmächtig eingeschlossen im Hades, / und erflehten von dir Errettung. / Und du gewährtest sie durch das Kreuz, o Christus, // denen unter der Erde bei deiner Hinabstieg als Barmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Dein beseeltes, nicht von Händen errichtetes Haus, / das war abgebrochen durch die Leiden, / nochmals zu sehen der Apostelchor nicht wagte zu hoffen. / Doch fiel er nieder und gab überall davon Kunde, // als es erweckt war wider alle Hoffnung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Weise, Allmakellose, deines unsagbaren Gebärens, / das um unsertwillen, jungfräuliche Gottesbraut, ist geschehen, / wer unter den Menschen wird imstande sein, sie zu erklären? / Denn unbeschreiblich ist Gott dein Logos, // dir geeint, aus dir Fleisch geworden.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nachdrücklich verkündeten die im Gesetz enthaltenen Vorbilder und die Weissagungen der Propheten dich als die, welche gebären werde, o Unschuldige, den Wohltäter der ganzen Schöpfung, der vielfach und vielartig wohltut denen, die dich besingen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Den einst durch den Rat des Menschenmörders der göttlichen Wonne des Paradieses entfremdeten Adam, den Erstgeschaffenen, hast du, der Ehe Unkundige, wieder emporgeführt, indem du gebärest den, der uns von der Übertretung erlöst!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O Unschuldige, er, der nach göttlichem Ratschluss und mit schöpferischer Kraft das All aus dem Nichtsein zusammenstellte, ging aus deinem Schosse hervor, und erleuchtete die im Schatten des Todes Befindlichen mit gottentstammten Strahlen!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Gebeugt von den Jahren und geschwächt von Krankheit wandte sich Jakob und kreuzte die Hände, um die Kraft des lebenspendenden Kreuzes zu zeigen. So auch belebte Gott, der im Fleische ans Kreuz geheftet wurde, den verfallenen, dunklen Buchstaben des Gesetzes und verjagte Krankheit und Irrtum.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Gebeugt von den Jahren und geschwächt von Krankheit wandte sich Jakob und kreuzte die Hände, um die Kraft des lebenspendenden Kreuzes zu zeigen. So auch belebte Gott, der im Fleische ans Kreuz geheftet wurde, den verfallenen, dunklen Buchstaben des Gesetzes und verjagte Krankheit und Irrtum.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die gekreuzten Hände auf die Häupter der Jugendlichen legend zeigte Israel, dass das dem Gesetz dienende Volk das Recht auf die dem Erstgeborenen gebührende Ehre hatte. Als man annahm, er begehe einen Irrtum, änderte er doch nicht das lebenspendende Zeichen: "Er wird bringen," sprach er, "das neue Volk Christi, Gottes, umgeben vom Schutze des Kreuzes."
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die gekreuzten Hände auf die Häupter der Jugendlichen legend zeigte Israel, dass das dem Gesetz dienende Volk das Recht auf die dem Erstgeborenen gebührende Ehre hatte. Als man annahm, er begehe einen Irrtum, änderte er doch nicht das lebenspendende Zeichen: "Er wird bringen," sprach er, "das neue Volk Christi, Gottes, umgeben vom Schutze des Kreuzes."
Katavasie, Ton 8: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 7. Kondak des Sonntags.
Nicht mehr vermag die Kraft des Todes / die Sterblichen zurückzuhalten. / Denn Christus ist hinabgestiegen, / hat zerbrochen und vernichtet seine Gewalten. / Gefesselt wird der Hades, / einhellig jubeln die Propheten mit den Worten: / Gekommen ist der Erlöser, / ihr Gläubigen, zu denen im Dunkel. // Gehet hinaus zur Auferstehung.
Ikos.
Unten erbebte das Unterirdische heute, der Hades und der Tod, vor dem Einen der Dreiheit. Die Erde geriet in Verwirrung. Die Torwächter des Hades erschraken, als sie dich erblickten. Doch die ganze Schöpfung freut sich mit den Propheten und singt dir das Siegeslied, Gott, unserem Erlöser, der nun hat zunichte gemacht des Todes Gewalt. Jubeln laßt uns und rufen: Dem Adam und jenen aus Adam, dieses Holz hat ihnen Zugang verschafft. Ihr Gläubigen, // gehet hinaus zur Auferstehung.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Da der feuerflammende Ofen / sich als tauspendend erwies an den Jünglingen, / besangen sie den einen Gott mit den Worten: / Du bist der überaus erhobene // Gott der Väter, der hochgepriesene.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch das Holz kam Adam aus eigener Schuld zutode, / da er den Ungehorsam verübte, / durch den Gehorsam Christi aber ward er neugebildet; / denn um meinetwillen läßt sich kreuzigen // der Sohn Gottes, der hochgepriesene.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Dir, o Christus, erstanden aus dem Grabe, / stimmte den Hymnus an die ganze Schöpfung. / Denn Leben ließest du denen im Hades erblühen, / den Toten die Auferstehung, // den im Finstern das Licht, du Hochgepriesener.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Sei gegrüßt, o Tochter des gescheiterten Adam. / Sei gegrüßt, alleinige Gottesbraut. / Sei gegrüßt, durch die verbannt wurde das Verderben, / weil Gott du hast geboren. // Ihn bitte, o Reine, daß errettet werden wir alle.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Prächtig mit buntem goldenem Schmuck gezierte Jungfrau, dich liebte dein Schöpfer und Herr, der hocherhobene und hoch verherrlichte Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reines Mägdelein, es staunte Jesaja einst, als er empfing die Kohle, sinnbildlich sehend den von dir Geborenen, den hocherhobenen und hochverherrlichten Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Sinnbilder einst sehend deines göttlichen Gebärens, sangen die göttlichen Propheten voll Freude und riefen: o hocherhobener und hoch verherrlichter Gott der Väter!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Weil er von der Frucht des Baumes gekostet hatte, verfiel der erste Mensch dem Verderben und wurde verdammt, das Leben schändlich zu verlieren. Wie eine seinen Körper verzehrende Krankheit teilte sich die Befleckung seinen Nachkommen mit. Wir aber, die Bewohner der Erde, das Kreuz von Holz zu unserem Heil gefunden habend, rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Weil er von der Frucht des Baumes gekostet hatte, verfiel der erste Mensch dem Verderben und wurde verdammt, das Leben schändlich zu verlieren. Wie eine seinen Körper verzehrende Krankheit teilte sich die Befleckung seinen Nachkommen mit. Wir aber, die Bewohner der Erde, das Kreuz von Holz zu unserem Heil gefunden habend, rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Ungehorsam ließ das Gebot Gottes überschreiten und der Baum brachte den Sterblichen den Tod, weil seine Frucht zu ungehöriger Zeit genossen ward. Hinfort aber wurde der Baum geschützt, um Schutz zu geben dem kostbaren Leben, dessen Quelle es war. Es wird wieder zugänglich durch die guten Gedanken des Schächers, welcher jammervoll starb, rufend: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Israel, die Zukunft schauend, küsste das äußerste Ende des Stabes Josephs, zeigend im voraus wie das hochherrliche Kreuz der Schutz königlicher Macht werde. Denn für die Könige ist es ein triumphaler Ruhm und ein Licht denen, welche gläubig rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Katavasie, Ton 8: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Unverbrannt vom Feuer, das ihn am Sinai ergriffen, / führte der Dornbusch zur Gotteserkenntnis / den schwerzüngigen und redeungewandten Moses. / Den drei Jünglingen aber, unbehelligt vom Feuer, / gab der Eifer für Gott ein zu singen: / All ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als das geistige Lamm ohne Fehl ward geschlachtet / für die Welt, da machte es ein Ende / den im Gesetze vorgeschriebenen Opfern / und reinigte sie, selber fern als Gott von Übertretungen, / die zu aller Zeit ruft mit den Worten: / All ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht war unverderbt vor dem Leiden / unser Fleisch, das der Schöpfer hat angenommen. / Nach dem Leiden aber und der Erweckung / ist es unzugänglich geworden der Verderbnis / und schafft neu die Sterblichen, die rufen: / A11 ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Deine Reinheit allmakellos, o Jungfrau, / hat die Unreinheit und Abscheulichkeit / des Erdkreises hinweggespült. / So bist du zur Ursache geworden / unsrer Versöhnung mit Gott, Allreine. / Darum preisen wir dich alle O Jungfrau, // und erheben dich hoch in alle Ewigkeit.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tageshell hast du durch den Glanz deines Gebärens, o Gottesmutter, die Welt wunderbar erleuchtet; denn den in Wirklichkeit seienden Gott trägst du auf deinen Armen, ihn, der erleuchtet die Gläubigen, welche immerdar rufen: Alle Werke, besinget den Herrn, und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Überaus Reine, fromm besingen wir deinen Schoss, welcher umfasste den unerklärlich körperlich gewordenen Gott, der das Licht der Gotteserkenntnis gibt allen Gläubigen, welche immerdar rufen: Alle Werke, besinget den Herrn, und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Fürwahr, durch die Glanzstrahlen deines Lichtes hast du die dich Besingenden lichtgestaltig gemacht, du Mutter des Lichtes, unschuldige Gottesgebärerin; denn du erschienst als Zelt des Lichtes, mit Licht erleuchtend die immerdar Rufenden: Alle Werke, besingt den Herrn, und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Während das Holz erhöht wird, das bedeckt ist mit dem Blute des fleischgewordenen Gotteswortes, singt all ihr Mächte des Himmels, die ihr die Zurückrufung der Sterblichen feiert; Völker, verehrt das Kreuz Christi, durch welches die Auferstehung geschenkt wurde der Welt in Ewigkeit!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Während das Holz erhöht wird, das bedeckt ist mit dem Blute des fleischgewordenen Gotteswortes, singt all ihr Mächte des Himmels, die ihr die Zurückrufung der Sterblichen feiert; Völker, verehrt das Kreuz Christi, durch welches die Auferstehung geschenkt wurde der Welt in Ewigkeit!
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Erdenbewohner, die ihr Gnade erhalten habt, erhebt eure Hände und mit heiliger Scheu das Kreuz, auf welches Christus geheftet war und die Lanze erhoben, welche den Leib des Gotteswortes durchborte. Alle Völker mögen sehen das Heil Gottes und verherrlichen in Ewigkeit!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die ihr erhoben seid durch göttliches Gebot, gläubige Kämpfer der Christenheit, freuet euch; rühmet euch der mit dem Siegeszeichen geschmückten Waffe, die ihr von Gott das kostbare Kreuz empfangen habt; denn durch dieses sind die dreisten Scharen der Feinde zerstreut in Ewigkeit!
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie, Ton 8: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 7.
Irmos: Ohne Schaden zu nehmen hast du empfangen / und dem allkundigen Logos Fleisch gegeben, / vom Manne unberührte Mutter, Jungfau-Gottesgebärerin, Gefäß des Unfaßlichen, Wohnstätte des Unumschränkten, // deines Bildners hoch wir dich preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die der Gottheit ihr zuschreibt die Leiden, / verstummet alle, die Falsches ihr sinnet! / Den Herrn der Herrlichkeit nämlich, der im Fleisch ward gekreuzigt, / doch ungekreuzigt seiner göttlichen Natur nach ist geblieben, // den Einen in zwei Naturen hoch wir preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die ihr verwerfet die Erweckung der Leiber, / macht euch auf zum Grabe Christi und laßt euch belehren, / daß gestorben ist und wiedererstanden / das Fleisch des Lebenspenders, um zu verbürgen // die Auferstehung am Ende, die wir erhoffen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Nicht der Gottheiten Dreiheit, sondern die der Hypostasen, / noch die Einheit der Personen, sondern jene der Gottheit, / wir verehren und trennen uns von jenen, die sie zertrennen, / überlassen aber auch jene der Verwirrung, die sich nicht scheuen vor der Vermischung // der Dreiheit, die hoch wir preisen.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 7.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Christi Mutter, erwiesen hast du dich, o immerjungfräuliches Mägdlein, als der ewigen Freude Spenderin, indem du den Befreier geboren hast, welcher durch Wahrheit und den göttlichen Geist die ihn Ehrenden befreit!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Psalmen singend, nennt David, dein Urahn, dich, o Allunschuldige, die Lade der göttlichen Heiligung, welche übernatürlich in sich enthält den Gott, der im väterlichen Schosse sitzt. Ihn preisen wir Gläubigen unablässig hoch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O Mägdlein, in Wahrheit bist du erhaben über die ganze Schöpfung; denn den Schöpfer des Alls hast du körperlich uns geboren! Daher trägst du als Mutter des einzigen Gebieters über Alle naturgemäß den Sieg davon!
Kanon des Fests, Ton 8.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Es mögen sich freuen alle Bäume des Waldes, denn ihre Natur ist geheiligt, weil Christus, durch welchen sie im Anfang gepflanzt wurden, auf dem Baum ausgespannt ist; da er nun erhöht ist, verehren und preisen wir ihn hoch.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es ist erhöht als heilige Waffe der Gläubigen, das Kreuz, das allen über dem Kopfe beschrieben wird. Durch dasselbe sind die Mächte der sündigen Gedanken zerschlagen. Da es nun erhöht ist, verehren und preisen wir es hoch.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es ist erhöht als heilige Waffe der Gläubigen, das Kreuz, das allen über dem Kopfe beschrieben wird. Durch dasselbe sind die Mächte der sündigen Gedanken zerschlagen. Da es nun erhöht ist, verehren und preisen wir es hoch.
Katavasie, Ton 8: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Das Leben, Christus, und der Weg / aus Toten sich gesellte / dem Kleopas und Lukas bei; / die aber ihn erkannten / zu Emmaus, als er brach das Brot; / die Seelen ihnen brannten / und Herzen, als er auf dem Weg / mit ihnen sprach und legte / die Schriften auf sein Leiden aus. / Mit ihnen lasst uns rufen: / Erweckt er ward und ist zumal / erschienen auch dem Petrus.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Lobpsalmen im 7. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Auferstanden ist Christus von den Toten / und hat gelöst die Fesseln des Todes. / Verkünde, du Erde, die große Freude; // preiset, ihr Himmel, Gottes Herrlichkeit.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Da wir schauen Christi Auferstehung, / laßt uns niederfallen vor dem heiligen Herrn Jesus, // der allein ist ohne Sünde.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Die Auferstehung Christi / verehren wir ohne Unterlaß. / Denn er selbst hat uns errettet / von unsern Missetaten. / Heilig ist der Herr Jesus, // der hat erzeigt die Auferstehung.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Wie sollen wir dem Herrn vergelten / für alles, was er uns gegeben? / Um unsertwillen ist er erschienen / als Gott unter den Menschen. / Der Natur wegen, die war verdorben, / ist Fleisch geworden der Logos / und hat Wohnung unter uns genommen; / zu den Undankbaren ist der Wohltäter gekommen, / zu den Gefangenen der Befreier, / zu denen, die sitzen in der Finsternis, / die Sonne der Gerechtigkeit, / der Leidlose zum Kreuze, / zum Hades das Licht und zum Tode/ das Leben, die Auferstehung / um der Gefallenen willen; zu ihm laßt uns rufen: // Unser Gott, dir sei Ehre.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 5. Stichire zum fünften Sonntagsevangelium.
O deiner weisen Ratschlüsse, o Christus! / Wie hast du dem Petrus durch die Leinentücher allein / zur Einsicht in deine Auferstehung geholfen, / zu Lukas aber und Kleopas dich gesellt auf dem Wege / und mit ihnen gesprochen, / ohne im Gespräche dich sogleich zu offenbaren? / Und so wurde dir vorgehalten, / du seist der einzige Fremdling in Jerusalem, / der nicht betroffen sei von seinen jüngsten Ränken. / Doch weil du alles einrichtest zum Nutzen des Geschöpfes, / hast du auch dargelegt das von den Propheten über dich Gesagte / und dich beim Segnen des Brotes ihnen zu erkennen gegeben, / wenn auch zuvor schon ihre Herzen / waren entflammt gewesen zu deiner Erkenntnis. / Und sie verkündeten den versammelten Jüngern / klar und deutlich nun deine Auferstehung. / Durch sie erbarme dich unser!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Märtyrer Trophimos, Sabbatios und Dorymetdontes von Synnada; ]), der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 8. Tropar der Märtyrer.
Der in der Dreiheit gepriesene Gott hat verherrlicht der Märtyrer Dreiheit: / Trophimos, Savvatios und Dorymedon; / denn an ihn haben sie geglaubt und so den Feind niedergeworfen. // Auf ihre Fürbitten, Christus, unser Gott, erbarme dich unser.

Kondak

Ton 7. Kondak des Sonntags.
Nicht mehr vermag die Kraft des Todes / die Sterblichen zurückzuhalten. / Denn Christus ist hinabgestiegen, / hat zerbrochen und vernichtet seine Gewalten. / Gefesselt wird der Hades, / einhellig jubeln die Propheten mit den Worten: / Gekommen ist der Erlöser, / ihr Gläubigen, zu denen im Dunkel. // Gehet hinaus zur Auferstehung.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Ton 7. Seligpreisungen des Sonntags.
Reif war die Frucht und gut zu essen, / die zu Tode mich brachte. / Christus aber ist der Baum des Lebens, / von dem ich esse und nicht sterbe, / sondern rufe mit dem Räuber: / „Gedenke meiner, o Herr, in deinem Reiche.“
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Ans Kreuz erhöht, Barmherziger, / hast du des Adam Schuldschein vernichtet / über die Sünde von alters / und errettet aus dem Irrtum / das ganze Geschlecht der Sterblichen. / So besingen wir dich, Wohltäter, Herr.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ans Kreuz hast du genagelt / unsere Sünden, o Barmherziger, / durch deinen Tod den Tod getötet / und auferweckt, o Christus, / die Verstorbenen von den Toten. / So verehren wir deine hehre Auferstehung.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Es goss einstens aus die Schlange / ihr Gift in die Ohren der Eva. / Christus aber lässt quellen / der Welt am Holze des Kreuzes / die Süßigkeit des Lebens. / Gedenke meiner, o Herr, in deinem Reiche.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Ins Grabmal wurdest du gelegt, o Christus, / als Toter, du, das Leben aller. / Doch hast du zermalmt die Riegel des Hades / und bist auferstanden in Herrlichkeit als Mächtiger / am dritten Tage und hast alle erleuchtet, / deine Auferstehung zu verehren.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Als der Herr war auferstanden / am dritten Tage von den Toten, / da schenkte er den Jüngern seinen Frieden. / Er erteilte ihnen den Segen / und sandte sie aus mit den Worten: / „Bringet alle in mein Reich.“
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 8. Seligpreisungen des Fests. Irmos. (aus der 7. Ode der Kreuzerhöhung)
Die unverständige Anordnung des ruchlosen Tyrannen verwirrte die Völker, / da sie gottverhaßte Drohung und Lästerung atmete. / Gleichwohl erschreckte weder der tierische Zorn noch das prasselnde Feuer die drei Jünglinge. / Sondern, da sie mit dem anstimmenden und tauspendenden Geiste zusammen im Feuer waren, sangen sie: // O du der Väter und unser in Hymnen erhobener Gott, gesegnet bist du.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Nachdem der Erste unter den Sterblichen vom Holz gekostet hatte, wohnte er dem Verderben zur Seite. / Denn verurteilt, ließ er wie eine leibverderbende Krankheits-Schädigung / das ganze Geschlecht teilhaben am schmählichsten Abfall vom Leben. / Doch da wir Erdgeborenen das Holz des Kreuzes als Wiederberufung gefunden haben, rufen wir: // O du der Väter und unser in Hymnen erhobener Gott, gesegnet bist du.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ungehorsam übertrat die Anordnung Gottes, und Holz, an dem zur Unzeit teilgenommen wurde, brachte den Sterblichen den Tod. / Von da an wurde das Holz des kostbaren Lebens in Sicherheit verschlossen, / zu dem die Einsicht des nächtlich lauernden ‹Räubers› den Zugang brachte, / da er eines schweren Todes sterbend rief: // O du der Väter und unser in Hymnen erhobener Gott, gesegnet bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Israel umfaßte die Stabspitze Josephs, als er die künftige Macht des Königtums sah, / und offenbarte im voraus, / daß das überaus glorreiche Kreuz sie zusammenhalten werde: / Denn dieses ist den Königen siegbringender Ruhm und Licht den Gläubigen, die da rufen: // O du der Väter und unser in Hymnen erhobener Gott, gesegnet bist du.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.

Tropare und Kondake

Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
An dieser Stelle wird das Tropar der Kirche gesungen.
Ton 8. Tropar der Märtyrer.
Der in der Dreiheit gepriesene Gott hat verherrlicht der Märtyrer Dreiheit: / Trophimos, Savvatios und Dorymedon; / denn an ihn haben sie geglaubt und so den Feind niedergeworfen. // Auf ihre Fürbitten, Christus, unser Gott, erbarme dich unser.
Ton 7. Kondak des Sonntags.
Nicht mehr vermag die Kraft des Todes / die Sterblichen zurückzuhalten. / Denn Christus ist hinabgestiegen, / hat zerbrochen und vernichtet seine Gewalten. / Gefesselt wird der Hades, / einhellig jubeln die Propheten mit den Worten: / Gekommen ist der Erlöser, / ihr Gläubigen, zu denen im Dunkel. // Gehet hinaus zur Auferstehung.
An dieser Stelle wird das Kondak der Kirche gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Kondak der Märtyrer. (nach: Als Erstlinge der Natur)
Als Grundfeste der Kämpfer und Stütze der Frömmigkeit ehrt und preist die Kirche deinen lichtbringenden Kampf, / allbesungener Glückseliger, edelmütiger Kämpfer, herrlicher Trophimos; / mit deinen Mitkämpfern erflehe Versöhnung denen, // die dich in Hymnen besingen, als Unbesiegbarer.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak des Fests.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Sonntags, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Der Herr wird Kraft geben Seinem Volk, / der Herr wird segnen Sein Volk mit Frieden.
     Ch: Der Herr wird Kraft geben Seinem Volk, / der Herr wird segnen Sein Volk mit Frieden.

Vers: Bringet dem Herrn, ihr Söhne Gottes, bringet dem Herrn die Söhne von Widdern, bringet dem Herrn Verherrlichung und Ehre.
     Ch: Der Herr wird Kraft geben Seinem Volk, / der Herr wird segnen Sein Volk mit Frieden.


Prokimenon des Sonntags nach Kreuzerhöhung, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Erhöhet den Herrn, unseren Gott, / und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.
     Ch: Erhöhet den Herrn, unseren Gott, / und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Sonntags nach Kreuzerhöhung:
     Gal 2, 16-20
Apostel des Tages:
     2 Kor 6, 1-10
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Sonntags, Ton 7:
L: Alleluïa im siebten Ton: Gut ist es, den Herrn zu bekennen und Deinem Namen zu singen, o Höchster.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers: Zu verkünden am Morgen Dein Erbarmen und Deine Wahrheit des Nachts.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.


Alleluïa des Sonntags nach Kreuzerhöhung, Ton 1:
L: Alleluïa im ersten Ton: Gedenke Deiner Versammlung, die Du Dir erworben hast von Anbeginn.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Markus.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Markus mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Sonntags nach Kreuzerhöhung:
Der Herr sprach: Wer mir hinterher nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach. Denn wer auch immer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber auch immer seine Seele verliert um meinet- und des Evangeliums willen, dieser wird sie retten. Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne und an seiner Seele Schaden nähme? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wann er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.
Und er sprach zu ihnen: Amen, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod keineswegs schmecken werden, bis sie das Königtum Gottes haben kommen sehen mit Macht.
(Mk 8, 34 - 9, 1)*
Evangelium des Tages:
Der Herr sprach dieses Gleichnis: Ein Mensch, der außer Landes gehen wollte, rief seine eigenen Knechte und übergab ihnen seine Habe: dem einen gab er fünf Talente, dem andern zwei, dem dritten eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und sogleich ging er außer Landes. Da ging hin, der die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und erwarb andere fünf Talente. Desgleichen auch, der die zwei empfangen hatte, auch er gewann andere zwei. Der aber das eine empfangen hatte, ging weg, grub in der Erde und verbarg das Silbergeld seines Herrn. Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. Und es trat hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte andere fünf Talente und sagte: Herr, fünf Talente hattest du mir übergeben, siehe, andere fünf Talente habe ich dazu gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht. Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn. Es trat aber auch hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sagte: Herr, zwei Talente hattest du mir übergeben; siehe, andere zwei Talente habe ich dazu gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht. Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn. Es trat aber auch hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sagte: Herr, ich habe dich kennengelernt, dass du ein harter Mensch bist: du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und weil ich mich fürchtete, ging ich weg und verbarg dein Talent in der Erde; siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht. Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du musstest also mein Silbergeld den Bankleuten gebracht haben, und ich hätte bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. Nehmet also das Talent von ihm und gebet es dem, der die zehn Talente hat; denn jedem, der hat, wird gegeben und überreichlich gewährt werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird auch das, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die Finsternis draußen: dort wird sein das Weinen und das Zähneknirschen. [Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre.]
(Mt 25, 14-30)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 8. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise, meine Seele, das überaus kostbare Kreuz des Herrn.

Geheimnishaft bist du, Gottesgebärerin, das Paradies, das unbebaut hervorsprießen ließ Christus. Von Ihm wurde gepflanzt auf Erden des Kreuzes Baum, der trägt das Leben. Nun, da er wird erhöht, fallen wir nieder vor ihm; Dich aber preisen wir hoch.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Sonntags.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Gezeichnet wurde auf uns das Licht deines Angesichtes, ‹o› Herr.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.

Psalm 33

     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. 1. Kommt, ihr Kinder, höret mich, / die Furcht des Herrn will ich euch lehren. 2. Wer ist ein Mensch, der das Leben will, / der es liebt, gute Tage zu sehen? 1. Halte zurück deine Zunge vom Bösen / und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. 2. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; / suche den Frieden und jage ihm nach. 1. Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten / und Seine Ohren auf ihr Flehen. 2. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, / ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. 1. Es schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, / aus all ihren Bedrängnissen hat Er sie erlöst. 2. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, / und die Demütigen im Geiste wird Er erretten. 1. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, / doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. 2. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, / nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. 1. Der Tod der Sünder ist übel, / und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. 2. Erlösen wird der Herr die Seelen Seiner Knechte, / und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf Ihn.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Der Vorsteher vollzieht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Märtyrer Trophimos, Sabbatios und Dorymetdontes von Synnada; ]), und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 8. Tropar der Märtyrer.
Der in der Dreiheit gepriesene Gott hat verherrlicht der Märtyrer Dreiheit: / Trophimos, Savvatios und Dorymedon; / denn an ihn haben sie geglaubt und so den Feind niedergeworfen. // Auf ihre Fürbitten, Christus, unser Gott, erbarme dich unser.

Kondak

Ton 7. Kondak des Sonntags.
Nicht mehr vermag die Kraft des Todes / die Sterblichen zurückzuhalten. / Denn Christus ist hinabgestiegen, / hat zerbrochen und vernichtet seine Gewalten. / Gefesselt wird der Hades, / einhellig jubeln die Propheten mit den Worten: / Gekommen ist der Erlöser, / ihr Gläubigen, zu denen im Dunkel. // Gehet hinaus zur Auferstehung.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Programmierung: Priester Alexej Veselov.