Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 12. Juni 2022
(30. Mai 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

8. Sonntag nach Ostern. Ton 7.
Pfingsten. Tag der Heiligen Dreiheit
Frommer Vater Isaak, Gründer des Dalmatos-Kloster in Konstantinopel. ohne
Länge:

Nach einer alten Tradition liegt am Tag der Heiligen Dreiheit auf dem Analogion in der Mitte der Kirche die Pfingstikone aus (die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel). Beginnend mit der Großen Vesper am Sonntag (mit den Kniebeugungsgebeten) wird dort die Ikone der Heiligen Dreiheit ausgelegt. Am Montag des Heiligen Geistes (vor der Vesper) platziert man auf dem Analogion wieder die Pfingstikone, die dort bis zum Festabschluss am Samstag verbleibt.
Die Kirche wird mit viel Grün geschmückt. Oft werden Birkenbäume aufgestellt und auf dem Boden der gesamten Kirche frisches Gras ausgelegt.
Vor dem Einzug der Vesper verteilt der Vorsteher den Konzelebranten Blumen, welche diese während des gesamten Gottesdienstes halten. Alternativ können die Blumen nur zum Polyleos gehalten werden.
Wenn bei den Stichiren zum Stichos das erste Mal das Gebet „Himmlischer König“ gesungen wird, singt es traditionsgemäß die gesamte Gemeinde.
Nach der Evangeliumslesung des Orthros wird das Evangelium zusammen mit der Festtagsikone zur Verehrung ausgelegt.

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 1

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 1. Stichiren des Fests.
Pfingsten feiern wir und die Ankunft des Geistes, / den vorherbestimmten Tag des verheißenen Gutes / und die Erfüllung der Hoffnung. / Und wie tief ist das Mysterium! / Wie groß und erhaben! / Darum lasst uns rufen: // „Du Bildner von allem, Herr, Ehre sei dir!“
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Pfingsten feiern wir und die Ankunft des Geistes, / den vorherbestimmten Tag des verheißenen Gutes / und die Erfüllung der Hoffnung. / Und wie tief ist das Mysterium! / Wie groß und erhaben! / Darum lasst uns rufen: // „Du Bildner von allem, Herr, Ehre sei dir!“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Durch die Zungen fremder Völker / hast du, Christus, deine Jünger erneuert, / auf dass sie dich durch sie sollten verkünden, / den unsterblichen Logos und Gott, / der darreicht unseren Seelen // das große Erbarmen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Durch die Zungen fremder Völker / hast du, Christus, deine Jünger erneuert, / auf dass sie dich durch sie sollten verkünden, / den unsterblichen Logos und Gott, / der darreicht unseren Seelen // das große Erbarmen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Alles spendet der Heilige Geist. / Er lässt hervorquellen Prophetien. / Er weiht Priester und lehrt Ungebildete Weisheit. / Fischer macht er zu Theologen. / Er fügt zusammen die ganze Ordnung der Kirche. / Gleichen Wesens und gleichen Thrones / mit dem Vater und dem Sohne, // du Tröster, Ehre sei dir.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Ton 2.
Gesehen haben wir das wahre Licht, / empfangen den himmlischen Geist. / Gefunden haben wir den wahren Glauben / in der Ạnbetung der unteilbaren Dreiheit. // Denn sie hat uns errettet.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
In den Propheten hast du uns kundgetan / den Weg des Heiles, / und in den Aposteln, unser Erretter, / ist ạufgestrahlt die Gnade deines Geistes. / Du bist, o Gott, der Erste, / du bist auch danach und in die Äonen // bist du unser Gott.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
In deinen Höfen will ich dich besingen / als den Erretter der Welt. / Mit gebeugtem Knie will ich verehren / deine unbesiegbare Macht. / Am Abend und in der Frühe / und zu Mittag wie zu jeder Zeit // will, o Herr, ich dich preisen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
In deinen Höfen beugen, o Herr, wir Gläubigen / das Knie der Seele und des Leibes / und besingen dich, den anfanglosen Vater / und den mitanfanglosen Sohn / und den mitewigen und allheiligen Geist, // der erleuchtet und heiligt unsere Seelen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Der wesensgleichen Dreiheit / lasst Hymnen uns singen, / dem Vater und dem Sohne / mit dem Heiligen Geiste, / denn so haben es verkündet alle Propheten // und Apostel samt den Martyrern.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests.
Kommt, ihr Völker, die Gottheit in drei Personen, / wir wollen sie verehren, / den Sohn im Vater mit dem Heiligen Geiste. / Denn der Vater hat jenseits der Zeit gezeugt / den Sohn, der mit ihm ist ewig / und mit ihm sitzt auf dem Throne. / Und der Heilige Geist war im Vater / und ward mit dem Sohn verherrlicht / als eine einzige Macht, eine einzige Wesenheit / und eine einzige Gottheit, / die wir alle verehren, / indem wir sprechen: / „Heiliger Gott, der du alles / durch den Sohn hast gebildet / unter Mitwirkung des Heiligen Geistes; / Heiliger Starker, durch den wir haben kennengelernt / den Vater und den Heiligen Geist, / der in die Welt ist gekommen; / Heiliger Unsterblicher, du Tröster-Geist, / der hervorgeht aus dem Vater / und ruht im Sohne. // Heilige Dreiheit, Ehre sei dir.“

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Parimien des Fests (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Numeri.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach der Herr zu Moses: Versammle mir siebzig Männer von den Ältesten des Volkes, von denen du selbst weißt, dass sie Älteste des Volkes sind und ihre Schriftführer. Du sollst sie zum Zelt des Zeugnisses bringen, und sie sollen sich dort mit dir aufstellen. Ich werde herabsteigen und dort mit dir reden, und ich werde nehmen von dem Geist auf dir und ihn auf sie legen. Sie sollen mit dir die Last des Volkes tragen, und du wirst sie nicht alleine tragen.
Da versammelte Moses siebzig Männer von den Ältesten des Volkes und stellte sie rund um das Zelt auf. Und der Herr stieg in einer Wolke herab und sprach zu Moses, und er nahm von dem Geist auf ihm und legte ihn auf die siebzig Männer, die Älteste waren. Als aber der Geist auf ihnen ruhte, da redeten sie prophetisch im Lager, was nicht wieder geschah. Es waren aber zwei Männer im Lager zurückgeblieben. Der Name des einen war Eldad, der Name des anderen Modad. Auch auf ihnen ruhte der Geist. Auch sie gehörten zu den Aufgezeichneten, aber sie waren nicht zum Zelte gekommen. Sie redeten prophetisch im Lager. Ein junger Mann lief herbei, meldete es dem Moses und sagte zu ihm: Eldad und Modad reden prophetisch im Lager. Da hub Jesus, der Sohn des Nave, der bei Moses stand, sein Erwählter, an und sprach: Herr Moses, wehre es ihnen! Moses sprach zu ihm: Willst du dich an meiner Statt ereifern? Wer wird geben, dass das ganze Volk des Herrn zu Propheten wird, wenn der Herr seinen Geist legen wird auf sie?
(Num 11, 16-17; 24-29)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Joel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Ihr Kinder Sions, freut euch und frohlocket im Herrn, eurem Gott; denn er hat euch Nahrung gegeben zur Gerechtigkeit und er wird euch Frühregen und Spätregen strömen lassen wie ehedem. Die Tennen werden sich füllen mit Getreide und überfließen werden die Keltern von Wein und Öl. Ich werde euch einen Ausgleich schaffen für die Jahre, welche verschlungen hat die Heuschrecke, der Käfer, der Meltau, die Raupe und meine große Macht, die ich zu euch ausgesandt habe. Ihr werdet kosten, essen, satt werden und loben den Namen des Herrn, eures Gottes, der Wunder an euch getan hat, und nicht soll zuschanden werden mein Volk in Ewigkeit. Ihr werdet erkennen, dass ich, der Herr, euer Gott, inmitten Israels bin, und dass keiner ist außer mir. Nicht mehr soll zuschanden werden mein Volk in Ewigkeit.
Danach aber wird es geschehen, dass ich ausgieße von meinem Geist auf alles Fleisch, und es werden weissagen eure Söhne und eure Töchter. Eure Greise aber werden Träume haben und eure Jünglinge Gesichte schauen. Auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen ausgießen von meinem Geist, und sie werden weissagen. Ich werde Wunder tun am Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten: Blut, Feuer und Rauchwolken. Die Sonne wird sich in Finsternis wandeln und der Mond in Blut, bevor der große und offenbare Tag des Herrn kommt. Und es wird sein, dass jeder gerettet wird, der anruft den Namen des Herrn.
(Joel 2, 23-32)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie des Ezechiel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Ich werde euch aus den Völkern herausnehmen, euch versammeln aus allen Landen und euch hineinführen in euer Land. Ich werde über euch reines Wasser sprengen, und ihr werdet gereinigt werden von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen, und ich will euch rein machen. Ich werde euch ein neues Herz geben, und einen neuen Geist werde ich euch geben. Ich werde das Herz aus Stein aus eurem Fleisch herausnehmen und euch ein Herz von Fleisch geben. Meinen Geist werde ich in euch hineinlegen und bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt, meine Urteile beachtet und danach handelt. Dann werdet ihr in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr werdet mein Volk sein, ich aber werde sein euer Gott. (Ez 36, 24-28)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 2. Stichiren des Fests.
In den Propheten hast du uns kundgetan / den Weg des Heiles, / und in den Aposteln, unser Erretter, / ist ạufgestrahlt die Gnade deines Geistes. / Du bist, o Gott, der Erste, / du bist auch danach und in die Äonen // bist du unser Gott.
In deinen Höfen will ich dich besingen / als den Erretter der Welt. / Mit gebeugtem Knie will ich verehren / deine ụnbesiegbare Macht. / Am Abend und in der Frühe / und zu Mittag wie zu jeder Zeit // will, o Herr, ich dich preisen.
In deinen Höfen beugen, o Herr, wir Gläubigen / das Knie der Seele und des Leibes / und besingen dich, den anfanglosen Vater / und den mitanfanglosen Sohn / und den mitewigen und allheiligen Geist, // der erleuchtet und heiligt unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests.
Als du deinen Geist, o Herr, den Aposteln / herniedersandtest, als sie da saßen, / da sahen es der Hebräer Kinder / und gerieten außer sich vor Staunen. / Denn sie hörten sie reden / in anderen fremden Sprachen / wie es ihnen verliehen wurde vom Geiste. / Denn wiewohl sie waren ohne Bildung, / wurden sie erfüllt mit Weisheit, / fingen ein die Völker für den Glauben / und verkündeten das Göttliche. / So wollen auch wir dir rufen: / „Der du auf Erden bist erschienen / und uns vom Irrtum hast errettet, // o Herr, Ehre sei dir.“

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 6. Stichiren des Fests.
Da die Völker nicht wussten, o Herr, / von der Macht des allheiligen Geistes, / die über deine Apostel war gekommen, / hielten sie den Wechsel der Sprachen für Trụnkenheit. / Wir aber sprechen, gefestigt / von ihnen, ohne Unterlass: / „Nimm nicht von uns deinen Heiligen Geist, // so bitten wir, du Menschenliebender.“
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
O Herr, die Heimsuchung des Heiligen Geistes / hat deine Apostel erfüllt / und sie befähigt, in fremden Zungen zu reden. / Da wurde von den Ungläubigen / das Unfassbare für Trunkenheit gehalten, / von den Gläubigen aber für ein Unterpfand des Heiles. / Würdige auch uns seiner Erleuchtung, // so bitten wir, du Menschen-liebender.
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Himmlischer König, / Tröster, du Geist der Wahrheit, / überall bist du zugegen und alles erfüllest du. / Hort der Güter und Spender des Lebens, / komm und nimm Wohnung in uns, / mach uns rein von jedem Makel // und rette, du Guter, unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests.
Einst gerieten die Zungen miteinander in Widerstreit / durch die Verwegenheit des Turmbaus, / doch wurde nun den Zungen Weisheit verliehen / durch die Herrlichkeit der Gotteserkenntnis. / Vormals hat Gott verurteilt / die Ruchlosen durch das Misslingen; / nun aber hat Christus erleuchtet / die Fischer durch den Geist. / Damals wurde das Verklingen der Sprache / verhängt zur Strafe; / jetzt aber wird ihr Einklang erneuert // zum Heil unserer Seelen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 8

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Die Nachfeier, ihr Gläubigen, das Schlussfest / lasset uns glänzend begehen. / Dies ist Pfingsten, der Verheißung / und des vorbestimmten Tages Erfüllung. / Denn an ihm stieg das Feuer / des Trösters wie in Zungengestalt / zur Erde hernieder / und erleuchtete die Jünger / und weihte sie in des Himmels Geheimnisse ein. / Des Trösters Licht ist erschienen // und hat die Welt erleuchtet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Nachfeier, ihr Gläubigen, das Schlussfest / lasset uns glänzend begehen. / Dies ist Pfingsten, der Verheißung / und des vorbestimmten Tages Erfüllung. / Denn an ihm stieg das Feuer / des Trösters wie in Zungengestalt / zur Erde hernieder / und erleuchtete die Jünger / und weihte sie in des Himmels Geheimnisse ein. / Des Trösters Licht ist erschienen // und hat die Welt erleuchtet.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Fests.
Die Quelle des Geistes / erschien den Erdenbewohnern / und zerteilte sich geistig / in feuerflammende Ströme / und übergoss lichtstrahlend die Apostel mit Tau. / Und zu einer Wolke von Tau / ward ihnen das Feuer / und zu einer regenspendenden Flamme, / die sie erleuchtete. / Durch sie haben wir in Feuer und Wasser / die Gnade empfangen. / Des Trösters Licht ist erschienen // und hat die Welt erleuchtet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Quelle des Geistes / erschien den Erdenbewohnern / und zerteilte sich geistig / in feuerflammende Ströme / und übergoss lichtstrahlend die Apostel mit Tau. / Und zu einer Wolke von Tau / ward ihnen das Feuer / und zu einer regenspendenden Flamme, / die sie erleuchtete. / Durch sie haben wir in Feuer und Wasser / die Gnade empfangen. / Des Trösters Licht ist erschienen // und hat die Welt erleuchtet.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen Allheiligen Geist, // den Du vom Vater Deinen göttlichen Aposteln sandtest.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen Allheiligen Geist, // den Du vom Vater Deinen göttlichen Aposteln sandtest.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen Allheiligen Geist, // den Du vom Vater Deinen göttlichen Aposteln sandtest.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Fests.
Nach deiner Erweckung aus dem Grabe, o Christus, / und deiner göttlichen Auffahrt zur Höhe des Himmels / sandtest du den Gottschauenden deine Herrlichkeit, Erbarmer, hernieder, / den guten Geist den Jüngern erneuernd. / Drum wie eine rauschende Zither ließen sie allen mystisch // mit göttlichem Plektron, Erlöser, deine Lehren und deine Heilsordnung deutlich erklingen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Nach deiner Erweckung aus dem Grabe, o Christus, / und deiner göttlichen Auffahrt zur Höhe des Himmels / sandtest du den Gottschauenden deine Herrlichkeit, Erbarmer, hernieder, / den guten Geist den Jüngern erneuernd. / Drum wie eine rauschende Zither ließen sie allen mystisch // mit göttlichem Plektron, Erlöser, deine Lehren und deine Heilsordnung deutlich erklingen.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Dein guter Geist / wolle mich führen auf ebenem Land.
     Ch: Dein guter Geist / wolle mich führen auf ebenem Land.

Vers: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte.
     Ch: Dein guter Geist / wolle mich führen auf ebenem Land.

D: Dein guter Geist.
     Ch: Wolle mich führen auf ebenem Land.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Als es Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger sich versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Friede euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so schicke auch ich euch. Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist. Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, sind sie behalten.
(Joh 20, 19-23)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
„Die Auferstehung Christi“ wird nicht gesungen.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Fests.
Himmlischer König, / Tröster, du Geist der Wahrheit, / überall bist du zugegen und alles erfüllest du, / Hort der Güter und Spender des Lebens, / komm und nimm Wohnung in uns, / mach uns rein von jedem Makel // und rette, du Guter, unsere Seelen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Im Meer begrub den Pharao mit seinen Wagen, Der da zerschmettert Kriegesheere mit erhobenem Arm. Ihm lasset uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
In Wahrheit hast, wie Du verheißen Deinen Jüngern einst, den Geist, den Tröster, Christus, Du gesandt und ließest strahlen, Menschenfreund, der Welt das Licht.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Was einst vorherverkündigt wurde in dem Gesetz und den Propheten, ist erfüllt: Des Gottesgeistes Gnade ist heute auf alle Gläubigen ergossen.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Der Schwerzungige, umhüllt von göttlichem Dunkel, verkündete das gottgeschriebene Gesetz voll Beredsamkeit. Denn er schüttelte den Schlamm vom geistigen Auge, schaute den Seienden und ward eingeweiht in die Kenntnis des Geistes und stimmte an gotterfüllte Gesänge.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es sprach der heilige und verehrungswürdige Mund: Nicht werdet ihr verlassen werden, Freunde. Denn wenn ich auf des Vaters erhabenstem Throne sitze, gieße ich aus den Liebenden, sie zu erleuchten, des Geistes reichliche Gnade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Da er zum Ziel geschritten, gibt das ganz wahrhafte Wort den vollen Frieden des Herzens. Denn da er das Werk vollbracht, erfreute Christus die Freunde, in gewaltigem Wehen, in Zungen von Feuer den Geist nach seiner Verheißung austeilend.
Katavasie: Im Meer begrub den Pharao mit seinen Wagen, Der da zerschmettert Kriegesheere mit erhobenem Arm. Ihm lasset uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Katavasie: Der Schwerzungige, umhüllt von göttlichem Dunkel, verkündete das gottgeschriebene Gesetz voll Beredsamkeit. Denn er schüttelte den Schlamm vom geistigen Auge, schaute den Seienden und ward eingeweiht in die Kenntnis des Geistes und stimmte an gotterfüllte Gesänge.
Ode 3
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Bis mit der Kraft aus der Höhe, sagtest Du, Christus, den Jüngern, bekleidet ihr werdet, lasset euch in Jerusalem nieder. Einen andern Tröster will ich statt meiner, meinen Geist und den meines Vaters euch senden. In ihm sollt befestigt ihr werden.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Die erscheinende Kraft des göttlichen Geistes hat die einst zerteilte Stimme derer, die schlecht übereinstimmen wollten in ihren Gedanken, heilig vereint zu einer Gesinnung der Eintracht, indem sie die Einsicht den Gläubigen gab zur Erkenntnis der Dreiheit, in der wir wurden befestigt.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Es zerschlug die Bande des kinderlosen Schoßes und den unbändigen Hochmut der Kinderreichen ein einziges Gebet einstens der Prophetin Anna, da einen zerknirschten Geist sie brachte zu dem Herrscher und Gotte der Erkenntnisse.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Unfassbar ist die erhabenste Gottheit. Denn sie macht Unkundige reden. Sie lässt mitsprechen Sophisten des Irrwahns, entreißt unerfahrene Völker tiefer Nacht durch die Strahlen des Geistes.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Aus ungezeugtem Licht war ausgegangen das allmächtig leuchtende, unsterbliche Licht, dessen wesensgleiches Flammenzeichen aus dem Wesen des Vaters durch Vermittlung des Sohnes jetzt kundtut das Feuerbrausen den Völkern auf Sion.
Katavasie: Bis mit der Kraft aus der Höhe, sagtest Du, Christus, den Jüngern, bekleidet ihr werdet, lasset euch in Jerusalem nieder. Einen andern Tröster will ich statt meiner, meinen Geist und den meines Vaters euch senden. In ihm sollt befestigt ihr werden.
Katavasie: Es zerschlug die Bande des kinderlosen Schoßes und den unbändigen Hochmut der Kinderreichen ein einziges Gebet einstens der Prophetin Anna, da einen zerknirschten Geist sie brachte zu dem Herrscher und Gotte der Erkenntnisse.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Fests.
Des Erlösers Freunde wurden mit Freude erfüllt, / und Mut fassten die einst Furchtsamen, / als heute der Heilige Geist aus der Höhe auf das Haus der Jünger herabstieg / und der eine dieses, der andere jenes sprach zu den Scharen. / Denn Zungen zerteilten sich, die aussahen wie Feuerzungen, // und verbrannten sie nicht, besprengten sie vielmehr mit Tau.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Sedalen des Fests.
Des Erlösers Freunde wurden mit Freude erfüllt, / und Mut fassten die einst Furchtsamen, / als heute der Heilige Geist aus der Höhe auf das Haus der Jünger herabstieg / und der eine dieses, der andere jenes sprach zu den Scharen. / Denn Zungen zerteilten sich, die aussahen wie Feuerzungen, // und verbrannten sie nicht, besprengten sie vielmehr mit Tau.
Ode 4
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Der Prophet rief, Christus, da er Dein Kommen in der Zeiten Fülle bedachte: Ich habe vernommen, o Herr, Deine Macht, dass Du gekommen, zu retten alle Deine Gesalbten.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Der geredet hat in den Propheten und durch das Gesetz den Unvollendeten verkündet einst ward, der wahrhafte Gott, der Tröster, wird den Dienern und Zeugen des Wortes heute gezeigt.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Den Aposteln ward im Feuer erteilet der Geist, Der da trägt das Siegel der Gottheit. In fremden Zungen erschien Er, als göttliche Kraft, die aus dem Vater kommt in eigener Macht.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: O Herrscher der Herrscher, einzig allein aus Einen, o Logos, hervorgegangen aus dem ursprungslosen Vater, liessest den Geist, die gleichmächtig, du den Aposteln, den Untrüglichen, o Wohltäter, erstrahlen, die sangen: Ehre sei deiner Kraft, o Herr!
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Der Neugeburt göttliches Bad mischend in der dem Worte vereinten Natur, lässest du mir einen Strom fließen aus deiner lauteren, durchstoßenen Seite, Wort Gottes, versiegelnd ihn durch das Glühen des Geistes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das All beugt vor dem Tröster das Knie und vor dem dem Vater wesensgleichen Sohne des Vaters, weil es in drei Personen das unfehlbare, unzugängliche, zeitlose, einzige Wesen erkennt. Denn Licht ließ erstrahlen die Gnade des Geistes.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Feiert alle der höchsten Gottheit ein Fest, die Verehrer ihr seid des dreifach strahlenden Wesens. Denn durch ein Wunder vollendet uns Christus als gnädiger Herr, formt uns um durch Feuer zum Heile, gewährend die ganze Gnade des Geistes.
Katavasie: Der Prophet rief, Christus, da er Dein Kommen in der Zeiten Fülle bedachte: Ich habe vernommen, o Herr, Deine Macht, dass Du gekommen, zu retten alle Deine Gesalbten.
Katavasie: O Herrscher der Herrscher, einzig allein aus Einen, o Logos, hervorgegangen aus dem ursprungslosen Vater, liessest den Geist, die gleichmächtig, du den Aposteln, den Untrüglichen, o Wohltäter, erstrahlen, die sangen: Ehre sei deiner Kraft, o Herr!
Ode 5
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Der Geist des Heiles, der aus Furcht vor Dir, Herr, empfangen ward im Schoße der Propheten und empfangen wurde auf Erden, schaffet neu der Apostel gereinigte Herzen. In den Gläubigen wird Er erneuert, der Gute. Denn Licht und Friede sind Deine Gebote.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Die Kraft, die heute uns heimsucht, ist der gute Geist, der Geist der göttlichen Weisheit, der Geist, Der aus dem Vater hervorgeht, Der uns Gläubigen erschien durch den Sohn, Der sich mitteilt denen, in denen Er wohnet, in der Natur der Heiligkeit, in der man Ihn schaut.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Als rettende Reinigung von den Vergehen empfanget den feuersprühenden Tau des Geistes, Ihr lichtgestaltigen Kinder der Kirche! Denn jetzt ist von Sion das Gesetz ausgegangen, die feuerzungenförmige Gnade des Geistes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es ihm gefiel, fuhr der Geist hernieder aus eigener Kraft und in Freiheit vom Vater, die Apostel unterweisend in Zungen, besiegelnd das lebenbringende Wort aus der Kraft und dem Wesen des Vaters, das der Heiland gesprochen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Von der Sünde hat er die Sinne geheilt. Und zubereitet hat ihm der Gott der Apostel, das allgebietende Wort, eine heilige Wohnstatt. Und des gleichmächtigen, wesensgleichen Geistes Licht wohnt jetzt darin.
Katavasie: Der Geist des Heiles, der aus Furcht vor Dir, Herr, empfangen ward im Schoße der Propheten und empfangen wurde auf Erden, schaffet neu der Apostel gereinigte Herzen. In den Gläubigen wird Er erneuert, der Gute. Denn Licht und Friede sind Deine Gebote.
Katavasie: Als rettende Reinigung von den Vergehen empfanget den feuersprühenden Tau des Geistes, Ihr lichtgestaltigen Kinder der Kirche! Denn jetzt ist von Sion das Gesetz ausgegangen, die feuerzungenförmige Gnade des Geistes.
Ode 6
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Seekrank von dem Gewoge der Sorgen des Lebens, von den mich auf der Fahrt begleitenden Sünden versenkt und preisgegeben dem seelentötenden Tier, rufe wie Jonas ich, Christus, zu Dir: Aus der todbringenden Tiefe führe mich empor.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Von Deinem Geiste gossest, wie Du gesagt hast, über alles Fleisch reichlich Du aus. Und erfüllet von Deiner Erkenntnis, Herr, wurde das All. Weil Du, Sohn, aus dem Vater ohne Wandel hervortratest und ungeteilt aus dem Vater hervorgehet der Geist.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Als Sühne bist du uns, o Christus, und Rettung, o Gebieter, aufgeleuchtet aus der Jungfrau, um zu entreißen, wie den Propheten Janas aus dem Innern des Meerestieres, dem Verderben, den gesamten Adam mit seinem ganzen Geschlecht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erneuere uns den Geist, den ersehnten, den guten, dass wir ihn auf ewig im Innern bewahren, ihn, der aus dem Vater hervorgeht, stets vereint ist mit ihm, der verbrennt der Befleckungen feindlichen Wald, Allgewaltiger, und von der Seele entfernet den Schmutz.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kleinod, von den Aposteln ersehnt, den Sionsbewohnern, die dein Kommen erwarten, o Geist, Kennzeichen des Wortes, das aus dem Vater gezeugt ist, in scharfen Worten als grausam erweisend das Schwatzen der plärrenden Heiden, lässest du feuersprühend dich nieder.
Katavasie: Seekrank von dem Gewoge der Sorgen des Lebens, von den mich auf der Fahrt begleitenden Sünden versenkt und preisgegeben dem seelentötenden Tier, rufe wie Jonas ich, Christus, zu Dir: Aus der todbringenden Tiefe führe mich empor.
Katavasie: Als Sühne bist du uns, o Christus, und Rettung, o Gebieter, aufgeleuchtet aus der Jungfrau, um zu entreißen, wie den Propheten Janas aus dem Innern des Meerestieres, dem Verderben, den gesamten Adam mit seinem ganzen Geschlecht.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.
Ikos.
Schnelle und beständige Tröstung gewähre deinen Dienern, / da, o Jesus, unser Geist ist entmutigt. / Weiche nicht von unseren Seelen in Trübsal / und entferne dich nicht von unseren Herzen in Bedrängnissen. / Suche uns vielmehr heim zu jeder Zeit. / Sei uns nahe, ja nahe, du Allgegenwärtiger. / Und wie du allezeit warst mit deinen Aposteln, / so eine dich denen, die dich ersehnen, Barmherziger, // auf dass wir, dir geeint, besingen und preisen deinen Allheiligen Geist.
Ode 7
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Die heiligen Jünglinge, die in den Feuerofen geworfen, durch den Hymnengesang wandelten in Tau sie die Glut, indem also sie riefen: Gepriesen bist Du, Herr, Gott unserer Väter.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Da die Apostel Gottes Großtaten kündeten, hielten für Trunkenheit die Glaubenslosen die Kraft des Geistes, durch die erkannt wird die Dreiheit, der eine Gott unserer Väter.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Als unzertrennliches Wesen bekennen rechtgläubig Gott wir, den anfanglosen Vater, derselben Macht Wort und Geist, und wir rufen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Es klang der einhellige Schall der Instrumente zur Verehrung des goldgefertigten seelenlosen Götzenbildes. Des Helfers aber lichttragende Gnade flößt ein, ehrfürchtig zu rufen: Du Dreiheit alleine gleich an Kraft und anfanglos, gepriesen bist Du.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Da sie der Propheten Stimme nicht kannten, sprachen von Weinrausch die Toren, als sie der Apostel fremdartige Reden vernommen. Doch wir Frommen rufen gottbegeistert dir zu: Neuschaffer des Alls, gepriesen bist du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der gottbegeisterte Joël, der da schaute des Höchsten gewaltiges Wort, das Donnerwort ließ er vernehmen, das gesprochen das Wort: Über die ich ausgießen werde von meinem Geiste, sie werden mitrufen: Wesen, in dreifachem Lichte erstrahlend, gepriesen bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die dritte der Stunden ward glücklich teilhaft der Gnade, um anzudeuten, dass wir drei Personen verehren müssen in der Einheit der Macht. Doch am ersten der Tage jetzt, dem Fürsten der Tage: Sohn, Vater und Geist, gepriesen bist du.
Katavasie: Die heiligen Jünglinge, die in den Feuerofen geworfen, durch den Hymnengesang wandelten in Tau sie die Glut, indem also sie riefen: Gepriesen bist Du, Herr, Gott unserer Väter.
Katavasie: Es klang der einhellige Schall der Instrumente zur Verehrung des goldgefertigten seelenlosen Götzenbildes. Des Helfers aber lichttragende Gnade flößt ein, ehrfürchtig zu rufen: Du Dreiheit alleine gleich an Kraft und anfanglos, gepriesen bist Du.
Ode 8
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Der Dornbusch, der nicht im Feuer verbrannte, hat auf dem Sinai dem langsam und schwerfällig redenden Moses Gott kundgetan. Und der Eifer für Gott ließ die drei Jünglinge, die nicht das Feuer verzehrte, singen die Hymne: Alle ihr Werke des Herrn, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Als des allheiligen Geistes lebendiges, gewaltiges Wehen aus der Höhe brausend herniederfuhr zu den Fischern in feueriger Zungen Gestalt, verkündeten in beredten Worten sie die Großtaten Gottes, des Herrn: Alle ihr Werke des Herrn, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Da den unberührten Berg wir besteigen, lasset uns erschaudern nicht vor dem erschreckenden Feuer, wohlan, auf dem Berge Sion lasset uns stehen, in der Stadt des lebendigen Gottes. Mit den vom Geiste getriebenen Jüngern lasset uns jetzt tanzen im Chor: Alle ihr Werke des Herrn, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Irmos: Es löst die Fesseln und wandelt in Tau die Flamme das dreilichtige Bild der Gottheit. Die Jünglinge singen: Es preist den einen Erretter als Wohltäter, den Allerschaffer, die gesamte Schröpfung, die von ihm ward gebildet.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Zum Gedächtnis an die menschenrettenden Worte, die er vom Vater vernommen und kundgetan den Aposteln, bereitet Christus den Geist, der sich niederlässt im Schauspiel feuriger Zungen. Als dem Gepriesenen singt dir die Welt, die verwandelte Schöpfung.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Zur Rettung sandtest du in eigener Macht den Strahl, das in sich selber leuchtende Licht, das darreicht das Licht, das die Apostel erfüllte wie heiliges Wehen, den Deinen erteilte beharrenden Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es besang der Propheten vom Geiste getriebener Mund deinen Wandel, o Herrscher, im Fleisch. Und den Geist, der aus des Vaters Schoße hervorgeht, der unerschaffen wie du mitgewirkt hat bei der Schöpfung und sitzet auf gleichem Throne mit dir, sendest du, den Gläubigen der Menschwerdung Wunder.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Der Dornbusch, der nicht im Feuer verbrannte, hat auf dem Sinai dem langsam und schwerfällig redenden Moses Gott kundgetan. Und der Eifer für Gott ließ die drei Jünglinge, die nicht das Feuer verzehrte, singen die Hymne: Alle ihr Werke des Herrn, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Katavasie: Es löst die Fesseln und wandelt in Tau die Flamme das dreilichtige Bild der Gottheit. Die Jünglinge singen: Es preist den einen Erretter als Wohltäter, den Allerschaffer, die gesamte Schröpfung, die von ihm ward gebildet.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Pfingstkanon des Kosmas Monachos, Ton 7.
Irmos: Dir, die ohne Kenntnis des Mannes empfangen und dem alles schaffenden Worte dargeboten das Fleisch, Mutter, Unversehrte, Jungfrau und Gottesgebärerin, des Unfassbaren Gefäß, Wohnstatt deines unendlichen Bildners, dir sagen wir Preis.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Als der Eiferer, der Feuersprühende, einst auf dem stürmenden Feuerwagen freudig daher fuhr, hat Er kundgetan den Aposteln das jetzt aufstrahlende Sturmeswehen aus der Höhe, von dem erleuchtet sie allen offenbarten die Dreiheit.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Fernab dem Gesetz der Naturen ward vernommen ein Wunder: Denn als belehret ward die eine Stimme der Jünger von der Gnade des Geistes, da wurden mannigfaltig die Völker und Stämme und Zungen über die Großtaten Gottes belehrt, eingeführt in das Geheimnis der Lehre vom dreifältigen Gott.
Jambischer Pfingstkanon des Herrn Ioannes Arklâs, Ton 4.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Irmos: Sei gegrüßt, du Herrscherin, jungfräulich mütterlicher Ruhm. Denn kein Mund beweglich, sprechgewandt und bewegt, ist imstande, dich würdig zu besingen; es taumelt jeder Geist, der dein Gebären zu erkennen sucht. Darum einstimmig wie dich preisen.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Zu singen geziemt sich der lebenbringenden Braut. Denn einzig sie hat im Schoße verhüllt das Wort, das da heilet der Sterblichen kranke Natur. Es sitzest jetzt zur Rechten des Thrones des Vaters und hat uns gesandt die Gnade des Geistes.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.
Alle, die angehaucht hat die gottströmende Gnade, erstrahlen und glänzen, verwandelt sind sie in neue, schöne Gestalten. Die unteilbare, weise, dreifachstrahlende Wesenheit, die wir als gleichmächtig erkennen, preisen wir.
Katavasie: Dir, die ohne Kenntnis des Mannes empfangen und dem alles schaffenden Worte dargeboten das Fleisch, Mutter, Unversehrte, Jungfrau und Gottesgebärerin, des Unfassbaren Gefäß, Wohnstatt deines unendlichen Bildners, dir sagen wir Preis.
Katavasie: Sei gegrüßt, du Herrscherin, jungfräulich mütterlicher Ruhm. Denn kein Mund beweglich, sprechgewandt und bewegt, ist imstande, dich würdig zu besingen; es taumelt jeder Geist, der dein Gebären zu erkennen sucht. Darum einstimmig wie dich preisen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Lichthymnus des Fests.
Du Allheiliger Geist, / der Du aus dem Vater hervorgehst / und durch den Sohn hast Wohnung genommen / in den ungelehrten Jüngern, // rette, die dich als Gott erkennen, heilige sie alle.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Lichthymnus des Fests.
Du Allheiliger Geist, / der Du aus dem Vater hervorgehst / und durch den Sohn hast Wohnung genommen / in den ungelehrten Jüngern, // rette, die dich als Gott erkennen, heilige sie alle.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Lichthymnus des Fests.
Licht ist der Vater, Licht ist der Logos. / Licht ist auch der Heilige Geist, / der in Feuerzungen den Aposteln ward gesandt. / Durch ihn wird alle Welt erleuchtet, // zu verehren die heilige Dreiheit.

Lobpsalmen im 4. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 4. Stichiren des Fests.
Unfassbares heute schauten / die Völker alle in der Stadt Davids, / als herniederkam der Heilige Geist / in feurigen Zungen, / wie es der gottredende Lukas hat kundgetan. / Denn er sagt: Als versammelt waren die Jünger Christi, / da erhob sich ein Brausen, / wie wenn daherfährt ein gewaltiger Sturm, / und erfüllte das Haus, in dem sie saßen. / Und alle begannen zu reden / in fremden Sprachen, fremden Worten, / in fremden Lehren, fremden Unterweisungen // über die Heilige Dreiheit.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Unfassbares heute schauten / die Völker alle in der Stadt Davids, / als herniederkam der Heilige Geist / in feurigen Zungen, / wie es der gottredende Lukas hat kundgetan. / Denn er sagt: Als versammelt waren die Jünger Christi, / da erhob sich ein Brausen, / wie wenn daherfährt ein gewaltiger Sturm, / und erfüllte das Haus, in dem sie saßen. / Und alle begannen zu reden / in fremden Sprachen, fremden Worten, / in fremden Lehren, fremden Unterweisungen // über die Heilige Dreiheit.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Der Heilige Geist war von jeher / und er ist und wird sein. / Weder hat er angefangen noch wird er enden, / sondern ist immer zugeordnet / dem Vater und dem Sohne / und ihnen zugezählt. / Leben ist er und wirkt Leben. / Licht ist er und Spender des Lichts. / Selbst ist er das Gute und Quelle der Güte. / Durch ihn wird der Vater erkannt / und der Sohn verherrlicht / und wird von allen wahrgenommen / die eine Macht, die eine Ordnung, // die eine Anbetung der Heiligen Dreifalt.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Der Heilige Geist war von jeher / und er ist und wird sein. / Weder hat er angefangen noch wird er enden, / sondern ist immer zugeordnet / dem Vater und dem Sohne / und ihnen zugezählt. / Leben ist er und wirkt Leben. / Licht ist er und Spender des Lichts. / Selbst ist er das Gute und Quelle der Güte. / Durch ihn wird der Vater erkannt / und der Sohn verherrlicht / und wird von allen wahrgenommen / die eine Macht, die eine Ordnung, // die eine Anbetung der Heiligen Dreifalt.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Der Heilige Geist ist Licht und Leben / und lebendige geistige Quelle, / Geist der Weisheit, Geist der Einsicht, / gut, gerade, geistig und leitend. / Er hebt auf die Verfehlungen. / Gott ist er und macht göttlich. / Feuer ist er, das hervorgeht aus Feuer, / sprechend, wirkend und teilt aus die Gnadengaben. / Durch ihn wurden alle Propheten bekränzt / und Gottes Apostel samt den Martyrern. / Welch eine unerhörte Botschaft, / welch ein unerhörtes Schauspiel: // ein Feuer, geteilt zur Spendung von Gnadengaben!
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Der Heilige Geist ist Licht und Leben / und lebendige geistige Quelle, / Geist der Weisheit, Geist der Einsicht, / gut, gerade, geistig und leitend. / Er hebt auf die Verfehlungen. / Gott ist er und macht göttlich. / Feuer ist er, das hervorgeht aus Feuer, / sprechend, wirkend und teilt aus die Gnadengaben. / Durch ihn wurden alle Propheten bekränzt / und Gottes Apostel samt den Martyrern. / Welch eine unerhörte Botschaft, / welch ein unerhörtes Schauspiel: // ein Feuer, geteilt zur Spendung von Gnadengaben!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Himmlischer König, / Tröster, du Geist der Wahrheit, / überall bist du zugegen und alles erfüllest du, / Hort der Güter und Spender des Lebens, / komm und nimm Wohnung in uns, / mach uns rein von jedem Makel // und rette, du Guter, unsere Seelen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Der den Allheiligen Geist in Gestalt feuriger Zungen vom Himmel her auf seine heiligen Jünger und Apostel herabgesandt hat, Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Frommer Vater Isaak, Gründer des Dalmatos-Kloster in Konstantinopel; ]), der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Kondak

Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Kondak

Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Kondak

Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Vers 1: Die Himmel erzählen von der Herrlichkeit Gottes.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Die Himmel erzählen von der Herrlichkeit Gottes, vom Werk Seiner Hände kündet das Firmament.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Ein Tag ruft zu dem andern die Kunde, eine Nacht verkündet der andern die Einsicht.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 4: Über die ganze Erde ging aus ihr Schall, bis an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vers 1: Es erhöre dich der Herr am Tag der Trübsal.
Errette uns, guter Tröster, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Es erhöre dich der Herr am Tag der Trübsal, es schütze dich der Name des Gottes Jakobs.
Errette uns, guter Tröster, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Er sende dir Hilfe aus dem Heiligen, Er stehe dir bei vom Sion her.
Errette uns, guter Tröster, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 4: Er gebe dir nach deinem Herzen, und erfülle all dein Begehren.
Errette uns, guter Tröster, die wir Dir singen: Alleluia.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
Vers 1: Herr, in Deiner Kraft wird sich erfreuen der König.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Vers 2: Herr, in Deiner Kraft wird sich erfreuen der König, über Dein Heil wird er überaus jubeln.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Vers 3: Du hast ihm gewährt, was sein Herz begehrte, den Wunsch seiner Lippen ihm nicht verweigert.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Vers 4: Denn Du kamst ihm zuvor in den Segnungen der Güte, hast gesetzt auf sein Haupt einen Kranz von Edelstein.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Erhebe Dich, Herr, in Deiner Kraft, Deine Machterweise wollen wir besingen.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.

Tropare und Kondake

Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Anstatt des Dreimalheilig:

Alle, die ihr in Christus hinein getauft wurdet, habt Christus angezogen, Alleluïa, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Habt Christus angezogen, Alleluïa.
Alle, die ihr in Christus hinein getauft wurdet, habt Christus angezogen, Alleluïa.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 8:
L: Prokimenon im achten Ton. In die ganze Erde ging aus ihr Ruf / und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
     Ch: In die ganze Erde ging aus ihr Ruf / und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.

Vers: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und Seiner Hände Werk kündet das Firmament.
     Ch: In die ganze Erde ging aus ihr Ruf / und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.

L: In die ganze Erde ging aus ihr Ruf.
     Ch: Und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Tages:
     Apg 2, 1-11
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 1:
L: Alleluïa im ersten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel befestigt und durch den Geist Seines Mundes all ihre Macht.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Aus dem Himmel schaute der Herr, Er sah alle Menschenkinder.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Johannes mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Tages:
Am letzten Tage, dem großen des Festes, war Jesus aufgestanden und rief: Wenn einer dürstet, so komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Schoße werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er über den Geist, den diejenigen empfangen sollten, welche an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war. Viele nun aus der Volksmenge sagten, als sie dieses Wort hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Andere sagten: Dieser ist der Christus. Andere sagten: Kommt denn etwa der Christus aus Galiläa? Hat nicht die Schrift gesagt: Aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, dem Dorfe, wo David war, kommt der Christus? Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung in der Volksmenge. Einige von ihnen aber wollten ihn ergreifen, doch keiner legte die Hände an ihn. Es kamen nun die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisäern, und jene sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Die Diener antworteten: Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisäer: Habt etwa auch ihr euch verführen lassen? Hat wohl einer von den Vorstehern an ihn geglaubt, oder von den Pharisäern? Diese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, verflucht ist sie. Einer von ihnen, Nikodemus, der des Nachts zu ihm gekommen war, spricht zu ihnen: Richtet etwa unser Gesetz den Menschen, ohne zuerst von ihm selbst gehört und erkannt zu haben, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist etwa auch du aus Galiläa? Forsche und sieh, dass aus Galiläa kein Prophet erweckt worden ist.
Wiederum nun redete Jesus zu ihnen: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nimmermehr in der Finsternis umhergehen, sondern er wird das Licht des Lebens haben.
(Joh 7, 37-52; 8, 12)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 4. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Als die Apostel die Herabkunft des Trösters sahen, wunderten sie sich, wie in Gestalt von Feuerflammen der Heilige Geist erschien.

Sei gegrüßt, du Herrscherin, jungfräulich mütterlicher Ruhm. Denn kein Mund beweglich, sprechgewandt und beredt, ist imstande, dich würdig zu besingen. Es taumelt jeder Geist, der dein Gebären zu erkennen sucht: Einstimmig wir dich preisen.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.

Psalm 33

     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. 1. Kommt, ihr Kinder, höret mich, / die Furcht des Herrn will ich euch lehren. 2. Wer ist ein Mensch, der das Leben will, / der es liebt, gute Tage zu sehen? 1. Halte zurück deine Zunge vom Bösen / und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. 2. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; / suche den Frieden und jage ihm nach. 1. Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten / und Seine Ohren auf ihr Flehen. 2. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, / ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. 1. Es schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, / aus all ihren Bedrängnissen hat Er sie erlöst. 2. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, / und die Demütigen im Geiste wird Er erretten. 1. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, / doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. 2. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, / nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. 1. Der Tod der Sünder ist übel, / und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. 2. Erlösen wird der Herr die Seelen Seiner Knechte, / und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf Ihn.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Der Vorsteher vollzieht die Entlassung:
P: Der den Allheiligen Geist in Gestalt feuriger Zungen vom Himmel her auf seine heiligen Jünger und Apostel herabgesandt hat, Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Frommer Vater Isaak, Gründer des Dalmatos-Kloster in Konstantinopel; ]), und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Üblicherweise wird unmittelbar nach der Göttlichen Liturgie die Große Vesper mit den Kniebeugungsgebeten zelebriert.
http://www.orthodoxer-gottesdienst.de/?datum=20220613&dienst=vesper

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 8. Tropar des Fests.
Gepriesen bist du, Christus, unser Gott. / Denn zu Allweisen hast du die Fischer gemacht, / als du ihnen herabgesandt hast den Heiligen Geist, / und hast durch sie ins Netz gezogen den Erdkreis. // Menschenliebender, Ehre sei dir!

Kondak

Ton 8. Kondak des Fests.
Als er herabstieg, verwirrte der Höchste die Sprachen und zerstreute die Völker. / Als er die Feuerzungen verteilte, rief er alle zur Einheit, // und wir verherrlichen einstimmig den Allheiligen Geist.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.